Kinder brauchen Hunde!

Kinder und Hunde: natürlich beste Freunde

Kinder und Hunde: natürlich beste Freunde

Bild: Melle V - Shutterstock.com

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

»Ich hätte so gerne einen Hund!« Diesen Wunsch haben zwei Drittel aller Eltern schon gehört. Das restliche Drittel lebt bereits mit einem vierbeinigen Familienmitglied. Tatsächlich spricht viel dafür, diesem Wunsch zu entsprechen, denn Hunde tun Kindern nachweislich gut: Wussten Sie, dass Kinder, die mit Hunden aufwachsen, wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge gesünder, weniger schüchtern, ausgeglichener und beliebter sind? Sie können besser mit Stress umgehen und sind empathischer als ihre hundelosen Altersgenossen. Außerdem lernen sie leichter und sprechen schöner. Der Biologe und Hundeexperte Jochen Stadler erklärt in seinem neuen Buch »Kind braucht Hund«, wie das Zusammenleben von Hund und Kind wirklich gelingt. Er gibt wertvolle Tipps zur Erziehung des Hundes und zeigt, wie Kinder lernen, die Sprache der Hunde zu verstehen und wie sie auf einen fremden Hund zugehen sollen.

Hunde lieben bedingsungslos -

Hunde lieben bedingsungslos -

Kinder spüren, dass Hunde sie so lieben, wie sie sind. Forschungen zeigen: Kinder, die mit Tieren aufwachsen, sind kooperativer und empathischer und können sich besser in eine Gemeinschaft einfügen. · Bild: Nina Buday - Shutterstock.com

Ein junger Hund und ein kleines Kind, die ausgelassen miteinander im Garten herumtollen - genau diese Szenen haben Eltern im Kopf, wenn sie entscheiden, einen Welpen ins Haus und in die Familie zu holen. Doch damit dieses Wunschbild zur Realität wird, sollte man beim Heranwachsen des Hundes auf einiges gut achten, damit es später nicht zu unangenehmen oder sogar gefährlichen Überraschungen kommt. Vor allem die ersten Lebensmonate des jungen Hundes entscheiden darüber, ob aus Kind und Hund ein harmonisches Team wird.

»Damit die Beziehung funktioniert, sollten Hund und Kind einander gut verstehen und jeweils lernen, die Bedürfnisse des anderen zu respektieren«, so Jochen Stadler. »Leider ist dies nicht immer der Fall, und darum geschehen bisweilen Zwischenfälle, bei denen kleine Zweibeiner von Hunden teils schwer verletzt werden.« Deswegen sei es so wichtig, den jungen Hund gut zu sozialisieren und zu einem Menschen liebenden, ausgeglichenen und verlässlichen Partner zu erziehen.

»Kleinkinder wiederum wissen nicht von Geburt an, wie ein Hund tickt, was er mit seiner Mimik und Körpersprache sagen will, was ihm gefällt und was für ihn unangenehm ist«, gibt der Hundeexperte zu bedenken. Kinder müssen den Umgang mit Hunden lernen. Und auch dann, wenn man keinen Hund in der Familie hat, ist dies wichtig, denn Kindern begegnen fremden Hunden auf der Straße, bei Freunden oder im Urlaub. Ein Kind, das weiß, wie man mit Hunden umgeht, kann unangenehme Situationen vermeiden und angenehme auskosten.

Ausdrucksweise und Körpersprache von Hunden

Ausdrucksweise und Körpersprache von Hunden

sind teils sehr ähnlich wie die von Menschen und können daher von ihnen verstanden werden. Kinder mit Hund haben Studien zufolge verbesserte Kommunikationsfähigkeiten. · Bild: Nina Buday - Shutterstock.com

Die »Symbiose« zwischen Mensch und Tier sei so alt wie die Menschheit selbst, so der Entwicklungspsychologe Erhard Olbrich und prägte dafür den Begriff »Biophilie« - Liebe zu Lebewesen. Diese Liebe zu Lebewesen ist bei Kindern oft noch stärker ausgeprägt als bei Erwachsenen. »Egal welcher Kultur sie angehören und ob sie auf dem Land oder in der Stadt aufwachsen, sie ahmen gerne Tierlaute nach und benennen Tiere, denen sie im Bilderbuch, in der Natur oder auf der Straße begegnen«, erklärt Jochen Stadler. Tiernamen wie »Wau-Wau«, »Miau« und »Muh« gehören zu ihren ersten Worten.

Zu Hunden haben die Menschen seit Urzeiten ein ganz besonderes Verhältnis aufgebaut. »Die Beziehung zwischen ihnen ist zehntausende Jahre alt und in beiden Spezies genetisch verankert«, erfahren wir weiter. Schon in der prähistorischen Zeit sind Kinder mit Hunden oder Hauswölfen aufgewachsen.

Kinder - und natürlich auch Erwachsene - nehmen einen Hund als Individuum mit eigener Persönlichkeit wahr. Ein Hund ist Freund, Partner und Familienmitglied. »Forscher nennen dieses Phänomen, das Mitgefühl und Empathie ermöglicht, "Du-Evidenz"« , erklärt Jochen Stadler. Dafür brauche es keine gemeinsame Sprache, weil Hunde menschenähnliche emotionale und soziale Grundbedürfnisse haben. Ihre Ausdrucksweise und ihre Körpersprache sind teils sehr ähnlich wie die der Menschen und können daher mit ein bisschen Übung von ihnen verstanden werden. Deshalb funktioniert es also schon zwischen Kleinkindern und Hunden.

Hunde verbessern die Sprachfähigkeiten,

Hunde verbessern die Sprachfähigkeiten,

Leseflüssigkeit und Leseverständnis von Kindern. Die Kinder fühlen sich in ihrer Nähe sicher und vertraut und entspannen sich messbar. · Baronb - Shutterstock.com

Hunde machen Kinder schlau, einfühlsam und beliebt

»Schon ein Säugling profitiert enorm von einem Familienhund«, erfahren wir in dem Buch »Kind braucht Hund«. Jochen Stadler verweist auf wissenschaftliche Untersuchungen, dass Babys aus Familien mit Hund bereits mit sechs bis zwölf Monaten grob- und feinmotorisch geschickter seien als jene aus einer hundelosen Familie. Und noch mehr: »Sie kommunizieren besser, haben höhere Problemlösungsfähigkeiten und eine schnelle soziale Entwicklung.«

Woran liegt das? Ein Zusammenleben mit einem Hund verbessert die nonverbalen Kommunikationsfähigkeiten eines Kindes mittels Körpersprache und Mimik und die Wahrnehmung für Gesichtsausdrücke und Nuancen in der Körpersprache. Denn um mit ihrem Hund zu kommunizieren und ihn zu verstehen, achten die Kinder genau auf die Körpersprache und das Verhalten des Hundes, erklärt Jochen Stadler. Die Kinder können dadurch nicht nur die nonverbale Kommunikation von Tieren besser lesen, sondern auch die von Menschen, so dass sie lernen, ihr Gegenüber genau zu beobachten und das Verhalten einzuschätzen.

Und: Hunde zeigen Kindern auch sehr deutlich, wie deren Verhalten bei ihnen ankommt: Die Reaktionen des Tieres sind immer offen und direkt. Dadurch erhalten die Zweibeiner eine authentische Rückmeldung. Das Kind bekommt also eine natürliche Bestätigung oder Korrektur seines sozialen Handelns - und zwar ganz ohne erhobenen Zeigefinger. »Wenn der Hund zum Beispiel flüchtet, weil das Kind beim Spielen zu grob oder zu wild ist, erfährt es, dass es ruhiger und sanfter sein muss, damit er nicht davonläuft«, so Jochen Stadler. »Reagiert das Tier dann positiv auf das veränderte Verhalten, fühlt sich das Kind in seinem Handeln bestätigt und wendet es vermehrt an.«

Dieses soziale Lernen hilft dem Kind natürlich auch im Umgang mit Menschen: Geschwistern, Spielkameraden, im Kindergarten und später in der Schule. Forschungen zeigen, dass Kinder, die mit Tieren aufwachsen, kooperativer und empathischer sind und sich besser in eine Gemeinschaft einfügen können.

Ein Hund in der Familie fördert außerdem den familiären Zusammenhalt: »Familien, die sich einen Hund angeschafft haben, machen mehr gemeinsame Spaziergänge, Wanderungen und Ausflüge«, schreibt Jochen Stadler.

Natürlich bringt ein Haustier auch viel Verantwortung mit sich. Hundepflege und Gassi gehen macht Kindern grundsätzlich Freude. Wenn Kindern Verantwortung für ein Tier übertragen wird, wächst nicht nur das Verantwortungsbewusstsein, sondern auch das Selbstbewusstsein. Das Kind erfährt Anerkennung von Erwachsenen und Gleichaltrigen.

Hunde helfen Kindern auch beim Lesenlernen!

Hunde helfen Kindern auch beim Lesenlernen!

Viele Kinder lesen ihren Hunden vor - so verbessert sich die Leseflüssigkeit. · Bild: My Good Images - Shutterstock.com

Hunde unterstützen Kinder beim Lernen

Es gibt zahlreiche Studien, die zeigen, dass Hunde die Sprach- und Lesefähigkeiten von Kindern verbessern. Wie kommt das? Kinder unterhalten sich mit ihrem Hund, als würde er jedes Wort verstehen - und die Kinder sind dabei auch überzeugt, dass ihr Hund sie versteht! Schon Kleinkinder sprechen mit ihrem Hund und übernehmen Kommunikationsmuster, die sie sich von Erwachsenen abgeschaut haben, führt Jochen Stadler aus. »Sie erklären alles sehr deutlich, wiederholen wichtige Dinge mehrmals hintereinander und beschreiben sie möglichst einprägsam.« Dabei artikulieren sie klar und deutlich, was zu einer schönen Aussprache beiträgt.

Und so unglaublich es klingen mag: Hunde helfen Kindern auch beim Lesenlernen! Der österreichische Verhaltensforscher Prof. Dr. Kurt Kotrschal erklärt, dass Kinder konzentrierter sind, wenn der Hund bei den Hausaufgaben oder beim Lesen üben dabei ist. Kinder schneiden bei Leseverständnistests besser ab, wenn ein Hund im Raum ist, fand Prof. Kotrschal heraus. Viele Kinder lesen ihren Hunden vor - so verbessert sich die Leseflüssigkeit.

Weil die Hunde Kindern das Gefühl von Sicherheit und Vertrautheit vermitteln, entspannen sie sich messbar in ihrer Gegenwart. Die Menge der Stresshormone im Blut verringert sich. Sogar wenn Kinder nur an ihren Hund denken, wird ihr Herzschlag ruhiger und gleichmäßiger, der Blutdruck sinkt.

In einer Untersuchung ließen Forscher mehrere Kinder laut vorlesen, einmal alleine, dann mit Hund. »Wenn der Hund dabei war, zeigten die Kinder viel weniger Stressmerkmale, also zum Beispiel einen nicht so stark erhöhten Blutdruck«, berichtet Jochen Stadler. Sogar die Stimme der Kinder wurde weicher. »Das alles sind körperliche Zeichen, dass die Kinder sich in der Nähe von Tieren sicherer und vertrauter fühlen.«

Hunde sind Balsam für die Psyche:

Hunde sind Balsam für die Psyche:

Kinder spüren, dass Hunde sie so lieben, wie sie sind. Sie müssen für die Liebe eines Hundes keinen Normen oder Erwartungen gerecht werden. · Bild: Gladskikh Tatiana - Shutterstock.com

Hunde sind wichtig für die Seele der Kinder

»Fragt man Kinder, so sagen sie, dass Hunde einige Vorteile gegenüber Erwachsenen haben: Sie seien im Gegensatz zu diesen stets treu, anhänglich und immer für sie da. Man könne sich auf sie verlassen und werde von ihnen beschützt«, so Jochen Stadler.

Hunde sind Balsam für die Psyche: Kinder spüren, dass Hunde sie so lieben, wie sie sind. Sie müssen für die Liebe eines Hundes keinen Normen oder Erwartungen gerecht werden. Hunde stellen keine Bedingungen, bewerten und vergleichen sie nicht mit anderen. »Sie antworten unmittelbar und authentisch auf das Verhalten der Kinder, was Letzteren ein solides psychisches Fundament schenkt«, erklärt der Biologe weiter. »Hunde sind also eine akzeptierende, nicht urteilende, stabile Quelle unbedingter und teils grenzenloser Liebe.«

Beim Streicheln und Kuscheln mit dem Hund und auch, wenn der Hund ein Kind länger anschaut, wird das Liebes- und Bindungshormon Oxytocin ausgeschüttet - und zwar bei beiden, beim Kind und beim Hund. Oxytocin löst Wohlbehagen, Ruhe und Entspannung aus. Außer beim Streicheln von geliebten Tieren wird im Körper des Kindes Oxytocin nur bei sehr engen menschlichen Bezugspersonen ausgeschüttet - wie Mama und Papa.

Hunde seien für Kinder Vertraute, denen sie alles erzählen können, ohne die geringste Sorge vor negativen Konsequenzen zu haben. Vertraute, die immer zuhören, verstehen und trösten, besonders dann, wenn es Streit mit Eltern, Geschwistern oder Freunden gibt oder das Kind schlechte Noten und Schulsorgen hat. Kinder haben das wertvolle Gefühl, dass der Tierfreund bedingungslos zu ihnen steht.

Hunde sind für Kinder Vertraute,

Hunde sind für Kinder Vertraute,

die immer zuhören, verstehen, trösten und bedingsungslos für sie da sind. · Ovcharenko - Shutterstock.com

Jochen Stadler weist darauf hin, dass Hunde Kindern auch in Scheidungskrisen Halt geben und einen konfliktfreien Raum bieten. »Schlechte Bindungserfahrungen mit Menschen werden nicht auf Tiere übertragen, und Kinder, die von ihren Eltern oder Freunden enttäuscht worden sind, haben in der Regel kein Problem, sich danach Tieren anzuvertrauen und sich fest an sie zu binden. Die tollen Bindungserfahrungen, die sie mit dem Hund machen, können sie dann aber umgekehrt auf menschliche Beziehungen übertragen.« So sei es kein Wunder, dass manche Psychologen Hunde als »stille Psychiater« bezeichnen.

»Hunde und andere tierische Therapeuten können also Kindern helfen, die mit Menschen sehr schlimme Erfahrungen gemacht haben und sich vor keinem Psychologen oder Psychiater öffnen«, schreibt Jochen Stadler. »Die Vierbeiner schaffen es oft, sie aus ihrer Verzweiflung zu holen und ihnen den Start in ein halbwegs "normales" Leben zu ermöglichen.«

»Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund

»Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund

aufnehmen, der einem das Gesicht leckt.« · Bild: Sergey Lavrentev - Shutterstock.com

Hunde halten Kinder gesund

Hunde tun Kindern nicht nur seelisch und mental gut, sondern auch körperlich. Klar, Kinder tollen mit Hunden mehr im Garten und in der Natur rum, gehen mit ihnen spazieren oder Rad fahren. »So sind zum Beispiel Zehn- bis Zwölfjährige mit einem Hund täglich eine halbe Stunde länger auf den Beinen als hundelose Kinder und sie sind zusätzlich gute zwei Stunden pro Woche körperlich aktiv«, schreibt Jochen Stadler. Aus kleinen Stubenhockern könnten durch einen Hund aktive und unternehmungslustige Kinder werden, die dann auch seltener übergewichtig sind - und zudem fröhlicher und zufriedener.

Ein Hund in der Familie stärkt sogar das Immunsystem der Kinder: Diese Kinder hätten Antikörper gegen weit mehr Keime als Kinder ohne Haustier. Weil sie beim Kuscheln und Spielen mit etlichen ungefährlichen Bakterien in Kontakt kommen, sei ihr immunologisches Gedächtnis stärker, so dass das Immunsystem Krankheitserreger besser abwehren kann. Außerdem hätten Kinder mit Haustier weniger Allergien, weil das Immunsystem eine Vielzahl an »echten« Keimen kennenlernt. »Allergien treten nämlich vermehrt auf, wenn Kinder in einer zu sterilen Umgebung, also vor allem im Kinderzimmer und am Bildschirm aufwachsen«, erklärt Jochen Stadler. »Der Dreck, den die Hunde in die Wohnung bringen und mit dem die Kinder bei gemeinsamen Abenteuern draußen in Berührung kommen, ist also gesund.«

Kinder mit Hund sind körperlich aktiver.

Kinder mit Hund sind körperlich aktiver.

