Freiheit für Tiere
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Die Sprache der Tiere

Wie wir einander besser verstehen

Sprechen die Pferde miteinander?

Und können sie auch mit der Katze kommunizieren? · Bild: ita Kochmarjova - Fotolia.com

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion »Freiheit für Tiere«

Mit Tieren sprechen: Geht das? Ist es wirklich möglich, die uralte Menschheitssehnsucht, dass Mensch und Tier einander verstehen, zu verwirklichen? Das neue Buch von Bestseller-Autor Dr. Karsten Brensing (»Das Mysterium der Tiere«) stellt den neuesten Stand der Wissenschaft vor. Wussten Sie zum Beispiel, dass Meisen in Sätzen reden, Delfine eine komplizierte Grammatik sicher anwenden können und Tauben Rechtschreibregeln? Hätten Sie gedacht, dass manche Tierarten 300 und mehr Vokabeln beherrschen? Doch Kommunikation findet nicht nur über Lautäußerungen statt. So teilen wir mit Menschenaffenarten ein gemeinsames Grundvokabular an Gesten. Übrigens hat schon Charles Darwin bereits vor etwa 150 Jahren über einen universellen Verständigungscode zwischen Menschen und Tieren spekuliert. Nach der Lektüre dieses Buches werden Sie Tiere besser verstehen - und wenn Sie richtig kommunizieren, werden Sie auch besser verstanden. Die wichtigste Botschaft des Buches jedoch ist: Wir Menschen haben die Tiere jahrhundertelang maßlos unterschätzt. Und leider haben wir auf dieser alten, aber falschen Grundlage unseren Umgang mit ihnen definiert. Dies ist heute nicht mehr haltbar - denn wir wissen es jetzt besser.

Tiere sind uns viel ähnlicher, als wir glauben

In den letzten 30 Jahren hat die Verhaltensforschung erstaunliche wissenschaftliche Erkenntnisse über Intelligenz, logisches und abstraktes Denken, Werkzeuggebrauch, Kultur und Lernen, Moral und Fairness, Mitgefühl, Selbstbewusstsein und Persönlichkeit von Tieren veröffentlicht, die deutlich machen, dass Tiere uns viel ähnlicher sind, als wir bisher annahmen. Vorstellungen, dass Tiere instinktgesteuert sind, dass Tiere in Sachen Intelligenz und Bewusstsein weit unter uns stehen, dass Tiere keine Gefühle haben so wie wir, dass Tiere kein vergleichbares Schmerzempfinden haben - Fischen wird das Schmerzempfinden gleich völlig abgesprochen -, mögen zwar noch in den Köpfen vieler Menschen herumspuken, aber wissenschaftlich sind sie längst überholt.

In letzter Zeit gibt es erstaunliche Forschungsergebnisse zu Kommunikation und Sprache von Tieren. »Vieles deutet darauf hin, dass wir in den kommenden Jahren einige echte Sensationen erleben werden«, so Dr. Karsten Brensing. »Ich wage die Voraussage, dass dieses Thema, wie vor einigen Jahren die Kultur im Tierreich oder die Individualität, zum regelrechten Trendthema wird.«

So haben moderne Verhaltensforscher gezeigt, dass viele Tiere - ähnlich wie wir - für bestimmte Dinge Vokabeln haben. »Heute wissen wir sogar, dass Erdmännchen Eindringlinge und angeblich sogar die Farbe eines T-Shirts beschreiben können«, erklärt der Verhaltensforscher. Auch Wale, Elefanten, Affen und Rabenvögel verwenden kontextbezogene Rufe. Zum Beispiel benennen Elefanten unterschiedliche Gefahren mit unterschiedlichen Rufen. »Es wird sogar glaubhaft darüber spekuliert, dass Tintenfische mittels der Veränderung ihrer Körperfarbe und Muster miteinander kommunizieren«, so der Wissenschaftler.

Können Pferde und Menschen einander verstehen?

Bild: aglebocka - Fotolia.com

Gibt es eine Sprache zwischen Menschen und Hunden?

Bild: kids4pictures - Fotolia.com

Sprechen der Hund und die Katze miteinander?

Der berühmte britische Naturforscher Charles Darwin hat bereits vor etwa 150 Jahren einen universellen Verständigungscode zwischen Menschen und Tieren vermutet. · Bild: vvvita - Fotolia.com

Können Tiere in Worten sprechen?

Viele Tiere verwenden also unterschiedliche Rufe für unterschiedliche Bedeutungen. Nun haben Wissenschaftler herausgefunden, dass bestimmte Tierarten einzelne Rufe - die für sich genommen eine bestimmte Bedeutung haben oder aber nicht bedeutungstragend sind -, miteinander kombinieren. Dieser neue Doppellaut hat dann eine bestimmte Bedeutung - die er nicht hat, wenn der Doppellaut andersherum kombiniert wäre. Wer aus wenigen Lauten unzählige Rufe mit verschiedenen Bedeutungen bilden kann, verwendet so etwas wie Worte.

