Vegetarische und vegane Sportler: Kein erhöhtes Risiko für Eisenmangel
Von Ärzten und Sportindustrie ist immer wieder zu hören: »Vegetarier und Veganer laufen Gefahr, einen Eisenmangel zu entwickeln, da sie kein Fleisch essen.«
Eine neue Übersichtsstudie zu vegetarisch lebenden Sportlern (Lacto-Ovo-, Lacto- und Ovo-Vegetarier sowie Veganer) beweist das Gegenteil: Vegetarier und Veganer nehmen häufig dieselbe Menge an Eisen - oder sogar noch mehr - auf als Fleischesser. Die Eisenwerte im Serum sind vergleichbar.
»Trotz der geringeren Bioverfügbarkeit von Eisen ist die Gesamteisenaufnahme über die Nahrung bei Vegetariern oft gleich hoch oder sogar höher als bei Allesessern, und verschiedene adaptive Mechanismen (wie eine verbesserte Absorptionseffizienz und reduzierte Eisenverluste) können dazu beitragen, den Eisenhaushalt aufrechtzuerhalten«, so die Forschenden.
Power-Salat: Rucola, Petersilie, Erbsen, Tofu, Rote Bete, Haselnüsse und Sesam liefern viel Eisen (und obendrein pflanzliche Proteine, Vitamine, Mineralstoffe und Phytonährstoffe).
Der hohe Vitamin-C-Gehalt von Tomaten und Zitronensaft fördert die Aufnahme von pflanzlichem Eisen.
Bild: JB · FREIHEIT FÜR TIERE
Hervorragende pflanzliche Eisenquellen sind:
• Grünes Blattgemüse wie Grünkohl, Rucola, Spinat, Mangold und Brennnesseln
• Kräuter wie Basilikum und Petersilie
• Hülsenfrüchte, allen voran Sojabohnen und Tofu
• Getreide und Pseudogetreide wie Haferflocken, Amaranth, Quinoa und Hirse
• Samen und Kerne wie Kürbiskerne, Sesam/Tahin, Hanfsamen und Leinsamen
• Nüsse wie Pistazien, Mandeln und Haselnüsse.
Die Eisenaufnahme wird durch Vitamin C (Grüner Salat mit Zitronensaft und Tomaten, Linsensalat mit Paprika, Haferflocken mit Beeren, Grüne Smoothies mit Spinat und Beeren) maximiert.
Studie: Luna, F., Rossi, E.V., Moreno, M.L. et al.: Iron Deficiency in Vegetarian Athletes: A Narrative Review. Curr Nutr Rep 15, 44, 2026. https://link.springer.com/article/10.1007/s13668-026-00765-1
