VEGANE INDISCHE KÜCHE

Vielfältig, unverwechselbar, bunt und würzig das ist die indischen Küche. Die erfolgreiche vegane US- Bloggerin Richa Hingle stammt selbst aus Indien und hat die traditionellen Rezepte ihrer Kindheit mit modernen Küchenpraktiken kombiniert. Sie zeigt in ihrem fast eineinhalb Kilo schweren Buch mit 150 Rezepten, wie einfach es ist, Gerichte der indischen Küche vegan zuzubereiten und das unglaublich lecker: von ausgefallenen Gerichten wie Cocos-Curry mit Butternusskürbis und Roten Linsen, gebackenem Blumenkohl mit Makhani-Soße, schnellem Tamarinden-Dattel-Chutney, über traditionelle Rezepten für Dals, Currys und Naans, bis zu süßen indischen Köstlichkeiten wie Pistazien-Halwa und Safrancremefudge. Ein Muss für alle Fans der indischen und veganen Küche!

Die meisten Vegetarier weltweit leben in Indien: Denn im Hinduismus, Buddhismus und bei den Jains findet man die meisten religiös motivierten Vegetarier auf diesem Planeten. Seit Jahrtausenden werden in Indien die Ideale des Gewaltverzichts und des Respekts vor den Geschöpfen Gottes hochgehalten, womit auch eine vegetarische Ernährung einhergeht. So ist die indische Küche traditionell eine weitgehend fleischfreie Küche. Der wohl bekannteste Inder, Unabhängigkeitskämpfer Mahatma Gandhi, sagte: Ich glaube, dass geistiger Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns verlangt, dass wir aufhören, unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer körperlichen Verlangen zu töten. Und: Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.

Auch wenn die Zahl der Vegetarier in Indien wegen westlicher Einflüsse langsam zurückgeht: Fleischesser werden noch immer Nicht-Vegetarier genannt. Laut UN-Angaben essen Inder im Schnitt nur rund fünf Kilogramm Fleisch pro Kopf und Jahr, so wenig wie sonst fast nirgendwo auf der Welt.

Richa Hingle ist in Indien aufgewachsen und lernte über ihre Mutter die traditionelle indische Küche kennen. Der Schwerpunkt lag auf Linsen, Bohnen, Gemüse und frischem Obst alles saisonal und regional und frisch zubereitet. Zum Studium zog sie in die USA, wo sie seither lebt. Der Mangel an vegetarischen Restaurants und die Abwesenheit meiner Mutter zwangen mich in die Küche , berichtet sie. Wenn sie nach Hause kam, kochte sie sich erstmal eine große indische Mahlzeit, bei der sich der Duft der Gewürze und des aromatisierten Öls im ganzen Haus verbreitete. Zunächst arbeitete Richa Hingle als Software-Entwicklerin. Doch nach einem Hirntumor und der nötigen Operation konnte sie diesen Beruf nicht mehr ausüben. Nach der Reha begann sie, wieder in der Küche zu experimentieren und startete einen Food-Blog. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten Food-Bloggerinnen der USA.

Mit dem im Buch enthaltenen Gewürzleitfaden

Mit dem im Buch enthaltenen Gewürzleitfaden

werden Sie schnell Experte indischer Aromen – im Handumdrehen werden Sie Rezepte abwandeln und ganz neue Gaumenfreuden kreieren. · Bild: Lukas Gojda - Fotolia.com

Einführung in die indische Küche

Auf den ersten Seiten berichtet Richa Hingle in einer Einführung viel Wissenswertes über die indische Küche, Zutaten und natürlich Gewürze.

Im ersten Kapitel stellt sie einige indische und indisch angehauchte Frühstücksideen vor, wie Pikantes südindisches Rührei" aus Tofu oder Pfannkuchen aus Kichererbsenmehl nach Art meiner Mutter .

Es folgen Kleine Gerichte und Snacks , die schnell zubereitet sind und oft sicher auch eine leckere Hauptmahlzeit abgeben: von Teigtaschen mit herzhafter Linsenfüllung , Gebackene Kartoffel-Samosas oder Kartoffel-Qunioa-Bratlinge bis Tempeh-Wraps Streetfood-Style .

Fast 30 Rezepte sind alleine im Kapitel Beilagen und Gemüsecurrys zu finden, wobei die Beilagen im Alltag ebenfalls gut und gerne eine ganze Mahlzeit bilden können. Wer natürlich eine große Familie bewirten will oder Gäste einlädt, stellt in traditionell indischer Art viele verschiedene Schüsselchen mit den leckersten Gerichten auf den Tisch, so dass jeder sich sein Mahl individuell zusammenstellen oder von allem probieren kann. In diesem Kapitel finden sich typisch indische Köstlichkeiten wie Okraschoten in Sesam-Kokos-Sauce , Paprika und Erbsen in Kichererbsenmehl , Mit Kreuzkümmel aromatisierter Reis mit Erbsen und Zwiebeln oder Blumenkohl, Möhren und Erbsen in Kokos-Mohnsamen-Curry . Natürlich machen hier Gewürze wie Curry, Kurkuma, Chilli, Ingwer, Koriander, Kreuzkümmel, Cayennepfeffer und Garam Masala den typisch indischen Geschmack aus. Wer eine Auswahl dieser Gewürze oder eine gute Currymischung zu Hause hat, kann aus jeder Gemüsepfanne mit der Zugabe von Linsen oder Kichererbsen ein leckeres indisch angehauchtes Gericht zaubern.

Ganze 24 Rezepte hat Richa Hingle unter der Überschrift Dals: Linsen und Bohnen zusammengestellt. Hier gibt es verschiedene Linsen-, Bohnen und Kichererbsen-Currys, aber auch leckere Suppen mit den proteinreichen Hülsenfrüchen: von der bengalischen-Rote-Linsensuppe bis Südindischer Kichererbsen-Auberginen-Eintopf . Unbedingt probieren müssen Sie das Rezept Straucherbsen mit Kokos, Sesam und Tamarinden .

Auch im Kapitel Eintöpfe und Aufläufe bilden die für die indische Küche typischen Hülsenfrüchte die Basis interessant, dass Richa Hingle sie auch mit Quinoa kombiniert, das ja bekanntlich ein Inka-Getreide aus den Anden ist: Kichererbsen-Spinat-Eintopf mit Linsen und Quinoa oder Quinoa-Blumenkohl-Biryani .

Nun kommen wir zu den Hauptgerichten: Hier sind leckere Gerichte mit Tofu und Tempeh, Currys sowie Gemüse und Nüsse in pikanten Soßen zu finden, aber auch veganisierte Spezialitäten wie Hähnchenfreies Balti oder Veganes Paneer" (indischer Käse) und Spinat in Tomatensauce .

Nicht fehlen dürfen Rezepte für Fladenbrote, die typischerweise zu indischen Gerichten gereicht werden: Naans und Fladenbrote aus Weizenmehl oder glutenfrei aus Hafer oder Chia sowie natürlich aus Kichererbsenmehl. Hervorzuheben sind die leckeren gefüllten Fladenbrote: Parathas mit Gemüsefüllung und Südindische Linsen-Reis-Dosas .

Am Schluss stehen natürlich die Desserts. In Indien sind Desserts und Süßigkeiten in der Regel besonderen Anlässen oder Feiertagen vorbehalten. Sie enthalten meistens eine Menge Milchprodukte wie Käse, Sahne und Butter und sind dazu noch klebrig süß. Richa Hingle experimentierte jahrelang, um vegane Versionen zu finden, die dem Original nahe kommen denn Pflanzenmilch verhält sich bei der Zubereitung nun mal anders als Kuhmilch. Aber auch ihre Versionen werden mit viel Zucker zubereitet. Zucker ist zwar vegan und damit tierfreudlich, gesundheitsfreundlich ist er bekanntlich aber nicht. Also besser auch nur sonntags servieren oder selbst mit Stevia experimentieren oder die Kokosbällchen und Fudge-Stückchen mit Datteln statt mit Zucker zubereiten Drei Rezepte kommen mit wenig Zucker aus: Gedämpfter Joghurt (Bhapa Doi) , Kardamonn-Fudge-Stückchen und Safrancremefudge .

Alle 150 (!) Rezepte des Buches sind mit gut verständlichen Anleitungen versehen. Dass die indische Küche recht aufwändig ist, sollte man allerdings vorab bedenken. Die Gerichte schmecken jedenfalls köstlich, sind gesund und nahrhaft. Außerdem gibt es eine Vielfalt Variationen, die Rezepte sind allergikerfreundlich und bieten häufig soja- und glutenfreie Varianten es ist für jeden etwas dabei!

Mit dem im Buch enthaltenen Gewürzleitfaden werden auch Sie schnell Experte indischer Aromen im Handumdrehen werden Sie Rezepte abwandeln und ganz neue Gaumenfreuden kreieren.

Für alle Fans der indischen und veganen Küche:
über 150 (!) aromatische, gesunde und vegane Rezepte aus dem Herzen Indiens
mit 24 Dal-Rezepten
sojafreie, glutenfreie und nussfreie Alternativen
nur naturbelassene, unverarbeitete Zutaten
mit indischer Küchen- und Gewürzkunde

Richa Hingle: VEGANE INDISCHE KÜCHE
150 traditionelle und kreative Rezepte zum Nachkochen
336 Seiten, gebunden
Unimedica, 2016
ISBN: 978-3-946566-03-8
Preis: 29 Euro





Mungbohnen mit Spinat

Sookhi Mung Palak

Sookhi Mung Palak

Bild aus: Vegane Indische Küche. Unimedica, 2016

Richa Hingle schreibt: Mung dal (gelbe Mungbohnen) sind nach roten Linsen meine liebsten Dals. Der erdige Geschmack dieser kleinen gelben Hülsenfrüchte ist recht intensiv, doch damit sie ihr volles Potential entfalten können, müssen sie richtig gewürzt werden. Als Beilage, zusammen mit Fladenbrot oder Pita, zu Currys oder zum Frühstück ist dieses Linsen-Spinat-Gericht gut geeignet.

ZUTATEN für 4 Portionen
1 TL Färberdistelöl oder ein anderes neutrales Pflanzenöl
1 TL braune oder schwarze Senfsamen
TL Bockshornkleesamen
3 Lorbeerblätter
4 Knoblauchzehen, sehr fein gehackt
200 g halbierte, geschalte Mungbohnen (Mung dal),
30 Minuten eingeweicht
und dann abgetropft
TL Paprikapulver oder geräuchertes Paprikapulver
1 TL gemahlene Koriandersamen
TL rote Chiliflocken (oder nach Belieben)
TL gemahlene Kurkuma
TL Salz (oder nach Belieben)
360 ml Wasser
180 ml Kokosmilch
675 g Babyspinat (oder gehackter Spinat)
2 EL frisch gehacktes Koriandergrün, zum Servieren
2 TL Sesamsamen, zum Garnieren
1 TL Zitronensaft, zum Abschmecken

ZUBEREITUNG
Vorbereitung: 15 min (+ 50 min einweichen)
Zeit aktiv: 15 min inaktiv: 20 min
1. Das Öl in einer großen Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen.
Die Senfsamen vorsichtig in das heiße Öl geben und erhitzen, bis sie aufplatzen. Bockshornkleesamen, Lorbeerblätter und Knoblauch zufügen und unter gelegentlichem Rühren
braten, bis der Knoblauch goldbraun ist.
Die abgetropften Mungbohnen, Paprikapulver, Koriandergrün, Chiliflocken und Kreuzkümmelsamen zufügen und 30 Sekunden anbraten.
2. Salz, Wasser und Kokosmilch zufügen, umrühren und 12 14 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast komplett absorbiert ist. Die Mungbohnen sollten bissfest sein.
3. Den Spinat untermischen. Abgedeckt etwa 4 Minuten köcheln lassen, bis die Mungbohnen gar sind und der Spinat zusammengefallen.
Die Lorbeerblätter entfernen.
Zum Servieren mit Koriandergrün und Sesamsamen garnieren und mit Zitronensaft abschmecken.

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter