Ein Plädoyer für freilebende Wölfe in Deutschland

Naturfotograf Heiko Anders

Naturfotograf Heiko Anders

begleitet die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland seit vielen Jahren. Mit mit seinen Bildern trägt er zum wissenschaftlichen Monitoring für verschiedene Ämter und Institutionen bei. · Bild: Anders, Heiko / NABU, (Hrsg.): Das Leben unserer Wölfe. Haupt, 2019 © Heiko Anders

Anfang der Jahrtausendwende wurde die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland als Sensation und Erfolg für den Natur- und Artenschutz gefeiert. Inzwischen gibt es in fast allen Bundesländern Wolfsnachweise. Einen ganz besonderen Einblick in das Leben dieser scheuen und faszinierenden Wildtiere gewährt das neue Buch Das Leben unserer Wölfe - Beobachtungen aus heimischen Wolfsrevieren von Heiko Anders in Zusammenarbeit mit dem NABU. Nach einem einleitenden Teil samt Basis-Wissen Wolf werden acht Wolfsreviere Deutschlands vorgestellt.

150 Jahre waren Wölfe in Deutschland ausgerottet. Von Polen aus kehrten sie auf eigenen Pfoten wieder zurück. Als im Jahr 2000 in der Oberlausitz die ersten Wolfswelpen geboren wurden, war das eine Sensation. Inzwischen gibt es Wolfsrudel in bislang sechs Bundesländern.

Meine ersten frei lebenden Wölfe habe ich in der sächsischen Lausitz erlebt , berichtet Naturfotograf Heiko Anders. Das war Zufall - denn eigentlich wollte er Hirsche fotografieren, als er plötzlich zwei junge Wölfe entspannt einen Waldweg entlanglaufen sah. Die zufällige Begegnung mit den beiden Wölfen war dann der Anlass für mich, mich mit diesen Tieren intensiv auseinanderzusetzen. Meine Leidenschaft war geweckt, und so ließ ich mich über Wölfe schulen. Mit meiner Arbeit unterstütze ich seither das offizielle wissenschaftliche Monitoring und betreibe Naturschutz mit der Kamera.

Seit vielen Jahren begleitet der Naturfotograf die wilden Heimkehrer und verbrachte unzählige Stunden in den Wolfsrevieren Brandenburgs, Sachsens und Sachsen-Anhalts. Die Bilder, die er seinem Buch vorstellt, sind in den Jahren 2013 bis 2018 im Rahmen seiner Arbeit für das Wolfsmonitoring entstanden, das er für verschiedene Ämter und Institutionen in diesen drei Bundesländern durchgeführt hat. Der renommierte Wolfs-Fotograf zieht uns mit seinen beeindruckenden Aufnahmen in den Bann dieser faszinierenden Wildtiere. Die Aufnahmen dieses Buches zeigen das Leben und Verhalten unserer heimischen Wölfe - so, wie ich sie kennengelernt habe: als fürsorgliche, sehr sozial organisierte Familientiere, die alleine die Hälfe des Jahres mit der Welpenaufzucht verbringen.

Wolfswelpen des Rudels »Coswig« im Fleming.

Wolfswelpen des Rudels »Coswig« im Fleming.

In dem waldreichen Höhenzug im südwestlichen Brandenburg und östlichen Sachsen-Anhalt leben inzwischen drei Wolfsfamilien. Die drei Rudel kommen mit relativ kleinen Revieren von etwa 120 Quadratkilometern aus - normalerweise ist ein durchschnittliches Wolfsrevier doppelt so groß. »Voraussetzung für diese Ansiedlung mehrerer Rudel nebeneinander ist ein hoher Bestand an Beutetieren«, erklärt Heiko Andres, der im Rahmen des wissenschaftlichen Monitorings die Wölfe seit vielen Jahren begleitet. »Wölfe wählen die Reviergröße immer so, dass die Nahrung nachhaltig reicht.« · Bild: Anders, Heiko / NABU, (Hrsg.): Das Leben unserer Wölfe. Haupt, 2019 © Heiko Anders

In vielen Wolfsbegegnungen erlebte der Naturfotograf, dass das Miteinander in einer Wolfsfamilie dem in einer menschlichen Familie ähnelt: Die meisten Wolfsrudel bestehen aus einem Wolf und einer Wölfin, die eine lebenslange Partnerschaft eingehen und als Oberhaupt die Familie anführen, ihren Welpen sowie den Jungwölfen aus dem letzten Jahr. Diese Jugendlichen helfen bei der Aufzucht der Welpen mit.

Wolfsrudel in freier Natur leben ohne Streitigkeiten um die Rangordnung, um Führungspositionen oder um das Recht auf Fortpflanzung. Die Eltern haben die natürliche Autorität, und sobald die Jährlinge geschlechtsreif werden, verlassen sie in der Regel das elterliche Territorium. Dann beginnt für sie die große Suche nach einem Partner und einem eigenen Revier mit Wanderungen von oft vielen Hundert Kilometern. Eine Hierarchie mit Alpha -, Beta - und Omega -Wölfen entstehe nur in Wildparks und Zoos, wo das Abwandern nicht möglich ist.

Zum anderen konnte ich sehen, wie die Wölfe mit uns Menschen als Nachbarn umgehen - nämlich unaufgeregt, aber vorsichtig und respektvoll - so, wie wir es auch den Wölfen gegenüber handhaben sollten.

Wölfe sind vorsichtige Wildtiere, die Begegnungen

Wölfe sind vorsichtige Wildtiere, die Begegnungen

mit Menschen in der Regel meiden. Spaziergänger werden einen Wolf kaum aus der Nähe zu Gesicht bekommen. Der Naturfotograf Heiko Andres arbeitet nicht nur mit leistungsstarken Teleobjektiven, sondern auch mit Tarnzelt und Tarnkleidung, um Wölfe vor die Linse zu bekommen. »Haben die Wölfe, von mir natürlich nicht gewollt, mich als Menschen wahrgenommen, haben sie sich schnell zurückgezogen.« · Bild rechts: © Heiko Anders

»Vorurteile und Ängste abbauen«

Es sind leider immer wieder die Interessen weniger Menschen, die in einen Konflikt mit der Natur geraten, so auch mit dem Wolf , erklärt Naturfotograf Heiko Anders. Menschen können lernen, mit ihm zu leben, der Wolf hat es bereits. Einer gemeinsamen Zukunft stehen vor allem Ängste und Unwissenheit im Weg. Ich hoffe, dieses Buch kann dabei helfen, Vorurteile und Ängste abzubauen.

Wölfe stehen unter höchster europäischer Schutzstufe. Dennoch werden in letzter Zeit vor allem von Nutztierhaltern und der Jagdlobby immer wieder Forderungen laut, Wölfe zu bejagen. Schafe werden oft ohne Schäfer und ohne Herdenhund im Freien gehalten - da kann es schon einmal vorkommen, dass ein Wolf ein Schaf als leichte Beute fängt. Allerdings machen Nutztiere lediglich 1,1 % der Beute von Wölfen aus - dies zeigen Untersuchungen aus Deutschland im Zeitraum von 2001 bis 2016, die das Senckenberg Museums für Naturkunde in Görlitz anhand von Kotproben durchgeführt hat. Außerdem erhalten Nutztierhalter von den Bundesländern finanzielle Unterstützung für Herdenschutzmaßnahmen wie den Bau von wolfssicheren Zäunen, Herdenschutzhunde sowie Entschädigungen, wenn tatsächlich ein Wolf Schafe oder ein Kalb geholt hat. Im Übrigen werden Schafe und Kälber in Deutschland bekanntlich nicht gehalten, weil sie so goldige und freundliche Tiere sind, sondern weil sie von Menschen gegessen werden.

Auch für viele Jäger ist der Wolf ein Feindbild: Sie fürchten den Wolf als Konkurrenten, der ihnen die Rehe wegfängt. Medienwirksam wird die alte Angst vor dem Wolf geschürt - das Märchen von Rotkäppchen und dem Wolf lässt grüßen. Natürlich müssen Rehe und Hirsche nicht vor Wölfen geschützt werden: Wölfe rotten keine Wildtierbestände aus. Außerdem halten Wölfe die Wildtierbestände gesund, da sie hauptsächlich alte und kranke Tiere erbeuten.

Ein junger Wolf genießt die Herbstsonne

Ein junger Wolf genießt die Herbstsonne

in der Gohrischheide im sächsischen Landkreis Meißen. Hier wurde 2007 ein ehemaliger Truppenübungsplatz zum Naturschutzgebiet erklärt. Im Winter 2015/2016 wurde mit Hilfe automatischer Wildkameras eine kleine Wolfsfamilie bestehend aus einem Wolfspaar und seinen Welpen nachgewiesen. Die Wölfin des Rudels lebt mit Handicap: Die linke Vorderpfote und ein Stück des Beins fehlen - vermutlich durch eine Schlagfalle. »Und dennoch: Trotz dieser Behinderung meistert die Wölfin ihr laufintensives Leben auch auf drei Pfoten«, berichtet Naturfotograf Heiko Anders. »Immerhin zieht sie seit dem Jahr 2015 jedes Jahr Welpen groß. Eine überaus beachtliche Leistung. Die wenigen Begegnungen mit ihr bleiben bis heute sehr tief in meinem Herzen, ihr intensiver und prüfender Blick für immer in meinem Kopf.« · Bild: Anders, Heiko / NABU, (Hrsg.): Das Leben unserer Wölfe. Haupt, 2019 © Heiko Anders

»Wollen wir mit der Natur

oder weiter gegen sie arbeiten und leben?«

Der Wolf hat bei uns nur langfristig eine Chance, wenn er als Wildtier akzeptiert wird , so NABU-Präsident Olaf Tschimpke in seinem Geleitwort zu dem Buch. Wölfe sind Wildtiere, die in unserer Landschaft gut leben können - auch ohne echte Wildnis", wie man sie aus dem Fernsehen oder Kino kennt. Aufgrund ihrer Lebensweise werden die meisten Menschen allerdings kaum je einen Wolf zu Gesicht bekommen.

Schauspieler und NABU-Botschafter Andreas Hoppe bezeichnet die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland als großes Geschenk und eine historische Chance, von Menschenhand ausgerotteten Tieren, die hier seit Urzeiten heimisch waren, eine zweite Chance zu geben , so der TV-Kommissar und NABU-Wolfsbotschafter. Er fragt: Warum sollte es in Deutschland nicht möglich sein, mit den Wölfen zu leben? In Ländern wie Polen, Tschechien, Slowakei, Rumänien und Bulgarien, aber auch Italien, Spanien und Portugal ist die Präsenz des Wolfes Normalität und Gewohnheit. Natürlich bedürfe es mehr Mühe, Zucht- und Herdentiere zu schützen. Doch er warnt: Wenn wir weiterhin, also wir Menschen, Natur als Selbstbedienungsladen verstehen und sie respektlos, egoistisch und profitorientiert missbrauchen, wird diese unsere Welt untergehen. Es gehe um die äußerst wichtige Entscheidung, ob wir mit der Natur oder weiter gegen sie arbeiten und leben wollen. Und der Wolf scheint dafür stellvertretend zu sein.

Informationen

Internetseite des Naturfotografen Heiko Anders
www.andersfotografiert.com

Buchtipp: "Das Leben unserer Wölfe"

Heiko Anders ist leidenschaftlicher Naturfotograf, der die Wölfe in Deutschland seit vielen Jahren begleitet. Als Anwalt der Wölfe setzt er sich für den Natur- und Artenschutz ein und trägt auch mit seinen Bildern zum wissenschaftlichen Monitoring bei, mit dem die Bundesländer die Rückkehr der Wölfe begleiten.

Anhand seiner unübertrefflichen Fotografien zeigt uns Heiko Anders das Leben der Wölfe in Deutschland. Er zieht uns durch seine persönlichen Erlebnisse und Begegnungen in den Bann der faszinierenden Tiere. Doch auch für Konfliktfelder ist Platz in diesem umfangreichen und vielseitigen Buch. Die NABU-Wolfsexperten stellen die Herausforderungen und Lösungsansätze für die Koexistenz von Mensch und Wolf dar.

Anders, Heiko / NABU, (Hrsg.): Das Leben unserer Wölfe
Beobachtungen aus heimischen Wolfsrevieren
Gebunden, 224 Seiten, 220 Farbfotos
Haupt-Verlag 2019, ISBN: 978-3-258-08108-3
Preis: EUR 29.90 (D) / EUR 30.80 (A) CHF 37.00

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Das Leben im Boden unter unseren Füßen ist ein gigantischer Mikrokosmos von unvorstellbarer Dimension. Ohne diesen Kosmos gäbe es kein Leben auf der Erde, keine Pflanzen und keine Tiere. Doch der Mensch vernichtet das Bodenleben systematisch. Die Folgen sind jetzt schon offensichtlich: Die Zahl der Insekten ist um rund 80 % zurückgegangen und auch die Vögel werden immer seltener. Wie geht es weiter? Welche Alternativen gibt es? Und wird der Mensch sie nutzen?

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Wenn wir durch einen Wald oder über eine Wiese laufen, ist uns wenig bewusst, welch unglaubliches Wunder der Schöpfung sich direkt unter unseren Füßen befindet. Denn im Boden verbirgt sich - zum größten Teil unsichtbar für unsere Augen - billionenfaches Leben. Allein unter der Fläche eines Fußes existieren mehr Lebewesen, als es Menschen auf der ganzen Erde gibt. Ohne diese ausgeklügelte Mikroschöpfung im Boden mit ihren winzigen Lebewesen gäbe es kein Leben auf der Erde.
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Vegan vom Grill

»Was essen Veganer, wenn gegrillt wird?« Diese Frage wurde der britischen Köchin Katy Beskow während ihrer bisher fünfzehn Jahre als Veganerin unzählige Male gestellt. Die Antwort: »Wenn ihr euch von der Idee verabschiedet, dass Grillen und Fleisch (oder Fertiggerichte aus Fleisch­alternativen) untrennbar zusammengehören, steht euch eine neue Welt offen.« In ihrem neuen Kochbuch »Vegan vom Grill« zeigt Katy Beskow mit 70 kreativen und unkomplizierten Rezepten, dass fleischfrei Gegrilltes hervorragend schmeckt - nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über! Dazu zeigt Katy zahlreiche Tipps und Tricks - damit die Grillparty auch bei blutigen Grill-Anfängerinnen und -Anfängern gelingt. Ob Hauptgericht oder Dessert: »Vegan vom Grill« animiert, den Grill dieses Jahr richtig zum Einsatz kommen zu lassen!
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Rezepte aus: Vegan vom Grill

Bild: Luke Albert · aus: »Vegan vom Grill« von Katy Beskow. ars vivendi, 2023

»Freiheit für Tiere« stellt Ihnen drei Rezepte für die tierfreundliche Grillsaison vor:

· Blumenkohl und Mango in würziger veganer Joghurtmarinade

· Rauchige Paella mit Riesenbohnen und Oliven

· Gegrillte Wassermelone mit grünem Thai-Curry

Die vegane Backbibel

Toni Rodríguez’ vegane Patisserie ist eine Klasse für sich. Dafür hatte er über zwei Jahrzehnte geforscht und neue Rezepturen entwickelt, deren Geheimnisse er jetzt in seinem ersten Buch »Die vegane Backbibel« verrät. In über 100 Rezepten mit Schritt-für-Schritt-Fotografien leitet er leicht verständlich zum Backen der veganen Meisterwerke an. So gelingen Biskuitrollen, Torten und Tortenschnitten, Donuts, Tiramisu, Brioche und Tartes, Cheesecake, Flans (die normalerweise aus Unmengen an Eiern bestehen) und Macarons (ein französisches Baisergebäck, das hauptsächlich aus Eischnee besteht) 100% tierfreundlich. Mit seinem ersten Buch »Die vegane Backbibel« führt Toni Rodríguez Hobbybäcker und Profis in die hohe Kunst der veganen Patisserie ein. Dieses Meisterwerk lässt nicht nur die Herzen von Veganerinnen und Veganern höher schlagen!

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Rezepte aus: »Die vegane Backbibel« von Toni Rodríguez

"Erdlingshof" seit 1.4.2023 offiziell jagdfrei!

Alle Grundstücke des »Erdlingshofs« e.V., idyllisch gelegen im Landkreis Regen im Bayerischen Wald, sind mit Beginn des neuen Jagdjahres am 1.4.2023 offiziell jagdfrei! Und das betrifft nicht nur die Hofgrundstücke, die im Besitz der der beiden Vorstände Birgit Schulze und Johannes Jung stehen, sondern auch die Weideflächen, die dem eingetragenen Verein - also einer juristischen Person - gehören. Damit ist der »Erdlingshof« der erste Tierschutzverein in Deutschland, dem die jagdrechtliche Befriedung seiner Flächen gelungen ist! weiter

Urteil BVerwG: Auch Vereine und Stiftungen können die jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen aus ethischen Gründen beantragen

Laut § 6a Bundesjagdgesetz (BJagdG) dürfen nur »natürliche Personen« das Ruhen der Jagd beantragen. Tier- und Naturschutzvereine oder Stiftungen konnten bisher das Ruhen der Jagd auf ihren Flächen nicht beantragen. Doch dies ist mit dem entscheidenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 und der Europäischen Menschenrechtskonvention (Schutz des Eigentums) nicht vereinbar.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof München macht in seinem grundlegenden Urteil vom 28.05.2020 »Erklärung von Grundstücken zu jagdrechtlich befriedeten Bezirken« die Antragstellung auch für juristische Personen wie Vereine, Stiftungen oder GmbHs möglich. (VGH München, 19 B 19.1713 und 19 B 19.1715) weiter

Tierschutzverein »Robin Hood«: Einsatz für Straßenhunde in Albanien

Der österreichische Tierschutzverein »Robin Hood« unterstützt neben Tierschutzprojekten und Tierrechts-Öffentlichkeitsarbeit in Österreich mehrere Tierschutzprojekte im Ausland. Dazu zählen ein Hilfsprojekt für Schlittenhunde in Grönland, der Einsatz für Streunerhunde in Rumänien mit Kastrationsprojekten und der Unterstützung von rumänischen Tierheimen sowie der Einsatz für Streunerhunde und Streunerkatzen in Albanien. Anfang 2023 reiste Marion Löcker, Gründerin und Vorsitzende von »Robin Hood«, zum dritten Mal nach Elbasan in Albanien, um sich ein Bild von der Lage der Streunertiere zu machen - und vor allem, um die Arbeit der Tierschützerinnen und Tierschützer vor Ort zu unterstützen.
Lesen Sie hier ihren Reisebericht.

Der Kolkrabe

Kolkraben faszinieren den Schweizer Biologen und Gebirgsökologen Prof. Dr. Heinrich Haller seit jeher. 24 Jahre lang war er Direktor des Schweizerischen Nationalparks. Bis heute zieht es ihn immer wieder in den Nationalpark, vor allem zu den Kolkraben. Seit sieben Jahren beobachtet er die Vögel intensiv. Ein Kolkrabenpaar, das er Rabea und Corvun nannte, schloss Freundschaft mit dem Naturforscher, so dass er die Vögel aus nächster Nähe beobachten und ihr Verhalten studieren konnte. Nun hat Heinrich Haller seine Sammlung aus atemberaubenden Bildern, persönlichen Erlebnissen und wissenschaftlichen Erkenntnissen auf über 200 Seiten in einem großformatigen Buch zusammengefasst. weiter

Interview mit Prof. Dr. Heinrich Haller

Der Schweizer Biologe Prof. Dr. Heinrich Haller hat in den Alpen Studien über Steinadler, Luchse, Rothirsche, Uhus, Kolkraben und andere Wildtiere durchgeführt. 24 Jahre lang war er Direktor des Schweizerischen Nationalparks. »Freiheit für Tiere« sprach mit dem renommierten Naturforscher über seine Begeisterung für wilde Natur und die darin lebenden Tiere sowie die Notwendigkeit von Überzeugungsarbeit, um die Idee, die Natur so weit wie möglich selbstständig wirken zu lassen, mehr in der Gesellschaft zu verankern.
Das Interview lesen

Federleicht - Das erstaunliche Leben der Spatzen

Sie leben mitten unter uns in unseren Dörfern, Städten und den heimischen Gärten, sie landen auf Bistro-Tischen und in Biergärten, um blitzschnell von unserem Kuchen oder sogar Pommes zu stibitzen - und doch wissen wir so wenig über sie: Spatzen, auch Sperlinge genannt. Im Gefolge des Menschen haben sie fast den gesamten Globus besiedelt. Doch leider sind auch Spatzen inzwischen stark bedroht: die Bestände haben bis zu 80 Prozent abgenommen. In ihrem Buch "Das erstaunliche Leben der Spatzen" laden uns die Naturexperten Eva Goris und Claus-Peter Hutter zu einer Entdeckungsreise ein in die geheime Welt eines vermeintlichen "Allerweltsvogels". weiter

Hannes Jaenicke: »Seit 30 Jahren wird das Tierschutzgesetz wissentlich gebrochen«

»Die Milch macht's«, »Milch macht müde Männer munter«, »Fleisch ist ein Stück Lebenskraft« - wir alle sind mit diesen Werbe-Slogans aufgewachsen. In seinem investigativen Enthüllungsbuch »Die große Sauerei« deckt Hannes Jaenicke die dreistesten Industrie- und Werbelügen auf und erklärt, was Verbraucherinnen und Verbraucher über Fleisch, Milchprodukte und Eier unbedingt wissen sollten, um vor dem Kauf und Verzehr die richtige Entscheidung zu treffen. weiter

FREIHEIT FÜR TIERE-Interview mit Hannes Jaenicke

»Die einzige Antwort auf diese Art der Massentierhaltung ist der Verzicht auf ihre Produkte «
FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem Schauspieler und bekannten Umweltschützer Hannes Jaenicke über die Recherchen zu seinem neuen Buch, warum er vor 40 Jahren zum Vegetarier wurde, warum er Hafermilch trinkt, über das Problem, dass immer noch zu viele Menschen schlecht informiert sind und was dagegen zu tun ist. weiter

Legalisierte Tierquälerei

Warum die Tierhaltung in Deutschland legalisierte Tierquälerei ist
Seit Jahren dokumentiert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland anhaltend schlechte Zustände für Tiere in der deutschen Landwirtschaft und das, obwohl der Umwelt- und Tierschutz im deutschen Grundgesetz als Staatsziel verankert ist. Wie sich die Regierung beim Tierschutz aus der Pflicht nimmt, welche grausamen Bereiche der Tierindustrie stattdessen sogar noch mit Steuergeldern subventioniert werden, und was das für die Tiere bedeutet, lesen Sie im folgenden Bericht.

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Die Vermessung der Ernährung

Haben Sie sich schon einmal überlegt, welche Auswirkung unsere Ernährung, also das, was wir jeden Tag essen, auf die Gesundheit, auf Tiere und Natur, auf Böden und Grundwasser, auf die Artenvielfalt, auf die Regenwälder, auf Menschen in den ärmeren Ländern und auf das Klima hat? Sollten wir vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden Umwelt- und Klimakatastrophe, welche unser aller Lebensgrundlagen bedroht, nicht viel mehr über diese Zusammenhänge wissen? weiter

Vermessung der Ernährung: Interview mit Jan Wirsam

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Jan Wirsam, wie das Buch Die Vermessung der Ernährung mit Prof. Dr. Claus Leitzmann entstand, aus welchen Gründen die Wissenschaftler mit einigen Kollegen die Forschung über pflanzliche Ernährung so engagiert vorantreiben und warum in Deutschland mehr Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen, Bohnen, Lupinen und Soja angebaut werden sollten. weiter

Neues Buch von Prof. Reichholf: Stadt, Land, Fuchs

»Unsere Säugetiere verdienen mehr Beachtung; viel mehr, als ihnen gegenwärtig zuteil wird«, ist Prof. Dr. Josef H. Reichholf überzeugt. Sie brauchen neue Freunde! Solche zu gewinnen, ist das Hauptanliegen seines neuesten Buches »Stadt, Land, Fuchs: Das Leben der heimischen Säugetiere«. weiter

Interview mit Prof. Josef H. Reichholf

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem renommierten Zoologen über Wildtiere, Jäger, Massentierhaltung und was jeder Einzelne für wild lebende Tiere tun kann. weiter

Das Leid der Stuten für Schweinefleisch

Bisher kannte man die grausamen Stutenblut-Farmen in Argentininen, Urugay und China: Schwangeren Pferden wird dort literweise Blut abgezapft und an die Pharmaindustrie verkauft. Die Hormone der Stuten werden in der industriellen Schweinemast eingesetzt, um die Trächtigkeit der Sauen zu erhöhen und zu synchronisieren. Nachdem immer wieder über die grausamen Blutfarmen in Südamerika berichtet wurde, stoppten einige Pharmakonzerne den Import aus diesen Ländern - und wichen auf Islandponys aus. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter

Eier in Fertigprodukten: Versteckte Tierqual

Für jeden Tierfreund ist es selbstverständlich, keine Eier aus Käfighaltung zu kaufen. Doch vielen Tierfreunden ist die Problematik von Eiern in verarbeiteten Produkten nicht bewusst: Denn in Nudeln, Gnocchi, Mayonaise & Dessings, Kuchen & Keksen, Süßigkeiten und Fertiggerichten werden noch immer Eier verarbeitet, welche die große Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher ablehnt: nämlich Eier aus Käfighaltung. weiterlesen