So hat der australische Rotscheitel-Säbler zwei Laute, nennen wir sie A und B. »Werden aber A und B zu AB kombiniert, dann hat dieser Ruf etwas mit dem Fliegen zu tun. Was, ist nicht ganz klar, doch die Tiere blicken in den Himmel. Produzieren die Vögel aber BAB, dann hat es etwas mit der Fütterung der Jungtiere zu tun, und sie blicken in ihr Nest«, fasst der Autor die Forschungsergebnisse zusammen. »Bei uns wären es zum Beispiel HAL und LO. Beide Lauten haben einzeln keine Bedeutung, aber sagen wir HALLO, haben wir uns freundlich begrüßt.« Damit sei der Beweis erbracht worden, dass ein Tier Worte zur Kommunikation verwendet.

Der Elsterdrossling kann zwei unterschiedliche Rufe kombinieren und damit einen völlig anderen Inhalt kommunizieren. »Im übertragenen Sinne werden hier Wörter zu Sätzen verbunden«, erfahren wir weiter. Auch Meisen sprechen in Sätzen: In den Liedern gibt es unterschiedliche Aufforderungen. So bedeutet die Abfolge der Laute ABC: »Gib acht!« Die Lautfolge D bedeutet: »Komm her!« Die Meisen kombinieren gerne ABC mit D und meinen damit: »Gib acht und komm her!« Spielten die Forscher Meisen die Abfolge A-B-C-D vor, reagierten die Vögel entsprechend. Spielten sie ihnen aber D-A-B-C vor, passierte nichts, denn ohne richtigen Satzbau ergeben die Rufe keinen Sinn. Die Sätze folgen also einer gewissen Grammatik und haben nur, wenn man diesen Regeln folgt, einen Sinn.

Dr. Karsten Brensing stellt in seinem neuen Buch den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand über Sprache von Tieren vor. Doch es wird immer wieder deutlich: Die Wissenschaft steht hier noch ganz am Anfang. Wenn Wissenschaftler also ganz erstaunliche Forschungsergebnisse präsentieren, dass zum Beispiel Rotscheitel-Säbler Worte bilden oder Meisen Sätze nach grammatischen Regeln bilden, heißt das nicht, dass andere Tierarten zu solchen sprachlichen Leistungen nicht fähig wären - es wurde eben nur noch nicht erforscht.

Meisen sprechen in Sätzen

und folgen einer Grammatik – nur wenn man diesen Regeln folgt, ergeben bestimmte Laute einen Sinn. · Bild: Victor Tyakht - Fotolia.com

Tauben können Unsinnwörter von richtigen Begriffen

unterscheiden und sogar Rechtschreibregeln lernen: In einer Orthographie-Studie wurden Tauben mit Wörtern auf einem Monitor konfrontiert und mit Weizenkörnern belohnt, wenn sie bei einem echten Wort auf eine Buchstabenkombination und bei Unsinnwörtern auf einen Stern auf dem Bildschirm pickten. · Bild: Marie Capitain - Fotolia.com

Können Tiere die menschliche Sprache lernen?

Tatsache ist, dass Tiere unsere Sprache lernen können. So wurde der Schimpansin Washoe erfolgreich Gebärdensprache beigebracht. »Weltberühmt wurde sie durch ihre Wortschöpfung für Schwan, den sie als Wasser-Vogel bezeichnete«, erklärt der Verhaltensforscher. Auch andere Schimpansen kreierten neue Wortschöpfungen, zum Beispiel wurde ein scharfes Radieschen als »Schrei-Schmerz-Essen« bezeichnet oder eine Fanta als »Cola, die orange ist«.

Dem Bonobo-Männchen Kanzi wurde eine symbolbasierte Sprache beigebracht - er konnte fast 400 Symbole anwenden. Der Graupapgei Alex, der jahrelang von der Wissenschaftlerin Irene Pepperberg trainiert worden war, wendete Adverbial­bestimmungen der Art und Weise kontextgerecht an: Er kannte sieben Farben, fünf Formen und konnte bis sechs zählen. »Auf die Frage ‚Wie viele Ringe siehst du?’ hätte er beispielsweise geantwortet: ‚Vier’. Wenn man ihn dann noch gefragt hätte: ‚Welcher Ring ist anders als die anderen?’, so wäre er in der Lage gewesen zu antworten: ‚Der rote!’«.

Wissenschaftler haben also einigen Tieren erfolgreich die menschliche Sprache beigebracht. Doch kann man Tieren auch Rechtschreibung beibringen? Dr. Karsten Brensing berichtet von Forschungen, in denen Tauben gelernt haben, geschriebene englische Worte zu erkennen. »Nach einiger Zeit konnten sie diese von willkürlichen Buchstabenkombinationen unterscheiden.« Das Experiment ging noch weiter: Es wurden zusätzlich neue, aber echte englische Worte präsentiert - und tatsächlich konnten die Tiere neue englische Worte als echte Worte erkennen. »Sie hatten sich nicht einfach das optische Muster gemerkt, sondern erkannt, dass diese Muster einem Regelwerk, also einer Orthographie unterlagen. Neue englische Worte, die in dieses Regelwerk passten, wurden ebenso wie die gelernten englischen Worte als echte Worte erkannt. In dieser Beziehung funktioniert ein Taubengehirn genauso wie unser Gehirn, wenn wir orthographische Regeln lernen.« Für ihn als Legastheniker sei dies eine unglaubliche Vorstellung: »Wie machen die das bloß?«

Gibt es einen universellen Verständigungscode

zwischen Menschen und Tieren?

Der berühmte britische Naturforscher Charles Darwin, dessen Namen wir alle aus dem Biologieunterricht kennen, hat bereits vor etwa 150 Jahren einen universellen Verständigungscode zwischen Menschen und Tieren vermutet.

Neueste Forschungsergebnisse scheinen dies zu bestätigen: Wissenschaftler haben beispielsweise nachgewiesen, dass Menschen anhand von Lautäußerungen die Emotionen verschiedener Tiere richtig einschätzen können: Versuchspersonen konnten beispielsweise mit über 90-prozentiger Sicherheit bestimmen, ob ein Panda oder ein Frosch erregt ist oder nicht. »Die Tatsache, dass wir Menschen sowohl tierische als auch menschliche Rufe emotional einordnen können (...), lässt den Schluss zu, dass wir alle ähnlich fühlen, Gefühle vergleichbar zum Ausdruck bringen und uns sogar auf einer emotionalen Ebene verstehen können«, schreibt Dr. Karsten Brensing. »Wir alle teilen die gleichen evolutionären Wurzeln.« Und er plädiert dafür: »Wenn wir Tiere verstehen wollen, müssen wir diese Gemeinsamkeiten erkennen und nutzen.«

Neben der Sprache kommunizieren wir auch nonverbal. Die nonverbale Kommunikation gibt es selbstverständlich auch unter Tieren - und so ist es uns möglich, der Körpersprache von Menschen oder Tieren bestimmte Dinge abzulesen. »Gorillas beispielsweise haben circa 126 Gesten, Schimpansen 115«, schreibt Dr. Karsten Brensing. »Erstaunlich ist aber, dass wir mit diesen Menschenaffenarten einen gemeinsamen ‚Grundwortschatz’ von etwa 24 Gesten teilen - Gesten, die schon Kindern genetisch in die Wiege gelegt wurden.«

So gibt es eine Geste, mit der wir zum Beispiel mit dem Finger oder mit den Augen auf etwas zeigen oder von anderen auf etwas verwiesen werden. Verhaltensbiologen nennen diese Geste »Pointing«. Pointing verwenden nicht nur Menschenaffen: Auch Hunde, die ja mit uns Menschen eng zusammenleben, können Pointing verstehen und auch selbst anwenden – wenn sie etwas von uns möchten (zum Beispiel Futter oder raus gehen) oder um uns auf etwas aufmerksam zu machen: Jeder kennt die Berichte von Hunden, die ihre Herrchen oder Frauchen auf drohende Gefahren aufmerksam gemacht haben. Von klein auf verwilderte Hunde schnitten in Tests zum Pointing verständlicherweise schlecht ab. Auch freilebende Wölfe können mit Pointing wenig anfangen, von Menschen aufgezogene Wölfe dagegen erwerben diese Fähigkeit. »Es scheint, als würden viele Tierarten tatsächlich die Fähigkeit des Pointing besitzen, aber sie müssen die Geste erst erlernen und von uns Menschen abschauen.« Ganz ähnlich funktioniere das auch bei unseren Babys, die schon sehr früh ein imperatives Pointing (Bettelgeste) zeigen, aber ein deklaratives Pointing (zum Beispiel auf etwas zeigen, um anderen Person etwas mitzuteilen) erst im Verlauf der frühen Kindheit entwickeln, erklärt der Verhaltensforscher. In verschiedenen Studien wurde nachgewiesen, dass neben Hunden und Wölfen auch Füchse Pointing verstehen, aber auch Robben, Rabenvögel, Elefanten, Ziegen, Schweine, Katzen und Papageien. Pferde können Poiting nicht nur verstehen, sie wenden es auch an - ebenso wie Elstern. Delfine können mit ihrem Ultraschall Pointing betreiben. »Aus meiner Sicht zeigen diese Ergebnisse eindeutig, dass viele Wirbeltiere in einer gemeinsam geteilten Welt leben«, so Karsten Brensing.

"Wir müssen Tiere vermenschlichen!"

»Wir haben in der Vergangenheit gelernt, dass wir keine menschlichen Gefühle oder Gedanken in Tiere hineininterpretieren dürfen«, schreibt Dr. Karsten Brensing. Vor allem Biologen haben dies gelernt. Dennoch sagt der Verhaltensforscher ganz offen: »Meiner Meinung nach ist das Vermenschlichungsverbot heute nicht mehr haltbar. Im Gegenteil: Wenn wir Tiere verstehen wollen, müssen wir diese Gemeinsamkeiten erkennen und nutzten.«

Dies könnten wir dann, wenn sowohl aus Untersuchungen der vergleichenden Verhaltensbiologie oder aus klugen Beobachtungen im Freiland als auch aus neuronalen und genetischen Untersuchungen abzuleiten sei, dass Menschen und Tiere gleich funktionieren. »Wir dürfen nicht vermenschlichen, indem wir unsere moralischen Maßstäbe auf Tiere übertragen oder etwas in sie hineininterpretieren, das uns gerade in den Kram passt«, erklärt der Autor weiter.

