Chefarzt empfiehlt vegetarisch-vegane Ernährung

Essen kann Medizin sein.

Essen kann Medizin sein.

Schon Hippkrates, der Begründer der Medizin als Wissenschaft, sagte: »Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel sein.« · Bild: Kzenon - Fotolia.com

Heilen mit der Kraft der Natur

Das aktuelle Buch Heilen mit der Kraft der Natur von Prof. Dr. Andreas Michalsen erschien erstmals Mitte April 2017 und kletterte in kürzester Zeit an die Spitze der Bestsellerlisten. Der Professor für Klinische Naturheilkunde an der Charité Berlin und Chefarzt des Zentrums für Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin ist überzeugt: Die Medizin braucht die Naturheilkunde noch nie so dringend wie jetzt.
Dr. Michalsen wirbt für eine vollwertige pflanzenbasierte Ernährung. Denn: Etwa 50 bis 70 Prozent der chronischen Erkrankungen seien laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation ernährungsabhängig. Und wenn man auch die ethischen Probleme der Massentierhaltung, die Umweltschäden und den Energieverbrauch berücksichtige, könne man die Frage Sollen wir alle Vegetarier werden? nur mit Ja beantworten.

Der Autor

Prof. Dr. med. Andreas Michalsen, 1961 in Bad Waldsee als Sohn eines Kneipp-Arztes geboren, ist seit 2009 Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde im Immanuel Krankenhaus Berlin und Inhaber der Stiftungsprofessur für klinische Naturheilkunde am Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheits ökonomie der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Als Facharzt für Innere Medizin promovierte er im Bereich Kardiologie und bildete sich außerdem in den Bereichen Notfall-/Rettungsmedizin und Naturheilverfahren fort. Zu seinen Fachgebieten gehören u.a. Homöopathie, Physikalische Medizin, Ernährungsmedizin, Akupunktur und Mind-Body Medizin.

Infos: naturheilkunde.immanuel.de/andreas-michalsen/

Die Selbstheilungskräfte stärken

Prof. Dr. Andreas Michalsen erzählt in seinem Buch, warum er den konventionellen Pfad der Medizin verlassen hat und welches Potenzial der Natur er mit seinen Patienten täglich neu entdeckt. Immer mehr chronische Erkrankungen werden zu Volkskrankheiten und der Versuch der Schulmedizin, diese genauso hochtechnisiert wie die Notfallerkrankungen mit Operationen, Interventionen und neuen Medikamenten zu behandeln, führt zu immer mehr Nebenwirkungen und unbezahlbaren Kosten , erklärt er. Als Professor für Klinische Naturheilkunde an der Charité Berlin und Chefarzt des Zentrums für Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin, der traditionsreichsten naturheilkundlichen Einrichtung in Deutschland, ist es ihm ein großes Anliegen, das Wissen über das große Potential der Naturheilkunde in die Öffentlichkeit zu bringen und die Gräben zu schließen, die sich immer wieder zwischen der Hightech -Medizin und dem Erfahrungswissen zu öffnen schienen. Naturheilkundliche Therapien haben das Ziel, die Selbstheilungskräfte der Patienten zu stärken , erklärt Prof. Dr. Andreas Michalsen.

Ernährung ein zentraler Schlüssel zur Gesundheit

Die Ernährung ist dabei ein zentraler Schlüssel zur Gesundheit und so wichtig, dass der Mediziner in einem eigenen Kapitel mit der Überschrift Essen ist Medizin darauf eingeht. Hier heißt es: Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass etwa 50 bis 70 Prozent der chronischen Erkrankungen ernährungsabhängig sind eine unglaubliche Zahl. Doch ganz bewusst würden vor allem von der Pharmaindustrie Ergebnisse verschleiert oder sogar Daten unterdrückt, die das belegen, was ohnehin schon längst bekannt sei: dass Zucker, dass tierisches Fett, dass Alkohol sehr ungesund sind. Kaum ein anderer Bereich unseres Lebens sei so zentral für die Gesundheit wie die Ernährung - aber die Medizin ist gerade hier professionell sehr schlecht aufgestellt , so Prof. Dr. Andreas Michalsen.

Um das Thema Ernährung kümmerten sich Ernährungswissenschaftler aber die hätten keinen Kontakt zu Patienten. Ärzte haben sich jahrelang überhaupt nicht für Ernährung interessiert; Studierende lernen nichts darüber. Das war schon in meinem Studium so und hat sich bis heute nicht geändert. Es ist, das muss man sagen, eine einzige Katastrophe. Früher wie heute herrsche die Meinung vor: Es ist egal, was man isst, Hauptsache die Medikamente stimmen. Man nehme nicht zur Kenntnis, dass Erkrankungen wie Rheuma, Bluthochdruck oder Kopfschmerz sehr positiv durch Ernährung beeinflussbar seien.

Prof. Michalsen verweist auf die Erfolge des US-amerikanischen Kardiologen Dr. Dean Ornish, der in seinem Buch Revolution in der Herztherapie schrieb: Es erschien mir merkwürdig, dass die Ärzte es normal fanden, ihren Patienten den Brustkorb aufzuschneiden, dann aus dem Bein Gefäße herausoperierten und auf das Herz nähten es aber abwegig fanden, sie über eine gesunde Ernährung und Bewegung aufzuklären. Dean Ornish verordnete seinen Patienten eine pflanzenbasierte, streng fettarme Ernährung und Bewegung mit sensationellen Erfolgen: Sie verloren nicht nur viele überflüssige Pfunde, ihr Cholesterinspiegel und Blutdruck normalisierten sich sogar die Gefäßverkalkungen in den Herzkranzgefäßen begannen sich zurückzubilden.

In den USA sei das Ornish-Ernährungsprogamm eine anerkannte Therapiemethode, so Prof. Michalsen. Der Kardiologe hat berühmte Persönlichkeiten als Patienten, darunter den ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton, der sich Stents und einen Bypass setzen lassen musste. Als Clinton kurz vor einer erneuten OP stand, nahm er die Ornish-Diät auf, seither ist er schlank und viel gesünder. In einem Fernsehinterview sagte Clinton dazu: Ich dachte, wenn ich jetzt nichts mache, ist es aus.

Was macht gesunde Ernährung aus?

Der Professor für Klinische Naturheilkunde an der Charité Berlin und Chefarzt des Zentrums für Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin empfiehlt eine vollwertige pflanzenbasierte Ernährung. Fertigprodukte, Weißmehl und Zucker solle man möglichst meiden.

Auf der Grundlage einer Vielzahl von Ernährungsstudien beantwortet er die Frage, was gesunde Ernährung ausmacht, so: sehr viel Gemüse,Obst,gesundes pflanzliches Fett, Nüsse, Avocados, Leinsamen und andere Samen.
Kohlenhydrate sollte man sehr differenziert betrachten: In ihrer natürlichen Form als Vollkornbrot, Vollkornpasta, Vollkornreis enthalten sie Gesundheit und senken das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Weniger wichtig als ursprünglich gedacht ist der Fisch , erklärt Dr. Michalsen. Und was die gesunden Ernährungsformen noch eint: Fleisch und Wurst kommen kaum oder gar nicht vor. Der Verzehr von Milchprodukten und Eiern ist gering.

Fisch werden viele gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben, vor allem wegen seiner langkettigen Omega-3-Fettsäuren. Doch Fisch sei ein weit weniger gesundes Lebensmittel, als die meisten denken: Weil Fisch konzentrierte tierische Eiweiße enthalte, erzeuge er viel Säure im Körper und könne deshalb zu entzündlichen Erkrankungen, Osteoporose und Arthrose beitragen. Außerdem sei Fisch sehr mit Schwermetallen belastet. Ein viel größeres Problem sehe ich aber in der ökologischen Frage , erklärt Prof. Michalsen. Nicht wenige Fischarten sind vom Aussterben bedroht. Teile der Weltmeere sind überfischt, und die Empfehlung, regelmäßig Fisch zu verzehren, entbehrt deshalb jeder nachhaltigen Perspektive. Fischfarmen seien keine Alternative, weil dort viele Medikamente (Antibiotika) zum Einsatz kämen.

Der Mediziner weist an dieser Stelle darauf hin, dass wir keine Fische essen müssen, um unseren Bedarf an Omega-3-Fettsäuren zu decken: Unserer Körper baue alpha-Linolensäure aus Pflanzen, etwa Leinsamen, in ausreichender Menge verzehrt, zu Omega-3-Fettsäuren um. Außerdem lieferten Algen wertvolles Omega 3. Generell seien pflanzliche Fette gesünder als tierische.

Fisch

Fisch

werden viele gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben, vor allem wegen seiner langkettigen Omega-3-Fettsäuren. Doch Fisch sei ein weit weniger gesundes Lebensmittel, als die meisten denken: Weil Fisch konzentrierte tierische Eiweiße enthalte, erzeuge er viel Säure im Körper und könne deshalb zu entzündlichen Erkrankungen, Osteoporose und Arthrose beitragen. · Bild: Jo Ann Koch Fotolia

Für die Omega-3-Versorgung müssen wir keine Fische

Für die Omega-3-Versorgung müssen wir keine Fische

essen - Leinsamen ist die beste pflanzliche Quelle für Omega-3-Fettsäuren. · Bild: Maya Kruchancova - Fotolia.com

Die Vorteile von pflanzlichen Proteinen

Dass unser Körper tierisches Protein brauche, weil es eine höhere Wertigkeit habe als pflanzliches Protein, oder dass man pflanzliche Proteine kompliziert kombinieren müsse, sei eine Legende. Das kann man nach aktuellen Daten absolut verneinen: Der Körper zerlegt Eiweiße und baut sie wieder so auf, wie er sie braucht unabhängig davon, ob sie vom Tier oder von einer Pflanze stammen.

Eigentlich unverständlich ist vor dem Hintergrund des aktuellen Forschungsstandes, dass die pflanzenbasierte Ernährung nicht viel mehr von Ernährungsorganisationen und dem Gesundheitswesen beworben wird und in Krankenhäusern gezielt als Therapie zum Einsatz kommt.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) sie gibt den Ton an, was Empfehlungen für Kindergärten, Schulen oder Krankenhäuser angeht hat diesen Tatbestand immer noch nicht realisiert , erklärt Prof. Michalsen. Ihr Wissensstand hinkt oft Jahre dem aktuellen Stand der Forschung hinterher, und ihre Verlautbarungen scheinen nicht ganz unabhängig vom Einfluss der Lobbyisten.

Seit einigen Jahren würden mehr und mehr Studien belegen, wie eindeutig tierisches Eiweiß das Risiko für Herz-Kreislauf-Leiden, Schlaganfall und Diabetes erhöht. Der Mediziner verweist auf eine Harvard-Studie, in der an über 130.000 Teilnehmern die Wirkung von tierischem und pflanzlichem Eiweiß verglichen wurde. Der Verzehr von mehr pflanzlichen Eiweißen war mit einer signifikant niedrigeren Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Krankheiten verbunden.

Sollen wir also alle Vegetarier werden? Wenn man all diese Aspekte berücksichtigt und auch die ethischen Probleme der Massentierhaltung, die Umweltschäden und den Energieverbrauch mit berücksichtigt, kann man diese Frage nur mit Ja beantworten , so Prof. Michalsen.

Milch kein gesundes Lebensmittel

Lange galt Milch als gesundes Nahrungsmittel. Slogans wie Die Milch macht"s haben sich über Generationen eingeprägt. Doch Milch wirke sich negativ auf den Säure-Basen-Haushalt aus, könne also zur Übersäuerung unseres Körpers führen, erklärt Prof. Michalsen. Eine Übersäuerung begünstige zahlreiche chronische Krankheiten. Umgekehrt könne eine basische pflanzen basierte Ernährung zur Gesundheit beitragen. So ließen sich chronische Nierenprobleme durch eine Basen-Therapie gut behandeln; eine an tierischen Proteinen arme Kost werde schon lange empfohlen. Der Mediziner erklärt weiter: Die Bewertung der Milch hat sich durch diese Erkenntnisse total gewandelt. Lange dachte man, dass sie durch ihren Kalziumgehalt den Knochen schützt. Heute wissen wir, dass es genau umgekehrt ist: Aufgrund der Säure, die Milch im Körper erzeugt, übersteigt der Kalziumabfluss bei Weitem das Kalzium, das man zuführt. Milchprodukte haben also eine negative Kalziumbilanz und sind keine Osteoporosetherapie. So habe eine große schwedische Studie nachgewiesen, dass die Gefahr, an Osteoporose zu erkranken, sogar steigt, wenn mehrere Gläser Milch pro Tag getrunken werden.

Eier sind nicht gesund

Häufig werde er gefragt, wie gesund Eier seien, schreibt Prof. Michalsen. Seine Antwort: Eier sind nicht gesund. Einer Studie zufolge werde das im Eidotter hoch konzentrierte Lecitin über den Stoffwechsel der Darmbakterien in ein Risikoprodukt für Herz-Kreislauf-Leiden und Diabetes verwandelt. Dazu kommt die Tatsache, dass Eier oft mit Keimen und Toxinen belastet sind, mit Salmonellen und anderen Erregern. Dies lässt mich meinen Patienten raten, auf Eier lieber zu verzichten.

Was spricht für eine vegane Ernährung?

Eine Ernährung, die auf tierische Produkte verzichte, sei nicht automatisch gesund: Auch vegetarische oder vegane Kost kann sehr ungesund sein, wenn sie überwiegend aus Nudeln, Süßspeisen und Fertigprodukten besteht , schreibt der Autor. Ernährt man sich aber vielfältig vegan (Kochen lernen macht Spaß!), ist das hervorragend gesund. So gesund, dass man aufpassen muss, wenn man noch zusätzlich Medikamente einnimmt .

Es ist bekannt, dass durch vegane Ernährung das Risiko-Cholesterin LDL sowie überhöhter Blutdruck stark absinken können. Wer also cholesterin- oder blutdrucksenkende Medikamente einnimmt, sollte die Werte ärztlich überprüfen lassen.

Wenn Patienten ohnehin skeptisch sind gegenüber noch mehr Medikamenten (denn bei Bluthochdruck, Diabetes, Herzerkrankungen sind es oft viele Medikamente auf einmal, die entsprechend verordnet werden), dann und wenn sie starke Nebenwirkungen haben, schlage ich vor, es mal mit einer veganen Ernährung zu versuchen , berichtet Prof. Michalsen.

Er selbst ernähre sich seit zehn Jahren lactovegetarisch, also ohne Fleisch, Fisch und Eier und mit wenig Milchprodukten ab und zu brauche er einfach eine Käsepizza. Seine Entscheidung, sich pflanzenbasiert zu ernähren, sei ursprünglich vom Gesundheitlichen ausgegangen: Ich bin schließlich Internist und Kardiologe und habe diese ganzen Studien gelesen , sagte Prof. Michalsen vor etwa zwei Jahren in einem Interview mit der Rheinischen Post. Dass ich dabei bleibe, hat aber mittlerweile eher ethische Gründe. Warum sollen Tiere sterben, wenn es nicht sein muss? (Interview zu Veganismus: Für Wurst gibt es gar keine Argumente . Rheinische Post, 29.7.2015)

Argumente für eine gesunde und tierfreundliche Lebensweise

Prof. Dr. Andreas Michalsen geht in seinem Buch Heilen mit der Kraft der Natur natürlich nicht nur auf Ernährungstherapie, sondern viele weitere Bereiche der Naturheilkunde ein: Wiederentdeckte antike Therapien wie Blutegel und Schröpfen, Hydrotherapie, Heilfasten, Mind-Body-Medizin, Ayurveda, Akupunktur und die Heilkraft der Pflanzen. Auch diese Kapitel sind sehr lesenswert und ein leidenschaftliches Plädoyer für eine neue Medizin.

In der Freiheit für Tiere -Buchvorstellung haben wir den Schwerpunkt auf seine Ausführungen über die gesundheitlichen Vorteile einer pflanzenbasierten Ernährung gelegt. Denn für viele unserer Leserinnen und Leser, die sich aus Liebe zu den Tieren dazu entschieden haben, sich vegetarisch oder vegan zu ernähren, liefern die gesundheitlichen Argumente eine weitere Bestätigung für eine tierfreundliche Lebensweise.

Die meisten Menschen, die weil sie es so gewohnt sind Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier essen, möchten ebenfalls nicht, dass Tiere unnötig leiden. Viele lehnen die Tierqual in der industriellen Massenproduktion ab und essen vielleicht inzwischen weniger Fleisch, mochten aber bisher nicht ihre Ernährungsgewohnheiten grundlegend ändern. Hier können Bücher wie Heilen mit der Kraft der Natur weitere wesentliche Denkanstöße geben. Und die Tatsache, dass dieses Buch in kürzester Zeit auf Platz Nr. 1 der Bestseller-Liste kletterte, beweist, dass die Sehnsucht nach Alternativen, Ganzheitlichkeit und einer Lebensweise im Einklang mit der Natur - zu der ja auch die Tiere gehören - groß ist.

Prof. Dr. Andreas Michalsen:
Heilen mit der Kraft der Natur
Meine Erfahrung aus Praxis und Forschung Was wirklich hilft
Gebunden, 304 Seiten
Insel-Verlag 2017
ISBN: 978-3-458-17698-5
Preis: 19,95 Euro

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter