Metzger gegen Tiermord

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Peter Hübner hat mit anderen ehemaligen Fleischern und Metzgern den Verein »Metzger gegen Tiermord« gegründet.

Peter Hübner hat mit anderen ehemaligen Fleischern und Metzgern den Verein »Metzger gegen Tiermord« gegründet.

Metzger gegen Tiermord? Das scheint ein Widerspruch in sich zu sein. Was aber, wenn gelernte Metzger dem Tiertöten abschwören und Veganer werden?

Im Verein »Metzger gegen Tiermord« haben sich ehemalige Metzger zusammengeschlossen. Aufgrund Ihrer beruflichen Erfahrung sind sie Insider der Branche und klären mit ihrem Fachwissen und ihren Recherchen über Tierrechts­verstöße auf, die normalerweise vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben.

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Peter Hübner, einem ehemaligen Fleischer. Peter Hübner ist Pressesprecher und zweiter Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins »Metzger gegen Tiermord« e.V.

Peter Hübner lernte schon als Kind das Schlachten, war Fleischer und Angler. Heute ist er Veganer und setzt sich öffentlich für Tierrechte ein.

Peter Hübner lernte schon als Kind das Schlachten, war Fleischer und Angler. Heute ist er Veganer und setzt sich öffentlich für Tierrechte ein.

FREIHEIT FÜR TIERE:  Du hast schon seit deiner Kindheit geschlachtet und als Fleischer gearbeitet.

Peter Hübner: Genau. Ich habe schon als Kind Schlachten gelernt bei meinem Patenonkel: Also, ich habe von klein auf immer geschlachtet, habe eine Fleischerausbildung begonnen, bin also in die Fleischerei gekommen, habe Fleisch verarbeitet. Das war auch soweit ganz gut. In meiner Zeit im Schlachthof habe ich gemerkt: Ich kann das ganze Tierleid mit der Massentierhaltung überhaupt nicht mehr vertragen. Das Fleisch, das wir bekommen haben, war katastrophal, der Umgang mit den Tieren war katastrophal... Darum habe ich in der Fleischerei aufgehört. Aber ich habe dann noch einige Jahre weiter geschlachtet, auch privat, Kaninchen und so weiter... Ich wollte immer Fleisch von gut gehaltenen Tieren essen.



FREIHEIT FÜR TIERE:  Irgendwann konntest du das Töten von Tieren nicht mehr mit deinem Gewissen vereinbaren und bist ausgestiegen. Gab es ein Schlüsselerlebnis?

Peter Hübner: Das war eigentlich ein langer Prozess. Hier die Kurzversion: Ich war 2014 Angeln in Schweden, wo wir ein Haus hatten, und habe einen Fisch gefangen, den ich nicht töten konnte. Ich habe ihn vom Haken gelassen, hab ihm einen Kuss gegeben auf die Stirn und ihn wieder zurückgesetzt ins Wasser. Und für mich war klar: Wenn du nicht töten kannst, darfst du auch kein Fleisch essen! Das heißt, ich wusste ganz genau, was das jetzt für mich bedeutet. Ich bin dann zurückgefahren in die Hütte zu meiner Frau und hab gesagt: »Du, ich hab nichts gefangen.« Und die nächsten Tage bin ich nicht zum Angeln gegangen und habe Ausreden gesucht wie: Es ist zu windig, es ist zu warm, es ist zu regnerisch...

Und nach dem Urlaub bin ich von der Arbeit gekommen und habe zu meiner Frau gesagt: »Ich lebe ab heute vegan!« Also, das mit dem Fisch war ein einschneidendes Erlebnis. Meine Frau hat mir dann erzählt, dass sie schon im Winter wusste, dass ich dieses Jahr nicht mehr Fleisch grillen würde. Sie hatte es schon geahnt.

Die Entwicklung war eigentlich seit meiner Ausbildung zum Fleischer 1988 vorprogrammiert: Erst wollte ich keine Massentierhaltung mehr und nur noch freilaufende Tiere schlachten... also, ich wurde immer skeptischer.

Ich war bei »Sea Shepard« aktiv und war dann beruflich in Japan. Dort habe ich mit Japanern über den Walfang gesprochen. Die haben mir gesagt: Sie finden den Walfang auch nicht gut. Aber es bestürzt sie, dass wir Europäer hier auf moralisch tun, wenn wir doch Tiere züchten, sie von Geburt an gefangen halten, verstümmeln, misshandeln, töten. Und dann regen wir uns über einen Fang von Tieren auf, die frei gelebt haben. - Und ich muss ganz ehrlich sagen: Ich konnte kein Argument dagegen bringen! Und das hat bei mir sehr viel ausgelöst, in Richtung Veganismus zu gehen.

Fleischer wird Veganer: »Milchindustrie und Eierindustrie sind noch grausamer als die Mast«

FREIHEIT FÜR TIERE:  Du hast damit aufgehört, Tiere zu töten und aufgehört, Fleisch und Fisch zu essen - aber vegan zu werden und keine Milchprodukte und keine Eier zu essen, ist ja noch mal ein weiterer Schritt!

Peter Hübner: Für mich war der Schritt: Ganz oder gar nicht. Als ich meiner Frau sagte: »Ich lebe jetzt vegan«, meinte sie: »Wir können doch vegetarisch essen.« Da sagte ich, das kann ich nicht, denn die Milchindustrie und die Eierindustrie sind noch grausamer als die Mast. Und für mich gibt es keinen Zwischenschritt: entweder - oder.

Ich glaube, die Menschen, die Vegetarier geworden sind, und sich mit Tierleid auseinander setzen, sind in einer Komfortzone: »Ich mach ja schon sehr viel«. Und sie nehmen oft gar nicht wahr, dass für die Milchindustrie und für die Eierindustrie die Tiere extrem gequält werden.

Meine Großeltern hatten eine Landwirtschaft, ich selber habe in der Nachbarschaft, bis ich 14 Jahre alt war, auf dem Bauernhof geholfen. Also, ich habe da alles miterlebt: von Enthornung der Tiere, über Kastration und so weiter. Die Kühe haben dort - so habe ich damals gedacht - gut gelebt: sie waren in Anbindehaltung und kamen am Tag raus. Heute würden wir natürlich sagen: katastrophale Tierhaltung! Ich habe die Tierhaltung damals für nicht so schlimm empfunden, weil ich ja nie etwas anderes gelernt hatte.

»Es gibt kein »Tierwohl-Siegel«. Es gibt ein »Tierqual-Siegel« - welche Qual geringer ist.«

Als ich aber die Intensivtierhaltung kennenlernte, habe ich schon einen Unterschied festgestellt zwischen der Haltung, die wir hatten und der Massentierhaltung. Und wir haben das auch in der Fleischerei gesehen, wenn wir Fleisch aus der Massentierhaltung bekommen haben: das Fleisch war qualitativ schlechter, es war heller, es war wässriger, es waren weniger Fettanteile drin... Da war für mich schon klar: Die Tierhaltung spielt eine große Rolle. Zwischen Massentierhaltung und Freilandtieren liegen Welten!

Und dennoch weiß ich heute: Mit »Tierwohl« hat das nichts zu tun! Es gibt kein »Tierwohl-Siegel«. Es gibt ein »Tierqual-Siegel« - welche Qual geringer ist. Aber »Tierwohl-Siegel« dürfen wir es nicht nennen.

Und das sehe ich heute als Veganer als eine Hauptaufgabe: Die Wahrheit hinter den vermeintlichen Siegel, die den Verbrauchern ein gutes Gewissen eintrichtern, endlich mal beim Namen zu nennen: »Tierqual-Siegel«.

Mineralfuttermittel für Kühe und Rinder: "Ermöglicht hohe Nährstoffkonzentration im Produkt" (= Fleisch und Milch) "bei Versorgungslücken" (=nicht artgerechte Haltung).

Mineralfuttermittel für Kühe und Rinder: "Ermöglicht hohe Nährstoffkonzentration im Produkt" (= Fleisch und Milch) "bei Versorgungslücken" (=nicht artgerechte Haltung).

Dazu kommen Antibiotika und andere Medikamente.

Außerdem stecken in Fleisch und Milch Stresshormone, Eiter, Entzündungen, Parasiten, multiresistente Krankheitskeime...

Ergänzungsfutter für Kälber, Futtermittel für Zuchtsauen: Von Vitamin A bis Zink wird alles zugeführt - auch Vitamin D und B12!

Ergänzungsfutter für Kälber, Futtermittel für Zuchtsauen: Von Vitamin A bis Zink wird alles zugeführt - auch Vitamin D und B12!

... Und da heißt es immer, man müsse Fleisch essen, weil da so wertvolles B12 drin ist und man müsse Milch trinken für Vitamin D und Calcium für die Knochen...

Vitamin D und B12 kann jeder als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen, ohne »Umweg« über das Tier!

2018: Gründung des Vereins »Metzger gegen Tiermord«

FREIHEIT FÜR TIERE:  Du hast dich mit anderen Berufskollegen zusammengeschlossen und Verein »Metzger gegen Tiermord« gegründet. »Metzger gegen Tiermord« - das scheint ein Widerspruch in sich zu sein.

Peter Hübner: Exakt!



FREIHEIT FÜR TIERE:  Wie kam es dazu und was ist euer Ziel?

Peter Hübner: Wir haben uns online kennengelernt - wir waren damals zu fünft - und haben festgestellt: Wir haben alle einen Hintergrund des Schlachtens und des Geschäfts mit Fleisch. Und heute leben wir vegan. Zu dem Zeitpunkt - 2018 - wurden Veganer so gesehen: Es sind entweder Frauen oder Weicheier. Da haben wir gesagt: Wenn wir als ehemalige Mitarbeiter im Fleischbereich sagen, dass wir vegan leben, hat das eine Wirkung!

Wir haben dann ein Video gedreht, in dem es hieß: »Mein Name ist..., ich bin ehemaliger Fleischer und heute Veganer.« Und wir durften einen Grund nennen, warum wir vegan wurden. Und am Schluss kam der Spruch: »Wenn ich mich ändern kann, dann kannst du es auch!«

Ja, und dann ist da ein Selbstläufer daraus geworden. Und den Namen »Metzger gegen Tiermord« haben wir ganz bewusst gewählt - weil es ein Widerspruch in sich ist.

Wenn ich mit dem Pulli »Metzger gegen Tiermord« rumlaufe, werde ich ganz oft von Leuten angesprochen, die sagen: »Hey, das ist doch ein Widerspruch!« - Dann sage ich: »Wieso ist das ein Widerspruch?« Und dann erzählen die Leute mir, wie grauenvoll die Tiere leben und wie qualvoll sie geschlachtet werden. Und dann sag ich: »Das finde ich toll, dass du das weißt. - Lebst du vegan?!« So kommen sie mit ihren eigenen Argumenten zum Nachdenken.

Insider der Fleischproduktion packen aus

FREIHEIT FÜR TIERE:  Ihr seid ja ausgebildete Metzger und Fleischer - ihr habt also diesen Beruf gelernt!

Peter Hübner: Genau. Unter denen, die bei »Metzger gegen Tiermord« aktiv sind, sind sogar drei Metzgermeister dabei! Also alle, bis auf mich, haben den Beruf komplett ausgelernt. Ich habe in der Schlachthofzeit meine Ausbildung geschmissen.



FREIHEIT FÜR TIERE:  Als ehemalige Metzger und Fleischer seid ihr »Insider«: Ihr habt Einblick hinter die Kulissen der industriellen Massentierhaltung und Schlachthöfe. Warum kommen tierquälerische Missstände erst durch verdeckte Ermittlungen von Tierschutzorganisation und »Whistleblowern« an die Öffentlichkeit? So wie bei den jüngsten Enthüllungen, dass jahrelang kranke Tiere in Schlachthöfen geschlachtet wurden oder dass Tiere nicht ordentlich betäubt sind und so qualvoll durch Verbluten sterben? Warum kommt das meist nicht an die Öffentlichkeit, obwohl die Insider der Fleischindustrie alle davon wissen?

Peter Hübner: Es geht ums Geld! Es geht ausschließlich ums Geld. Das riesige Problem ist in den 1970er Jahren entstanden, als die Spaltenböden eingeführt wurden. Mit den Spaltenböden hat man die Möglichkeit geschaffen, dass Tiere auf engstem Raum gehalten werden können - und man die ganzen Kosten für Stroh, Entmistung und so weiter spart. Die Bauern wurden von den Genossenschaften - die sie ja eigentlich selbst gewählt haben -, im Prinzip zu immer niedrigeren Preisen gezwungen. Die Milch wurde immer günstiger. Denn in den Genossenschaften sitzen Leute aus Molkereien und fleischverarbeitenden Betrieben. Und die Bauern mussten billig produzieren, weil sie sonst ihren Betrieb nicht mehr halten konnten. Die meisten Betriebe sind ja auch über Bankkredite finanziert worden. Das bedeutet nun für den Bauern: Mit 80 Kühen kann ich nicht mehr meine Rendite erreichen, ich brauche jetzt 120 Kühe. Dafür muss der Stall ausgebaut werden. Ich geh zu den Banken und hole mir einen Kredit, um den Ausbau des Stalls zu finanzieren. Jetzt habe ich den Raum für 120 Tiere und stelle 140 Kühe rein, um den Platz effektiv nutzen zu können.

»Das Fleisch kranker Tiere gelangt ganz normal in den Handel«

Jetzt wird eines der Tiere krank, und es muss der Tierarzt kommen. Da sage ich doch als Bauer: Der Tierarzt kostet mich so viel Geld, ich behandele das Tier selber - oder ich versuche, das Tier in den Schlachthof abzugeben. Jetzt sagt der Schlachthof natürlich: Laut Gesetz muss das Tier gesund sein, es muss auf eigenen Beinen reingehen können - ich erinnere an den Schlachthof-Skandal von Bad Iburg, wo kranke und schwerverletzte Tiere an Ketten liegend aus dem Lastwagen gezogen wurden - und der Veterinär muss jedes Tier überwachen. Die Veterinäre werden aber vom Schlachthof bezahlt und schauen dann eben oft weg. Da findet also eine Kungelei statt. Wenn die Kuh selbst in den Schlachthof reingehen kann, wird sie geschlachtet und man schneidet dann die kranken Stellen, die Eiterstellen raus. Wie großzügig das gemacht wird, entscheidet am Ende der Fleischer, wobei jedes Gramm Fleisch natürlich auch Geld wert ist.

Und jetzt gibt es kranke Tiere - wie sie SOKO Tierschutz in Bad Iburg dokumentiert hat -, die eigentlich notgetötet werden müssten. Das heißt: Bauern müssten für die Tötung des Tieres Geld bezahlen plus den Abdecker bezahlen. Jetzt treten windige Kaufleute an sie heran und sagen: Ich kaufe dein Tier auf. Ein gesundes Tier hat vielleicht einen Wert von 1000 Euro, ich gebe dir 150 Euro. Dann sagt der Bauer: Oh toll, statt Geld zu bezahlen - vielleicht 400 oder 500 Euro für die Einschläferung und die Entsorgung - bekomme ich noch Geld. Das mach ich doch! Dieser windige Kaufmann bietet dieses Tier einem Schlachthof an und sagt: Ihr könnt dieses Tier jetzt kaufen für 300 Euro statt für 1000 Euro. Ihr müsst nur dafür sorgen, dass ihr einen Veterinär-Stempel bekommt. Und das sind dann diese krummen Geschäfte, wie sie in Bad Iburg stattgefunden haben.

Eine Milchkuh, die nicht laufen kann, wird mit einer Kette von einem Anhänger gezogen: Bilder aus dem Schlachthof in Bad Iburg, 2018.

Eine Milchkuh, die nicht laufen kann, wird mit einer Kette von einem Anhänger gezogen: Bilder aus dem Schlachthof in Bad Iburg, 2018.

Bild: SOKO Tierschutz · tierschutzskandale.de

Bild aus dem Schlachthof in Bad Iburg, 2018. SOKO Tierschutz · tierschutzskandale.de

Bild aus dem Schlachthof in Bad Iburg, 2018. SOKO Tierschutz · tierschutzskandale.de

»Der Verbraucher gibt mit dem Kauf von Fleisch und Milch den Auftrag, die Tiere zu quälen und zu töten«

FREIHEIT FÜR TIERE:  Das gleiche wurde 2023 in einem Schlachthof bei Miltenberg in Bayern aufgedeckt: Auch hier wurden jahrelang kranke Tiere im Morgengrauen angekarrt.

Peter Hübner: Da werden die kranken und schwer verletzten Tiere irgendwie auf den Schlachthof transportiert, geschlachtet und verarbeitet - und irgendwann später durch den Veterinär freigegeben. Ob er sich die Leichenteile anschaut oder pauschal seinen Stempel hingibt, lasse ich mal so in den Raum gestellt. Und damit kommen die kranken Tiere in den Handel. Würden die Bauern die kranken Tiere nicht verkaufen, könnten sie gar nicht zu dem Preis, den der Kunde haben will, produzieren.

Und es ist von uns Verbrauchern - zu denen ich jetzt nicht mehr dazugehöre - verwerflich und heuchlerisch, immer zu sagen: »Die böse Fleisch-Lobby!« Die Verbraucher sind dafür mitverantwortlich, denn sie kennen die Bilder und sie wissen darum - und sie kaufen es trotzdem. Und mit dem Kauf dieser Produkte geben sie den Auftrag, die Tiere zu quälen und zu töten.

Der »Metzger des Vertrauens« und der Alptraum dahinter: Eine Milchkuh wird in einer Metzgerei im Landkreis Miltenberg in Bayern entladen.

Der »Metzger des Vertrauens« und der Alptraum dahinter: Eine Milchkuh wird in einer Metzgerei im Landkreis Miltenberg in Bayern entladen.

Bild: SOKO Tierschutz · tierschutzskandale.de

Filmaufnahmen aus dem Zeitraum Juni bis Juli 2023 zeigt entsetzliche Tierquälerei: Regelmäßig wurden schwer kranke, verletze und sterbende Kühe zum Töten angeliefert.

Filmaufnahmen aus dem Zeitraum Juni bis Juli 2023 zeigt entsetzliche Tierquälerei: Regelmäßig wurden schwer kranke, verletze und sterbende Kühe zum Töten angeliefert.

Bild: SOKO Tierschutz · tierschutzskandale.de

Die Filmaufnahmen dokumentieren extreme Tierquälerei mit Elektroschockern, Tritten und Schlägen. Rinder wurden mit Seilen von Anhängern gezogen, weil sie nicht mehr selbst laufen konnten.

Die Filmaufnahmen dokumentieren extreme Tierquälerei mit Elektroschockern, Tritten und Schlägen. Rinder wurden mit Seilen von Anhängern gezogen, weil sie nicht mehr selbst laufen konnten.

Nach Fehlbetäubungen wurde Tieren zum Teil bei Bewusstsein der Hals aufgeschnitten. Sie erlebten das Verbluten bis zum bitteren Ende. Nach der Enthüllung durch SOKO Tierschutz im August 2023 wurde eine Razzia durchgeführt und der Schlachtbetrieb geschlossen. Die zuständige amtliche Tierärztin wurde vorläufig von Ihren Aufgaben entbunden. Die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg ermittelt gegen Mitarbeitende des Schlachthofs und mindestens einen Tierhalter unter anderem wegen Tierquälerei.

Bild: SOKO Tierschutz · tierschutzskandale.de

Online-Dokumentation über Tierschutzskandale:

Hier bei uns in Oldenburg haben wir den Großschlachthof Goldschmaus. Hier hat vor etwa vier Jahren das Deutsche Tierschutzbüro aufgedeckt, dass die Tiere bei der Schlachtung nicht richtig betäubt waren. Goldschmaus schlachtet vier Tage die Woche konventionell und einen Tag »bio«. Also: Selbst die »Bio«-Tiere laufen durch diesen Schlachthof durch!



FREIHEIT FÜR TIERE:  »Bio«-Tiere werden nun mal nicht zu Tode gestreichelt ...

Peter Hübner: Genau. Hinzu kommt: Bio-Rinder sind viel schwerer zu betäuben mit einem Bolzenschussgerät als konventionell gehaltene Tiere. Sie haben mehr Wolle auf der Stirn, wo der Bolzenschuss durchkommt, sie haben mehr Kraft, sie schlagen mehr mit den Köpfen um sich.

Die Schreie der Tiere verfolgen die Schlachter bis in den Schlaf - und viele haben ein Alkoholproblem

FREIHEIT FÜR TIERE:  Ein ehemaliger Kopfschlachter, der ausgestiegen ist, hat vor einigen Jahren im Gespräch mit FREIHEIT FÜR TIERE berichtet, dass viele Schlachter die Schreie der Tiere und das Töten nur mit sehr viel Alkohol ertragen.

Peter Hübner: Ja, so ist es. Dazu habe ich ein Interview in DIE ZEIT* gegeben. In meiner Zeit im Schlachthof - und meine Kollegen, die später da waren, haben mir das bestätigt - war es so, dass es zum Frühstück schon Alkohol gab.

Die Menschen, die im Schlachthof arbeiten, sind in der Regel osteuropäische Billiglöhner - schon zu meiner Zeit war das so -, bis auf die so genannten Kopfschlachter, also die den Entblutungsschnitt gesetzt haben. Die Kopfschlachter wurden pro Kopf, also pro getöteten Tier, bezahlt. Das war ja das Perfide an der Sache: Die haben alle in der Kette angetrieben auf Höchstleistungen, weil sie auf Akkord bezahlt wurden. Um diesen Job ausüben zu können, muss man entweder sadistisch sein - und da behaupte ich: das sind die wenigsten -, oder aber man muss das Leid der Tiere komplett ausblenden. Man sieht das Tier nicht mehr als Lebewesen, sondern als Ware. Und das betäubt man durch Alkohol oder Drogenkonsum. Viele Schlachter, die ich kenne, haben ein großes Alkohol-Problem. Hinzu kommt: Man neigt mehr zu Gewalt, man ist gewaltbereiter. Ich kann es aus meiner Erfahrung sagen: Als ich in dem Beruf arbeitete, habe ich meine Probleme mit der Faust gelöst - weil ich es nicht anders gelernt hatte.

Und man stumpft wirklich ab. Aber ich kann dir sagen: Selbst die abgestumpftesten Fleischer bekommen Alpträume. Ich habe in Alpträumen immer wieder die Rinder gesehen, denen die Tränen aus den Augen liefen - oder die panischen Blicke der Schweine. Diese Bilder kommen auch heute - nach vielen, vielen Jahren - immer noch. Aber ich gehe heute anders damit um: Ich sehe sie als flehendliche Blicke, die mir den Auftrag geben, meine Stimme für die Tiere zu erheben.

»Flehendliche Blicke, die mir den Auftrag geben, meine Stimme für die Tiere zu erheben«

FREIHEIT FÜR TIERE:  Was würdest du ehemaligen Kollegen - Metzgern, Schlachtern, Fleischern - raten, die Zweifel an ihrem Handwerk haben?

Peter Hübner: Ich kann allen Metzgern und Fleischern nur raten, sich so schnell wie möglich nach einer anderen Arbeitsstelle umzusehen!

Nachdem ich nicht mehr getötet habe, seitdem ich vegan lebe, kann ich für mich sagen: Ich habe innerlich Frieden gefunden. Diesen Frieden kann man nicht mit Worten ausdrücken. Ich bin Pazifist geworden. Das konnte ich nicht sein, als ich Tiere ausgebeutet habe - das funktioniert nicht!

Mir kann kein Fleischer erzählen, dass er guten Gewissens Tiere tötet. Man versucht Witze darüber zu machen und sagt: »Es war ja nur ein Tier.« - Aber wenn man tief in sich geht, das wird jeder Fleischer bestätigen können, kann man sich das nicht schön reden. Es verfolgt einen bis in die Nacht hinein. Und ich kann jedem Metzger und Fleischer nur sagen: Dein gutes Gewissen kannst du dir nicht für eine Arbeitsstelle kaufen! Es gibt so viele berufliche Möglichkeiten außerhalb des Tötungssystems!


Das Gespräch mit Peter Hübner führte Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE


* Schlachthofarbeit: Wie schaffen es Menschen, täglich hunderte Tiere zu töten? Zwei ehemalige Schlachter und ein Soziologe erklären, wie das Tier in der professionellen, industrialisierten Schlachtung vom Lebewesen zum Werkstoff wird und wie das den Schlachter*innen hilft, ihre Arbeit emotional zu bewältigen. DIE ZEIT, 1. Juli 2020.

www.zeit.de/zett/2020-07/schlachthofarbeit-wie-schaffen-es-menschen-taeglich-hunderte-tiere-zu-toeten-schlachtung-veganismus-metzger-gegen-tiermord

Informationen: Metzger gegen Tiermord

Verein Tierrechtsorganisation MgT e.V.

Gemeinnützige Organisation

Handelsweg 90 · 28857 Syke

metzger-gegen-tiermord.org


Die ehemaligen Metzger stehen für Veranstaltungen, Messen, Vorträge, Talk-Runden und Schulprojekte zur Verfügung.

Kontakt: info@metzger-gegen-tiermord.org

Tierquälerei ist Alltag

Bild: Screenshot tierschutzskandale.de

Vier Tierrechtsorganisationen haben eine Datenbank mit dokumentierten Fällen von massiver Tierquälerei in der landwirtschaftlichen Tierhaltung online gestellt, die regelmäßig aktualisiert wird. Zu jedem Tierschutzskandal können Fotos und Filmaufnahmen aufgerufen werden sowie Informationen vom Ort bis zur Haltungsform, von der betroffenen Tierart bis zu den juristischen Folgen. Eine interaktive Deutschlandkarte zeigt alle aufgedeckten Tierschutzskandale auf einen Blick.

Die Datenbank zeigt: Es sind keine Einzelfälle

Mit der Datenbank möchten die Tierschutzorganisationen aufzeigen, dass es sich bei den Enthüllungen nicht um »bedauerliche« Einzelfälle handelt: Tierschutzskandale wurden in allen Bundesländern, bei allen Tierarten und in allen Haltungs­formen aufgedeckt. Sie zeigen: Tierquälerei ist Teil des Systems und findet Tag für Tag statt.

Die auf der Website dargestellten Tierschutz-Fälle basieren auf Recherchen vom Deutschen Tierschutzbüro, Soko Tierschutz, Animal Rights Watch und Tierretter.de. Die Behörden wurden erst durch die Enthüllungen der Tierrechtsorganisationen auf die Tierschutzskandale aufmerksam gemacht.

Es sind keine Einzelfälle: Mit wenigen Klicks öffnet sich in der Datenbank ein Tierschutzskandal nach dem anderen.

Es sind keine Einzelfälle: Mit wenigen Klicks öffnet sich in der Datenbank ein Tierschutzskandal nach dem anderen.

Bild: Screenshot tierschutzskandale.de

Online-Dokumentation über Tierschutzskandale:

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2024

Freiheit für Tiere 3/2024

Artikelnummer: 3/2024

Verhaltensforschung: Was Raben über andere wissen • Überraschende Zwillingsstudie: Ein Zwilling isst vegan, der andere nicht • Machen Sie mit bei der EU-Initiative: Stoppt das Schlachten von Pferden! • Tiere für den Müll? Tiere aus der industriellen Massenhaltung enden millionenfach in »Tierkörperbeseitigungsanlagen« • Amtsgericht Hameln: Schweinemäster zu hoher Geldstrafe verurteilt • Recht: 50 Hektar im Kreis Dithmarschen jagdfrei! • Biotop »Rüm Hart« jagdfrei! • Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer • Wildtier-Findlinge: Erste Hilfe • Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt • RespekTiere International: Der erste Gnadenhof in Mauretanien ist im Entstehen! • Vegan Body Reset: Raus aus Übergewicht, Schmerzen und Entzündungen • Deftig vegan für jeden Tag: Unkomplizierte Köstlichkeiten schnell und einfach gemacht

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2024

Freiheit für Tiere 2/2024

Artikelnummer: 2/2024

Promis für Tiere: Billie Eilish und Fienas eröffnen veganes Restaurant in L.A. · Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul • Interview mit Mary McCartney • Wissenschaft: Vogelmütter singen Lieder für ihre ungeschlüpften Küken • Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss • Klage vor dem Verwaltungsgericht Osnabrück: Grundstück in Niedersachsen jagdfrei! • Interview: Ein Fleischer hört auf zu töten und wird Veganer • Das Leid der Ziegen für Kaschmirpullis • Peter Berthold: HILFESCHREI der NATUR! • WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere • ATLAS der bedrohten TIERE • EASY SPEEDY VEGAN - Die besten 10-, 20- und 30-Minuten-Rezepte • Vegane Kuchenliebe

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FREIHEIT FÜR TIERE 1/2024

Freiheit für Tiere 1/2024

Artikelnummer: 1/2024

Fakten zu Fleisch, Milch und Eiern • Wegen industrieller Massentierhaltung: Nitratbelastung steigt immer weiter • Wissenschaft: Oxford-Studie vergleicht Umweltbilanz von verschiedenen Ernährungsformen - Wie schädlich sind Fleisch und Milchprodukte wirklich? • Schwere Misshandlung von Kälbchen auf Kälberauktion: PETA erstattet Strafanzeige • Ergreifender Reisebericht: Einsatz für Straßenhunde in Kap Verde • Keine Jagd auf meinem Grundstück: Ehepaar aus Gütersloh klagt gegen Jagd auf seinen Grundstücken • Neues Buch von Josef H. Reichholf: STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen • Interview mit Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich« • Vögel verstehen: Was uns die Vögel über uns und unsere Umwelt verraten • Studie: Je mehr tierisches Protein, desto höher die Sterblichkeit • Lifestyle: Tierfreundlich kochen & backen»VEGAN Everyday« von Bianca Zapatka • Easy Vegan Christmas« von Katy Beskow

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Sonderausgabe: Fakten gegen die Jagd

Artikelnummer: 521

Die Natur braucht keine Jäger: Fakten gegen die Jagd - Warum jagen Jäger wirklich? Die Frage »Warum jagen wir?« beantwortet eine Jagdredakteurin wie folgt: »Einige beschreiben die Jagd als Kick, andere sprechen von großer innerer Zufriedenheit. Die Gefühle bei der Jagd sind ebenso subjektiv wie in der Liebe. Warum genießen wir sie nicht einfach, ohne sie ständig rechtfertigen zu wollen?« Rationale Gründe, mit denen Jäger rechtfertigen, dass die Jagd notwendig sei, sind offenbar nur Ausreden. Jedenfalls schreibt die Jägerin: »Der Tod, der mit dem Beutemachen verbunden ist, ist verpönt. Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz.«

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

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Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Machen Sie mit bei der EU-Initiative: Stoppt das Schlachten von Pferden!

Arischa

Dieses Pferd sollte im Alter von 6 Jahren zum Schlachter.

Tierfreunde kauften die Stute zum Schlachtpreis frei. Heute ist Arischa 33 Jahre alt. · Bild: FREIHEIT FÜR TIERE

In der EU werden Jahr für Jahr Millionen Pferde und Ponys geschlachtet, als »Rossfleisch« verkauft oder zu Salami und Hundefutter verarbeitet. Die Europäische Bürgerinitiative »End The Horse Slaughter Age« fordert jetzt ein Gesetz zum Verbot der Schlachtung von Pferden. Helfen Sie mit, die Pferdequälerei zu beenden und unterschreiben Sie die online-Initiative! weiter

55 Hektar im Kreis Dithmarschen endlich jagdfrei!

Rund 55 Hektar Grundstücke mit Wiesen und Feldern im Kreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein) sind endlich jagdfrei! Dass eine dermaßen große Fläche offiziell jagdrechtlich befriedet wird, ist bisher wohl einmalig: Es gibt inzwischen mehrere Hundert jagdrechtlich befriedete Grundstücke in Deutschland, doch meist besitzen die Eigentümer nur wenige Hektar. Wohl genau aus diesem Grund machte es die Jagdlobby den Eigentümern der 55 Hektar landwirtschaftlicher Fläche so schwer: Es brauchte zehn Jahre und eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Schleswig-Holstein, bis das Grundstück von Susanne und Peter Storm* endlich jagdfrei wurde. weiter

WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere

»Wild und frei« ist mit atemberaubenden schwarz-weiß-Fotografien eine Ode an die Wildnis. Tom D. Jones ist ein begnadeter »fine art«-Fotograf und zeigt Wildtiere wie Elefanten, Giraffen, Nashörner, Gorillas oder Löwen aus nächster Nähe. »Für mich dreht sich alles um die Freiheit des Tieres«, erklärt er. Deshalb gibt es in den Aufnahmen dieses Buches kein einziges Tier, das gefüttert wird, in einem privaten Reservat lebt oder in irgendeiner anderen Form von Gefangenschaft gehalten wird. Das Ergebnis sind Aufnahmen, welche unter die Haut gehen. weiter

Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul

Mit ihrem neuen Buch »Feeding Creativity« verbindet Mary McCartney ihre beiden großen Leidenschaften: Fotografie und Kochen. Jedes der 60 veganen Rezepte hat sie mit Stars gekocht und sie beim Kochen und Essen fotografiert: Schauspielerinnen und Schauspieler wie Cameron Diaz, Kate Blanchett, Drew Barrymore, Woody Harrelson, Stanley Tucci und David Oyelowo, Musikerinnen und Musiker von Nile Rodgers oder bis Ringo Star und Papa Paul, Künstlerinnen und Künstler wie David Hockney und Jeff Koons oder Primaballerina Francesca Hayward. weiter

Interview mit Mary McCartney: Wie entstand die Idee zu dem veganen Promi-Kochbuch »Feeding Creativity«?

Mit ihrem Kochbuch »Feeding Creativity« möchte Mary McCartney zeigen, wie schnell, einfach, lecker und unkompliziert und einfach das vegane Kochen ist. Damit tritt sie in die Fußstapfen ihrer Mutter Linda McCartney, die ebenfalls Promi-Fotografin war, bereits in den 1970er und 80er Jahren vegetarische Kochbücher veröffentlichte und sich für den Schutz der Tiere einsetzte.


Wie entstand die Idee zu dem Kochbuch?


Mary McCartney: Ich liebe es, Rezepte mit anderen zu teilen. Ich koche schon immer für andere und es ist meine Art, mit jemandem Verbindung aufzunehmen. Aber ich bin nun mal begeisterte Portrait-Fotografin, und so kam eines Tages die Idee für »Feeding Creativity«.
Zum Interview mit Mary McCartney

Metzger gegen Tiermord

Metzger gegen Tiermord? Das scheint ein Widerspruch in sich zu sein. Was aber, wenn gelernte Metzger dem Tiertöten abschwören und Veganer werden?

Im Verein »Metzger gegen Tiermord« haben sich ehemalige Metzger zusammengeschlossen. Aufgrund Ihrer beruflichen Erfahrung sind sie Insider der Branche und klären mit ihrem Fachwissen und ihren Recherchen über Tierrechts­verstöße auf, die normalerweise vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben.

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Peter Hübner, einem ehemaligen Fleischer. Peter Hübner ist Pressesprecher und zweiter Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins »Metzger gegen Tiermord« e.V.

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Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss

Der Fall sorgte für Aufsehen über Bayern hinaus: Ein 77-jähriger Hobbyjäger erschoss im Juli 2022 die Hündin Mara von Urlaubern aus Österreich, die eine Kanutour auf dem Main machten - angeblich, weil sie »gewildert« hätte. Am 20. November 2023 verurteilte das Amtsgericht Haßfurt den Jäger wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer Geldstrafe von 5.600 Euro (140 Tagessätzen zu je 40 Euro). Zudem wurde das bei der Tat benutzte Kleinkalibergewehr eingezogen. Dem Urteil zufolge war der angeklagte Hobbyjäger nicht berechtigt, die Hündin zu erschießen. Hinweise darauf, dass die Hündin gewildert hatte, hätten sich nicht ergeben. weiter

STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen

»Land« = blühende Landschaften und Artenvielfalt, »Stadt« = Beton und Ödnis? Eine Vorstellung, die längst so nicht mehr gilt. Der bekannte Zoologe, Ökologe und Bestseller-Autor Prof. Dr. Josef H. Reichholf unternimmt in seinem neuen Buch »Stadtnatur - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen« einen Streifzug durch die vielfältigen Ökosysteme des urbanen Raums. Ob Wildschweine, Füchse und Nachtigallen in Berlin, Wanderfalken in Köln oder eine bunte Vogelwelt und Rehe im Englischen Garten in München: viele Wildtiere haben den Lebensraum Stadt längst für sich entdeckt. Inzwischen sind unsere großen Städte sogar Inseln der Artenvielfalt geworden, die sogar mit den besten Naturschutzgebieten mithalten können.
In den Städten finden Tiere und Pflanzen die Biotope, die sie für ihr (Über)Leben brauchen. Hier sind sie weniger Gefahren ausgesetzt als auf dem Land, wo freilebende Tiere gejagt und ihre Lebensräume durch eine industriell betriebene Land- und Forstwirtschaft vernichtet werden...
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Prof. Dr. Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich«

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Josef H. Reichholf über sein neues Buch »Stadtnatur«, über Großstädte als Rettungsinseln der Artenvielfalt und darüber, was geschehen müsste, damit die Artenvielfalt auf den Fluren und in den Wäldern wieder zunimmt. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Vegan vom Grill

»Was essen Veganer, wenn gegrillt wird?« Diese Frage wurde der britischen Köchin Katy Beskow während ihrer bisher fünfzehn Jahre als Veganerin unzählige Male gestellt. Die Antwort: »Wenn ihr euch von der Idee verabschiedet, dass Grillen und Fleisch (oder Fertiggerichte aus Fleisch­alternativen) untrennbar zusammengehören, steht euch eine neue Welt offen.« In ihrem neuen Kochbuch »Vegan vom Grill« zeigt Katy Beskow mit 70 kreativen und unkomplizierten Rezepten, dass fleischfrei Gegrilltes hervorragend schmeckt - nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über! Dazu zeigt Katy zahlreiche Tipps und Tricks - damit die Grillparty auch bei blutigen Grill-Anfängerinnen und -Anfängern gelingt. Ob Hauptgericht oder Dessert: »Vegan vom Grill« animiert, den Grill dieses Jahr richtig zum Einsatz kommen zu lassen!
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Urteil BVerwG: Auch Vereine und Stiftungen können die jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen aus ethischen Gründen beantragen

Laut § 6a Bundesjagdgesetz (BJagdG) dürfen nur »natürliche Personen« das Ruhen der Jagd beantragen. Tier- und Naturschutzvereine oder Stiftungen konnten bisher das Ruhen der Jagd auf ihren Flächen nicht beantragen. Doch dies ist mit dem entscheidenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 und der Europäischen Menschenrechtskonvention (Schutz des Eigentums) nicht vereinbar.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof München macht in seinem grundlegenden Urteil vom 28.05.2020 »Erklärung von Grundstücken zu jagdrechtlich befriedeten Bezirken« die Antragstellung auch für juristische Personen wie Vereine, Stiftungen oder GmbHs möglich. (VGH München, 19 B 19.1713 und 19 B 19.1715) weiter

Hannes Jaenicke: »Seit 30 Jahren wird das Tierschutzgesetz wissentlich gebrochen«

»Die Milch macht's«, »Milch macht müde Männer munter«, »Fleisch ist ein Stück Lebenskraft« - wir alle sind mit diesen Werbe-Slogans aufgewachsen. In seinem investigativen Enthüllungsbuch »Die große Sauerei« deckt Hannes Jaenicke die dreistesten Industrie- und Werbelügen auf und erklärt, was Verbraucherinnen und Verbraucher über Fleisch, Milchprodukte und Eier unbedingt wissen sollten, um vor dem Kauf und Verzehr die richtige Entscheidung zu treffen. weiter

FREIHEIT FÜR TIERE-Interview mit Hannes Jaenicke

»Die einzige Antwort auf diese Art der Massentierhaltung ist der Verzicht auf ihre Produkte «
FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem Schauspieler und bekannten Umweltschützer Hannes Jaenicke über die Recherchen zu seinem neuen Buch, warum er vor 40 Jahren zum Vegetarier wurde, warum er Hafermilch trinkt, über das Problem, dass immer noch zu viele Menschen schlecht informiert sind und was dagegen zu tun ist. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Die Vermessung der Ernährung

Haben Sie sich schon einmal überlegt, welche Auswirkung unsere Ernährung, also das, was wir jeden Tag essen, auf die Gesundheit, auf Tiere und Natur, auf Böden und Grundwasser, auf die Artenvielfalt, auf die Regenwälder, auf Menschen in den ärmeren Ländern und auf das Klima hat? Sollten wir vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden Umwelt- und Klimakatastrophe, welche unser aller Lebensgrundlagen bedroht, nicht viel mehr über diese Zusammenhänge wissen? weiter

Vermessung der Ernährung: Interview mit Jan Wirsam

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Jan Wirsam, wie das Buch Die Vermessung der Ernährung mit Prof. Dr. Claus Leitzmann entstand, aus welchen Gründen die Wissenschaftler mit einigen Kollegen die Forschung über pflanzliche Ernährung so engagiert vorantreiben und warum in Deutschland mehr Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen, Bohnen, Lupinen und Soja angebaut werden sollten. weiter

Neues Buch von Prof. Reichholf: Stadt, Land, Fuchs

»Unsere Säugetiere verdienen mehr Beachtung; viel mehr, als ihnen gegenwärtig zuteil wird«, ist Prof. Dr. Josef H. Reichholf überzeugt. Sie brauchen neue Freunde! Solche zu gewinnen, ist das Hauptanliegen seines neuesten Buches »Stadt, Land, Fuchs: Das Leben der heimischen Säugetiere«. weiter

Interview mit Prof. Josef H. Reichholf

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem renommierten Zoologen über Wildtiere, Jäger, Massentierhaltung und was jeder Einzelne für wild lebende Tiere tun kann. weiter

Das Leid der Stuten für Schweinefleisch

Bisher kannte man die grausamen Stutenblut-Farmen in Argentininen, Urugay und China: Schwangeren Pferden wird dort literweise Blut abgezapft und an die Pharmaindustrie verkauft. Die Hormone der Stuten werden in der industriellen Schweinemast eingesetzt, um die Trächtigkeit der Sauen zu erhöhen und zu synchronisieren. Nachdem immer wieder über die grausamen Blutfarmen in Südamerika berichtet wurde, stoppten einige Pharmakonzerne den Import aus diesen Ländern - und wichen auf Islandponys aus. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter