Heftig Deftig Vegan

Das neue Vegan-Buch von Sebastian Copien für alle, die herzhaften Geschmack lieben

Der Münchner Vegan-Koch Sebastian Copien präsentiert in seinem Kochbuch »Heftig deftig vegan« 75 herzhaft-intensiv schmeckende Gerichte, die nicht nur Veganer und Vegetarier begeistern: Geschmortes, Geröstetes und Gebratenes, Frittiertes, Geräuchertes und Gegrilltes. Denn dass ein deftiges Aroma nur durch Fleisch, Wurst, Käse und andere tierische Produkte zustande kommt, ist ein Trugschluss. Es kommt auf die Zubereitungsart an, denn diese sorgt hier für die richtige Würze, das perfekte Aroma und den knackigen Biss.

»Ich beschäftige mich seit vielen Jahren sehr intensiv mit Kochen, Genuss, Geschmack und vor allem auch mit pflanzlicher Küche. Bei meiner Passion dreht sich alles darum, wie man diese Techniken der neuen Gemüseküche an Hobbyköche, aber auch Profis weitergibt, damit so viele Menschen wie nur möglich sehen, dass vegane Küche nichts mit Hasenfutter zu tun hat«, so Sebastian Copien.

»Der Schlüssel zur deftigen pflanzlichen Küche liegt zum Großteil in den Kochtechniken, die ich vor meiner veganen Zeit in der klassischen Küche gelernt habe. Wenn du dein Gemüse behandelst wie beispielsweise ein Steak - es also dick und gröber schneidest, gut marinierst, auf den Punkt garst und mit Röstaromen finished - und es schön mit passenden Komponenten anrichtest, ist auf einmal ein neuer Star auf dem Teller entstanden, der vorher in der wenig beachteten Beilagenecke vor sich hin dümpelte - mit dem netten Nebeneffekt, dass das Essen kräftig, deftig, lecker und noch gesünder ist. Was will man mehr?!«

Wie entsteht Geschmack?

Ob ein Gericht herzhaft schmeckt oder nicht, wird also über die richtige Technik beim Anrösten oder Anbraten definiert. Darum hat Sebastian Copien sein neues Buch in genau diese wichtigen Kochtechniken unterteilt: geschmort, geräuchert, geröstet, gebacken, gedämpft, gegrillt, gebraten und frittiert.

»Gute Küche und Geschmack entstehen, wenn drei Bereiche zusammentreffen: der Geschmack der Zutaten, der vom Geruch nicht zu trennen ist, die Temperatur bei der Zubereitung sowie die Textur und Konsistenz, die die Gerichte schließlich haben werden«, erklärt Sebastian Copien.

Es gibt fünf Geschmacksrichtungen, die wie beim Essen wahrnehmen: süß, sauer, salzig, bitter und umami. Zu diesen fünf Geschmacksrichtungen kommen Schärfe und Fett hinzu, die für deftigen Geschmack essenziell sind. Das Geheimnis des Vegan-Kochs: Durch das Spielen mit diesen 5 + 2 Geschmäckern - man kann den einen oder anderen Geschmack beispielsweise etwas fokussierter in den Vordergrund stellen - ist es möglich, einen schönen Spannungsbogen aufzubauen, der einfaches Essen von besonderem Essen unterscheidet.

Umami ist für kräftigen, deftigen Geschmack besonders wichtig und entsteht durch Glutaminsäure. Wenn man weiß, welche natürlichen Lebensmittel einen besonders hohen Anteil an Glutaminsäure enthalten, lässt sich so ein besonders deftiger Geschmack erzeugen. Sebastian Copien setzt bei der Zubereitung deftiger Gerichte auf hochwertige Sojasoße (Tamari oder Shohu), getrocknete Shiitake- oder Steinpilze, die Deftigkeit perfekt transportieren, Kombualge, Misopase und Würzflocken/Edelhefe flocken. Denn durch Verwendung umamireicher veganer Lebensmittel kann man den liebgewonnenen Geschmack deftiger fleischbetonter Küche ganz ohne tierische Produkte genießen. Dabei geht es nicht darum, ein und dieselben fleisch- und käsehaltigen Gerichte in einer veganen Version nachzuahmen, sondern die Geschmackserlebnisse der traditionellen Gerichte in einem neuen Gewand auf pflanzlicher Basis zu präsentieren.

»Für die Geschmacksrichtung umami sind neben einigen herzhaften Zutaten noch zwei Küchentechniken, die viel mit der Temperatur der Zubereitung zu tun haben, ganz maßgeblich: das Anrösten und Schmoren«, erfahren wir weiter.

Ein Gericht »rund« machen

»Um ein Gericht vollends rund zu machen, so dass es vom ersten bis zum letzten Löffel schmeckt, sind auch die Konsistenzen sehr wichtig«, erklärt Sebastian Copien. »Auch mit verschiedenen Konsistenzen kann ein geschmacklicher Spannungsbogen erzeugt werden: etwas Bissfestes, etwas Knackiges, etwas Cremiges und dergleichen mehr. Hier arbeite ich viel mit Toppings und unterschiedlichen Komponenten. Die fünf Minuten mehr Arbeit, die man beispielsweise für ein Topping benötigt, lohnen sich allemal.«

FREIHEIT FÜR TIERE stellt Ihnen einige Gerichte aus »Heftig Deftig Vegan« vor:
Gulaschsuppe nach Mamas Art
Gefüllte Paprika Lasagne-Style
Quesadilla ohne Käse
Mini-Reis-Apfelstrudel

Der Autor

Sebastian Copien ist Autor mehrerer veganer Kochbücher, Mitbegründer des Plant Based Institute und Gründer Europas größter veganer Online-Kochschule Vegan Masterclass. Als Meister der veganen Küche vermittelt er seit über 10 Jahren die Einfachheit und Freude des bewussten Kochens.

Von deftigem Wohlfühlessen bis hin zu Fine Dining und gesunder Alltagsküche deckt Sebastian Copien jede Disziplin der veganen Küche ab. Er hält Seminare, Showkoch Events sowie Kochkurse und berät Hotels und Restaurants zur neuen pflanzlichen Küche. Nur wenige Minuten von seiner Münchner Kochlocation entfernt baut er in seinem Garten auf zwölf Hoch- und zwei Hügelbeeten über 50 verschiedene Kräuter- und Gemüsesorten für seine Kochkurse an.

Informationen: sebastian-copien.de

Das Buch

GESCHMORT Gemüsecurry kreolischer Art mit geschmortem Sellerie Jambalaya kreolischer Art Kimchi-Sojarouladen Marokkanischer Maroni-Jackfruit-Schmortopf

GERÄUCHERT Blätterteigschnecken mit Mandel-Cashew-Creme Buchweizenblinis mit geräucherter Paprika & Senfsoße Smoked Pulled-Seitling-Slider

GERÖSTET & GEBACKEN Blumenkohl mit Couscous & Joghurtdip Bratapfel mit Bananenbrot-Schoko-Füllung Enchiladas mit Chili & Smoky Béchamel Pizza Calzone mit Cashew-Cream-Cheese

GEKOCHT Golden-Milk-Kokos-Risotto mit gegrillter Banane Reisnudeln & Sesamkohlrabi Smoky One-Pot Veggie-Linguine Umami Udonnudelsuppe

GEDÄMPFT Dim Sum mit Shiitake-Linsen-Füllung Spinatsalat & Aioli Kartoffelroulade mit Paprikacremesoße Fluffige Dinkel-Germknödel Quinoa-Kraut-Wickerl mit Kürbis-Kartoffel-Stampf & Karottensoße

GEGRILLT Avocado mit Seitling-Ceviche Brokkolisteak mit Harissa-Melonen-Joghurt Cevapcici-Hotdog mit Veggie-Hack & Olivensalsa

GEBRATEN Kartoffelpufferturm mit Spargelbéchamel Kottu Roti mit Cashew-Rüben-Curry Pfannen-Rührtofu mit knusprigen Maultaschen Quesadilla ohne Käse

FRITTIERT Avocado-Wedges mit Misodip Südtiroler Tirtlan mit Krautfülle Süßkartoffel-Bohnen-Krapfen mit Senf-Sahne-Kraut

Sebastian Copien: Heftig deftig vegan
Klappenbroschur, 192 Seiten
Südwest-Verlag ISBN 978-3-517-09991-0
Preis: 20,00 €

Gulaschsuppe nach Mamas Art

Bild: Hansi Heckmair

Bild: Hansi Heckmair

aus: Heftig Deftig Vegan von Sebastian Copien · Südwest-Verlag, 2021

ZUTATEN
(für 4 Personen als Hauptgericht oder für 6-8 Personen als Vorspeise)

4 Sojasteaks à 150 g
20 g Hefeflocken
20 g Meersalz
50 ml Sojasoße (Tamari)
400 g Zwiebeln, abgezogen
100 g Basis-Würzpaste
10 EL mildes Olivenöl
800 g festkochende Kartoffeln, geschält
2 große rote Paprikaschoten

FÜR DIE GEWÜRZMISCHUNG:
4 Knoblauchzehen, abgezogen
4 TL getrockneter Majoran
1 TL gemahlener Kümmel
5 EL edelsüßes Paprikapulver
2 TL rosenscharfes Paprikapulver oder mildes Chilipulver
1 TL geräuchertes Paprikapulver oder dänisches Rauchsalz
2 TL schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

ZUM ABSCHMECKEN:
Meersalz
Pfeffer
Chilipulver
Sojasoße

TIPPS:
Bei Sojasteaks handelt es sich nicht um Tofu, sondern um Sojagranulat in Steakform.
Wer ein Gulasch und keine Gulaschsuppe machen möchte, halbiert einfach die Flüssigkeit und gibt zusätzlich noch die gleiche Menge Wurzelgemüse wie Kartoffeln dazu.
Wer Paprika nicht so gut verträgt, zieht die Schale mit einem Gemüseschäler dünn ab - so wird die Schote verträglicher. Bei konventioneller, also Nicht-bio-Ware sollte man das Gemüse grundsätzlich schälen.

ZUBEREITUNG
(Arbeitszeit: 30 Min., Koch-/Schmorzeit: 1 Stunde 45 Min.)
Die trockenen Sojasteaks mit dem Messer halbieren und mit Hefeflocken, Salz, Sojasoße und 1 Liter Wasser in einem kleinen Topf aufkochen.
5 Minuten sanft köcheln lassen, dann weitere 10 Minuten ziehen lassen.
Währenddessen die Zwiebeln fein würfeln.
Für die Gewürzmischung den Knoblauch ebenfalls fein würfeln und mit den restlichen Zutaten in einem kleinen Glas bereitstellen.
Die Sojasteaks abgießen, dabei das Kochwasser auffangen.
Die Flüssigkeit aus den Sojasteaks drücken: Dafür die Steaks zwischen 2 kleine Schneidebretter legen und kräftig ausdrücken.
6 Hälften der Sojasteaks mit den Händen in unregelmäßige, etwa 2 cm große Stücke reißen - Achtung: Die Steaks sind noch heiß! -, die restlichen beiden Hälften mit dem Messer in feine Streifen schneiden.
Das aufgefangene Kochwasser mit Wasser auf 2,5 Liter auffüllen und mit der Würzpaste würzen.
Den Ofen auf 190 C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Einen schweren Bräter auf dem Herd erhitzen. 8 Esslöffel Öl hinein geben und die Sojasteakstücke darin bei maximaler Hitze braun rösten.
Das restliche Öl und die Zwiebelwürfel dazugeben und so lange mitrösten, bis die Zwiebeln ebenfalls eine schöne Röstfarbe haben.
Die Gewürzmischung dazugeben und für maximal 20 Sekunden mitrösten, dann sofort das Kochwasser der Steaks mit der Würzpaste angießen.
Alle Röstaromen vom Bräterboden lösen und den Bräter zugedeckt für 1 Stunde in den Ofen stellen.
Währenddessen die Kartoffeln in 0,5 Zentimeter große Würfel schneiden. Paprikaschoten entkernen und ebenfalls in 0,5 Zentimeter große Würfel schneiden. Beides zur Gulaschsuppe geben und diese ohne Deckel für weitere 45 Minuten schmoren.
Die Kartoffelwürfel mit einem Kochlöffel oder Kartoffelstampfer zerdrücken, bis die gewünschte Sämigkeit der Suppe erreicht ist.
Mit Salz, Pfeffer, Chilipulver und Sojasoße abschmecken.

Dazu nach Belieben Brot oder Semmeln servieren.

Gefüllte Paprika Lasagne-Style

Bild: Hansi Heckmair

Bild: Hansi Heckmair

aus: Heftig Deftig Vegan von Sebastian Copien · Südwest-Verlag, 2021

ZUTATEN
(für 3 Personen)

3 sehr große rote oder gelbe Paprikaschoten
ca. 200 g Lasagneplatten
Salz
ca. 450 g TK-Blattspinat, aufgetaut, aber nicht ausgedrückt
10 g getrocknete Tomaten, fein gehackt

FÜR DIE BLITZ-BECHAMEL:

300 g Cashewbruch
80 g neutrales Öl
4 TL natürliches Salz
1/2 TL Muskatnuss, frisch gerieben
30 g Dinkel- oder Reismehl
2 EL helle Misopaste oder Würz-Hefeflocken

FÜR DIE DEKO:

6 EL Basilikum und Rucola, fein geschnitten
2 EL Pinienkerne, geröstet

TIPP:
Ist die Paprika unförmig und steht sie nicht gut, kann man eine kleine, ofenfeste Form mit einer Packung ungekochter Bohnen oder Kichererbsen befüllen.
Ein Stück Backpapier darauflegen und die Paprika in die Bohnen stecken , sodass sie nicht umkippen können.
Die Hülsenfrüchte danach auskühlen lassen und zum Blindbacken von Teig oder Ähnlichem aufbewahren.

ZUBEREITUNG
(Zubereitungszeit: 1 Stunde)

Deckel und Stiel der Paprikaschoten so abschneiden, dass der Rest der Paprika unversehrt und ganz bleibt, damit man den unteren Teil befüllen kann. Deckel fein würfeln.
Paprika gründlich entkernen und die Trennwände sauber herausschneiden, damit die Nudelplatten später leichter eingepasst werden können.
Die Lasagneplatten in gesalzenem Wasser kochen, bis sie gerade weich und formbar sind, kurz abschrecken und anschließend in Stücke reißen, die in die Paprika passen.
Für die Blitz-Bechamel 350 Milliliter Wasser aufkochen und mit den restlichen Zutaten im Mixer glatt und sämig mixen.
Die Paprikaschoten zuerst mit einer Schicht Spinat, dann mit etwas gehackten getrockneten Tomaten, Paprikawürfeln und einer Schicht Bechamel befüllen.
Eine Schicht Nudeln einpassen und darauf wieder etwas Bechamel geben. Den Vorgang wiederholen, bis alle Zutaten aufgebraucht sind, dabei mit Bechamel abschließen.
Beim Befüllen 0,5 bis 1 Zentimeter Platz zum oberen Rand lassen.
Den Ofen auf 180 C (Umluft) vorheizen.
Gefüllte Paprikaschoten nebeneinander in eine ofenfeste Form mit hohem Rand stellen und 35 bis 45 Minuten - je nach Größe der Paprika - im Ofen backen.
Etwa 10 Minuten abkühlen lassen, auf Teller setzen und mit den fein geschnittenen Kräutern sowie Pinienkernen bestreuen.

Quesadilla ohne Käse

Bild: Hansi Heckmair

Bild: Hansi Heckmair

aus: Heftig Deftig Vegan von Sebastian Copien · Südwest-Verlag, 2021

ZUTATEN
(für 3-4 Personen)

FÜR DEN KICHERERBSEN-CASHEW-AUFSTRICH:
10 EL Cashewmus, 200 g
200 ml milde Brühe
5 EL Limettensaft
5 TL Dijonsenf
5 TL helle Misopaste
20 g Würz-Hefeflocken
5 TL Meersalz
50 g Kichererbsen, gekocht

FÜR DIE QUESADILLAS:
1 rote Zwiebel, abgezogen und in feine Ringe geschnitten
2 EL weißer Balsamicoessig
Olivenöl
10 12 große Champignons, in hauchdünne Scheiben geschnitten
geräuchertes Paprikapulver
Salz
10 Vollkorn- oder Mais-Tortillafladen
2 reife Tomaten, in dünne Scheiben geschnitten
1 Bund Koriander, fein gehackt
1 grüne Paprikaschote, entkernt und in feine Streifen geschnitten
2 milde grüne Chilischoten, entkernt und in feine Streifen geschnitten
3 reife Avocados, geschält, entkernt und in dünne Scheiben geschnitten
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

ZUBEREITUNG
(Zubereitungszeit: 20 Minuten)

Für den Kichererbsen-Cashew-Aufstrich alle Zutaten mit dem Pürierstab glatt mixen und mit Salz abschmecken.
Für die Quesadillas die Zwiebelringe in eine Schüssel geben, den Essig dazugeben und die Zwiebelringe darin marinieren.
Eine Pfanne erhitzen, etwas Olivenöl hineingeben und die Pilze darin knusprig braun braten.
Mit 1 guten Prise Paprikapulver und Salz würzen.
Die Tortillafladen mit je 1 gehäuften Esslöffel Aufstrich bestreichen.
Die Hälfte der Fladen mit je 3 Tomatenscheiben, etwas Koriander, 1 Esslöffel Paprikastreifen, etwas Chili, einigen Zwiebelringen, 1 bis 2 Esslöffeln Pilzen und 3 bis 4 Avocadoscheiben belegen, mit Salz und Pfeffer würzen, 1 weiteren Esslöffel Aufstrich darüberträufeln und mit den restlichen Tortillafladen bedecken (Aufstrich nach innen).
Die Quesadillas in zwei Pfannen ohne Öl von beiden Seiten knusprig braun braten und stapeln oder im Ofen warm halten.
Mit einem scharfen Messer vierteln und mit den Händen essen.

Mini-Reis-Apfelstrudel

Bild: Hansi Heckmair

Bild: Hansi Heckmair

aus: Heftig Deftig Vegan von Sebastian Copien · Südwest-Verlag, 2021

ZUTATEN
(für 3-4 Personen bzw. 4 Ministrudel )

2 EL Kokosflocken
4 EL Rosinen
2 EL Rum
2 EL Zitronensaft
2 EL Ahornsirup
1 TL Orangenblütenwasser
1/2 TL Vanillemark oder Tonkabohne, frisch gerieben
1/2 TL frisch geriebene Zimtstange
1/2 TL abgeriebene Schale von 1 Bio-Orange
1/4 TL natürliches Salz
50 g weißes Mandelmus
4 kleine oder 2 sehr große Boskop-Äpfel
8 Platten Reispapier für vietnamesische Sommerrollen (aus dem Asialaden)
1 l Öl zum Frittieren
Puderzucker zum Bestäuben

ZUBEREITUNG
(Zubereitungszeit: 20 Minuten)

Die Kokosflocken in einer Pfanne ohne Fett braun rösten und beiseite stellen.
Die Rosinen mit dem Rum und 50 Milliliter Wasser in einem kleinen Topf kurz ufkochen und ziehen lassen.
Zitronensaft, Ahornsirup, Orangenblütenwasser, Vanille, Zimt, Orangenschale, Salz und Mandelmus gut verrühren.
Die Äpfel schälen, vierteln und entkernen.
Die Viertel in sehr dünne Scheiben schneiden und vorsichtig mit der Gewürzmischung vermengen.
Die durchgezogenen Rosinen und die Kokosflocken dazugeben.
Eine Schüssel mit einem Durchmesser, der größer ist als die Reisplatten, etwa 5 Zentimeter hoch mit lauwarmem Wasser füllen.
Nun jeweils 2 Reisplatten fest zusammengedrückt vorsichtig in das Wasser tauchen.
Darauf achten, dass die beiden Platten fest zusammenkleben.
1 bis 3 Minuten im Wasser lassen, bis die Teigplatten geschmeidig weich sind.
Anschließend auf einem Plastikschneidebrett (kein Holzbrett) gleichmäßig ausbreiten.
Mit 1/4 der Apfelmischung belegen, dabei links und rechts etwa 3 Zentimeter Rand frei lassen, hinten 4 Zentimeter.
Links und rechts einschlagen und von vorn vorsichtig, aber straff aufrollen.
Die Rollen mit etwas Abstand zueinander auf einen befeuchteten Teller legen.
Das Öl zum Frittieren in einem kleinen Topf erhitzen, bis an einem hineingehaltenen Holzkochlöffel gleichmäßig und kräftig Bläschen aufsteigen.
Je nach Topfgröße jeweils 1 bis 2 Strudel für 4 bis 6 Minuten darin knusprig und goldgelb frittieren und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
2 bis 3 Minuten abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäubt sowie nach Belieben mit frischen Früchten wie Blaubeeren garniert servieren.

TIPPS:
Die doppelte Reisteigschicht verhindert, dass die Strudel beim Frittieren brechen.
Die Ministrudel schmecken mit einer Kugel Eis und ein paar frischen Beeren besonders lecker.

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

jesus-tempelreinigung Ausschnitt

Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter