Einsatz für Straßenhunde in Kap Verde

Ein ergreifender Reisebericht

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Miriam Boettcher, 33 Jahre jung, ist eine engagierte Tierschützerin und begeisterte Globetrotterin, die ihre Reisen gerne mit ihrem Einsatz für die Tiere verbindet. 2020 reist sie auf die Kapverden, eine vulkanische Inselgruppe vor der Nordwestküste Afrikas. Auf der Insel São Vicente wird sie aufmerksam auf das Schicksal der Straßenhunde und lernt die Tierschutzorganisation »Simabô« kennen, die eine Auffangstation für Hunde und Katzen von der Straße sowie eine Tierklinik aufgebaut hat. »Simabô« heißt übersetzt »Wie du«. Mit diesem Namen soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass Tiere Lebewesen sind, die - wie du und ich - Freude und Leid empfinden können. Miriam beschließt, in der Auffangstation von »Simabô« mitzuhelfen. Von ihrem Einsatz für die Straßenhunde berichtet sie in ihrem Buch »FREISEiN: Kapverden«.

Der Hafen von Mindelo auf der Insel São Vicente.

Der Hafen von Mindelo auf der Insel São Vicente.

Alle Bilder: Miriam Boettcher · Aus: FREISEIN Kapverden

Hund auf Futtersuche in einem Müllcontainer.

Hund auf Futtersuche in einem Müllcontainer.

Alle Bilder: Miriam Boettcher · Aus: FREISEIN Kapverden

Reise nach Kap Verde: Miriam lernt die Tierhilfe »Simabo« kennen

Als Miriam Mitte November auf der Insel São Vicente in Kap Verde ankommt, erkundet sie die Stadt Mindelo mit ihren vielen farbenfrohen Häusern. Doch für Hunde und Katzen ist Mindelo ein hartes Pflaster. Miriam entschließt sich, wie schon auf ihren früheren Reisen, sich für die Straßentiere einzusetzen. Sie lernt die Tierhilfsorganisation Simabô kennen, die eine Auffangstation für Hunde und Katzen führt. »Sie alle wurden von der Straße geholt und medizinisch versorgt«, berichtet Miriam. Ziel von Simabô ist es, diese vom Leben geprägten Vierbeiner an tierliebende Zweibeiner zu vermitteln. Neben den Auffangstationen führt Simabô auch eine Tierklinik nahe des Stadtzentrums.

Miriam vor einem Ausblick auf die Stadt Mindelo.

Miriam vor einem Ausblick auf die Stadt Mindelo.

Alle Bilder: Miriam Boettcher · Aus: FREISEIN Kapverden

Miriam möchte aktiv etwas gegen das Leid der Hunde tun.

Miriam möchte aktiv etwas gegen das Leid der Hunde tun.

Alle Bilder: Miriam Boettcher · Aus: FREISEIN Kapverden

»Gewissheit, dass diesen Hunden geholfen wurde, erwärmte mir das Herz. Ich wollte ein Teil davon sein.«

Als Miriam in der Auffangstation ankommt, leben dort über 100 Hunde. Zunächst fühlt sie sich emotional überfordert, als die ersten abgemagerten Vierbeiner sowie einige Dreibeiner auf sie zu humpeln: »Einer davon zog seine Pfote nach oben, weil es ihm offensichtlich wehtat, sie zu belasten. Ein Weiterer, der an mir hochsprang und seinen Kopf an meinen Bauch drückte, litt an einer Hautkrankheit. Seine Öhrchen waren ganz verkrustet. Dem nächsten Tierchen, dessen Gesicht voller Narben war, fehlte ein Auge. Worauf hatte ich mich da nur eingelassen?«

Doch obgleich die Tierfreundin in diesem Moment nicht weiß, woher sie für all das die Energie hernehmen soll, traut sie sich nach den ersten Begegnungen mit diesen Tieren zu, vielleicht doch etwas bewirken zu können. Denn es ist bei der Tierhilfe Simabô ganz anders als in all den anderen Ländern, in denen sie zuvor Hundeleid erlebt hat und wo es für Tiere auf der Straße wenig Hoffnung gab: »Die Gewissheit, dass diesen Hunden geholfen wurde, erwärmte mir das Herz. Ich wollte ein Teil davon sein.«

Ins Leben gerufen wurde Simabô von Silvia und Paolo, die beide ursprünglich aus Italien kommen. »Silvia wohnte zusammen mit ihrem Mann Paolo außerhalb der Stadt, kam ihre Schützlinge aber fast jeden Tag besuchen, kümmerte sich um die Tagesplanung, führte Gespräche mit den Mitarbeitern und managte all das, was sonst noch so anstand«, berichtet Miriam. »Paolo hielt sich dagegen eher in der Tierklinik auf und war direkt im Geschehen. Die zwei hatten wohl nie frei.«

Erste Bekanntschaften in der Auffangstation »Simabô«.