Welche Karte gehört nicht in die Reihe?

Hätten Sie gedacht, dass Krähen solche Tests zum abstrakten Denken besser bestehen als manche menschliche Versuchspersonen? · Bild: Anna Smirnova et al: Crows Spontaneously Exhibit Analogical Reasoning. In: Currend Biology, Volume 25, Issue 2, 2015, p. 256-260

Menschenaffen sind genauso wie Delfine,

aber auch wie Ratten oder Tauben, zu Metakognition fähig - also zum Reflektieren über das eigene Denken und Wissen. · Bild: atira - Fotolia.com

Sogar Bienen sind erfolgreich

auf Metakognition getestet worden. · Bild: Peter Scherer - Fotolia.com

Welche Gemeinsamkeiten zwischen Mensch und Tier

sind nachgewiesen?

Zunächst können wir ohne Probleme unsere Fähigkeit, logisch zu denken, auf Tiere übertragen. Ebenso wie wir Menschen können Tiere Kategorien bilden. So wie wir Menschen, auch wenn wir keinen Kunstunterricht hatten und den Namen des Künstlers nicht wüssten, Bilder von Monet auf den einen und Bilder von Picasso auf den anderen Stapel legen, können selbst Bienen Bilder von Monet und Picasso unterscheiden. In Tests zum abstrakten Denken, in denen herausgefunden werden sollte, welche Karte mit Symbolen nicht in eine Reihe gehört, zeigten Menschenaffen, Paviane und Krähen sogar bessere Ergebnisse als manche menschliche Versuchspersonen.

Wir Menschen haben die Fähigkeit, über uns oder unser Wissen nachzudenken. Dies bezeichnen Wissenschaftler als Metakognition: Ich reflektiere über meine eigenen Gedanken, meinen Wissensstand oder meine Handlungsoptionen. Bisher dachten wir, diese Fähigkeit unterscheide uns von den Tieren. »Aber seit einigen Jahren wissen wir, dass sehr wohl viele Tiere über sich selbst nachdenken und zur Selbstreflexion fähig sind«, erklärt Dr. Karsten Brensing. Bisher seien die großen Menschenaffenarten, Rhesusaffen, Kapuzineräffchen, Delfine, Ratten, Tauben und sogar Bienen erfolgreich auf Metakognition getestet worden.

»Neben der Fähigkeit, über uns selbst nachzudenken, ist das Selbstbewusstsein für uns als Individuen die vielleicht bedeutendste kognitive Fähigkeit. Es sorgt dafür, dass wir uns überhaupt erst unser selbst bewusst sind, und auch in diesem Fall ging man früher davon aus, dass diese Fähigkeit nur von uns Menschen entwickelt wurde. Heute wissen wir, dass viele Tiere ein Selbstbewusstsein haben«, so der Verhaltensforscher.

Wer mit Tieren zusammenlebt, ist meist überzeugt, dass das Tier eine Persönlichkeit hat. In der Wissenschaft wurde Tieren allerdings bis vor nicht allzu langer Zeit so etwas wie Persönlichkeit abgesprochen - Tiere seien instinktgesteuert. »Auch heute ist diese Einstellung weit verbreitet, und selbst viele Biologielehrer wissen es nicht besser«, schreibt Dr. Karsten Brensing. »Der Grund dafür ist eine mangelhafte Lehrerausbildung, in der Erkenntnisse aus der modernen Verhaltensbiologie kaum Berücksichtigung finden. Fakt ist aber: Selbst relativ einfach gebaute Tiere haben schon so etwas wie Persönlichkeit.« Es sei also keine Überraschung, wenn wir den einen Hund anders erleben als einen anderen - er habe einfach eine eigene Persönlichkeit.

Auch Mitgefühl wurde lange Zeit für eine ausschließlich menschliche Eigenschaft gehalten - bis Forscher in den letzten Jahren nachwiesen, dass auch viele Tiere in der Lage sind, sich gedanklich in andere hineinzuversetzen, das Problem eines anderen zu erkennen und zu helfen. Sogar Altruismus oder selbstloses Handeln wurde inzwischen bei vielen Tieren belegt - und zwar nicht nur innerhalb des eigenen Freundeskreises oder der eigenen Art. Wir alle kennen Meldungen, in denen Delfine oder Hunde Menschen retteten - und dabei zum Teil sogar das eigene Leben riskierten. Oder vielleicht haben Sie diese Berichte gehört, in denen ein Nilpferd eine Gazelle vor einem Krokodil rettet oder ein Bär eine Krähe vor dem Ertrinken.

Übrigens ist auch Höflichkeit gegenüber Tieren angebracht - denn seit vielen Jahren ist bekannt, dass sich Tiere in einer sozialen Gemeinschaft nach Auseinandersetzungen wieder vertragen. So haben Wissenschaftler nachgewiesen, dass sich Hunde, Affen und einige Vögel nach unbeabsichtigt harten Auseinandersetzungen entschuldigen, erklärt der Verhaltensforscher. Eine andere Strategie nach Konflikten sei, dass das Tier Trost bei einem Dritten sucht. »Ganz ähnlich wie bei uns Menschen müssen also auch viele sozial lebende Tiere Aggressionen verarbeiten, und erst wenn dies gelungen ist, kann sich ein normales Sozialleben etablieren.« Es sei manchmal frappierend, wie sich die Mechanismen bei Menschen und Tieren ähneln - wir scheinen tatsächlich miteinander verwandt zu sein. Auch Moral und Fairness wurden bei Tieren nachgewiesen.

Dr. Karsten Brensing weist darauf hin, dass alle bisher genannten Fähigkeiten für ein Individuum bedeutungslos würden, wenn es die Erlebnisse, die es mit diesen Fähigkeiten gemacht habe, nicht bewahren könne - wenn es sich nicht an Vergangenes erinnern und aus Fehlern lernen könnte. »Mit anderen Worten: Unsere Biographie macht uns eigentlich zu dem, was wir sind. Ich habe noch in der Schule gelernt, dass Tiere im Hier und Jetzt leben, und auch heute noch verlassen viele Schüler die Schule mit einer solchen Vorstellung.« Und er stellt die Frage: »Sollte es wirklich so sein, dass nur wir Menschen uns an unsere Vergangenheit erinnern können? Doch wie kann sich dann ein Delfin an den Namen eines anderen Delfins erinnern, den er 20 Jahre lang nicht mehr gesehen hat? Ja, Sie haben mich richtig verstanden: Delfine haben Namen, sie können sich, ganz ähnlich wie wir, gegenseitig rufen. Seit einigen Jahren wissen wir, dass auch Papageien Namen haben. Oder warum können sich eine Seebärenmutter und deren Kinder noch nach Jahren aneinander erinnern? Und wieso erforscht man an Mäusen Medikamente gegen Alzheimer, eine Krankheit, bei der wir Menschen unsere Biographie verlieren?«

Viele Tiere sind wie wir Menschen in der Lage,

sich gedanklich in andere hineinzuversetzen, das Problem eines anderen zu erkennen und zu helfen. So können Familien, in denen Hunde und Katzen zusammenleben, immer wieder beobachten, wie eine Hündin die Rolle der Ersatzmama für Katzenbabys übernimmt. · Bild: vvvita - Fotolia.com

Affen, aber auch Hunde und Vögel entschuldigen

sich nach unbeabsichtigt harten Auseinandersetzungen. · Bild: Impala - Fotolia.com

Papageien rufen sich gegenseitig

beim Namen. · Bild: Bild: Martina Berg - Fotolia.com

Wie können wir mit Tieren sprechen?

Die universelle Verständigungsformel

Wir haben nun anhand zahlreicher Forschungsergebnisse gesehen: Viele Tiere verfügen über die gleichen kognitiven Fähigkeiten wie wir Menschen. Natürlich verfügen nicht alle Tiere auch über alle Fähigkeiten. In manchen Fähigkeiten mögen Tiere uns Menschen unterlegen, in anderen überlegen sein. Manchmal sind Tiere auch nur in bestimmten Lebensphasen zu bestimmten Leistungen fähig. »Aber auch dies ist ähnlich wie bei uns«, schreibt Dr. Karsten Brensing, »und jeder Erwachsene, der gegen kleine Kinder im Memoryspiel schon einmal verloren hat, weiß, was ich meine.« Es gibt also je nach Fähigkeiten keinen Unterschied zwischen uns und den Tieren, die diese Fähigkeiten auch besitzen.

Tiere sind uns also ähnlicher, als wir bisher gedacht haben. Wenn wir uns darauf einlassen, fällt es uns leichter, Tiere zu verstehen und mit ihnen zu kommunizieren. »Vertrauen Sie Ihrer Intuition, um zu verstehen, was in einem Tier vor sich geht«, sagt Dr. Karsten Brensing. »Die meisten Menschen machen dies automatisch, und das ist auch richtig so.«

Wissenschaftliche Versuche haben gezeigt, dass wir Menschen dazu in der Lage sind, bei den unterschiedlichsten Tieren ihre Gefühlslage anhand der Stimme meist richtig einschätzen können. »Nutzen Sie Ihre Empfindungen«, empfiehlt der Verhaltensforscher. »Mit großer Wahrscheinlichkeit ist Ihre Einschätzung richtig.«

Da wir Menschen - wie auch die Tiere - zu Mitgefühl fähig sind, können wir diese Fähigkeit nutzen, uns in ein Tier hinein­zuversetzen und zu überlegen, was das Tier in dieser Situation empfinden und denken könnte. Dabei kann ein sehr einfacher (und doch schwerer) Trick helfen, der in dem Buch »Die Sprache der Tiere« so beschrieben wird: »Denken Sie in Bildern, lösen Sie sich von sprachlichen Gedanken, und konzentrieren Sie sich auf kleinste visuelle, akustische oder andere Details. Ignorieren Sie alle Ambivalenz im Denken und Fühlen, und konzentrieren Sie sich auf nur ein Kerngefühl, und das fühlen Sie bitte intensiv.« Vermutlich gelingt es uns so nicht nur besser, uns in ein Tier hineinzuversetzen, sondern auch mit dem Tier über die Gefühlswelt zu kommunizieren.

Dr. Karsten Brensing ruft alle Tierhalter dazu auf, mit ihren Tieren zu sprechen. »Auch wenn es für viele Tierhalter selbstverständlich ist, mit ihren Tieren zu reden, die meisten tun es mit dem unangenehmen Gefühl, Dritte könnten Sie für wunderlich halten. Bitte ignorieren Sie diese Dritten, treten Sie mit ‚Ihrem’ Tier in Dialog, und vor allen Dingen: Akzeptieren Sie auch eine andere Meinung. Ein Dialog funktioniert nur so lange, wie beide Seiten motiviert sind, ihn zu führen.« Ein Tier, das immer nur Kommandos bekomme oder an der Leine herumgezerrt werde, verliere zwangsläufig die Lust zu einem echten Miteinander.

Hunde sind Meister darin, unsere Körpersprache

zu lesen und unsere Absichten zu deuten. Und sie kommunizieren auf so intensive und vielfältige Art mit uns, dass sich jeder Hundefreund von seinem Hund verstanden fühlt. · Bild: laszlolorik - Fotolia.com

Wenn wir mit unseren Tieren sprechen,

fördert dies das gegenseitige Verständnis. Kinder machen dies noch intuitiv. · Bild: David Büttner - Fotolia.com

Wenn wir mit Tieren in Dialog treten, sollten wir nicht voraussetzen, dass diese Tiere den Dialog genauso verstehen wie wir, erklärt der Verhaltensforscher. »Doch bitte gehen Sie in den Dialog, denn jeder Dialog ist eine intensive Form des Miteinanders und festigt den sozialen Bezug.« Mit kleinen Kindern machen wir es schließlich auch so: Wir sprechen mit ihnen, auch wenn sie uns (noch) nicht richtig verstehen. Auch der Dialog mit Kindern sollte nicht in Babysprache und mit Eideidei, sondern in richtiger Sprache geführt werden - dann fällt ihnen der echte Spracherwerb später leichter. »Wer weiß, vielleicht sollten wir mit Tieren viel öfter reden und in Dialog treten«, so Dr. Karsten Brensing. »Ich zumindest habe meinen Hund Flint bei jedem Spaziergang gefragt, in welche Richtung er gehen möchte. Er hat sich mal für die eine und mal für die andere Richtung entschieden, und ich habe dies respektiert. Tatsächlich glaube ich, dass diese kleinen Dialoge meine Beziehung zu ihm gefestigt haben. Keinesfalls hat dies meine Autorität untergraben, denn je nach Kontext hat er einschränkungslos auf mich gehört.«

Um ein Tier zu verstehen, sollten wir uns unbedingt auch möglichst viel Wissen über dieses Tier, sein Verhalten, seine Bedürfnisse und seine natürliche Lebensweise aneignen - damit wir uns nicht aus falschen Annahmen oder mangelndem Wissen falsch verhalten und dem Tier vielleicht sogar Leid zuzufügen. Ein Beispiel wäre der Wunsch, einmal im Leben mit Delfinen zu schwimmen. Dr. Karsten Brensing erläutert in seinem Buch ausführlich, dass Delfine entgegen weit verbreiteter Annahmen gar nicht gerne mit Menschen schwimmen: Aus seinen eigenen Untersuchungen weiß er zu berichten, dass die Tiere eine möglichst große Distanz zwischen sich und den menschlichen Schwimmern einnehmen. Außerdem versuchen sie bei der Anwesenheit von Menschen tiefer zu tauchen und sie holen öfter Luft - beides ein Zeichen für Stress. Delfine werden für diese Schwimmprogramme in Gefangenschaft gehalten, was natürlich alles andere als tiergerecht ist. Besonders in Asien, aber auch in der Türkei, werden sogar einige Delfine aus den blutigen Treibjagden verwendet - und welches Martyrium diese hinter sich haben, ist vielen Menschen aus dem oscarprämierten Dokumentarfilm »Die Bucht« bekannt.

In seinem Buch »Das Mysterium der Tiere« berichtet Karsten Brensing über ein für ihn sehr beschämendes Beispiel für falsch verstandene Tierliebe:
»Ich bin mit Flipper groß geworden, und einmal mit Delfinen zu schwimmen, war ein Kindheitstraum von mir. Meine Doktorarbeit in Verhaltensbiologie habe ich darum auch über die Interaktion zwischen Menschen und Delfinen in Schwimmprogrammen und in der so genannten Delfintherapie geschrieben. In meiner Pilotstudie, die jeder gewiefte Forscher vorher durchführt, um nicht komplett daneben­zuliegen, habe ich getreu meinen Beobachtungen geschrieben, dass die Delfine in den Schwimmprogrammen offensichtlich die Nähe zu Menschen im Wasser suchen. Mit dieser Beobachtung machen auch die unzähligen Anbieter von Schwimmprogrammen Werbung. Nach einem Jahr Videobeobachtung und detaillierter Auswertung stellte sich aber genau das Gegenteil heraus: Die Delfine versuchen - und das mit deutlicher Signifikanz - den Schwimmern auszuweichen... Damit platzte nicht nur ein naiver Kindertraum, sondern auch meine damalige Berufsplanung. Wie konnte ich mich nur so gewaltig irren?«
Bild: Bild: Andrea Izzotti - Fotolia.com

Ein anderer Umgang mit den Tieren

Haben Sie schon einmal von dem Hormon Oxytocin gehört? Es wird auch gerne als »Kuschelhormon« bezeichnet - wobei dieser Ausdruck viel zu kurz greift. Oxytocin hat Einfluss auf unser Verhalten untereinander: Ist Oxytocin im Spiel, fühlen wir uns zueinander hingezogen, wir sind liebevoller, sind unserem Partner treu und lieben unsere Kinder. Durch die liebevolle Zuwendung der Mutter oder des Vaters zum Kind steigt der Oxytocinspiegel, was die Liebesgefühle weiter verstärkt. Dr. Karsten Brensing erklärt es so: »Wenn Sie Kinder haben, dann können Sie sich ganz schnell die Stärke dieses Gefühls bewusst machen. Stellen Sie sich einfach vor, Ihr Kind würde entführt, und Sie haben keine Ahnung, was der Entführer mit Ihrem Kind vorhat. Sie wissen es nicht, Sie spüren nur diesen ungeheuren Schmerz, den der Verlust auslöst.« Dies komme daher, dass das Stresshormon CRP die Produktion von Oxytocin beeinflusse. »Es ist fast wie eine Droge, von der wir abhängig sind und die uns plötzlich fehlt. Aus Sicht der Biologie ist das eine absolut gewünschte Empfindung. Sie soll uns veranlassen, unser Kind, unseren Lebenspartner oder einen wichtigen Sozialpartner wiederzufinden und alles für dessen Rettung zu tun. Erst wenn dies geschafft ist, wird die Oxytocinblockade gelöst, und Sie dürfen sich wieder entspannen und Liebe empfinden.«

Das Hormon Oxytocin gibt es bei Menschen wie bei Tieren. Zum Beispiel konnte bei Nagetieren gezeigt werden, dass die Tiere unter Oxytocineinfluss mehr Zeit mit körperlicher Zuwendung verbrachten und gestresste Artgenossen trösteten. Besonders viel Oxytocin wird bei der Geburt produziert, wodurch die sprichwörtliche Mutterliebe und übrigens auch die Milchproduktion in der Brust angeregt werden. Alle Säugetiere werden über diesen Mechanismus gesteuert. »Wir können also davon ausgehen, dass der Trennungsschmerz zumindest von allen Säugetieren ganz ähnlich empfunden wird wie bei uns, schreibt der Verhaltensforscher. »An dieser Stelle wird jedem bewusst denkenden Menschen auch klar, mit welchen psychischen Schmerzen unsere Milchproduktion erkauft wird. ‚Milchkühe’ produzieren keine Milch, ohne Nachkommen zur Welt gebracht zu haben. Leider werden die Kälbchen Minuten, Stunden oder einige Tage nach der Geburt von ihren Müttern getrennt. Die Kühe schreien dann stundenlang vor emotionalen Schmerz.« - Vielleicht sollte jeder, bevor er Milchprodukte konsumiert, einmal versuchen, sich den Schmerz vorzustellen, den eine Menschenmutter fühlen würde, wenn man ihr das neugeborene Baby gewaltsam entreißt...

Dieses Beispiel steht stellvertretend für die unzähligen Tiere, deren industrielle Haltung für die Produktion von Fleisch, Milchprodukten und Eiern mit erheblichem körperlichen und psychischen Leiden verbunden sind - Leiden und Schmerzen von denen wir heute wissen, dass sie von Tieren vergleichbar empfunden werden wie von uns Menschen.

Bei Menschen wie bei Tieren

hat das Hormon Oxytocin Einfluss auf das Verhalten zueinander. Ist Oxytocin im Spiel, fühlen wir uns zueinander hingezogen, wir sind liebevoller, sind unserem Partner treu und lieben unsere Kinder. Besonders viel Oxytocin wird bei der Geburt produziert, wodurch die sprichwörtliche Mutterliebe und auch die Milchproduktion angeregt werden. So wird auch der Trennungsschmerz von allen Säugetieren ähnlich empfunden. · Bild: Kara - Fotolia.com

»An dieser Stelle wird jedem bewusst denkenden

Menschen auch klar, mit welchen psychischen Schmerzen unsere Milchproduktion erkauft wird«, schreibt Dr. Karsten Brensing. · Bild: Gerisch - Fotolia.com

Wie die Sprache unser Verhältnis

zu Tieren beeinflusst

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass auch die Art und Weise, wie wir von Tieren sprechen, unser Verhältnis zu Tieren beeinflusst? »Die Sprache ist unser wichtigstes, aber auch ein sehr gefährliches Werkzeug«, schreibt Dr. Karsten Brensing. »Nigger darf man versklaven, Schlampen darf man schlagen und Nutztiere ausnutzen.« In der Psychologie spreche man von Opferabwertung. »Unsere Sprache ermöglicht uns, Dinge zu tun, die wir sonst mit unserer Moral nicht in Einklang bringen könnten.«

Klassisches Beispiel ist das Jägerlatein: Der Jäger trifft nicht richtig, das Reh ist angeschossen, es flüchtet voller Panik, beim Laufen verfängt es sich in heraushängenden Eingeweiden und hinterlässt eine Spur aus Blut und Teilen von Eingeweiden, bis es nicht mehr kann. Blutend und voller Schmerzen sackt es zusammen. Nach Stunden wird es von einem Jagdhund aufgestöbert, erleidet noch einmal furchtbare Panik, bis es der Jäger erschießt. Brutal, oder? In Jägersprache hört sich das ganz harmlos an: Ein »Stück« (Tier) wurde »angeschweißt« (angeschossen) und hinterlässt eine »Schweißspur« (Blutspur). Bei der Nachsuche mit dem Schweißhund wird es vom Waidmann im Schweißbett gefunden und bekommt den Fangschuss.

Der Verhaltensforscher bringt weitere Beispiele, wie unsere Sprache messerscharf zwischen uns Menschen - der Krone der Schöpfung - und den Tieren trennt: Wir Menschen essen, Tiere fressen. Wir Menschen haben ein Familienleben, Tiere betreiben »nur« Brutpflege. Wir Menschen haben eine Bevölkerung, Tiere haben eine Population. Weitere Beispiele wären: Eine Mutter bringt ein Kind zur Welt - eine Hündin wirft Welpen, eine Kuh kalbt.

Studien zeigten, dass Menschen, die Fleisch essen, Tieren weniger kognitive Fähigkeiten zubilligen. Je eher befragte Personen einem Tier Verstand oder Geist zugestanden, desto eher waren sie bereit, das eigene Verhalten moralisch zu hinterfragen.

Wir haben die Tiere in der Vergangenheit maßlos unterschätzt - und wir definieren bis heute auf dieser alten, aber falschen Grundlage unser Verhalten ihnen gegenüber. Das ist heute nicht mehr haltbar. Und so kommt Dr. Karsten Brensing zu dem Schluss: »Ich bin fest davon überzeugt, dass wir, wenn wir das aktuelle Wissen zur Kenntnis nehmen und bereit sind, die moralischen Konsequenzen zuzulassen, unser Verhältnis zu Tieren verbessern werden«. Es wird Zeit für ein faires Miteinander!

Dr. Karsten Brensing, Jahrgang 1968, ist Meeresbiologe, Verhaltensforscher und Bestsellerautor. Er erforschte die Delfintherapie in Florida und Israel und musste aus seinen eigenen Daten erfahren, dass Delfine gar nicht gerne mit uns kuscheln und auch nicht gerne in unserer »Obhut« leben. So wurde er vom Delfinforscher zum Delfinschützer. Von 2005 bis 2015 arbeitete er als wissenschaftlicher Leiter des Deutschlandbüros der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDC. Seit 2015 arbeitet Dr. Karsten Brensing selbstständig und hat mehr Zeit zum Schreiben. Er initiierte die wissenschaftliche Initiative IRI (Individual Rights Initiative), welche die gesellschaftliche und juristische Grundlage, auf der unser Umgang mit Tieren beruht, grundsätzlich verändern will.

Informationen: Individual Rights Initiative IRI
www.iri.world

Internetseite von Dr. Karsten Brensing:
karsten-brensing.de

Bücher von Karsten Brensing:
· Das Mysterium der Tiere: Was sie denken, was sie fühlen. Aufbau-Verlag, 2017
· Persönlichkeitsrechte für Tiere - Die nächste Stufe dermoralisichen Evolution. Herder Taschenbuch, 2o15
· Brehms Tierleben: Die Gefühle der Tiere. Brehms Original-Texte über heimische Wildtiere mit Einführungskapitel von Dr. Karsten Brensing, das den deutschen Pionier bei seiner Forschung begleitet undseinen Stellenwert in den heutigen Kontext einordnet. Duden-Verlag, 2018
Das neue Buch von Bestseller-Autor Karsten Brensing (»Das Mysterium der Tiere«) zeigt anhand unzähliger Beispiele das breite Spektrum der Kommunikation von Tieren und Menschen.
Nach der Lektüre dieses Buches werden Sie Tiere besser verstehen, und wenn Sie richtig kommunizieren, werden Sie auch besser verstanden. Die Zeiten der brutalen Ausbeutung unserer tierischen Mitbewohner dieses Erdballs müssen
vorbei sein, die Zeiten eines fairen Miteinanders müssen beginnen. Warum? Weil wir es heute besser wissen!

Karsten Brensing: Die Sprache der Tiere
Wie wir einander besser verstehen
Gebunden mit Schutzumschlag, 240 Seiten
Aufbau Verlag, Oktober 2018 · ISBN: 978-3-351-03729-1
Preis: 22,- Euro