Zarth: Kleines Natur-Paradies für Wildtiere

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Naturschutzgebiet Zarth in Brandenburg

Der Moorwald »Zarth«

Der Moorwald »Zarth«

wurde bereits in den 1960er Jahren zum Naturschutzgebiet erklärt. · Bilder: Vogelschutzkomitee e.V.

Von Dr. Eberhard Schneider, Vogelschutz-Komitee e.V.

Umgeben von meist eintönigen brandenburgischen Kiefernwäldern und noch eintönigeren ausgedehnten agrarischen Intensivkulturen mit Spargel- und Maisanbau blieb nahe der einst von spätmittelalterlichen Bänkelsängern besungenen »Sabinchenstadt« Treuenbrietzen eine Naturperle bewahrt: der »Zarth«, ein wunderbares, artenreiches Laubwaldrefugium mit ökologisch wertvoller Waldwildnis. Das Naturschutzgebiet wurde 2007 vom
Vogelschutzkomitee e.V. erworben und bietet Lebensraum für zahlreiche Vögel: von Pirol, Waldschnepfe und Eisvogel über Eulen, Kraniche und Weißstörche bis zum seltenen Schwarzstorch. Aber auch Rotbauchunken, Waldeidechsen, zahlreiche Schmetterlinge, mindestens 13 Fledermausarten, Biber, Fischotter und natürlich Rehe und Wildschweine sind in diesem Naturparadies zu Hause. Auch der Wolf lässt sich blicken.

Ökologisch wertvolle Waldwildnis

Dieser Wald in seiner heutigen Form mit reicher Biodiversität ist letztlich das Lebenswerk von Eduard Prinke, der in weiser Voraussicht jahrzehntelang konsequent für die Erhaltung des Teufelswaldes (sorbisch: Zarth ) und die Bewahrung der artenreichen Waldwildnis eingetreten ist. Er hat diesen, schon seit den 1960er Jahren zum Naturschutzgebiet erklärten, naturnahen Moorwald davor bewahrt, unter die Räder der Forstwirtschaft und purer Holzproduktion zu kommen und schlussendlich auch zu einem Tummelplatz für Jäger zu werden - wie ihn über lange Jahre schon einmal russisches Militär genutzt hatte, um dort große Wildschweinjagden durchzuführen. Der Naturmann Eduard Prinke hatte sich in ehrenamtlicher Tätigkeit für den Lebensraumschutz und die Erhaltung vom Aussterben bedrohter Pflanzenarten eingesetzt, ganz besonders aber auch für den Schutz von Laubfrosch und Rotbauchunke, Weißstorch, Biber und einer mannigfaltigen Vogelwelt, die allesamt bis heute im Zarth Lebensstätten finden.

Mit seinen Mooren, Teichen und Feuchtwiesen

Mit seinen Mooren, Teichen und Feuchtwiesen

ist der Zarth ein ideales Habitat für Störche. · Bilder: Vogelschutzkomitee e.V.

2007: Vogelschutzkomitee erwirbt den Zarth als Refugium für Tiere und Pflanzen

Als die Stadt Treuenbrietzen ihr Waldeigentum zum Kauf anbot - in der Erwartung, einen vor allem an der Jagd interessierten Käufer zu finden -, erwarb im Juli 2007 das Vogelschutz-Komitee e.V. aus Spendenmitteln seiner Förderer das fast 260 Hektar große Waldgebiet »Zarth«. Durch weiteren Zukauf konnten wir das Schutzgebiet nachfolgend auf über 300 Hektar vergrößern.

Früher war dort einmal Moor, das zur Torfgewinnung mit Entwässerungsgräben durchzogen und abgebaut worden war. Noch heute zeugen zwei verbliebene größere Wasserflächen als ehemalige Torfstiche von der früheren Torfgewinnung, ebenso ausgedehnte Nasswiesen, auf denen sich eine sehr artenreiche Wiesenvegetation mit heute selten gewordenen Arten wie wunderbaren Orchideen und auch einer vielfältigen Schmetterlingsfauna entwickelt hat.