Erste Bekanntschaften in der Auffangstation »Simabô«.

Alle Bilder: Miriam Boettcher · Aus: FREISEIN Kapverden

Silvia Punzo hat gemeinsam mit ihrem Mann Paolo die Tierhilfe »Simabô« gegründet.

Silvia Punzo hat gemeinsam mit ihrem Mann Paolo die Tierhilfe »Simabô« gegründet.

Alle Bilder: Miriam Boettcher · Aus: FREISEIN Kapverden

»Diese Straßenhunde liebten die Menschen in der Auffangstation.«

Miriams erste Aufgabe ist, die vielen Hunde auszuführen. Als große Herausforderung stellen sich dabei aber nicht die Hunde heraus, sondern der Boden, der aufgrund des vulkanischen Ursprungs der Insel von großen Steinen bedeckt ist. Neben der Stolpergefahr gibt es auf dem dürren Land überall stachelige Kletten, in die die Hunde immerzu hineintreten. »Ihnen diese aus ihrer Pfote zu ziehen, war quasi eine Dauer­beschäftigung. Ich war unglaublich gerührt von ihrer Dankbarkeit, wenn man sie von dem pieksenden Schmerz befreite.«

Beim Spazierengehen mit den Hunden ist Miriam von dem kleinen übermütigen Branco beeindruckt, vier Monate alt, abgemagert bis auf die Rippen und doch so voller Lebensfreude. In der Auffangstation hat Branco ein Rudel gefunden, er hat jeden Tag etwas zu essen, frisches Wasser zu trinken und bekommt jede Menge Zuneigung von den Mitarbeitern. »Was mir auffiel, war Brancos guter Draht zu Neuankömmlingen. Irgendwie schaffte er es, ängstlichen Hunden, die die Auffangstation noch nicht so gut kannten, die Angst zu nehmen. Auf irgendeine Weise sorgte er für eine friedliche Atmosphäre.«

Miriam lernt die Hunde mit der Zeit immer besser kennen. Jeder Hund scheint etwas ganz Besonderes zu sein und jeder von ihnen hat einen anderen Charakter. »Welche Geschichten sie zu erzählen hatten, würde ich wohl nie erfahren. Ich spreche leider kein Wauzisch. Fakt war aber, dass diese Straßenhunde die Menschen in der Auffangstation liebten.«

Auf ihren Spaziergängen mit den Hunden der Auffangstation schließt Miriam den übermütigen Branco ins Herz.

Auf ihren Spaziergängen mit den Hunden der Auffangstation schließt Miriam den übermütigen Branco ins Herz.

Alle Bilder: Miriam Boettcher · Aus: FREISEIN Kapverden

»Die Tiere an diesem Ort lebten wundervoll friedlich nebeneinander.«

Immer wieder werden Neuankömmlinge gebracht: Hunde, die angefahren wurden und in die Tierklinik müssen, Hunde auf drei Beinen... Und immer wieder fühlt sich Miriam vom Schicksal der Straßenhunde überfordert. Doch dann wird sie von der Liebe der geretteten Tiere ergriffen und von ihrem friedlichen Miteinander in der Auffangstation.

Der kleine Branco tapst schwanzwedelnd herum, immer auf der Suche nach einem Spielkameraden. »Ob Hund, Mensch oder der faule Kater Ernesto, irgendjemand ließ sich schon finden. Ernesto hätte zwar am liebsten den ganzen Tag gedöst, musste aber gezwungenermaßen des Öfteren herhalten, wenn Branco gerade spielen wollte«, berichtet Miriam. »Die Tiere an diesem Ort lebten wundervoll friedlich nebeneinander. Jedes Mal, wenn die Kapverdianerin Margarida ein paar gekochte Reiskörner auf den Boden fallen ließ, bedienten sich daran Hunde, Katzen und sogar Vögel. Keiner tat dem anderen etwas zuleide.«

Branco, erst 4 Monate alt,

Branco, erst 4 Monate alt,

läuft schwanzwedelnd in der Auffangstation herum, immer auf der Suche nach Streicheleinheiten oder einem Spielkameraden wie Kater Ernesto. · Alle Bilder: Miriam Boettcher · Aus: FREISEIN Kapverden

Nicht jedes Tier kann gerettet werden: »Mein Herz blutete, aber ich war froh, dass man ihn befreien konnte.«

Bei einem der Spaziergänge mit den Hunden, die Miriam gemeinsam mit Antonio von der Auffangstation unternimmt, entdecken sie auf dem Rückweg zusammengekrümmt an einer Mauer einen alten Hund mit einer großen Wunde über den ganzen Bauch. »Ich stand wie angewurzelt da und konnte mich nicht rühren, sah aber durch meine Augenschlitze, wie Antonio ohne zu zögern auf den Hund zuging. Ich war mir sicher, dass er tot war. Antonio aber beugte sich zu ihm hinunter, sprach mit ihm und bekam ein Lebenszeichen. Mit schwerem Kopf schaute das verletzte Tier zu ihm auf. Kurz darauf kam Branco angetapst, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Mit seiner kleinen Schnauze beschnüffelte er den Hund, der nicht in der Lage war, sich zu bewegen. Sofort eilten wir zur Auffangstation zurück und starteten einen Notruf.«

Als Miriam und Antonio mit dem Fahrer Juan und dem Pickup der Auffangstation zurückkommen, liegt der Hund mit seinem blutigen Bauch noch immer da. Die beiden Männer sehen, dass Miriam Tränen in den Augen hat, und grinsen ein wenig. »Was nur war mit denen los? Zerriss ihnen dieser Anblick nicht das Herz?« Aber für die Mitarbeiter von Simabô sind solche Ereignisse Alltag.

Miriam schafft es nicht, bei der Rettungsaktion zuzusehen, also nimmt sie den kleinen Branco auf den Arm und steigt in den Pickup. »Es war mir unerklärlich, wie man die emotionale Kraft aufwenden konnte, ein Tier, dessen gesamter Bauchraum offen war, in einen Transport-Käfig zu stecken und auf einen Pickup zu laden. Antonio und Juan aber konnten das. Sie und all die anderen Mitarbeiter von Simabô waren für mich wahre Helden.« Als der Transportkäfig aufgeladen ist, fährt Juan über die holprigen Straßen zur Tierklinik.

»Leider ging die Geschichte nicht gut aus. Was der Hund an seinem Bauch hatte, das war keine Fleischwunde, sondern mehrere Tumore. In der Tierklinik musste er noch am selben Abend eingeschläfert werden. So traurig das war: Hätte ich ihn nicht gefunden, wäre er qualvoll verendet. So konnte man ihn wenigstens von seinen Schmerzen erlösen. Mein Herz blutete, aber ich war froh, dass man ihn befreien konnte.«

Als Miriam am Abend Silvia, die Gründerin von Simabô trifft, kann sie sich ihr gegenüber aufgrund des traurigen Erlebnisses nicht zurückhalten. »Ich heulte Rotz und Wasser, woraufhin sie fragte, was denn passiert sei. Ich erzählte ihr von der Mauer und dem daneben kauernden Hund, bis ich vor lauter Husten gar nicht mehr zum Sprechen in der Lage war.«

Ohne weiter nachzuhaken, schaut Silvia sie an und sagt: »Go and pack your stuff, you’ll be staying at my place tonight!« (»Geh und pack deine Sachen, du bleibst heute Nacht bei mir!«) Erst will Miriam ihr Angebot nicht annehmen, hat Silvia doch selbst so viel zu tun und kann sich nicht auch noch um eine verletzte Menschenseele kümmern. Aber Silvia lässt es sich nicht ausreden - sie versteht Miriams Gefühle, denn sie hat dies alles auch schon erlebt.

Silvia und Paolo nehmen Miriam mit zu ihrem Häuschen, das einsam am Meer liegt. Als Miriam das Haus betritt, kommt ihr eine gefleckte, dreibeinige Hündin entgegen, die ihr Hinterteil auf dem Boden hinterherzieht. »Da ermahnte ich mich sofort, mich zusammenzureißen und nicht schon wieder loszuplärren! Ich setzte mich zu der Hündin auf den Boden und streichelte ihren kuschelig weichen Kopf, woraufhin sie sich auf die Seite fallen ließ, mir ihren weißen Bauch entgegenstreckte und mit dem dankbarsten Blick auf Erden in meine Augen schaute. Selten in meinem Leben hatte ich ein so niedliches Geschöpf gesehen wie diese Hündin namens Bia! Ich konnte gar nicht mehr aufhören, sie zu knuddeln, also blieb ich einfach auf dem Boden sitzen.« Silvia setzt Miriam inzwischen einen Tee auf. Als Silvia feststellt, dass Miriam eine Packung Sojamilch dabei hat, sagt sie, dass sie sich ebenfalls vegan ernähre. »Diese Frau war wirklich eine Gesandte des (Tier-) Himmels! Wunderschöne Geschichten hat sie mir an diesem späten Abend noch erzählt. Ich wünschte, ich hätte sie alle festhalten können.«

Ein Hund auf drei Beinen:

Ein Hund auf drei Beinen:

»Selten in meinem Leben hatte ich ein so niedliches Geschöpf gesehen wie diese Hündin namens Bia!« · Alle Bilder: Miriam Boettcher · Aus: FREISEIN Kapverden

Roldao, der Hund der von selbst zur Behandlung in die Tierklinik läuft

Eine der wahren Geschichten, die Silvia erzählt, bewegt Miriam ganz besonders: An ihrem ersten Tag in der Auffangstation hat sie einen Hund namens Roldao fotografiert. Als sie Silvia dieses Foto zeigt, berichtet sie, dass Roldao vor einigen Jahren eine schlimme Verletzung erlitten hatte. Sein damaliger Besitzer brachte ihn in die Tierklinik, nahm den Hund später wieder mit nach Hause und kam nie wieder, obwohl man die Wunde regelmäßig hätte behandeln sollen. »Roldao aber hatte gespürt, wie gut ihm der erste Besuch in der Klinik getan hatte und sich irgendwann einfach allein auf den Weg dorthin gemacht. Er lief so lang durch die Stadt, bis er die Klinik erreichte. Als die Ärztin ihn sah, behandelte sie seine Wunde erneut. Am nächsten Tag stand Roldao wieder vor der Tür, und auch am Tag darauf. Eines Tages entschied er, gar nicht mehr nach Hause zu gehen und blieb. Seitdem lebte er in der Auffangstation.«

Roldao humpelte von selbst zur Tierklinik.

Roldao humpelte von selbst zur Tierklinik.

Alle Bilder: Miriam Boettcher · Aus: FREISEIN Kapverden

Die Tiere in der Auffangstation suchen tierliebende Menschen, die ihnen ein Zuhause geben

ines Morgens hört Miriam von ihrem Gästezimmer aus, wie Silvia am Telefon einen Flugtransport für einen Hund namens Akati zu organisieren versuchte. Für ihn sollte es nach Belgien gehen, zu einer neuen Besitzerin, die ihn über die Simabô-Website entdeckt und sich sofort in ihn verliebt hat. »Damit sich in Zukunft vielleicht noch mehr Menschen in die Tiere von Simabô vergucken würden, schoss ich für die Website so viele Fotos wie nur möglich. Jedes Tier, das ein Zuhause finden würde, war ein gerettetes Tier und machte in der Auffangstation zugleich Platz für ein anderes bedürftiges Wesen.«

An den folgenden Tagen ist es Miriams Aufgabe, Fotos von den Hunden in der Auffangstation zu machen. »Weihnachten rückte immer näher; eine Zeit, in der die Menschen geben. Um die weltweit zerstreute Zielgruppe von Tierfreunden zu erreichen, bedurfte es von Simabô viel Initiative auf dem Online-Sektor.« Je mehr Emotionen durch Bilder hervorgerufen würden, desto höher die Chance, dass die Mission unterstützt würde: durch Spenden oder durch die Adoption von Hunden. Und dies ist auch Miriams großer Wunsch: »Dieses Jahr zu Weihnachten wünschte ich mir nur eins: dass ein paar dieser Hunde im Laufe der Zeit adoptiert werden!«

Und Miriam hat noch einen wichtigen Hinweis für alle Tierfreundinnen und Tierfreunde: »Wenn auch du einem Tier aus dem Ausland ein sicheres Zuhause schenken willst, denke bitte daran, dass es unter den unzähligen Organisationen auf dieser Welt viele schwarze Schafe gibt. Sie geben sich als wohltätig aus, machen mit den Tieren aber in Wirklichkeit ein riesengroßes Geschäft. Also bitte schlaulesen und ruhig misstrauisch sein!«

»Super Lucky« als kleiner Welpe kurz nach ihrer glücklichen Rettung.

»Super Lucky« als kleiner Welpe kurz nach ihrer glücklichen Rettung.

Super Lucky - die kleine Hündin mit dem großen Glück

Am Ende ihrer Mission auf den Kapverden lernt Miriam eine Hündin namens »Super Lucky« kennen. Super glücklich musste Super Lucky wohl gewesen sein, als sie als kleiner Welpe von einer Urlauberin gefunden wurde. »Das tapsige kleine Ding lag damals völlig allein bei den Fischabfällen am Meer und war ganz schwach. Wahrscheinlich hatte sie ihre Mutter verloren«, erzählt Miriam. Die Urlauberin hatte ein großes Herz und nahm - die zu jener Zeit noch namenlose - Super Lucky mit, recherchierte und stieß auf Simabô.

Nun hat die inzwischen erwachsene Hündin die Chance bekommen, adoptiert zu werden und in ein schönes Leben zu starten. Doch nach sehr viel Organisationsaufwand kommt es zu Hürden. Und die Person, die Super Lucky adoptieren wollte, springt einfach ab. Als Miriam das am Morgen hört, ist sie verzweifelt. Auch wenn sie selbst den Transport über zwei Fluglinien übernehmen würde: Wo sollte Super Lucky anschließend dauerhaft unterkommen? »Mein Mann und ich hätten ihr zwar für ein paar Wochen einen Unterschlupf gewähren können, aber unser Lebensstil erlaubte es uns nicht, sie zu behalten.«

Schließlich wird Miriams Weihnachtswunder wahr: »Wer hätte noch vor einigen Wochen gedacht, dass ich mit einer Hündin von den Kapverden zurück nach Deutschland kommen würde!« Für Super Lucky gibt es ein Happy End: Miriam findet für die Hündin ein neues Zuhause.

Ankunft von »Super Lucky« in Deutschland.

Ankunft von »Super Lucky« in Deutschland.

Alle Bilder: Miriam Boettcher · Aus: FREISEIN Kapverden

Fast drei Jahre später

Inzwischen sind fast drei Jahre vergangen. Miriam arbeitet mit der Organisation Simabô weiterhin eng zusammen: »Weltweit habe ich mich mit sehr vielen Universitäten in Verbindung gesetzt, an denen Veterinärmedizin unterrichtet wird. Daraufhin haben sich einige Studenten zur Freiwilligen­arbeit gemeldet. Des Weiteren habe ich mehrere tausend Tierärzte kontaktiert, von denen sich bereits eine Handvoll erfolgreich auf die Kapverden aufgemacht hat, um Simabô eine Zeit lang zu unterstützen.«

Doch leider hat Miriam nicht nur gute Nachrichten zu verkünden: »Die Auffangstation muss geräumt und das Grundstück verlassen werden. Momentan leben darin mehr als hundert Hunde und keiner weiß, wie es weitergehen soll.« Gesucht wird ein neues Gelände für die Auffangstation, aber die Preise auf der Insel São Vicente in Kap Verde sind hoch. Darum hat Miriam eine Spendenkampagne gestartet.

Weiterführende Informationen über das Buch und Miriams Spendenkampagne für die Tierhilfsorganisation Simabô

»Ich heiße Miriam Boettcher und bin passionierte Weltenbummlerin. Wenn ich nicht gerade auf Reisen bin, findet man mich in Deutschland. Dort wohne und arbeite ich die meiste Zeit. Deutschland ist meine Base, aber mein Zuhause ist die Welt, und von dieser versuche ich, so viel wie möglich kennenzulernen. Sie ist so voller Geschichten und Abenteuer, dass ich gar nicht genug bekommen kann!

Für die Organisation Simabô bin ich im Sommer 2023 mit meinem Fahrrad durch Italien, Monaco, Frankreich, Andorra und Spanien (inklusive Balearische Inseln) gefahren. Durch diese Aktion habe ich Spenden für über hundert Hunde und Katzen auf den Kapverden gesammelt, die in den Auffangstationen leben. Sie haben es verdient, ein schönes Leben zu führen, mit den vermeintlich selbstverständlichen Grundbedürfnissen wie einem vollen Bauch, Gesundheit und Sicherheit. Denn in Mindelo, der zweitgrößten Stadt der Kapverdischen Inseln, ist der Zustand vieler Straßentiere katastrophal. Simabô gibt jeden Tag alles, um sie medizinisch versorgen zu können.«

Miriam Boettcher auf Instagram:

www.instagram.com/miriamboettcher.freisein/

Miriams Spendenkampagne für die Tierhilfsorganisation Simabô in Kap Verde:

www.gofundme.com/f/help-dogs-and-cats-in-cape-verde

Tiershilfsorganisation Simabô

Information: www.simabo.org

E-Mail: info@simabo.org

Das Buch

Miriam Boettcher: FREISEIN Kapverden
Taschenbuch, 268 Seiten
Freisein-Verlag, 2023 · ISBN 978-3982550114
Preis: Taschenbuch: 20,90 · Kindle: 6,99
www.freisein-verlag.de

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

jesus-tempelreinigung Ausschnitt

Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter