Einsatz für Straßenhunde in Kap Verde

Ein ergreifender Reisebericht

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Miriam Boettcher, 33 Jahre jung, ist eine engagierte Tierschützerin und begeisterte Globetrotterin, die ihre Reisen gerne mit ihrem Einsatz für die Tiere verbindet. 2020 reist sie auf die Kapverden, eine vulkanische Inselgruppe vor der Nordwestküste Afrikas. Auf der Insel São Vicente wird sie aufmerksam auf das Schicksal der Straßenhunde und lernt die Tierschutzorganisation »Simabô« kennen, die eine Auffangstation für Hunde und Katzen von der Straße sowie eine Tierklinik aufgebaut hat. »Simabô« heißt übersetzt »Wie du«. Mit diesem Namen soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass Tiere Lebewesen sind, die - wie du und ich - Freude und Leid empfinden können. Miriam beschließt, in der Auffangstation von »Simabô« mitzuhelfen. Von ihrem Einsatz für die Straßenhunde berichtet sie in ihrem Buch »FREISEiN: Kapverden«.

Der Hafen von Mindelo auf der Insel São Vicente.

Der Hafen von Mindelo auf der Insel São Vicente.

Alle Bilder: Miriam Boettcher · Aus: FREISEIN Kapverden

Hund auf Futtersuche in einem Müllcontainer.

Hund auf Futtersuche in einem Müllcontainer.

Alle Bilder: Miriam Boettcher · Aus: FREISEIN Kapverden

Reise nach Kap Verde: Miriam lernt die Tierhilfe »Simabo« kennen

Als Miriam Mitte November auf der Insel São Vicente in Kap Verde ankommt, erkundet sie die Stadt Mindelo mit ihren vielen farbenfrohen Häusern. Doch für Hunde und Katzen ist Mindelo ein hartes Pflaster. Miriam entschließt sich, wie schon auf ihren früheren Reisen, sich für die Straßentiere einzusetzen. Sie lernt die Tierhilfsorganisation Simabô kennen, die eine Auffangstation für Hunde und Katzen führt. »Sie alle wurden von der Straße geholt und medizinisch versorgt«, berichtet Miriam. Ziel von Simabô ist es, diese vom Leben geprägten Vierbeiner an tierliebende Zweibeiner zu vermitteln. Neben den Auffangstationen führt Simabô auch eine Tierklinik nahe des Stadtzentrums.

Miriam vor einem Ausblick auf die Stadt Mindelo.

Miriam vor einem Ausblick auf die Stadt Mindelo.

Alle Bilder: Miriam Boettcher · Aus: FREISEIN Kapverden

Miriam möchte aktiv etwas gegen das Leid der Hunde tun.

Miriam möchte aktiv etwas gegen das Leid der Hunde tun.

Alle Bilder: Miriam Boettcher · Aus: FREISEIN Kapverden

»Gewissheit, dass diesen Hunden geholfen wurde, erwärmte mir das Herz. Ich wollte ein Teil davon sein.«

Als Miriam in der Auffangstation ankommt, leben dort über 100 Hunde. Zunächst fühlt sie sich emotional überfordert, als die ersten abgemagerten Vierbeiner sowie einige Dreibeiner auf sie zu humpeln: »Einer davon zog seine Pfote nach oben, weil es ihm offensichtlich wehtat, sie zu belasten. Ein Weiterer, der an mir hochsprang und seinen Kopf an meinen Bauch drückte, litt an einer Hautkrankheit. Seine Öhrchen waren ganz verkrustet. Dem nächsten Tierchen, dessen Gesicht voller Narben war, fehlte ein Auge. Worauf hatte ich mich da nur eingelassen?«

Doch obgleich die Tierfreundin in diesem Moment nicht weiß, woher sie für all das die Energie hernehmen soll, traut sie sich nach den ersten Begegnungen mit diesen Tieren zu, vielleicht doch etwas bewirken zu können. Denn es ist bei der Tierhilfe Simabô ganz anders als in all den anderen Ländern, in denen sie zuvor Hundeleid erlebt hat und wo es für Tiere auf der Straße wenig Hoffnung gab: »Die Gewissheit, dass diesen Hunden geholfen wurde, erwärmte mir das Herz. Ich wollte ein Teil davon sein.«

Ins Leben gerufen wurde Simabô von Silvia und Paolo, die beide ursprünglich aus Italien kommen. »Silvia wohnte zusammen mit ihrem Mann Paolo außerhalb der Stadt, kam ihre Schützlinge aber fast jeden Tag besuchen, kümmerte sich um die Tagesplanung, führte Gespräche mit den Mitarbeitern und managte all das, was sonst noch so anstand«, berichtet Miriam. »Paolo hielt sich dagegen eher in der Tierklinik auf und war direkt im Geschehen. Die zwei hatten wohl nie frei.«

Erste Bekanntschaften in der Auffangstation »Simabô«.

Erste Bekanntschaften in der Auffangstation »Simabô«.

Alle Bilder: Miriam Boettcher · Aus: FREISEIN Kapverden

Silvia Punzo hat gemeinsam mit ihrem Mann Paolo die Tierhilfe »Simabô« gegründet.

Silvia Punzo hat gemeinsam mit ihrem Mann Paolo die Tierhilfe »Simabô« gegründet.

Alle Bilder: Miriam Boettcher · Aus: FREISEIN Kapverden

»Diese Straßenhunde liebten die Menschen in der Auffangstation.«

Miriams erste Aufgabe ist, die vielen Hunde auszuführen. Als große Herausforderung stellen sich dabei aber nicht die Hunde heraus, sondern der Boden, der aufgrund des vulkanischen Ursprungs der Insel von großen Steinen bedeckt ist. Neben der Stolpergefahr gibt es auf dem dürren Land überall stachelige Kletten, in die die Hunde immerzu hineintreten. »Ihnen diese aus ihrer Pfote zu ziehen, war quasi eine Dauer­beschäftigung. Ich war unglaublich gerührt von ihrer Dankbarkeit, wenn man sie von dem pieksenden Schmerz befreite.«

Beim Spazierengehen mit den Hunden ist Miriam von dem kleinen übermütigen Branco beeindruckt, vier Monate alt, abgemagert bis auf die Rippen und doch so voller Lebensfreude. In der Auffangstation hat Branco ein Rudel gefunden, er hat jeden Tag etwas zu essen, frisches Wasser zu trinken und bekommt jede Menge Zuneigung von den Mitarbeitern. »Was mir auffiel, war Brancos guter Draht zu Neuankömmlingen. Irgendwie schaffte er es, ängstlichen Hunden, die die Auffangstation noch nicht so gut kannten, die Angst zu nehmen. Auf irgendeine Weise sorgte er für eine friedliche Atmosphäre.«

Miriam lernt die Hunde mit der Zeit immer besser kennen. Jeder Hund scheint etwas ganz Besonderes zu sein und jeder von ihnen hat einen anderen Charakter. »Welche Geschichten sie zu erzählen hatten, würde ich wohl nie erfahren. Ich spreche leider kein Wauzisch. Fakt war aber, dass diese Straßenhunde die Menschen in der Auffangstation liebten.«

Auf ihren Spaziergängen mit den Hunden der Auffangstation schließt Miriam den übermütigen Branco ins Herz.

Auf ihren Spaziergängen mit den Hunden der Auffangstation schließt Miriam den übermütigen Branco ins Herz.

Alle Bilder: Miriam Boettcher · Aus: FREISEIN Kapverden

»Die Tiere an diesem Ort lebten wundervoll friedlich nebeneinander.«

Immer wieder werden Neuankömmlinge gebracht: Hunde, die angefahren wurden und in die Tierklinik müssen, Hunde auf drei Beinen... Und immer wieder fühlt sich Miriam vom Schicksal der Straßenhunde überfordert. Doch dann wird sie von der Liebe der geretteten Tiere ergriffen und von ihrem friedlichen Miteinander in der Auffangstation.

Der kleine Branco tapst schwanzwedelnd herum, immer auf der Suche nach einem Spielkameraden. »Ob Hund, Mensch oder der faule Kater Ernesto, irgendjemand ließ sich schon finden. Ernesto hätte zwar am liebsten den ganzen Tag gedöst, musste aber gezwungenermaßen des Öfteren herhalten, wenn Branco gerade spielen wollte«, berichtet Miriam. »Die Tiere an diesem Ort lebten wundervoll friedlich nebeneinander. Jedes Mal, wenn die Kapverdianerin Margarida ein paar gekochte Reiskörner auf den Boden fallen ließ, bedienten sich daran Hunde, Katzen und sogar Vögel. Keiner tat dem anderen etwas zuleide.«

Branco, erst 4 Monate alt,

Branco, erst 4 Monate alt,

läuft schwanzwedelnd in der Auffangstation herum, immer auf der Suche nach Streicheleinheiten oder einem Spielkameraden wie Kater Ernesto. · Alle Bilder: Miriam Boettcher · Aus: FREISEIN Kapverden

Nicht jedes Tier kann gerettet werden: »Mein Herz blutete, aber ich war froh, dass man ihn befreien konnte.«

Bei einem der Spaziergänge mit den Hunden, die Miriam gemeinsam mit Antonio von der Auffangstation unternimmt, entdecken sie auf dem Rückweg zusammengekrümmt an einer Mauer einen alten Hund mit einer großen Wunde über den ganzen Bauch. »Ich stand wie angewurzelt da und konnte mich nicht rühren, sah aber durch meine Augenschlitze, wie Antonio ohne zu zögern auf den Hund zuging. Ich war mir sicher, dass er tot war. Antonio aber beugte sich zu ihm hinunter, sprach mit ihm und bekam ein Lebenszeichen. Mit schwerem Kopf schaute das verletzte Tier zu ihm auf. Kurz darauf kam Branco angetapst, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Mit seiner kleinen Schnauze beschnüffelte er den Hund, der nicht in der Lage war, sich zu bewegen. Sofort eilten wir zur Auffangstation zurück und starteten einen Notruf.«

Als Miriam und Antonio mit dem Fahrer Juan und dem Pickup der Auffangstation zurückkommen, liegt der Hund mit seinem blutigen Bauch noch immer da. Die beiden Männer sehen, dass Miriam Tränen in den Augen hat, und grinsen ein wenig. »Was nur war mit denen los? Zerriss ihnen dieser Anblick nicht das Herz?« Aber für die Mitarbeiter von Simabô sind solche Ereignisse Alltag.

Miriam schafft es nicht, bei der Rettungsaktion zuzusehen, also nimmt sie den kleinen Branco auf den Arm und steigt in den Pickup. »Es war mir unerklärlich, wie man die emotionale Kraft aufwenden konnte, ein Tier, dessen gesamter Bauchraum offen war, in einen Transport-Käfig zu stecken und auf einen Pickup zu laden. Antonio und Juan aber konnten das. Sie und all die anderen Mitarbeiter von Simabô waren für mich wahre Helden.« Als der Transportkäfig aufgeladen ist, fährt Juan über die holprigen Straßen zur Tierklinik.

»Leider ging die Geschichte nicht gut aus. Was der Hund an seinem Bauch hatte, das war keine Fleischwunde, sondern mehrere Tumore. In der Tierklinik musste er noch am selben Abend eingeschläfert werden. So traurig das war: Hätte ich ihn nicht gefunden, wäre er qualvoll verendet. So konnte man ihn wenigstens von seinen Schmerzen erlösen. Mein Herz blutete, aber ich war froh, dass man ihn befreien konnte.«

Als Miriam am Abend Silvia, die Gründerin von Simabô trifft, kann sie sich ihr gegenüber aufgrund des traurigen Erlebnisses nicht zurückhalten. »Ich heulte Rotz und Wasser, woraufhin sie fragte, was denn passiert sei. Ich erzählte ihr von der Mauer und dem daneben kauernden Hund, bis ich vor lauter Husten gar nicht mehr zum Sprechen in der Lage war.«

Ohne weiter nachzuhaken, schaut Silvia sie an und sagt: »Go and pack your stuff, you’ll be staying at my place tonight!« (»Geh und pack deine Sachen, du bleibst heute Nacht bei mir!«) Erst will Miriam ihr Angebot nicht annehmen, hat Silvia doch selbst so viel zu tun und kann sich nicht auch noch um eine verletzte Menschenseele kümmern. Aber Silvia lässt es sich nicht ausreden - sie versteht Miriams Gefühle, denn sie hat dies alles auch schon erlebt.

Silvia und Paolo nehmen Miriam mit zu ihrem Häuschen, das einsam am Meer liegt. Als Miriam das Haus betritt, kommt ihr eine gefleckte, dreibeinige Hündin entgegen, die ihr Hinterteil auf dem Boden hinterherzieht. »Da ermahnte ich mich sofort, mich zusammenzureißen und nicht schon wieder loszuplärren! Ich setzte mich zu der Hündin auf den Boden und streichelte ihren kuschelig weichen Kopf, woraufhin sie sich auf die Seite fallen ließ, mir ihren weißen Bauch entgegenstreckte und mit dem dankbarsten Blick auf Erden in meine Augen schaute. Selten in meinem Leben hatte ich ein so niedliches Geschöpf gesehen wie diese Hündin namens Bia! Ich konnte gar nicht mehr aufhören, sie zu knuddeln, also blieb ich einfach auf dem Boden sitzen.« Silvia setzt Miriam inzwischen einen Tee auf. Als Silvia feststellt, dass Miriam eine Packung Sojamilch dabei hat, sagt sie, dass sie sich ebenfalls vegan ernähre. »Diese Frau war wirklich eine Gesandte des (Tier-) Himmels! Wunderschöne Geschichten hat sie mir an diesem späten Abend noch erzählt. Ich wünschte, ich hätte sie alle festhalten können.«

Ein Hund auf drei Beinen:

Ein Hund auf drei Beinen:

»Selten in meinem Leben hatte ich ein so niedliches Geschöpf gesehen wie diese Hündin namens Bia!« · Alle Bilder: Miriam Boettcher · Aus: FREISEIN Kapverden

Roldao, der Hund der von selbst zur Behandlung in die Tierklinik läuft

Eine der wahren Geschichten, die Silvia erzählt, bewegt Miriam ganz besonders: An ihrem ersten Tag in der Auffangstation hat sie einen Hund namens Roldao fotografiert. Als sie Silvia dieses Foto zeigt, berichtet sie, dass Roldao vor einigen Jahren eine schlimme Verletzung erlitten hatte. Sein damaliger Besitzer brachte ihn in die Tierklinik, nahm den Hund später wieder mit nach Hause und kam nie wieder, obwohl man die Wunde regelmäßig hätte behandeln sollen. »Roldao aber hatte gespürt, wie gut ihm der erste Besuch in der Klinik getan hatte und sich irgendwann einfach allein auf den Weg dorthin gemacht. Er lief so lang durch die Stadt, bis er die Klinik erreichte. Als die Ärztin ihn sah, behandelte sie seine Wunde erneut. Am nächsten Tag stand Roldao wieder vor der Tür, und auch am Tag darauf. Eines Tages entschied er, gar nicht mehr nach Hause zu gehen und blieb. Seitdem lebte er in der Auffangstation.«

Roldao humpelte von selbst zur Tierklinik.

Roldao humpelte von selbst zur Tierklinik.

Alle Bilder: Miriam Boettcher · Aus: FREISEIN Kapverden

Die Tiere in der Auffangstation suchen tierliebende Menschen, die ihnen ein Zuhause geben

ines Morgens hört Miriam von ihrem Gästezimmer aus, wie Silvia am Telefon einen Flugtransport für einen Hund namens Akati zu organisieren versuchte. Für ihn sollte es nach Belgien gehen, zu einer neuen Besitzerin, die ihn über die Simabô-Website entdeckt und sich sofort in ihn verliebt hat. »Damit sich in Zukunft vielleicht noch mehr Menschen in die Tiere von Simabô vergucken würden, schoss ich für die Website so viele Fotos wie nur möglich. Jedes Tier, das ein Zuhause finden würde, war ein gerettetes Tier und machte in der Auffangstation zugleich Platz für ein anderes bedürftiges Wesen.«

An den folgenden Tagen ist es Miriams Aufgabe, Fotos von den Hunden in der Auffangstation zu machen. »Weihnachten rückte immer näher; eine Zeit, in der die Menschen geben. Um die weltweit zerstreute Zielgruppe von Tierfreunden zu erreichen, bedurfte es von Simabô viel Initiative auf dem Online-Sektor.« Je mehr Emotionen durch Bilder hervorgerufen würden, desto höher die Chance, dass die Mission unterstützt würde: durch Spenden oder durch die Adoption von Hunden. Und dies ist auch Miriams großer Wunsch: »Dieses Jahr zu Weihnachten wünschte ich mir nur eins: dass ein paar dieser Hunde im Laufe der Zeit adoptiert werden!«

Und Miriam hat noch einen wichtigen Hinweis für alle Tierfreundinnen und Tierfreunde: »Wenn auch du einem Tier aus dem Ausland ein sicheres Zuhause schenken willst, denke bitte daran, dass es unter den unzähligen Organisationen auf dieser Welt viele schwarze Schafe gibt. Sie geben sich als wohltätig aus, machen mit den Tieren aber in Wirklichkeit ein riesengroßes Geschäft. Also bitte schlaulesen und ruhig misstrauisch sein!«

»Super Lucky« als kleiner Welpe kurz nach ihrer glücklichen Rettung.

»Super Lucky« als kleiner Welpe kurz nach ihrer glücklichen Rettung.

Super Lucky - die kleine Hündin mit dem großen Glück

Am Ende ihrer Mission auf den Kapverden lernt Miriam eine Hündin namens »Super Lucky« kennen. Super glücklich musste Super Lucky wohl gewesen sein, als sie als kleiner Welpe von einer Urlauberin gefunden wurde. »Das tapsige kleine Ding lag damals völlig allein bei den Fischabfällen am Meer und war ganz schwach. Wahrscheinlich hatte sie ihre Mutter verloren«, erzählt Miriam. Die Urlauberin hatte ein großes Herz und nahm - die zu jener Zeit noch namenlose - Super Lucky mit, recherchierte und stieß auf Simabô.

Nun hat die inzwischen erwachsene Hündin die Chance bekommen, adoptiert zu werden und in ein schönes Leben zu starten. Doch nach sehr viel Organisationsaufwand kommt es zu Hürden. Und die Person, die Super Lucky adoptieren wollte, springt einfach ab. Als Miriam das am Morgen hört, ist sie verzweifelt. Auch wenn sie selbst den Transport über zwei Fluglinien übernehmen würde: Wo sollte Super Lucky anschließend dauerhaft unterkommen? »Mein Mann und ich hätten ihr zwar für ein paar Wochen einen Unterschlupf gewähren können, aber unser Lebensstil erlaubte es uns nicht, sie zu behalten.«

Schließlich wird Miriams Weihnachtswunder wahr: »Wer hätte noch vor einigen Wochen gedacht, dass ich mit einer Hündin von den Kapverden zurück nach Deutschland kommen würde!« Für Super Lucky gibt es ein Happy End: Miriam findet für die Hündin ein neues Zuhause.

Ankunft von »Super Lucky« in Deutschland.

Ankunft von »Super Lucky« in Deutschland.

Alle Bilder: Miriam Boettcher · Aus: FREISEIN Kapverden

Fast drei Jahre später

Inzwischen sind fast drei Jahre vergangen. Miriam arbeitet mit der Organisation Simabô weiterhin eng zusammen: »Weltweit habe ich mich mit sehr vielen Universitäten in Verbindung gesetzt, an denen Veterinärmedizin unterrichtet wird. Daraufhin haben sich einige Studenten zur Freiwilligen­arbeit gemeldet. Des Weiteren habe ich mehrere tausend Tierärzte kontaktiert, von denen sich bereits eine Handvoll erfolgreich auf die Kapverden aufgemacht hat, um Simabô eine Zeit lang zu unterstützen.«

Doch leider hat Miriam nicht nur gute Nachrichten zu verkünden: »Die Auffangstation muss geräumt und das Grundstück verlassen werden. Momentan leben darin mehr als hundert Hunde und keiner weiß, wie es weitergehen soll.« Gesucht wird ein neues Gelände für die Auffangstation, aber die Preise auf der Insel São Vicente in Kap Verde sind hoch. Darum hat Miriam eine Spendenkampagne gestartet.

Weiterführende Informationen über das Buch und Miriams Spendenkampagne für die Tierhilfsorganisation Simabô

»Ich heiße Miriam Boettcher und bin passionierte Weltenbummlerin. Wenn ich nicht gerade auf Reisen bin, findet man mich in Deutschland. Dort wohne und arbeite ich die meiste Zeit. Deutschland ist meine Base, aber mein Zuhause ist die Welt, und von dieser versuche ich, so viel wie möglich kennenzulernen. Sie ist so voller Geschichten und Abenteuer, dass ich gar nicht genug bekommen kann!

Für die Organisation Simabô bin ich im Sommer 2023 mit meinem Fahrrad durch Italien, Monaco, Frankreich, Andorra und Spanien (inklusive Balearische Inseln) gefahren. Durch diese Aktion habe ich Spenden für über hundert Hunde und Katzen auf den Kapverden gesammelt, die in den Auffangstationen leben. Sie haben es verdient, ein schönes Leben zu führen, mit den vermeintlich selbstverständlichen Grundbedürfnissen wie einem vollen Bauch, Gesundheit und Sicherheit. Denn in Mindelo, der zweitgrößten Stadt der Kapverdischen Inseln, ist der Zustand vieler Straßentiere katastrophal. Simabô gibt jeden Tag alles, um sie medizinisch versorgen zu können.«

Miriam Boettcher auf Instagram:

www.instagram.com/miriamboettcher.freisein/

Miriams Spendenkampagne für die Tierhilfsorganisation Simabô in Kap Verde:

www.gofundme.com/f/help-dogs-and-cats-in-cape-verde

Tiershilfsorganisation Simabô

Information: www.simabo.org

E-Mail: info@simabo.org

Das Buch

Miriam Boettcher: FREISEIN Kapverden
Taschenbuch, 268 Seiten
Freisein-Verlag, 2023 · ISBN 978-3982550114
Preis: Taschenbuch: 20,90 · Kindle: 6,99
www.freisein-verlag.de

FREIHEIT FÜR TIERE 2/2024

Freiheit für Tiere 2/2024

Artikelnummer: 2/2024

Promis für Tiere: Billie Eilish und Fienas eröffnen veganes Restaurant in L.A. · Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul • Interview mit Mary McCartney • Wissenschaft: Vogelmütter singen Lieder für ihre ungeschlüpften Küken • Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss • Klage vor dem Verwaltungsgericht Osnabrück: Grundstück in Niedersachsen jagdfrei! • Interview: Ein Fleischer hört auf zu töten und wird Veganer • Das Leid der Ziegen für Kaschmirpullis • Peter Berthold: HILFESCHREI der NATUR! • WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere • ATLAS der bedrohten TIERE • EASY SPEEDY VEGAN - Die besten 10-, 20- und 30-Minuten-Rezepte • Vegane Kuchenliebe

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FREIHEIT FÜR TIERE 1/2024

Freiheit für Tiere 1/2024

Artikelnummer: 1/2024

Fakten zu Fleisch, Milch und Eiern • Wegen industrieller Massentierhaltung: Nitratbelastung steigt immer weiter • Wissenschaft: Oxford-Studie vergleicht Umweltbilanz von verschiedenen Ernährungsformen - Wie schädlich sind Fleisch und Milchprodukte wirklich? • Schwere Misshandlung von Kälbchen auf Kälberauktion: PETA erstattet Strafanzeige • Ergreifender Reisebericht: Einsatz für Straßenhunde in Kap Verde • Keine Jagd auf meinem Grundstück: Ehepaar aus Gütersloh klagt gegen Jagd auf seinen Grundstücken • Neues Buch von Josef H. Reichholf: STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen • Interview mit Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich« • Vögel verstehen: Was uns die Vögel über uns und unsere Umwelt verraten • Studie: Je mehr tierisches Protein, desto höher die Sterblichkeit • Lifestyle: Tierfreundlich kochen & backen»VEGAN Everyday« von Bianca Zapatka • Easy Vegan Christmas« von Katy Beskow

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FREIHEIT FÜR TIERE 4/2023

Freiheit für Tiere 4/2023

Artikelnummer: 4/2023

Wissenschaft: Träumen Tiere? • Naturschutzgebiete: Deutschland fast Schlusslicht in Europa • Wissenschaft: Hirsche schaffen Nistmöglichkeiten und fördern die Biodiversität • Promis für Tiere • Billie Eilish: »Das Wichtigste, was du tun kannst, ist zu ändern, was auf deinem Teller liegt und was du isst« • Arnold Schwarzenegger setzt auf Bohnen, Linsen und Veggie-Burger • Felicitas Woll hinter Gittern: »Menschenaffen raus aus Zoos!« • Recht: PETA erstattet Strafanzeige gegen Rinderhaltung im Main-Kinzig-Kreis • Schockierende Anbindehaltung für »Schwarzwaldmilch« • Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen • 35 Prominente appellieren an die Bundesregierung: Stoppen Sie den Import von Jagdtrophäen! • Österreich: Volksbegehren für ein Bundesjagdgesetz mit den Säulen Ökologie und Tierschutz • »Freiheit für Tiere«-Interview mit Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer: »Jede schrittweise Verbesserung für die Tiere ist ein Fortschritt« • Ältestes Wildtierschutzgebiet Europas feiert Jubiläum: 475 Jahre Jagdbanngebiet

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Sonderausgabe: Fakten gegen die Jagd

Artikelnummer: 521

Die Natur braucht keine Jäger: Fakten gegen die Jagd - Warum jagen Jäger wirklich? Die Frage »Warum jagen wir?« beantwortet eine Jagdredakteurin wie folgt: »Einige beschreiben die Jagd als Kick, andere sprechen von großer innerer Zufriedenheit. Die Gefühle bei der Jagd sind ebenso subjektiv wie in der Liebe. Warum genießen wir sie nicht einfach, ohne sie ständig rechtfertigen zu wollen?« Rationale Gründe, mit denen Jäger rechtfertigen, dass die Jagd notwendig sei, sind offenbar nur Ausreden. Jedenfalls schreibt die Jägerin: »Der Tod, der mit dem Beutemachen verbunden ist, ist verpönt. Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz.«

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

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Dokumentarfilm »Der Boden auf dem wir leben - der unbekannte Kosmos«

Wenn wir durch einen Wald oder über eine Wiese laufen, ist uns wenig bewusst, welch unglaubliches Wunder der Schöpfung sich direkt unter unseren Füßen befindet. Denn im Boden verbirgt sich - zum größten Teil unsichtbar für unsere Augen - billionenfaches Leben. Allein unter der Fläche eines Fußes existieren mehr Lebewesen, als es Menschen auf der ganzen Erde gibt. Ohne diese ausgeklügelte Mikroschöpfung im Boden mit ihren winzigen Lebewesen gäbe es kein Leben auf der Erde.
Der Dokumentarfilm »Der Boden auf dem wir leben - der unbekannte Kosmos« aus dem Verlag Das Brennglas erklärt, warum das so ist.
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DVD: Der Boden, auf dem wir leben

Artikelnummer: 312

Das Leben im Boden unter unseren Füßen ist ein gigantischer Mikrokosmos von unvorstellbarer Dimension. Ohne diesen Kosmos gäbe es kein Leben auf der Erde, keine Pflanzen und keine Tiere. Doch der Mensch vernichtet das Bodenleben systematisch. Die Folgen sind jetzt schon offensichtlich: Die Zahl der Insekten ist um rund 80 % zurückgegangen und auch die Vögel werden immer seltener. Wie geht es weiter? Welche Alternativen gibt es? Und wird der Mensch sie nutzen?

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WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere

»Wild und frei« ist mit atemberaubenden schwarz-weiß-Fotografien eine Ode an die Wildnis. Tom D. Jones ist ein begnadeter »fine art«-Fotograf und zeigt Wildtiere wie Elefanten, Giraffen, Nashörner, Gorillas oder Löwen aus nächster Nähe. »Für mich dreht sich alles um die Freiheit des Tieres«, erklärt er. Deshalb gibt es in den Aufnahmen dieses Buches kein einziges Tier, das gefüttert wird, in einem privaten Reservat lebt oder in irgendeiner anderen Form von Gefangenschaft gehalten wird. Das Ergebnis sind Aufnahmen, welche unter die Haut gehen. weiter

Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul

Mit ihrem neuen Buch »Feeding Creativity« verbindet Mary McCartney ihre beiden großen Leidenschaften: Fotografie und Kochen. Jedes der 60 veganen Rezepte hat sie mit Stars gekocht und sie beim Kochen und Essen fotografiert: Schauspielerinnen und Schauspieler wie Cameron Diaz, Kate Blanchett, Drew Barrymore, Woody Harrelson, Stanley Tucci und David Oyelowo, Musikerinnen und Musiker von Nile Rodgers oder bis Ringo Star und Papa Paul, Künstlerinnen und Künstler wie David Hockney und Jeff Koons oder Primaballerina Francesca Hayward. weiter

Interview mit Mary McCartney: Wie entstand die Idee zu dem veganen Promi-Kochbuch »Feeding Creativity«?

Mit ihrem Kochbuch »Feeding Creativity« möchte Mary McCartney zeigen, wie schnell, einfach, lecker und unkompliziert und einfach das vegane Kochen ist. Damit tritt sie in die Fußstapfen ihrer Mutter Linda McCartney, die ebenfalls Promi-Fotografin war, bereits in den 1970er und 80er Jahren vegetarische Kochbücher veröffentlichte und sich für den Schutz der Tiere einsetzte.


Wie entstand die Idee zu dem Kochbuch?


Mary McCartney: Ich liebe es, Rezepte mit anderen zu teilen. Ich koche schon immer für andere und es ist meine Art, mit jemandem Verbindung aufzunehmen. Aber ich bin nun mal begeisterte Portrait-Fotografin, und so kam eines Tages die Idee für »Feeding Creativity«.
Zum Interview mit Mary McCartney

Metzger gegen Tiermord

Metzger gegen Tiermord? Das scheint ein Widerspruch in sich zu sein. Was aber, wenn gelernte Metzger dem Tiertöten abschwören und Veganer werden?

Im Verein »Metzger gegen Tiermord« haben sich ehemalige Metzger zusammengeschlossen. Aufgrund Ihrer beruflichen Erfahrung sind sie Insider der Branche und klären mit ihrem Fachwissen und ihren Recherchen über Tierrechts­verstöße auf, die normalerweise vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben.

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Peter Hübner, einem ehemaligen Fleischer. Peter Hübner ist Pressesprecher und zweiter Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins »Metzger gegen Tiermord« e.V.

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Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss

Der Fall sorgte für Aufsehen über Bayern hinaus: Ein 77-jähriger Hobbyjäger erschoss im Juli 2022 die Hündin Mara von Urlaubern aus Österreich, die eine Kanutour auf dem Main machten - angeblich, weil sie »gewildert« hätte. Am 20. November 2023 verurteilte das Amtsgericht Haßfurt den Jäger wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer Geldstrafe von 5.600 Euro (140 Tagessätzen zu je 40 Euro). Zudem wurde das bei der Tat benutzte Kleinkalibergewehr eingezogen. Dem Urteil zufolge war der angeklagte Hobbyjäger nicht berechtigt, die Hündin zu erschießen. Hinweise darauf, dass die Hündin gewildert hatte, hätten sich nicht ergeben. weiter

Niedersachsen: 1,4 Hektar Grundstück jagdfrei!

Ein 1,4 Hektar großes Grundstück südwestlichen Niedersachsen ist seit Dezember 2023 offiziell jagdfrei. Die Eigentümer sind Tier- und Naturschützer, die aus Liebe zu den Tieren seit vielen Jahren vegan leben. Im September 2020 stellten sie den Antrag auf jagdrechtliche Befriedung aus ethischen Gründen, weil sie es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können, dass Jäger auf ihrem Grundstück Tiere töten. weiter

STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen

»Land« = blühende Landschaften und Artenvielfalt, »Stadt« = Beton und Ödnis? Eine Vorstellung, die längst so nicht mehr gilt. Der bekannte Zoologe, Ökologe und Bestseller-Autor Prof. Dr. Josef H. Reichholf unternimmt in seinem neuen Buch »Stadtnatur - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen« einen Streifzug durch die vielfältigen Ökosysteme des urbanen Raums. Ob Wildschweine, Füchse und Nachtigallen in Berlin, Wanderfalken in Köln oder eine bunte Vogelwelt und Rehe im Englischen Garten in München: viele Wildtiere haben den Lebensraum Stadt längst für sich entdeckt. Inzwischen sind unsere großen Städte sogar Inseln der Artenvielfalt geworden, die sogar mit den besten Naturschutzgebieten mithalten können.
In den Städten finden Tiere und Pflanzen die Biotope, die sie für ihr (Über)Leben brauchen. Hier sind sie weniger Gefahren ausgesetzt als auf dem Land, wo freilebende Tiere gejagt und ihre Lebensräume durch eine industriell betriebene Land- und Forstwirtschaft vernichtet werden...
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Prof. Dr. Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich«

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Josef H. Reichholf über sein neues Buch »Stadtnatur«, über Großstädte als Rettungsinseln der Artenvielfalt und darüber, was geschehen müsste, damit die Artenvielfalt auf den Fluren und in den Wäldern wieder zunimmt. weiter

Vegan Everyday - 100 einfache Rezepte, die immer schmecken!

In ihrem 7. Kochbuch »Vegan Everyday« präsentiert Bianca Zapatka 100 beliebte Gerichte für jeden Tag - unkompliziert, ohne großen Aufwand & schnell zubereitet. Und die Ergebnisse sehen auch noch soooo gut aus! Denn bei der Kochbuch-Bestsellerautorin und Foodstylistin isst immer auch das Auge mit. Detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen zeigen, wie’s geht. Der Geschmack überzeugt die ganze Familie: ob Vegan-Freunde oder Skeptiker. weiter

Wie schädlich sind Fleisch und Milchprodukte wirklich?

Eine Studie der Universität Oxford hat verschiedene Ernährungsweisen auf ihre Umweltbilanz untersucht: vegan, vegetarisch, pescetarisch (nur Fisch und kein Fleisch) und fleischhaltig. Die Ergebnisse zeigen, welche Auswirkungen der Konsum von Fleisch und Milch auf unseren Planeten hat - nicht nur auf das Klima. Bereits der tägliche Verzehr von nur 100 Gramm Fleisch (4 kleine Scheiben Wurst oder 2 Scheiben Schinken - eine Bratwurst wiegt bereits 150 g) führt zu vier Mal höheren Umweltauswirkungen im Vergleich zur pflanzlichen Ernährung. weiter

Schwere Misshandlung von Kälbchen auf Kälberauktion

Der Tierrechtsorganisation PETA wurde umfangreiches Bild- und Filmmaterial von Kälberauktionen des Zuchtverbands für oberbayerisches Alpenfleckvieh Miesbach e.V. zugespielt. Die Aufnahmen dokumentieren über drei Jahre hinweg massive Gewalt gegenüber Kälbern vor den Auktion, während der Auktionen und danach. Der Fernsehsender RTL veröffentlichte Anfang August einige der verstörenden Szenen: Kleine Kälber werden getreten und an den Ohren gezogen. Wenn sie schneller laufen sollen oder vor Schwäche nicht mehr aufstehen oder gehen können, werden ihre Schwänze schmerzhaft gebogen. - PETA hat Strafanzeige gegen den Zuchtverein bei der Staatsanwaltschaft München II gestellt. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Neues Kochbuch von Björn Moschinski: »Vegan Kochen und Backen«

Nach vier erfolgreichen veganen Kochbüchern stellt Björn Moschinski mit seinem neuen Buch »Vegan Kochen und Backen« sein »Best of« vor: In über 100 Rezepten zeigt er, wie unglaublich vielfältig, bunt und lecker die vegane Küche ist - und vor allem: 100% tierfreundlich. Denn die Liebe zu den Tieren ist sein alles entscheidender Antrieb und seine Motivation: Schon als Jugendlicher traf er die Entscheidung, keine Tiere mehr zu essen - und nur ein Jahr später wurde er Veganer. weiter

3 Rezepte aus »VEGAN Kochen und Backen« von Björn Moschinki

Vegan vom Grill

»Was essen Veganer, wenn gegrillt wird?« Diese Frage wurde der britischen Köchin Katy Beskow während ihrer bisher fünfzehn Jahre als Veganerin unzählige Male gestellt. Die Antwort: »Wenn ihr euch von der Idee verabschiedet, dass Grillen und Fleisch (oder Fertiggerichte aus Fleisch­alternativen) untrennbar zusammengehören, steht euch eine neue Welt offen.« In ihrem neuen Kochbuch »Vegan vom Grill« zeigt Katy Beskow mit 70 kreativen und unkomplizierten Rezepten, dass fleischfrei Gegrilltes hervorragend schmeckt - nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über! Dazu zeigt Katy zahlreiche Tipps und Tricks - damit die Grillparty auch bei blutigen Grill-Anfängerinnen und -Anfängern gelingt. Ob Hauptgericht oder Dessert: »Vegan vom Grill« animiert, den Grill dieses Jahr richtig zum Einsatz kommen zu lassen!
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Rezepte aus: Vegan vom Grill

Bild: Luke Albert · aus: »Vegan vom Grill« von Katy Beskow. ars vivendi, 2023

»Freiheit für Tiere« stellt Ihnen drei Rezepte für die tierfreundliche Grillsaison vor:

· Blumenkohl und Mango in würziger veganer Joghurtmarinade

· Rauchige Paella mit Riesenbohnen und Oliven

· Gegrillte Wassermelone mit grünem Thai-Curry

Die vegane Backbibel

Toni Rodríguez’ vegane Patisserie ist eine Klasse für sich. Dafür hatte er über zwei Jahrzehnte geforscht und neue Rezepturen entwickelt, deren Geheimnisse er jetzt in seinem ersten Buch »Die vegane Backbibel« verrät. In über 100 Rezepten mit Schritt-für-Schritt-Fotografien leitet er leicht verständlich zum Backen der veganen Meisterwerke an. So gelingen Biskuitrollen, Torten und Tortenschnitten, Donuts, Tiramisu, Brioche und Tartes, Cheesecake, Flans (die normalerweise aus Unmengen an Eiern bestehen) und Macarons (ein französisches Baisergebäck, das hauptsächlich aus Eischnee besteht) 100% tierfreundlich. Mit seinem ersten Buch »Die vegane Backbibel« führt Toni Rodríguez Hobbybäcker und Profis in die hohe Kunst der veganen Patisserie ein. Dieses Meisterwerk lässt nicht nur die Herzen von Veganerinnen und Veganern höher schlagen!

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Rezepte aus: »Die vegane Backbibel« von Toni Rodríguez

"Erdlingshof" seit 1.4.2023 offiziell jagdfrei!

Alle Grundstücke des »Erdlingshofs« e.V., idyllisch gelegen im Landkreis Regen im Bayerischen Wald, sind mit Beginn des neuen Jagdjahres am 1.4.2023 offiziell jagdfrei! Und das betrifft nicht nur die Hofgrundstücke, die im Besitz der der beiden Vorstände Birgit Schulze und Johannes Jung stehen, sondern auch die Weideflächen, die dem eingetragenen Verein - also einer juristischen Person - gehören. Damit ist der »Erdlingshof« der erste Tierschutzverein in Deutschland, dem die jagdrechtliche Befriedung seiner Flächen gelungen ist! weiter

Urteil BVerwG: Auch Vereine und Stiftungen können die jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen aus ethischen Gründen beantragen

Laut § 6a Bundesjagdgesetz (BJagdG) dürfen nur »natürliche Personen« das Ruhen der Jagd beantragen. Tier- und Naturschutzvereine oder Stiftungen konnten bisher das Ruhen der Jagd auf ihren Flächen nicht beantragen. Doch dies ist mit dem entscheidenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 und der Europäischen Menschenrechtskonvention (Schutz des Eigentums) nicht vereinbar.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof München macht in seinem grundlegenden Urteil vom 28.05.2020 »Erklärung von Grundstücken zu jagdrechtlich befriedeten Bezirken« die Antragstellung auch für juristische Personen wie Vereine, Stiftungen oder GmbHs möglich. (VGH München, 19 B 19.1713 und 19 B 19.1715) weiter

Tierschutzverein »Robin Hood«: Einsatz für Straßenhunde in Albanien

Der österreichische Tierschutzverein »Robin Hood« unterstützt neben Tierschutzprojekten und Tierrechts-Öffentlichkeitsarbeit in Österreich mehrere Tierschutzprojekte im Ausland. Dazu zählen ein Hilfsprojekt für Schlittenhunde in Grönland, der Einsatz für Streunerhunde in Rumänien mit Kastrationsprojekten und der Unterstützung von rumänischen Tierheimen sowie der Einsatz für Streunerhunde und Streunerkatzen in Albanien. Anfang 2023 reiste Marion Löcker, Gründerin und Vorsitzende von »Robin Hood«, zum dritten Mal nach Elbasan in Albanien, um sich ein Bild von der Lage der Streunertiere zu machen - und vor allem, um die Arbeit der Tierschützerinnen und Tierschützer vor Ort zu unterstützen.
Lesen Sie hier ihren Reisebericht.

Der Kolkrabe

Kolkraben faszinieren den Schweizer Biologen und Gebirgsökologen Prof. Dr. Heinrich Haller seit jeher. 24 Jahre lang war er Direktor des Schweizerischen Nationalparks. Bis heute zieht es ihn immer wieder in den Nationalpark, vor allem zu den Kolkraben. Seit sieben Jahren beobachtet er die Vögel intensiv. Ein Kolkrabenpaar, das er Rabea und Corvun nannte, schloss Freundschaft mit dem Naturforscher, so dass er die Vögel aus nächster Nähe beobachten und ihr Verhalten studieren konnte. Nun hat Heinrich Haller seine Sammlung aus atemberaubenden Bildern, persönlichen Erlebnissen und wissenschaftlichen Erkenntnissen auf über 200 Seiten in einem großformatigen Buch zusammengefasst. weiter

Interview mit Prof. Dr. Heinrich Haller

Der Schweizer Biologe Prof. Dr. Heinrich Haller hat in den Alpen Studien über Steinadler, Luchse, Rothirsche, Uhus, Kolkraben und andere Wildtiere durchgeführt. 24 Jahre lang war er Direktor des Schweizerischen Nationalparks. »Freiheit für Tiere« sprach mit dem renommierten Naturforscher über seine Begeisterung für wilde Natur und die darin lebenden Tiere sowie die Notwendigkeit von Überzeugungsarbeit, um die Idee, die Natur so weit wie möglich selbstständig wirken zu lassen, mehr in der Gesellschaft zu verankern.
Das Interview lesen

Federleicht - Das erstaunliche Leben der Spatzen

Sie leben mitten unter uns in unseren Dörfern, Städten und den heimischen Gärten, sie landen auf Bistro-Tischen und in Biergärten, um blitzschnell von unserem Kuchen oder sogar Pommes zu stibitzen - und doch wissen wir so wenig über sie: Spatzen, auch Sperlinge genannt. Im Gefolge des Menschen haben sie fast den gesamten Globus besiedelt. Doch leider sind auch Spatzen inzwischen stark bedroht: die Bestände haben bis zu 80 Prozent abgenommen. In ihrem Buch "Das erstaunliche Leben der Spatzen" laden uns die Naturexperten Eva Goris und Claus-Peter Hutter zu einer Entdeckungsreise ein in die geheime Welt eines vermeintlichen "Allerweltsvogels". weiter

Hannes Jaenicke: »Seit 30 Jahren wird das Tierschutzgesetz wissentlich gebrochen«

»Die Milch macht's«, »Milch macht müde Männer munter«, »Fleisch ist ein Stück Lebenskraft« - wir alle sind mit diesen Werbe-Slogans aufgewachsen. In seinem investigativen Enthüllungsbuch »Die große Sauerei« deckt Hannes Jaenicke die dreistesten Industrie- und Werbelügen auf und erklärt, was Verbraucherinnen und Verbraucher über Fleisch, Milchprodukte und Eier unbedingt wissen sollten, um vor dem Kauf und Verzehr die richtige Entscheidung zu treffen. weiter

FREIHEIT FÜR TIERE-Interview mit Hannes Jaenicke

»Die einzige Antwort auf diese Art der Massentierhaltung ist der Verzicht auf ihre Produkte «
FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem Schauspieler und bekannten Umweltschützer Hannes Jaenicke über die Recherchen zu seinem neuen Buch, warum er vor 40 Jahren zum Vegetarier wurde, warum er Hafermilch trinkt, über das Problem, dass immer noch zu viele Menschen schlecht informiert sind und was dagegen zu tun ist. weiter

Legalisierte Tierquälerei

Warum die Tierhaltung in Deutschland legalisierte Tierquälerei ist
Seit Jahren dokumentiert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland anhaltend schlechte Zustände für Tiere in der deutschen Landwirtschaft und das, obwohl der Umwelt- und Tierschutz im deutschen Grundgesetz als Staatsziel verankert ist. Wie sich die Regierung beim Tierschutz aus der Pflicht nimmt, welche grausamen Bereiche der Tierindustrie stattdessen sogar noch mit Steuergeldern subventioniert werden, und was das für die Tiere bedeutet, lesen Sie im folgenden Bericht.

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Die Vermessung der Ernährung

Haben Sie sich schon einmal überlegt, welche Auswirkung unsere Ernährung, also das, was wir jeden Tag essen, auf die Gesundheit, auf Tiere und Natur, auf Böden und Grundwasser, auf die Artenvielfalt, auf die Regenwälder, auf Menschen in den ärmeren Ländern und auf das Klima hat? Sollten wir vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden Umwelt- und Klimakatastrophe, welche unser aller Lebensgrundlagen bedroht, nicht viel mehr über diese Zusammenhänge wissen? weiter

Vermessung der Ernährung: Interview mit Jan Wirsam

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Jan Wirsam, wie das Buch Die Vermessung der Ernährung mit Prof. Dr. Claus Leitzmann entstand, aus welchen Gründen die Wissenschaftler mit einigen Kollegen die Forschung über pflanzliche Ernährung so engagiert vorantreiben und warum in Deutschland mehr Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen, Bohnen, Lupinen und Soja angebaut werden sollten. weiter

Neues Buch von Prof. Reichholf: Stadt, Land, Fuchs

»Unsere Säugetiere verdienen mehr Beachtung; viel mehr, als ihnen gegenwärtig zuteil wird«, ist Prof. Dr. Josef H. Reichholf überzeugt. Sie brauchen neue Freunde! Solche zu gewinnen, ist das Hauptanliegen seines neuesten Buches »Stadt, Land, Fuchs: Das Leben der heimischen Säugetiere«. weiter

Interview mit Prof. Josef H. Reichholf

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem renommierten Zoologen über Wildtiere, Jäger, Massentierhaltung und was jeder Einzelne für wild lebende Tiere tun kann. weiter

Das Leid der Stuten für Schweinefleisch

Bisher kannte man die grausamen Stutenblut-Farmen in Argentininen, Urugay und China: Schwangeren Pferden wird dort literweise Blut abgezapft und an die Pharmaindustrie verkauft. Die Hormone der Stuten werden in der industriellen Schweinemast eingesetzt, um die Trächtigkeit der Sauen zu erhöhen und zu synchronisieren. Nachdem immer wieder über die grausamen Blutfarmen in Südamerika berichtet wurde, stoppten einige Pharmakonzerne den Import aus diesen Ländern - und wichen auf Islandponys aus. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter

Eier in Fertigprodukten: Versteckte Tierqual

Für jeden Tierfreund ist es selbstverständlich, keine Eier aus Käfighaltung zu kaufen. Doch vielen Tierfreunden ist die Problematik von Eiern in verarbeiteten Produkten nicht bewusst: Denn in Nudeln, Gnocchi, Mayonaise & Dessings, Kuchen & Keksen, Süßigkeiten und Fertiggerichten werden noch immer Eier verarbeitet, welche die große Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher ablehnt: nämlich Eier aus Käfighaltung. weiterlesen