Der in weiten Teilen aufgewachsene Wald aus Eichen, Eschen, Erlen, Pappeln, Birken, Ulmen, Ahornen und vielen Sträuchern beherbergt heute eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Über 90 Brutvogelarten, vom Pirol, Kuckuck, Eisvogel über Turteltaube und Waldschnepfe bis hin zu Schwarzstorch, den beiden Milanarten, Rohrweihe, Eulen, Kranich, Spechten und vielen kleinen Singvögeln, haben hier Lebensraum. Weitere Vogelarten finden auf dem Durchzug einen Rast- und Nahrungsplatz oder ihr Überwinterungshabitat.

Der Schwarzstorch

Der Schwarzstorch

hat im Zarth mit den großen, alten Bäumen, Mooren und Teichen einen idealen und - für diesen scheuen Vogel besonders wichtig - ungestörten Lebensraum gefunden. · Bilder: Vogelschutzkomitee e.V.

Schutz der Tiere vor jagdlicher Verfolgung

Natürlich war das Ziel des Vogelschutz-Komitees, mit dem Zarth ein ökologisch wertvolles Refugium für Pflanzen und Tiere eines breiten Artenspektrums zu sichern, die Biodiversität zu erhalten und zu steigern und vor weiteren zerstörenden Eingriffen zu bewahren - insbesondere auch, in allem die Freiheit für Tiere zu sichern, wozu natürlich ganz besonders der Schutz vor jagdlicher Verfolgung zählt.

Lebensgemeinschaften der Pflanzen und Tiere können sich ungestört entwickeln

Insgesamt erfährt bei uns dieser Laubmischwald als nicht forstwirtschaftlich genutztes Waldreservat den Prozessschutz : Die ungestörte Entwicklung der Lebensgemeinschaft aller Pflanzen und Tiere im natürlichen Ablauf der Stoff- und Energiekreisläufe soll dort garantiert sein. Ziel dieser »Waldwildnis« ist auch der dringend gebotene Beitrag zum Klimaschutz. Gerade den Moorwäldern kommt da ja eine besondere Rolle zu. Denn sowohl im Holz der Bäume als auch im Moor mit seinen nur sehr langsam verrottenden Pflanzenresten werden große Mengen Kohlendioxid über sehr lange Zeit gespeichert. Man muss aber die Bäume alt werden lassen und den Torf in Ruhe lassen.

Aus diesem Grunde fällt auch im Zarth dem Moorschutz eine wichtige Rolle zu. Manche jetzt schon mächtige Eiche wird dort noch sehr lange Zeit weiter wachsen, ohne Säge und Axt fürchten zu müssen. Es werden alle Bäume und Sträucher ihren natürlichen Lebenszyklus durchlaufen und jeder für sich jahrzehntelang Kohlendioxid speichern, bei gleichzeitigem Schutz und Erhalt der Biodiversität, der Vielfalt biologischer Arten.

Abgestorbene Bäume: Lebensgrundlage für Insekten und Höhlenbrüter

Hat schließlich ein Baum seine natürliche Altersgrenze erreicht und stirbt allmählich ab, dann ist er keineswegs tot: Als ökologisch außerordentlich wertvolles »Totholz« speichert er nicht nur weiterhin noch den Kohlenstoff. Er liefert ganz besonders das Substrat für sehr viele Organismen: Pilze und zahlreiche Insekten wie etwa der Eremit-Käfer sind an diese vom Totholz und sich daraus entwickelndem Mulm gebildete Lebensgrundlage ganz besonders angepasst. Ein Totholzbaum ist voller Leben! In ihm zimmern Spechte ihre Nisthöhlen, die dann auch zahlreichen anderen Höhlen bewohnenden Vögeln und Fledermäusen Unterkunft und Brutplätze bieten. Es gilt für uns demgemäß auch, dass wir konsequent die Finger weg lassen und der Wald in seiner natürlichen Entwicklung gänzlich ungestört bleibt.

Dies wird inzwischen auch honoriert durch eine maßgebliche finanzielle Unterstützung durch das Land Brandenburg in seinem Programm »Gewährung von Zuwendungen für Naturschutzmaßnahmen im Wald und Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung der durch Extremwetterereignisse verursachten Folgen im Wald«.

Ein Totholzbaum ist voller Leben!

Ein Totholzbaum ist voller Leben!

Hier finden viele Insekten, Spechte und Fledermäuse ein Zuhause. · Bilder: Vogelschutzkomitee e.V.

Wiederherstellung des Feuchtwaldes

Entscheidend für den Moorschutz ist aber die Unterbindung des von Menschenhand bereiteten Wasserabflusses. Dem zu begegnen, ist das Ziel der bestmöglichen Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Moores. Dazu konnte bereits 2014 das vom Land Brandenburg unter Bereitstellung und Co-Finanzierung von ELER-Fördermitteln der Europäischen Union das Vorhaben »Revitalisierung des Moor- und Feuchtwaldkomplexes Der Zarth« durchgeführt werden. Es wurde eine Verplombung der einst von Menschen angelegten Entwässerungsgräben vorgenommen, in die natürlichen Kleingewässer wurden Strömungshindernisse aus standörtlichem Holzmaterial eingebaut. Die früheren Durchlassrohre unter dem einzigen für Waldbesucher begehbaren Weg wurden durch naturnahe Furten ersetzt.

Alsbald waren die guten Auswirkungen des Gewässer-Aufstaus erkennbar: Vorher trocken liegende Mulden füllten sich wieder mit Leben spendendem Nass! Auf zuvor schon ausgetrocknetem Waldboden haben sich größere Wasserflächen gebildet, die inzwischen sogar Höckerschwänen, Blässrallen und Wildenten als Aufzuchtplätze für ihre Jungen willkommen sind.

Aber damit ist die völlige Wiederherstellung des angestrebten natürlichen Zustands noch längst nicht erreicht. Man muss sich die Geländeausformung so vorstellen, dass dieses uralte Moorgebiet wie in einer schräg stehenden Schüssel daliegt und darin das Moor wie ein Schwamm das Wasser aufnimmt, welches als Grundwasser vor allem aus dem südwestlich liegenden Hohen Fläming herangeführt wird. Erst wenn das Moor mit Wasser gesättigt ist, fließt überschüssiges Nass natürlicher Weise in die nördlich sich anschließende Nuthe-Nieplitz-Niederung ab. Doch davon sind wir noch weit entfernt! Noch gibt es im östlichen Waldgebiet alte Entwässerungsgräben, die wir zwar Stück für Stück zu schließen bemüht sind. Aber das Problem liegt vielmehr in der allgegenwärtigen Landentwässerung unter der Tätigkeit der Wasser- und Bodenverbände, die der intensiven Agrarwirtschaft dient. Wir sind als Grundeigentümer seit Jahren bemüht, diesen angesichts der Klimaänderung mit zunehmender Trockenheit ganz und gar nicht mehr zeitgemäßen »Unterhaltungsbeitrag« an den Entwässerungs-Verband nicht mehr leisten zu müssen, durch den unser Eigentum gegen unseren Willen entwässert und sogar beschädigt wird.

Das Vogelschutzkomitee e.V. stellt durch Spenden u

Das Vogelschutzkomitee e.V. stellt durch Spenden u

und mithilfe von Fördermitteln die Funktionsfähigkeit des Moores wieder her und erweckt den einstigen Feuchtwald wieder zu neuem Leben. · Bilder: Vogelschutzkomitee e.V.

Die Biber kehren zurück und helfen, den Feuchtwald wiederherzustellen

Weitaus besser als alle technischen Maßnahmen und sogar kostenfrei haben aber eingewanderte Biber unser Wiedervernässungsvorhaben unterstützt. Seit gut drei Jahren finden sich an verschiedenen Stellen des Wasserabflusses kleine Biberdämme.

Es entstanden - ganz ohne unser Zutun - neue ausgedehnte Überflutungsbereiche, die auf jeden Fall den besten Beitrag zur Moorwiederherstellung und zum Erhalt des Moorwaldes liefern. Da Biber hier und da auch Bäume fällen, deren Rinde und Zweige ihnen als Winternahrung dienen oder die sie in ihren Dammbauwerken verwenden, findet ein natürliches Geschehen statt, von dem man nur träumen konnte!

Der Fischotter tauchte bisher sporadisch im Gebiet auf. Es bleibt zu hoffen, dass ihm der Biber als Meister des Wasserbaus ein guter Wegbereiter ist und der Fischotter auch dauerhafter Bewohner des Zarth wird - so wie auch der Schwarzstorch hinreichend Gewässer findet, um darin auch künftig nach Nahrung zu fischen.

Die Biber bauen Dämme,

Die Biber bauen Dämme,

durch die auf ganz natürliche Weise wieder ursprüngliche Überflutungsgebiete entstehen. · Bild: Vogelschutzkomitee

Biber

Biber

Bild: Shujaa_777 · Shutterstock.com

Keine Jagd mehr auf wildlebende Tiere

Eine weitere Folge der anachronistischen Bestimmungen und Vorschriften trifft den Wildtierbestand des Gebietes und unser Bemühen, die Freiheit auch für allgemein noch immer bejagte Tiere zu gewährleisten. Immerhin herrscht seit langer Zeit in dem im Naturschutzgebiet gelegenen Totalreservat (Schutzzone 1) Jagdruhe, ohne dass irgendwelche den Naturschutzzielen abträgliche Auswirkungen aufgetreten sind.

Als endlich im Jahr 2018 der mit dem seinerzeitigen Kauf unlösbar verbundene Jagdpachtvertrag endete, fand natürlich die jagdliche Betätigung in unserem Eigenjagdbezirk ihr Ende. Jedoch muss die zuständige untere Jagdbehörde des Landkreises Potsdam-Mittelmark dem Ruhen der Jagd zustimmen - womit sich die Jagdbehörde aber seit nun drei Jahren mehr als schwer tut. Die Jagdbehörde bringt allerlei fachlich fehlgehende Begründungen vor, um die Zustimmung verweigern zu können. Man kann sich - wenngleich die gesetzliche Regelung solches ja durchaus vorsieht - vorerst nicht damit abfinden, dass im Zuständigkeitsbereich der Behörde freilebende Wildtiere auf dem Eigentum eines Waldbesitzers nicht abgeschossen oder gar mit Fallen gefangen werden. Konsequente Umsetzung des Natur- und Artenschutzes und die Freiheit für Tiere sind für die Jäger-Gilde wohl schlimmer als für den Teufel das Weihwasser?

Wildschweine lockern den Boden

Wildschweine lockern den Boden

und tragen ganz besonders zur Verbreitung von Pflanzensamen (Zoochorie) bei. · Bild: Freiheit für Tiere

Wildschweine sind wichtig für den Wald

So besteht die Forderung, Wildschweine abzuschießen, weil sie angeblich hohe Schäden im Offenland verursachen. Aus Sicht des Naturschutzes üben Wildschweine einen außerordentlich positiven ökologischen Effekt auf die natürliche Vegetation aus: Sie lockern den Boden und tragen ganz besonders zur Verbreitung von Pflanzensamen (Zoochorie) bei. Vor allem lichtkeimende Pflanzenarten werden von den Bodenlockerungen der Wildschweine sehr begünstigt. Damit erbringen diese Tiere einen den naturschutzfachlichen Zielsetzungen absolut dienlichen und wünschenswerten Beitrag. Insgesamt tragen Wildschweine in hohem Maße zur natürlichen Dynamik in den ökologischen Wechselbeziehungen des Gebietes bei. Dass die Bodenwühlstellen gegebenenfalls eine gewisse Erschwernis bei technischen Pflegemaßnahmen (Mahd) zeitigen können, ist demgegenüber vernachlässigbar. Da die Wiesen im Eigentum des Vogelschutzkomitees stehen, ist ein etwaiger Wildschaden nicht relevant.

Durch das Ruhen der Jagd werden - entgegen der derzeitigen Auffassung der Jagdbehörde - die naturschutzfachlichen Ziele im Naturschutzgebiet »Der Zarth« nicht gefährdet, sondern ganz im Gegenteil gefördert.

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2024

Freiheit für Tiere 3/2024

Artikelnummer: 3/2024

Verhaltensforschung: Was Raben über andere wissen • Überraschende Zwillingsstudie: Ein Zwilling isst vegan, der andere nicht • Machen Sie mit bei der EU-Initiative: Stoppt das Schlachten von Pferden! • Tiere für den Müll? Tiere aus der industriellen Massenhaltung enden millionenfach in »Tierkörperbeseitigungsanlagen« • Amtsgericht Hameln: Schweinemäster zu hoher Geldstrafe verurteilt • Recht: 50 Hektar im Kreis Dithmarschen jagdfrei! • Biotop »Rüm Hart« jagdfrei! • Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer • Wildtier-Findlinge: Erste Hilfe • Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt • RespekTiere International: Der erste Gnadenhof in Mauretanien ist im Entstehen! • Vegan Body Reset: Raus aus Übergewicht, Schmerzen und Entzündungen • Deftig vegan für jeden Tag: Unkomplizierte Köstlichkeiten schnell und einfach gemacht

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2024

Freiheit für Tiere 2/2024

Artikelnummer: 2/2024

Promis für Tiere: Billie Eilish und Fienas eröffnen veganes Restaurant in L.A. · Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul • Interview mit Mary McCartney • Wissenschaft: Vogelmütter singen Lieder für ihre ungeschlüpften Küken • Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss • Klage vor dem Verwaltungsgericht Osnabrück: Grundstück in Niedersachsen jagdfrei! • Interview: Ein Fleischer hört auf zu töten und wird Veganer • Das Leid der Ziegen für Kaschmirpullis • Peter Berthold: HILFESCHREI der NATUR! • WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere • ATLAS der bedrohten TIERE • EASY SPEEDY VEGAN - Die besten 10-, 20- und 30-Minuten-Rezepte • Vegane Kuchenliebe

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FREIHEIT FÜR TIERE 1/2024

Freiheit für Tiere 1/2024

Artikelnummer: 1/2024

Fakten zu Fleisch, Milch und Eiern • Wegen industrieller Massentierhaltung: Nitratbelastung steigt immer weiter • Wissenschaft: Oxford-Studie vergleicht Umweltbilanz von verschiedenen Ernährungsformen - Wie schädlich sind Fleisch und Milchprodukte wirklich? • Schwere Misshandlung von Kälbchen auf Kälberauktion: PETA erstattet Strafanzeige • Ergreifender Reisebericht: Einsatz für Straßenhunde in Kap Verde • Keine Jagd auf meinem Grundstück: Ehepaar aus Gütersloh klagt gegen Jagd auf seinen Grundstücken • Neues Buch von Josef H. Reichholf: STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen • Interview mit Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich« • Vögel verstehen: Was uns die Vögel über uns und unsere Umwelt verraten • Studie: Je mehr tierisches Protein, desto höher die Sterblichkeit • Lifestyle: Tierfreundlich kochen & backen»VEGAN Everyday« von Bianca Zapatka • Easy Vegan Christmas« von Katy Beskow

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Sonderausgabe: Fakten gegen die Jagd

Artikelnummer: 521

Die Natur braucht keine Jäger: Fakten gegen die Jagd - Warum jagen Jäger wirklich? Die Frage »Warum jagen wir?« beantwortet eine Jagdredakteurin wie folgt: »Einige beschreiben die Jagd als Kick, andere sprechen von großer innerer Zufriedenheit. Die Gefühle bei der Jagd sind ebenso subjektiv wie in der Liebe. Warum genießen wir sie nicht einfach, ohne sie ständig rechtfertigen zu wollen?« Rationale Gründe, mit denen Jäger rechtfertigen, dass die Jagd notwendig sei, sind offenbar nur Ausreden. Jedenfalls schreibt die Jägerin: »Der Tod, der mit dem Beutemachen verbunden ist, ist verpönt. Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz.«

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Machen Sie mit bei der EU-Initiative: Stoppt das Schlachten von Pferden!

Arischa

Dieses Pferd sollte im Alter von 6 Jahren zum Schlachter.

Tierfreunde kauften die Stute zum Schlachtpreis frei. Heute ist Arischa 33 Jahre alt. · Bild: FREIHEIT FÜR TIERE

In der EU werden Jahr für Jahr Millionen Pferde und Ponys geschlachtet, als »Rossfleisch« verkauft oder zu Salami und Hundefutter verarbeitet. Die Europäische Bürgerinitiative »End The Horse Slaughter Age« fordert jetzt ein Gesetz zum Verbot der Schlachtung von Pferden. Helfen Sie mit, die Pferdequälerei zu beenden und unterschreiben Sie die online-Initiative! weiter

55 Hektar im Kreis Dithmarschen endlich jagdfrei!

Rund 55 Hektar Grundstücke mit Wiesen und Feldern im Kreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein) sind endlich jagdfrei! Dass eine dermaßen große Fläche offiziell jagdrechtlich befriedet wird, ist bisher wohl einmalig: Es gibt inzwischen mehrere Hundert jagdrechtlich befriedete Grundstücke in Deutschland, doch meist besitzen die Eigentümer nur wenige Hektar. Wohl genau aus diesem Grund machte es die Jagdlobby den Eigentümern der 55 Hektar landwirtschaftlicher Fläche so schwer: Es brauchte zehn Jahre und eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Schleswig-Holstein, bis das Grundstück von Susanne und Peter Storm* endlich jagdfrei wurde. weiter

WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere

»Wild und frei« ist mit atemberaubenden schwarz-weiß-Fotografien eine Ode an die Wildnis. Tom D. Jones ist ein begnadeter »fine art«-Fotograf und zeigt Wildtiere wie Elefanten, Giraffen, Nashörner, Gorillas oder Löwen aus nächster Nähe. »Für mich dreht sich alles um die Freiheit des Tieres«, erklärt er. Deshalb gibt es in den Aufnahmen dieses Buches kein einziges Tier, das gefüttert wird, in einem privaten Reservat lebt oder in irgendeiner anderen Form von Gefangenschaft gehalten wird. Das Ergebnis sind Aufnahmen, welche unter die Haut gehen. weiter

Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul

Mit ihrem neuen Buch »Feeding Creativity« verbindet Mary McCartney ihre beiden großen Leidenschaften: Fotografie und Kochen. Jedes der 60 veganen Rezepte hat sie mit Stars gekocht und sie beim Kochen und Essen fotografiert: Schauspielerinnen und Schauspieler wie Cameron Diaz, Kate Blanchett, Drew Barrymore, Woody Harrelson, Stanley Tucci und David Oyelowo, Musikerinnen und Musiker von Nile Rodgers oder bis Ringo Star und Papa Paul, Künstlerinnen und Künstler wie David Hockney und Jeff Koons oder Primaballerina Francesca Hayward. weiter

Interview mit Mary McCartney: Wie entstand die Idee zu dem veganen Promi-Kochbuch »Feeding Creativity«?

Mit ihrem Kochbuch »Feeding Creativity« möchte Mary McCartney zeigen, wie schnell, einfach, lecker und unkompliziert und einfach das vegane Kochen ist. Damit tritt sie in die Fußstapfen ihrer Mutter Linda McCartney, die ebenfalls Promi-Fotografin war, bereits in den 1970er und 80er Jahren vegetarische Kochbücher veröffentlichte und sich für den Schutz der Tiere einsetzte.


Wie entstand die Idee zu dem Kochbuch?


Mary McCartney: Ich liebe es, Rezepte mit anderen zu teilen. Ich koche schon immer für andere und es ist meine Art, mit jemandem Verbindung aufzunehmen. Aber ich bin nun mal begeisterte Portrait-Fotografin, und so kam eines Tages die Idee für »Feeding Creativity«.
Zum Interview mit Mary McCartney

Metzger gegen Tiermord

Metzger gegen Tiermord? Das scheint ein Widerspruch in sich zu sein. Was aber, wenn gelernte Metzger dem Tiertöten abschwören und Veganer werden?

Im Verein »Metzger gegen Tiermord« haben sich ehemalige Metzger zusammengeschlossen. Aufgrund Ihrer beruflichen Erfahrung sind sie Insider der Branche und klären mit ihrem Fachwissen und ihren Recherchen über Tierrechts­verstöße auf, die normalerweise vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben.

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Peter Hübner, einem ehemaligen Fleischer. Peter Hübner ist Pressesprecher und zweiter Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins »Metzger gegen Tiermord« e.V.

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Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss

Der Fall sorgte für Aufsehen über Bayern hinaus: Ein 77-jähriger Hobbyjäger erschoss im Juli 2022 die Hündin Mara von Urlaubern aus Österreich, die eine Kanutour auf dem Main machten - angeblich, weil sie »gewildert« hätte. Am 20. November 2023 verurteilte das Amtsgericht Haßfurt den Jäger wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer Geldstrafe von 5.600 Euro (140 Tagessätzen zu je 40 Euro). Zudem wurde das bei der Tat benutzte Kleinkalibergewehr eingezogen. Dem Urteil zufolge war der angeklagte Hobbyjäger nicht berechtigt, die Hündin zu erschießen. Hinweise darauf, dass die Hündin gewildert hatte, hätten sich nicht ergeben. weiter

STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen

»Land« = blühende Landschaften und Artenvielfalt, »Stadt« = Beton und Ödnis? Eine Vorstellung, die längst so nicht mehr gilt. Der bekannte Zoologe, Ökologe und Bestseller-Autor Prof. Dr. Josef H. Reichholf unternimmt in seinem neuen Buch »Stadtnatur - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen« einen Streifzug durch die vielfältigen Ökosysteme des urbanen Raums. Ob Wildschweine, Füchse und Nachtigallen in Berlin, Wanderfalken in Köln oder eine bunte Vogelwelt und Rehe im Englischen Garten in München: viele Wildtiere haben den Lebensraum Stadt längst für sich entdeckt. Inzwischen sind unsere großen Städte sogar Inseln der Artenvielfalt geworden, die sogar mit den besten Naturschutzgebieten mithalten können.
In den Städten finden Tiere und Pflanzen die Biotope, die sie für ihr (Über)Leben brauchen. Hier sind sie weniger Gefahren ausgesetzt als auf dem Land, wo freilebende Tiere gejagt und ihre Lebensräume durch eine industriell betriebene Land- und Forstwirtschaft vernichtet werden...
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Prof. Dr. Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich«

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Josef H. Reichholf über sein neues Buch »Stadtnatur«, über Großstädte als Rettungsinseln der Artenvielfalt und darüber, was geschehen müsste, damit die Artenvielfalt auf den Fluren und in den Wäldern wieder zunimmt. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Vegan vom Grill

»Was essen Veganer, wenn gegrillt wird?« Diese Frage wurde der britischen Köchin Katy Beskow während ihrer bisher fünfzehn Jahre als Veganerin unzählige Male gestellt. Die Antwort: »Wenn ihr euch von der Idee verabschiedet, dass Grillen und Fleisch (oder Fertiggerichte aus Fleisch­alternativen) untrennbar zusammengehören, steht euch eine neue Welt offen.« In ihrem neuen Kochbuch »Vegan vom Grill« zeigt Katy Beskow mit 70 kreativen und unkomplizierten Rezepten, dass fleischfrei Gegrilltes hervorragend schmeckt - nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über! Dazu zeigt Katy zahlreiche Tipps und Tricks - damit die Grillparty auch bei blutigen Grill-Anfängerinnen und -Anfängern gelingt. Ob Hauptgericht oder Dessert: »Vegan vom Grill« animiert, den Grill dieses Jahr richtig zum Einsatz kommen zu lassen!
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Urteil BVerwG: Auch Vereine und Stiftungen können die jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen aus ethischen Gründen beantragen

Laut § 6a Bundesjagdgesetz (BJagdG) dürfen nur »natürliche Personen« das Ruhen der Jagd beantragen. Tier- und Naturschutzvereine oder Stiftungen konnten bisher das Ruhen der Jagd auf ihren Flächen nicht beantragen. Doch dies ist mit dem entscheidenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 und der Europäischen Menschenrechtskonvention (Schutz des Eigentums) nicht vereinbar.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof München macht in seinem grundlegenden Urteil vom 28.05.2020 »Erklärung von Grundstücken zu jagdrechtlich befriedeten Bezirken« die Antragstellung auch für juristische Personen wie Vereine, Stiftungen oder GmbHs möglich. (VGH München, 19 B 19.1713 und 19 B 19.1715) weiter

Hannes Jaenicke: »Seit 30 Jahren wird das Tierschutzgesetz wissentlich gebrochen«

»Die Milch macht's«, »Milch macht müde Männer munter«, »Fleisch ist ein Stück Lebenskraft« - wir alle sind mit diesen Werbe-Slogans aufgewachsen. In seinem investigativen Enthüllungsbuch »Die große Sauerei« deckt Hannes Jaenicke die dreistesten Industrie- und Werbelügen auf und erklärt, was Verbraucherinnen und Verbraucher über Fleisch, Milchprodukte und Eier unbedingt wissen sollten, um vor dem Kauf und Verzehr die richtige Entscheidung zu treffen. weiter

FREIHEIT FÜR TIERE-Interview mit Hannes Jaenicke

»Die einzige Antwort auf diese Art der Massentierhaltung ist der Verzicht auf ihre Produkte «
FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem Schauspieler und bekannten Umweltschützer Hannes Jaenicke über die Recherchen zu seinem neuen Buch, warum er vor 40 Jahren zum Vegetarier wurde, warum er Hafermilch trinkt, über das Problem, dass immer noch zu viele Menschen schlecht informiert sind und was dagegen zu tun ist. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Die Vermessung der Ernährung

Haben Sie sich schon einmal überlegt, welche Auswirkung unsere Ernährung, also das, was wir jeden Tag essen, auf die Gesundheit, auf Tiere und Natur, auf Böden und Grundwasser, auf die Artenvielfalt, auf die Regenwälder, auf Menschen in den ärmeren Ländern und auf das Klima hat? Sollten wir vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden Umwelt- und Klimakatastrophe, welche unser aller Lebensgrundlagen bedroht, nicht viel mehr über diese Zusammenhänge wissen? weiter

Vermessung der Ernährung: Interview mit Jan Wirsam

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Jan Wirsam, wie das Buch Die Vermessung der Ernährung mit Prof. Dr. Claus Leitzmann entstand, aus welchen Gründen die Wissenschaftler mit einigen Kollegen die Forschung über pflanzliche Ernährung so engagiert vorantreiben und warum in Deutschland mehr Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen, Bohnen, Lupinen und Soja angebaut werden sollten. weiter

Neues Buch von Prof. Reichholf: Stadt, Land, Fuchs

»Unsere Säugetiere verdienen mehr Beachtung; viel mehr, als ihnen gegenwärtig zuteil wird«, ist Prof. Dr. Josef H. Reichholf überzeugt. Sie brauchen neue Freunde! Solche zu gewinnen, ist das Hauptanliegen seines neuesten Buches »Stadt, Land, Fuchs: Das Leben der heimischen Säugetiere«. weiter

Interview mit Prof. Josef H. Reichholf

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem renommierten Zoologen über Wildtiere, Jäger, Massentierhaltung und was jeder Einzelne für wild lebende Tiere tun kann. weiter

Das Leid der Stuten für Schweinefleisch

Bisher kannte man die grausamen Stutenblut-Farmen in Argentininen, Urugay und China: Schwangeren Pferden wird dort literweise Blut abgezapft und an die Pharmaindustrie verkauft. Die Hormone der Stuten werden in der industriellen Schweinemast eingesetzt, um die Trächtigkeit der Sauen zu erhöhen und zu synchronisieren. Nachdem immer wieder über die grausamen Blutfarmen in Südamerika berichtet wurde, stoppten einige Pharmakonzerne den Import aus diesen Ländern - und wichen auf Islandponys aus. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter