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Niedersachsen: "Keine Jagd auf meinem Grundstück!"

Nach einem Schuss in die Scheibe des Wintergartens

stellte Ede Rieken Schilder mit der Aufschrift "Keine Jagd auf meinem Grundstück!" auf.

Elektromeister Ede Rieken ist Eigentümer eines Grundstücks im Landkreis Wittmund im Nordwesten von Niedersachsen. Nachdem im Dezember 2014 eine Kugel in die Scheibe seines Wintergartens einschlug und ihn nur knapp verfehlte, beantragte Ede Rieken den Austritt aus der Jagdgenossenschaft.

Schuss durch die Scheibe des Wintergartens:

"Die Kugel hat mich nur um ca. einen halben Meter verfehlt!", berichtet Ede Rieken.

100 Meter hinter dem Grundstück steht ein Hochsitz auf einem Gemeindewaldweg. Der Grundstückseigentümer berichtet, dass am 11.12.2014 ein fremder Jäger bei Dunkelheit in die Wohnzimmerscheibe geschossen habe: »Die Kugel hat mich nur um ca. einen halben Meter verfehlt! Die Kripo Wittmund versucht noch immer, gegen den Täter zu ermitteln.«

Darum forderte der Elektromeister den örtlichen Bürgermeister auf, den Hochstand zu entfernen, weil er und seine Familie sich bedroht fühlen: »Es ist schon schlimm genug, dass vor unseren Augen das Wildtiere angefüttert und dann aus nächster Nähe getötet werden. Jetzt wird schon vor Menschen nicht einmal mehr Halt gemacht, es wird bei Dunkelheit in Richtung Wohnhäuser geschossen, die hell erleuchtet sind. Es muss ja nicht erst soweit kommen, dass wirklich jemand durch Schusswaffengebrauch verletzt oder getötet wird.« Der Bürgermeister habe sofort reagiert, berichtet Ede Rieken: Der Hochstand muss entfernt werden und am Waldrand darf auf dem Gemeindeweg nicht mehr gejagt werden.

Zeitgleich stellte der Grundstückseigentümer einige Schilder mit der Aufschrift »Keine Jagd auf meinem Grundstück!« auf.
»Ich möchte Mitstreiter ermutigen, sich gegen die Hobbyjäger zu wehren«, sagt der Elektromeister aus Moorweg in Niedersachsen.