Freiheit für Tiere
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Kinotipp: Deutschlands erste Veggie-Dramödie

Ab 20. März 2015 im Kino: LOS VEGANEROS - ein fesselnder Spagat zwischen informativen Fakten und unterhaltsamer Spielfilmkomödie.

Der Regenwald wird für Viehweiden und Futteranbauflächen abgeholzt und in der Region Hannover sollen neue Schweinemastanlagen gebaut werden. Dagegen kämpft Alma, 94 Jahre alt und stinkreich. Durch Annoncen in der Lokalpresse castet sie junge Leute und trifft sich mit ihnen im Restaurant »Los Veganeros«, um Aktionen zu planen: So sollen Geschäftsführer von Dönerläden bestochen werden, nur noch Veggie-Döner anzubieten.

Eine der Aktivistinnen ist die 28-jährige Kindergärtnerin Vicky (Rosalie Wolf, »SOKO Köln«, »Verbotene Liebe«), eine überzeugte Veganerin. Vicky ist liiert mit Matt (Nils Brunkhorst, »Verbotene Liebe«), einem passionierten Fleischesser. Da sind die Probleme vorprogrammiert - nicht nur am Küchentisch. Richtige Probleme gibt’s aber durch Vickys Plan, den Schweinemäster Heinz Granitzka für eine Nacht zu entführen, um auf die Missstände in seinem Betrieb aufmerksam zu machen…

Infos und Kinotermine: www.losveganeros.de

Interview mit Lars Oppermann,

Drehbuchautor und Regisseur von "Los Veganeros"

Wie kommt man darauf, einen veganen Film zu drehen?

Lars Oppermann:
Ich lebe jetzt seit zwei Jahren vegan. In den ersten Wochen fragten mich viele Leute nach den Gründen für den Wandel und fast immer endeten diese Gespräche in anstrengenden Diskussionen... Ich wusste, dass ich auf jeden Fall was zum Thema Massentierhaltung machen wollte! Als Veganer hat man ja sehr oft das Gefühl sich mitzuteilen, um auf die unfassbar schlimmen Zustände in der Fleisch und Milchproduktion aufmerksam zu machen. Schweigen bringt halt keine Veränderung! Der Film ist eine von 1000 Chancen, seine Stimme zu erheben!

Wie kam der Wandel bei dir?

Lars Oppermann:
Ich habe die Dokumentation »Earthlings« gesehen und war danach total fertig! Ich habe mich in dem Augenblick geschämt, Mensch zu sein, habe mich für mein Essverhalten geschämt und konnte nicht nachvollziehen, warum ich das alles so lange verdrängt habe und Teil der Fleischkonsumkette war! Ich habe seit diesem Film kein Stück Fleisch mehr angerührt und habe erst ein Jahr vegetarisch gelebt, bevor ich dann auch auf Milchprodukte verzichtet habe. Mittlerweile vermisse ich nichts mehr! Wir kochen so lecker vegan und fühlen uns fit!

Was versprichst du dir von dem Film?

Lars Oppermann:
Wir hoffen natürlich, dass wir viele Leute damit erreichen! Aber jenseits der zählbaren Erfolge ist es schon jetzt ein sehr schönes Gefühl, einfach mal eine Hommage an alle Veganer und Vegetarier verfilmt zu haben, die jeden Tag aufs Neue mit der Wahl ihres Essen das richtige Zeichen setzen. Außerdem hat mich der Film etwas ruhiger gemacht! Vor einem Jahr noch stand ich an den Supermarktkassen und hätte vor Wut platzen können, wenn ich gesehen habe, welche Mengen Fleisch die Leute völlig selbstverständlich in ihrem Einkaufswagen hatten und man nix dagegen tun konnte. Heute denke ich, es ist gut, dass wir den Film haben, in der Hoffnung, dass ihn der Kunde neben mir irgendwann sehen wird!