Vegan Brot & Brötchen backen
Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE
Genießen Sie das wunderbare Aroma und den Geschmack selbstgebackener veganer Brote, Brötchen, Früchtebrote, Muffins, Waffeln und Pfannkuchen, die ausschließlich aus natürlichen, pflanzlichen Zutaten gebacken werden - und das zu einem Bruchteil der Kosten von gekauften Backwaren.
Das Backen ganz ohne Eier, Milch, Sahne und Butter scheint für viele Hobbybäcker (und nicht nur diese) unvorstellbar. Shane Martin möchte mit seinem Buch »Vegan Backen« den Beweis antreten, das jede und jeder in der Lage ist, Brot zu backen, von dem sich auch Fans tierischer Zutaten gern noch eine zweite Scheibe abschneiden. Und das gilt nicht nur für die verschiedensten Brote und Brötchen, sondern auch für Früchtebrote, Muffins, Donuts, Pfannkuchen, Waffeln und vieles mehr.
Unkomplizierte, leckere & gesunde Rezepte
»Meine Mission ist es, unkomplizierte, einfache, leckere, praktische, pflanzliche und vegane Rezepte zu kreieren«, erklärt Shane Martin. »Ich benutze keine teuren Geräte und spreche auch nicht von ausgefallenen Kochkünsten. Ich bin ein Typ, der das Komplizierte nimmt und es einfach, gesund und zugänglich für euch macht.«
Vor mehr als zehn Jahren ist Shane Martin vor allem aus gesundheitlichen Gründen auf vegane Ernährung umgestiegen. »Ohne übermäßig dramatisch klingen zu wollen: Das hat mir buchstäblich das Leben gerettet«, schreibt er. Denn durch die Umstellung auf vegane Ernährung gelang es ihm, sein Übergewicht und seine gesundheitliche Probleme erfolgreich zu bekämpfen.
Backen kann die Welt verändern
Heute geht es ihm beim Kochen und Backen ohne Fleisch, Milch, Käse, Butter und Eier vor allem um einen bewussten und nachhaltigen Lebensstil: »Jedes Brot, das wir backen, leistet Bissen für Bissen einen kleinen Beitrag zur Veränderung der Welt. So eine einfache Tätigkeit wie das Mischen und Kneten von Mehl und Wasser kann tatsächlich einen tiefgreifenden Einfluss auf unseren Planeten und seine vielen verschiedenen Bewohner haben.«
Über 70 Rezepte mit Gelinggarantie: 100% Geschmack, 100% pflanzlich
Shane Martin zeigt, wie viel Spaß es macht, Brote aus pflanzlichen Zutaten zu backen und wie köstlich sie sind:
· Familienbrote aus Vollkorn-, Weizen- und Roggenmehl, mit und ohne Sauerteig
· Weißbrote wie Focaccia, Ciabatta, Challah und Baguette
· Brote mit Früchten, Gemüse, Nüssen und Schokolade
· Muffins, Scones, Pfannkuchen, Waffeln und Donuts
· Kekse, Brötchen, Cracker, Pitas, Pizzateig und Maisbrot
Mit vielen Tipps und Tricks erklärt Shane Martin, wie es jedem und jeder gelingt, im Handumdrehen schmackhafte und unglaublich gesunde vegane Brote zu backen. So erklärt er, wie wichtig die richtige Teigruhe für gut aufgegangene und geschmacksintensive Brote ist, dass die Hefe genügend Zeit haben muss, um ihre Wirkung entfalten zu können, und der Teig aufgehen muss, bis er sein Volumen verdoppelt hat. Dann wird der Teig zu einem Brot geformt. Anschließend muss er vor dem Backen noch einmal ruhen. In dieser Ruhezeit entwickelt sich das Gluten-Gerüst, so dass das Brot eine gute Konsistenz bekommt.
»Ich rate dazu, mit Gewürzen, Kräutern und Füllungen zu experimentieren, um dem veganen Brot einen interessanten Geschmack zu verleihen«, so Shane Martin. Durch Zutaten wie Zimt, Muskatnuss, Knoblauch, Rosmarin oder auch Trockenfrüchte und Nüsse entstehen köstliche Geschmacks-Kombinationen. »Das Entscheidende ist aber, mit Freude an die Arbeit zu gehen und sich von Missgeschicken nicht entmutigen zu lassen. Oft führen gerade sie zu unerwarteten Entdeckungen und köstlichen Ergebnissen«, erklärt der Autor. »Genießen Sie also nicht nur die Produkte, die sie aus dem Ofen holen, sondern auch den Weg, der Sie dorthin geführt hat. Mit einer Prise Humor, einer Prise Ermutigung und einer großen Portion Liebe können wir Brot für Brot zu einer besseren, freundlicheren Welt beitragen«.
FREIHEIT FÜR TIERE stellt Ihnen drei einfache Rezepte von Shane Martin vor:
Der Autor
|
|
Shane Martin aus dem US-Bundesstaat Mississipi ist der Koch, Autor und Fotograf hinter dem Food-Blog Shane&Simple, auf dem er seit sieben Jahren seine selbst kreierten »einfachen, köstlichen, pflanzlichen und veganen« Rezepte veröffentlicht. »Ich bin ein ganz normaler Typ, der pflanzliche Gerichte locker, einfach und lecker zubereitet. Die Rezepte, die ich mit euch teile, sind nicht für diesen Blog entstanden; der Blog ist für die Rezepte entstanden«, erklärt er. »Alles, was ihr auf Shane & Simple seht, koche ich in meiner Küche für meine Familie, Freunde und alle anderen, die mich besuchen.« Shane Martin lebt mit seiner Frau und fünf Kindern in Booneville, Mississippi. Seinen Blog shaneandsimple.com gründete er 2018, als er eine Auszeit von seiner erfolgreichen Karriere als Singer & Songwriter für Sony Records nahm. Seine Erfahrungen wurden unter anderem auf der Titelseite des US-Magazins VEGWORLD, dem britischen Magazin Vegan Life und in Forbes vorgestellt. Food-Blog Shane&Simple: shaneandsimple.com facebook.com/shaneandsimplecooking instagram.com/shaneandsimplecooking/ Music: music.apple.com/de/artist/shane-martin/123054983 Bild: shaneandsimple.com |
Das Buch
»Dieses rustikale irische Sodabrot ist knusprig und lecker. Es wird in einer Schüssel mit einfachen Zutaten zubereitet und ist in gut 30 Minuten fertig.«
ZUTATEN
Ergibt 1 rundes Brot mit 20–25 cm Durchmesser
475 ml Haferdrink
2 EL (30 ml) weißer Essig oder Apfelessig
500 g Bio-Mehl oder Weizenvollkornmehl plus etwas mehr nach Bedarf
2 TL (9 g) Natron
½ TL (3 g) Salz
145 g Rosinen
ZUBEREITUNG
1. Einen Backofenrost in die Mitte des Backofens schieben. Den Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
2. Haferdrink und Essig in einer Schüssel mit dem Schneebesen verrühren und ein paar Minuten stehen lassen. So kann die Mischung gerinnen und es entsteht ein veganer Buttermilchersatz.
3. Mehl, Natron und Salz in einer großen Rührschüssel vermengen, in die Mitte eine Vertiefung drücken und die vegane Buttermilch hineingießen.
4. Die Zutaten zuerst mit einem Holzlöffel oder Spatel verrühren, dann mit den Händen kneten. Die Rosinen einarbeiten.
5. Den Teig in der Schüssel ein paar Minuten kneten, bis er sich zu einer Kugel formen lässt. Wenn der Teig feucht und klebrig ist, etwas mehr Mehl hinzufügen - aber nicht zu viel. Der Teig sollte ein wenig klebrig sein, damit das Brot saftiger wird; ist er zu trocken, wird das Brot trocken und hart.
6. Den Teig auf das vorbereitete Backblech legen und zu einer 1–2,5 cm dicken Scheibe flachdrücken. Die Dicke ist wichtig. Da der Teig keine Hefe enthält, wird er nicht aufgehen, wenn er zu flach oder zu dick ist. Dann mit einem gezackten Messer ein × in den Teig schneiden und mit etwas Mehl bestreuen.
7. Das Brot auf der mittleren Schiene in den Ofen schieben und 25–30 Minuten backen, bis es goldgelb, knusprig und durchgebacken ist.
8. Das Brot aus dem Ofen nehmen, auf ein Abkühlgitter legen und vor dem Aufschneiden mindestens 1 Stunde abkühlen lassen.
TIPPS
Wichtig ist, den Teig nur so lange zu kneten, bis er sich zu einer Kugel formen lässt. Zu viel Kneten führt dazu, dass das Brot nach dem Backen extrem dicht ist. Es kann bis zu 3 Monate eingefroren werden.
»Focaccia hat eine luftige Konsistenz und sättigt gut. Das italienische Fladenbrot wird oft mit Kräutern aromatisiert. Man kann es einfach als Snack essen, aber es wird auch gern zu Suppen oder Salaten serviert. Dieses einfache Rezept hat das Zeug dazu, ein Favorit in Ihrem Backrepertoire zu werden.«
ZUTATEN
Ergibt 1 rechteckiges Brot (46 x 3 cm oder 33 x 23 cm)
235 ml warmes Wasser (43 °C)
1 TL (4 g) Bio-Vollrohrzucker
1 Päckchen oder 7 g Trockenbackhefe
375 g Bio-Weizenmehl Type 550 plus etwas mehr nach Bedarf
1 TL (6 g) Salz
2 EL (30 ml) Olivenöl plus etwas mehr nach Bedarf
1 EL (3 g) italienische Kräutermischung
1 TL (6 g) grobes Meersalz
Beläge nach Belieben: Kirschtomaten, sonnengetrocknete Tomaten, Oliven
ZUBEREITUNG
1. Warmes Wasser, Zucker und Hefe in einer kleinen Schüssel verrühren und etwa 5–10 Minuten stehen lassen, bis die Mischung schäumt.
2. Mehl und Salz in einer großen Schüssel mischen. In die Mitte eine Vertiefung drücken und die Hefemischung zusammen mit dem Olivenöl hineingeben. Alles verrühren, bis ein klebriger Teig entsteht.
3. Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und 5–7 Minuten kneten. Wenn er sich zu klebrig anfühlt, etwas mehr Mehl hinzufügen.
4. Eine große Schüssel mit Olivenöl einfetten und den Teig hineinlegen. Die Schüssel mit einem sauberen Geschirrtuch oder mit Frischhaltefolie abdecken und den Teig an einem warmen Ort etwa 1–2 Stunden gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.
5. Nach dem Aufgehen den Teig zusammendrücken, damit Luftblasen entweichen. Auf ein gefettetes Backblech (46 x 23 cm) oder in eine rechteckige Backform (33 x 23 x 5 cm) geben. Dabei den Teig drücken und dehnen, bis er in die Form passt. Mit den Fingern Vertiefungen in die Oberfläche drücken.
6. Den geformten Teig mit dem Tuch oder der Folie abdecken und erneut 30–45 Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
7. Die Oberseite des Teigs mit Olivenöl beträufeln. Die Kräuter und das Salz auf die Oberfläche streuen. Falls erwünscht, die Focaccia mit Kirschtomaten, sonnengetrockneten Tomaten, Oliven oder anderen Zutaten eigener Wahl belegen.
8. Die Focaccia im vorgeheizten Ofen 20–25 Minuten backen, bis die Kruste goldbraun und knusprig ist. Gut beobachten, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird.
9. Die Focaccia aus dem Ofen nehmen und ein paar Minuten abkühlen lassen. Auf einem Kuchengitter vollständig erkalten lassen oder warm genießen. Dazu die Focaccia in Stücke schneiden und zu einer Suppe oder einem Salat servieren.
»Mit seiner saftigen Konsistenz, dem exotischen Aroma und der natürlichen Süße wird dieses pflanzliche Bananenbrot die Herzen von Veganern und Nicht-Veganern gleichermaßen erobern. Wer Lust auf Experimente hat, kann noch Nüsse, vegane Schokostücke oder einen Hauch von Gewürzen hinzufügen. Liegen in der Obstschale noch Bananen, die dringend verbraucht werden sollten? Dann ist dieses Rezept genau richtig.«
ZUTATEN
Ergibt 1 Brot (21 x 11 x 6 cm)
3 sehr reife Bananen
160 g Ahornsirup
80 g ungesüßtes Apfelmus
1 TL (5 ml) Vanilleextrakt
250 g Weizenvollkornmehl
30 g gemahlene Leinsamen
1 TL (4,6 g) Natron
½ TL (2,3 g) Backpulver
½ TL (1 g) gemahlener Zimt
¼ TL (1,5 g) Salz
ZUBEREITUNG
1. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Kastenform (21 x 11 x 6 cm) mit Backpapier auslegen oder eine beschichtete Form verwenden.
2. Die geschälten Bananen in eine große Schüssel geben und mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer zu einem groben Mus zerdrücken. Ahornsirup, Apfelmus und Vanilleextrakt hinzugeben und alles gründlich verrühren.
3. Mehl, Leinsamen, Natron, Backpulver, Zimt und Salz in eine separate Schüssel geben und vermischen. Die trockene Mischung zur feuchten geben und zügig verrühren. Nicht zu lange rühren!
4. Den Teig in die vorbereitete Form füllen und 45–50 Minuten backen. Das Bananenbrot ist fertig, wenn an einem mittig eingestochenen Stäbchen kein Teig mehr haftet. Jeder Backofen heizt etwas anders, darum kann die Backzeit um einige Minuten variieren.
5. Das Bananenbrot aus dem Ofen nehmen und in der Backform etwas abkühlen lassen. Dann vorsichtig aus der Form stürzen und auf einem Kuchengitter auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Je länger Sie es abkühlen lassen, desto leichter lässt es sich schneiden. Auch die Konsistenz und der Geschmack werden beim Erkalten noch besser.


