Freiheit für Tiere
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Legalisierte Tierqual in der Ernährungsindustrie

Jedes Jahr sterben für die Produktion von Fleisch, Milch und Eiern etwa eine Milliarde Tiere in Schlachthäusern oder Produktionshallen – alleine in Deutschland. Die Tierrechtsorganisation PETA wendet sich jetzt mit einer Petition gegen die »legalisierte Tierqual«: »Unzählige Male hat PETA Deutschland e.V. dokumentiert, wie selbst gegen die ohnehin minimalen gesetzlichen Regelungen verstoßen wird. Doch auch wenn alle Gesetze eingehalten werden, leiden die Tiere aufgrund von Zucht und Haltung täglich Qualen – und das völlig legal und von Seiten der Politik gefördert.«

Tierleid in der Milchindustrie

Bild: www.peta.de

Lasche Gesetze und Subventionen

In den letzten zehn Jahren hat PETA mithilfe von Recherchen im Geflügelsektor etwa 80 % des Marktes überprüft: »Überall wurde die gleiche systematische Tierquälerei dokumentiert und es wurden Strafanzeigen gestellt – maßgeblich geändert hat sich aufgrund der starken Lobby und der wirtschaftsorientierten Politik jedoch so gut wie nichts«, so Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei PETA.

PETA fordert die Bundesregierung auf, ihre Politik zugunsten »systemimmanenter Tierquälerei« zu beenden. Denn: Jeder Bundesbürger würde wegen Tierquälerei verurteilt werden, wenn er die in den Ställen der Fleisch-, Eier- und Milch­produzenten gängigen Praktiken verfolgen würde.

»Das gesamte Gesetzesgerüst hinsichtlich der agrarindustriellen Tierproduktion ist auf Machbarkeit aufgebaut - Kontrollen und Nachweisführung der ständigen und alltäglichen Rechtsbrüche in den über 200.000 deutschen Tierhaltungen werden in justizieller Weise wirkungslos gestellt«, erklärt Dr. Haferbeck. Parallel dazu sorge die staatliche Förderpolitik auf Landes- wie auch auf Bundesebene für eine Ausweitung der Intensivtierhaltungsanlagen.

Artikel 20a des Grundgesetzes, in welchem der Tierschutz als Staatsziel verankert wurde, ist bis heute nicht in die Gesetzespraxis überführt worden. Ganz im Gegenteil: Mit der letzten Tierschutzgesetz-Novelle seien laut PETA sogar Verschlechterungen zuungunsten der Tiere beschlossen worden.

Tierleid in der Eier- und Geflügelindustrie

Bild: www.peta.de

Qualzucht

- damit Lebewesen noch wirtschaftlicher werden

Die Tiere, die heutzutage auf dem Teller landen, haben nur noch wenig mit den ursprünglichen Rassen zu tun. Damit sie für den Menschen noch wirtschaftlicher sind, wurden und werden ihre Körper regelrecht krank gezüchtet. Das Urhuhn beispielsweise legt etwa 20 bis 30 Eier im Jahr, um sich fortzupflanzen – wie jeder andere Vogel auch. Hühner in der Eierindustrie hingegen legen heutzutage jedoch bis zu 300 Eier oder mehr. »Das oftmals traurige Resultat nach wenigen Monaten sind entzündete Legedärme und brüchige Knochen«, erklärt Agrarexperte Dr. Haferbeck.

Tierleid in der Fleischindustrie

Bild: www.peta.de

Fleisch, Milch und Eier

- hinter diesen Produkten steckt großes Tierleid

Wenn ein Tier aus wirtschaftlichen Gründen gehalten wird, dann geht dies immer auf Kosten des Tieres. Schweine leben in engen Buchten, meist auf harten Spaltenböden und in ihren eigenen Exkrementen. Mutterschweine sind einen großen Teil ihres Lebens in engen Kastenständen eingesperrt, in denen sie sich nicht einmal umdrehen können. Kühen werden ihre Kälber kurz nach der Geburt entrissen, damit der Mensch ihre Milch trinken kann. Jedes Jahr werden bis zu 50 Millionen männliche Küken vergast oder lebendig geschreddert, da sie für die Eierindustrie keinen wirtschaftlichen Nutzen haben.

»Über 99 % der Schweine, 98 % der Hühner und 95 % der Rinder leben in der konventionellen Haltung – und 100 % sterben nach einem entbehrungsreichen Leben im Schlachthof«, so Dr. Haferbeck.

Tiertransporte

Jeder Transport bedeutet für die Tiere Stress: Sie werden aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen, sehen oftmals zum ersten Mal das Sonnenlicht außerhalb ihres Stalles und werden nicht selten unsanft auf die LKWs getrieben. Während des möglicherweise tagelangen Transports leiden sie häufig unter Hunger, Durst, Platzmangel und schmerzenden Verletzungen, die durch fehlende oder falsch angebrachte Trennvorrichtungen hervorgerufen werden.

750.000.000 Tiere enden jährlich im Schlachthof

Über 750 Millionen Tiere werden jedes Jahr in deutschen Schlachthöfen getötet – eine unfassbar hohe Zahl! Auf der neu eingerichteten Homepage www.legalisierte-tierqual.de ist dazu zu lesen: »Brutaler Umgang und Fehlbetäubungen sind bei dieser Tötung im Akkord leider keine Ausnahme, sondern die Regel. Von einer `humanen´ Tötung kann auch beim Bio-Schlachthof um die Ecke niemals die Rede sein, denn auch die zulässigen Betäubungsmethoden sind immer mit großen Qualen für die Tiere verbunden. So leiden Schweine während der Betäubung mit C02-Gas unter einem lang andauernden Erstickungskampf und versuchen panisch, aus den Gasgondeln zu fliehen.«

Petition gegen legalisierte Tierquälerei

PETA hat eine Online-Petition gegen die legalisierte Tierquälerei in der Ernährungsindustrie gestartet. Machen Sie mit!

Bundeskanzlerin Dr. Merkel:

Stoppen Sie die legalisierte Tierquälerei!

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel,

ich fordere Sie auf, die systematische Tierquälerei, der jedes Jahr hunderte Millionen von Tieren in deutschen Ställen von ihrer Geburt bis zum Tod ausgesetzt sind, endlich zu beenden.

Angefangen von Qualzucht auf Elterntierfarmen über die Vorenthaltung elementarster Grundbedürfnisse in den Ställen, die unwürdige Behandlung von Tieren als Ware beim Lebendtransport und ihre sinnlose Hinrichtung im Schlachthaus.

Ich akzeptiere die Entrechtung meiner tierlichen Mitgeschöpfe nicht und erwarte von Ihnen den sofortigen Erlass von Gesetzen, die Tieren ein Leben in Freiheit und Würde zusichern und sie rechtlich als das behandeln, was sie sind: fühlende Lebewesen.

Film ansehen & Petition unterzeichnen:
www.legalisierte-tierqual.de