Bild: Gorodenkoff - Shutterstock.com

Familien mit Hund

Familien mit Hund

machen mehr gemeinsame Spaziergänge und Ausflüge. · Bild: 4 PM production - Shutterstock.com

In welchen Situationen werden Kinder von Hunden gebissen? Gefahren vorbeugen!

Immer wieder gibt es Berichte über Vorfälle mit Hunden, bei denen Kinder verletzt wurden, zum Teil sogar schwer. Kinder werden tatsächlich öfter von Hunden verletzt als Erwachsene, berichtet Jochen Stadler. Vor allem Kleinkinder werden von Vierbeinern am ehesten am Kopf verletzt, weil sie viel am Boden herumkrabbeln.

Meist führten unverantwortliche Fehler oder unaufmerksames Verhalten von Erwachsenen zu diesen Vorfällen: Hundebesitzer, die auf ihre Hunde nicht entsprechend Acht geben und arglose Eltern, die ihr Kleinkind unbeobachtet oder unbedacht mit einem Hund zusammenlassen - es beispielsweise zu einem Hund krabbeln lassen, wenn dieser gerade frisst.

Die meisten Unfälle mit Kleinkindern passieren übrigens nicht mit fremden Hunden, sondern zu Hause mit dem eigenen Familienhund. »Es ist daher ganz wichtig, dass kleine Kinder auch daheim mit den eigenen Hunden nie unbeaufsichtigt sind«, so der Hundeexperte.

Bei größeren Kindern kommt es eher draußen beim Spielen mit Hunden zu Verletzungen an den Armen und Beinen. »Vergegenwärtigt man sich, wie Kinder mit Hunden spielen, ist das leicht nachvollziehbar: Wenn die Hunde nach dem Spielzeug schnappen oder ihnen nachlaufen, sind die Hände, Arme und Beine eben das Erste, was sie erwischen, wenn etwas schief geht«, erklärt Jochen Stadler. Interessanterweise werden deutlich mehr Jungs als Mädchen gebissen - vermutlich, weil sie im Umgang mit Hunden verwegener sind.

Meistens handelt es sich aber um Kratzer, kleine Wunden oder Blutergüsse, wenn ein Hund zum Beispiel bei einem Leckerli zu gierig ist und die Kinderhand mit erwischt. Der Hund bemerkt dies normalerweise sofort und zieht sein Maul gleich zurück. »Hundebisse, die größere Verletzungen verursachen oder sogar gefährlich werden können, sind bei Kindern sehr selten«, lesen wir weiter.

Forscher der Medizinischen Universität Graz haben ermittelt, dass von 2000 Kindern, die von einem Hund gebissen wurden, nur eines so stark gebissen wurde, dass die Eltern mit ihm ins Krankenhaus fuhren. Und hier wiederum seien es nur 10 %, bei denen die Bisswunde genäht werden musste. Bei zwei Dritteln der Kinder, die nach einem Hundebiss ins Krankenhaus gebracht wurden, waren es leichtere Verletzungen, bei denen bloß die Wunde gereinigt und eventuell eine Tetanus-Spritze gegeben wird.

Forscher haben die näheren Umstände untersucht, bei denen Kinder von Hunden gebissen wurden:
- 37 % der Bisswunden passieren aus Ungeschicklichkeit oder Übermut von Kind und Hund beim Spielen.
- 26 % der Bisswunden passieren, wenn Kinder den Hund beim Essen stören oder ihm einen Knochen oder Ähnliches wegnehmen, denn der Hund möchte sein Futter verteidigen.
- 12 % der Vorfälle geschehen, wenn Kinder den Hund zu aufdringlich abschmusen oder ihn verfolgen, obwohl er das gerade nicht will und ihn nicht in Ruhe lassen.
- 7 % der Bissvorfälle ereignen sich, wenn Kinder in das Revier eines fremden Hundes eindringen.
- 7 % der Bissvorfälle ereignen sich mit frei laufenden Hunden auf öffentlichem Grund.

Wenn Kinder ihnen an den Ohren,

Wenn Kinder ihnen an den Ohren,

am Fell oder am Schwanz ziehen und auf ihm herumreiten, kann es selbst einem Golden Retriever zu viel werden. · Bild: HTeam - Shutterstock.com

Wichtige Verhaltensregeln, um Hundebissen vorzubeugen

Vier von fünf Hundebisse sind also vermeidbar , so Jochen Stadler. Folgende Verhaltensregeln sind dafür wichtig:
- Kinder sollten keine zu wilden Spiele mit ihrem besten Freund treiben.
- Kinder sollen ihre Haustiere in Ruhe essen lassen.
- Kinder müssen wissen, dass man einen Hund nur dann kuscheln, schmusen und streicheln darf, wenn er das auch will.
- Kinder müssen lernen, ihren Hund in Ruhe zu lassen, wenn er schläft.
- Kinder müssen respektieren, dass fremde Hunde ihr Revier beschützen und sich davon fernhalten, solange deren Frauchen oder Herrchen nicht da ist.


Bei kleinen Kindern ereignen sich viele Bissunfälle, wenn sie dem Hund absichtlich oder unabsichtlich wehtun: wenn sie ihn an den Ohren, am Fell oder am Schwanz ziehen, wenn sie auf ihn drauf plumpsen, wenn sie nach ihm schlagen, wenn er etwas macht, was sie nicht wollen, oder wenn sie ihn an der Leine reißen.

Darum mahnt Jochen Stadler: »Kleine Kinder darf man bitte einfach nicht mit Hunden alleine lassen. Sie sind in einer Entwicklungsphase, in der man sich nicht darauf verlassen kann, dass sie immer adäquat mit den Vierbeinern umgehen.« Auch wenn bei den meisten Familienhunden trotzdem nichts passiere, vor allem, wenn sie vor den kleinen Rabauken flüchten können, dürfe man sich als verantwortungsvoller Erwachsener nicht darauf verlassen.

Bei Beißvorfällen mit freilaufenden Hunden auf öffentlichem Grund gehören die Besitzer ordentlich in die Pflicht genommen, so Jochen Stadler: »Jeder Hundebesitzer, oder wer auch immer mit einem Hund spazieren geht, hat dafür zu sorgen, dass dieser keine Menschen - vor allem keine Kinder - gefährdet.« Entweder der Hund folge verlässlich aufs Wort, oder der Hundebesitzer müsse eine Leine und gegebenenfalls einen Maulkorb verwenden.

»Wenn ein Hund ein Kind beißt, beruht dies also in fast allen Fällen auf menschlichem Fehlverhalten«, erklärt der Hundeexperte. »Die Erwachsenen haben nicht aufgepasst oder nicht dafür gesorgt, dass die Kinder wichtige Dinge wissen.«

Wie können kleine Kinder lernen, Hundesprache

Wie können kleine Kinder lernen, Hundesprache

Hundesprache und Hundeverhalten zu verstehen? Jochen Stadler, Biologe und selbst Hundebesitzer, beantwortet in seinem Buch die wichtigsten Fragen rund um den Hund in der Familie. · Bild: TreePhoto Shutterstock.com

Hundekunde für Kinder

Damit Kinder wichtige Dinge wissen und lernen, hat Jochen Stadler eine »Hundekunde für Kinder« zusammengestellt:
- Bellende und schwanzwedelnde Hunde beißen auch
- Hunde sind keine Kinder auf vier Beinen
- Hunde sind weder Kuscheltiere noch Wölfe
- Die Sprache der Hunde verstehen
- So verhalten sich Kinder als Hundeprofis


Hunde kinderfreundlich sozialisieren

»Jungen Hunden muss man die Welt zeigen, in der sie später zurechtkommen sollen«, erklärt Jochen Stadler. Einerseits werden bei Welpen durch die verschiedensten Umwelteindrücke die wichtigen Gene markiert, die sie ihr Leben lang im Umgang mit anderen Hunden, Tieren und Menschen ablesen können. »Außerdem werden die nötigen Schaltkreise im Gehirn angelegt, damit sich die Welpen zu ausgeglichenen Individuen entwickeln, die adäquat auf unterschiedlichste Situationen reagieren«, erfahren wir weiter. Lernen Welpen bald nach der Geburt Menschenkinder als gute Gefährten kennen, kommen sie ein Hundeleben lang bestens mit ihnen aus. In den ersten 14 Wochen findet die Primärsozialisierung statt - sie entscheiden daher über das Wohl der Familie für viele Jahre.

Wichtig ist Lenkbarkeit (früher »Gehorsam« genannt): Ein Hund muss lernen, auf Signale zu reagieren und verlässlich bei Fuß zu gehen. Bestrafungen sind in der Hundeerziehung dabei genauso kontraproduktiv wie in der Kindererziehung.

Viele praktische Tipps, Informationen und viel Hintergrundwissen machen dieses Buch zu einem umfassenden Begleiter für alle Familien, die gut informiert und vorbereitet in ein Leben mit Hund starten wollen!

Der Autor

Jochen Stadler ist Biologe und schreibt als Wissenschaftsjournalist für die Austria Presse Agentur, die Wochenzeitschrift profil und heureka!, das Wissenschaftsmagazin der Wiener Stadtzeitung Falter. Er arbeitete bei der Österreichischen Hundewasserrettung mit Hunden unterschiedlichster Rassen und bildet seine Flat-Coated-Retriever-Hündin Kleo zum Rettungshund zu Wasser und zu Lande aus.

Das Buch

Jochen Stadler, Biologe und selbst Hundebesitzer, beantwortet in seinem anschaulichen, klugen und unterhaltsamen Buch die wichtigsten Fragen rund um den Hund in der Familie:

- Der perfekte Familienhund: So finden Sie den Hund, der wirklich in die Familie passt!
- Wie können kleine Kinder lernen, Hundesprache und Hundeverhalten zu verstehen?
- Wie gewöhnt man den Hund an ein Kind und umgekehrt?
- Hundebisse und andere Gefahren vermeiden: Fehler, die zu Unfällen führen können
- Was muss bei der Welpenerziehung unbedingt beachtet werden?

Mit dieser Hundekunde werden Eltern und Kinder zu Hundeprofis - und der Hund zum ausgeglichenen Gefährten in allen Lebenslagen.

Jochen Stadler: Kind braucht Hund
Gebunden, 200 Seiten
Ecowin-Verlag 2021 / ISBN-13 9783711002914
Preis: 24.00 Euro /
33.90 CHF

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Sonderpreis: Fakten gegen die Jagd (Ausgabe 2017, 24 Seiten)

Artikelnummer: 521

Die Natur braucht keine Jäger: Fakten gegen die Jagd - Warum jagen Jäger wirklich? Die Frage »Warum jagen wir?« beantwortet eine Jagdredakteurin wie folgt: »Einige beschreiben die Jagd als Kick, andere sprechen von großer innerer Zufriedenheit. Die Gefühle bei der Jagd sind ebenso subjektiv wie in der Liebe. Warum genießen wir sie nicht einfach, ohne sie ständig rechtfertigen zu wollen?« Rationale Gründe, mit denen Jäger rechtfertigen, dass die Jagd notwendig sei, sind offenbar nur Ausreden. Jedenfalls schreibt die Jägerin: »Der Tod, der mit dem Beutemachen verbunden ist, ist verpönt. Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz.«

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Mutterliebe - Die ergreifende Tiergeschichte von Manfred Kyber jetzt als Film

Manfred Kyber (1880-1933) war ein Schriftsteller und Tierschützer, der vor allem durch seine besonderen Tiergeschichten bekannt geworden ist. Aus zwei seiner Geschichten, »Stumme Bitten« und »Der Hase und der Tod« hat der Verlag Das Brennglas einen Zeichentrickfilm auf DVD produziert, der die »stumme Bitten« hörbar macht und den Tieren mit ergreifenden Bildern eine Stimme gibt. Nun ist der Film »Mutterliebe« online erschienen.


In einem Heukorb oben auf der Dachkammer lag eine Katzenmutter mit zwei Katzenkindern. Die Kinder waren erst vor wenigen Tagen zur Welt gekommen, und sie waren noch sehr hilflos - kleine Pfoten hatten sie, die immer ausrutschten, und unverhältnismäßig große Köpfe mit blinden Augen, die sich suchend im Bauchfell der Mutter vergruben. weiterlesen

DVD gibt den Tieren eine Stimme: Der Hase und der Tod – Stumme Bitten

Der Schnee lag kalt und weiß auf freiem Felde.

Ein Hase und seine Frau suchten Futter. Die Pfoten froren. Es war ein mühsamer Weg, und der Wind pfiff über die Fläche. Die Ausbeute war kümmerlich. Man musste erst den Schnee fortkratzen, um etwas Essen zu finden.

Die Pfoten wurden so leicht wund dabei. Man musste sie dazwischen immer wieder ablecken. Auch war die Frau des Hasen leidend. Ein Bein war ihr zerschossen worden. Sie humpelte hilflos und gebrechlich über den Schnee.

»Ach, diese schrecklichen Jagden!« seufzte die Häsin. »Töten ist doch kein Vergnügen! Sogar Wölfe reißen aus Hunger, nicht aus Lust am Töten.«

»Es sind eben keine Wölfe, sondern Menschen«, sagte der Hase.


Manfred Kyber (1880-1933) war ein deutscher Schriftsteller und Tierschützer, der vor allem durch seine besonderen Tiergeschichten bekannt geworden ist. Aus zwei seiner Geschichten hat der Verlag Das Brennglas einen ergreifenden Zeichentrickfilm auf DVD produziert.

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DVD: „Stumme Bitten“ · „Der Hase und der Tod“ als Zeichentrick-Filme

Artikelnummer: 321

»Die Welt ist voll von stummen Bitten, die nicht gehört werden. Es sind Menschen, die sie nicht hören. Es scheint unmöglich, diese stummen Bitten zu zählen. So viele sind es. Aber sie werden alle gezählt. Sie werden gebucht im Buche des Lebens.« (Manfred Kyber) Ein Zeichentrickfilm, der unter die Haut geht, die »stumme Bitten« hörbar macht und den Tieren mit ergreifenden Bildern eine Stimme gibt!

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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

jesus-tempelreinigung Ausschnitt

Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Im Reich der Bären - Die gelassenen Gebieter des Waldes

Am 26. Juni 2006, wurde der Bär Bruno um 4:50 Uhr in der Nähe der Rotwand im Spitzingseegebiet in Bayern erschossen. Sein Vergehen: Der junge Bär hatte es gewagt, Italien zu verlassen, deutschen Boden zu betreten und hier Bienenstöcke zu plündern und Schafe zu verspeisen, die eigentlich Menschen essen wollten. Fast 20 Jahre nach Brunos Tod bringt uns Moritz Klose, renommierter Wildtierexperte, in seinem Buch »Im Reich der Bären - Die gelassenen Gebieter des Waldes« auf eindrucksvolle Weise die Welt der Bären näher. Er zeigt, wie anpassungsfähig Bären sind und welche Rolle sie in unserem Ökosystem spielen. Und er stellt die entscheidende Frage: Wie gelingt eine nachhaltige und friedliche Koexistenz von Mensch und Bär? weiter

Wildtier-Tourismus: Tierleid durch Unkenntnis?

Fast 20 Prozent des internationalen Tourismus lassen sich auf Wildtier-Tourismus zurückführen - und diese Branche wächst stetig weiter. Tiere dienen in der Tourismusbranche als Profitobjekt. Sie werden von Menschen ausgebeutet, manipuliert und so zu unnatürlichen Verhaltensweisen gezwungen, um Touristen zu entertainen und ein schönes Urlaubserlebnis zu verschaffen. So werden in vielen Ländern Asiens Elefanten als Attraktionen genutzt. Es wird das Bild vermittelt, dass es vollkommen natürlich sei, auf Elefanten zu reiten. Die Tiere werden angekettet und mit Elefantenhaken gehorsam gemacht. Anderswo kann man mit Orang-Utans oder anderen Primaten für Selfies posieren. Vielen Touristen scheint nicht bewusst zu sein, dass ihr Urlaubsvergnügen oder das Foto für Social Media oft mit großem Leid für die Tiere verbunden ist. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

natürlich VEGAN BACKEN

Philip Khoury, preisgekrönter Chefkonditor im Kaufhaus »Harrods« in London, zeigt in seinem ersten Backbuch, wie man mit rein natürlichen Zutaten vegane und damit ethisch vertretbare Backwaren zubereiten kann: ohne Abstriche bei Geschmack und Qualität, aber ohne Ausbeutung von Tieren und des Planeten. Er widmet sein Buch allen Menschen, »die mutig genug sind, den Status quo infrage zu stellen. Für alle Naschkatzen, die nach einer neuen Art zu backen suchen. Möge dieses Buch eine Quelle der Inspiration und Freude sein. Gemeinsam können wir eine Zukunft schaffen, die freundlicher, empathischer und nachhaltiger für alle ist.« weiter

Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, Klimakatastrophe: Wie tierische Produkte unseren Planeten zerstören

Nächtliche Satellitenaufnahme Brände im brasilianischen Regenwald - Trzmiel Shutterstock

Nächtliche Satelliten­aufnahme einer ökologischen Katastrophe: Die unwiderbringliche Zerstörung des Regenwaldes, der Lunge unseres Planenten

Die Erzeugung tierischer Produkte wie Fleisch, Milch, Fisch und Eier gehört zu den Hauptgründen für die menschengemachte Klimakatastrophe und ist maßgeblich für die Zerstörung des Planeten verantwortlich: für die Zerstörung von Lebensräumen und der Nahrungsgrundlage von Menschen, Tieren und Pflanzen, für das dramatische Artensterben, für die Abholzung der Regenwälder, für die Vergeudung von Ressourcen, für die Verschwendung und Verschmutzung von Wasser und für die Vergiftung der Böden, des Grundwassers und der Luft. Ein ausgesprochen wirksamer Beitrag, um die Umwelt zu schützen, ist vegan zu leben. weiter

Skandal im Kuhstall: Immer wieder katastrophale Zustände in Milchkuh-Ställen aufgedeckt

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Nichts für schwache Nerven: Kühe in einem Stall in Feldkirchen in Anbindehaltung, zentimetertief in Kot und Gülle.

Der österreichische Verein RespekTiere e.V. in Salzburg deckt seit vielen Jahren regelmäßig tierquälerische Zustände in Milchkuh-Betrieben auf: Kühe in Anbinde­haltung, durch kurze Ketten zur Bewegungsunfähigkeit verurteilt, auf Gitterrosten in Mist und Gülle stehend, mit dreckverkrustetem Fell. Kälber in winzigen Holzverschlägen, in denen sie sich kaum umdrehen können, oder in Kälberiglus in Gülle stehend. Über viele dieser Tierschutz-Skandale wurde mit dramatischen Bildern in der Presse berichtet. Doch wie viele Missstände müssen Tierschutzorganisationen noch aufdecken, bis der Gesetzgeber endlich reagiert und die tierquälerische Anbindehaltung von Kühen verbietet? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

55 Hektar im Kreis Dithmarschen endlich jagdfrei!

Rund 55 Hektar Grundstücke mit Wiesen und Feldern im Kreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein) sind endlich jagdfrei! Dass eine dermaßen große Fläche offiziell jagdrechtlich befriedet wird, ist bisher wohl einmalig: Es gibt inzwischen mehrere Hundert jagdrechtlich befriedete Grundstücke in Deutschland, doch meist besitzen die Eigentümer nur wenige Hektar. Wohl genau aus diesem Grund machte es die Jagdlobby den Eigentümern der 55 Hektar landwirtschaftlicher Fläche so schwer: Es brauchte zehn Jahre und eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Schleswig-Holstein, bis das Grundstück von Susanne und Peter Storm* endlich jagdfrei wurde. weiter

WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere

»Wild und frei« ist mit atemberaubenden schwarz-weiß-Fotografien eine Ode an die Wildnis. Tom D. Jones ist ein begnadeter »fine art«-Fotograf und zeigt Wildtiere wie Elefanten, Giraffen, Nashörner, Gorillas oder Löwen aus nächster Nähe. »Für mich dreht sich alles um die Freiheit des Tieres«, erklärt er. Deshalb gibt es in den Aufnahmen dieses Buches kein einziges Tier, das gefüttert wird, in einem privaten Reservat lebt oder in irgendeiner anderen Form von Gefangenschaft gehalten wird. Das Ergebnis sind Aufnahmen, welche unter die Haut gehen. weiter

Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul

Mit ihrem neuen Buch »Feeding Creativity« verbindet Mary McCartney ihre beiden großen Leidenschaften: Fotografie und Kochen. Jedes der 60 veganen Rezepte hat sie mit Stars gekocht und sie beim Kochen und Essen fotografiert: Schauspielerinnen und Schauspieler wie Cameron Diaz, Kate Blanchett, Drew Barrymore, Woody Harrelson, Stanley Tucci und David Oyelowo, Musikerinnen und Musiker von Nile Rodgers oder bis Ringo Star und Papa Paul, Künstlerinnen und Künstler wie David Hockney und Jeff Koons oder Primaballerina Francesca Hayward. weiter

Interview mit Mary McCartney: Wie entstand die Idee zu dem veganen Promi-Kochbuch »Feeding Creativity«?

Mit ihrem Kochbuch »Feeding Creativity« möchte Mary McCartney zeigen, wie schnell, einfach, lecker und unkompliziert und einfach das vegane Kochen ist. Damit tritt sie in die Fußstapfen ihrer Mutter Linda McCartney, die ebenfalls Promi-Fotografin war, bereits in den 1970er und 80er Jahren vegetarische Kochbücher veröffentlichte und sich für den Schutz der Tiere einsetzte.


Wie entstand die Idee zu dem Kochbuch?


Mary McCartney: Ich liebe es, Rezepte mit anderen zu teilen. Ich koche schon immer für andere und es ist meine Art, mit jemandem Verbindung aufzunehmen. Aber ich bin nun mal begeisterte Portrait-Fotografin, und so kam eines Tages die Idee für »Feeding Creativity«.
Zum Interview mit Mary McCartney

STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen

»Land« = blühende Landschaften und Artenvielfalt, »Stadt« = Beton und Ödnis? Eine Vorstellung, die längst so nicht mehr gilt. Der bekannte Zoologe, Ökologe und Bestseller-Autor Prof. Dr. Josef H. Reichholf unternimmt in seinem neuen Buch »Stadtnatur - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen« einen Streifzug durch die vielfältigen Ökosysteme des urbanen Raums. Ob Wildschweine, Füchse und Nachtigallen in Berlin, Wanderfalken in Köln oder eine bunte Vogelwelt und Rehe im Englischen Garten in München: viele Wildtiere haben den Lebensraum Stadt längst für sich entdeckt. Inzwischen sind unsere großen Städte sogar Inseln der Artenvielfalt geworden, die sogar mit den besten Naturschutzgebieten mithalten können.
In den Städten finden Tiere und Pflanzen die Biotope, die sie für ihr (Über)Leben brauchen. Hier sind sie weniger Gefahren ausgesetzt als auf dem Land, wo freilebende Tiere gejagt und ihre Lebensräume durch eine industriell betriebene Land- und Forstwirtschaft vernichtet werden...
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Prof. Dr. Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich«

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Josef H. Reichholf über sein neues Buch »Stadtnatur«, über Großstädte als Rettungsinseln der Artenvielfalt und darüber, was geschehen müsste, damit die Artenvielfalt auf den Fluren und in den Wäldern wieder zunimmt. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Urteil BVerwG: Auch Vereine und Stiftungen können die jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen aus ethischen Gründen beantragen

Laut § 6a Bundesjagdgesetz (BJagdG) dürfen nur »natürliche Personen« das Ruhen der Jagd beantragen. Tier- und Naturschutzvereine oder Stiftungen konnten bisher das Ruhen der Jagd auf ihren Flächen nicht beantragen. Doch dies ist mit dem entscheidenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 und der Europäischen Menschenrechtskonvention (Schutz des Eigentums) nicht vereinbar.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof München macht in seinem grundlegenden Urteil vom 28.05.2020 »Erklärung von Grundstücken zu jagdrechtlich befriedeten Bezirken« die Antragstellung auch für juristische Personen wie Vereine, Stiftungen oder GmbHs möglich. (VGH München, 19 B 19.1713 und 19 B 19.1715) weiter

Hannes Jaenicke: »Seit 30 Jahren wird das Tierschutzgesetz wissentlich gebrochen«

»Die Milch macht's«, »Milch macht müde Männer munter«, »Fleisch ist ein Stück Lebenskraft« - wir alle sind mit diesen Werbe-Slogans aufgewachsen. In seinem investigativen Enthüllungsbuch »Die große Sauerei« deckt Hannes Jaenicke die dreistesten Industrie- und Werbelügen auf und erklärt, was Verbraucherinnen und Verbraucher über Fleisch, Milchprodukte und Eier unbedingt wissen sollten, um vor dem Kauf und Verzehr die richtige Entscheidung zu treffen. weiter

FREIHEIT FÜR TIERE-Interview mit Hannes Jaenicke

»Die einzige Antwort auf diese Art der Massentierhaltung ist der Verzicht auf ihre Produkte «
FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem Schauspieler und bekannten Umweltschützer Hannes Jaenicke über die Recherchen zu seinem neuen Buch, warum er vor 40 Jahren zum Vegetarier wurde, warum er Hafermilch trinkt, über das Problem, dass immer noch zu viele Menschen schlecht informiert sind und was dagegen zu tun ist. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Die Vermessung der Ernährung

Haben Sie sich schon einmal überlegt, welche Auswirkung unsere Ernährung, also das, was wir jeden Tag essen, auf die Gesundheit, auf Tiere und Natur, auf Böden und Grundwasser, auf die Artenvielfalt, auf die Regenwälder, auf Menschen in den ärmeren Ländern und auf das Klima hat? Sollten wir vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden Umwelt- und Klimakatastrophe, welche unser aller Lebensgrundlagen bedroht, nicht viel mehr über diese Zusammenhänge wissen? weiter

Vermessung der Ernährung: Interview mit Jan Wirsam

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Jan Wirsam, wie das Buch Die Vermessung der Ernährung mit Prof. Dr. Claus Leitzmann entstand, aus welchen Gründen die Wissenschaftler mit einigen Kollegen die Forschung über pflanzliche Ernährung so engagiert vorantreiben und warum in Deutschland mehr Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen, Bohnen, Lupinen und Soja angebaut werden sollten. weiter

Neues Buch von Prof. Reichholf: Stadt, Land, Fuchs

»Unsere Säugetiere verdienen mehr Beachtung; viel mehr, als ihnen gegenwärtig zuteil wird«, ist Prof. Dr. Josef H. Reichholf überzeugt. Sie brauchen neue Freunde! Solche zu gewinnen, ist das Hauptanliegen seines neuesten Buches »Stadt, Land, Fuchs: Das Leben der heimischen Säugetiere«. weiter

Interview mit Prof. Josef H. Reichholf

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem renommierten Zoologen über Wildtiere, Jäger, Massentierhaltung und was jeder Einzelne für wild lebende Tiere tun kann. weiter

Das Leid der Stuten für Schweinefleisch

Bisher kannte man die grausamen Stutenblut-Farmen in Argentininen, Urugay und China: Schwangeren Pferden wird dort literweise Blut abgezapft und an die Pharmaindustrie verkauft. Die Hormone der Stuten werden in der industriellen Schweinemast eingesetzt, um die Trächtigkeit der Sauen zu erhöhen und zu synchronisieren. Nachdem immer wieder über die grausamen Blutfarmen in Südamerika berichtet wurde, stoppten einige Pharmakonzerne den Import aus diesen Ländern - und wichen auf Islandponys aus. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter