Tote und Verletzte: Schluss mit der Hobbyjagd!

380.000 Jäger bringen in Deutschland

380.000 Jäger bringen in Deutschland

jedes Jahr nach eigenen Angaben um die 5 Millionen Wildtiere ums Leben. In Wirklichkeit liegt die Zahl der durch die Jagd getöteten Wildtiere wohl noch wesentlich höher. Hinzu kommen unsere Haustiere: etwa 300.000 Hauskatzen, etwa 30.000 Hunde sowie Pferde und Kühe auf der Weide. Und: Auch Menschen werden Jahr für Jahr Opfer von Jagdunfällen und Straftaten mit Jägerwaffen. · Bild: Shutterstock

Es könnte jedem von uns passieren: Stellen Sie sich vor, Sie sind mit dem Auto auf der Bundesstraße unterwegs. Plötzlich durchschlägt die Kugel eines Jägers die Scheibe und tötet Ihre Frau, Ihren Mann, Ihr Kind, einen anderen Familienangehörigen, einen guten Freund - oder Sie selbst.

Genau diese Situation hat sich im August 2018 auf einer Bundesstraße in Bayern ereignet, als Jäger in einem angrenzenden Maisfeld auf Wildschweine schossen: Während einer Autofahrt auf der B16 bei Nittenau in Bayern wurde der 47-jährige Harald S. von einem Projektil aus einem Jagdgewehr tödlich getroffen. Harald S. war als Beifahrer mit seinem Schwager unterwegs, als eine Gewehrkugel die Scheibe auf der Beifahrerseite durchschlug. Obwohl der 61-jährige Fahrzeuglenker, unmittelbar nachdem sein Beifahrer zusammengesackt war, Erste Hilfe leistete und den Rettungsdienst verständigte, konnte der eintreffende Notarzt nur noch den Tod des 47-jährigen Beifahrers feststellen , so das Polizeipräsidium Oberpfalz.

Dies war nicht der erste tödliche Jagdunfall des Sommers: Bei einer Erntejagd in Thüringen und bei einer Gänsejagd im Münsterland wurden Jäger von ihren Jagdkollegen aus Versehen erschossen. So wie im Fall von Harald S. werden aber auch immer wieder völlig Unbeteiligte Opfer der Hobbyjagd: Im thüringischen Großsaara wurde ein 6-jähriges Mädchen in einer Gartenanlage durch einen Schuss schwer verletzt - Jäger hatten angrenzend eine Erntejagd veranstaltet. Ein 36-jähriger Autofahrer wurde von Schrotkugeln in den Hals getroffen, als ein Jäger im westfälischen Wandhofen Jagd auf Tauben machte.

In unserem Nachbarland Italien hat ein Jäger in Ligurien am 30. September auf der sonntäglichen Jagd nach Wildschweinen einen 18-jährigen Spaziergänger erschossen. Die italienische Regierung hat daraufhin angekündigt, die Jagd an Sonntagen zu verbieten. Damit will sie die zunehmende Zahl von Jagdunfällen bekämpfen, die in diesem Jahr schon 22 Todesopfer und 77 Verletzte gekostet haben.

Wie viele Menschen müssen noch leiden und sterben, bis die Hobbyjagd in Deutschland endlich verboten wird?

Jedes Jahr sterben in Deutschland bis zu 40 Menschen durch Jäger und Jägerwaffen. Alleine in Deutschland. Dazu kommen die erschreckend vielen Fälle, bei denen der Ausgang zwar nicht tödlich war, dem Opfer aber beispielsweise ein Bein amputiert werden musste. Opfer wurden sowohl Jägerkollegen und Treiber, aber auch die Ehefrau und die Kinder von Jägern, der Schwager, sowie Nachbarn, Spaziergänger, Bergwanderer, Mountainbiker, Pilzsammler oder spielende Kinder.

Jedes Jahr sterben in Deutschland

Jedes Jahr sterben in Deutschland

bis zu 40 Menschen durch Jäger und Jägerwaffen. · Bild: Bergringfoto - Fotolia.com

Tote und Verletzte durch Hobbyjäger, Bedrohung von Spaziergängern und Radfahrern

Lesen Sie eine Auswahl von Meldungen über Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen der letzten Monate in Deutschland:

13.9.18: Schießt Jäger auf Spaziergänger?
Aufregung im Kreis Augsburg: Anwohner berichten, ein Jäger habe in Richtung von Spaziergängern geschossen. Ich ging instinktiv in Deckung und rief, um auf mich aufmerksam zu machen , berichtet ein Mann, der auf den Wiesen vor Adelsried mit seinem Hund spazieren ging. Mehrere Schüsse seien gefallen. Vor ein paar Wochen sei ein dunkler Geländewagen auf eine junge Frau zugerast. Ein Jäger habe gedroht, sie solle ihre beiden Hunde an die Leine nehmen, sonst passiere etwas. Ich dachte, der schießt noch auf meine Hunde , sagte sie gegenüber der Augsburger Allgemeinen. ("Wir haben Angst": Schießt in Adelsried ein Jäger auf Spaziergänger? Augsburger Allgemeine, 13.9.2018)

14.8.18: Beifahrer starb durch Schuss durch Jäger
Tödlicher Schuss auf der Bundesstraße: Während einer Autofahrt auf der B16 bei Nittenau in Bayern wurde ein Beifahrer von einem Projektil aus einem Jagdgewehr getroffen. Zum betreffenden Zeitpunkt habe nach Polizeiangaben bei Nittenau eine Jagd stattgefunden - offenbar eine Erntejagd in einem Maisfeld. (Beifahrer wurde auf B16 von Jagdgewehrkugel getötet. Passauer Neue Presse, 14.8.2018)

8.8.18: Jäger schießt auf Ehefrau
Weil er bei einem Ehestreit auf seine 29 Jahre jüngere Frau geschossen hat, ist ein 71-jähriger Jäger vor dem Landgericht Stuttgart angeklagt - wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung. Der Jäger soll mit seiner 42-jährigen Frau in Streit geraten sein und griff dabei zur Waffe. Die Frau floh zu den Nachbarn. Der Mann sei ihr laut Anklage gefolgt und habe in der Küche der Nachbarn auf seine Frau angelegt. Die Nachbarin habe ihm einen Stoß versetzt, der Schuss verfehlte sein Ziel. Durch den Knall wurde die Nachbarin am Trommelfell verletzt. Der Lebensgefährte der Nachbarin habe versucht, dem Jäger die Waffe zu entnehmen, in dem Gerangel sei ein zweiter Schuss losgegangen, der den Lebensgefährten an der Hand verletzte. (Landgericht Stuttgart: Auf Ehefrau geschossen. Stuttgarter Nachrichten, 8.8.2018)

29.7.18: Betrunkener Jäger schießt um sich
"Drei Verletzte in Burg (Spreewald): Jäger verschanzt sich vor Polizei und gibt Schüsse ab", meldet Antenne Brandenburg. Demnach hat ein 51-jähriger Jäger erst seine 81 und 84 Jahre alten Schwiegereltern angegriffen sowie seine Lebensgefährtin, die ihren Eltern zu Hilfe kam. Dann schoss der betrunkene Jäger mit zwei Gewehren auf dem Hof um sich, wodurch auch zwei vorbei fahrende Autos getroffen wurden - zum Glück wurde niemand verletzt. Anschließend versuchte er sich mit einem Schuss selbst zu töten und musste schwer verletzt in ein
Krankenhaus gebracht werden. Auch die beiden Schwiegereltern mussten ins Krankenhaus. (Jäger verschanzt sich vor Polizei und gibt Schüsse ab. Antenne Brandenburg, 29.8.2018)

23.7.18: Von Jäger mit Pistole bedroht
Ein Jäger soll eine 20-jährige Frau und einen 38-jährigen Mann bei einem Nachtspaziergang in Bad Gandersheim mit der Pistole bedroht haben. Die Frau machte mit einem Bekannten nach einer Feier der örtlichen Kleinkunstbühne einen nächtlichen Spaziergang, bei dem sie einen weiteren Bekannten, einen 32-jährigen Jäger trafen. "Zwischen den allesamt alkoholisierten Beteiligten entwickelte sich ein Streitgespräch, in dessen Verlauf, laut Aussage der Frau, der 32-Jährige eine Schusswaffe gezogen habe und einen Schuss ins Erdreich abgegeben haben soll", berichtet die Goslarsche Zeitung. Die Frau rief die Polizei, welche die angebliche Tatwaffe sicherstellte. (Bei Nachtspaziergang mit Pistole bedroht. Goslarsche Zeitung, 23.7.2018)

18.7.18: Erntejagd - Jäger erschossen
Bei einer Erntejagd im thüringischen Unterwellenborn wollte eine Gruppe von sechs Jägern in einem Feld auf Wildschweine schießen, die durch die Ernte aufgeschreckt wurden. Plötzlich sei ein 56-jähriger Jäger nach einem Schuss zusammengebrochen und noch am Unfallort gestorben. (56-jähriger Jäger wird bei Erntejagd erschossen. insuedthueringen.de, 18.7.2018)

18.7.18: 52-Jähriger stirbt bei Jagdunfall
In Ochtrup im Münsterland ist ein 52-jähriger Jäger bei einem Jagdunfall erschossen worden. Fünf Jäger hatten sich gegen 20:40 Uhr zur Gänsejagd getroffen und dann auf verschiedene Positionen verteilt. Nach der Jagd kamen aber nur vier Jäger zum Treffpunkt. Der fünfte Jäger wurde mit einer Schussverletzung tot hinter einem Maisfeld gefunden. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln, wer den tödlichen Schuss abgegeben hat. (Ochtruper starb bei Jagdunfall. Westfälische Nachrichten, 18.7.2018)

14.7.18 Kind in Garten durch Schuss schwer verletzt
Ein 6-jähriges Mädchen ist in einer Gartenanlage in Großsaara (Thüringen) durch einen Schuss schwer verletzt worden - Jäger hatten angrenzend eine Erntejagd veranstaltet. Laut Polizei sei kurz vor 19 Uhr der Notruf eingegangen. Bei Eintreffen der Beamten vor Ort vernahmen diese weitere Schüsse im Umfeld der Gartenanlage, heißt es in der Pressemeldung der Landespolizeidirektion Thüringen. "Im Rahmen der sofort eingeleiteten Ermittlungen mit Unterstützung des Polizeihubschraubers konnte am Rande der Gartenanlage eine Jagdgesellschaft bei der Jagd festgestellt werden, welche die Polizei sofort beendete." Das schwer verletzte Kind sei nach Gera in ein Krankenhaus gebracht worden. (Schwer verletztes Kind durch Schuss. Landespolizeidirektion Thüringen, 14.7.2018)

12.7.18: Jagdunfall - Autofahrer am Hals getroffen
Ein 66-jähriger Jäger wollte im westfälischen Wandhofen Tauben schießen und traf einen 36-jährigen Autofahrer am Hals, weitere Schrotkugeln trafen das Auto. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. (Schütze stellt sich: Versehentlich Autofahrer mit Schrotkugel getroffen. Ruhr Nachrichten, 12.7.2018)

20.6.18: Spaziergängerin erleidet Knalltrauma
Weil ein Jäger im oberpfälzischen Landkreis Tirschenreuth seine Waffe einschoss, wurden zwei Spaziergängerinnen in unmittelbarer Nähe zum Schützen akut gefährdet. Die zwei Frauen seien gegen 18 Uhr mit ihrem Hund in einem Wiesengrundstück unterwegs gewesen, als der Jäger geschossen habe. Eine der Frauen habe ein Knalltrauma und einen Schock erlitten. (Jäger schießt seine Waffe ein Frau erleidet Knalltrauma. Wochenblatt, 20.6.2018)

25.5.18: Jäger schießt sich durch Bein und Arm
Ein schwerer Jagdunfall hat sich auf einer Wiese im Landkreis Ostallgäu ereignet: Ein 66-jähriger Jäger war am Abend auf seinem Hochsitz, als ihm sein Gewehr vom Hochsitz herunterfiel. Beim Aufprall auf den Boden habe sich ein Schuss gelöst, der das rechte Bein und den rechten Oberarm des Mannes durchschlug. Der Jäger musste mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen und notoperiert werden. (Jäger (66) in Günzach von eigenem Gewehr angeschossen. all-in.de, 26.5.2018.)

3.5.18: Jäger erschießt aus Versehen Frau
Ein 50-jähriger Jäger hat bei einer nächtlichen Jagd am 1. Mai offenbar aus Versehen seine 47-jährige Lebensgefährtin, ebenfalls eine Jägerin, erschossen. Die beiden waren im unterfränkischen Landkreis Miltenberg auf der Jagd, als gegen 22.20 Uhr der tödliche Schuss fiel, der die Frau in den Oberkörper traf. Gegen den Jäger wurde wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Vier Tage später ist er bei der Suche nach einem angeschossenen Tier im Wald tot zusammengebrochen - aufgrund eines akuten Herzinfarktes. (Nach Schippacher Jagdunfall laufen Ermittlungen gegen Mann. Fränkische Nachrichten, 3.5.2018 Er hatte aus Versehen seine Frau erschossen: Wenige Tage später stirbt er - Ursache steht fest. Offenbacher Post, 8.5.2018.)

10.4.18: Jagdunfall - Anklage gegen Jäger erhoben
Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken hat Anklage gegen einen Jäger wegen schwerer Körperverletzung erhoben. Der Jäger hatte bei einer Drückjagd ins Maisfeld geschossen und statt eines Wildschweins einen Treiber getroffen. Dies meldet der SWR am 10.4.2018. Demnach wird dem Jäger vorgeworfen, seine Sorgfaltspflicht verletzt zu haben, weil er das Maisfeld nicht einsehen konnte und abgedrückt hatte, obwohl er nicht sehen konnte, auf was er schießt. Der Treiber wurde schwer verletzt, unter anderen sei die Kniescheibe herausgeschossen worden.

19.3.18: Jäger stirbt bei Jagdunfall
Bei einem Jagdunfall in Richstein (Nordrhein-Westfalen) ist ein 38-jähriger Jäger durch einen Schuss aus seinem eigenen Gewehr erschossen worden. Der Jäger ist in seinem Revier offenbar gestolpert, wodurch sich wohl der tödliche Schuss aus seiner geschulterten Jagdwaffe löste. (Schuss löst sich - Jäger (38) stirbt bei Jagdunfall. Westfalenpost, 19.3.2018)

6.3.18: Jäger erschießt Frau, Hund und sich
Im Eifeldorf Barweiler hat ein Jäger seine Frau, seinen Hund und sich selbst erschossen. Beide Eheleute sollen schwer krank gewesen sein. (Tragödie in der Eifel - Mann erschießt Frau, Hund und sich selbst! lokalo.de, 6.3.2018)

2.3.18: Schuss trifft Jäger in den Unterleib
Ein 76-jähriger Jäger wurde im Landkreis Celle bei einem Jagdunfall lebensgefährlich verletzt. Der Mann war mit seinem 49-jährigen Schwiegersohn auf der Jagd. Als dieser sein Gewehr nach der Jagd aus dem Auto holte, löste sich ein Schuss aus der noch geladenen Waffe und traf den Schwiegervater in den Unterleib. (76-Jähriger bei Jagdunfall lebensgefährlich verletzt. Hamburger Abendblatt, 2.3.2018)

2.2.18 Jäger erschießt Nachbarin
Ein Jäger hat in Darmstadt seine 50-jährige Nachbarin
erschossen, Mutter eines zwölf Jahre alten Jungen. Anschließend schoss sich der 45-jährige Waidmann selbst in den Kopf. Laut Staatsanwaltschaft habe der Jäger mit vier Schüssen aus seiner Pistole auf die Frau geschossen: ins Knie, in den Kopf und in den Rippenbogen. (Frau am Darmstädter Kavalleriesand von vier Schüssen getroffen. Allgemeine Zeitung, 2.2.2018)

9.1.18: Jäger erschießt sich aus Versehen selbst
Bei der Jagd auf Wildschweine kam ein 56-jähriger Jäger bei Gerstetten durch einen versehentlichen Schuss aus seiner eigenen Jagdwaffe um Leben. Offenbar hatte sich der tödliche Schuss beim Besteigen des Hochsitzes gelöst. Dass ein solcher Jagdunfall mit einem Gewehr passiere, sei nicht so ungewöhnlich, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Ulm. (Schuss löst sich - Mann stirbt auf der Jagd. Südwestpresse, 9.1.2018)

Tote durch Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen in Österreich:

Lesen Sie eine Auswahl von Meldungen über Tote durch Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen in Österreich:

6.7.18: Jäger (80) schoss Jäger an
Ein 80-jähriger Jäger hatte bei einer Treibjagd auf einen Hasen gefeuert und dabei einen 25-Jährigen getroffen und schwer verletzt. Der Jagdkollege wurde durch die Schrotkugeln an Kopf, Beinen und Augen getroffen und erlitt bleibende Schäden an der Netzhaut. Das Landesgericht Ried hat den Jäger zu einer Geldstrafe (1.100 Euro Entschädigung) verurteilt. (Jäger (80) schoss 25-Jährigen an: Geldstrafe. Kleine Zeitung, 6.7.2018)

3.7.18: Drahtfalle gegen Radler - Jäger verurteilt
Ein Jäger hatte auf einem Waldweg eine gefährliche Drahtfalle gegen Radfahrer und Mopedfahrer gespannt. Das Landesgericht Ried hat ihn wegen versuchter schwerer Körperverletzung verurteilt. Laut Anklage spannte der Jäger ein vier Meter langes, dünnes Drahtseil in einer Höhe von 1,65 Meter zwischen zwei Bäumen. Auf beiden Seiten deponierte er am Boden noch einen längeren Ast. Dass niemand zu Schaden kam, ist einem Zufall zu verdanken: Eine Radfahrerin war aufgrund des Astes auf dem Boden vom Rad gestiegen und hatte dann plötzlich den Draht gesehen. Die Frau erstattete Anzeige. Das rechtskräftige Urteil: sechs Monate auf drei Jahre Bewährung und 2.000 Euro Geldstrafe. Der Jagdschein und die Waffenbesitzkarte waren dem Jäger bereits entzogen worden. (Schuldspruch wegen Drahtfalle für Biker. Der Standard, 3.7.2018)

2.3.18: Frau hantiert mit Schusswaffe - tot
Eine 53-jährige Frau aus Lustenau in Österreich erlitt beim Hantieren mit einer Schusswaffe ihres Ehemannes in ihrem Wohnhaus tödliche Verletzungen. Der 59-jährige Ehemann habe sich zu dem Zeitpunkt ebenfalls im Haus befunden. (Rätsel um erschossene Frau (53) in Lustenau. heute.at, 2.3.2018)

12.1.18 Jagdunfall: Enkel (19) getroffen
Als ein 87-jähriger Jäger in Niederösterreich mit seinem Gewehr hantierte, löste sich ein Schuss und traf den 19-jährigen Enkel. Der Jäger hatte beim Entspannen des Gewehrs in der Wohnung offenbar übersehen, dass sich noch eine Patrone im Lauf befand. Der Schuss löste sich und traf den 19-jährigen Enkelsohn, der sich im Nebenzimmer aufhielt. Er musste mit dem Notarzthubschrauber ins Universitätsklinikum geflogen werden. (Schuss löste sich - Enkerl (19) getroffen. Niederösterreichische Nachrichten, 12.1.2018)

Informationen:

Initiative zur Abschaffung der Jagd
www.abschaffung-der-jagd.de

Initiative zur Abschaffung der Jagd Österreich
www.abschaffung-der-jagd.at

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

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Artikelnummer: 053

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter