Vegane Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit

Mutter und Kind gut versorgt

Vegane Ernährung ist kein Modetrend, sondern längst Teil einer gesellschaftlichen Entwicklung zu einer bewussteren Lebensweise , schreiben die beiden Ernährungswissenschaftler Dr. Markus Keller und Edith Gätjen im neuen Standardwerk Vegane Ernährung in Schwangerschaft, Stillzeit und Beikost . Immer mehr junge, gebildete Menschen, davon die Mehrheit junge Frauen, entscheiden sich für eine pflanzliche Ernähung vor allem aus ethischen Gründen, aber auch wegen der Gesundheit. Diese jungen Frauen möchten dann auch während der Schwangerschaft und nach der Geburt sich und ihr Kind vegan ernähren.

Doch mangels Wissens über den aktuellen Stand in der Ernährungswissenschaft raten Kinderärzte den jungen Eltern von der veganen Ernährung ab. Schlagzeilen wie Vegane Ernährung schadet Kindern , die auf der BILD-Zeitung und anderen Blättern prangen, verunsichern die Verbraucher.

Unsere Erfahrungen zeigen, dass sowohl bei Ernährungsfachkräften als auch bei Verbraucher/innen ein erheblicher Bedarf an fundierten Informationen zu diesem Thema besteht , so die beiden Ernährungswissenschaftler. Bisher gibt es im deutschsprachigen Raum seitens der Fachgesellschaften keine praxisorientierten Empfehlungen für eine vegane Ernährung in Schwangerschaft, Stillzeit und im ersten Lebensjahr. Mit ihrem Buch wollen sie dazu beitragen, diese Lücke zu schließen.

Basierend auf den offiziellen Ernährungsempfehlungen und dem besonderen Nährstoffbedarf von schwangeren und stillenden Frauen sowie den Säuglingen leiten die beiden Ernährungswissenschaftler Empfehlungen ab, wie eine gute Versorgung über pflanzliche Lebensmittel gelingen kann, wie eine gut geplante Lebensmittelzusammenstellung und eine nährstoffoptimierte Zubereitung aussehen könnte und wo Nährstoffergänzung notwendig ist. Der Blick wird dabei vor allem auf die Nährstoffe gerichtet, auf die bei veganer Ernährung besonders zu achten ist.

Außerdem haben die Autoren erstmals für den deutschen Sprachraum die vorliegende wissenschaftliche Studienlage zu veganer (und vegetarischer) Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit zusammengestellt.

Wir hoffen, dass wir mit diesem Buch Familien, die sich für eine vegane Ernährungsweise entschieden haben, Sicherheit in ihrem Tun und Freude beim Kochen und Verzehr der schmackhaften Gerichte geben können und Fachleuten Kompetenz in der Beratung einer vollwertig veganen Ernährungsweise in Schwangerschaft, Stillzeit und im ersten Lebensjahr.

Studienergebisse:

Vegane Ernährung kann Gesundheit fördern

Eine vegane Ernährung kann sehr gesundheitsfördernd sein. Zahlreiche Studien zeigen, dass Veganer (und Vegetarier) schlanker sind, einen besseren Blutdruck haben und seltener an Typ-2-Diabetes sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden und sterben. Auch das Krebsrisiko ist geringer.

Studienergebnisse zeigen weiterhin, dass Veganer die aktuellen Ernährungsempfehlungen der Fachgesellschaften, wie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), meist besser umsetzen als die Allgemeinbevölkerung. Dies gilt besonders für den Verzehr von Gemüse, Obst und Vollkornprodukten. Auch bei den Hauptnährstoffen Protein, Fett und Kohlenhydrate liegen Veganer am nächsten an den Zufuhrempfehlungen, sowohl absolut (in Gramm) als auch relativ (in Prozent der Nahrungsenergie) , erklärt Dr. Markus Keller.

Richtig durchgeführt, bietet eine vollwertige vegane Ernährung eine gute Versorgung mit den meisten Nährstoffen. Auf kritische Nährstoffe, vor allem Vitamin B12, muss hingegen besonders geachtet werden. Das gilt vor allem für Lebensphasen mit erhöhtem Nährstoffbedarf, wie Schwangerschaft, Stillzeit und Kindheit , erklärt Dr. Markus Keller.

Vegane Vollwerternährung

Wer als Veganer viele Fertiggerichte und veganes Fast Food konsumiere, tue seiner Gesundheit keinen großen Gefallen, so der Ernährungswissenschaftler. Er plädiert für eine abwechslungsreiche vegane Vollwert-Ernährung aus naturbelassenen Lebensmitteln, die wie der Name schon sagt - ihren vollen Wert haben. Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, frisches Gemüse und Obst, grünes Blattgemüse, Nüsse und Samen enthalten eine höhere Nährstoffdichte als tierische Lebensmittel, also mehr Vitamine und Mineralstoffe, keine leeren Kalorien und deutlich weniger gesättigte Fettsäuren.

Naturbelassene pflanzliche Lebensmittel versorgen uns mit einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Diese Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sorgen nicht nur für gute Blutfettwerte, sondern auch für gesunde Zellen und ein gut funktionierendes Gehirn. Zusätzlich enthalten sie viele gesundheitsfördernde Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Und: Statt leerer Kohlenhydrate (Weißmehl, Zucker) nehmen wir komplexe Kohlenhydrate zu uns, die uns langanhaltend mit Energie versorgen, was sich auch positiv auf die Blutzuckerkurve auswirkt. Da viele Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe hitzeempfindlich sind, sollte etwa ein Drittel bis die Hälfte der Nahrungsmenge in Form unerhitzter Frischkost verzehrt werden , so Dr. Markus Keller.

Mit welchen Nährstoffen werden Veganer

besonders gut versorgt?

Wer sich vollwertig mit pflanzlichen Lebensmitteln ernährt, wird mit zahlreichen Nähr- und Inhaltsstoffen besonders gut versorgt: Betacarotin (Provitamin A), Vitamin C, Vitamin E, Vitamin B1, Folat, Biotin, Pantothensäure, Magnesium sowie Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.

Damit haben Veganer deutliche Vorteile gegenüber Fleisch essern, denn einige dieser Substanzen gelten als kritisch in der deutschen Allgemeinbevölkerung. So erreichen 79 % der Männer und 86 % der Frauen nicht die Zufuhrempfehlungen für Folat. 48 % der Männer und 49 % der Frauen sind unterversorgt mit Vitamin E. Und fast ein Drittel der Allgemeinbevölkerung erreicht nicht die Zufuhrempfehlungen für Vitamin C und Magnesium.

Auch bei der Ballaststoffzufuhr zeigen sich deutliche Unterschiede , schreibt der Ernährungswissenschaftler. Während die von der DGE empfohlene Zufuhr bei mindestens 30 g pro Tag liegt, erreichen Männer in Deutschland durchschnittlich 25 g und Frauen 23 g. Studien mit Veganern zeigen hingegen Ballaststoffzufuhren von teilweise 40 g oder mehr als 60 g pro Tag.

Auf welche Nährstoffe sollten Veganer

besonders achten?

Mit einer vollwertigen und abwechslungsreichen veganen Ernährung können prinzipiell alle Nährstoffe (mit Ausnahme von Vitamin B12) in ausreichender Menge zugeführt werden , erklärt Dr. Markus Keller. Studien zeigen jedoch, dass bei Veganern die Zufuhr einiger Nährstoffe öfter unter den Empfehlungen liegt. Veganer (und natürlich auch Vegetarier und Allesesser ) sollten darauf achten, dass sie die Zufuhrempfehlungen für erreichen, um keine Nährstoffmängel zu riskieren.

Veganer sollten vor allem auf genügend Eisen, Zink, langkettige Omega-3-Fettsäuren, Vitamin B12 und B2 sowie Kalzium achten, darüber hinaus und dies gilt genauso für die Allgemeinbevölkerung! auf ausreichend Jod und Vitamin D, vor allem in den Wintermonaten.

Zum Thema Eisen erklärt Dr. Markus Keller interessante Hintergründe: Seit langem sei bekannt, dass Veganer und Vegetarier nicht häufiger von einer Eisenmangelanämie betroffen sind als Fleischesser.
Veganer weisen sogar die höchsten Eisenzufuhren auf, gefolgt von Vegetariern und Mischköstlern. Das dreiwertige Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln kann jedoch schlechter vom menschlichen Körper aufgenommen werden als das zweiwertige Eisen (Hämeisen) aus tierischen Lebensmitteln. Dennoch ist der Eisenstatus, gemessen anhand von Hämoglobin im Blut, von Vegetariern und Veganern mit dem von Mischköstlern vergleichbar. Der Eisenspeicher, gemessen am Serumferritin, hingegen liegt bei Vegetariern und Veganern durchschnittlich niedriger als bei Fleischessern, jedoch meist im Normbereich. Niedrige Eisenspeicher (im unteren Normbereich) werden heute als günstig bewertet. Denn eine hohe Eisenspeicherung fördert Oxidationsvorgänge, insbesondere die Bildung freier Radikale, und damit mögliche Zellschädigungen im Körper.

Vegane Ernährung: Vorbeugung von

ernährungsbedingten Krankheiten

Zwar müssen Veganer bei ihrer Ernährung auf bestimmte Nährstoffe besonders achten und einige Nährstoffe wie B12 und Vitamin D3 (zumindest im Winter) als Nahrungsergänzung zu sich nehmen. Anderseits sind sie mit anderen Nährstoffen wesentlich besser versorgt als die Allgemeinbevölkerung.

Zudem bietet eine pflanzenbasierte Ernährung ein großes Potential bei der Prävention und Therapie ernährungsbedingter Krankheiten, wie Übergewicht und Adipositas, Typ-2-Diabtes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs sowie rheumatoider Artritis.

Hauptursache zur dramatischen Zunahme ernährungsbedingter Krankheiten ist die Western Diet mit zu viel gesättigten Fettsäuren, zu viel Cholesterin und zu viel tierischem Protein aus Fleisch- und Milchprodukten, viel zu wenig Ballaststoffen, zu viel leeren Kalorien aus Weißmehl und Zucker sowie zu viel Fast Food und verarbeiteten Lebensmitteln.

Eine vollwertige vegane Ernährung enthält kein Cholesterin, wenig gesättigte Fette, kein tierisches Protein und eine wesentlich höhere Nährstoffdichte: Bei gleicher Nahrungsmenge werden weniger Kalorien und dafür mehr Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe sowie die guten einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren aufgenommen.

Studien zeigten, dass Körpergewicht und BMI bei Veganern durchschnittlich niedriger sind als bei Mischköstlern. Veganer erkranken deutlich seltener an Typ-2-Diabetes, haben durchschnittlich bessere Blutdruckwerte und im Vergleich zu Fleischessern ein um etwa 25-30 % niedrigeres Risiko, an einer ischämischen Herzkrankheit zu sterben. Der hohe Verzehr von Gemüse und Obst sowie die Vermeidung von rotem Fleisch und Wurstprodukten senkt das Krebsrisiko Studien zufolge um 16-19%.

Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit

In der Schwangerschaft und während der Stillzeit muss der Körper der Frau Höchstleistungen vollbringen , schreiben Dr. Markus Keller und Edith Gätjen in ihrem Buch. Mit Beginn der Schwangerschaft brauchen nunmehr zwei Lebewesen genügend Nahrungsenergie, Vitamine und Mineralstoffe. Eine gezielte Lebensmittelauswahl ist daher von größter Bedeutung. Das gleiche gilt für die Stillzeit: Auch in dieser Zeit ist eine vollwertige Ernährung wichtig, um sowohl den Energie- und Nährstoffbedarf des Kindes als auch den der Mutter zu decken.

Die beiden Ernährungsexperten listen auf, welche erhöhten Energie- und Nährstoffmengen bei Schwangeren und Stillenden notwendig sind und wie diese über vegane Ernährung abgedeckt werden können: Getreu dem Motto "Klasse statt Masse" sollten vor allem vollwertige Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte verzehrt werden. Denn in der Schwangerschaft steige vor allem der Bedarf an verschiedenen Vitaminen und Nährstoffen, während der Energiebedarf im Verhältnis weniger stark ansteige.

Während Schwangerschaft und Stillzeit ist auf einige Nährstoffe besonders zu achten, und zwar unabhängig von der Ernährungs weise. Zu diesen kritischen Nährstoffen zählen die Vitamine A, D, B2, B6 und Folat, die Mineralstoffe Eisen, Jod, Kalzium, Zink, Magnesium sowie die langkettige Omega-3-Fettsäure DHA.

Aufgrund des hohen Verzehrs von Gemüse und Obst sind Veganerinnen durchschnittlich besser mit Vitamin A, Folat und Magnesium versorgt.

In Schwangerschaft und Stillzeit sollten Veganerinnen auf den Verzehr kalziumreicher Lebensmittel achten, da sie durchschnitt lich eine deutlich geringere Kalziumzufuhr als Mischköstler haben. Auch auf die ausreichende Zufuhr von Zink sollte geachtet werden.

Veganerinnen sind meist besser mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren versorgt als Mischköstlerinnen. Daher enthält auch die Muttermilch von Veganerinnen deutlich mehr Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren. Der Anteil der langkettigen Omega-3-Fettsäure DHA ist hingegen sehr niedrig.

Die Versorgung mit Vitamin D ist in der Allgemeinbevölkerung und bei Veganern vor allem im Winter und Frühjahr mangelhaft. Auch Jod ist in der Allgemeinbevölkerung ein kritischer Nährstoff, da wir bekanntlich in einem Jodmangelgebiet leben - und bei Veganern erst recht, da sie keine Fische verzehren.

Zusätzlich zu einer vollwertigen pflanzlichen Ernährung sollten daher als Nahrungsergänzung Vitamin D, genügend Jod sowie die Fettsäure DHA (über Algenöl-Präparate oder mit DHA angereichertes Leinöl) aufgenommen werden. Und ganz wichtig: Vitamin B12 muss bei einer veganen Ernährung zuverlässig als Nahrungsergänzung eingenommen werden. Dies gilt besonders in Schwangerschaft und Stillzeit, um schwerwiegende Schäden beim Kind zu vermeiden.

Zu veganer Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit besteht noch erheblicher Forschungsbedarf. Bisher wurden nur sehr wenige Untersuchungen mit vegetarisch oder vegan lebenden Schwangeren und Stillenden durchgeführt , erklärt Dr. Markus
Keller. Dennoch liefern die bisherigen Studienergebnisse keinen Grund zur Besorgnis , so der Ernährungswissenschaftler - vorausgesetzt, die vegane Ernährung werde sorgfältig geplant und auf die kritischen Nährstoffe besonders geachtet.

Was sagen die großen Ernährungsorganisationen?

Die amerikanische Academy of Nutrition and Dietetics (AND), früher American Dietetic Association (ADA), ist die weltgrößte Ernährungsorganisation. In ihrem aktuellen Positionspapier zur vegetarischen und veganen Ernährung (Dezember 2016) sagt die Fachgesellschaft:
Es ist die Position Academy of Nutrition and Dietetics, dass gut geplante vegetarische Ernährungsweisen, einschließlich der veganen Ernährung, gesund sind, ernährungsphysiologisch adäquat und gesundheitliche Vorteile für die Prävention und Behandlung von bestimmten Krankheiten bieten können. (...) Vegetarier und Veganer haben ein verringertes Risiko für bestimmte gesundheitliche Bedingungen, einschließlich ischämische Herzkrankheit, Typ 2 Diabetes, Bluthochdruck, bestimmte Arten von Krebs und Fettleibigkeit. (...) Diese Ernährungsweisen sind für alle Stadien des Lebenszyklus geeignet, einschließlich Schwanger schaft, Stillzeit, Kindheit, Jugendalter, Erwachsenenalter, älteres Erwachsenenalter und für Athleten.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist hingegen deutlich zurückhaltender. Im 2016 veröffentlichten Positionspapier zur veganen Ernährung heißt es:
Für Schwangere, Stillende, Säuglinge, Kinder und Jugendliche wird eine vegane Ernährung (...) nicht empfohlen. Wer sich dennoch vegan ernähren möchte, sollte dauerhaft ein Vitamin-B12-Präparat einnehmen, auf eine ausreichende Zufuhr v.a. der kritischen Nährstoffe achten und ggf. angereicherte Lebensmittel und Nährstoffpräparate verwenden. Dazu sollte eine Beratung von einer qualifizierten Ernährungsfachkraft erfolgen und die Versorgung mit kritischen Nährstoffen regelmäßig ärztlich überprüft werden.

Die richtige Lebensmittelauswahl für vegane

Schwangere und Stillende (und alle anderen Veganer

(und alle anderen Veganer auch)

Um die abstrakten Nährstoffempfehlungen in die Praxis umzusetzen, stellen Dr. Markus Keller und Edith Gätjen in ihrem Buch eine vegane Ernährungspyramide für Schwangere vor, die natürlich auch für alle nicht-schwangeren Veganer eine optimale Versorgung bietet.

Die Basis bilden ungesüßte Getränke wie Wasser, ungesüßter Tee oder verdünnte Fruchtsäfte. Besonders häufig verzehrt werden sollten Gemüse und Obst, die viele wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzen stoffe liefern. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, täglich mindestens drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst (eine Portion entspricht etwa einer Hand voll) zu essen.

Es folgen Vollkornprodukte, Hirse, Vollreis, Quinoa, Amaranth, Buchweizen & Co. sowie Kartoffeln als wichtigste Lieferanten für Energie, komplexe Kohlenhydrate und Proteine. Außerdem versorgen sie uns mit Mineralstoffen, Vitaminen und Ballaststoffen.

Weiterhin wichtig sind Hülsenfrüchte, Tofu & Co. sowie Nüsse und Ölsamen (liefern viel Protein, komplexe Kohlenhydrate, Mineralstoffe, Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren). Diese werden ergänzt durch pflanzliche Milchalternativen sowie pflanzliche Fette und Öle. Öle mit einem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, wie kaltgepresstes natives Lein-, Raps-, Hanf- oder Walnussöl aus ökologischer Erzeugung sollten in unerhitzter Form täglich auf dem Speiseplan stehen, außerdem DHA aus Mikroalgen (z.B. mit DHA angereichertes Leinöl). Für die warme Küche kann Olivenöl verwendet werden, zum Braten Kokosöl.

Für die Jodversorgung sollten jodhaltige Algen verzehrt werden. Vitamin B12 und Vitamin D3 müssen supplementiert werden.

Kaffee und Schwarz-/Grüntee sollten in der Schwangerschaft nur in Maßen und Energie-Drinks gar nicht getrunken werden, da zu hoher Koffeinkonsum mit einem erhöhten Risiko für spontane Frühgeburten und für ein niedriges Geburtsgewicht in Verbindung gebracht wird. Aufgrund der schädigenden Wirkung für das Kind dürfen Alkohol und Nikotin in der Schwangerschaft nicht konsumiert werden.

Die vegane Ernährungspyramide für Schwangere

* in Maßen, falls gewünscht
** Nori bzw. Noriflocken mit einem Jodgehalt von 15 mg/100g
*** inklusive 200 mg DHA täglich aus angereicherten Ölen

Die vegane Ernährungspyramide für Schwangere aus dem Buch Vegane Ernährung. Schwangerschaft, Stillzeit und Beikost
Grafik: Susanne Dinkel aus Vegane Ernährung. Schwangerschaft, Stillzeit und Beikost , Verlag E. Ulmer

Praxisteil: Wo sind welche Nährstoffe drin?

Eine große Hilfe ist der Praxisteil: Hier wird aufgeführt, in welchen pflanzlichen Lebensmitteln die für Schwangerschaft und Stillzeit kritischen Vitamine A, D, B2, B6 und Folat, die Mineralstoffe Eisen, Jod, Kalzium, Zink, Magnesium sowie die lang kettige Omega-3-Fettsäure DHA zu finden sind bzw. wie sie supplementiert werden können. Dazu gibt es jeweils Vorschläge, wie diese Lebensmittel optimal kombiniert werden können.

Hilfreich sind auch die Hinweise, dass sich durch Einweichen und Keimen der Vitamin-Gehalt z.B. von Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Mandeln und Nüssen erhöht. Außerdem wird so Phytinsäure abgebaut, welche die Aufnahme von Eisen, Zink und Kalzium hemmt.

Stillen und Beikost

Ein Kapitel widmet sich ausführlich dem Stillen. Frauen, die sich vegan ernähren und dies auch für ihr Kind möchten, kommen um das Stillen nicht herum, denn nur Muttermilch versorgt das Kind optimal mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen. Ab dem 5. Monat wird langsam Beikost eingeführt, aber weiter gestillt. Bis zum ersten Geburtstag sollten drei- bis dreieinhalb Mahlzeiten eingeführt werden, die restlichen Mahlzeiten sollten noch Muttermilch-Mahlzeiten sein.

Ausführlich und fachkundig erklärt Edith Gätjen, die als Ökotrophologin Ernährungsfachkräfte und Hebammen ausbildet, wie verschiedene Breie als Beikost zur Muttermilch Schritt für Schritt eingeführt werden. Dazu wird in Info-Texten und Tabellen übersichtlich aufgeführt, auf welche Nährstoffe besonders zu achten ist und wie die entsprechenden Lebensmittel zubereitet und aufbewahrt werden. Das Kapitel Küchenmanagement gibt hilfreiche Küchentipps, wie die junge Mutter Zeit und Nerven spart. Und im Kapitel Der vegane Lebensmittelkorb wird vorgestellt, welche Lebensmittel in eine vegane Küche gehören.

... und dazu gibt`s die passenden Rezepte

Auf 50 Seiten wird eine Vielzahl einfacher Rezepte für Schwangerschaft und Stillzeit und Beikost vorgestellt, jeweils mit Angabe, welche Nährstoffe in dem Gericht schwerpunktmäßig enthalten sind. Dazu gibt es einen Vorschlag für einen Wochenplan für berufstätige schwangere Frauen und einen Wochenplan für die Stillzeit, jeweils mit Organisationstipps.

Wir hoffen, dass wir mit diesem Buch Familien, die sich für eine vegane Ernährungsweise entschieden haben, Sicherheit in ihrem Tun und Freude beim Kochen und Verzehr der schmackhaften Gerichte geben können und Fachleuten Kompetenz in der Beratung einer vollwertig veganen Ernährungsweise in Schwangerschaft, Stillzeit und im ersten Lebensjahr.

Das Buch

Der Aufbau des Buches ist zweigeteilt: Dr. Markus Keller hat die Kapitel zu den Grundlagen und den gesundheitlichen Aspekten der veganen Ernährung sowie der Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit zusammengetragen. Von Edith Gätjen stammen die Kapitel über kritische Nährstoffe in der Praxis, Muttermilch, Beikost, Küchenpraxis sowie der umfangreiche Rezeptteil.

Wir hoffen, dass wir mit diesem Buch Familien, die sich für eine vegane Ernährungsweise entschieden haben, Sicherheit in ihrem Tun und Freude beim Kochen und Verzehr der schmackhaften Gerichte geben können und Fachleuten Kompetenz in der Beratung einer vollwertig veganen Ernährungsweise in Schwangerschaft, Stillzeit und im ersten Lebensjahr.

Die Autoren

Dr. oec. troph. Markus Keller (Jahrgang 1966) ist Ernährungswissenschaftler, Gründer und Leiter des Instituts für alternative und nachhaltige Entwicklung IFANE und leitet als Hochschullehrer den Studiengang Vegan Food Management an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM). Er ist an zahlreichen Forschungsprojekten und Publikationen zu veganer, vegtearischer und nachhaltiger Ernährung beteiligt.

Edith Gätjen ist Ökotrophologin, systemische Paar- und Familientherapeutin in eigener Praxis und Dozentin des Verbands für Unabhängige Gesundheitsberatung e. V. im bereich vegetarischer und veganer vollwertiger Familienernährung. Sie ist als Lehrbeauftragte an der Hochschule für Gesundheit in Bochum und Ausbilderin für Ernährungsfachkräfte und Hebammen an verschiedenen Institutionen tätig.

Markus Keller, Edith Gätjen:
Vegane Ernährung. Schwangerschaft, Stillzeit und Beikost
189 Seiten, gebunden 70 Farbzeichnungen, 18 Tabellen
Ulmer Verlag, 2017 ISBN 978-3-8001-5126-4
Preis: 24,90 Euro

100 Ausgaben FREIHEIT FÜR TIERE von 2002-2026

FREIHEIT FÜR TIERE 4/2026

Freiheit für Tiere 4/2026

Artikelnummer: 4-2026

Nach 25 Jahren: DAS BRENNGLAS endet • Nach 100 Ausgaben von 2002-2026: FREIHEIT FÜR TIERE wird als Zeitschrift eingestellt • Wissenschaft: Goffinkakadus erkennen, wenn etwas kaputt geht, »ärgern« sich - und finden Lösungen • Warum Tierversuche ethisch, wissenschaftlich und in der praktischen Umsetzung problematisch und überholt sind • Studie: Jagd auf Füchse, Marder und Rabenvögel nicht zu rechtfertigen • Recht: 1,6 Hektar Wald und Wiese in Rheinland-Pfalz jagdfrei • Polen: Mit 100.000 Unterschriften und Prominenten für Jagdverbote • Tierportrait: Das Buch der Vögel • Tierportrait: Luchs - Schattenwesen und Lichtgestalt • Stars für Tiere: Sarah Connor - Freiheit für Orcas und alle Meerestiere! • Billie Eilish: »You can’t love animals and eat meat« • Wissenschaft: Pflanzliche Ernährung schützt vor Krebs • Studie: Länger jung mit pflanzlicher Ernährung • Buchtipp Work-Lunch-Balance: Schnelle 100% tierfreundliche Gerichte für eine bewusste Mittagspause • Buchtipp: TASTY HEALTHY VEGAN mit Rezepten

6,50 € ()

   Inkl. 7 % USt. zzgl. Versand

Kann nicht in folgende Länder geliefert werden:

Sofort ab Lager

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch · Wegen Lagerräumung jetzt kostenlos gegen Übernahme der Portokosten und gerne eine Spende

0,00 € (6,50 €)

   Inkl. 7 % USt. zzgl. Versand

Kann nicht in folgende Länder geliefert werden:

Sofort ab Lager

FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte · Wegen Lagerräumung jetzt kostenlos gegen Übernahme der Portokosten und gerne eine Spende zur Deckung der Kosten.

0,00 € (6,50 €)

   Inkl. 7 % USt. zzgl. Versand

Kann nicht in folgende Länder geliefert werden:

Sofort ab Lager

FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Wegen Lagerräumung jetzt kostenlos gegen Übernahme der Portokosten und gerne eine Spende zur Deckung der Kosten.

0,00 € (6,50 €)

   Inkl. 7 % USt. zzgl. Versand

Kann nicht in folgende Länder geliefert werden:

Sofort ab Lager

Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich? · Wegen Lagerräumung jetzt kostenlos gegen Übernahme der Portokosten und gerne eine Spende zur Deckung der Kosten.

0,00 € (6,50 €)

   Inkl. 7 % USt. zzgl. Versand

Kann nicht in folgende Länder geliefert werden:

Sofort ab Lager

Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
weiter

DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

jesus-tempelreinigung Ausschnitt

Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben. · Wegen Lagerräumung jetzt kostenlos gegen Übernahme der Portokosten und gerne eine Spende zur Deckung der Kosten.

0,00 € (9,90 €)

   Inkl. 19 % USt. zzgl. Versand

Kann nicht in folgende Länder geliefert werden:

Sofort ab Lager

»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! · Wegen Lagerräumung jetzt kostenlos gegen Übernahme der Portokosten und gerne eine Spende zur Deckung der Kosten.

0,00 € (16,90 €)

   Inkl. 7 % USt. zzgl. Versand

Kann nicht in folgende Länder geliefert werden:

Sofort ab Lager

Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

30-31_doppelseitig

Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter