Kinder brauchen Hunde!

Kinder und Hunde: natürlich beste Freunde

Kinder und Hunde: natürlich beste Freunde

Bild: Melle V - Shutterstock.com

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

»Ich hätte so gerne einen Hund!« Diesen Wunsch haben zwei Drittel aller Eltern schon gehört. Das restliche Drittel lebt bereits mit einem vierbeinigen Familienmitglied. Tatsächlich spricht viel dafür, diesem Wunsch zu entsprechen, denn Hunde tun Kindern nachweislich gut: Wussten Sie, dass Kinder, die mit Hunden aufwachsen, wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge gesünder, weniger schüchtern, ausgeglichener und beliebter sind? Sie können besser mit Stress umgehen und sind empathischer als ihre hundelosen Altersgenossen. Außerdem lernen sie leichter und sprechen schöner. Der Biologe und Hundeexperte Jochen Stadler erklärt in seinem neuen Buch »Kind braucht Hund«, wie das Zusammenleben von Hund und Kind wirklich gelingt. Er gibt wertvolle Tipps zur Erziehung des Hundes und zeigt, wie Kinder lernen, die Sprache der Hunde zu verstehen und wie sie auf einen fremden Hund zugehen sollen.

Hunde lieben bedingsungslos -

Hunde lieben bedingsungslos -

Kinder spüren, dass Hunde sie so lieben, wie sie sind. Forschungen zeigen: Kinder, die mit Tieren aufwachsen, sind kooperativer und empathischer und können sich besser in eine Gemeinschaft einfügen. · Bild: Nina Buday - Shutterstock.com

Ein junger Hund und ein kleines Kind, die ausgelassen miteinander im Garten herumtollen - genau diese Szenen haben Eltern im Kopf, wenn sie entscheiden, einen Welpen ins Haus und in die Familie zu holen. Doch damit dieses Wunschbild zur Realität wird, sollte man beim Heranwachsen des Hundes auf einiges gut achten, damit es später nicht zu unangenehmen oder sogar gefährlichen Überraschungen kommt. Vor allem die ersten Lebensmonate des jungen Hundes entscheiden darüber, ob aus Kind und Hund ein harmonisches Team wird.

»Damit die Beziehung funktioniert, sollten Hund und Kind einander gut verstehen und jeweils lernen, die Bedürfnisse des anderen zu respektieren«, so Jochen Stadler. »Leider ist dies nicht immer der Fall, und darum geschehen bisweilen Zwischenfälle, bei denen kleine Zweibeiner von Hunden teils schwer verletzt werden.« Deswegen sei es so wichtig, den jungen Hund gut zu sozialisieren und zu einem Menschen liebenden, ausgeglichenen und verlässlichen Partner zu erziehen.

»Kleinkinder wiederum wissen nicht von Geburt an, wie ein Hund tickt, was er mit seiner Mimik und Körpersprache sagen will, was ihm gefällt und was für ihn unangenehm ist«, gibt der Hundeexperte zu bedenken. Kinder müssen den Umgang mit Hunden lernen. Und auch dann, wenn man keinen Hund in der Familie hat, ist dies wichtig, denn Kindern begegnen fremden Hunden auf der Straße, bei Freunden oder im Urlaub. Ein Kind, das weiß, wie man mit Hunden umgeht, kann unangenehme Situationen vermeiden und angenehme auskosten.

Ausdrucksweise und Körpersprache von Hunden

Ausdrucksweise und Körpersprache von Hunden

sind teils sehr ähnlich wie die von Menschen und können daher von ihnen verstanden werden. Kinder mit Hund haben Studien zufolge verbesserte Kommunikationsfähigkeiten. · Bild: Nina Buday - Shutterstock.com

Die »Symbiose« zwischen Mensch und Tier sei so alt wie die Menschheit selbst, so der Entwicklungspsychologe Erhard Olbrich und prägte dafür den Begriff »Biophilie« - Liebe zu Lebewesen. Diese Liebe zu Lebewesen ist bei Kindern oft noch stärker ausgeprägt als bei Erwachsenen. »Egal welcher Kultur sie angehören und ob sie auf dem Land oder in der Stadt aufwachsen, sie ahmen gerne Tierlaute nach und benennen Tiere, denen sie im Bilderbuch, in der Natur oder auf der Straße begegnen«, erklärt Jochen Stadler. Tiernamen wie »Wau-Wau«, »Miau« und »Muh« gehören zu ihren ersten Worten.

Zu Hunden haben die Menschen seit Urzeiten ein ganz besonderes Verhältnis aufgebaut. »Die Beziehung zwischen ihnen ist zehntausende Jahre alt und in beiden Spezies genetisch verankert«, erfahren wir weiter. Schon in der prähistorischen Zeit sind Kinder mit Hunden oder Hauswölfen aufgewachsen.

Kinder - und natürlich auch Erwachsene - nehmen einen Hund als Individuum mit eigener Persönlichkeit wahr. Ein Hund ist Freund, Partner und Familienmitglied. »Forscher nennen dieses Phänomen, das Mitgefühl und Empathie ermöglicht, "Du-Evidenz"« , erklärt Jochen Stadler. Dafür brauche es keine gemeinsame Sprache, weil Hunde menschenähnliche emotionale und soziale Grundbedürfnisse haben. Ihre Ausdrucksweise und ihre Körpersprache sind teils sehr ähnlich wie die der Menschen und können daher mit ein bisschen Übung von ihnen verstanden werden. Deshalb funktioniert es also schon zwischen Kleinkindern und Hunden.

Hunde verbessern die Sprachfähigkeiten,

Hunde verbessern die Sprachfähigkeiten,

Leseflüssigkeit und Leseverständnis von Kindern. Die Kinder fühlen sich in ihrer Nähe sicher und vertraut und entspannen sich messbar. · Baronb - Shutterstock.com

Hunde machen Kinder schlau, einfühlsam und beliebt

»Schon ein Säugling profitiert enorm von einem Familienhund«, erfahren wir in dem Buch »Kind braucht Hund«. Jochen Stadler verweist auf wissenschaftliche Untersuchungen, dass Babys aus Familien mit Hund bereits mit sechs bis zwölf Monaten grob- und feinmotorisch geschickter seien als jene aus einer hundelosen Familie. Und noch mehr: »Sie kommunizieren besser, haben höhere Problemlösungsfähigkeiten und eine schnelle soziale Entwicklung.«

Woran liegt das? Ein Zusammenleben mit einem Hund verbessert die nonverbalen Kommunikationsfähigkeiten eines Kindes mittels Körpersprache und Mimik und die Wahrnehmung für Gesichtsausdrücke und Nuancen in der Körpersprache. Denn um mit ihrem Hund zu kommunizieren und ihn zu verstehen, achten die Kinder genau auf die Körpersprache und das Verhalten des Hundes, erklärt Jochen Stadler. Die Kinder können dadurch nicht nur die nonverbale Kommunikation von Tieren besser lesen, sondern auch die von Menschen, so dass sie lernen, ihr Gegenüber genau zu beobachten und das Verhalten einzuschätzen.

Und: Hunde zeigen Kindern auch sehr deutlich, wie deren Verhalten bei ihnen ankommt: Die Reaktionen des Tieres sind immer offen und direkt. Dadurch erhalten die Zweibeiner eine authentische Rückmeldung. Das Kind bekommt also eine natürliche Bestätigung oder Korrektur seines sozialen Handelns - und zwar ganz ohne erhobenen Zeigefinger. »Wenn der Hund zum Beispiel flüchtet, weil das Kind beim Spielen zu grob oder zu wild ist, erfährt es, dass es ruhiger und sanfter sein muss, damit er nicht davonläuft«, so Jochen Stadler. »Reagiert das Tier dann positiv auf das veränderte Verhalten, fühlt sich das Kind in seinem Handeln bestätigt und wendet es vermehrt an.«

Dieses soziale Lernen hilft dem Kind natürlich auch im Umgang mit Menschen: Geschwistern, Spielkameraden, im Kindergarten und später in der Schule. Forschungen zeigen, dass Kinder, die mit Tieren aufwachsen, kooperativer und empathischer sind und sich besser in eine Gemeinschaft einfügen können.

