Das Leben der Eichhörnchen

Spannendes Buch von Prof. Dr. Josef H. Reichholf

»Das Leben der Eichhörnchen« ist ein spannendes

»Das Leben der Eichhörnchen« ist ein spannendes

Buch, in dem wir nicht nur viel Wissenswertes über Eichhörnchen erfahren, sondern auch über viel weitergehende ökologische Zusammenhänge. Durch seinen mitreißenden Schreibstil und Erzählungen von eigenen Erlebnissen vermittelt Prof. Reichholf zudem echtes Lesevergnügen! · Bild: USBFCO - Shutterstock.com

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion Freiheit für Tiere

Mit akrobatischen Sprüngen turnt es durch die Baumwipfel, klettert Baumstämme hinauf und hinunter und versteckt Nüsse im Garten: Kein Wunder, dass es so viel Freude macht, Eichhörnchen zu beobachten. Doch was wissen wir eigentlich über das Leben dieser faszinierenden Tiere? Prof. Dr. Josef H. Reichholf entführt in ihre unbekannte Welt direkt vor unserer Haustür.

Prof. Reichholf ist nicht nur einer der renommiertesten Biologen Deutschlands, sondern auch begnadeter Geschichtenerzähler und vor allem ein begeisterter Naturfreund. Mit seinen Erzählungen zieht er uns hinein in die Welt der Tiere und scheut sich anders als viele andere Wissenschaftler nicht, persönliche Erlebnisse in der Natur und mit Tieren in seine naturwissenschaftlichen Bücher einfließen zu lassen. Das Lesen seiner Bücher ist also nicht nur äußerst informativ, sondern macht auch richtig Spaß. Schon 2007 wurde er dafür mit dem Sigmund-Freud Preis für wissenschaftliche Prosa der Deutschen Akademie der Sprache und Dichtung ausgezeichnet.

Die Geschichte von Eichhörnchenbaby Maxi: Wie Prof. Reichholf zu den Eichhörnchen kam

Zu Beginn seines Buches »Das Leben der Eichhörnchen« erzählt Prof. Reichholf, wie er überhaupt zu den Eichhörnchen kam: »Mit einem vom Himmel gefallenen Eichhörnchen fing es an. Eine Frau ging im Münchner Norden gerade auf den Hof hinaus, als ihr etwas Kleines vor die Füße fiel. Es war ein winziges Eichhörnchenbaby. Zwei große dunkle Kugeln am Köpfchen, die Augen, waren daran am auffallendsten... Wahrscheinlich hatte eine Krähe das Eichhörnchen im Schnabel getragen und fallen gelassen.« Das Eichhörnchenbaby allein zu lassen, würde seinen sicheren Tod bedeuten. Daher beschloss die Frau, das Tierchen zu sich zu nehmen. Der Tierarzt, den sie um Rat fragte, hatte keine Erfahrung mit Eichhörnchenbabys. Da fiel der Frau ein, dass sie jemanden kannte, der in der Zoologischen Staatssammlung arbeitete. Dieser Wissenschaftler, ein Schlangenspezialist, riet ihr, Prof. Reichholf zu kontaktieren, der damals Leiter der Sektion Säugetiere der Zoologischen Staatssammlung war. »Die Frau rief bei mir an, schilderte, was sich zugetragen hatte und bat um Rat«, berichtet der Biologe. Diese Anfrage war für ihn eine ziemliche Herausforderung, da er ebenfalls keine Erfahrung mit Eichhörnchenbabys hatte. Aber das Telefonat traf ihn emotional: »Denn gut ein Jahrzehnt vorher hatte ich mich in einer ähnlichen Lage befunden. Zwei Siebenschläferbabys lagen damals vor mir in einer Schachtel und es galt, sie aufzuziehen. Eines überlebte und wurde das reizendste Tierchen, mit dem ich je zu tun hatte.«

Die Erinnerung an den jungen Siebenschläfer, der »Schmurksi« genannt wurde, rettete nun dem Eichhörnchenkind das Leben: »Es sollte auch überleben, wie jenes Siebenschläferbaby.« Prof. Reichholf fühlte sich in der Pflicht, alles zu tun, damit das Tierchen überlebt. Er knüpfte an seine Erfahrungen mit dem Siebenschläferbaby an, suchte alles Verfügbare in der zoologischen Fachliteratur zusammen.

Das Eichhörnchen wurde Maxi genannt, es nahm an Gewicht zu und gedieh. »Maxi lebte viele Jahre. Er wurde ein super Eichhörnchen, soweit wir dies aus unserer voreingenommenen Menschensicht beurteilen können. Er bekam andere Eichhörnchen dazu, die als Findlinge gebracht wurden...« Für den Biologen war dies Anlass, sich mit Eichhörnchen wissenschaftlich näher zu befassen und sie auch mit ihren Verwandten, den Siebenschläfern, zu vergleichen. Maxi und Schmurksi wurden damit zu den Begründern dieses Buches. Es ist der Versuch, die Welt der Eichhörnchen und ihrer weiteren Verwandtschaft, der Nagetiere, mit unserer eigenen in Beziehung zu setzen. Erstaunliche Parallelen tun sich dabei auf. Reizvolles und nachdenklich Stimmendes kommt zutage.

Eichhörnchen sind Sympathieträger.

Eichhörnchen sind Sympathieträger.

Es macht Freude, die quirligen Kletterkünstler zu beobachten, wie sie die Baumstämme hinauf- und hinunterklettern und akrobatisch von Ast zu Ast springen. · Bild: gusenych - Shutterstock.com

Auflagen für Naturfreunde - "Das Tun der Naturvernichter bleibt hingegen unbeschränkt"

»Eichhörnchen großzuziehen ist ein Wagnis, das nur wenige Menschen eingehen sollten. Artenschutzrechtlich ist es genehmigungspflichtig, tierschutzrechtlich durchaus problematisch.« Denn die Haltung geschützter Tiere habe sehr viele Auflagen, während freilebenden Tieren kaum Schutz zuteil werde.

Wie schon in seinen vorherigen Büchern ist es Prof. Reichholf ein Anliegen, auf dieses Ungleichgewicht hinzuweisen: »Wer sich aus Neigung und Interesse mit Tieren befassen möchte, gerät sofort unter Verdacht, Schaden zu verursachen. Das Tun der Naturvernichter bleibt hingegen unbeschränkt. Sie haben es politisch geschafft, von nahezu allen Bestimmungen und Beschränkungen ausgenommen zu sein.« Die private Tierhaltung aus Interesse ist genehmigungspflichtig gemacht worden, die Massentierhaltung unterliegt keiner wirklichen Einschränkung. Ein Eichhörnchen aufzunehmen, zu pflegen oder gar großzuziehen, erfordert eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung. Die Forstwirtschaft darf bei der Holzernte genehmigungsfrei die Nester mit den kleinen Jungen darin vernichten.

Ähnlich ist es mit jedem Naturschutzgebiet: Naturfreunde dürfen in Naturschutzgebieten die Wege nicht verlassen, nicht zelten, keine Pflanzen ausgraben, wodurch die Entfremdung von der Natur zunimmt. Doch Jäger und in vielen Fällen auch Angler haben freien Zutritt und dürfen sogar im Naturschutzgebiet Wildtiere erschießen und Fische töten.

In seinem Buch »Ornis - Das Leben der Vögel« (Verlag C.H. Beck, 2014) hatte Prof. Reichholf darauf hingewiesen, dass selbst die offiziellen Naturschutzgebiete die notwendige Aufgabe des Vogelschutzes nicht erfüllen, denn in den meisten werden die Wasservögel bejagt. »Oft lassen sie (die Vögel) sich sogar in Vogelschutzgebieten nur auf große Distanz mit Fernrohren beobachten und bestimmen, weil - fasse es, wer es kann - "Vogelschutzgebiet" in Deutschland nicht bedeutet, dass die Vögel geschützt sind, sondern eher, dass Vogelfreunde nicht oder höchstens mit schwer zu bekommender Ausnahmegenehmigung hineindürfen. Die Vogeljagd geht wie die anderen Formen der Jagd darin trotzdem weiter. Eher noch heftiger, weil ja dank des "Betreten verboten" unangenehme Zeitgenossen ferngehalten werden, die Zeugen des jagdlichen Tuns werden oder die Jagdausübung" (welcher Ausdruck!) sogar stören könnten.«

Auch mit »Das Leben der Eichhörnchen« will Prof. Reichholf zum Nachdenken anregen über Naturschutz, der sich gegen Naturfreunde richtet. Er fragt, ob es nicht längst an der Zeit wäre, »dass die großen Naturschutzverbände ihr politisches Gewicht vereinen, um einen neuen, wirkungsvollen Arten- und Naturschutz zu schaffen. Einen, der die Naturvernichter trifft und nicht die Naturfreunde.«

Während sie auf dem Land scheu sind

Während sie auf dem Land scheu sind

und in Agrarwüsten und Wirtschaftswäldern immer weniger Lebensraum finden, gibt es in Städten viele Eichhörnchen. Gärten, Parks und Stadtwälder mit Büschen und Bäumen bieten eine Fülle an Nahrung, Unterschlupf- und Nistmöglichkeiten. Hier lassen sich Eichhörnchen von Tierfreunden ganz aus der Nähe beobachten. · Bild: Menno Schaefer - Shutterstock.com

Artenvielfalt in den Städten, immer weniger Lebensräume auf dem Land

Und auf noch eine Schieflage weist der Biologe, wie schon in seinen früheren Büchern, hin: Auf dem Land verkommen ehemals fruchtbare und lebensfreundliche Flächen durch die industrielle Landwirtschaft mit giftigen Spritzmitteln, intensiver Düngung und Monokulturen zu regelrechten Agrarwüsten. Die Folge: Artensterben. In einem Umland der Monotonie werden Städte zu Inseln der Artenvielfalt, die Lebensraum für unzählige Tierarten bieten. Und je größer die Stadt, desto vielfältiger und reichhaltiger ist ihr Tierleben. In Berlin brüten über 150 Vogelarten - das sind zwei Drittel aller Vogelarten, die in Mitteleuropa vorkommen. Auch München kann es mit 110 verschiedenen Brutvogelarten mit den meisten bayerischen Naturschutzgebieten an Artenvielfalt durchaus aufnehmen. Im Park der Zoologischen Staatssammlung München leben 650 Schmetterlingsarten - das ist eine Zahl, wie man sie vielleicht in einigen wenigen sehr guten Naturschutzgebieten finden kann.

»Für die Eichhörnchen scheidet sich die Welt ganz klar in eine gute, das sind die Städte, und eine schlechte auf dem Land. Draußen in den Wäldern sind sie vielerorts selten. Immer noch werden sie geschossen. In der freien Natur fliehen Eichhörnchen auf weit größere Distanzen als vor ihren natürlichen Feinden, den Baummardern oder den Habichten. In der Stadt hingegen kommen sie zu den Menschen, ihren Futterspendern.«

In der Stadt gibt es viele Eichhörnchen. Sie haben keine Angst vor dem Menschen. Gärten, Parks und Stadtwälder bieten vielfältige Strukturen an buntem Grün, an Büschen und Bäumen mit einer Fülle an Nahrung, Unterschlupf- und Nistmöglichkeiten.

Anders sieht es auf dem Land aus, wo doch eigentlich die Tiere zu Hause sein sollten: Hier bekommt man selten ein Eichhörnchen zu Gesicht. Wie alle anderen Wildtiere - von Vögeln über Füchse bis hin zu Wildschweinen -, die sich in Städten wie Berlin oft aus der Nähe beobachten lassen, sind sie scheu. Eichhörnchen fliehen auf dem Land vor Menschen hinauf in die Baumkronen und versuchen sich zu verstecken.

Eichhörnchen ernähren sich

Eichhörnchen ernähren sich

anders als ihr Name vermuten lässt - nicht in erster Linie von Eicheln, sondern von Nüssen und Zapfensamen. Diese liefern viele Proteine sowie Fett und Zucker, so dass es kein Wunder ist, dass Eichhörnchen so viel in Bewegung sind. Im Herbst sammeln sie emsig Zapfen und Nüsse und vergraben sie als Wintervorrat im Boden. Doch sie finden längst nicht alle Verstecke wieder, so dass hier im Frühling neue Bäume sprießen. · Bild: Surawska - Shutterstock.com

Warum Eichhörnchen ständig in Bewegung sind

Prof. Reichholf stellt in seinem Buch »Das Leben der Eichhörnchen« ausführlich alles Wissenswerte zur Biologie des Eichhörnchens vor: Wir erfahren über den Nestbau, wann Eichhörnchen Junge bekommen und wie sie ihren Nachwuchs aufziehen. Und wir erfahren, dass Eichhörnchen schon allein aufgrund ihres Stoffwechsels und Energiehaushalts ständig in Bewegung sind. Eichhörnchen können nicht von Blättern, Gras und Heu leben. So ein Futter wäre nicht ergiebig genug , erklärt der Biologe. Die Nahrung des Eichhörnchens besteht aus Nüssen, Zapfen, Knospen, Eicheln und süßen Früchten, also Nahrung mit hohem Proteingehalt, Fetten und Zucker. »Zucker und Fette, die im Stoffwechsel verbrannt werden, liefern Energie für Körperwärme und Bewegung. Wer viel zu laufen, zu springen und zu graben hat, benötigt entsprechend viel von diesen Energielieferanten.« Vor allem Nüsse bieten sehr viel Energie und sie enthalten auch viele Proteine: »Bei Haselnüssen sind es bis zu 14 Gramm auf 100 Gramm Nussgewicht. Oder anders ausgedrückt: Pro Gramm Eiweiß gibt es drei bis vier Gramm Fett und ein Gramm Zucker dazu.« Weil durch die nötige Menge an Proteinen zumeist ein Überschuss an Fetten und Kohlenhydraten mitgeliefert wird, können Eichhörnchen viel Bewegung leisten.

Prof. Reichholf erklärt, dass Tiere (wie auch Menschenkinder) umso ausgiebiger spielen, je mehr sie beim Wachsen Proteine verbrauchen. »Da geraten Fette und Zucker in Überschuss, der abgearbeitet werden muss. Falls nicht, hat das bedeutende Folgen, wie beim Siebenschläfer. Sie münden in Winterschlaf. Die Außentemperaturen wirken sich immer auf den Energiehaushalt aus. Je kälter es ist, umso mehr muss der Stoffwechsel nachheizen.« Eichhörnchen sind fast immer wärmer als ihre unmittelbare Umgebung, außer die Lufttemperatur nähert sich den 40 Grad. Da werden sie träge.

Eichhörnchen müssen also das ganze Jahr über ausreichend energiereiche Nahrung finden. »Wälder erfüllen diese Grundbedingungen mit den Samen und Früchten von Bäumen und Sträuchern - auch Städte«, schreibt Prof. Reichholf. Städte seien inzwischen für Eichhörnchen sogar besser als Wälder: »Weil die Wirtschaftswälder, die Forste, den Eichhörnchen unter heutigen Verhältnissen weit weniger Nahrung und Sicherheit bieten als der Siedlungsraum der Menschen. Wir sehen dies an der Häufigkeit der Eichhörnchen. In Städten mit großen Parkanlagen kann sie um ein Mehrfaches höher liegen als in Laubwäldern und bis zum Zehnfachen über das Niveau einförmiger Nadelwälder steigen.«

Beim Aufbau natürlicher Wälder

Beim Aufbau natürlicher Wälder

spielen Eichhörnchen eine wichtige ökologische Rolle. Doch naturnahe Wälder werden zunehmend seltener. Eichhörnchen brauchen Bäume, die ihnen Nahrungsgrundlage sowie einen Platz zum Schlafen und zur Jungenaufzucht bieten. Da sie auf die Samen, Triebe und Knospen von Bäumen angewiesen sind, spielt das Alter der Bäume eine entscheidende Rolle. Erst ab einem gewissen Alter produzieren die Bäume Samen - Kiefern und Fichten nach etwa 20 Jahren, Buchen beispielsweise erst nach 80 Jahren. Eichhörnchen benötigen daher alte Baumbestände, um satt zu werden! · Bild: Sven Petersen - Shutterstock.comBild: Sven Petersen - Shutterstock.com

Eichhörnchen pflanzen Bäume

Bäume, die große Samen produzieren, und Tiere, die von diesen Samen leben, befinden sich in einer Wechselwirkung, erklärt der Biologe: Einerseits verzehren Eichhörnchen, Eichelhäher und Spechte Eicheln, Zapfensamen und Nüsse, aus denen neue Bäume wachsen könnten. Andererseits brauchen die Bäume für ihre Samen Transporteure, denn direkt neben dem Mutterbaum ist zu wenig Platz zum Aufwachsen. »Die Nutzer bilden mit ihrem Wirken einen Teil des Kreislaufs, den wir Naturhaushalt nennen«, so Reichholf, und der bestens funktionieren würde, »gäbe es da nicht die Menschen, die immer wieder stören oder gar Teile davon vernichten«. Am Beispiel des Eichhörnchens wird diese Problematik deutlich: »Fressen die Eichhörnchen junge Triebe an Bäumen, die Forstleute gepflanzt haben, werden sie sogleich zum Schädling erklärt und bekämpft. Denn nicht Eichhörnchen sollen entscheiden, welche Bäume wo wachsen. Das behalten sich die Förster vor.« Weshalb "Forst" auch kein Wald im natürlichen Sinne mehr sei, sondern eine Plantage. Eichhörnchen, Eichelhäher, Spechte und einige weitere Tiere nutzen und pflanzen Bäume jedoch von Natur aus.

Viel Wissenswertes nicht nur über Eichhörnchen

»Das Leben der Eichhörnchen« ist also ein spannendes Buch, in dem wir nicht nur viel Wissenswertes über Eichhörnchen erfahren, sondern auch über viel weitergehende ökologische Zusammenhänge. Durch seinen mitreißenden Schreibstil und Erzählungen von eigenen Erlebnissen vermittelt Prof. Reichholf zudem echtes Lesevergnügen!

Der Autor

Prof. Dr. Josef H. Reichholf wurde 1945 in Aigen am Inn geboren. Der Zoologe und Ornithologe zählt zu den prominentesten Naturwissenschaftlern Deutschlands.

Bis 2010 leitete er an der Zoologischen Staatssammlung München die Hauptabteilung Wirbeltiere. Er lehrte 20 Jahre Ökologie, Naturschutz und Evolutionsbiologie der Vögel an der Ludwig-Maximilians-Universität München und an der Technischen Universität München.

Prof. Reichholf wirkte 20 Jahre lang als Generalsekretär der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern und veröffentlichte zahlreiche vogelkundliche Arbeiten. Zudem war er viele Jahre Mitglied der Kommission für Ökologie der Internationalen Naturschutzunion (IUCN). Er ist Träger der Treviranus-Medaille , der höchsten Auszeichnung der Deutschen Biologen, und des Grüter-Preises für Wissenschaftsvermittlung. 2007 wurde Prof. Reichholf mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ausgezeichnet. Als Wissenschaftsbuch des Jahres wurde 2010 sein Bestseller Rabenschwarze Intelligenz und 2017 sein Buch Symbiosen prämiert.

Prof. Josef H. Reichholf hat viele Bücher zu biologischen und ökologischen Themen geschrieben, darunter:
· Stadtnatur. oekom Verlag, München, 2007
· Rabenschwarze Intelligenz. Herbig, 2009
· Der Tanz um das goldene Kalb - Der Ökokolonialismus Europas. Verlag Klaus Wagenbach, Neuauflage 2011
· Ornis - Das Leben der Vögel. Ch.Beck, 2015
· Evolution - Eine kurze Geschichte von Mensch und Natur. Carl Hanser Verlag, 2016
· Symbiosen, Haustiere (beide 2017 in der Reihe Naturkunden)
· Schmetterlinge - Warum sie verschwinden und was das für uns bedeutet. Carl Hanser Verlag, 2018

Das Buch

Prof. Josef H. Reichholf entführt uns in eine unbekannte Welt, die gleich hinter unserer Haustür beginnt: die Welt der Eichhörnchen.

Der Naturfreund ist nicht nur einer der renommiertesten Biologen Deutschlands, sondern auch begnadeter Geschichtenerzähler, der von persönlichen Erlebnissen mit Eichhörnchen und ihren Verwandten, den Siebenschläfern, berichtet. Und er stellt natürlich ausführlich alles Wissenswerte über Biologie und Lebensweise des Eichhörnchens vor: über Stoffwechsel und Energiehaushalts, Nestbau und Vermehrung. Außerdem stellt der Biologe die Eichhörnchen-Verwandtschaft vor, Grauhörnchen, Biber und Siebenschläfer, die Nachtausgabe des Eichhörnchens. Eine spannende Naturkunde, die uns die Tiere mit anderen Augen sehen lässt.

Josef H. Reichholf: Das Leben der Eichhörnchen
Illustriert von Johann Brandstetter
Fester Einband, 176 Seiten
Hanser Verlag, 2019 ISBN 978-3-446-26407-6
Preis: 20,00 Euro

FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Sonderpreis: Fakten gegen die Jagd (Ausgabe 2017, 24 Seiten)

Artikelnummer: 521

Die Natur braucht keine Jäger: Fakten gegen die Jagd - Warum jagen Jäger wirklich? Die Frage »Warum jagen wir?« beantwortet eine Jagdredakteurin wie folgt: »Einige beschreiben die Jagd als Kick, andere sprechen von großer innerer Zufriedenheit. Die Gefühle bei der Jagd sind ebenso subjektiv wie in der Liebe. Warum genießen wir sie nicht einfach, ohne sie ständig rechtfertigen zu wollen?« Rationale Gründe, mit denen Jäger rechtfertigen, dass die Jagd notwendig sei, sind offenbar nur Ausreden. Jedenfalls schreibt die Jägerin: »Der Tod, der mit dem Beutemachen verbunden ist, ist verpönt. Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz.«

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Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss. Im Dezember 2025 tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste. Im November 2025 tötete ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. weiterlesen

DVD gibt den Tieren eine Stimme: Der Hase und der Tod – Stumme Bitten

Der Schnee lag kalt und weiß auf freiem Felde.

Ein Hase und seine Frau suchten Futter. Die Pfoten froren. Es war ein mühsamer Weg, und der Wind pfiff über die Fläche. Die Ausbeute war kümmerlich. Man musste erst den Schnee fortkratzen, um etwas Essen zu finden.

Die Pfoten wurden so leicht wund dabei. Man musste sie dazwischen immer wieder ablecken. Auch war die Frau des Hasen leidend. Ein Bein war ihr zerschossen worden. Sie humpelte hilflos und gebrechlich über den Schnee.

»Ach, diese schrecklichen Jagden!« seufzte die Häsin. »Töten ist doch kein Vergnügen! Sogar Wölfe reißen aus Hunger, nicht aus Lust am Töten.«

»Es sind eben keine Wölfe, sondern Menschen«, sagte der Hase.


Manfred Kyber (1880-1933) war ein deutscher Schriftsteller und Tierschützer, der vor allem durch seine besonderen Tiergeschichten bekannt geworden ist. Aus zwei seiner Geschichten hat der Verlag Das Brennglas einen ergreifenden Zeichentrickfilm auf DVD produziert.

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DVD: „Stumme Bitten“ · „Der Hase und der Tod“ als Zeichentrick-Filme

Artikelnummer: 321

»Die Welt ist voll von stummen Bitten, die nicht gehört werden. Es sind Menschen, die sie nicht hören. Es scheint unmöglich, diese stummen Bitten zu zählen. So viele sind es. Aber sie werden alle gezählt. Sie werden gebucht im Buche des Lebens.« (Manfred Kyber) Ein Zeichentrickfilm, der unter die Haut geht, die »stumme Bitten« hörbar macht und den Tieren mit ergreifenden Bildern eine Stimme gibt!

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Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter