Vermessung der Ernährung: Interview mit Jan Wirsam

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Jan Wirsam, wie das Buch Die Vermessung der Ernährung zusammen mit Prof. Dr. Claus Leitzmann entstand, aus welchen Gründen die Wissenschaftler mit einigen Kollegen die Forschung über pflanzliche Ernährung so engagiert vorantreiben und warum in Deutschland mehr Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen, Bohnen, Lupinen und Soja angebaut werden sollten.

Das Gespräch mit Prof. Dr. Jan Wirsam führte Julia Brunke, Redaktion
FREIHEIT FÜR TIERE

»Freiheit für Tiere«: Wie ist die Idee für das Buch Die Vermessung der Ernährung entstanden und wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Prof. Leitzmann?

Jan Wirsam:
Tatsächlich hat mich Prof. Leitzmann gefragt, ob ich nicht mal gerne mit ihm ein Buch schreiben würde zum Thema Ernährung und Wirtschaft. Denn ich komme aus der wirtschaftlichen Ecke und er aus der Ernährungsphysiologie. Ich habe ihn besucht in Laubach und das war die erste Idee.

»Freiheit für Tiere«: Woher kennt ihr euch?

Jan Wirsam:
Er ist ein Freund der Familie, mein Vater hat bei Prof. Leitzmann promoviert, da gibt es eine enge Verbindung. Ich stamme aus Gießen, bin dort geboren und aufgewachsen, wo Prof. Leitzmann gelehrt und geforscht hat. - Ja, und dann war ich vier Wochen nach der ersten Idee für eine Zusammenarbeit wieder beim Claus in Laubach und da hat er mir den Buchdeckel gezeigt: Die Vermessung der Ernährung . Mit dem Verlag hatte er auch schon gesprochen. Das machen wir jetzt , sagte er so sinngemäß. Das war der Startpunkt.

Und dann haben wir halt überlegt, was kommt da alles rein: einmal natürlich Ernährungsphysiologie, dann Wirtschaft von meiner Seite, dann aber auch Nachhaltigkeit, geographische Bezugspunkte - was ja hochaktuell ist -, außerdem Qualität usw. Also, von daher haben wir uns Gedanken gemacht über die Struktur des Buches - und so fing das alles an.

»Freiheit für Tiere«: Prof. Leitzmann forscht ja schon seit Ende der 1970er Jahre über alternative Ernährungsformen und die ganze Problematik unserer Ernährung hierzulande für die Entwicklungsländer. Er hat einmal erzählt, dass er 1979 durch seine Tochter zum Vegetarier wurde: Sie hatte in der Schule erfahren, dass Menschen in den armen Ländern hungern, weil wir Fleisch essen - weil das Getreide und Soja, das in diesen Ländern angebaut wird, in den reichen Ländern in der Massentierhaltung für die Fleischproduktion verfüttert wird.

Jan Wirsam:
Ja, er ist ein absoluter Pionier der veganen Vollwert-Ernährung - von daher war er der absolut richtige Co-Autor!

»Freiheit für Tiere«: Als wir 2002 mit FREIHEIT FÜR TIERE begonnen haben, war »vegan« nur ein Nischen-Thema und galt oft sogar als »extrem«. Es gab zwar viele vegetarische Kochbücher, aber fast keine veganen Kochbücher. Über die gesundheitlichen Vorteile veganer Ernährung gab es kaum wissenschaftliche Forschung, im Gegenteil: Vegane Ernährung galt als ungesund, es wurde vor Nährstoffmängeln gewarnt. Damals entschied man sich für vegane Ernährung fast ausschließlich aus ethischen Gründen, aus Liebe zu den Tieren. Auch die großen Vorteile pflanzlicher Ernährung für Umwelt- und Klimaschutz wurden noch nicht beleuchtet. Der Deutsche Tierschutzbund oder Greenpeace fanden sogar Fleischessen völlig okay.

Jan Wirsam:
Ja, das ist wirklich ein großer Wandel. Heute Morgen - ich wohne in Berlin - war das erste Plakat, das ich sah, für »Bürger Maultaschen«. Ganz groß stand da drauf: »Vegan«. Also: Wenn die Ernährungskonzerne da jetzt auch aufspringen, ist doch super! - Ein bisschen kann ich diese Themen auch in die Vorlesungen einbauen: Die Studenten haben Bock auf das »plant based«-Thema, Ernährungswende, alternative Proteine - das merke ich deutlich und das macht mir Spaß.

»Freiheit für Tiere«: Neben deiner Arbeit an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin engagierst du dich im Forschungsinstitut für pflanzenbasierte Ernährung IFPE Gießen und bist auch Gründungsgesellschafter.

Jan Wirsam:
Ja, zusammen mit Prof. Markus Keller und Prof. Andreas Michalsen und Prof. Leitzmann als wissenschaftlichem Mentor. Das haben wir in den letzten Jahren gegründet, um einfach auch Forschung in diesem Bereich voranzutreiben.

»Freiheit für Tiere«: Du engagierst dich für das IFPE ja zusätzlich zu deiner Arbeit an der Uni. Was treibt dich an?

Jan Wirsam:
Letztendlich ist das für mich ein Impact-Thema. Ich möchte einfach den nachfolgenden Generationen, aber auch der jetzigen Generation, etwas hinterlassen. Und dadurch, dass ich mich mit wertvollen, sinnvollen Themen beschäftigen kann, die wirklich auch die Welt verändern können, habe ich da eine sehr große Eigenmotivation.

»Freiheit für Tiere«: Was ist dein aktuelles oder nächstes Forschungsprojekt zu dem Thema?

Jan Wirsam:
Das gibt's tatsächlich. Ich beschäftige mich aktuell sehr intensiv mit dem Thema bio-vegane Landwirtschaft. Also, dass ich den Produktionsprozess in der Landwirtschaft einfach genauer angucke und in Richtung vegan und tierleidfrei untersuche. Das ist ein aktuelles Forschungsprojekt, vielleicht das nächste Buch.

Wir sind auch schon dran, die 2. Auflage von »Die Vermessung der Ernährung« herauszubringen. So ein Buch lebt natürlich von Zahlen, Daten, Fakten. Das heißt, da forsche ich auch weiter. Was natürlich nicht so vorhersehbar war, das ist die Inflation. Das heißt: Meine wochenlangen Preisbeobachtungen kann ich jetzt noch mal machen. Aber so ist es halt.

»Freiheit für Tiere«: Du ernährst dich selbst seit vielen Jahren vegan - wie kam es dazu?

Jan Wirsam:
Also, das liegt schon in der Familie. Meine Eltern haben bereits sehr, sehr früh mit vegetarischer Ernährung angefangen und wir fünf Kinder haben das übernommen. In die vegane Ernährung wächst man einfach rein mit der Zeit. Man hat dann kein Bedürfnis mehr, die Kuhmilch zu kaufen. Heute braucht man das wirklich nicht mehr, es gibt genug pflanzliche Alternativen!

"In der Landwirtschaft sollten wir noch viel stärker auf Proteinpflanzen setzen"

»Freiheit für Tiere«: Ich fand es absolut erschreckend, in »Die Vermessung der Ernährung« zu lesen, dass wir bei uns in Deutschland bei Gemüse einen Selbstversorgungsgrad von gerade einmal 36 Prozent haben - obwohl der Gemüseanbau nachhaltig und klimafreundlich ist, vergleichsweise wenig Wasser verbraucht und kaum Umweltbelastungen verursacht. Und bei Fleisch haben wir diese wahnsinnige Überproduktion - obwohl der Fleischkonsum in Deutschland seit vielen Jahren zurückgeht. Mit dieser massenhaften Fleischproduktion machen wir sehenden Auges alles kaputt: die Böden, das Grundwasser, die Regenwälder, das Klima...

Jan Wirsam:
Ja, und was uns halt wirklich fehlt, ist die Produktion von Hülsenfrüchten, also pflanzlichem Protein als Alternative zu Fleisch. Das ist, glaube ich, auch eine Erkenntnis aus dem Buch, dass wir noch viel stärker den Fokus in der Landwirtschaft auf Proteinpflanzen setzen sollten, die dann auch mehr und mehr eingesetzt werden, um tierisches Eiweiß zu substituieren.

Mit der hoch industrialisierten Fleischwirtschaft haben wir ein Export-Thema. Und mittlerweile stellt sich auch die Frage, ob der Fleisch-Export in der Zukunft noch so leicht funktioniert, nach China, Russland und so weiter.

Die industrielle Massentierhaltung zerstört unser

Die industrielle Massentierhaltung zerstört unser

aller Lebensgrundlagen: Böden, Grundwasser, Regenwälder, Artenvielfalt und das Klima. »Unser Planet Erde wird eine Nahrungsversorgung, wie sie heute in den wohlhabenden Ländern praktiziert wird, nicht länger ermöglichen können«, sind Prof. Dr. Jan Wirsam und Prof. Dr. Claus Leitzmann überzeugt. Um die Zusammenhänge noch deutlicher zu machen, haben die beiden Wissenschaftler das Buch »Die Vermessung der Ernährung« veröffentlicht. Die Zahlen und Berechnungen zeigen eindeutig auf: Es wird höchste Zeit für eine globale Wende hin zur pflanzlichen Ernährung! · Bild: ParabolStudio - Shutterstock.com

"Man merkt ja deutlich, dass der Markt sich ändert in Richtung pflanzenbasierte Lebensmittel"

»Freiheit für Tiere«: Weil der Fleisch- und Milchkonsum in Deutschland sinkt, müsste eigentlich weniger Fleisch und Milch produziert werden. Stattdessen wird mehr produziert und exportiert.

Jan Wirsam:
Man merkt da deutlich, dass sich der Markt bei uns ändert in Richtung pflanzenbasierte Lebensmittel. Und das wird auch die Wertschöpfungsketten komplett verändern. Da hat man noch viel in der Industrie, in der Politik und auch im Handel zu lernen. Denn es ist klar: Wenn die Nachfrage nach Fleisch zurückgeht, wenn die Nachfrage nach Milch zurückgeht, hat das natürlich Effekte auf Produktionsprozesse, auch auf Mitarbeiter - wobei die Anzahl der Mitarbeiter meiner Meinung nach nicht so dramatisch ist.

»Freiheit für Tiere«: In einer Schweinmastanlage ist ja nur ein Mitarbeiter für zigtausende Schweine zuständig...

Jan Wirsam:
Genau. Also von daher: Arbeitspolitisch findet man da sicher viele Möglichkeiten, Menschen alternativ zu beschäftigen. Aber das Dramatische ist, glaube ich, die Starre der Fleischindustrie, nichts zu tun. Die Chancen sind ja da! Man kann sich ja - wie es die »Rügenwalder Mühle« gezeigt hat - komplett neu erfinden. Der Markt für pflanzliche Lebensmittel ist groß genug. Und wenn man da halt stehen bleibt, dann ist das kein gutes Zeichen - statt dass man sich mitentwickelt, weiterentwickelt und dann merkt: Es geht auch komplett ohne tierische Produkte. Das ist, glaube ich, der richtige Weg.

Die Gießener vegane Lebensmittelpyramide,

Die Gießener vegane Lebensmittelpyramide,

welche die Wissenschaftler des IFPE in Gießen um Prof. Leitzmann und Prof. Keller empfehlen

"Vegane Ernährung schneidet in allen Kategorien am besten ab: Klima, Wasserverbrauch und Flächenverbrauch"

»Freiheit für Tiere«: Und das wäre nicht nur die Rettung für das Klima, sondern auch ein Segen für die Natur - und vor allem natürlich für die Milliarden Tiere, die Jahr für Jahr leiden und sterben müssen, weil Menschen Fleisch essen und Milchprodukte kaufen.

Jan Wirsam:
Worauf ich in diesem Zusammenhang besonders Wert lege und einfach noch einmal hinweisen möchte, ist das letzte Kapitel, das Kapitel C in unserem Buch. Da zeigen wir den Vergleich der Ernährungsformen und der einzelnen Lebensmittel. Von diesen Berechnungen und Vergleichen werde ich in Zukunft noch mehr herausbringen. Das Kapitel C wird also weiter wachsen.

Eindeutig ist zu erkennen: Die vegane Ernährung schneidet in allen Kategorien am besten ab - im Hinblick auf Flächenverbrauch, im Hinblick auf Wasserverbrauch, im Hinblick auf klimaschädliche Emissionen. Es ist einfach viel effizienter, direkt die Pflanzen als Nahrung zu verwerten...

»Freiheit für Tiere«: ... als mit dem Umweg über das Tier.

Jan Wirsam:
... statt beim Rindfleisch 18 Monate ein Tier mit massenhaft Soja usw. zu füttern, um da ein paar Kalorien rauszubekommen.

Die große Überraschung war für mich bei Milch und Käse, dass Milchprodukte doch eine sehr, sehr hohe CO2-Emission haben. Das muss man unbedingt noch einmal hervorheben.

Und generell, was ich auch sehr, sehr spannend fand, war, wie sich tatsächlich die Ernährungsweisen von Land zu Land unterscheiden. Da siehst du dann halt: In Indien haben sie nur einen pro-Kopf-Verbrauch von 4 Kilogramm Fleisch pro Jahr. Also, bei denen geht`s. Und die werden auch 80, 90 Jahre alt.

»Freiheit für Tiere«: Vielleicht geht es sogar besser. Denn in China nehmen mit steigendem Fleischkonsum der letzten Jahre auch die ernährungsbedingten Krankheiten massiv zu - wie in den USA und Europa schon seit Jahrzehnten.

Jan Wirsam:
Ja, genau. Also von daher ist es für mich eine Freude, wenn das Buch gelesen wird! Es ist natürlich ein sehr umfangreiches Buch, daher ist es klar, dass man vielleicht nicht alles von vorne bis hinten liest, wenn sich ein Leser für ein ganz bestimmtes Thema interessiert, wie zum Beispiel Die Kartoffel . Oder wenn man sich genauer mit Fleisch und Milch beschäftigen möchte, eben weil wir hierzu die ganzen Daten gesammelt haben, wie umfangreich da die Ressourcenbeanspruchung ist. Jeder hat ein Lebensmittel, worüber er mehr wissen möchte. Und das Schöne ist, dass in dem Buch sowohl die Ernährungsphysiologie und die Nachhaltigkeit betrachtet wird, als auch die die Wirtschaft, so dass man einfach mehrdimensional auf ein Lebensmittel draufschaut - und das ist halt das Besondere an dem Buch! Ich freu mich natürlich auch immer, wenn das Buch irgendwo aufgenommen wird, wenn zitiert wird. Ich krieg da einiges an Feedback, eigentlich immer positiv oder die ein oder andere Frage zu Berechnungen. Also: Da tut sich was. Und darum freue ich mich über jeden, der das Buch liest!

Lesen Sie auch die Buchvorstellung: Die Vermessung der Ernährung

Prof. Dr. Jan Wirsam, geb. 1976 in Gießen, ist seit 2015 Inhaber des Lehrstuhls für Operations- und Innovationsmanagement an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind Innovation, Digitalisierung, Zukunft der Gesundheit und Ernährung, Pflanzenbasierte Wertschöpfung, Food-Start-ups. Der Betriebswirtschaftler lebt seit vielen Jahren vegan.
Jan Wirsam studierte Betriebswirtschaftslehre und promovierte 2010 an der Universität Mainz. Er war Gastdozent an der University of Athabasca (Canada) und der Dalian University of Technology (China), der FH Kufstein und der TH Ingolstadt.
Gemeinsam mit Prof. Dr. Claus Leitzmann, Prof. Dr. Markus Keller und Prof. Dr. Andreas Michalsen engagiert sich Prof. Dr. Wirsam als Gründungsgesellschafter beim Forschungsinstitut für pflanzenbasierte Ernährung IFPE in Gießen. Der Fokus des IFPE liegt vor allem auf der Erforschung und wissenschaftlichen Bewertung pflanzenbasierter Ernährungsweisen, sowohl aus ernährungswissenschaftlicher als auch aus ökologischer Sicht, um zur Verbreitung einer pflanzenbasierten, nachhaltigen Ernährung in der Gesellschaft beizutragen.

Informationen: ifpe-giessen.de

Das Buch

Jan Wirsam, Claus Leitzmann: Die Vermessung der Ernährung
457 Seiten, mit 206 Tabellen und 150 farbigen Abbildungen
Ulmer-Verlag, 1. Auflage 2022 ISBN: 9783825253929
Preis: 45 Euro

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter