Freiheit für Tiere
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What The Health

Der neue Dokumentarfilm von Kip Andersen und Keegan Kuhn, den Machern von »Cowspiracy«, ist jetzt in deutscher Fassung auf DVD erschienen:
»What The Health - Wie Konzerne uns krank machen und warum niemand was dagegen unternimmt.« Während »Cowspiracy« die Umweltauswirkungen der Produktion tierischer Lebensmittel beleuchtete, deckt »What the Health« die gesundheitlichen Folgen des Konsums tierischer Lebensmittel auf. Als Executive Producer wirkte Hollywood-Schauspieler und Tierschützer Joaquin Phoenix mit: »Ich hielt mich sehr gut über die Vorteile einer gesunden Ernährung informiert, aber ‚What The Health’ öffnete meine Augen für den unheimlichen Einfluss der Pharmaindustrie, der Agrarwirtschaft und Lebensmittelindustrie«, erklärt der vegan lebende Schauspieler. »Dies ist die größte Gesundheits-Enthüllung unserer Zeit, und ich wusste, ich musste helfen, diese Informationen an die Öffentlichkeit zu bringen, damit wir Veränderungen schaffen können.«

Die Filmemacher

Kip Andersen (rechts) und Keegan Kuhn (links) zeigen in ihrem 90-minütigen Dokumentarfilm »What The Health« welche fatalen gesundheitlichen Folgen der massenhafte Konsum tierischer Lebensmittel hat...

... und decken auf, warum Ernährungsorganisationen

und Regierungsbehörden nicht darüber aufklären. · Szenenbild aus "What The Health"

In »Incurable Me

- Why the Best Medical Research Does Not Make It into Clinical Practice« (»Mach mich unheilbar«- Warum die beste medizinische Forschung es nicht in klinische Praxis schafft) bringt der Arzt Dr. K. P. Stoller Licht in eines in der Medizin am besten gehüteten Geheimnissen: den Einfluss der der Lebensmittel- und Pharma­industrie auf die medizinischen Forschung. · Szenenbild aus "What The Health"

Letztes Jahr erschien die DVD des preisgekrönten und vieldiskutierten Dokumentarfilms »Cowspiracy«, der sehr anschaulich den Zusammenhang zwischen Umweltschäden und industrieller Viehwirtschaft aufzeigt. In ihrer neuesten Dokumentation »What The Health« beleuchten die beiden Filmemacher Kip Andersen und Keegan Kuhn einen nicht minder brisanten Themenkomplex: die fatalen gesundheitlichen Folgen einer Ernährung mit vielen tierischen Produkten, die Korruption im Ernährungswesen, zweifelhafte Finanzierungsmodelle verschiedener Gesundheits- und Ernährungsorganisationen sowie die Profitgier der Lebensmittel- und Pharmaindustrie, welche zu Kosten in Milliardenhöhe für das Gesundheitssystem führt.

Epediemieartige Ausbreitung ernährungsbedingter

Krankheiten

Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall, Krebs, Diabetes, Adipositas - diese Zivilisationskrankheiten breiten sich in der westlichen Wohlstandsgesellschaft schon fast epidemieartig aus. Immer mehr wissenschaftliche Studien belegen die fatalen Auswirkungen der modernen Standard-Ernährung mit viel Fleisch, Milchprodukten und Eiern auf unsere Gesundheit. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass etwa 50 bis 70 Prozent der chronischen Erkrankungen wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes ernährungsabhängig sind – eine unglaubliche Zahl.

Für ihren neuen 90-minütigen Dokumentarfilm haben Kip Andersen und Keegan Kuhn zahlreiche Mediziner, Ernährungswissenschaftler und Verbraucherschützer interviewt. Die Fakten, die sie präsentieren, sind erschreckend:

Zusammenhang von Fleisch- und Milchkonsum

und Diabetes

Im Alter von 10 Jahren haben die meisten Kinder in den USA Fettstreifen, so genannte »fatty streaks«, in ihren Arterien. Zwei Drittel aller Erwachsenen sind entweder übergewichtig oder gar fettleibig. Und es ist zu befürchten, dass in den nächsten 25 Jahren jeder dritte Amerikaner an Diabetes erkranken wird. Der tägliche Verzehr von nur einer Portion verarbeiteten Fleischs erhöht das Risiko an Diabetes zu erkranken um 51 Prozent. Außerdem zeigen Studien eine Verbindung zwischen dem Konsum von Milchprodukten in jungem Alter und Diabetes Typ 1. Doch trotz dieser wissenschaftlichen Fakten gibt die American Diabetes Association Rezepte für rotes und verarbeitetes Fleisch sowie für Milchprodukte heraus.

Zusammenhang von Fleisch- und Milchkonsum

und Krebs

Eine von fünf Personen stirbt in den USA an Krebs. Forscher haben nachgewiesen, dass jedes tierische Protein den Level des krebsfördernden Hormons IGF-1 (Insulin-like growth factor) erhöht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor den krebserregenden Eigenschaften von verarbeitetem Fleisch wie Wurst, Schinken und Speck: Verarbeitetes Fleisch wurde in die Kategorie 1 der krebserzeugenden Schadstoffe (Karzinogene) eingestuft – gemeinsam mit Asbest, Plutonium oder Zigaretten. Doch warum empfiehlt die amerikanische Krebsgesellschaft American Cancer Society den Verzehr von verarbeitetem Putenfleisch und Dosenfleisch? Außerdem empfiehlt die American Cancer Society den Verzehr von Fisch und Geflügel. Doch wissenschaftlichen Studien zufolge haben Männer mit
einem prognostischen Krebsrisiko haben bei gleichzeitig hohem Geflügelkonsum das vierfach erhöhte Risiko einer Wiedererkrankung oder deren Weiterentwicklung.

Milchprodukte stehen in Zusammenhang mit vielen verschiedenen Krebsarten. Milchprodukte können das Risiko eines Mannes, an Prostatakrebs zu erkranken, um 34 Prozent erhöhen. Für Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind oder waren, erhöht sich bei nur einer Portion Vollmilch am Tag die Wahrscheinlichkeit, dass sie an Brustkrebs sterben um 49 Prozent, und um 64 Prozent, dass sie an irgendeiner Krankheit sterben.

Doch warum warnen Gesundheitsorganisationen wie die amerikanische Brustkrebshilfe-Organisation »Susan G. Komens« nicht vor dem Konsum von Milchprodukten? Warum ist Milchjoghurtbechern das Markenzeichen der Brustkrebshilfe-Organisation, eine pinke Schleife, zu sehen? Und warum ruft die amerikanische Regierung zum Konsum vieler Milchprodukte auf?

Zusammenhang von Fleisch- und Milchkonsum

und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Jedes Jahr sterben 17 Millionen Menschen an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Diese Zahl entspricht vier Jumbo-Jets, die jede Stunde an jedem Tag in jedem Jahr abstürzen.

Wissenschaftler haben einen Zusammenhang von Herz­erkrankungen und fleischbasierter Ernährung (sowie anderer Lebensstilfaktoren wie Alkohol, Zucker und Rauchen) nach­gewiesen. Die konstante Zufuhr von gesättigtem Fett und
Cholesterin verstopft die Arterien. Auch Milchprodukte sind eine Hauptquelle für gesättigte Fette, welche das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.

Doch trotz dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse führt die American Heart Association Rind- und Schweinefleisch sowie Milchprodukte in ihren Rezeptvorschlägen für eine gesunde Ernährung auf.

Warum weisen Gesundheitsorganisationen

nicht auf die Problematik einer Ernährung mit tierischen Lebensmitteln hin? Und warum empfehlen Gesundheitsbehörden den Konsum von Fleisch, Milch und Eiern, obwohl gerade diese Lebensmittel stark im Zusammenhang mit den ernährungsbedingten Krankheiten stehen? · Szenenbild aus "What The Health"

Warum warnen Gesundheitsorganisationen nicht vor

Der Filmemacher und Journalist Kip Andersen will der Frage auf den Grund gehen: Warum weisen Gesundheitsorganisationen wie die American Diabetes Association, die American Cancer Society oder die American Heart Association nicht auf die
Problematik einer Ernährung mit tierischen Lebensmitteln hin? Und warum empfehlen Gesundheitsbehörden den Konsum von Fleisch, Milch und Eiern, obwohl gerade diese Lebensmittel stark im Zusammenhang mit den ernährungsbedingten Krankheiten stehen?

In zahlreichen Interviews konfrontieren die engagierten Dokumentarfilmer Vertreter von Gesundheitsorganisationen und amerikanischer Lebensmittelkonzerne mit unbequemen Fakten und Fragen. Schließlich finden sie bei ihren Recherchen heraus: Die American Diabetes Association, die American Cancer Society oder die American Heart Association erhalten beträchtliche Sponsorengelder von Fleisch- und Milchwarenherstellern sowie Fastfood-Produzenten. Weitere Millionenbeträge nehmen sie von Pharmaunternehmen entgegen.

Kip Andersen hält das für einen Skandal: »Das ist ja, als ob die Gesellschaft zum Kampf gegen Lungenkrebs von der Tabakindustrie gesponsert werden würde…«. Wollen uns die Konzerne systematisch krank machen? Und wieso unternimmt niemand was dagegen? Die Filmemacher bohren weiter: Wollen uns die Konzerne systematisch krank machen? Und wieso unternimmt niemand was dagegen?

einer Ernährung mit vielen tierischen Produkten?

Milch- und Fleischindustrie investiert Millionen

für Werbung sowie politische Lobbyarbeit

Tierprodukte werden durch Commodity Checkoff Programs (staatliche Förderprogramme) beworben. Checkoff Programs sind verantwortlich für Werbeslogans von Fleisch- und Milchprodukten. Die Fleisch- und Milchindustrie gebe jährlich mindestens 557 Millionen US-Dollar aus, um ihre Waren durch so zu bewerben. Die Milchindustrie investiere darüber hinaus mindestens 50 Millionen US-Dollar, um ihre Produkte an öffentlichen Schulen zu bewerben.

Die Fleisch- und Milchlobby investiere mindestens 138 Millionen US-Dollar, um den Kongress zu beeinflussen. Außerdem erfahren wir in »What The Health«, dass Mitglieder des Ernährungsausschusses des Landwirtschaftsministeriums USDA Gelder von der Tier­industrie erhalten haben.

Der Film weist an dieser Stelle auf eine weitere Schieflage hin: In den USA werden Aktivisten, die Tierquälereien fotografieren oder aufnehmen, kriminalisiert und strafrechtlich verfolgt – und dies auf der Grundlage eines US-Bundesgesetzes. Das »Animal Enterprise Terrorism Act« stellt bestimmte Handlungsweisen »mit der Absicht die Tätigkeiten tiernutzender Unternehmen zu beschädigen oder zu beeinflussen« als »Terrorismus« unter Strafe.

In die Behandlung von typischen »Wohlstands«-

-Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes fließen in den USA 1,5 Billionen US-Dollar. Etwa 50 bis 70 Prozent der chronischen Erkrankungen sind laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation ernährungsabhängig. · Szenenbild aus "What The Health"

Massiver Einfluss der Pharmaindustrie

Keine andere Industrie gibt so viel Geld für Lobbyarbeit aus wie die Pharmaindustrie, heißt es in »What The Health«. Dieser massive Einfluss zeige sich nicht nur in der Werbung, sondern auch in der Forschung und Politik. Dass die Pharmaindustrie ein Interesse am Konsum tierischer Lebensmittel hat, werde schnell klar, wenn man bedenke, dass mindestens 450 verschiedene Medikamente an Nutztiere in den USA verabreicht werden. Außerdem würden etwa 80 Prozent der Antibiotika in den USA in der Massentierhaltung landen. Inzwischen sterben jedes Jahr 23.000 Menschen in den USA an antibiotikaresistenten Keimen. Denn immer mehr Bakterien sind inzwischen unempfindlich gegenüber den Wirkstoffen, so dass Patienten an Infektionen sterben, die Ärzte einst im Griff hatte. Die Weltgesundheitsorganisation warnte bereits, dass wir uns einem Post-Antibiotika-Zeitalter in der Medizin nähern.

Doch könnte die Pharmaindustrie neben dem Medikamenten­einsatz in der Massentierhaltung ein weiteres Interesse an der Förderung des Konsums von Fleisch, Milch und Eiern haben? Der Dokumentarfilm präsentiert Zahlen, die zum Nachdenken anregen: Die Stent-Produktion in den USA ist mit 5 Milliarden US-Dollar bewertet - (Stents sind Implantante bei verengten Blutgefäßen und koronaren Herzkrankheiten). Die Produktion von Statinen (Medikamente, um erhöhte Cholesterinspiegel zu senken) ist mit 35 Milliarden US-Dollar bewertet. In die Behandlung von chronischen Erkrankungen wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes fließen in den USA 1,5 Billionen US-Dollar. Das Interesse scheint auf der Hand zu liegen...

Hunderte wissenschaftliche Publikationen

zeigen gerade in den letzten Jahren beeindruckend auf, wie eine vollwertige pflanzenbasierte Lebensweise ernährungsbedingte Krankheiten verhindern bzw. lindern oder sogar heilen kann. · Szenenbild aus "What The Health"

Studien zeigen: Pflanzenbasierte Lebensweise kann

ernährungsbedingte Krankheiten verhindern

Hunderte wissenschaftliche Publikationen zeigen gerade in den letzten Jahren beeindruckend auf, wie eine vollwertige pflanzenbasierte Lebensweise ernährungsbedingte Krankheiten verhindern bzw. lindern oder sogar heilen kann.

Mediziner und Ernährungswissenschaftler stellen in »What the Health« beeindruckende Studienergebnisse vor: Beim Wechsel von einer fleisch- zu einer pflanzenbasierten Ernährung nehmen einerseits die Vitamin- und allgemeine Nährstoffzufuhr zu. Aber das ist nicht alles: Mit einer pflanzenbasierten Ernährungsform kann man Herzerkrankungen lindern oder sogar heilen. Nur wenige Tage nach dem Beginn einer konsequenten pflanzenbasierten Ernährungsweise gehen Cholesterinwerte stark zurück. Und: Durch eine pflanzenbasierte Ernährungsweise sinkt der Blutdruck. Würde man Herzkrankheiten auslöschen, könnten die USA 48 Billionen US-Dollar einsparen – das ist das 3-Fache des Bruttoinlandsprodukts.

Auch bei Morbus Crohn und Multiple Sklerose wurden die bislang besten Remissionsresultate, also das Nachlassen der Krankheitssymptome, durch pflanzenbasierte Ernährung erzielt.

Schon Hippokrates, der berühmte Arzt des Altertums, sagte bekanntlich: »Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel sein und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.«

Doch immer noch wird in der medizinische Ausbildung die Rolle der Ernährung als Prävention und Therapie von Krankheiten viel zu wenig thematisiert.

Die industrielle Viehzucht ist die Hauptursache

für Treibhausemissionen, die Abholzung von Regenwäldern, das Artensterben und die Vergiftung von Böden und Gewässern. · Szenenbild aus "What The Health"

Folgen der industriellen Massentierhaltung für die

Umwelt

Die Folgen der industriellen Massentierhaltung für unseren Planeten und damit unsere Lebensgrundlagen werden am Ende des Dokumentarfilms aufgezeigt: Die Unmengen an Gülle, die auf die Felder gesprüht werden, verseuchen ganze Landstriche und gefährden das Grundwasser sowie Flüsse und Meere. Bereits 2006 veröffentlichte die UN-Welternährungsorganisation FAO eine vielbeachtete Studie, welche die Massentierhaltung als wichtigster Faktor der von Menschen verursachten Treibhaus­emissionen nennt - noch vor dem gesamten Verkehr und Transportsektor. Die industrielle Viehzucht ist außerdem die Hauptursache für die Abholzung von Regenwäldern, Artensterben, Todeszonen (dead zones) in den Weltmeeren und den Verbrauch von Süßwasser.

"What The Health" überzeugt mit Zahlen und Fakten

Der Dokumentarfilm »What The Health« überzeugt mit einer Vielzahl an Zahlen und Fakten, die eindringlich vor Augen führen, dass man der eigenen Gesundheit zuliebe dringend von falschen Essgewohnheiten verabschieden sollte - und das sogar abgesehen von ethisch fragwürdigen Aspekten der Massentierhaltung und der dadurch voranschreitenden Umweltzerstörung.

»What The Health« ist jetzt in deutscher Fassung mit einer Laufzeit von 97 min auf DVD erschienen und ist auch auf Netflix verfügbar.

Adipositas, Diabetes, Bluthochdruck und Krebs – diese Zivilisationskrankheiten kommen nicht von ungefähr. Aber es nicht ein einzelner Faktor, der für eine Erkrankung verantwortlich ist, sondern das Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, Umweltfaktoren, dem individuellem Lebensstil – und somit auch der Ernährung!
Die Macher des preisgekrönten Dokumentarfilms COWSPIRACY konfrontieren Vertreter der Lebensmittelkonzerne, Gesundheitsorganisationen und Pharmaindustrie mit unbequemen Fakten und Fragen: Warum wollen uns Konzerne scheinbar systematisch krank machen und wieso unternimmt niemand was dagegen?
WHAT THE HEALTH ist ein Film, der Ihnen die Augen öffnen wird!


DVD What The Health
Dokumentation, Laufzeit: ca. 88 Minuten
FSK: 6
First Spark Media
Sprachen: Deutsch / Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Deutsch

Informationen zum Film:
www.whatthehealthfilm.com