Interview mit Edmund Haferbeck von PETA

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"Der Staat schützt … die natürlichen

Lebensgrundlagen und die Tiere…"

Dr. Edmund Haferbeck ist als Leiter der Wissenschafts- und Rechtsabteilung der Tierrechtsorganisation PETA tagtäglich befasst mit Verstößen gegen den Tierschutz, vor allem mit der systemimmanenten Tierquälerei für die Fleischindustrie, die PETA regelmäßig an die Öffentlichkeit bringt. Doch es gibt auch Erfolge im Sinne der Tiere durch großangelegte Kampagnen und Strafanzeigen gegen Tierquälerei. Freiheit für Tiere traf den Vorkämpfer für die Rechte der Tiere bei einem guten veganen Essen im Einkaufsland in Altfeld anlässlich des 91. Geburtstags von Barbara Rütting, die sich ebenfalls seit vielen Jahrzehnten unermüdlich für Tierschutz und Tierrechte einsetzt.

Dr. Edmund Haferbeck setzt sich bereits seit den 1980er Jahren für die Rechte der Tiere ein. Seit über 14 Jahren arbeitet der promovierte Agrarwissenschaftler für die Tierrechtsorganisation PETA und ist Leiter der Wissenschafts- und Rechtsabteilung.

Edmund Haferbeck wurde 1957 in Detmold geboren. Er studierte Agrarwissenschaften an der Universität Göttingen. Durch sein Studium im Fachgebiet Tierproduktion wurde er mit dem Leid der Tiere in der industriellen Massentierhaltung konfrontiert. Statt in der Agrarindustrie tätig zu werden, traf er die Entscheidung, sich für die Rechte der Tiere einzusetzen. Seine Doktorarbeit schrieb er über die Nerz-, Fuchs- und Iltiszucht in Deutschland.
Von 1990 bis 1994 war Dr. Haferbeck Umweltdezernent der Stadt Schwerin und dort bis 2009 als Kommunalpolitiker für Bündnis 90/DIE GRÜNEN aktiv.
Seit 2004 arbeitet er für PETA in Stuttgart. Über seinen Schreibtisch gehen alle rechtlichen Angelegenheiten der Tierrechtsorganisation. Dazu gehören Strafanzeigen gegen Tierquälerei, aber auch die Zusammenarbeit mit der Politik, Verbänden und Unternehmen, um die Lebensbedingungen von Tieren innerhalb des bestehenden Systems zu verbessern.


Bild: PETA

Freiheit für Tiere: Der Tierschutz ist jetzt seit über 16 Jahren als Staatsziel im Grundgesetz verankert. Was hat sich aus eurer Sicht als Tierrechtsorganisation verbessert für die Tiere?

Dr. Edmund Haferbeck: Mit der Aufnahme des Tierschutzes bzw. der Tiere ins Grundgesetz haben alle Tierschützer große Hoffnungen verbunden. Dem waren jahre- und jahrzehntelange Kampagnen vorausgegangen. Die politische Umsetzung war 2002 auch nur möglich, weil das Bundesverfassungsgericht vorher dieses unsägliche Schächt-Urteil gefällt hatte und die CSU und Edmund Stoiber das gar nicht fassen konnten. Dann kam der Schub und die Mehrheit im Bundestag für die Änderung des Grundgesetzes mit Artikel 20a zustande. Aber in der Praxis hat sich durch das Staatsziel Tierschutz so gut wie nichts Wesentliches und Spürbares getan.

Man kann sogar sagen, dass die Regierung sogar bestimmte Dinge verschlechtert hat - zum Beispiel im Bereich Tierversuche oder im Bereich Zirkushaltung - durch Modifikationen des Tierschutzgesetzes, obwohl das eigentlich absolut verfassungswidrig ist. Sie tun es einfach!

Es gibt einige gerichtliche Entscheidungen, in denen auf Artikel 20a Grundgesetz hingewiesen worden ist. Es gibt auch Urteile, die betonen, dass Tierschutz ja Verfassungsrang habe, und deswegen müsse man den Tierschutz in der Abwägung mittlerweile etwas höherrangigeres Recht einräumen.

Vom Schächturteil zum Staatsziel Tierschutz

Der Tierschutz wurde 2002 als Staatsziel in die Verfassung aufgenommen: Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung. (Artikel 20a Grundgesetz)

Vorangegangen waren jahrelange Kampagnen von Tierschutzorganisationen, die zu einer gesellschaftspolitischen Debatte führten. In repräsentativen Umfragen sprachen sich über 80 % der Deutschen für ein Staatsziel Tierschutz aus. Mehrere Gesetzesinitiativen scheiterten. Zuletzt hatte das Staatsziel Tierschutz im Frühjahr 2000 die erforderliche Zweidrittelmehrheit im Bundestag verfehlt.

Auslöser für die Aufnahme des Tierschutzes ins Grundgesetz im Jahr 2002 war ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Januar, das Muslimen das bislang verbotene betäubungslose Schächten erlaubte. Die Folge war ein Sturm der Entrüstung, und zwar nicht nur von Tierschützern. Es war klar: Das betäubungslose Schlachten von Tieren ist Tierquälerei! Doch die Verfassungsrichter hatten die Religionsfreiheit des muslimischen Metzgers, der die Klage eingereicht hatte, über das Tierschutzgesetz gestellt - denn die Religionsfreiheit wird von unserer Verfassung garantiert, während der Tierschutz damals keinen Verfassungsrang hatte. Die Forderung, den Tierschutz als Staatziel in der Verfassung festzuschreiben, wurde immer lauter, so dass auch bisherige Gegner des Staatsziels in der Bundespolitik ihren Widerstand aufgaben und sich die Bundestagsfraktionen auf einen gemeinsamen Gesetzentwurf einigten. Der Deutsche Bundestag stimmte dem Gesetzentwurf am 17. Mai 2002 zu, der Bundesrat am 21. Juni 2002. Am 1. August 2002 trat der neue Artikel 20a Grundgesetz in Kraft.

Bild: Deutscher Tierschutzbund

Problem: Tierschutz nicht einklagbar

Freiheit für Tiere: Das Problem ist, dass wir zwar ein Tierschutzgesetz haben und der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz verankert ist, dieser Tierschutz aber nicht eingeklagt werden kann. Das heißt, dass Tierschutzorganisationen oder Einzelpersonen Tierschutzverstöße zwar zur Anzeige bringen können, und die Anzeige wird verfolgt oder eingestellt - meistens wird sie eingestellt -, ...

Dr. Edmund Haferbeck:
genau.

Freiheit für Tiere: ... aber niemand kann im Namen der Tiere klagen.

Dr. Edmund Haferbeck:
Das ist das Problem! Es ist also so: Die Tiernutzer, die Tiere ausbeuten und mit ihnen ihre Profite machen, die haben alle Klagerechte der Welt. Wenn die Behörden dann mal Auflagen gemacht haben, zum Beispiel bei einer Intensivtierhaltungsanlage oder nur einem Hundezwinger - der ist nämlich auch genehmigungsbedürftig -, dann gehen diese Tiernutzer vor die Verwaltungsgerichte und wollen die Standards noch weiter senken: wegen Berufsfreiheit, aus ökonomischen Gründen, es wäre dann zu teuer und so weiter. Das sind Gründe, die eigentlich überhaupt nicht relevant sind!

Und diejenigen, die für den Schutz der Tiere da sind, die sie nicht ausbeuten wollen, sondern sie aus dieser Ausbeutung heraus haben wollen, die haben ja eigentlich bisher gar keine Klagerechte. Es gibt zwar in sieben Bundesländern Verbandsklagerechte, bei denen also Tierschutzorganisationen zugelassen werden - und die es übrigens im Umwelt- und Naturschutz seit über 20 Jahren gibt -, doch das sind zarte Pflänzchen in einem extremen Ungleichgewicht zuungunsten der Tiere und des Verfassungsrangs gemäß Art. 20a Grundgesetz. Also: Diese Verbandsklagegesetze für Tierschutzorganisationen sind sehr stark restriktiv ausgelegt. Nordrhein-Westfalen will dieses Verbandsklagerecht sogar wieder abschaffen, weil eben die CDU/FDP geführte Regierung das nicht will - C , ich sage nur C - die größte Heuchelei und Lüge in der Parteienlandschaft. Und deswegen ist das Tier hier in Deutschland, wenn man es rein juristisch sieht, eigentlich vollkommen ungeschützt. Denn der Gesetzgeber und die Behörden, die eigentlich dafür zuständig sind, wollen die Tiere nicht schützen - ihnen sind wirtschaftliche Vorteile der Tierhalter wichtiger. Und alle, die da reinreden wollen, werden als Störfaktor gesehen.

Das heißt, wir haben mittlerweile in Deutschland eine extreme Verschiebung von einem gewissen Gerechtigkeitspool hin zu einem extremen Ungerechtigkeitspool. Das heißt, das, was normalerweise gerecht ist, wird in diesem Land nicht mehr als gerecht bezeichnet. Das sieht man beispielsweise daran, dass Ermittlungsbehörden und Staatsanwaltschaften Tierrechtler, die Undercover-Ermittlungen durchführen, nicht als gemeinsame Partner sehen - denn diese Delikte müssten eigentlich die Ermittlungsbehörden verfolgen! Nein: Die Tierrechtler werden als Gegner angesehen und entsprechend bekämpft. Und der Gesetzgeber und bestimmte Parteien wollen Leute, die Straftaten aufdecken - die übrigens überall in jedem Massentierhaltungsbetrieb stattfinden - kriminalisieren und verfolgen. Leute, die Gutes tun! Und das ist die extreme Verschiebung von einer gerechten Ansicht, von einer Allgemeinwohlorientierung - auch von einer gewissen Selbstlosigkeit - hin zu einer egomanen, extrem profitorientierten, rücksichtslosen und ausbeuterischen Haltung.

GoKo lehnt Verbesserung bei Tiertransporten ab

Die ZDF-Sendung Geheimsache Tiertransport führte im November 2017 der TV-Nation vor Augen, dass Tiertransporte über weite Strecken von Deutschland bis in die Türkei oder nach Nordafrika schlimmste Tierquälerei sind.

Entsprechend groß war der Aufschrei in der Öffentlichkeit und die Forderung, dass Transporte von lebenden Tieren über tausende Kilometer quer durch Europa bis nach Afrika oder in den Nahen Osten verboten gehören. Kurz danach hörte man, dass die Regierungskoalition einen Vorstoß unternehmen wolle, um diese furchtbare Tierquälerei abzustellen. Doch nichts passierte. Daraufhin forderten die Fraktionen von FDP und Grünen in Anträgen schärfere Kontrollen von Lebendtiertransporten in Drittländer und, im Antrag der Grünen, einen Stopp der Transporte, sollte dies nicht möglich sein. Im Juli 2018 befragte der Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Bundestags Experten zum Thema Tiertransporte in Länder außerhalb der EU. Obwohl sich alle Sachverständigen dafür aussprachen, Tiertransporte in Drittländer stärker zu kontrollieren, lehnte Ende September 2018 der Agrarausschuss des Bundestages mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD und AfD die beiden Anträge ab. Am 8. November 2018 lehnte die Große Koalition Anträge ab, die zu einer Verbesserung bei Tiertransporten geführt hätten oder sogar die grausamen Tiertransporte in den Nahen Osten hätten beenden können.

Am 20. November 2018 zeigte die ZDF-Dokumentation Qualvolle Tiertransporte von Manfred Karremann, dass sich nichts geändert hat: Weiterhin werden Millionen Tiere jedes Jahr quer durch Europa transportiert, bis nach Nordafrika und in den Nahen Osten. Dafür sind die Rinder oft tage- oder wochenlang eingepfercht auf Lastwagen und Schiffen unterwegs oder müssen bei viel zu großer Hitze ohne Wasser an den Grenzübergängen ausharren. Niemand schert sich um die Gesetze...

Bild: obs/ZDF/Manfred Karremann

Politik für die Fleischindustrie?

Freiheit für Tiere: Inzwischen kommt das ja auch in der öffentlichen Meinung an! Das zeigt zum Beispiel die Kritik in den Medien an Tiertransporten von Deutschland aus über 3.000 Kilometer quer durch die EU bis in den Nahen Osten oder nach Nordafrika. Vor einem Jahr kam eine TV-Dokumentation von Manfred Karremann über tierquälerische Tiertransporte zur besten Sendezeit im ZDF. Die Empörung in der Bevölkerung war groß! Schnell haben die Politiker gesagt: Wir müssen die Tiertransporte quer durch Europa begrenzen. Doch ein Jahr später lehnte die Regierungskoalition Anträge, die zu schärferen Kontrollen von Tiertransporten bzw. zur Einschränkung von Tiertransporten durch Europa bis in den Nahen Osten oder nach Nordafrika geführt hätten, ab. Da stellt sich doch die Frage: Warum macht die Regierung kein Gesetz, das die Tiertransporte begrenzt, obwohl massivste Verstöße gegen den Tierschutz stattfinden, die sogar im Fernsehen gezeigt wurden?

Macht die Regierung also Politik für die Massentierhalter, für die Fleischindustrie? Und die, welche die Tiere schützen wollen, sollen kriminalisiert werden? Weil sie angeblich in Ställe einbrechen, um Tierschutzverstöße zu filmen?

Dr. Edmund Haferbeck:
Was ja gar nicht der Fall ist. Es wurde von PETA noch nie ein Einbruch gemacht, es wurde noch nie eine Sachbeschädigung gemacht. Die Betreiber der industriellen Tierproduktionsanlagen wissen ja gar nicht, dass in ihren Ställen gefilmt wurde - erst dann, wenn das Filmmaterial veröffentlicht wird oder wenn Anzeige gestellt wird, dann erfahren die Tierhalter davon, dass in ihren Anlagen gefilmt wurde.

Freiheit für Tiere: Oder es waren vielleicht die eigenen Mitarbeiter ?

Dr. Edmund Haferbeck:
die als Whistleblower sagen: Das können wir hier nicht mehr verantworten und dann Filmaufnahmen machen. Das sind übrigens die meisten Fälle, die PETA verfolgt. Das sind ursprünglich Whistleblower-Meldungen.

Freiheit für Tiere:... Also Betriebsangehörige oder andere Insider, die sich bei PETA melden und sagen: Da passieren Dinge, die sind schlimme Tierquälerei, das können wir nicht verantworten?

Dr. Edmund Haferbeck:
ja, genau. Die wenden sich an PETA und teilen uns dies mit.

Freiheit für Tiere: Ein weiteres Beispiel, welches das Staatsziel Tierschutz ins Gegenteil verkehrt, ist die Verlängerung der betäubungslosen Kastration von Ferkeln, wofür extra das Tierschutzgesetz geändert werden musste. In der ZDF heute Show wurde treffend kommentiert: Die Tierquäler dürfen noch zwei Jahre weiter Tiere quälen. Das heißt, jedem ist klar: Die betäubungslose Kastration von Ferkeln ist Tierquälerei. Aber die Regierung ändert extra das Tierschutzgesetz, um diese Tierquälerei weiter zu verlängern. Und das, obwohl der Tierschutz als Staatsziel in der Verfassung steht und der Staat gemäß 20a Grundgesetz Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung schützen muss!

"Die Tierquäler dürfen noch zwei Jahre weiter

Tiere quälen"

2013 hatte der Bundestag beschlossen,

Oliver Welke in der ZDF heute Show vom 9.11.2018 zur Änderung des Tierschutzgesetzes:

Eigentlich sollte das Kastrieren von männlichen Ferkeln ohne Betäubung ab Januar 2019 verboten sein. So war der Plan. Aber Deutschlands Landwirte - besser gesagt: die Schweinefabrikbesitzer - sagen: "Geht nicht, so schnell woll"n wir nicht, viel zu teuer." Deshalb haben sich Agrarexperten von Union und SPD am letzten Wochenende auf einen Kompromiss geeinigt: Die Tierquäler dürfen noch zwei Jahre weiter Tiere quälen.

Bilder: PETA

"Ich bezeichne das als organisierte Kriminalität"

Dr. Edmund Haferbeck: Was das Kastrieren von Ferkeln ohne Betäubung angeht: Ich bezeichne das als Organisierte Kriminalität. Wir haben es hier wirklich mit der schwersten Kriminalitätsform zu tun, die ein Rechtsstaat kennt. Der agrarindustrielle Komplex, also die Tierproduktion von den Aufzuchtanlagen, zu den Mastanlagen, bis zu den Schlachthäusern - das ist eine riesige Branche, die haben eine Wertschöpfung von runden 400 Milliarden Euro im Jahr -, dieser agrarindustrielle Komplex ist hochkriminell, die Täter verstoßen tagtäglich gegen Gesetze, die ohnehin für sie ausgerichtet sind. Ständig. Und sie können machen, was sie wollen. Sie haben ihren eigenen Minister, ihre eigenen Ministerien, sie haben ihre eigenen Ausschüsse - und die machen das, was die Agarindustrie ihnen vorgibt. Und darum funktioniert das so. Und wenn dann doch mal schärfere Gesetze erkämpft worden sind, mit langen Übergangsfristen - bei der Ferkelkastration waren es fünf Jahre - dann wird kurz vorher noch gesagt: Nee, das können wir nicht einhalten, wir müssen es noch mal verlängern.

Das hat mit Rechtsstaatlichkeit überhaupt gar nichts zu tun! Denn es gibt ein Verschlechterungsverbot wegen des Artikels 20a des Grundgesetzes.

Aber es gibt doch Kontrollen?

Freiheit für Tiere: Nun heißt es immer: Es gibt doch Kontrollen in den Betrieben, in den Mastanlagen und Schlachthöfen?

Dr. Edmund Haferbeck:
Also, zunächst einmal gibt es einen Grundsatz in einem Rechtsstaat: Ein Betrieb muss alle Regeln einhalten, die für seinen Betrieb und für sein Business gelten.

Freiheit für Tiere: Ob kontrolliert wird oder nicht?

Dr. Edmund Haferbeck:
Das ist völlig egal!

Freiheit für Tiere: So wie man in einer Schule auch nicht sagt: Den Lehrplan erfüllen wir nur, wenn das Schulamt kommt.

Dr. Edmund Haferbeck:
So ist das. Wenn das Schulamt mal kommt, dann ist das vielleicht die jährliche Kontrolle. Und genauso sollte es sein in den Tierproduktions- und Schlachtbetrieben. Es gibt eine Statistik, von der Bundesregierung selbst herausgegeben: In einigen Bundesländern werden die Betriebe durchschnittlich alle 20-40 Jahre mal kontrolliert. Das muss man sich mal vorstellen! Das heißt: Sie werden zum Teil nie kontrolliert. Und die Kontrolle - seltenst genug - deckt nur die Spitze des Eisbergs auf. Tatsache ist: Die Betriebe müssen nach Recht und Gesetz handeln. Doch sogar gegen die laschen Gesetze wird jeden Tag und in jedem Betrieb verstoßen. Und deswegen ist das systemimmanent. Und deswegen haben wir es hier mit einer kriminellen Branche zu tun! Genauso wie die Autobranche. Es ist kriminell, was dort passiert, vorsätzlich und bewusst. Und jetzt regen sich Politiker darüber auf, dass die Deutsche Umwelthilfe durch Klagen erreicht hat, dass mal Grenzwerte eingehalten werden in einigen Städten. Die sollen jetzt auch kriminalisiert werden und CDU und FDP fordern, dass ihnen die Gemeinnützigkeit aberkannt wird. Genauso fordert die FDP, PETA und anderen Tierrechtsorganisationen die Gemeinnützigkeit abzuerkennen, weil sie durch Undercoveraufnahmen massive Verstöße gegen den Tierschutz an die Öffentlichkeit bringen. Das ist diese Gerechtigkeitsverschiebung, von der wir am Anfang schon gesprochen haben.

Freiheit für Tiere: Das heißt: Wir haben ein Tierschutzgesetz, in dem steht, dass Tieren keine Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden dürfen. Wenn wir also nur mal die vermeidbaren Leiden oder Schäden betrachten: Ferkelkastration - ist das nicht absolut vermeidbares Leid? Lebendtiertransporte bis in die Türkei oder nach Nordafrika - ist das nicht auch absolut vermeidbares Leid?

Dr. Edmund Haferbeck: Alles vermeidbar.

Freiheit für Tiere:
.. ausgemergelte Milchkühe, die nicht mehr laufen können und über den Boden geschleift werden, wie beim Schlachthofskandal in Oldenburg? Oder Schlachttiere, denen bei vollem Bewusstsein die Kehle durchgeschnitten und die Beine abgeschnitten werden, weil sie nicht ordentlich betäubt sind?

Dr. Edmund Haferbeck:
lles vermeidbar! Das Töten von männlichen Küken ist vermeidbar, auch Qualzuchten sind vermeidbar - es wird alles nur gemacht, um noch einen letzten Rest Profit rauszupressen - aus leidensfähigen Lebewesen und Mitgeschöpfen. Um mehr geht"s da nicht. Es ist alles vermeidbar: Die unsauberen und unhygienischen Verhältnisse in den Betrieben sind vermeidbar. Wenn sie das wenigstens mal im Griff hätten, aber sie haben es nicht im Griff! Die Tiere vegetieren in ihren eigenen Exkrementen. Das sind hochsensible Tiere!

All dieses ist vermeidbar - aber es wird gemacht! Wir sehen: Der Tierschutz hat im Berliner Parteien-Establishment keine Verbündeten.

Wir haben jeden Tag die Wahl

Freiheit für Tiere: Wenn die Politik nichts für den Tierschutz tut, ist dann nicht jeder Einzelne gefragt? Kann ich nicht Tiere am effektivsten schützen, indem ich keine toten Tiere und auch sonst keine Tierprodukte wie Milch oder Eier mehr kaufe - und damit die Tierquälerei nicht mehr in Auftrag gebe? Diese Wahl kann ich jeden Tag an der Ladentheke oder an der Supermarkt-Kasse treffen!

Dr. Edmund Haferbeck:
Genau! Entscheidend sind diejenigen, die handeln! Und wer handelt in Richtung zu einem veganen und gewaltfreien Leben, der ist für uns von PETA der natürliche Verbündete. Und dazu gehört Lebe gesund , die bereits seit über 30 Jahren vegane Landwirtschaft betreiben - also ohne Nutztierhaltung - und vegane Bio-Produkte vertreiben, sowie viele andere Startup-Unternehmen, nicht nur im Bereich Ernährung, sondern zum Beispiel auch vegane Kosmetik oder lederfreie Schuhe. Wenn man beispielsweise hier durch das Einkaufsland in Altfeld geht, dann sieht man vegane Schuhe von NOAH und im Supermarkt bio-vegan angebautes Gemüse und viele andere vegane Produkte. Das Geschäft mit Veggie-Produkten boomt seit Jahren!

Freiheit für Tiere: Vegane Produkte haben inzwischen den größten Wachstumsmarkt im Bereich Lebensmittel, sogar zweistellige Zuwächse!

Dr. Edmund Haferbeck:
Und die Fleischkonzerne steigen ein oder sind längst eingestiegen. Der Lebensmittel-Einzelhandel macht Druck - das muss man auch mal positiv hervorheben - in bestimmten Fällen wenigstens die schlimmsten Absurditäten in der Tierhaltung zur Abstellung zu bringen.

Freiheit für Tiere: IKEA kauft zum Beispiel nach dem Oldenburger Schlachthofskandal keine Würstchen mehr von dem Lieferanten - auch andere Händler wollen wegen der TV-Berichte keine Produkte mehr von dort beziehen.

Der Fleischkonsum geht kontinuierlich zurück

Dr. Edmund Haferbeck: Genau. Also, es passiert schon etwas. Und seit 20 Jahren geht der Fleischkonsum in Deutschland kontinuierlich zurück.

Freiheit für Tiere: ... dafür wird jetzt Fleisch für China produziert ...

Dr. Edmund Haferbeck:
Das schon. Dennoch: Der Konsum in den deutschen Haushalten geht deutlich zurück

Freiheit für Tiere: Vor allem bei den jungen Leuten. Da gilt vegan als hip und interessant. Und auch sonst ist die vegane Lebensweise inzwischen allgemein akzeptiert. Wenn heute ein junger Mensch nach Hause kommt und sagt: Ich werde jetzt Veganer , dann ist das überhaupt kein Thema mehr.

Dr. Edmund Haferbeck:
Veganer Lifestyle ist auf dem Boulevard angekommen das war vor einigen Jahren überhaupt noch nicht der Fall. Und man wird auch überhaupt nicht mehr dumm angeguckt.

"Der Staat schützt auch in Verantwortung

für die künftigen Generationen

die natürlichen Lebensgrundlagen..."

Freiheit für Tiere: Wir haben jetzt ausführlich darüber gesprochen, dass für das Staatsziel Tierschutz dringender Handlungsbedarf besteht: durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung , wie in Artikel 20a Grundgesetz festgeschrieben ist.

Doch es geht in Artikel 20a nicht nur um die Tiere. Hier heißt es ja: Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere. Doch unsere natürlichen Lebensgrundlagen sind ebenfalls durch Massentierhaltung und Fleischindustrie bedroht: Eine Gülleflut von jährlich über 300 Milliarden Liter verseucht die Böden, unsere Gewässer und das Grundwasser, Antibiotika kommen bereits aus dem Wasserhahn und im Badesee tummeln sich antibiotikaresistente Bakterien ...

Dr. Edmund Haferbeck:
... Insektensterben von 80 Prozent - das hängt alles mit der Massentierhaltung und der Fleischproduktion zusammen. Die Massentierhaltung ist weltweit der Klimakiller Nummer 1! Doch auf den großen Klimakonferenzen wird die Massentierhaltung als Ursache so gut wie nicht erwähnt. Es ist immer nur die Energie, der Autoverkehr... Das sind ja alles richtige Gründe. Aber die Tierproduktion ist ein viel größerer Klimakiller!

Freiheit für Tiere: Und hängt nicht auch die Feinstaubbelastung mit der Massentierhaltung zusammen, vor allem durch die riesigen Ammoniak-Emissionen?

Dr. Edmund Haferbeck:
Ja, natürlich! Für Feinstaub sind nicht nur die Autos verantwortlich.

Massentierhaltung:

Hauptverursacher der Feinstaubbelastung

Die Landwirtschaft - vor allem die industrielle Massentierhaltung - ist mit einem Anteil von 45 Prozent Hauptverursacher der Feinstaubbelastung.

Einer neuen Studie des Max-Planck-Instituts zufolge sterben in Deutschland pro Jahr an die 120.000 Menschen vorzeitig durch Feinstaub - fast doppelt so viele wie bisher angenommen. Als Hauptverursacher des Problems: die Landwirtschaft.
Der Grund: Ammoniakgase gelangen durch die Massenställe mit zigtausend Tieren und durch die Gülle-Flut auf den Feldern in die Atmosphäre, wandeln sich in Ammoniumsulfat und Nitrat um, verbinden sich mit anderen Gasen und bilden Feinstaub.

Die Massentierhaltung führt zu Ammoniak, Ammoniak führt zu Feinstaub und Feinstaub führt zu frühzeitigen Todesfällen , so Studienleiter Professor Jos Lelieveld gegenüber dem ARD-Magazin Monitor. Allein die Ammoniak-Emissionen aus der Massentierhaltung seien für rund 50.000 vorzeitige Todesfälle verantwortlich.

(ARD Monitor: Luftverschmutzer Landwirtschaft. 17.1.2019. Sendung in der Mediathek ansehen)

Dr. Edmund Haferbeck: Wir haben also in allen Bereichen Umwelt, Ökologie und Klima als Hauptursache der Probleme die industrielle Tierproduktion. Und das geht vom Grundwasser bis nach hoch oben in die Stratosphäre

Freiheit für Tiere: ... also die Aufheizung der Atmosphäre und das Ozonloch ...

Dr. Edmund Haferbeck:
.. das hängt alles mit der Massentierhaltung zusammen, denn die Massentierhaltung emittiert ja vor allen Dingen auch Gase, die um ein Vielfaches klimaschädlicher sind als CO 2;: Methan ist 21 mal klimaschädlicher, Distickstoffoxid sogar 310 mal klimaschädlicher als Kohlendioxid. Das ist alles bekannt! Das sagt die UN seit über 10 Jahren!

Freiheit für Tiere: Schon 2006 veröffentlichte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) die Studie Der lange Schatten der Viehwirtschaft . Bereits damals wurde die Massentierhaltung als wichtigster Faktor der Treibhausemissionen genannt - noch vor dem Verkehr!

Dr. Edmund Haferbeck:
Freiheit für Tiere hat das ja veröffentlicht! Die Tierschützer machen ja nicht selbst diese Untersuchungen - sie berufen sich auf klare Fakten von Wissenschaftlern!

Freiheit für Tiere: Und zwar nicht nur von Umweltinstituten, sondern eben auch von Weltorganisationen!

Dr. Edmund Haferbeck:
Genau. Und auch PETA macht doch solche Untersuchungen nicht selbst! Wir beziehen uns auf diese Forschungsergebnisse, die vielfach in dicken Studien und Fachbüchern versteckt sind, die natürlich keiner liest. Aber es wird dafür gesorgt, dass sie für jeden öffentlich werden! Und trotzdem wird genau das Gegenteil von dem getan, was eigentlich gemacht werden müsste.

Die Auswirkungen des Fleischkonsums auf das Klima

Die Auswirkungen unserer Ernährung auf das Klima sind immens. Dies belegen Studien der der UNO, der UN-Welternährungsorganisation FAO und des World Watch Instituts bereits seit Jahren.

- Im Oktober 2018 hat der Weltklimarat seinen mit Spannung erwarteten Sonderbericht zum 1,5-Grad-Klimaziel veröffentlicht. Der auf aktuellster Forschung beruhende Bericht weist nach, dass sich die Erde bereits um etwa 1,0 C (+/- 0,2 C) erwärmt hat und dass die Auswirkungen des dadurch verursachten Klimawandels in vielen Regionen auch jetzt schon spürbar sind. Der Weltklimarat sagt sagt ganz klar: Ein Überschreiten der 1,5-Grad-Temperaturmarke würde zu irreversiblen Schäden für Menschen und Ökosysteme führen, selbst wenn es gelingen sollte, die globale Erwärmung zum Ende des Jahrhunderts wieder auf 1,5 Grad zurückzuführen.

- Bereits 2006 veröffentlichte die UN-Welternährungsorganisation FAO eine vielbeachtete Studie mit dem Titel Der lange Schatten der Viehwirtschaft . Bereits darin wird die Massentierhaltung als wichtigster Faktor der von Menschen verursachten Treibhausemissionen genannt - noch vor dem Verkehr.

- Die berühmte Studie des Worldwatch Institute kam 2009 zu dem Ergebnis: Etwa die Hälfte der menschenverursachten Treibhausgase entsteht bei der Nutztierhaltung und der Verarbeitung von Tierprodukten.

- Eine Studie der UNO aus dem Jahr 2010 enthält ebenfalls klare Aussagen: Die Landwirtschaft - insbesondere die Viehzucht für Fleisch und Milchprodukte - ist verantwortlich für 20 Prozent der Treibhausgasemissionen, für 60 Prozent der Phosphor- und Stickstoffemissionen und für 30 Prozent der Gift-Emissionen in Europa - insbesondere von Chemikalien. Hinzu kommen 70 Prozent des weltweiten Süßwasserverbrauchs. Eine wesentliche Reduzierung dieser Auswirkungen wäre nur möglich mit einer grundlegenden weltweiten Ernährungsumstellung, weg von tierischen Produkten.

- Eine aktuelle Studie eines britisch-schweizerischen Forscherteams, die im renommierten Wissenschaftsmagazin Science veröffentlicht wurde, kommt 2018 zu dem Ergebnis: Ein Verzicht auf tierische Produkte weltweit könnte die durch Ernährung entstandenen CO2-Emissionen um 49 Prozent reduzieren.
(Poore/Nemecek: Reducing food"s environmental impacts through producers and consumers. Science, 2018).

Freiheit für Tiere: An dieser Stelle wären auch die immer weiter ausufernden Kosten des Gesundheitssystems ein Thema aufgrund der Zunahme von ernährungsbedingten Krankheiten wie Krebs, Herzinfarkt, Diabetes, Adipositas ... Könnten diese Gesundheitskosten nicht gesenkt werden, würde man den Konsum tierischer Produkte deutlich reduzieren?

Dr. Edmund Haferbeck:
So ist es. Das ist alles nachgewiesen: Die gesundheitlichen Problematiken durch viel zu viel tierisches Fett und Cholesterin in tierischen Produkten. Pflanzliche Proteine tragen genauso zum Muskel- und Zellaufbau bei und sind viel gesünder. Die gesunden Ballaststoffe, Vitamine und Phytonährstoffe, welche viele Krankheiten vorbeugen können, gibt es nur in pflanzlichen Produkten. Ernährungsbedingte Krankheiten wie Krebs, Herzkrankheiten, Diabetes sind oft auf tierische Produkte zurückzuführen. Und das sagt ja mittlerweile sogar die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, die ja nun wirklich vollkommen staatstragend ist: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung warnt mittlerweile vor zu hohem Fleischkonsum und sagt, wir müssen das sogar drastisch reduzieren auf 300 Gramm in der Woche - das sind nur rund 40 Gramm am Tag! Also deutlich weniger, als die Deutschen im Durchschnitt essen! Wenn also solche Institutionen das schon sagen... dann sollte doch eigentlich die Alarmglocke angehen!

Das Gespräch mit Dr. Edmund Haferbeck führte Julia Brunke, Redaktion Freiheit für Tiere

Informationen & Film ansehen:

Legalisierte Tierqual in der Ernährungsindustrie
www.legalisierte-tierqual.de

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2024

Freiheit für Tiere 3/2024

Artikelnummer: 3/2024

Verhaltensforschung: Was Raben über andere wissen • Überraschende Zwillingsstudie: Ein Zwilling isst vegan, der andere nicht • Machen Sie mit bei der EU-Initiative: Stoppt das Schlachten von Pferden! • Tiere für den Müll? Tiere aus der industriellen Massenhaltung enden millionenfach in »Tierkörperbeseitigungsanlagen« • Amtsgericht Hameln: Schweinemäster zu hoher Geldstrafe verurteilt • Recht: 50 Hektar im Kreis Dithmarschen jagdfrei! • Biotop »Rüm Hart« jagdfrei! • Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer • Wildtier-Findlinge: Erste Hilfe • Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt • RespekTiere International: Der erste Gnadenhof in Mauretanien ist im Entstehen! • Vegan Body Reset: Raus aus Übergewicht, Schmerzen und Entzündungen • Deftig vegan für jeden Tag: Unkomplizierte Köstlichkeiten schnell und einfach gemacht

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2024

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Artikelnummer: 2/2024

Promis für Tiere: Billie Eilish und Fienas eröffnen veganes Restaurant in L.A. · Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul • Interview mit Mary McCartney • Wissenschaft: Vogelmütter singen Lieder für ihre ungeschlüpften Küken • Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss • Klage vor dem Verwaltungsgericht Osnabrück: Grundstück in Niedersachsen jagdfrei! • Interview: Ein Fleischer hört auf zu töten und wird Veganer • Das Leid der Ziegen für Kaschmirpullis • Peter Berthold: HILFESCHREI der NATUR! • WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere • ATLAS der bedrohten TIERE • EASY SPEEDY VEGAN - Die besten 10-, 20- und 30-Minuten-Rezepte • Vegane Kuchenliebe

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FREIHEIT FÜR TIERE 1/2024

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Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Machen Sie mit bei der EU-Initiative: Stoppt das Schlachten von Pferden!

Arischa

Dieses Pferd sollte im Alter von 6 Jahren zum Schlachter.

Tierfreunde kauften die Stute zum Schlachtpreis frei. Heute ist Arischa 33 Jahre alt. · Bild: FREIHEIT FÜR TIERE

In der EU werden Jahr für Jahr Millionen Pferde und Ponys geschlachtet, als »Rossfleisch« verkauft oder zu Salami und Hundefutter verarbeitet. Die Europäische Bürgerinitiative »End The Horse Slaughter Age« fordert jetzt ein Gesetz zum Verbot der Schlachtung von Pferden. Helfen Sie mit, die Pferdequälerei zu beenden und unterschreiben Sie die online-Initiative! weiter

55 Hektar im Kreis Dithmarschen endlich jagdfrei!

Rund 55 Hektar Grundstücke mit Wiesen und Feldern im Kreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein) sind endlich jagdfrei! Dass eine dermaßen große Fläche offiziell jagdrechtlich befriedet wird, ist bisher wohl einmalig: Es gibt inzwischen mehrere Hundert jagdrechtlich befriedete Grundstücke in Deutschland, doch meist besitzen die Eigentümer nur wenige Hektar. Wohl genau aus diesem Grund machte es die Jagdlobby den Eigentümern der 55 Hektar landwirtschaftlicher Fläche so schwer: Es brauchte zehn Jahre und eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Schleswig-Holstein, bis das Grundstück von Susanne und Peter Storm* endlich jagdfrei wurde. weiter

WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere

»Wild und frei« ist mit atemberaubenden schwarz-weiß-Fotografien eine Ode an die Wildnis. Tom D. Jones ist ein begnadeter »fine art«-Fotograf und zeigt Wildtiere wie Elefanten, Giraffen, Nashörner, Gorillas oder Löwen aus nächster Nähe. »Für mich dreht sich alles um die Freiheit des Tieres«, erklärt er. Deshalb gibt es in den Aufnahmen dieses Buches kein einziges Tier, das gefüttert wird, in einem privaten Reservat lebt oder in irgendeiner anderen Form von Gefangenschaft gehalten wird. Das Ergebnis sind Aufnahmen, welche unter die Haut gehen. weiter

Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul

Mit ihrem neuen Buch »Feeding Creativity« verbindet Mary McCartney ihre beiden großen Leidenschaften: Fotografie und Kochen. Jedes der 60 veganen Rezepte hat sie mit Stars gekocht und sie beim Kochen und Essen fotografiert: Schauspielerinnen und Schauspieler wie Cameron Diaz, Kate Blanchett, Drew Barrymore, Woody Harrelson, Stanley Tucci und David Oyelowo, Musikerinnen und Musiker von Nile Rodgers oder bis Ringo Star und Papa Paul, Künstlerinnen und Künstler wie David Hockney und Jeff Koons oder Primaballerina Francesca Hayward. weiter

Interview mit Mary McCartney: Wie entstand die Idee zu dem veganen Promi-Kochbuch »Feeding Creativity«?

Mit ihrem Kochbuch »Feeding Creativity« möchte Mary McCartney zeigen, wie schnell, einfach, lecker und unkompliziert und einfach das vegane Kochen ist. Damit tritt sie in die Fußstapfen ihrer Mutter Linda McCartney, die ebenfalls Promi-Fotografin war, bereits in den 1970er und 80er Jahren vegetarische Kochbücher veröffentlichte und sich für den Schutz der Tiere einsetzte.


Wie entstand die Idee zu dem Kochbuch?


Mary McCartney: Ich liebe es, Rezepte mit anderen zu teilen. Ich koche schon immer für andere und es ist meine Art, mit jemandem Verbindung aufzunehmen. Aber ich bin nun mal begeisterte Portrait-Fotografin, und so kam eines Tages die Idee für »Feeding Creativity«.
Zum Interview mit Mary McCartney

Metzger gegen Tiermord

Metzger gegen Tiermord? Das scheint ein Widerspruch in sich zu sein. Was aber, wenn gelernte Metzger dem Tiertöten abschwören und Veganer werden?

Im Verein »Metzger gegen Tiermord« haben sich ehemalige Metzger zusammengeschlossen. Aufgrund Ihrer beruflichen Erfahrung sind sie Insider der Branche und klären mit ihrem Fachwissen und ihren Recherchen über Tierrechts­verstöße auf, die normalerweise vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben.

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Peter Hübner, einem ehemaligen Fleischer. Peter Hübner ist Pressesprecher und zweiter Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins »Metzger gegen Tiermord« e.V.

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Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss

Der Fall sorgte für Aufsehen über Bayern hinaus: Ein 77-jähriger Hobbyjäger erschoss im Juli 2022 die Hündin Mara von Urlaubern aus Österreich, die eine Kanutour auf dem Main machten - angeblich, weil sie »gewildert« hätte. Am 20. November 2023 verurteilte das Amtsgericht Haßfurt den Jäger wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer Geldstrafe von 5.600 Euro (140 Tagessätzen zu je 40 Euro). Zudem wurde das bei der Tat benutzte Kleinkalibergewehr eingezogen. Dem Urteil zufolge war der angeklagte Hobbyjäger nicht berechtigt, die Hündin zu erschießen. Hinweise darauf, dass die Hündin gewildert hatte, hätten sich nicht ergeben. weiter

STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen

»Land« = blühende Landschaften und Artenvielfalt, »Stadt« = Beton und Ödnis? Eine Vorstellung, die längst so nicht mehr gilt. Der bekannte Zoologe, Ökologe und Bestseller-Autor Prof. Dr. Josef H. Reichholf unternimmt in seinem neuen Buch »Stadtnatur - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen« einen Streifzug durch die vielfältigen Ökosysteme des urbanen Raums. Ob Wildschweine, Füchse und Nachtigallen in Berlin, Wanderfalken in Köln oder eine bunte Vogelwelt und Rehe im Englischen Garten in München: viele Wildtiere haben den Lebensraum Stadt längst für sich entdeckt. Inzwischen sind unsere großen Städte sogar Inseln der Artenvielfalt geworden, die sogar mit den besten Naturschutzgebieten mithalten können.
In den Städten finden Tiere und Pflanzen die Biotope, die sie für ihr (Über)Leben brauchen. Hier sind sie weniger Gefahren ausgesetzt als auf dem Land, wo freilebende Tiere gejagt und ihre Lebensräume durch eine industriell betriebene Land- und Forstwirtschaft vernichtet werden...
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Prof. Dr. Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich«

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Josef H. Reichholf über sein neues Buch »Stadtnatur«, über Großstädte als Rettungsinseln der Artenvielfalt und darüber, was geschehen müsste, damit die Artenvielfalt auf den Fluren und in den Wäldern wieder zunimmt. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Vegan vom Grill

»Was essen Veganer, wenn gegrillt wird?« Diese Frage wurde der britischen Köchin Katy Beskow während ihrer bisher fünfzehn Jahre als Veganerin unzählige Male gestellt. Die Antwort: »Wenn ihr euch von der Idee verabschiedet, dass Grillen und Fleisch (oder Fertiggerichte aus Fleisch­alternativen) untrennbar zusammengehören, steht euch eine neue Welt offen.« In ihrem neuen Kochbuch »Vegan vom Grill« zeigt Katy Beskow mit 70 kreativen und unkomplizierten Rezepten, dass fleischfrei Gegrilltes hervorragend schmeckt - nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über! Dazu zeigt Katy zahlreiche Tipps und Tricks - damit die Grillparty auch bei blutigen Grill-Anfängerinnen und -Anfängern gelingt. Ob Hauptgericht oder Dessert: »Vegan vom Grill« animiert, den Grill dieses Jahr richtig zum Einsatz kommen zu lassen!
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Urteil BVerwG: Auch Vereine und Stiftungen können die jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen aus ethischen Gründen beantragen

Laut § 6a Bundesjagdgesetz (BJagdG) dürfen nur »natürliche Personen« das Ruhen der Jagd beantragen. Tier- und Naturschutzvereine oder Stiftungen konnten bisher das Ruhen der Jagd auf ihren Flächen nicht beantragen. Doch dies ist mit dem entscheidenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 und der Europäischen Menschenrechtskonvention (Schutz des Eigentums) nicht vereinbar.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof München macht in seinem grundlegenden Urteil vom 28.05.2020 »Erklärung von Grundstücken zu jagdrechtlich befriedeten Bezirken« die Antragstellung auch für juristische Personen wie Vereine, Stiftungen oder GmbHs möglich. (VGH München, 19 B 19.1713 und 19 B 19.1715) weiter

Hannes Jaenicke: »Seit 30 Jahren wird das Tierschutzgesetz wissentlich gebrochen«

»Die Milch macht's«, »Milch macht müde Männer munter«, »Fleisch ist ein Stück Lebenskraft« - wir alle sind mit diesen Werbe-Slogans aufgewachsen. In seinem investigativen Enthüllungsbuch »Die große Sauerei« deckt Hannes Jaenicke die dreistesten Industrie- und Werbelügen auf und erklärt, was Verbraucherinnen und Verbraucher über Fleisch, Milchprodukte und Eier unbedingt wissen sollten, um vor dem Kauf und Verzehr die richtige Entscheidung zu treffen. weiter

FREIHEIT FÜR TIERE-Interview mit Hannes Jaenicke

»Die einzige Antwort auf diese Art der Massentierhaltung ist der Verzicht auf ihre Produkte «
FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem Schauspieler und bekannten Umweltschützer Hannes Jaenicke über die Recherchen zu seinem neuen Buch, warum er vor 40 Jahren zum Vegetarier wurde, warum er Hafermilch trinkt, über das Problem, dass immer noch zu viele Menschen schlecht informiert sind und was dagegen zu tun ist. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Die Vermessung der Ernährung

Haben Sie sich schon einmal überlegt, welche Auswirkung unsere Ernährung, also das, was wir jeden Tag essen, auf die Gesundheit, auf Tiere und Natur, auf Böden und Grundwasser, auf die Artenvielfalt, auf die Regenwälder, auf Menschen in den ärmeren Ländern und auf das Klima hat? Sollten wir vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden Umwelt- und Klimakatastrophe, welche unser aller Lebensgrundlagen bedroht, nicht viel mehr über diese Zusammenhänge wissen? weiter

Vermessung der Ernährung: Interview mit Jan Wirsam

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Jan Wirsam, wie das Buch Die Vermessung der Ernährung mit Prof. Dr. Claus Leitzmann entstand, aus welchen Gründen die Wissenschaftler mit einigen Kollegen die Forschung über pflanzliche Ernährung so engagiert vorantreiben und warum in Deutschland mehr Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen, Bohnen, Lupinen und Soja angebaut werden sollten. weiter

Neues Buch von Prof. Reichholf: Stadt, Land, Fuchs

»Unsere Säugetiere verdienen mehr Beachtung; viel mehr, als ihnen gegenwärtig zuteil wird«, ist Prof. Dr. Josef H. Reichholf überzeugt. Sie brauchen neue Freunde! Solche zu gewinnen, ist das Hauptanliegen seines neuesten Buches »Stadt, Land, Fuchs: Das Leben der heimischen Säugetiere«. weiter

Interview mit Prof. Josef H. Reichholf

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem renommierten Zoologen über Wildtiere, Jäger, Massentierhaltung und was jeder Einzelne für wild lebende Tiere tun kann. weiter

Das Leid der Stuten für Schweinefleisch

Bisher kannte man die grausamen Stutenblut-Farmen in Argentininen, Urugay und China: Schwangeren Pferden wird dort literweise Blut abgezapft und an die Pharmaindustrie verkauft. Die Hormone der Stuten werden in der industriellen Schweinemast eingesetzt, um die Trächtigkeit der Sauen zu erhöhen und zu synchronisieren. Nachdem immer wieder über die grausamen Blutfarmen in Südamerika berichtet wurde, stoppten einige Pharmakonzerne den Import aus diesen Ländern - und wichen auf Islandponys aus. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter