Freiheit für Tiere
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Wieder weitere Grundstücke jagdfrei!

»Keine Jagd auf meinem Grundstück!«

Es gibt weitere jagdfreie Grundstücke: In Niedersachsen wurden der Ulmenhof und Hof Butenland jagdrechtlich befriedet. In Baden-Württemberg ist eine Biolandwirtschaft jagdfrei, in Nordrhein-Westfalen ein Waldgrundstück. Auch in Sachsen-Anhalt wurde jetzt das erste Grundstück offiziell jagdfrei gestellt.

Sachsen-Anhalt: Erstes Grundstück jagdfrei!

In Sachsen-Anhalt ist das erste Grundstück ab 1.4.2015 offiziell jagdfrei! Damit kam die zuständige Jagdbehörde einer anhängigen Beschwerde beim Bundesverfassunggericht zuvor: Der Landkreis Harz gab dem Antrag auf Befriedung der beiden Grundstücke von Ludwig Weyhe im Landkreis Quedlinburg aus ethischen Gründen mit Bescheid vom 28.8.2014 statt. Die Kosten: 450 Euro. Ganze 12 Jahre hatte der Tier- und Naturfreund warten müssen.

Bereits am 11.11.2002 stellte Ludwig Weyhe einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung seiner beiden Grundstücke. Nach dem Weg durch die Instanzen legte er am 17.3.2008 Verfassungsbeschwerde ein.

Im Sinne seiner Lebensphilosophie als Tier- und Naturschützer hat er auf seinen Flächen ein Biotop geschaffen, um wild lebenden Tieren ein Rückzugsgebiet zu geben. Durch Renaturierungs­maßnahmen wie die Anlage von Hecken ist auf den Flächen ein aus Naturschutzsicht wertvolles, ursprüngliches Brachland entstanden.

Nordrhein-Westfalen: Wald jagdfrei!

Auch Gerald Zöphel kann nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, dass für die Tötung von Tieren sein Grundstück zur Verfügung gestellt werden soll. Seit 1.4.2014 ist sein 1,7 Hektar großes Waldgrundstück im Kreis Minden-Lübbecke jagdfrei. Kosten: 115 Euro.

Eineinhalb Jahre hatte der engagierte Tierfreund warten müssen, bis die Behörde seinem Antrag auf jagdrechtliche Befriedung stattgab. Nun möchte er auch anderen Grundstückseigentümern Mut machen: »Bitte macht weiter!«

Weiteres Grundstück im Kreis Heinsberg jagdfrei

Ein weiteres Grundstück eines Tierfreunds im Landkreis Heinsberg (NRW) wurde rückwirkend zum 1.4.2014 befriedet - vorläufig bis zum 31.3.2017.

Baden-Württemberg: Biolandwirtschaft jagdfrei!

Im Landkreis Konstanz wurden die Flächen eines Bio-Landwirts vorläufig befriedet.

Die Behörde hat für die Flächen am 6.3.2013 einen vorläufigen Bescheid erteilt, also noch vor Inkrafttreten der Jagdgesetzänderung. Das Verwaltungsverfahren über endgültige jagdrechtliche Befriedung der Grundstücke läuft noch. Der Bio-Landwirt möchte auf seinen Flächen die ihm anvertraute Natur pflegen und das Leben von Pflanzen und Wildtieren schützen.

Niedersachsen: Hof Butenland jagdfrei!

Hof Butenland im Landkreis Wesermarsch (nordwestliches Niedersachsen) wurde mit Bescheid vom 14.10.2014 von der zuständigen Behörde Butenland offiziell jagdfrei gestellt - rückwirkend zum 1.4.2014.

Jan Gerdes und Karin Mück führen mit der Tierschutzstiftung Hof Butenland einen Gnadenhof mit Kuhaltersheim.

Auf dem landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern groß geworden, beendete Jan Gerdes 2001 die Nutzung von Tieren und verbannte Fleisch und Wurst von seinem Speiseplan. Früher war Jan Gerdes selbst Jäger und weiß, wovon er spricht. Er erlebte mit, wie viele Tiere nur angeschossen wurden und sich zu Tode quälten. Als Tierschützer und Veganer lehnt er die Jagd heute aus ethischen Gründen ab.
Umso größer war die Freude, dass die Behörde dem Antrag auf jagdrechtliche Befriedung endlich stattgab: »Darauf trinken wir einen Jägermeister!«

Mehr Informationen über Hof Butenland:
kuhaltersheim.org

Ulmenhof e.V. ist ein gemeinnütziger Verein,

der ein kleines Tierheim mit Gnadenhof errichtet hat. Pferde, Ziegen, Mini-Schweine, Gänse und Fundtiere wie zahlreiche Katzen haben hier ein Zuhause gefunden. · Bild: www.ulmenhof.de

Um ihre Tiere zu schützen,

wollten die Eigentümer des Ulmenhofs die Jagd auf ihren Flächen nicht mehr dulden. · Bild: www.ulmenhof.de

Niedersachsen: Ulmenhof jagdfrei!

Ab 1.4.2015 sind die Flächen des Ulmenhofs im Kreis Aurich/Ostfriesland offiziell jagdfrei! Ulmenhof e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der ein kleines Tierheim mit Gnadenhof errichtet hat. Pferde, Ziegen, Mini-Schweine, Gänse und Fundtiere wie zahlreiche Katzen haben hier ein Zuhause gefunden.

»Was wir versucht und nunmehr erreicht haben, ist, die Tiere auf dem Ulmenhof bestmöglich zu schützen«, so Thomas und Esther Huber, nachdem die Jagdbehörde am 28.7.2014 dem Antrag auf jagdrechtliche Befriedung statt gegeben hatte. Sie hatten um ihre Tiere gefürchtet, nachdem der Jagdpächter einen Hochsitz in Sichtweite aufgestellt und das Grundstück mit Jagdfreunden betreten hatte.

Nach Bescheid auf Befriedung: Katze erschossen

Doch die Bewohner des Ulmenhofs hatten sich zu früh gefreut: »Seit unserer Befriedung spitzt sich die Lage hier leider ins fast Unerträgliche zu«, berichtet Thomas Huber. »Die Provokationen, denen wir seitens des hiesigen Jagdpächters ausgesetzt sind, nehmen unvorstellbare Formen an.« Am Abend des 5. September wurde Fee, eine der Tierheim-Katzen, erschossen - vor den Augen von Esther Huber, nicht einmal 40 Meter von der Scheune entfernt. Es wurde Strafantrag gestellt - bisher ohne Erfolg, da Aussage gegen Aussage steht.

Mehr Informationen über den Ulmenhof:
ulmenhofev.de

»Keine Jagd auf meinem Grundstück!«

Wollen auch Sie die Jagd auf Ihrem Grundstück nicht länger dulden?
Informationen: Bürgerbewegung »Zwangsbejagung ade«
www.zwangsbejagung-ade.de