Hilfe für Wildtier-Findelkinder

Waschbärbaby, Frischling, Elster, Spatz & Co

Maike und Lars G. leben im niederbergischen Land in Nordrhein-Westfalen und sind Eigentümer eines 6 Hektar großen Grundstücks mit Wald, Hecken, Wiesen und Feuchtbiotopen. Als engagierte Tierschützer, die aus ethischen Gründen auch keine Tiere essen, können sie die Jagd auf ihren Flächen nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren. Darum stellten sie bei der zuständigen Jagdbehörde einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung. Mit Erfolg: Seit 1.4.2016 ist ihr Grundstück offiziell jagdfrei und bietet somit ungestörten Lebensraum für Wildtiere. Die Familie G. unterstützt die örtlichen Wildtierhilfen bei der Aufzucht von Wildtierwaisen oder verletzten Wildtiere.

Lesen Sie ihren Bericht:

Maike und Lars G. besitzen ein 6 Hektar

Maike und Lars G. besitzen ein 6 Hektar

großes Grundstück, auf dem sie Lebensraum für Wildtiere geschaffen haben. Seit 2016 ist das Grundstück mit Wald, Hecken, Wiesen und Feuchtbiotopen offiziell jagdfrei. Im letzten Jahr zogen die Tierfreunde neben etlichen Vögeln ein kleines Wildschwein und einen Waschbären mit der Flasche groß - beide waren als Findelkinder in der Wildtierhilfe abgegeben worden.

Im Frühjahr 2017 meldeten wir uns bei der örtlichen Wildtierhilfe und boten unsere Hilfe bei der Aufzucht von jungen verwaisten Wildtieren bzw. der Pflege von verletzten Wildtieren an. Erfahrungen hatten wir bis auf die Aufzucht von Haustieren keine, jedoch erklärte mir die freundliche Dame, dass es für jede Tierart genügend Informationen und Hilfestellung gibt und sie sehr dankbar für unser Angebot ist.

Der erste Anruf von der Wildtierhilfe ließ auch nicht lange auf sich warten. Die ersten Einsätze bestanden zunächst in Taxifahrten von jungen Waldkäuzchen zur nächsten Greifvogel auffangstation. Und dann ging es richtig los: Ein Jungvogel folgte dem nächsten, von Nestlingen zu Ästlingen. Dies bedeutete, dass diese halbstündlich bis stündlich zu füttern waren, unter anderem auch mit Frischfutter: diverse lebende Insekten oder auch Geflügelherzen für die Rabenvögel.

Schnell wurde ich als Expertin und letzte Hilfe in der örtlichen Wildvogelhilfe bezeichnet. Der Grund war schlichtweg der, dass sich sonst keiner gefunden hat, der sich die Mühe machen wollte oder auch einfach nicht die Zeit dafür hatte, sich um die gefiederten Freunde zu kümmern. Mein Wissen musste ich mir dann anlesen und von Fachleuten der Vogel auffangstationen einholen, die froh waren um jeden Vogel, der anderweitig aufgezogen wurde - gerade in der Hochsaison.

Langsam stieß ich dann aber auch an meine Grenzen, auch meiner familiären Kapazitäten, und versuchte dann, den zahlreichen Anrufern telefonische Hilfestellung zu geben oder diese an kompetente Fachleute weiterzuleiten. Jungvögel kann man z.B. sehr wohl wieder ins richtige Nest zurücksetzten.

Doch als dann noch ein Waschbärbaby und ein Frischling dazukamen, die außer uns keiner aufziehen wollte, konnten wir sie auch nicht ablehnen. Beide zogen wir mit der Flasche auf. Unsere Wald- und Wiesenspaziergänge machten wir zusammen mit Hund, Kind, Katze, Waschbär, Elster, Dohle, Krähe und Wildschwein. Es war schon eine schöne Zeit, wenn auch sehr anstrengend, und da Tierbabys schnell groß werden, war unsere Zeit mit ihnen leider auch begrenzt.

Bei den täglichen Spaziergängen

Bei den täglichen Spaziergängen

Bei den täglichen Spaziergängen durch Wald und Wiesen waren nicht nur die kleine Tochter und der Hund der Familie dabei, sondern auch Frischling Susi, Waschbär Paulchen sowie Elster, Dohle und Krähe.

Dabei spielten und tobten Frischling Susi

Dabei spielten und tobten Frischling Susi

und Waschbär Paulchen gerne mit dem Hund der Familie, den sie als Anführer anerkannten. Auch die Krähe spielte mit: Sie ärgerte vor allem gerne Waschbär Paulchen und den Hund - und flog schnell weg, damit sie nicht erwischt wurde.

Wildtierkinder gehören zu ihren Müttern

Tierbabys sind total süß, keine Frage. Aber man sollte sie nur dann retten , wenn es wirklich notwendig ist, denn sie sind - wie alle Tiere - bei ihrer Mutter am besten aufgehoben. Wenn wir Wildtierkinder in der Natur finden, sind die Mütter ja oft in der Nähe und kommen wieder zu ihren Kindern zurück, wenn die Menschen weg sind. Daher ist es wichtig, das vermeintliche Findelkind erstmal an Ort und Stelle (bzw. in der Nähe des Ortes, wenn dieser zu gefährlich ist, wie z.B. eine Straße) zu belassen und aus größtmöglicher Entfernung das Ganze eine Zeit lang zu beobachten, um zu sehen, ob die Mutter bzw. die Eltern zu ihrem Kind zurückkommen.

Dasselbe gilt übrigens auch für Ästlinge, also noch nicht flügge gewordene Jungvögel, die Nest oder Bruthöhle zwar verlassen haben, jedoch auf Ästen oder auch auf dem Boden sitzend von den Altvögeln weiterversorgt werden.

Waschbär Paulchen mit Flasche aufgezogen

Waschbär Paulchen war 5 Wochen alt, als er von der Wildtierhilfe zu uns gebracht wurde. Das kleine Wollknäuel war für ein Katzenbaby gehalten und vom Straßenrand mitgenommen worden. Als der Fehler erkannt wurde, landete das Waschbärbaby bei der Wildtierhilfe - leider zeitlich viel zu spät, so dass es nicht mehr möglich war, ihn zurückzubringen und abzuwarten, ob nicht doch seine Mutter noch in der Nähe ist.

Nach leichten anfänglichen Schwierigkeiten klappte das Fläschchen geben bei Paulchen hervorragend. Er war am liebsten auf dem Arm oder erkundete Haus und Garten. Auf den Spaziergängen im Wald, Wiesen und an den Teichen folgte er uns von Anfang an. Er tobte gerne mit unserm Hund und später mit Susi, dem Wildschweinbaby. Auch die Krähe und er interagierten miteinander, obwohl ich eher sagen würde, dass die Krähe unser Waschbärkind (und auch unseren Hund) geärgert hat und dann aufpassen musste, dass sie nicht erwischt wurde.

Mit zunehmendem Alter und dickerem Fell zog Waschbär Paulchen dann draußen in einen Stall ein, in den er sich nachts freiwillig zum Schlafen zurückzog und tagsüber fast die ganze Zeit Freigang hatte.

Paulchen wurde dann auch schnell zu Paul. Da ihm der Kontakt zu anderen Waschbären fehlte (und somit auch ein artgleicher Spielkamerad) und sich Waschbären nicht erziehen lassen, wurde das Zusammenleben mit ihm zunehmend schwieriger. Wir mussten für ihn ein geeigneteres Zuhause suchen, wo er mit Artgenossen zusammenleben kann. Leider ist eine Auswilderung von Waschbären in Deutschland verboten, was wir bei Paulchens Aufnahme nicht wussten. Auch die immer stärkere Bejagung der Waschbären war uns vorher nicht bewusst. Wir hätten ihm ein sicheres Leben in Freiheit wirklich von Herzen gewünscht! So haben wir ihn dann schweren Herzens an eine große Wildtierauffangstation weiter gegeben, wo er in kompetenten Händen und unter seinesgleichen ist - nur leider nicht in Freiheit.

Waschbär Paulchen war im Alter von fünf Wochen

Waschbär Paulchen war im Alter von fünf Wochen

bei der Wildtierhilfe abgegeben worden.

Wildschweinbaby Susi war erst 3 Tage alt

Die kleine Susi hatte einen schweren Start ins Leben. Gerade mal drei Tage alt war sie, als ein LKW-Fahrer sie am Autobahnrand entdeckte und mitnahm. An einer Raststätte übergab er sie dann anderen Reisenden, die eine Wildtierhilfe kannten. Weil niemand den Frischling großziehen wollte, landete sie bei uns. Anfänglich wollte die Kleine nicht aus der Flasche trinken, so dass wir uns schon Sorgen machten, ob sie es überhaupt schafft. Aber nach einem Tag entschied sie sich für das Leben - und von da an war sie für einige Zeit unser neues Familienmitglied.

So ein kleiner Frischling braucht besondere Pflege und muss in den ersten Wochen alle zwei bis drei Stunden gefüttert werden - Tag und Nacht! Zu diesem Zeitpunkt hatten wir den Waschbären glücklicherweise bereits auf feste Nahrung umgestellt und die Vögel wurden auch nur noch drei Mal täglich draußen am Futterplatz gefüttert.

Susi wuchs schnell heran. Sie hörte und folgte uns besser als mancher Hund und begleitete uns mehrmals täglich bei unseren Spaziergängen. Ihre Lieblingsbeschäftigung war das Wühlen und auch das Suhlen im Matsch, wie es sich für ein richtiges Wildschwein gehört. Sie fraß alles, was sie fand. Mit dem Waschbären raufte sie gerne, wobei sie bald Oberwasser hatte und er sich dann auf die Bäume retten musste, wenn das Spielen zu heftig wurde. Unser Hund und wir waren jedoch sozusagen ihre Rottenführer. So hatte sie vor uns Respekt, vor Besuch jedoch nicht. Besonders gern hatte sie es, unterm Bauch gestreichelt zu werden, dann legte sie sich immer gleich hin und wollte ausgiebige Streicheleinheiten.

Aber auch ein Wildschwein braucht Artgenossen, und so haben wir die heranwachsende Bache mit besonders schwerem Herzen in einen großen Wildtierpark gebracht. Hier warteten schon drei ungefähr gleichaltrige Spielkameraden auf sie, mit denen sie sofort Kontakt aufnahm, was uns den Abschied erleichterte. Wenn die vier groß genug sind, kommen sie in ein 6 Hektar großes Freigehege mit zahlreichen anderen Wildschweinen. Hier können sie ein artgerechtes Leben führen. Wir haben Susi natürlich besucht und werden es wieder tun. Ich bin mir sicher, dass sie uns wiedererkannt hat.

Frischling Susi war kurz nach ihrer Geburt

Frischling Susi war kurz nach ihrer Geburt

am Autobahnrand entdeckt worden und landete ebenfalls bei der Wildtierhilfe, die sie an Maike und Lars weitervermittelte. Unten rechts ist auch die Elster zu sehen, welche von Hand aufgezogen wurde.

Meine Erfahrungen mit der Aufzucht von Vögeln

Ein Nestling ist ein sehr junger, in der Regel noch un- oder schwach befiederter Jungvogel. Er bedarf der intensiven Pflege der Eltern sowohl mit Nahrung als auch mit Körperwärme. Nestlinge können und sollten wieder ins Vogelnest zurückgesetzt werden!

Ästlinge sind fast bzw. vollständig befiedert, haben das Nest bereits verlassen und erproben sich mit ersten Flugversuchen. Auch sie sind noch nicht selbstständig und werden von ihren Eltern mit Nahrung versorgt. Ästlinge sollten Sie bitte dort oder in sicherer Nähe belassen, wo sie gesehen werden!

Sie sollten also sicher gehen, dass es sich bei gefundenen Jungvögeln um verlassene, verletzte oder geschwächte Tiere handelt, die Hilfe benötigen. Das Futter muss auf jede Vogelart abgestimmt sein - teilweise ändert sich dies auch, wenn die Vögel vom Nestlings alter ins Ästlingsalter kommen. Hierzu muss man dann natürlich erst mal die Vogelart herausfinden, was sich besonders bei unbefiederten Nestlingen oft als sehr schwierig erweist, wenn man nicht über die entsprechende Erfahrung verfügt. Hilfe bieten hier die Wildvogelauffangstationen.

Hat man die kleinen Singvögel dann erfolgreich mit Hilfe einer Pinzette großgezogen, reicht man ihnen das Futter zur Selbstaufnahme. Wenn dies auch erfolgreich funktioniert, können die jungen Singvögel in eine Auswilderungsvoliere umziehen, wo sie ihre Flugkünste trainieren können. Nach einiger Zeit kann dann die Auswilderung erfolgen, wobei man ihnen noch eine Zeit lang weiterhin Futter hinstellen sollte.

Wenn die Kleinen die erste Nacht bei uns überlebten, bekamen wir sie glücklicherweise auch großgezogen und es gelang meistens, sie wieder auszuwildern. Ein kleiner Spatz konnte leider nicht richtig fliegen. Ihn konnten wir einem anderen Vogelfreund übergeben, wo in einer großen Voliere weitere Artgenossen mit ähnlichem Schicksal auf ihn warteten.

Unsere Rabenvögel (Elster, Dohle, Krähe) blieben uns noch etwas länger erhalten. Sie bestanden lange lautstark auf eine weitere Fütterung und erwarteten uns schon morgens vor dem Badezimmerfenster. Sogar bei Spaziergängen durch Wald und Wiesen begleiteten sie uns. Eigentlich sollte man Rabenvögel wegen der Prägung auf den Menschen so gut wie es geht menschenfrei aufziehen, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die sich auch schnell abnabeln , wenn man das Füttern einstellt und die Geschlechtsreife einsetzt.

Die Rabenvögel (Elster, Dohle und Krähe)

Die Rabenvögel (Elster, Dohle und Krähe)

bestanden auch nach dem Flüggewerden auf der täglichen Fütterung. »Sogar bei Spaziergängen durch Wald und Wiesen begleiteten sie uns«, berichtet Maike.

Hier sind Waschbär Paulchen

Hier sind Waschbär Paulchen

zusammen mit Dohle und Rabenkrähe zu sehen.

Auch dieser kleine Spatz

Auch dieser kleine Spatz

wurde von Hand aufgezogen. Weil er nicht richtig fliegen konnte, wurde er nicht ausgewildert, sondern an einen Vogelfreund mit großer Voliere übergeben.

Wildtierauffangstationen bereiten Findelkinder

auf die Auswilderung vor

Bei der Aufzucht von Säugetieren erfolgt schnell eine Prägung auf den Menschen und die Tiere verlieren ihre natürliche Scheu. Diese können sie jedoch auch wieder entwickeln, wenn sie nach der Aufzuchtsphase - wenn sie selbstständig fressen und ihre Körpertemperatur halten können - unter Artgenossen kommen und der Mensch den Kontakt konsequent, so gut wie es geht, meidet. Dies geht am besten in großen Wildtierauffangstationen, in denen die Wildtiere auf ihre Auswilderung vorbereitet werden.

Wir begrüßen den Einsatz der Finder von Findelkindern. So eine Jungtieraufzucht ist jedoch mit ganz viel Zeitaufwand verbunden und auch mit Kosten. Wenn Sie ein Findelkind in fachkundige Hände übergeben, weil Ihnen persönlich die Zeit und vielleicht auch die Erfahrung zur Aufzucht fehlt - dann freuen sich die Auffangstationen oder entsprechende Privatpersonen immer auch über eine Futterspende!

Wildtier in Not - was nun?

Jedes Jahr im Frühjahr kommt es zu diesen Szenen: Spaziergänger entdecken ein allein gelassenes Jungtier und wollen es aus Unkenntnis retten . Vielfach werden die vermeintlich in Not geratenen Tiere angefasst oder gar mitgenommen, obwohl die Eltern in der Nähe sind. Was gut gemeint ist, kann die Überlebenschancen der Jungtiere erheblich verschlechtern. Jedes Frühjahr sind Wildtierauffangstationen und Tierheime überfüllt mit abgegebenen jungen Wildtieren.

Hilfe brauchen junge Wildtiere nur dann, wenn sie schwer verletzt sind oder zweifelsfrei verwaist sind.

Daher gilt: Wenn das Tier nicht in unmittelbarer Gefahr ist, lassen Sie es zunächst in Ruhe! Fassen Sie es vor allen Dingen nicht an! Es könnte daraufhin von seiner Mutter nicht mehr angenommen werden. Beobachten Sie das Tier aus großer Entfernung. Erkundigen Sie sich vor der Mitnahme des Tieres bei Wildtierauffangstationen.

Feldhasenbabys bekommen häufig nur einmal am Tag Besuch von der Hasenmutter. Bitte lassen Sie ein unverletztes Hasenkind dort, wo es auf seine Mutter wartet!

Rehkitze werden mehrmals täglich von der Mutter versorgt. Wenn Sie das Tier unverletzt in der ihm vertrauten Umgebung auffinden, stören sie es nicht!

Füchse lassen ihre Kinder ab einem gewissen Alter durchaus für längere Zeit allein, insbesondere dann, wenn die Füchsin alleine für Nahrung sorgen muss, weil der Rüde z.B. durch Jäger ums Leben kam. Selbst wenn feststeht, dass die Mutter getötet wurde, besteht bei älteren Jungfüchsen (die schon feste Nahrung zu sich nehmen können) die Möglichkeit, dass ältere Geschwister die Versorgung übernehmen.

Vermeintlich hilflose Vogelkinder sollten auf jeden Fall in der freien Natur belassen werden. Nur ganz selten handelt es sich bei gefundenen Jungvögeln am Boden um verlassene,
verletzte oder geschwächte Tiere, die Hilfe benötigen.

Anders ist es bei Eichhörnchen: Finden Sie Jungtiere am Boden, benötigen diese in den meisten Fällen Hilfe.

Wie ist die rechtliche Situation?

Gemäß Bundesnaturschutzgesetz ist es vorbehaltlich jagdrechtlicher Vorschriften zulässig, verletzte, hilflose oder kranke Tiere aufzunehmen, um sie gesund zu pflegen. Die Tiere sind unverzüglich in die Freiheit zu entlassen, sobald sie sich dort selbstständig erhalten können.

Achtung: Wird ein Rehkitz oder ein Fuchs aus der Natur mit nach Hause genommen, so liegt laut Bundesjagdgesetz der Tatbestand der Jagdwilderei vor, der als Ordnungswidrigkeit geahndet werden kann. Also sollte die Mitnahme von Rehkitzen oder Fuchswelpen (verletzt, anscheinend mutterlos) nach Möglichkeit vorher mit dem Jagdausübungsberechtigten geklärt werden. Wer allerdings einem Jäger ein verwaistes oder verletztes Wildtier meldet, muss leider befürchten, dass mit dem betreffenden Tier kurzer Prozess gemacht wird.
Spätestens nach der ersten Hilfe für das verletzte oder verwaiste Tier sollten Sie den zuständigen Jäger informieren. Auch hier helfen Wildtierauffangstationen mit Rat und Tat.

Wichtig: Für die Aufzucht von Rehkitzen und das Halten von Rehen muss ein Sachkundenachweis und eine Genehmigung der Naturschutzbehörde oder unteren Jagdbehörde vorliegen.

Kontakt zu Wildtierauffangstationen in Deutschland

Übersicht Wildtieraufzuchtstationen nach Postleitzahlen:
www.wildtierschutz-deutschland.de/verletztes-wildtier

Wildvögel:
www.wildvogelhilfe.de

Mauersegler:
www.mauersegler.com

Eichhörnchen:
www.eichhoernchen-schutz.de
www.eichhoernchen-notruf.com

Feldhasen, Kaninchen
www.feldhasen.de
bunnyhilfe.de

Fledermäuse:
www.agf-bw.de
NABU-Notrufnummer: 030-284984-5000

Igel:
www.pro-igel.de

Marder:
www.marderhilfsnetz.de

Waschbären:
www.schutz-der-waschbaeren.de

Bilche (Siebenschläfer, Baumschläfer, Gartenschläfer, Haselmäuse):
www.wildstationbilche.de

Füchse:
www.frecherfuchs.de
www.profuchsostfriesland.de
fuechse.info

Rehe und Jungtiere von Hirsch, Damwild, Mufflons
www.rehkitzhilfe.de
www.rehkitzrettung.de

FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Sonderpreis: Fakten gegen die Jagd (Ausgabe 2017, 24 Seiten)

Artikelnummer: 521

Die Natur braucht keine Jäger: Fakten gegen die Jagd - Warum jagen Jäger wirklich? Die Frage »Warum jagen wir?« beantwortet eine Jagdredakteurin wie folgt: »Einige beschreiben die Jagd als Kick, andere sprechen von großer innerer Zufriedenheit. Die Gefühle bei der Jagd sind ebenso subjektiv wie in der Liebe. Warum genießen wir sie nicht einfach, ohne sie ständig rechtfertigen zu wollen?« Rationale Gründe, mit denen Jäger rechtfertigen, dass die Jagd notwendig sei, sind offenbar nur Ausreden. Jedenfalls schreibt die Jägerin: »Der Tod, der mit dem Beutemachen verbunden ist, ist verpönt. Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz.«

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Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss. Im Dezember 2025 tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste. Im November 2025 tötete ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. weiterlesen

DVD gibt den Tieren eine Stimme: Der Hase und der Tod – Stumme Bitten

Der Schnee lag kalt und weiß auf freiem Felde.

Ein Hase und seine Frau suchten Futter. Die Pfoten froren. Es war ein mühsamer Weg, und der Wind pfiff über die Fläche. Die Ausbeute war kümmerlich. Man musste erst den Schnee fortkratzen, um etwas Essen zu finden.

Die Pfoten wurden so leicht wund dabei. Man musste sie dazwischen immer wieder ablecken. Auch war die Frau des Hasen leidend. Ein Bein war ihr zerschossen worden. Sie humpelte hilflos und gebrechlich über den Schnee.

»Ach, diese schrecklichen Jagden!« seufzte die Häsin. »Töten ist doch kein Vergnügen! Sogar Wölfe reißen aus Hunger, nicht aus Lust am Töten.«

»Es sind eben keine Wölfe, sondern Menschen«, sagte der Hase.


Manfred Kyber (1880-1933) war ein deutscher Schriftsteller und Tierschützer, der vor allem durch seine besonderen Tiergeschichten bekannt geworden ist. Aus zwei seiner Geschichten hat der Verlag Das Brennglas einen ergreifenden Zeichentrickfilm auf DVD produziert.

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DVD: „Stumme Bitten“ · „Der Hase und der Tod“ als Zeichentrick-Filme

Artikelnummer: 321

»Die Welt ist voll von stummen Bitten, die nicht gehört werden. Es sind Menschen, die sie nicht hören. Es scheint unmöglich, diese stummen Bitten zu zählen. So viele sind es. Aber sie werden alle gezählt. Sie werden gebucht im Buche des Lebens.« (Manfred Kyber) Ein Zeichentrickfilm, der unter die Haut geht, die »stumme Bitten« hörbar macht und den Tieren mit ergreifenden Bildern eine Stimme gibt!

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Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter