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Seit 6 Jahren Fuchsjagdverbot in Luxemburg

Luxemburg hatte 2015 erstmals die Fuchsjagd verboten. Seither wurde das Fuchsjagdverbot Jahr für Jahr verlängert. Auch für das Jagdjahr 2020/21 wurden Füchse in Luxemburg unter Schutz gestellt: Sie sind in der aktuellen Jagdverordnung nicht als jagdbare Art gelistet und demgemäß wurden für sie auch keine Jagdzeiten festgelegt. Das Verbot der Fuchsjagd in unserem Nachbarland ist eine echte Erfolgsgeschichte: Weder hat die Zahl der Füchse zugenommen noch gibt es Probleme mit Tollwut oder Fuchsbandwurm.

Damit liefert Luxemburg seit 6 Jahren den praktischen und unmissverständlichen Beweis dafür, wie unnötig das massenhafte Töten dieser ebenso nützlichen wie schönen Beutegreifer tatsächlich ist - auch in der modernen Kulturlandschaft.

Die Schreckensszenarien ausufernder Fuchsbestände oder der Ausbreitung von Wildkrankheiten, welche der luxemburgische Jagdverband FSHCL prognostiziert hatte, sind nicht eingetreten. Seit Einführung des Fuchsjagdverbotes hatten sich die Jäger mit massiver Lobby- und Pressearbeit gegen die Schonung der Füchse ausgesprochen - zum Glück ohne Erfolg: Natur- und Forstverwaltung haben keine Probleme durch das Fuchsjagdverbot festgestellt. Es gibt keine Indizien für eine Zunahme der Fuchspopulation. Die Befallsrate der Füchse mit dem Fuchsbandwurm hat sich seit dem Jagdverbot eher verringert als erhöht: War sie erst im Jahr 2014 bei anhaltender Bejagung auf 39,7% gestiegen, so lag sie 2017 nur noch bei 24,6%.

Die vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse sowie die bisherigen Erfahrungen in Luxemburg sprechen klar für die Beibehaltung des Fuchsjagdverbots, so die luxemburgische Regierung.

Während aktuell in Hessen weitere Kürzungen der ohnehin unzureichenden Schonzeiten für Füchse bevorstehen, bleibt Luxemburg auf seinem richtungsweisenden Kurs.

In Deutschland dagegen werden Jahr für Jahr über 400.000 Füchse geschossen. Die Jäger begründen dies mit den gleichen Argumenten wie die Jagdlobby in Luxemburg: dem angeblichen Schutz vor Massenvermehrung, Tollwut und Fuchsbandwurm. Es wird höchste Zeit, dass die Gesetzgebung auch in Deutschland dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand angepasst wird!

Informationen:

Aktionsbündnis Fuchs
www.aktionsbuendnis-fuchs.de