Ein Hund in der Familie fördert außerdem den familiären Zusammenhalt: »Familien, die sich einen Hund angeschafft haben, machen mehr gemeinsame Spaziergänge, Wanderungen und Ausflüge«, schreibt Jochen Stadler.

Natürlich bringt ein Haustier auch viel Verantwortung mit sich. Hundepflege und Gassi gehen macht Kindern grundsätzlich Freude. Wenn Kindern Verantwortung für ein Tier übertragen wird, wächst nicht nur das Verantwortungsbewusstsein, sondern auch das Selbstbewusstsein. Das Kind erfährt Anerkennung von Erwachsenen und Gleichaltrigen.

Hunde helfen Kindern auch beim Lesenlernen!

Hunde helfen Kindern auch beim Lesenlernen!

Viele Kinder lesen ihren Hunden vor - so verbessert sich die Leseflüssigkeit. · Bild: My Good Images - Shutterstock.com

Hunde unterstützen Kinder beim Lernen

Es gibt zahlreiche Studien, die zeigen, dass Hunde die Sprach- und Lesefähigkeiten von Kindern verbessern. Wie kommt das? Kinder unterhalten sich mit ihrem Hund, als würde er jedes Wort verstehen - und die Kinder sind dabei auch überzeugt, dass ihr Hund sie versteht! Schon Kleinkinder sprechen mit ihrem Hund und übernehmen Kommunikationsmuster, die sie sich von Erwachsenen abgeschaut haben, führt Jochen Stadler aus. »Sie erklären alles sehr deutlich, wiederholen wichtige Dinge mehrmals hintereinander und beschreiben sie möglichst einprägsam.« Dabei artikulieren sie klar und deutlich, was zu einer schönen Aussprache beiträgt.

Und so unglaublich es klingen mag: Hunde helfen Kindern auch beim Lesenlernen! Der österreichische Verhaltensforscher Prof. Dr. Kurt Kotrschal erklärt, dass Kinder konzentrierter sind, wenn der Hund bei den Hausaufgaben oder beim Lesen üben dabei ist. Kinder schneiden bei Leseverständnistests besser ab, wenn ein Hund im Raum ist, fand Prof. Kotrschal heraus. Viele Kinder lesen ihren Hunden vor - so verbessert sich die Leseflüssigkeit.

Weil die Hunde Kindern das Gefühl von Sicherheit und Vertrautheit vermitteln, entspannen sie sich messbar in ihrer Gegenwart. Die Menge der Stresshormone im Blut verringert sich. Sogar wenn Kinder nur an ihren Hund denken, wird ihr Herzschlag ruhiger und gleichmäßiger, der Blutdruck sinkt.

In einer Untersuchung ließen Forscher mehrere Kinder laut vorlesen, einmal alleine, dann mit Hund. »Wenn der Hund dabei war, zeigten die Kinder viel weniger Stressmerkmale, also zum Beispiel einen nicht so stark erhöhten Blutdruck«, berichtet Jochen Stadler. Sogar die Stimme der Kinder wurde weicher. »Das alles sind körperliche Zeichen, dass die Kinder sich in der Nähe von Tieren sicherer und vertrauter fühlen.«

Hunde sind Balsam für die Psyche:

Hunde sind Balsam für die Psyche:

Kinder spüren, dass Hunde sie so lieben, wie sie sind. Sie müssen für die Liebe eines Hundes keinen Normen oder Erwartungen gerecht werden. · Bild: Gladskikh Tatiana - Shutterstock.com

Hunde sind wichtig für die Seele der Kinder

»Fragt man Kinder, so sagen sie, dass Hunde einige Vorteile gegenüber Erwachsenen haben: Sie seien im Gegensatz zu diesen stets treu, anhänglich und immer für sie da. Man könne sich auf sie verlassen und werde von ihnen beschützt«, so Jochen Stadler.

Hunde sind Balsam für die Psyche: Kinder spüren, dass Hunde sie so lieben, wie sie sind. Sie müssen für die Liebe eines Hundes keinen Normen oder Erwartungen gerecht werden. Hunde stellen keine Bedingungen, bewerten und vergleichen sie nicht mit anderen. »Sie antworten unmittelbar und authentisch auf das Verhalten der Kinder, was Letzteren ein solides psychisches Fundament schenkt«, erklärt der Biologe weiter. »Hunde sind also eine akzeptierende, nicht urteilende, stabile Quelle unbedingter und teils grenzenloser Liebe.«

Beim Streicheln und Kuscheln mit dem Hund und auch, wenn der Hund ein Kind länger anschaut, wird das Liebes- und Bindungshormon Oxytocin ausgeschüttet - und zwar bei beiden, beim Kind und beim Hund. Oxytocin löst Wohlbehagen, Ruhe und Entspannung aus. Außer beim Streicheln von geliebten Tieren wird im Körper des Kindes Oxytocin nur bei sehr engen menschlichen Bezugspersonen ausgeschüttet - wie Mama und Papa.

Hunde seien für Kinder Vertraute, denen sie alles erzählen können, ohne die geringste Sorge vor negativen Konsequenzen zu haben. Vertraute, die immer zuhören, verstehen und trösten, besonders dann, wenn es Streit mit Eltern, Geschwistern oder Freunden gibt oder das Kind schlechte Noten und Schulsorgen hat. Kinder haben das wertvolle Gefühl, dass der Tierfreund bedingungslos zu ihnen steht.

Hunde sind für Kinder Vertraute,

Hunde sind für Kinder Vertraute,

die immer zuhören, verstehen, trösten und bedingsungslos für sie da sind. · Ovcharenko - Shutterstock.com

Jochen Stadler weist darauf hin, dass Hunde Kindern auch in Scheidungskrisen Halt geben und einen konfliktfreien Raum bieten. »Schlechte Bindungserfahrungen mit Menschen werden nicht auf Tiere übertragen, und Kinder, die von ihren Eltern oder Freunden enttäuscht worden sind, haben in der Regel kein Problem, sich danach Tieren anzuvertrauen und sich fest an sie zu binden. Die tollen Bindungserfahrungen, die sie mit dem Hund machen, können sie dann aber umgekehrt auf menschliche Beziehungen übertragen.« So sei es kein Wunder, dass manche Psychologen Hunde als »stille Psychiater« bezeichnen.

»Hunde und andere tierische Therapeuten können also Kindern helfen, die mit Menschen sehr schlimme Erfahrungen gemacht haben und sich vor keinem Psychologen oder Psychiater öffnen«, schreibt Jochen Stadler. »Die Vierbeiner schaffen es oft, sie aus ihrer Verzweiflung zu holen und ihnen den Start in ein halbwegs "normales" Leben zu ermöglichen.«

»Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund

»Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund

aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.« · Bild: Sergey Lavrentev - Shutterstock.com

Hunde halten Kinder gesund

Hunde tun Kindern nicht nur seelisch und mental gut, sondern auch körperlich. Klar, Kinder tollen mit Hunden mehr im Garten und in der Natur rum, gehen mit ihnen spazieren oder Rad fahren. »So sind zum Beispiel Zehn- bis Zwölfjährige mit einem Hund täglich eine halbe Stunde länger auf den Beinen als hundelose Kinder und sie sind zusätzlich gute zwei Stunden pro Woche körperlich aktiv«, schreibt Jochen Stadler. Aus kleinen Stubenhockern könnten durch einen Hund aktive und unternehmungslustige Kinder werden, die dann auch seltener übergewichtig sind - und zudem fröhlicher und zufriedener.

Ein Hund in der Familie stärkt sogar das Immunsystem der Kinder: Diese Kinder hätten Antikörper gegen weit mehr Keime als Kinder ohne Haustier. Weil sie beim Kuscheln und Spielen mit etlichen ungefährlichen Bakterien in Kontakt kommen, sei ihr immunologisches Gedächtnis stärker, so dass das Immunsystem Krankheitserreger besser abwehren kann. Außerdem hätten Kinder mit Haustier weniger Allergien, weil das Immunsystem eine Vielzahl an »echten« Keimen kennenlernt. »Allergien treten nämlich vermehrt auf, wenn Kinder in einer zu sterilen Umgebung, also vor allem im Kinderzimmer und am Bildschirm aufwachsen«, erklärt Jochen Stadler. »Der Dreck, den die Hunde in die Wohnung bringen und mit dem die Kinder bei gemeinsamen Abenteuern draußen in Berührung kommen, ist also gesund.«

Kinder mit Hund sind körperlich aktiver.

Kinder mit Hund sind körperlich aktiver.

Bild: Gorodenkoff - Shutterstock.com

Familien mit Hund

Familien mit Hund

machen mehr gemeinsame Spaziergänge und Ausflüge. · Bild: 4 PM production - Shutterstock.com

In welchen Situationen werden Kinder von Hunden gebissen? Gefahren vorbeugen!

Immer wieder gibt es Berichte über Vorfälle mit Hunden, bei denen Kinder verletzt wurden, zum Teil sogar schwer. Kinder werden tatsächlich öfter von Hunden verletzt als Erwachsene, berichtet Jochen Stadler. Vor allem Kleinkinder werden von Vierbeinern am ehesten am Kopf verletzt, weil sie viel am Boden herumkrabbeln.

Meist führten unverantwortliche Fehler oder unaufmerksames Verhalten von Erwachsenen zu diesen Vorfällen: Hundebesitzer, die auf ihre Hunde nicht entsprechend Acht geben und arglose Eltern, die ihr Kleinkind unbeobachtet oder unbedacht mit einem Hund zusammenlassen - es beispielsweise zu einem Hund krabbeln lassen, wenn dieser gerade frisst.

Die meisten Unfälle mit Kleinkindern passieren übrigens nicht mit fremden Hunden, sondern zu Hause mit dem eigenen Familienhund. »Es ist daher ganz wichtig, dass kleine Kinder auch daheim mit den eigenen Hunden nie unbeaufsichtigt sind«, so der Hundeexperte.

Bei größeren Kindern kommt es eher draußen beim Spielen mit Hunden zu Verletzungen an den Armen und Beinen. »Vergegenwärtigt man sich, wie Kinder mit Hunden spielen, ist das leicht nachvollziehbar: Wenn die Hunde nach dem Spielzeug schnappen oder ihnen nachlaufen, sind die Hände, Arme und Beine eben das Erste, was sie erwischen, wenn etwas schief geht«, erklärt Jochen Stadler. Interessanterweise werden deutlich mehr Jungs als Mädchen gebissen - vermutlich, weil sie im Umgang mit Hunden verwegener sind.

Meistens handelt es sich aber um Kratzer, kleine Wunden oder Blutergüsse, wenn ein Hund zum Beispiel bei einem Leckerli zu gierig ist und die Kinderhand mit erwischt. Der Hund bemerkt dies normalerweise sofort und zieht sein Maul gleich zurück. »Hundebisse, die größere Verletzungen verursachen oder sogar gefährlich werden können, sind bei Kindern sehr selten«, lesen wir weiter.

Forscher der Medizinischen Universität Graz haben ermittelt, dass von 2000 Kindern, die von einem Hund gebissen wurden, nur eines so stark gebissen wurde, dass die Eltern mit ihm ins Krankenhaus fuhren. Und hier wiederum seien es nur 10 %, bei denen die Bisswunde genäht werden musste. Bei zwei Dritteln der Kinder, die nach einem Hundebiss ins Krankenhaus gebracht wurden, waren es leichtere Verletzungen, bei denen bloß die Wunde gereinigt und eventuell eine Tetanus-Spritze gegeben wird.

Forscher haben die näheren Umstände untersucht, bei denen Kinder von Hunden gebissen wurden:
- 37 % der Bisswunden passieren aus Ungeschicklichkeit oder Übermut von Kind und Hund beim Spielen.
- 26 % der Bisswunden passieren, wenn Kinder den Hund beim Essen stören oder ihm einen Knochen oder Ähnliches wegnehmen, denn der Hund möchte sein Futter verteidigen.
- 12 % der Vorfälle geschehen, wenn Kinder den Hund zu aufdringlich abschmusen oder ihn verfolgen, obwohl er das gerade nicht will und ihn nicht in Ruhe lassen.
- 7 % der Bissvorfälle ereignen sich, wenn Kinder in das Revier eines fremden Hundes eindringen.
- 7 % der Bissvorfälle ereignen sich mit frei laufenden Hunden auf öffentlichem Grund.

Wenn Kinder ihnen an den Ohren,

Wenn Kinder ihnen an den Ohren,

am Fell oder am Schwanz ziehen und auf ihm herumreiten, kann es selbst einem Golden Retriever zu viel werden. · Bild: HTeam - Shutterstock.com

Wichtige Verhaltensregeln, um Hundebissen vorzubeugen

Vier von fünf Hundebisse sind also vermeidbar , so Jochen Stadler. Folgende Verhaltensregeln sind dafür wichtig:
- Kinder sollten keine zu wilden Spiele mit ihrem besten Freund treiben.
- Kinder sollen ihre Haustiere in Ruhe essen lassen.
- Kinder müssen wissen, dass man einen Hund nur dann kuscheln, schmusen und streicheln darf, wenn er das auch will.
- Kinder müssen lernen, ihren Hund in Ruhe zu lassen, wenn er schläft.
- Kinder müssen respektieren, dass fremde Hunde ihr Revier beschützen und sich davon fernhalten, solange deren Frauchen oder Herrchen nicht da ist.


Bei kleinen Kindern ereignen sich viele Bissunfälle, wenn sie dem Hund absichtlich oder unabsichtlich wehtun: wenn sie ihn an den Ohren, am Fell oder am Schwanz ziehen, wenn sie auf ihn drauf plumpsen, wenn sie nach ihm schlagen, wenn er etwas macht, was sie nicht wollen, oder wenn sie ihn an der Leine reißen.

Darum mahnt Jochen Stadler: »Kleine Kinder darf man bitte einfach nicht mit Hunden alleine lassen. Sie sind in einer Entwicklungsphase, in der man sich nicht darauf verlassen kann, dass sie immer adäquat mit den Vierbeinern umgehen.« Auch wenn bei den meisten Familienhunden trotzdem nichts passiere, vor allem, wenn sie vor den kleinen Rabauken flüchten können, dürfe man sich als verantwortungsvoller Erwachsener nicht darauf verlassen.

Bei Beißvorfällen mit freilaufenden Hunden auf öffentlichem Grund gehören die Besitzer ordentlich in die Pflicht genommen, so Jochen Stadler: »Jeder Hundebesitzer, oder wer auch immer mit einem Hund spazieren geht, hat dafür zu sorgen, dass dieser keine Menschen - vor allem keine Kinder - gefährdet.« Entweder der Hund folge verlässlich aufs Wort, oder der Hundebesitzer müsse eine Leine und gegebenenfalls einen Maulkorb verwenden.

»Wenn ein Hund ein Kind beißt, beruht dies also in fast allen Fällen auf menschlichem Fehlverhalten«, erklärt der Hundeexperte. »Die Erwachsenen haben nicht aufgepasst oder nicht dafür gesorgt, dass die Kinder wichtige Dinge wissen.«

Wie können kleine Kinder lernen, Hundesprache

Wie können kleine Kinder lernen, Hundesprache

Hundesprache und Hundeverhalten zu verstehen? Jochen Stadler, Biologe und selbst Hundebesitzer, beantwortet in seinem Buch die wichtigsten Fragen rund um den Hund in der Familie. · Bild: TreePhoto Shutterstock.com

Hundekunde für Kinder

Damit Kinder wichtige Dinge wissen und lernen, hat Jochen Stadler eine »Hundekunde für Kinder« zusammengestellt:
- Bellende und schwanzwedelnde Hunde beißen auch
- Hunde sind keine Kinder auf vier Beinen
- Hunde sind weder Kuscheltiere noch Wölfe
- Die Sprache der Hunde verstehen
- So verhalten sich Kinder als Hundeprofis


Hunde kinderfreundlich sozialisieren

»Jungen Hunden muss man die Welt zeigen, in der sie später zurechtkommen sollen«, erklärt Jochen Stadler. Einerseits werden bei Welpen durch die verschiedensten Umwelteindrücke die wichtigen Gene markiert, die sie ihr Leben lang im Umgang mit anderen Hunden, Tieren und Menschen ablesen können. »Außerdem werden die nötigen Schaltkreise im Gehirn angelegt, damit sich die Welpen zu ausgeglichenen Individuen entwickeln, die adäquat auf unterschiedlichste Situationen reagieren«, erfahren wir weiter. Lernen Welpen bald nach der Geburt Menschenkinder als gute Gefährten kennen, kommen sie ein Hundeleben lang bestens mit ihnen aus. In den ersten 14 Wochen findet die Primärsozialisierung statt - sie entscheiden daher über das Wohl der Familie für viele Jahre.

Wichtig ist Lenkbarkeit (früher »Gehorsam« genannt): Ein Hund muss lernen, auf Signale zu reagieren und verlässlich bei Fuß zu gehen. Bestrafungen sind in der Hundeerziehung dabei genauso kontraproduktiv wie in der Kindererziehung.

Viele praktische Tipps, Informationen und viel Hintergrundwissen machen dieses Buch zu einem umfassenden Begleiter für alle Familien, die gut informiert und vorbereitet in ein Leben mit Hund starten wollen!

Der Autor

Jochen Stadler ist Biologe und schreibt als Wissenschaftsjournalist für die Austria Presse Agentur, die Wochenzeitschrift profil und heureka!, das Wissenschaftsmagazin der Wiener Stadtzeitung Falter. Er arbeitete bei der Österreichischen Hundewasserrettung mit Hunden unterschiedlichster Rassen und bildet seine Flat-Coated-Retriever-Hündin Kleo zum Rettungshund zu Wasser und zu Lande aus.

Das Buch

Jochen Stadler, Biologe und selbst Hundebesitzer, beantwortet in seinem anschaulichen, klugen und unterhaltsamen Buch die wichtigsten Fragen rund um den Hund in der Familie:

- Der perfekte Familienhund: So finden Sie den Hund, der wirklich in die Familie passt!
- Wie können kleine Kinder lernen, Hundesprache und Hundeverhalten zu verstehen?
- Wie gewöhnt man den Hund an ein Kind und umgekehrt?
- Hundebisse und andere Gefahren vermeiden: Fehler, die zu Unfällen führen können
- Was muss bei der Welpenerziehung unbedingt beachtet werden?

Mit dieser Hundekunde werden Eltern und Kinder zu Hundeprofis - und der Hund zum ausgeglichenen Gefährten in allen Lebenslagen.

Jochen Stadler: Kind braucht Hund
Gebunden, 200 Seiten
Ecowin-Verlag 2021 / ISBN-13 9783711002914
Preis: 24.00 Euro /
33.90 CHF

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

6,50 € ()

   Inkl. 7 % USt. zzgl. Versand

Kann nicht in folgende Länder geliefert werden:

Liefertermin unbekannt

FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

6,50 € ()

   Inkl. 7 % USt. zzgl. Versand

Kann nicht in folgende Länder geliefert werden:

Sofort ab Lager

FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

6,50 € ()

   Inkl. 7 % USt. zzgl. Versand

Kann nicht in folgende Länder geliefert werden:

Sofort ab Lager

Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

6,50 € ()

   Inkl. 7 % USt. zzgl. Versand

Kann nicht in folgende Länder geliefert werden:

Sofort ab Lager

Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
weiter

DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

jesus-tempelreinigung Ausschnitt

Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

9,90 € ()

   Inkl. 19 % USt. zzgl. Versand

Kann nicht in folgende Länder geliefert werden:

Sofort ab Lager

»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

16,90 € ()

   Inkl. 7 % USt. zzgl. Versand

Kann nicht in folgende Länder geliefert werden:

Sofort ab Lager

Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

30-31_doppelseitig

Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter