Antrag auf Jagdverbot: "Tiere sind unsere Freunde"

Ehepaar will Grundstück in Kleve (NRW)


jagdrechtlich befrieden lassen

Sandra M. und ihr Mann können es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, dass Jäger auf ihrem Grundstück in Kleve Tiere tot schießen. Die Familie lehnt das Töten von Tieren aus ethischer Überzeugung ab: »Wir betrachten Tiere als unsere Freunde. Seit sieben Jahren ernähren wir uns vegetarisch und seit einem Jahr leben wir vegan.« · Bild: Wissmann Design · Shutterstock.com


Sandra M.* und ihr Ehemann besitzen ein 6000 Quadratmeter großes Grundstück in Kleve (Nordrhein-Westfalen). Anfang Januar 2020 stellten die Tierfreunde einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen gemäß § 6a Bundesjagdgesetz bei der zuständigen Unteren Jagdbehörde des Kreises Kleve.

Jäger schießt Fasane hinter dem Haus - direkt neben der Grundstückseigentümerin mit Kind auf dem Arm

»Wir sind diesen Schritt gegangen, nachdem ich hautnah erleben musste (mit Kind auf dem Arm und Hunden im Garten), wie ein Jäger zwei Fasane keine 10 Meter von mir entfernt erschossen hat«, so Sandra M. »Die Hälfte des Grundstücks ist ein Feld, welches an den eingezäunten Garten und unsere teilweise eingezäunte Obst- und Blumenwiese zwischen dem Wohnhaus und einem Nachbarhaus grenzt«, erklärt die Tierfreundin. Der Jäger hatte die Fasane hinter dem Wohnhaus auf der Obstwiese geschossen - vor den Augen der Familie. »Meinen Ärger darüber konnte er nicht nachvollziehen, er dürfe das«, berichtet Sandra M. »Wenn ich wolle, könne ich die Fasane bekommen, es war ja auf meinem Grundstück.«

Die Familie erkundigte sich und musste feststellen, dass sie mit ihrem Grundstück automatisch Zwangsmitglied in der Jagdgenossenschaft sind. Die Jagdgenossenschaft verpachtet die Jagd an Jäger, welche dann auf diesen Flächen Tiere schießen - auch gegen den Willen und die ethische Überzeugung der Grundstückseigentümer.

Automatisch Zwangsmitglied in der Jagdgenossenschaft

»Mein Mann und ich lehnen das Töten von Tieren aus ethischen Gründen ab«, so Sandra M. in der Begründung ihres Antrags auf Jagdverbot. »Wir können es nicht mit unserem Gewissen vereinbaren, dass auf unserem Grundstück (vor unseren und den Augen unserer Kinder) Tiere getötet werden. Wir betrachten Tiere als unsere Freunde. Seit sieben Jahren ernähren wir uns vegetarisch und seit einem Jahr leben wir vegan. Außerdem kaufen wir keine Leder-, Woll-, oder Daunenprodukte und nur vegane, tierversuchsfreie Kosmetik. Unsere Hunde haben wir aus dem Tierschutz und sie waren beide Opfer schwerer menschlicher Misshandlung.« Die
Bedrohung durch Jäger auf dem eigenen Grundstück, keine 30 Meter von der Terrasse entfernt, auf der die Kinder spielen, und Schüsse, welche nicht nur die Hunde in Panik versetzten, stellt für die Familie eine unverhältnismäßige Belastung dar.

Nun hofft die Familie, dass ihr Grundstück bald vom Kreis Kleve jagdfrei gestellt wird.

* Name von der Redaktion geändert


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