Interview mit Dr. Katharina Wirnitzer

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Dr. Katharina Wirnitzer, Jahrgang 1974,

Dr. Katharina Wirnitzer, Jahrgang 1974,

ist Sportwissenschaftlerin und Hochschuldozentin für Sportwissenschaften an der Universität Innsbruck und der pädagogischen Hochschule Tirol.Im Rahmen ihres Forschungsprojekts bikeeXtreme untersuchte sie die Ausdauerleistungsfähigkeit und das Belastungsprofil von Mountainbikern während eines 8tägigen Etappen-Rennens, der Mountainbike Transalp Challenge.

»Sport und die Tiere sind mein Leben«

Das Gespräch mit Katharina Wirnitzer führte Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

FREIHEIT FÜR TIERE: Du forscht seit vielen Jahren zum Thema »Vegan & Sport«. Mit deiner Studie »bikeeXtreme« hast du bereits 2004 begonnen und in den folgenden Jahren die weltweit erste wissenschaftliche Studie über vegane Ernährung im Sport vorgelegt - lange bevor »vegan« hip und angesagt war. Frage 1: Wie bist du zur veganen Ernährung gekommen? Und Frage 2: Wie bist du zum Sport gekommen?

Dr. Katharina Wirnitzer:
Ich komme aus einer Familie von Bauern, Viehzüchtern, Viehhändlern, Metzgern, Jägern - und man hatte mir immer gesagt: »Tiere sind dazu da, um getötet und gegessen zu werden«. Irgendwann mit 16 Jahren begann ich das zu hinterfragen. Als ersten Schritt habe ich Fleisch weggelassen. Ich dachte, mit Milch, Käse und Eiern würde ich den Tieren nicht wehtun. In den folgenden Jahren merkte ich, dass vegetarisch nicht reicht und habe mit 25 Jahren entschieden, vegan zu leben. Die Entscheidung war aus ethischen Gründen, weil ich nicht wollte, dass für meine Ernährung, für mein Makeup, für meine Kleidung, für mein Lebensglück ein Tier leiden muss.

Da in meiner Familie viele Sportler, vor allem Alpinisten und Bergsteiger sind, war auch Sport für mich immer ein Thema. Mein Onkel Franz Oppurg war - neben zahlreichen alpinen Erstbegehungen - 1978 der erste Mensch, der den höchsten Berg der Welt im Alleingang bewältigt hat. Das war natürlich nicht nur für die Familie ein großes Ding, er erhielt er auch einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde.

Ich wusste also von klein auf, dass ich Sport in meinem Leben machen möchte und es war klar, dass ich Sport studiere. Heute ist Sport nicht nur mein Leben, sondern zusätzlich mein Beruf.

FREIHEIT FÜR TIERE: In welcher Sportart bist du zu Hause?

Dr. Katharina Wirnitzer:
Der Bergsport ist geblieben: Alles was steil und einsam ist, auf diesen Berggipfeln und Berggraden findet man mich: Wandern, Berglaufen, Mountainbiken, im Winter Schneeschuhwandern, Skitouren gehen. Viele Jahre war ich auch aktiv beim Gleitschirmfliegen. Ich habe natürlich auch dementsprechend Ausbildungen im Bergsportbereich, im Bereich Mountainbike und Gleitschirmfliegen und als Bergwanderführerin, um anderen Menschen meine Leidenschaft mit auf den Weg zu geben. Und als Dozentin für Sport gebe ich meine Leidenschaft und mein Wissen zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern mit.

Almentour im Wattental, Tirol

Almentour im Wattental, Tirol

· Bild: Freiheit für Tiere

Bergtour auf den Largotz in Tirol

Bergtour auf den Largotz in Tirol

Das Interview führten Dr. Katharina Wirnitzer und Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE bei einer Bergwoche im Wattental. · Bild: Freiheit für Tiere

FREIHEIT FÜR TIERE: Nun hast du zu einer Zeit, als vegan noch nicht in war, als die meisten Leute nicht einmal wussten, was vegan überhaupt ist, als es überhaupt noch nicht im Gespräch war, dass sich Sportler überhaupt rein pflanzlich ernähren könnten, eine Studie sozusagen am eigenen Leib durchgeführt: mit der Alpenüberquerung auf dem Mountainbike, der Transalp Challenge. Das war ja weltweit die erste Studie überhaupt zum Thema Vegan und Sport. Wie kam es dazu?

Dr. Katharina Wirnitzer: Während meines Sportstudiums bin ich Mountainbike-Rennen gefahren, und da ich der Ausdauer-Typ bin, war klar: Es muss die Transalp Challenge sein. Das ist ein Team-Wettbewerb, den ich 2003 mit meinem Mann gefahren bin.

Dr. Katharina Wirnitzer

Dr. Katharina Wirnitzer

ist leidenschaftliche Outdoor- und Ausdauer-Sportlerin und machte als Sportwissenschaftlerin ihr Hobby zum Beruf. Sie ist seit 1999 vegan und lebt mit ihrem Ehemann Gerold und vier geretteten Windhunden in Tirol. · Bild: Freiheit für Tiere

FREIHEIT FÜR TIERE: Und ihr wart damals beide bereits vegan?

Dr. Katharina Wirnitzer:
Ja, wir waren beide bereits vegan. Da habe ich mir gedacht, ich muss in der Universität in die Bibliothek und schauen: Was gibt es zu Sport und veganer Ernährung? Und da gab s nichts! Ich war komplett überrascht: Es kann doch nicht sein, dass jemand wie ich als erster drauf kommt! Es gab einige Ernährungswissenschaftler, die bereits in den 1980er Jahren über vegane Ernährung geforscht haben. 1982 gab es die erste Empfehlung eines US-amerikanischen Ernährungswissenschaftlers, dass wahrscheinlich die vegetarische und auch die rein pflanzliche Ernährung eine optimale Ernährungsstrategie ist für Leistungssportler, aber insbesondere für Ausdauersportler: Radsport, Laufsport und Triatlon. Das wurde explizit in den 1980er Jahren bereits gesagt. Nun war Mountainbikesport meine Leidenschaft und ich dachte mir: Da muss irgendjemand etwas tun! Und so entstand die Idee, mit der zweiten Transalp Challenge, die Gerold und ich 2004 bestritten haben, eine Studie aufzusetzen. Beim Wettbewerb 2004 wurden die Daten gesammelt und im Laufe der nächsten Jahre - als meine Dissertationsstudie - ausgewertet und von 2006 bis 2014 publiziert, darunter 2009 das Buch »bikeeXtreme. Performance determining factors and vegan nutrition pattern to successfully complete the Transalp Challenge«.

2014 kam dann die wichtige Publikation »Energy and macronutrient intakte of a female vegan cyclist during an 8-day mountain bike stage race«. Damit konnte ich 32 Jahre nach der ersten Empfehlung aus dem Jahr 1982, dass eben pflanzliche Ernährung vermutlich die optimale Strategie für Ausdauersportler wäre, belegen, dass das so ist.

FREIHEIT FÜR TIERE: Als nächstes kam deine große Laufstudie, die NURMI Study.

Dr. Katharina Wirnitzer:
Die Mountainbike-Studie wurde ja noch vor dem großen Vegan-Boom durchgeführt. Meine Idee war nun: Man muss das größer machen, mit einer großen Zahl von Studienteilnehmern. Welche Sportart ist also geeignet, um eine große Zahl von Athleten zu untersuchen? Alle Welt läuft, also folgte der Schritt vom Mountainbiken zum Laufsport. Und so ist dann die NURMI Study entstanden, eine interdisziplinäre Studie, bei der auch Prof. Dr. Claus Leitzmann im Bereich Ernährungswissenschaften beratend dabei war. Ziel war, auf einer breiten Basis mit einer großen Stichprobenzahl noch fundiertere Aussagen treffen zu können.

2018 wurde eine ganz wichtige Publikation zum Gesundheits status verschiedener Ernährungsformen veröffentlicht. Wir haben den Gesundheitsstatus von Allesesser-Läufer im Vergleich zu vegetarischen und im Vergleich zu veganen Läufern untersucht. Und es kam ganz klar heraus, dass insgesamt die Entscheidung für eine vegane Ernährungsform die stärksten positiven Beiträge für den Gesundheitsstatus von Läufern leistet.

Der nächste Schritt war wieder zu überlegen: Wie können wir noch mehr Menschen erreichen? Da ich inzwischen an der Universität und an der Pädagogischen Hochschule Tirol arbeite, kam der Gedanke für die Schulstudie. Jeder Mensch durchläuft die Schule, wir haben einen staatlichen Bildungsauftrag, wir haben Lehrpläne, in denen die Gesundheit ganz klar dem Schulsport - also genau meinem Fachbereich - zugeordnet ist.

Nach der Mountainbike-Studie und dem Follow-Up mit der Laufstudie gehen wir jetzt in die Schule, um zu untersuchen: Wie sieht das Gesundheitsverhalten von Kindern und Jugendlichen in der Sekundarstufe I und II aus, also zwischen 10 und 19 Jahren? Und die zwei wesentlichen Lebensstilfaktoren, von denen wir aus der Wissenschaft wissen, dass sie als Medizin gelten, sind einmal die Ernährung und zum anderen Bewegung.

Mit der Schulstudie haben wir wiederum eine breitere Stichprobe. Und das große Potential bei der Schulstudie liegt natürlich darin, dass Kinder positives oder negatives Gesundheitsverhalten mit ins Erwachsenenalter nehmen. Das heißt, wenn wir es jetzt schaffen würden, zu verstehen, wo die Dinge ungünstig laufen, könnte man hier positiv einwirken, könnte aufgrund einer evidenzbasierten Datenlage den Kindern Wissen vermitteln und es kompetenzbasiert mit ihnen umsetzen, zum Beispiel, wie man gesunde Lebensmittel zubereitet. Und damit hätten wir das Potential, allein durch den Bildungsauftrag die Volksgesundheit positiv zu beeinflussen.

Freiheit für Tiere: Dein Schwerpunkt ist ja der Ausdauersport, sowohl für dich persönlich als Sportlerin als auch in deiner Forschung. Warum ist die rein pflanzliche Ernährung für Sportler und besonders für Ausdauersportler so vorteilhaft?

Dr. Katharina Wirnitzer:
Ich möchte das mit einem Vergleich erklären: Ein Serienauto ist meistens eine Entwicklung aus dem Ralleysport oder aus der Formel I. Also: Ein Hochleistungsmotor wird sozusagen getestet auf Herz und Nieren, und dann wird das Serienauto entwickelt. Und wenn wir dieses Bild auf den Menschen übertragen, dann sind Profi-Sportler, wie Lewis Hamilton oder andere ganz wichtige Sportler, die Prototypen. Und der Durchschnittmensch im Alltag, der ins Büro oder in die Schule geht, der joggen geht oder Fahrrad fährt - das ist sozusagen der Serienwagen.

Und woher kommen auch die besten Treibstoffe? Die Treibstoffe werden natürlich auch im Motorsport getestet. Und jetzt ist die Frage: Was ist der beste Treibstoff? - Keiner würde, wenn er ein teures Auto hat, einen Ferrari oder einen Lamborghini, Diesel tanken oder ein minderwertiges Benzin oder ganz billiges Öl reintun. Ich möchte ja, dass mein Motor rund läuft. Und wenn wir das jetzt übertragen auf die Ernährung, also den Treibstoff für unseren Körper, dann stellen wir fest: Wir als Menschen führen uns eigentlich nicht den besten Sprit zu! Und das äußert sich dann 30 oder 40 Jahre später in Form von Herzinfarkt oder Diabetes oder Krebserkrankungen. Und woher kommt das? Wir versorgen unser Leben lang unseren Motor mit schlechtem Öl und schlechtem Benzin und wundern uns dann, wenn der Motor irgendwann den Geist aufgibt. Der Motor dreht eigentlich permanent im roten Umdrehungsbereich. Das bedeutet, dass der ganze Körper eigentlich ständig an seinen Grenzen arbeitet.

Und nun kommen wir zum Sport: Wenn ich schon im Alltag ständig im oberen roten Bereich belastet bin, und gehe noch die Abendrunde joggen, dann kommt zum Beispiel noch die Laktatproduktion dazu oder dass das Herz mehr Sauerstoff in die Gefäße pumpen muss. Und da kommt der Körper an die Grenzen, weil ich bereits im roten Bereich starte: Das Herz muss jetzt viel stärker pumpen, die Arterien sind aber durch schlechte Ernährung verengt. Dann brauche ich guten Treibstoff, den ich dem Körper aber nicht zur Verfügung stelle. Wenn ich nach dem Sport regenerieren will, ist der Körper übersäuert durch Stoffwechselprodukte, die der Körper, wenn er im perfekten Bereich arbeiten würde, gut kompensieren kann. Über eine ganze Lebensspanne bedeutet dies, dass ich eigentlich nie mein volles sportliches Potential ausschöpfen kann. Und dann kommt noch dazu, dass immer Entzündungsprozesse im Körper schwelen, weil die schlechte Ernährung übersäuert und zusätzlich der Sport. Das bedeutet: Ich bin öfter krank, ich bin verletzungsanfälliger.

Der Vorteil der veganen Ernährung ist: Ich drehe eben nicht permanent im oberen roten Bereich, ich bin beim Sport nicht übermäßig belastet, ich kann optimal regenerieren. Ich habe durch den hohen Konsum von pflanzlichen Proteinen und Mineralstoffen aus Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen, komplexen Kohlenhydraten aus Vollkorngetreide und Kartoffeln sowie Antioxidantien aus Obst und Gemüse eine optimale Nährstoffversorgung. Und das kann, wenn Laktat produziert wird, wunderbar helfen, Muskelkater oder steife Muskulatur, die ich nach einer Bergtour, einem Radrennen oder einer Laufrunde habe, abzubauen und dadurch ist der Körper schnell wieder entspannt. Er kann also diese Belastung gut kompensieren.

Im Sport ist allgemein bekannt: Je niedriger die Ruhe-Herzfrequenz, umso besser trainiert ist der Körper, umso höher ist das Fitness-Level und umso optimaler sind die Voraussetzungen für das sportliche Training. Aus der Medizin weiß man außerdem: Je niedriger die Ruhe-Herzfrequenz ist, desto länger ist das Leben mit einer guten Qualität. Auch hier hat die pflanzliche Ernährung Vorteile, wie eine Untersuchung zeigt: Wenn man über längere Zeit eine Tasse Hülsenfrüchte am Tag konsumiert - als Hauptspeise, über Salat, als Brotaufstrich -, würde auch ohne Sport die Ruhe-Herzfrequenz automatisch sinken: nach drei Monaten etwa um 3 Schläge pro Minute und nach einem Jahr etwa um 10 Schläge pro Minute. Und exakt diese 10 Schläge pro Minute sind der Bereich, die ein Sportler durch effizientes Training versucht zu erreichen (Ruhe-Herzfrequenz unter 60 Schläge/Minute), um seine Leistung zu verbessern.

Wir wissen alle: Sport ist anstrengend! Und die gute Nachricht ist: Allein mit Ernährung - einer Tasse Hülsenfrüchte - könnte ich auf der Couch liegen und den gleichen Effekt erzielen für mein Herz, für meine Fitness, wie ein Allesesser, der Sport treibt. Und jetzt haben wir die vielversprechendste Lösung für Gesundheit und Sport: wenn wir pflanzliche Ernährung mit Hülsenfrüchten und Sport kombinieren. Und das ist für den Sportler so wichtig, wenn der gesamte Körper - statt im roten Bereich zu drehen - zurückregelt in den optimalen Bereich. So habe ich vom Start weg für jede Joggingrunde, für jeden sportlichen Wettkampf die besten Voraussetzungen, wenn ich im Wettkampf dann wirklich in den roten Bereich komme, schnell wieder zu regenerieren.

Freiheit für Tiere: Das bedeutet, dass ein Sportler, der sich pflanzlich ernährt, eine längere Karriere hat und auch dann, wenn er seine Karriere beendet, seinen Körper nicht komplett heruntergewirtschaftet hat.

Dr. Katharina Wirnitzer:
Genau. Es zeigt sich bei vegan lebenden Sportlern, dass sie auch im höheren Alter noch sehr, sehr leistungsfähig sind. Herausragende vegane Athleten können ihre Rekorde und Erfolge über viele Jahre aufrechterhalten. Und das liegt natürlich am viel besseren Gesundheitszustand und der schnellen Regeneration nach dem Wettkampf.

Freiheit für Tiere: Jetzt wäre also eine Studie wichtig mit einer größeren Anzahl von Sportlern aus dem Hochleistungsbereich. Viele vegane Sportler berichten: Ich regeneriere schneller, ich schlafe besser, ich habe weniger Verletzungen. Das sind Erfahrungsberichte, aber es ist noch nicht wissenschaftlich belegt.

Dr. Katharina Wirnitzer:
Das sind Erfahrungsberichte, die natürlich sehr ernst zu nehmen sind. Dennoch braucht es auch Wissenschaftsstudien. Und das wäre jetzt der nächste Schritt: Profi-Sportler, Profi-Mannschaften längerfristig zu begleiten und Studien durchzuführen, die zum Beispiel zeigen, dass die Immunabwehr deutlich stärker ist. Alle Hinweise aus der Medizin weisen in diese Richtung, aber man müsste jetzt bei Profi-Sportlern solche Dinge wirklich untersuchen. Ich habe mit meinem Team aus Sportwissenschaftlern, Ernährungswissenschaftlern und Medizinern bereits einige Studien entwickelt, um mit Profi-Sportlern oder einem Profi-Sportteam den sportpraktischen Bereich, aber auch den Bereich der klinischen Studien, abbilden zu können, wo es dann zum Beispiel um Blutproben, Immunparameter oder Biomarker geht, die man unbedingt untersuchen muss, um genaue Aussagen treffen zu können. Falls es da interessierte Profi-Sportler oder Teamchefs gibt, freue ich mich über jede Kontaktaufnahme! Konzepte und Studiendesigns liegen schon in der Schublade.

Dr. Katharina Wirnitzer ist leidenschaftliche Outd

Dr. Katharina Wirnitzer, Jahrgang 1974, ist Sportwissenschaftlerin und Hochschuldozentin für Sportwissenschaften an der Universität Innsbruck und der pädagogischen Hochschule Tirol.

Im Rahmen ihres Forschungsprojekts bikeeXtreme untersuchte sie die Ausdauerleistungsfähigkeit und das Belastungsprofil von Mountainbikern während eines 8tägigen Etappen-Rennens, der Mountainbike Transalp Challenge. Damit ist sie die weltweit erste Wissenschaftlerin, die 1.) einen Moutainbike-Marathon, 2.) ein Mountainbike-Etappen-Rennen, 3.) weibliche Mountainbike-Athleten auf Etappen-Rennen und 4.) eine rein pflanzliche Ernährungstaktik im mehrtägigen Ausdauerleistungssport untersuchte.

2009 wurde ihr Fachbuch über extreme mehrtägige Ausdauerbelastungen im Mountainbike-Sport veröffentlicht: »bikeeXtreme - Performance determining factors and vegan nutrition pattern to successfully complete the Transalp Challenge«

2014 gelang der Tirolerin mit der Veröffentlichung der weltweit ersten rein pflanzlichen Ernährungstaktik im Ausdauerleistungssport ein Meilenstein (nach der wissenschaftlichen Erst-Empfehlung 1982 als optimale Ernährungsstrategie).
Aufbauend auf dieser Fallstudie konzipierte Dr. Katharina Wirnitzer die Laufstudie NURMI-Study als Follow-Up zur Feldstudie im Mountainbike-Sport und rief damit eine zweite Pilotstudie ins Leben, um eine breite Basis für fundierte Aussagen über den Zusammenhang von Ausdauerleistungsfähigkeit und Ernährungsform zu schaffen.

Seit 2018 forscht sie mit »From Science 2 School: Nachhaltig gesund - bewegt & veggie« an der ersteN Studie über die gesundheitlichen Auswirkungen der Ernährung (traditionell, vegetarisch, vegan) verknüpft mit Bewegung & Sport bei Kindern und Jugendlichen. An der Studie nehmen österreichweit 8.845 Schülerinnen und Schüler und 1.350 Lehrerinnnen und Lehrer teil. Die Studie wird durch die Tiroler Wissenschaftsförderung gefördert und vom Österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung unterstützt.

Informationen & Kontakt:

Dr. Katharina Wirnitzer:
info@nurmi-study.com

Forschungsprojekt bikeeXtreme:
www.nurmi-study.com/bikeextreme

Laufstudie NURMI Study:
www.nurmi-study.com

Schulstudie From Science 2 School:
www.science2.school

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2024

Freiheit für Tiere 3/2024

Artikelnummer: 3/2024

Verhaltensforschung: Was Raben über andere wissen • Überraschende Zwillingsstudie: Ein Zwilling isst vegan, der andere nicht • Machen Sie mit bei der EU-Initiative: Stoppt das Schlachten von Pferden! • Tiere für den Müll? Tiere aus der industriellen Massenhaltung enden millionenfach in »Tierkörperbeseitigungsanlagen« • Amtsgericht Hameln: Schweinemäster zu hoher Geldstrafe verurteilt • Recht: 50 Hektar im Kreis Dithmarschen jagdfrei! • Biotop »Rüm Hart« jagdfrei! • Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer • Wildtier-Findlinge: Erste Hilfe • Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt • RespekTiere International: Der erste Gnadenhof in Mauretanien ist im Entstehen! • Vegan Body Reset: Raus aus Übergewicht, Schmerzen und Entzündungen • Deftig vegan für jeden Tag: Unkomplizierte Köstlichkeiten schnell und einfach gemacht

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2024

Freiheit für Tiere 2/2024

Artikelnummer: 2/2024

Promis für Tiere: Billie Eilish und Fienas eröffnen veganes Restaurant in L.A. · Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul • Interview mit Mary McCartney • Wissenschaft: Vogelmütter singen Lieder für ihre ungeschlüpften Küken • Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss • Klage vor dem Verwaltungsgericht Osnabrück: Grundstück in Niedersachsen jagdfrei! • Interview: Ein Fleischer hört auf zu töten und wird Veganer • Das Leid der Ziegen für Kaschmirpullis • Peter Berthold: HILFESCHREI der NATUR! • WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere • ATLAS der bedrohten TIERE • EASY SPEEDY VEGAN - Die besten 10-, 20- und 30-Minuten-Rezepte • Vegane Kuchenliebe

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FREIHEIT FÜR TIERE 1/2024

Freiheit für Tiere 1/2024

Artikelnummer: 1/2024

Fakten zu Fleisch, Milch und Eiern • Wegen industrieller Massentierhaltung: Nitratbelastung steigt immer weiter • Wissenschaft: Oxford-Studie vergleicht Umweltbilanz von verschiedenen Ernährungsformen - Wie schädlich sind Fleisch und Milchprodukte wirklich? • Schwere Misshandlung von Kälbchen auf Kälberauktion: PETA erstattet Strafanzeige • Ergreifender Reisebericht: Einsatz für Straßenhunde in Kap Verde • Keine Jagd auf meinem Grundstück: Ehepaar aus Gütersloh klagt gegen Jagd auf seinen Grundstücken • Neues Buch von Josef H. Reichholf: STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen • Interview mit Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich« • Vögel verstehen: Was uns die Vögel über uns und unsere Umwelt verraten • Studie: Je mehr tierisches Protein, desto höher die Sterblichkeit • Lifestyle: Tierfreundlich kochen & backen»VEGAN Everyday« von Bianca Zapatka • Easy Vegan Christmas« von Katy Beskow

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Sonderausgabe: Fakten gegen die Jagd

Artikelnummer: 521

Die Natur braucht keine Jäger: Fakten gegen die Jagd - Warum jagen Jäger wirklich? Die Frage »Warum jagen wir?« beantwortet eine Jagdredakteurin wie folgt: »Einige beschreiben die Jagd als Kick, andere sprechen von großer innerer Zufriedenheit. Die Gefühle bei der Jagd sind ebenso subjektiv wie in der Liebe. Warum genießen wir sie nicht einfach, ohne sie ständig rechtfertigen zu wollen?« Rationale Gründe, mit denen Jäger rechtfertigen, dass die Jagd notwendig sei, sind offenbar nur Ausreden. Jedenfalls schreibt die Jägerin: »Der Tod, der mit dem Beutemachen verbunden ist, ist verpönt. Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz.«

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Machen Sie mit bei der EU-Initiative: Stoppt das Schlachten von Pferden!

Arischa

Dieses Pferd sollte im Alter von 6 Jahren zum Schlachter.

Tierfreunde kauften die Stute zum Schlachtpreis frei. Heute ist Arischa 33 Jahre alt. · Bild: FREIHEIT FÜR TIERE

In der EU werden Jahr für Jahr Millionen Pferde und Ponys geschlachtet, als »Rossfleisch« verkauft oder zu Salami und Hundefutter verarbeitet. Die Europäische Bürgerinitiative »End The Horse Slaughter Age« fordert jetzt ein Gesetz zum Verbot der Schlachtung von Pferden. Helfen Sie mit, die Pferdequälerei zu beenden und unterschreiben Sie die online-Initiative! weiter

55 Hektar im Kreis Dithmarschen endlich jagdfrei!

Rund 55 Hektar Grundstücke mit Wiesen und Feldern im Kreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein) sind endlich jagdfrei! Dass eine dermaßen große Fläche offiziell jagdrechtlich befriedet wird, ist bisher wohl einmalig: Es gibt inzwischen mehrere Hundert jagdrechtlich befriedete Grundstücke in Deutschland, doch meist besitzen die Eigentümer nur wenige Hektar. Wohl genau aus diesem Grund machte es die Jagdlobby den Eigentümern der 55 Hektar landwirtschaftlicher Fläche so schwer: Es brauchte zehn Jahre und eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Schleswig-Holstein, bis das Grundstück von Susanne und Peter Storm* endlich jagdfrei wurde. weiter

WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere

»Wild und frei« ist mit atemberaubenden schwarz-weiß-Fotografien eine Ode an die Wildnis. Tom D. Jones ist ein begnadeter »fine art«-Fotograf und zeigt Wildtiere wie Elefanten, Giraffen, Nashörner, Gorillas oder Löwen aus nächster Nähe. »Für mich dreht sich alles um die Freiheit des Tieres«, erklärt er. Deshalb gibt es in den Aufnahmen dieses Buches kein einziges Tier, das gefüttert wird, in einem privaten Reservat lebt oder in irgendeiner anderen Form von Gefangenschaft gehalten wird. Das Ergebnis sind Aufnahmen, welche unter die Haut gehen. weiter

Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul

Mit ihrem neuen Buch »Feeding Creativity« verbindet Mary McCartney ihre beiden großen Leidenschaften: Fotografie und Kochen. Jedes der 60 veganen Rezepte hat sie mit Stars gekocht und sie beim Kochen und Essen fotografiert: Schauspielerinnen und Schauspieler wie Cameron Diaz, Kate Blanchett, Drew Barrymore, Woody Harrelson, Stanley Tucci und David Oyelowo, Musikerinnen und Musiker von Nile Rodgers oder bis Ringo Star und Papa Paul, Künstlerinnen und Künstler wie David Hockney und Jeff Koons oder Primaballerina Francesca Hayward. weiter

Interview mit Mary McCartney: Wie entstand die Idee zu dem veganen Promi-Kochbuch »Feeding Creativity«?

Mit ihrem Kochbuch »Feeding Creativity« möchte Mary McCartney zeigen, wie schnell, einfach, lecker und unkompliziert und einfach das vegane Kochen ist. Damit tritt sie in die Fußstapfen ihrer Mutter Linda McCartney, die ebenfalls Promi-Fotografin war, bereits in den 1970er und 80er Jahren vegetarische Kochbücher veröffentlichte und sich für den Schutz der Tiere einsetzte.


Wie entstand die Idee zu dem Kochbuch?


Mary McCartney: Ich liebe es, Rezepte mit anderen zu teilen. Ich koche schon immer für andere und es ist meine Art, mit jemandem Verbindung aufzunehmen. Aber ich bin nun mal begeisterte Portrait-Fotografin, und so kam eines Tages die Idee für »Feeding Creativity«.
Zum Interview mit Mary McCartney

Metzger gegen Tiermord

Metzger gegen Tiermord? Das scheint ein Widerspruch in sich zu sein. Was aber, wenn gelernte Metzger dem Tiertöten abschwören und Veganer werden?

Im Verein »Metzger gegen Tiermord« haben sich ehemalige Metzger zusammengeschlossen. Aufgrund Ihrer beruflichen Erfahrung sind sie Insider der Branche und klären mit ihrem Fachwissen und ihren Recherchen über Tierrechts­verstöße auf, die normalerweise vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben.

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Peter Hübner, einem ehemaligen Fleischer. Peter Hübner ist Pressesprecher und zweiter Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins »Metzger gegen Tiermord« e.V.

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Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss

Der Fall sorgte für Aufsehen über Bayern hinaus: Ein 77-jähriger Hobbyjäger erschoss im Juli 2022 die Hündin Mara von Urlaubern aus Österreich, die eine Kanutour auf dem Main machten - angeblich, weil sie »gewildert« hätte. Am 20. November 2023 verurteilte das Amtsgericht Haßfurt den Jäger wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer Geldstrafe von 5.600 Euro (140 Tagessätzen zu je 40 Euro). Zudem wurde das bei der Tat benutzte Kleinkalibergewehr eingezogen. Dem Urteil zufolge war der angeklagte Hobbyjäger nicht berechtigt, die Hündin zu erschießen. Hinweise darauf, dass die Hündin gewildert hatte, hätten sich nicht ergeben. weiter

STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen

»Land« = blühende Landschaften und Artenvielfalt, »Stadt« = Beton und Ödnis? Eine Vorstellung, die längst so nicht mehr gilt. Der bekannte Zoologe, Ökologe und Bestseller-Autor Prof. Dr. Josef H. Reichholf unternimmt in seinem neuen Buch »Stadtnatur - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen« einen Streifzug durch die vielfältigen Ökosysteme des urbanen Raums. Ob Wildschweine, Füchse und Nachtigallen in Berlin, Wanderfalken in Köln oder eine bunte Vogelwelt und Rehe im Englischen Garten in München: viele Wildtiere haben den Lebensraum Stadt längst für sich entdeckt. Inzwischen sind unsere großen Städte sogar Inseln der Artenvielfalt geworden, die sogar mit den besten Naturschutzgebieten mithalten können.
In den Städten finden Tiere und Pflanzen die Biotope, die sie für ihr (Über)Leben brauchen. Hier sind sie weniger Gefahren ausgesetzt als auf dem Land, wo freilebende Tiere gejagt und ihre Lebensräume durch eine industriell betriebene Land- und Forstwirtschaft vernichtet werden...
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Prof. Dr. Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich«

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Josef H. Reichholf über sein neues Buch »Stadtnatur«, über Großstädte als Rettungsinseln der Artenvielfalt und darüber, was geschehen müsste, damit die Artenvielfalt auf den Fluren und in den Wäldern wieder zunimmt. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Vegan vom Grill

»Was essen Veganer, wenn gegrillt wird?« Diese Frage wurde der britischen Köchin Katy Beskow während ihrer bisher fünfzehn Jahre als Veganerin unzählige Male gestellt. Die Antwort: »Wenn ihr euch von der Idee verabschiedet, dass Grillen und Fleisch (oder Fertiggerichte aus Fleisch­alternativen) untrennbar zusammengehören, steht euch eine neue Welt offen.« In ihrem neuen Kochbuch »Vegan vom Grill« zeigt Katy Beskow mit 70 kreativen und unkomplizierten Rezepten, dass fleischfrei Gegrilltes hervorragend schmeckt - nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über! Dazu zeigt Katy zahlreiche Tipps und Tricks - damit die Grillparty auch bei blutigen Grill-Anfängerinnen und -Anfängern gelingt. Ob Hauptgericht oder Dessert: »Vegan vom Grill« animiert, den Grill dieses Jahr richtig zum Einsatz kommen zu lassen!
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Urteil BVerwG: Auch Vereine und Stiftungen können die jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen aus ethischen Gründen beantragen

Laut § 6a Bundesjagdgesetz (BJagdG) dürfen nur »natürliche Personen« das Ruhen der Jagd beantragen. Tier- und Naturschutzvereine oder Stiftungen konnten bisher das Ruhen der Jagd auf ihren Flächen nicht beantragen. Doch dies ist mit dem entscheidenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 und der Europäischen Menschenrechtskonvention (Schutz des Eigentums) nicht vereinbar.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof München macht in seinem grundlegenden Urteil vom 28.05.2020 »Erklärung von Grundstücken zu jagdrechtlich befriedeten Bezirken« die Antragstellung auch für juristische Personen wie Vereine, Stiftungen oder GmbHs möglich. (VGH München, 19 B 19.1713 und 19 B 19.1715) weiter

Hannes Jaenicke: »Seit 30 Jahren wird das Tierschutzgesetz wissentlich gebrochen«

»Die Milch macht's«, »Milch macht müde Männer munter«, »Fleisch ist ein Stück Lebenskraft« - wir alle sind mit diesen Werbe-Slogans aufgewachsen. In seinem investigativen Enthüllungsbuch »Die große Sauerei« deckt Hannes Jaenicke die dreistesten Industrie- und Werbelügen auf und erklärt, was Verbraucherinnen und Verbraucher über Fleisch, Milchprodukte und Eier unbedingt wissen sollten, um vor dem Kauf und Verzehr die richtige Entscheidung zu treffen. weiter

FREIHEIT FÜR TIERE-Interview mit Hannes Jaenicke

»Die einzige Antwort auf diese Art der Massentierhaltung ist der Verzicht auf ihre Produkte «
FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem Schauspieler und bekannten Umweltschützer Hannes Jaenicke über die Recherchen zu seinem neuen Buch, warum er vor 40 Jahren zum Vegetarier wurde, warum er Hafermilch trinkt, über das Problem, dass immer noch zu viele Menschen schlecht informiert sind und was dagegen zu tun ist. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Die Vermessung der Ernährung

Haben Sie sich schon einmal überlegt, welche Auswirkung unsere Ernährung, also das, was wir jeden Tag essen, auf die Gesundheit, auf Tiere und Natur, auf Böden und Grundwasser, auf die Artenvielfalt, auf die Regenwälder, auf Menschen in den ärmeren Ländern und auf das Klima hat? Sollten wir vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden Umwelt- und Klimakatastrophe, welche unser aller Lebensgrundlagen bedroht, nicht viel mehr über diese Zusammenhänge wissen? weiter

Vermessung der Ernährung: Interview mit Jan Wirsam

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Jan Wirsam, wie das Buch Die Vermessung der Ernährung mit Prof. Dr. Claus Leitzmann entstand, aus welchen Gründen die Wissenschaftler mit einigen Kollegen die Forschung über pflanzliche Ernährung so engagiert vorantreiben und warum in Deutschland mehr Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen, Bohnen, Lupinen und Soja angebaut werden sollten. weiter

Neues Buch von Prof. Reichholf: Stadt, Land, Fuchs

»Unsere Säugetiere verdienen mehr Beachtung; viel mehr, als ihnen gegenwärtig zuteil wird«, ist Prof. Dr. Josef H. Reichholf überzeugt. Sie brauchen neue Freunde! Solche zu gewinnen, ist das Hauptanliegen seines neuesten Buches »Stadt, Land, Fuchs: Das Leben der heimischen Säugetiere«. weiter

Interview mit Prof. Josef H. Reichholf

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem renommierten Zoologen über Wildtiere, Jäger, Massentierhaltung und was jeder Einzelne für wild lebende Tiere tun kann. weiter

Das Leid der Stuten für Schweinefleisch

Bisher kannte man die grausamen Stutenblut-Farmen in Argentininen, Urugay und China: Schwangeren Pferden wird dort literweise Blut abgezapft und an die Pharmaindustrie verkauft. Die Hormone der Stuten werden in der industriellen Schweinemast eingesetzt, um die Trächtigkeit der Sauen zu erhöhen und zu synchronisieren. Nachdem immer wieder über die grausamen Blutfarmen in Südamerika berichtet wurde, stoppten einige Pharmakonzerne den Import aus diesen Ländern - und wichen auf Islandponys aus. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter