Federkleid & Flügelschlag: Vögel im Portrait

Die Schönheit der Vogelwelt

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Informativ und inspirierend dokumentieren die beiden Vogelkundler Thomas Griesohn-Pflieger und Iris Lichtenberg in ihrem Buch »Federkleid & Flügelschlag« die Schönheit unserer Vogelwelt. Die Portraits von 100 heimischen Vogelarten werden illustriert mit den bezaubernden Kunstwerken der Schweizer Naturmaler Paul-André und Léo-Paul Robert.

Von A bis Z werden unsere heimischen Vögel jeweils auf einer großformatigen Doppelseite in Text und Bild vorgestellt: ihre Lebensweise, ihre Biologie und Ökologie. Den beiden Vogelforschern geht es aber nicht nur um reine Wissensvermittlung über Sing-, Greif- und Stelzvögel, sondern um die Begegnung mit ihnen - und es gelingt ihnen, uns die Vögel wirklich nahe zu bringen, auch über persönliche Erlebnisse und Anekdoten.

"Das Beobachten von Vögeln erfüllt uns mit tiefer Freude"

»Wir lieben Vögel. Wir können die Augen nicht von ihnen lassen und wir suchen Vögel«, schreiben Iris Lichtenberg und Thomas Griesohn-Pflieger. »Das Beobachten von Vögeln erfüllt uns mit tiefer Freude und wir fühlen uns vielen Menschen verbunden, denen es ebenso geht. Wir erleben es als großes Glück, wenn es uns gelingt, einen Vogel oder eine Vogelart gründlich kennenzulernen.« Und: »Oft nötigt es uns Respekt ab, wie Vögel sich an die von uns Menschen verursachten eingeschränkten Überlebensmöglichkeiten anpassen, und unser Blick darauf wird durch die Beobachtung geschärft.«

Iris Lichtenberg und Thomas Griesohn-Pflieger sind beide seit vielen Jahren bei birdnet.de aktiv. Sie erklären, dass es lange Zeit in der Biologie und auch in der Naturkunde verpönt war, Emotionen ins Spiel zu bringen - René Descartes lässt grüßen. »Allerdings machen viele Bücher der letzten Jahre Schluss mit diesem Tabu, das in den angelsächsischen Ländern schon lange gefallen ist.«

Verwandtschaft alles Lebendigen

»Noch eine andere Entwicklung hat uns beflügelt. Wir erkennen immer mehr die Individualität der Lebewesen«, so die Vogelkundler. In der Wissenschaft wisse man inzwischen, dass nicht Instinkte, sondern Erfahrungen die Verhaltensweisen von Tieren steuern. »Was wir beim Beobachten draußen erleben, sind Individuen, und zwar vor und hinter dem Fernglas. Wir glauben, dass sich die Verwandtschaft alles Lebendigen untereinander auch in unserer Sprache niederschlagen sollte. So spielen Mauersegler nicht am Himmel, sondern verbringen dort ihr Leben.« Noch wimmle es in unserer Sprache von Abgrenzungen gegenüber dem "Tierischen", bemerken Iris Lichtenberg und Thomas Griesohn-Pflieger: »Tiere fressen ihre Nahrung, sind niedlich und lassen sich in Weibchen und Männchen unterscheiden. Wir wollen sie einfach nicht ernst nehmen - die Mitgeschöpfe. Kann man bei einem weiblichen, 30 Meter langen und 200 Tonnen schweren Blauwal von Weibchen sprechen? Oder bei einem Seeadler mit 2,5 Metern Spannweite?«

Bild: Paul-André / Léo-Paul Robert

Bild: Paul-André / Léo-Paul Robert

Aus: Federkleid & Flügelschlag, Haupt-Verlag 2020

Der Buchfink zählt neben der Amsel zu den häufigsten Vögeln in Mitteleuropa. Er bewohnt nicht nur Wälder, sondern auch Gärten und die Parks der Innenstädte.

»Kaum ein anderer Gesang in den noch kahlen und hellen Wäldern des ersten Jahresviertels kündigt den Frühling mit rosa Apfelblüten, hohem Himmel und schwellenden Knospen an wie der Schlag des Buchfinks. ...
Buchfinken singen keineswegs so, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, auch ist ihnen ihr Gesang nicht angeboren. Vielmehr lernen sie von Vorbildern. ...
Buchfinken singen den ganzen Tag über, nicht nur nach Sonnenaufgang oder abends, wie die meisten anderen der gefiederten Sänger. Interessant ist, dass Buchfinken mehrere Strophentypen singen können. Warum? Cherchez la femme! In Experimenten konnte gezeigt werden, dass Finkenfrauen stärker auf ein größeres Repertoire reagieren als auf einen monotonen Sänger. ...
Am liebsten singt der Buchfink von einem erhobenen Platz aus. Schlägt er mit einem scharfen "fink" Alarm, wissen wir, woher sein Name rührt.«
(Thomas Griesohn-Pflieger - Aus: »Federkleid & Flügelschlag«)

Buchfink

Buchfink

Bild: Mark Medcalf - Shutterstock.com

Bild: Paul-André / Léo-Paul Robert

Bild: Paul-André / Léo-Paul Robert

Aus: Federkleid & Flügelschlag, Haupt-Verlag 2020

»Über die Elster ist viel gesagt worden, das meiste davon ist Unsinn und sagt eher etwas über den Menschen als über die Elster. Neben ihrer abergläubischen Bedeutung als Todesbote und Unheilverkünder wird sie heute noch als Dieb und Schädling bezeichnet. Keine dieser Aussagen ist wissenschaftlich belegt, im Gegenteil, gerade ihre Rolle als Schädling von Singvogelpopulationen ist inzwischen widerlegt. Zumal wir nicht vergessen sollten, dass die Elster selbst ein Singvogel ist, einer der wenigen, die auch heute noch in vielen Ländern Europas gejagt werden dürfen. ...

Die Elster wurde zur Landflucht gezwungen, die halboffenen Weidelandschaften mit Hecken und Bäumen sind Monokulturen und Äckern ohne Baum und Strauch gewichen. Hier regieren nun die Aaskrähen, der größte Nahrungskonkurrent der Elster. Und so kommen sie in unsere Siedlungen. ... Und ist die Elster nicht eine Bereicherung unserer Städte? Schauen Sie sich diesen wunderschönen Vogel einmal im Sonnenlicht an, wie sein Gefieder metallisch in Grün, Violett und Blautönen schimmert. Der elegante lange Schwanz, der ihren Flug etwas schwerfällig aussehen lässt, mit dem sie aber geschickt in Sträuchern und Bäumen klettern kann.

Die Elster gehört zu den wenigen Vögeln, die sich im Spiegel selbst erkennen können, also sicher ein Bewusstsein ihrer selbst hat. Ich finde, man sieht es ihr an: die offensichtliche Klugheit, mit der sie ihre Umgebung beobachtet und untersucht.«
(Iris Lichtenberg - Aus: »Federkleid & Flügelschlag«)

Bild: Paul-André / Léo-Paul Robert

Bild: Paul-André / Léo-Paul Robert

Aus: Federkleid & Flügelschlag, Haupt-Verlag 2020

»Was hat das Rebhuhn mit Auerochse, Kolbenhirse, Emmer und Vielzeilengerste zu tun? Sie ahnen es: Ohne diese jungsteinzeitlichen Feldfrüchte wäre es kaum aus den Steppen Asiens bei uns eingewandert. ... Es war also die Landwirtschaft, die das Rebhuhn zu uns brachte und leider ist es auch die Landwirtschaft, die das Rebhuhn bei uns an den Rand des Aussterbens bringt. ...
Heute dehnen sich endlose Maisschläge, werden Unkräuter und Insekten mit Bioziden vernichtet, Hecken und Böschungen begradigt und ausgeräumt. ... Die Hühner leiden nicht nur direkt unter Nahrungsmangel durch die Dezimierung von Insekten und Wildkräutern, auch ihr Sozialverhalten wird in der Wüstenei stark beeinträchtigt.«
(Thomas Griesohn-Pflieger - Aus: »Federkleid & Flügelschlag«)

Rebhuhn

Rebhuhn

Bild: Drakuliren - Shutterstock.com

Die bezaubernden Vogelaquarelle stammen von den Schweizer Naturmalern Léo-Paul Robert (1851 - 1923) und seinem Sohn Paul-André Robert (1901 - 1977). Léo-Paul Robert zeichnete und malte im Verlauf seines Lebens Hunderte von Vogelbildern, sowie Studien von Raupen und Insekten sowie Landschaftsbilder. Erste Farbtafeln entstanden in den 1870er Jahren zunächst für Schweizer Schulen, dann für die Publikation »Les oiseaux dans la nature« (1879 - 81). Paul-André führte nach dem Tod seines Vaters 1923 dessen Werk weiter. Er wurde neben den Vogelzeichnungen vor allem durch seine eindrucksvollen Darstellungen von Libellen bekannt. 1973 wurde ihm für seine Studien zu Libellen und ihren Larven der Ehrendoktor der Universität Neuenburg verliehen.

Die Vogeltafeln beeindrucken nicht nur aus künstlerischer, sondern auch aus naturwissenschaftlicher Sicht durch Wiedergabe der Lebensräume und Verhaltensweisen. Jeder Vogel ist für sich ein Portrait, eingebettet in seine heimatliche Landschaft, die es dem Betrachter möglich macht, in die Lebenswelt der Vögel einzutauchen. Im Neuen Museum Biel in der Schweiz sind Bilder der 3000 Werke umfassenden Sammlung der Stiftung Robert ausgestellt.

100 heimische Vögel von A-Z

In ihrem Buch »Federkleid & Flügelschlag« stellen die beiden Vogelkundler vor allem heimische Landvögel vor: von Alpenschneehuhn, Amsel und Blaumeise über Mauersegler, Mönchsgrasmücke, Rebhuhn, Rotmilan und Steinkauz bis Zaunkönig und Ziegenmelker.

Nach den Vogelportraits gibt es eine kleine Einführung in die Vogelbeobachtung mit wertvollen Informationen über Grundausstattung, Vogelfütterung und »Anstandsregeln« bei der Beobachtung von Vögeln.

Vogelbeobachtung

Nun hat nicht jeder die Lust oder die Möglichkeit, Vögel mit Fernglas, Spektiv oder Kameras zu beobachten - denn eine solche Ausrüstung kostet nicht nur einiges, sondern ist auch recht schwer zu schleppen. Doch jeder kann Vögel beobachten und ihre Lebensweise kennenlernen: »Beobachten Sie doch im eigenen Garten an der Vogelfütterung. Oder beginnen Sie, auf Ihren Spaziergängen auf Vögel zu achten, halten Sie vielleicht nur kurz inne und schauen, nehmen wahr, dass dort ein anderes Lebewesen sein Tagwerk verrichtet.«

Iris Lichtenberg und Thomas Griesohn-Pflieger regen uns an, offenen Auges und mit offenem Herzen spazieren zu gehen. Vielleicht bleiben Sie am Weg eine Weile still stehen - dann nähern sich Vögel bei der Nahrungssuche oft von selbst. Wenn sich Vögel nicht gestört fühlen, bewegen sie sich ganz unbefangen und ermöglichen uns so einen Einblick in ihre Lebensweise. Oder Sie richten den Blick in den Himmel. »Und plötzlich fällt auf, dass dort einiges los ist. Ein Turmfalke rüttelt, ein Bussard kreist, ein großer Schwarm Krähen ist auf dem abendlichen Weg zum Schlafbaum. Sie bemerken vielleicht, welche Pflanzen von den Vögeln in Ihrem Garten häufig besucht werden und fragen sich, wie Sie den Garten umgestalten können, um weitere Arten zu unterstützen. All das kann passieren, wenn Sie auf Vögel schauen.«

Das Buch: 100 Vogelarten im Portrait

Der großformatige Bildtextband »Federkleid und Flügelschlag« ist ein bibliophiles Werk, welches die Schönheit unserer Vogelwelt prächtig dokumentiert. Ein Muss für alle Vogelfreunde und Naturliebhaber!
Thomas Griesohn-Pflieger und Iris Lichtenberg stellen in ihrem Buch 100 heimische Vogelarten vor. Dabei berichten sie nicht nur über das Leben der Vögel, ihre Biologie und Ökologie, sondern erzählen von persönlichen Erlebnissen, besonderen Begegnungen und faszinierenden Einblicken, die sie auf ihren Beobachtungsgängen und Reisen gewinnen konnten.

Thomas Griesohn-Pflieger, Iris Lichtenberg:
Federkleid & Flügelschlag
100 Vogelarten im Porträt
Mit Illustrationen aus der Sammlung Robert
Großformat gebunden, 216 Seiten
Durchgehend 4-farbig illustriert
Haupt-Verlag, 2020 ISBN: 978-3-258-08204-2
Preis: 38,- Euro (D) 39,10 Euro (A) CHF 45.00

Thomas Griesohn-Pflieger ist Journalist und Buchautor. Er baute das Magazin VÖGEL auf und gründete später die Zeitschrift Naturgucker . Als Reiseleiter und Dozent leitet er international vogelkundliche Reisen. Im Internet ist er seit 1995 mit birdnet.de aktiv.

Iris Lichtenberg ist passionierte Vogelbeobachterin und Redaktionsmitglied bei birdnet.de. Die Ingenieurin für Energie- und Umwelttechnik befasst sich seit ihrer Jugend mit Naturkunde und ist passionierte Vogelbeobachterin.

Interview mit Iris Lichtenberg und Thomas Griesohn-Pflieger:

»Lassen Sie Vögel in Ihr Leben, es lohnt sich!«

Freiheit für Tiere: Mit Ihrem Buch »Federkleid & Flügelschlag« stellen Sie die Schönheit der Vogelwelt vor. Wie kam die Idee zu dem Buchprojekt?

Thomas Griesohn-Pflieger:
Es gibt ein Buch, das mir gut gefallen hat. Es heißt »Flora amabilis«, also etwa übersetzt »liebenswerte Pflanzenwelt«. In dem Buch werden 100 Pflanzen arten in beschreibenden Texten und Aquarellen vorgestellt. An den Texten gefällt mir, dass sie über eine sachliche Beschreibung hinausgehen. Dazu kam, dass ich mich seit einigen Jahren grundsätzlich mit dem Verhältnis von Natur und Mensch beschäftigte und ich die Überzeugung gewann, dass wir dringend diese trennende Haltung hier der Mensch - dort die Natur aufgeben sollten. Sie lässt sich nicht sachlich begründen und führt zudem zur Zerstörung der Natur - auch der menschlichen. Die Beschäftigung mit Nature Writing , das langsam auch im deutschsprachigen Raum an Anhängern gewinnt und das ich schon, wenn auch unbewusst, in einigen meiner Büchern gepflegt habe, hat mich zusätzlich motiviert. Also habe ich dem Verlag vorgeschlagen, ein Buch herauszubringen, das den Titel »Avifauna amabilis«, also »liebenswerte Vogelwelt«, tragen könnte mit persönlichen Texten und Bildern, die die Schönheit der Gefiederten unterstreichen. Nach längerer Suche gab es eine Verbindung zur Stiftung Robert in Bern, die gerne Vogelbilder aus ihrem Bestand für ein Buch zur Verfügung stellen würde. Dann ging es schnell, ich fragte Iris, mit der ich viele Auffassungen über unser Verhältnis zur Natur teile, ob sie mitmachen würde. Wir waren uns schnell einig.

Freiheit für Tiere: In »Federkleid & Flügelschlag« geht es Ihnen weniger darum, reines Wissen über Vögel zu vermitteln, sondern Sie haben eine sehr persönliche Herangehensweise, berichten von eigenen Erlebnissen und Beobachtungen von Vögeln.

Iris Lichtenberg:
Im deutschsprachigen Raum gilt es noch immer als unseriös, persönliche Gedanken in die Wissensvermittlung einzubringen, obwohl sicher niemand, der sich lange mit einer Tier- oder Pflanzenart beschäftigt, ihr gleichgültig gegenüber steht. Die intensive Beobachtung von Vögeln führt schnell dazu, dass man individuelles Verhalten erkennt, sieht, dass unsere Mitgeschöpfe keine instinktgesteuerten Maschinen sind, sondern Individuen, deren Überlebenswillen ihre Entscheidungen beeinflusst. Wir legen dennoch Wert darauf, auch Wissen zu vermitteln, weil es den Blick für unterschiedliche Verhaltensweisen schärft und die Beobachtung bereichert.

Freiheit für Tiere: Sie klären auch über die Ursachen des dramatischen Rückgangs unserer Vögel auf, vor allem durch den Verlust von Lebensräumen. Was kann jeder Einzelne für Vögel tun?

Iris Lichtenberg:
Man kann vor der eigenen Haustür beginnen, indem man im Garten einheimische Sträucher anpflanzt, die Vögeln und Insekten Nahrung bieten. Dafür gibt es gute Ratgeber. Mit der Vogelfütterung im Garten hilft man Vögeln über die Winterzeit und die Brutzeit, man sollte, wenn man die Möglichkeit hat, zumindest bis in den Juni füttern. Vielleicht den gepflegten Rasen in eine Wiese verwandeln, zumindest aber auf tote Schottergärten verzichten. Nistkästen aufhängen und im Herbst reinigen, damit sie als Schlafplatz im Winter dienen. Dann hat man schon viel getan.

Freiheit für Tiere: Sie werben mit Ihrem Buch dafür, dass wir Vögel in unser Leben lassen, sie beobachten, uns für ihre Schönheit begeistern. Vermutlich steht der Gedanke Wir schützen nur, was wir kennen dahinter?

Iris Lichtenberg:
Ja, Vögel machen es uns leicht, sie zu beobachten, man sieht sie überall, daher eignen sie sich gut dafür, in die Naturbeobachtung einzusteigen. Wenn man beginnt, bewusst auf sie zu achten, ob vor dem eigenen Fenster oder bei einem Spaziergang, wenn man ihren Stimmen im Jahresverlauf lauscht, fühlt man sich schnell einbezogen in die Natur und möchte mehr erfahren. Und das führt unweigerlich zu einem Wissen über ihre Gefährdung und den Gründen dafür.

Thomas Griesohn-Pflieger: Es steht auch der Gedanke dahinter, dass wir nicht umbringen sollten, was wir lieben. Ich bin überzeugt - und der Umgang von Kindern mit den anderen Bewohnern unserer Lebensgemeinschaft, den Pflanzen, Tieren und Pilzen, lässt es mich immer wieder erleben -, dass es keine Trennung zwischen denen und uns gibt. Wir haben den einen gemeinsamen Ursprung, und unser gemeinsames Schicksal ist an diesen einen Planeten gebunden. Deshalb transportieren die Texte nicht nur Wissen, sondern auch Gefühle und Haltungen: Wir sehen die Vögel mit einem liebenden Auge. Meine Hoffnung: Wer diese Sicht - wenn auch unbewusst - teilt, wird sorgsamer und liebevoller mit den anderen Lebewesen umgehen.

Das Interview mit Iris Lichtenberg und Thomas Griesohn-Pflieger führte Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Sonderpreis: Fakten gegen die Jagd (Ausgabe 2017, 24 Seiten)

Artikelnummer: 521

Die Natur braucht keine Jäger: Fakten gegen die Jagd - Warum jagen Jäger wirklich? Die Frage »Warum jagen wir?« beantwortet eine Jagdredakteurin wie folgt: »Einige beschreiben die Jagd als Kick, andere sprechen von großer innerer Zufriedenheit. Die Gefühle bei der Jagd sind ebenso subjektiv wie in der Liebe. Warum genießen wir sie nicht einfach, ohne sie ständig rechtfertigen zu wollen?« Rationale Gründe, mit denen Jäger rechtfertigen, dass die Jagd notwendig sei, sind offenbar nur Ausreden. Jedenfalls schreibt die Jägerin: »Der Tod, der mit dem Beutemachen verbunden ist, ist verpönt. Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz.«

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter