Der Igel: Liebenswerter Gast in unseren Gärten

Igel kommen auf der ganzen Welt vor.

Igel kommen auf der ganzen Welt vor.

In Europa sind der Nördliche Weißbrustigel und der Braunbrustigel heimisch. Igel benötigen eine Kombination von Strukturen, die Versteckmöglichkeiten bieten, offene Bereiche, welche zur Nahrungssuche genutzt werden können, sowie trockene Laubblätter, welche benötigt werden, um Schlafnester zu bauen · Bild: Coatesy · Shutterstock.com

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Igel sind beliebte Gäste in unseren Gärten und lassen sich vielerorts in den Abendstunden beobachten. Doch was wissen wir eigentlich über unsere stacheligen Nachbarn? Wussten Sie, dass Igel im Garten Schädlinge vertilgen, unter anderen Schnecken? Wussten Sie, dass Igel ein hervorragendes Ortsgedächtnis haben? Wussten Sie, dass die Zahl der Igel in vielen europäischen Ländern zurückgeht? Das Buch »Der Igel - Nachbar und Wildtier« der Biologinnen und Igelexpertinnen Anouk-Lisa Taucher und Madeleine Geiger gibt einen Einblick in die Biologie und Ökologie des Igels und entführt uns in das nächtliche Leben in unseren Gärten.

Braunbrustigel und Weißbrustigel

Igel kommen auf der ganzen Welt vor. In Europa sind der Nördliche Weißbrustigel und der Braunbrustigel heimisch. Der Braunbrustigel kommt in ganz West- und Mitteleuropa vor. Er besiedelt die Iberische Halbinsel, England, Irland und viele der schottischen Inseln sowie die Mittelmeerinseln Korsika, Sardinien und Sizilien. Die östliche Verbreitungsgrenze verläuft durch das östliche Österreich, Tschechien und entlang der Westgrenze Polens. Im Nordosten lebt er in Skandinavien bis 65 nördlicher Breite und in Teilen Russlands bis Sibirien.

Der Nördliche Weißbrustigel ist von Osteuropa und dem nördlichen Kaukasus bis nach Westsibirien heimisch. Dabei gibt es eine Überlappungszone zum Siedlungsgebiet des Braunbrustigels, die durch Italien, Österreich, Tschechien und entlang der Grenze zwischen Polen und Deutschland verläuft.

Der Braunbrustigel und der Weißbrustigel sind äußerlich nur schwer zu unterscheiden. Beide Igelarten sind etwa gleich groß und gleich schwer. Die Schnauze des Weißbrustigels ist eher länger und schmaler als die des Braunbrustigels. Wie der Name schon verrät, haben Weißbrustigel in fast allen Fällen einen weißen Fleck auf der Unterseite im Bereich der Kehle und der Brust. Doch auch Braunbrustigel können im Bauch-/Brustbereich ebenfalls hell gefärbt sein, sie haben jedoch meist einen braunen Fleck im Bereich der Kehle. Die beiden Arten auseinander zu halten, wenn man die Tiere im Freien beobachtet, ist also schwierig , schreiben die Igelforscherinnen.

Da der Braunbrustigel die einzige Igelart in Deutschland, der Schweiz und dem westlichen Teil von Österreich ist, können wir also davon ausgehen, dass es sich bei dem Besucher in unserem Garten um einen Braunbrustigel handelt. In Wien allerdings könnte man nicht ganz sicher sein, da hier die östliche Überlappungszone zum Weißbrustigel verläuft.

Igel sind etwa 20 bis 30 Zentimeter lang. Einjährige Igel wiegen rund 450 bis 680 Gramm, ältere Tiere sind meist schwerer. Im Herbst, vor dem Winterschlaf, können sie 800 bis 1.500 Gramm wiegen. Nach dem Winterschlaf, wenn alle Fettreserven aufgebraucht sind, können sie auf 350 Gramm abgemagert sein.

Igel haben es im Winter nicht leicht,

Igel haben es im Winter nicht leicht,

da sie keinen wärmenden Pelz besitzen. Deshalb sollten Sie ihnen ein Winterquartier anbieten. · Bild: Coatesy · Shutterstock.com

Die Stacheln - der perfekte Schutz

Das Auffälligste am Igel ist natürlich sein Stachelkleid. Ausgewachsene Igel besitzen zwischen 5.000 und 8.700 Stacheln, erfahren wir in dem Buch. Die Stacheln sind 2 bis 3 Zentimeter lang und cremeweiß und schokoladenbraun gefärbt. Sie bedecken den oberen Teil des Kopfes, den gesamten Rücken und die Seiten des Igels. Bauch, Beine und Gesicht haben keine Stacheln, das wäre beim Zusammenrollen unpraktisch. »Die Stacheln des Igels sind umgewandelte Haare, bestehen also aus Keratin«, erklären die Biologinnen. Keratin ist ein steifes, jedoch flexibles Material, das auch in Fingernägeln und Krallen zu finden ist. Die Stacheln sind außerdem hohl und dadurch leicht, aber dank innerer, mikroskopisch kleiner Längsstreben und Scheidewände trotzdem stabil und bruchresistent.

Igel können sich sekundenschnell zu einer Stachelkugel zusammenrollen. Sie verfügen über ein spezialisiertes Hautmuskelsystem. Das sind Muskeln, die für die Bewegung der Haut und nicht des Skelettes zuständig sind. Wenn sich ein Igel bedroht fühlt, wird jeder einzelne Stachel aufgestellt, vergleichbar mit »Gänsehaut« bei uns Menschen. Jetzt stehen die sonst glatt anliegenden Stacheln des Igels in alle Richtungen kreuz und quer ab und bilden so eine gute Abwehr.

Bei größerer Gefahr zieht sich ein Muskel über der Stirn zusammen. »Es handelt sich dabei um denselben Muskel, den wir benutzten, wenn wir die Stirn in Zornesfalten legen und einen bösen Blick aufsetzen«, erfahren wir weiter. Dadurch wird das Stachelkleid zur Schnauze hingezogen, um das Gesicht zu schützen, wobei gleichzeitig freie Sicht auf die Gefahr gewährleistet bleibt. Außerdem wird die Stachelhaut über Füße und Schwanz gezogen.

Meist bleibt ein Igel in dieser passiven Abwehrhaltung, bis sich die Gefahr verzogen hat. Igel können aber auch leicht aufhüpfen und so einem Fuchs oder Hund empfindlich in die Nase stechen. Nur bei direktem Körperkontakt, wenn er aufgehoben oder umgeschubst wird, rollt sich der Igel völlig ein - er wird zu einem regelrechten Nadelball. Wenn nötig, kann ein Igel über Stunden in dieser Position verharren, was eine wirkungsvolle Verteidigung gegen die meisten Angreifer darstellt. Allerdings können der Dachs und der Uhu mit ihren langen und starken Klauen das Nadelkleid des Igels durchdringen. Und auch gegen Autos und nachts fahrende und Mährobotter nützt die Verteidigungsstrategie des Igels nicht.

Übrigens wirkt das Einigeln nicht nur zur Abwehr von Feinden, sondern dient auch als Stoßdämpfer bei Stürzen oder Sprüngen, weil die Kraft des Aufpralls auf die vielen Stacheln verteilt wird und sich so verringert.

Bei der Geburt liegen die Stacheln des Igels noch unter der Haut - sie treten kurz nach der Geburt zutage. Neugeborene Igel besitzen etwa 110 völlig weiße Stacheln. Im Alter von 6 bis 7 Wochen fallen die Säuglingsstacheln aus und die zweite Stachelgeneration wächst nach ungefähr 2 bis 5 Tagen nach. Bis ein Igel ausgewachsen ist, wird das Stachelkleid drei Mal gewechselt. Bei erwachsenen Igeln werden die Stacheln nicht auf einmal ausgewechselt, sondern sie wachsen - ähnlich wie bei uns die Haare - immer wieder nach.

Igel bekommen einmal im Jahr 3 bis 6 Kinder,

Igel bekommen einmal im Jahr 3 bis 6 Kinder,

fast immer im August/September. Igelbabys wiegen gerade einmal 15 bis 25 Gramm. ·

Können Igel rennen und schwimmen?

Obwohl Igel etwas plump wirken, können sie auch rennen. Läuft der Igel schneller, sieht man die recht langen Beine. Die Hinterbeine sind etwas länger als die Vorderbeine und ermöglichen besseren Antrieb beim Rennen. Der Igel kann auch Hindernisse überwinden. Die Vorderbeine, mit denen er gräbt und sein Nest baut, sind kräftiger als die Hinterbeine. Igel haben an allen vier Füßen fünf Zehen. Sie sind Sohlengänger und setzen den gesamten Fuß am Boden ab. Ihre Pfotenabdrücke erinnern an kleine menschliche Handabdrücke.

Igel können übrigens ziemlich gut schwimmen. Sie sind nicht wasserscheu und schwimmen auch einmal durch ein Gewässer, um den Weg abzukürzen. Dass Igel in Gartenteichen oder Swimming Pools ertrinken, liegt daran, dass sie bei Becken oder steilen Rändern keinen Ausstieg mehr finden.

Was essen Igel?

Igel sind Insektenfresser, wobei sie nicht nur Insekten essen. Ihre Schnauze ist sehr beweglich, wie ein kleiner Rüssel. Damit futtern sie, was ihnen vor die Nase kommt: Insekten, Käfer, Würmer, Nacktschnecken, Spinnen, Aas, aber auch ein wenig Beeren, Früchte oder Pilze.

Igel sind bekanntlich nachtaktiv. Wenn sie nachts unterwegs sind, sind sie meist mit der Nahrungssuche beschäftigt. Dabei schnüffeln und schmatzen sie. Ihre Beute schnappen sie mit den Zähnen, buddeln sie aus der Erde oder auch aus dem Unterholz oder einer Laubschicht.

Ein Igel mit einem Körpergewicht von 500 bis 700 Gramm muss jede Nacht etwa 90 Gramm Nahrung zu sich nehmen. Da in den Magen eines Igels aber nur etwa 30 Gramm passen, muss dieser pro Nacht mindestens zwei Mal gefüllt und wieder geleert werden. Wenn sich ein Igel also den Bauch vollgeschlagen hat, ruht er, um zu verdauen, und geht später noch einmal auf Nahrungssuche.

Soll ich Igel füttern?

Igel sind Wildtiere, die in ihrem Lebensraum eigenständig und ausreichend Nahrung finden. Daher sollte man Igel generell nicht füttern. Eine Hilfe für Igel ist das Bereitstellen einer flachen Wasserschale, die täglich gereinigt wird. Diese wird in warmen Sommern auch von anderen Tieren geschätzt.

Findet man im Spätherbst einen jungen Igel mit weniger als 500 Gramm Körpergewicht, kann man ihm helfen, indem man Futter bereitstellt. Die Fütterung sollte gestoppt werden, sobald der Igel das nötige Gewicht erreicht hat. Beachtet man diese Regeln nicht, kann es vorkommen, dass bei konstanter Nahrungsverfügbarkeit ein Igel verspätet mit dem Winterschlaf beginnt, was ihm nicht gut bekommt , so die Igelexpertinnen.

Igel sollten keinesfalls mit Milch/Milchprodukten gefüttert werden, dies kann zu Durchfall oder zu einer Entzündung des Magens oder des Verdauungstrakts führen. Auch süße und salzige Lebensmittel sowie pflanzliche Nahrung sind nichts für Igel. »Der natürlichen Nahrung am nächsten kommen feuchtes Katzen- und Hundefutter, wobei auch hier erwähnt werden muss, dass dies nicht dem Nährwert der natürlichen Ernährung von Igeln entspricht«, erklären die Biologinnen. Wenn man Igel anlocken möchte, um sie zu beobachten, wird empfohlen, sie nicht regelmäßig zu füttern, sondern zeitlich zu beschränken und auch nur kleine Mengen zu füttern.

Igel sammeln Pflanzenmaterial,

Igel sammeln Pflanzenmaterial,

um ihr Nest auszupolstern. Der Verlust von Lebensräumen gehört zu den wichtigsten Gefahren für Igel. Wir können Lebensräume für Igel schaffen, indem wir in unserem Garten ein bisschen mehr naturnahe Wildnis zulassen: Wildblumenwiesen für die Insektenvielfalt, »wilde Ecken«, Asthaufen und Blätterhaufen, in denen sich Igel tagsüber verkriechen können. · Didier-Jeannin_nosvoisinssauvages.ch · Aus: der Igel. Haupt-Verlag, 2021

Wo leben Igel?

»Igel benötigen eine Kombination von Strukturen, die Versteckmöglichkeiten bieten, offene Bereiche, welche zur Nahrungssuche genutzt werden können, sowie trockene Laubblätter, welche benötigt werden, um Schlafnester zu bauen«, erfahren wir in dem Buch. »Besonders Übergangsgebiete zwischen verschiedenen Lebensräumen (z.B. Waldränder, Wegsäume, Hecken, strukturreiche Gärten) werden von Igeln gerne aufgesucht, da dort die Vielfalt an Insekten und anderen Wirbellosen am größten ist.«

Offene Laubwälder und kleinräumig strukturierte Landschaften mit Hecken, feuchtem Grasland und extensiv bewirtschafteten Landwirtschaftsgebieten waren die ursprünglichen Lebensräume des Igels. Solche Lebensräume sind aber in Europa nur noch selten anzutreffen. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft gingen die nötigen Kleinstrukturen verloren, die Igel als Versteckmöglichkeiten und Neststandorte brauchen. Durch den immer mehr zunehmenden Einsatz von Pestiziden ging außerdem die Nahrungsgrundlage für Igel immer mehr verloren.

Als Folge sind Igel in die Dörfer und Städte gezogen, wo sie in Gärten und Parks neue Lebensräume fanden, wenn diese genügend naturnahe Strukturen wie dichte Hecken, Blumenbeete und offene Bereiche mit Wiesen und Rasen für die Futtersuche aufweisen.

Was benötigt der Igel für den Nestbau?

Igel bewohnen im Laufe des Jahres unterschiedliche Nester: das Sommernest, das Winternest und das Nest für die Jungenaufzucht. Vor allem das Winternest besteht aus sorgfältig gebauten Strukturen. Dafür sammelt der Igel vor allem Laub mit dem Mund und trägt sie unter einer Hecke, unter einem Asthaufen oder unter einem Gartenhäuschen zusammen. In der Mitte des Laubhaufens formt der Igel einen Hohlraum. Viele Nester werden innen mit weichen Materialien wie Moos oder Gras ausgepolstert. Das Nest hat einen Durchmesser von bis zu 60 Zentimetern, wobei die Wände, meist aus gepresstem Laub zur Wärme-Isolation, bis zu 20 Zentimeter dick sein können.

Laub ist also besonders wichtig für den Winterschlaf, weshalb Forscher vermuten, dass in vielen Gebieten fehlendes Nestmaterial dazu führt, dass es weniger Igel gibt, obwohl genug Nahrung vorhanden wäre.

Für kleine Fußgänger wie den Igel

Für kleine Fußgänger wie den Igel

kann eine kleine Mauer bereits ein Hindernis sein. Dank ihres hervorragenden Ortsgedächtnisses kommen Igel in Siedlungslabyrinthen gut mit Durchgängen und Durchschlüpfen zurecht. Schaffen Sie also Zugänge zu Ihrem Garten: Durchschlüpfe durch Zäune, Mauern und Hecken oder »Igeltreppen«. · Didier-Jeannin_nosvoisinssauvages.ch · Aus: der Igel. Haupt-Verlag, 2021

Was kann ich für Igel tun?

Im eigenen Garten ist es sehr einfach, etwas für Igel zu tun: »Lassen Sie wenn möglich der Natur in einigen Ecken Ihres Gartens freien Lauf«, empfehlen die Biologinnen. »Igel lieben wilde Ecken, in denen sie sich tagsüber verkriechen können und wo sie nachts dank einer großen Insektenvielfalt ausreichend Futter finden.«

So sieht ein idealer Igel-Lebensraum aus:

> Legen Sie Hecken, Büsche, Asthaufen an, welche die Igel als Versteck und zum Nestbau nutzen. Lassen Sie im Herbst die Blätter unter Sträuchern liegen oder rechen Sie sie zu Haufen zusammen, welche Sie mit Ästen beschweren können.

> Gestalten Sie Ihren Garten insektenfreundlich durch blühende Stauden, Blumenrasen oder Blumenwiesen, Bäume, Büsche und Hecken und verzichten Sie auf den Einsatz von Pestiziden. Lassen Sie im Herbst die Samenstände und in Randbereichen das Gras stehen. Sie dienen vielen Insekten und deren Larven als Überwinterungsgelegenheit.

> Stellen Sie Wasser zum Trinken bereit (z.B. Wasserschale, in der das Wasser am besten täglich gewechselt wird).

> Sorgen Sie dafür, dass Ihr Garten für Igel zugänglich ist: Hecken sind durchlässig, Zäune mit Durchschlupf, Mauern mit Loch oder »Igeltreppe«.

Artporträt mit Ratgeber für den Igelschutz

Das Buch »Der Igel - Nachbar und Wildtier« versteht sich als eine Zusammenfassung aus der wissenschaftlichen und populärwissenschaftlichen Literatur sowie aus Berichten aus der Wildtierbiologie. Interviews mit Forscherinnen und Forschern, Betreibern einer Igelauffangstation und Igel-Fachpersonen zu Igelpflege und Gartengestaltung (darunter eine Anleitung zum Anlegen eines Igelverstecks) runden das Buch ab.

Die Autorinnen

Anouk-Lisa Taucher studierte Biologie an der Universität Zürich und arbeitet als Wildtierbiologin bei SWILD und in den Projekten StadtWildTiere und Wilde Nachbarn. Als Projektleiterin ist sie maßgeblich in unterschiedliche Projekte zur Erforschung der Verbreitung und des Rückganges der Igel in fünf Schweizer Städten und schweizweit involviert.

Madeleine Geiger hat an der Universität Zürich in Biologie promoviert. Sie arbeitet heute als Wissenschaftlerin an der Universität Zürich und bei SWILD. Der Schwerpunkt ihrer Forschung beinhaltet verschiedene Stufen des Zusammenlebens von Mensch und Tier bis hin zur Domestikation und deren Auswirkungen auf Körperbau, Entwicklung, Evolution und Ökologie.

SWILD

SWILD - Stadtökologie, Wildtierforschung, Kommunikation - ist eine unabhängige Forschungs- und Beratungsgemeinschaft von Biologinnen und Biologen in der Schweiz. Der non-profit Verein arbeitet seit 1989 in den Bereichen Stadt- und Siedlungsökologie, Wildtierforschung, Naturschutz und Kommunikation.

Informationen: www.swild.ch

Das Buch

Fundiert und praxisnah zeichnen Anouk-Lisa Taucher und Madeleine Geiger ein umfassendes Portrait des Igels und zeigen, was für seinen Schutz getan werden kann.

Der erste Teil des Buchs widmet sich der Biologie und Lebensweise des Igels. Die Autorinnen entführen uns in das nächtliche Treiben in unseren Gärten und Parks und vermitteln viel Wissenswertes aus der aktuellen Igelforschung.

Im zweiten Teil werden die vielfältigen Möglichkeiten zum Igelschutz und zur Igelförderung aufgezeigt: Wie kann ich meinen Garten igelfreundlicher gestalten? Wie können Igel im öffentlichen Raum gefördert und geschützt werden? Welche Gefahren lauern auf die kleinen nachtaktiven Fußgänger und wie können sie minimiert werden? Wie steht es um die Igelbestände in Europa?

Anouk-Lisa Taucher, Madeleine Geiger:
Der Igel - Nachbar und Wildtier
Flexobroschur, 240 Seiten, 200 Abbildungen
Haupt Verlag, 2021 ISBN: 9783258081946
Preis: EUR 29.90 (D) EUR 30.80 (A) CHF 36.00

FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Sonderpreis: Fakten gegen die Jagd (Ausgabe 2017, 24 Seiten)

Artikelnummer: 521

Die Natur braucht keine Jäger: Fakten gegen die Jagd - Warum jagen Jäger wirklich? Die Frage »Warum jagen wir?« beantwortet eine Jagdredakteurin wie folgt: »Einige beschreiben die Jagd als Kick, andere sprechen von großer innerer Zufriedenheit. Die Gefühle bei der Jagd sind ebenso subjektiv wie in der Liebe. Warum genießen wir sie nicht einfach, ohne sie ständig rechtfertigen zu wollen?« Rationale Gründe, mit denen Jäger rechtfertigen, dass die Jagd notwendig sei, sind offenbar nur Ausreden. Jedenfalls schreibt die Jägerin: »Der Tod, der mit dem Beutemachen verbunden ist, ist verpönt. Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz.«

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Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss. Im Dezember 2025 tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste. Im November 2025 tötete ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. weiterlesen

DVD gibt den Tieren eine Stimme: Der Hase und der Tod – Stumme Bitten

Der Schnee lag kalt und weiß auf freiem Felde.

Ein Hase und seine Frau suchten Futter. Die Pfoten froren. Es war ein mühsamer Weg, und der Wind pfiff über die Fläche. Die Ausbeute war kümmerlich. Man musste erst den Schnee fortkratzen, um etwas Essen zu finden.

Die Pfoten wurden so leicht wund dabei. Man musste sie dazwischen immer wieder ablecken. Auch war die Frau des Hasen leidend. Ein Bein war ihr zerschossen worden. Sie humpelte hilflos und gebrechlich über den Schnee.

»Ach, diese schrecklichen Jagden!« seufzte die Häsin. »Töten ist doch kein Vergnügen! Sogar Wölfe reißen aus Hunger, nicht aus Lust am Töten.«

»Es sind eben keine Wölfe, sondern Menschen«, sagte der Hase.


Manfred Kyber (1880-1933) war ein deutscher Schriftsteller und Tierschützer, der vor allem durch seine besonderen Tiergeschichten bekannt geworden ist. Aus zwei seiner Geschichten hat der Verlag Das Brennglas einen ergreifenden Zeichentrickfilm auf DVD produziert.

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DVD: „Stumme Bitten“ · „Der Hase und der Tod“ als Zeichentrick-Filme

Artikelnummer: 321

»Die Welt ist voll von stummen Bitten, die nicht gehört werden. Es sind Menschen, die sie nicht hören. Es scheint unmöglich, diese stummen Bitten zu zählen. So viele sind es. Aber sie werden alle gezählt. Sie werden gebucht im Buche des Lebens.« (Manfred Kyber) Ein Zeichentrickfilm, der unter die Haut geht, die »stumme Bitten« hörbar macht und den Tieren mit ergreifenden Bildern eine Stimme gibt!

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Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter