Jenseits der Worte - Wie Tiere fühlen und denken

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Was geht im Inneren von Tieren vor? Was denken Tiere? Was fühlen Tiere? Empfinden Tiere Liebe? Können wir wissen, wie sie denken? Der vielfach ausgezeichnete Naturschriftsteller, Ökologe und Biologe Carl Safina nimmt uns in seinem Buch Die Intelligenz der Tiere - Wie Tiere fühlen und denken mit auf abenteuerliche Entdeckungsreisen in die unbekannte Gefühlswelt und Intelligenz der Elefanten, Wölfe, Wale und Orcas, berichtet aber auch immer wieder von anderen Tierarten, zum Beispiel von Hunden, Affen und Papageien. Dabei versteht er es meisterhaft, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse mit bemerkenswerten und ergreifenden Beobachtungen von Tieren zu verweben. So erschließen sich dem Leser Seite für Seite erstaunliche Einsichten in die Persönlichkeiten unserer Mitgeschöpfe.


»Meine tiefste Erkenntnis ist, dass das Leben ein großes Ganzes ist«, schreibt Carl Safina. Er ist überzeugt: Tiere sind wie wir - nur auf andere Weise. »Mein ganzes Leben habe ich mit verschiedenen Tieren zusammengelebt und sie in meiner und deren Welt studiert. Dies hat meinen Eindruck, dass unsere Leben miteinander verwoben sind, verstärkt und immer wieder bestätigt.« (Die Intelligenz der Tiere, S. 13)

Doch üblicherweise vermeide die Wissenschaft konsequent die Frage nach dem Seelenleben von Tieren, erklärt der Ökologe im Vorwort seines Buches. Zwar gestehe man auch ihnen irgendeine Art von Gefühlswelt zu. Doch Wissenschaftlern werde von Anfang an eingetrichtert, dass die Psyche eines Tieres - sollte es sie überhaupt geben - jenseits der menschlichen Erkenntnis liegt. In der Wissenschaft galt bis vor kurzem eine strenge Trennung von Mensch und Tier. Eine Übertragung menschlicher Gedanken und Gefühle auf Tiere - Antropomorphismus genannt - galt als unwissenschaftlich.

»Grundsätzlich begrüße ich diesen Ansatz«, schreibt Carl Safina. »Wir sollten nicht davon ausgehen, dass Tiere (oder, wenn wir schon dabei sind, Geliebte, Ehefrauen, Kinder oder Eltern) "bestimmt" genauso denken und fühlen würden wie wir. Sie sind nicht wie wir.« Doch dabei würden wir übersehen, dass die Trennlinie zwischen Mensch und Tier eine künstliche ist, erklärt er. (S. 12) Schließlich gehört der Mensch biologisch betrachtet zu den Säugetieren. Daher stellt sich die Frage, ob bestimmte Eigenschaften oder Gefühle, die wir empfinden, wirklich exklusiv menschlich sind.


Sind Gefühlsleben und Bewusstsein von Mensch und Tier wirklich so verschieden?

»
Typisch "menschliche" Eigenschaften wie Empathie, Trauer- und Kommunikationsfähigkeit, die Benutzung von Werkzeug und vieles mehr, finden sich in unterschiedlicher Ausprägung auch bei anderen Wesen auf dieser Erde«, schreibt Carl Safina. »Wirbeltiere (Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere) verfügen über grundsätzliche Gemeinsamkeiten, was Skelett, Organe, Nervensystem, Hormonhaushalt und Verhaltensweisen anbelangt.«

Der Ökologe bringt den Vergleich mit verschiedenen Automodellen: »Verglichen mit Autos haben wir alle einen Motor, einen Antriebsstrang, vier Räder, Türen und Sitze, nur dass der Mensch in puncto Design und Feineinstellung ein wenig abweicht. Doch wie ahnungslosen Autokäufern fällt den meisten Menschen nur das andersartige Äußere der Tiere ins Auge.« (S. 35)

Da Bewusstsein nicht wirklich messbar ist, ist es wissenschaftlich schwer festzustellen. Wie kann aus unzähligen Nervenzellen, elektronischen Impulsen, chemischen Prozessen - seien es die von Tieren oder Menschen - ein Bewusstsein entstehen? Die Antwort des Biologen: »Niemand weiß, wie Nervenzellen, auch Neuronen genannt, das Bewusstsein schaffen. Doch so viel ist sicher: Das Bewusstsein wird durch die Schädigung des Gehirns beeinträchtigt. Daraus folgt, dass das Bewusstsein im Gehirn sitzt.« (S. 37) Das Bewusstsein scheine also durch die Vernetzung von Neuronen zu entstehen.

»Die gewöhnliche Vorstellung, dass nur der Mensch ein Bewusstsein hat, ist rückständig«, so Carl Safina. »Im Laufe der Zivilisation sind die Sinne des Menschen immer mehr abgestumpft. Viele Tiere dagegen haben übermenschlich feine Antennen, ihr Wahrnehmungsrüstzeug ist so hochentwickelt, dass sie selbst den leisesten Hauch einer Gefahr sofort erkennen.« Er weist darauf hin, dass Wissenschaftler im Jahr 2012 in der Cambridge Declaration on Consciousness formulierten, dass alle Säugetiere und Vögel, sowie viele andere Lebewesen, wie etwa Kraken, Nervensysteme haben, die den Zustand des Bewusstseins ermöglichen. Über Kraken haben Forscher herausgefunden, dass sie Werkzeuge benutzen und Probleme genauso geschickt lösen wie die meisten Affenarten - dabei sind sie Weichtiere.

Tiere und Menschen haben die gleichen Nervenzellen, die gleichen Gehirnzellen. Es werden dieselben Hormone ausgeschüttet, die zum Beispiel für Angst, Stress, Wohlbefinden oder Motivation verantwortlich sind. »Ihre Gehirne ähneln den unseren«, schreibt Carl Safina. »Sie produzieren die gleichen Hormone, die auch bei uns Menschen für unsere Gefühle verantwortlich sind - auch das ist der Beweis. Wir wollen nicht spekulieren. Aber wir wollen auch nicht Beweise unter den Tisch fallen lassen.« (S. 48)

Der Autor macht dies am Beispiel der Elefanten deutlich: »Seit Urzeiten gehen Elefanten starke soziale Bindungen ein. Elterninstinkt, Zufriedenheit, Freundschaft, Leidenschaft und Trauer, all diese Gefühle gibt es nicht erst seit dem Auftauchen des modernen Menschen«. (S. 48) Der Ursprung unseres Gehirns sei untrennbar mit den Gehirnen anderer Arten im Schmelztiegel der Schöpfung verbunden. Folglich gelte dies auch für die Psyche.

»Weder Elefanten noch Mäuse können uns sagen, was sie denken. Doch ihre Gehirne können es«, erklärt Carl Safina und verweist auf Gehirnscans, die zeigen: Basale Emotionen wie Trauer, Glück, Wut, Angst sowie die handlungsanregenden Gefühle Hunger und Durst entstehen in den gleichen archaischen Verknüpfungen im Gehirn egal, ob es sich um das Gehirn eines Menschen, eines Elefanten oder einer Maus handelt. Beispielsweise werde das Gefühl der Wut bei Katze und Mensch im gleichen Gehirnareal generiert. Hunde mit zwanghaftem Verhalten würden die gleichen Gehirnanomalitäten aufweisen wie Menschen mit einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung. (S. 49)

»
Haben Tiere nun menschliche Emotionen?«, fragt Carl Safina. »Meine Antwort lautet, ja. Empfinden Menschen im Gegenzug auf animalische Art und Weise? Ja, es handelt sich größtenteils um die gleichen Seelenregungen. Angst, Aggression, Wohlgefühl, Ängstlichkeit und Freude entstehen bei Mensch und Tier in denselben Gehirnstrukturen und durch dieselben chemischen Prozesse Es handelt sich um gemeinsame Gefühle in einer Welt, in der wir gemeinsam leben.« (S. 53)

Das Problem liege nicht so sehr darin, dass wir die Welt aus einem exklusiv menschlichen Blickwinkel betrachten, sondern dass wir sie exklusiv menschlich fehlinterpretieren, meint der Biologe und führt aus: »Unsere tiefste Erkenntnis über das Leben auf der Erde ist: Alles Leben ist ein großes Ganzes. Ihre Zellen sind unsere Zellen, ihr Körper ist unser Körper, ihr Skelett ist unser Skelett, genauso wie ihr Herz, ihre Lunge, ihr Blut. Wenn wir diese Sichtweise einnehmen, machen wir einen großen Schritt in die richtige Richtung, weil wir dann jede Art auf dieser großen, weiten Welt wirklich wahrnehmen.«


Bonobos  © Uryadnikov Sergey - Fotolia

»Mein ganzes Leben habe ich mit verschiedenen Tieren zusammengelebt und sie in meiner und deren Welt studiert«, so Prof. Carl Safina.

»Dies hat meinen Eindruck, dass unsere Leben miteinander verwoben sind, verstärkt und immer wieder bestätigt.«
Bild: Uryadnikov Sergey - Shutterstock.com

Die Intelligenz der Tiere

Die meisten wissenschaftlichen Tests zur Intelligenz der Tiere basieren auf menschlicher Intelligenz, was zu einem voreingenommenen Ergebnis führen muss. So wird mit dem Spiegeltest das Selbstbewusstsein bei Menschen geprüft. Ein Mensch mit Selbstbewusstsein sollte demnach in der Lage sein, einen Punkt, der ihm im Schlaf auf sein Gesicht gemalt worden ist, im Spiegelbild zu erkennen und ihn mit dem Finger im Gesicht zu lokalisieren. Bislang bestanden den Spiegeltest außer dem Menschen nur wenige Tiere: Alle Menschenaffen, ein einzelner Indischer Elefant, einige Delfine und Elstern. Hunde dagegen erkennen sich im Spiegeltest nicht selbst. Doch das liegt nicht am fehlenden Bewusstsein der Hunde, sondern an der Natur des Tests: Für Hunde ist der Geruchssinn wichtiger als die Sicht. Eine Schnupper-Variante des Spiegeltests bestehen sie sofort. Dies wiesen Wissenschaftler 2015 nach. Damit war bewiesen: Auch Hunde haben ein eigenes Bewusstsein und erkennen sich selbst als »Ich«. Ist es also richtig, die Intelligenz eines Tieres am Maßstab menschlicher Intelligenz zu messen?

»Wir sind Menschen und neigen daher dazu, bei Nichtmenschen nach menschenähnlicher Intelligenz zu suchen«, schreibt Carl Safina. »Sind sie so intelligent wie wir? Nein, und genau deswegen - gewinnen wir! Sind wir so intelligent wie sie? Das ist uns egal. Wir beharren auf unseren Spielregeln; wir weigern uns, ihren zu folgen.« (S. 344)

»Ein Elefant ist ein Elefant und hat die Intelligenz eines Elefanten, nicht menschliche Intelligenz«, macht der Autor deutlich. Schließlich sind uns Elefanten in einigen Bereichen deutlich überlegen.

Die Stimme der Elefanten umfasst 10 Oktaven, vom Infraschallbereich - einem so niedrigen Frequenzbereich, den wir Menschen nicht hören können - bis zu einem Trompeten bis zu zehntausend Hertz. Die durch die niederfrequenten Töne erzeugten Schallwellen werden auch über den Boden übertragen, so dass Elefanten diese Töne über mehrere Kilometer hinweg vernehmen können. (S. 105) Wer Elefanten dabei beobachte, wie sie miteinander kommunizieren, erkenne schnell, welche Meister der Subtilität sie seien. Leider fehle es unserem Vokabular an Nuanciertheit, um übersetzen zu können. Forscher bezeichneten - aus Mangel an treffenden Begriffen - die Lautäußerungen von Elefanten als Schnauben, Grollen, Schreien und Quietschen. Elefanten sei die Bedeutung der vielen unterschiedlichen Laute jedoch wahrscheinlich ebenso klar wie uns Menschen die Bedeutung verschiedener Wörter, erklärt Carl Safina.
(S. 110/111)

»Lassen sie uns einmal die Rollen tauschen. In den Ohren von Elefanten muss sich menschliche Sprache ungefähr so anhören, wie es sich für uns anhört, wenn wir Leute in einer uns fremden Sprache reden hören. Stellen Sie sich vor, Sie sollten zum Beispiel Vietnamesisch beschreiben, indem Sie seine unterschiedlichen Klangbilder kategorisieren. Sie würden es niemals dechiffrieren.« (S. 111)

Elefantenmutter  © aiisha Fotolia

Seit Urzeiten gehen Elefanten starke soziale Bindungen ein.

»Elterninstinkt, Zufriedenheit, Freundschaft, Leidenschaft und Trauer, all diese Gefühle gibt es nicht erst seit dem Auftauchen des modernen Menschen«, erklärt Prof. Carl Safina. »Elefanten und Vögel lieben einander anders, als ich liebe. Aber dasselbe gilt auch für meine Freunde, meine Mutter, meine Frau, meine Stieftochter und meine Nachbarn.«
Bild: aiisha - Shutterstock

Gibt es Liebe im Tierreich?


Lieben Tiermütter ihre Kinder? Können wir das wissen? Genauso wenig wissen wir, ob und wie unsere Nachbarn ihre Kinder lieben. Im Unterschied zum Tier könnten wir unsere Nachbarn fragen, ob sie ihre Kinder lieben. Aber drücken Worte immer die Wahrheit aus? Können wir wissen, was andere Menschen meinen, wenn sie von Liebe sprechen? Deswegen gibt es ja so viele Missverständnisse und so viel Enttäuschungen unter uns Menschen. Wenn eine Tiermutter ihr Baby füttert, abschleckt und verteidigt - handelt sie dann aus Liebe oder aus Instinkt? Und: Kann man das so trennen?

»Wenn wir für unsere eigenen Kinder Liebe empfinden, tun wir das aus einem Instinkt heraus, und nicht, weil wir unseren Intellekt einsetzen«, erklärt Carl Safina. »In bestimmten Situationen werden gewisse Hormone freigesetzt, diese Hormone produzieren wiederum Gefühle. ... - doch empfinden wir es als Liebe. Liebe ist ein Gefühl. Sie motiviert uns zu bestimmten Handlungen, etwa unseren Nachwuchs zu füttern und zu beschützen. Wir brauchen uns nicht dafür zu schämen, uns von dieser grenzenlosen Liebe ganz und gar einnehmen zu lassen, einer Liebe, die aus den urtümlichen, tiefen Quellen unserer Zellen entspringt.« (S. 77/78)

Wenn eine Elefantin ihre Schwester erblickt und nach ihr ruft, um den Kontakt aufrechtzuerhalten, oder ein Papagei seinen Partner entdeckt und näher bei ihm sein will, ist es ein Gefühl von Verbundenheit, das sie die Nähe des anderen suchen lässt. Die Bezeichnung für dieses Gefühl, das sich hinter unserer Sehnsucht nach Nähe verbirgt, sei Liebe, so der Biologe. »Elefanten und Vögel lieben einander anders als ich liebe. Aber dasselbe gilt auch für meine Freunde, meine Mutter, meine Frau, meine Stieftochter und meine Nachbarn.« (S. 98/99)

Weiter schreibt er: »Wenn ein Tier auf Sie zukommt, Sie abschleckt und sich neben Sie legt, schließen Sie daraus, dass es Sie "liebt".« Dies sei eine logische Schlussfolgerung, besonders in Betracht der breitgefächerten Skala von Gefühlen, die wir unter dem Begriff "Liebe" subsumieren. (S. 77/78)

»Was wir über Hundehirne, ihre Hirnchemie und die Veränderungen durch die Domestikation wissen, sagt uns, dass Ihr Hund Sie liebt«, so Carl Safina. (S. 295) Die Fähigkeit eines Hundes, für Menschen Liebe zu empfinden, stamme zum Teil von der Liebe ab, die Wölfe für Wölfe empfinden: »Wölfe sind sozial und Menschen sind ungeheuer sozial. Hunde können eine Beziehung zu uns aufbauen, weil beide sozial genug sind, um einander zu verstehen. Die sozialen Fähigkeiten der Hunde sind ein Wolfserbe, aber die Orientierung der Hunde auf Menschen ist ein Ergebnis der Domestikation.« (S. 279)


Wolfsmutter mit Kind 06 hkuchera Shutterstock

100 Jahre nach ihrer totalen Ausrottung kehrten die Wölfe um die Jahrtausendwende nach Deutschland zurück.

Sie siedeln in einem breiten Streifen von der Lausitz bis nach Niedersachsen. Einzelne Wolfsrudel oder Wolfspaare gibt es inzwischen in jedem Bundesland.

Bild: hkuchera - Shutterstock.com

»Unsere Leben sind miteinander verwoben«


»Inmitten bestimmter Tierarten überkommt mich oft das Gefühl, vergleichbar mit dem, das ich immer habe, wenn ich in meiner Wohngegend auf Menschen einer anderen Kultur treffe. Ich werde nie an ihrem Leben teilhaben und sie auch nicht an meinem«, schreibt Carl Safina. Sie leben zwar zur selben Zeit an demselben Ort, führen aber ein völlig anderes Leben. »Dennoch haben wir Verständnis füreinander. Genauso haben die Tiere ein Recht darauf, auf dieser Welt zu leben. Sie sind nicht wie wir, doch sie leben ihr Leben in vollen Zügen und ihr Lebenslicht hat die Kraft, hell zu leuchten. Wir haben ihnen schon so viel geraubt und dadurch ihr Lebenslicht gedimmt. Dabei sind sie es, die diese Erde bunt und schön machen.« (S. 74/75)

Manchmal scheine es so, als würden Menschen zwar denken, aber dabei ihre Gefühle außen vor lassen. Es wäre störend, wenn ein Schwein schreien würde: »Bitte töte mich nicht!« Doch genau das sage ein Schwein, wenn es geschlachtet werden soll. Es könne kein Deutsch, doch das könnten viele Menschen auch nicht. (S. 108)

Wir Menschen sind zu umfangreichem Mitgefühl fähig, aber wir leben unser Potenzial nicht aus. »Warum wirkt der Gedanke, dass andere Tiere denken und fühlen können, so bedrohlich für das menschliche Ego? Weil es schwieriger ist, andere zu misshandeln, wenn man ihnen ein Bewusstsein zugesteht?« (S. 328)

Die verblüffende Ähnlichkeit von menschlichem und nichtmenschlichem Bewusstsein, Selbstbewusstsein und Mitgefühl fordert uns dazu auf, unser Verhältnis zu anderen Arten zu überdenken. »Das Verhalten von Tieren zu verstehen ist kein Luxusanliegen. Versagen wir darin, werden wir ihr Ende und das unserer Erde beschleunigen«, schließt Carl Safina sein Buch.

»Die Intelligenz der Tiere - Wie Tiere fühlen und denken« ist 2015 auf Englisch unter dem Titel » Beyond Words: What Animals Think and Feel« erschienen.

Der Autor

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Dr. Carl Safina (Jahrgang 1955) ist Ökologe, Meeresbiologe, Umweltbiologe und einer der bekanntesten Naturschriftsteller weltweit.

Seine internationalen Bestseller wie »Beyond Words: What Animals Think and Feel« (2015) »Eye of the Albatross« (2003) und »Song for the Blue Ocean« (1998) sind vielfach ausgezeichnet worden.

Carl Safina schreibt regelmäßig für die New York Times und National Geographic und ist Autor von Fernsehdokumentationen. Er ist Gründungsdirektor des Blue Ocean Institute, hat die Stiftungsprofessur für Natur und Humanität der Stony Brook University im US-Bundesstaat New York inne und ist Ehrendoktor verschiedener Universitäten.

Das Buch

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Was geht im Inneren von Tieren vor? Können wir wissen, wie sie fühlen und denken? Carl Safina nimmt uns mit auf abenteuerliche Entdeckungsreisen in die unbekannte Welt der Elefanten, Wölfe und Orcas. Sein spannend zu lesendes Buch erzählt außergewöhnliche Geschichten von Freude, Trauer, Eifersucht, Angst und Liebe und ist voll von erstaunlichen Einsichten in die Persönlichkeiten der Tiere. Der vielfach ausgezeichnete Naturschriftsteller und Ökologe Carl Safina begegnet den von ihm beobachteten wilden Tieren mit Liebe, Respekt und umfassenden Kenntnissen. Sein Wissen ist genauso groß wie sein Einfühlungsvermögen; er versteht es meisterhaft, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse mit wundervollen Erzählungen zu verweben. Die verblüffende Ähnlichkeit von menschlichem und nichtmenschlichem Bewusstsein, Selbstbewusstsein und Mitgefühl fordert uns dazu auf, unser Verhältnis zu anderen Arten zu überdenken - und auch das Verhältnis zu uns selbst.


»Wir müssen unsere Vorstellung darüber, wie Tiere mit uns Menschen kommunizieren, grundsätzlich revidieren. Ein absolut faszinierendes Buch.«
Prof. Dr. Josef H. Reichholf, Autor zahlreicher Bücher über Natur, Ökologie, Evolution, und Umweltschutz

»Der Wissenschaftler mit dem Herzen eines Dichters betrachtet Tiere als seinesgleichen. Er beschreibt die komplexen emotionalen und intellektuellen Leben von Tieren. Wir sind als Leser gefordert, die Tiere als Individuen zu sehen mit ihren ganz individuellen Persönlichkeiten. "Die Intelligenz der Tiere" sollte Pflichtlektüre für jedes menschliche Wesen sein. Wenn wir lesen, wie liebevoll hoch soziale Tiere miteinander umgehen, dann bleibt uns nur die Frage, ob sie nicht die besseren Menschen sind.«
Elli Radinger, Fachjournalistin und Autorin von Wolfsbüchern und Hundebüchern


»Dieses Buch wird unser Verhältnis zur natürlichen Welt verändern.
«
Tim Flannery, The New York Review of Books


Carl Safina: Die Intelligenz der Tiere
Wie Tiere fühlen und denken
Gebunden, 526 Seiten, mit 23 Abbildungen und 4 Karten
Verlag C.H. Beck, 2017
ISBN 978-3-406-70790-2
Preis: 26,95

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

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Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

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Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter