Antwort auf alle Fragen: Standardwerk »Vegetarische und vegane Ernährung«

Das Standardwerk von Prof. Dr. Claus Leitzmann und Prof. Dr. Markus Keller

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Immer mehr Menschen wollen nicht länger dafür verantwortlich sein, dass Tiere ausgebeutet und gequält werden. Sie wollen durch ihr Konsumverhalten nicht mehr den Auftrag zum Töten geben und werden Vegetarier. Und immer mehr Menschen gehen noch einen Schritt weiter und leben vegan, weil sie erkennen, dass auch die Produktion von Milch und Eiern furchtbare Tierquälerei ist. Andere verzichten aus gesundheitlichen Gründen auf Fleisch, Eier und Milchprodukte, um ernährungsbedingten Krankheiten vorzubeugen, sie zu lindern oder zu heilen. Für andere ist eine pflanzenbasierte Ernährung die Antwort auf Klimawandel, Umweltzerstörung und den Hunger in der Welt. Immer mehr Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie Schauspieler, Sportler oder Wissenschaftler, die Fleisch aus ihrer Ernährung streichen oder Veganer werden, wirken als Vorbilder.

Für jeden, der sich vegetarisch oder vegan ernährt, liefert das Buch » Vegane und vegetarische Ernährung« von Prof. Dr. Claus Leitzmann und Prof. Dr. Markus Keller viel Wissenswertes und Argumente, die nicht nur besorgte Fleisch essende Familienmitglieder beruhigen können.

Das ernährungswissenschaftliche Standardwerk ist jetzt in 4. Auflage erschienen: vollständig überarbeitet, aktualisiert und erweitert, in größerem Format und in neuem Layout. Sämtliche Ergebnisse neuer Studien wurden aufgenommen, alle Angaben zur Nährstoffzufuhr aktualisiert. Die Aspekte zur veganen Ernährung wurden kapitelübergreifend noch umfassender berücksichtigt, die bewährte Kapitelaufteilung wurde beibehalten.

Prof. Dr. Claus Leitzmann (Jahrgang 1933) ist einer der renommiertesten Ernährungswissenschaftler Deutschlands. Der häufig als Ernährungspapst bezeichnete ehemalige Direktor des Institutes für Ernährungswissenschaft der Universität Gießen wurde 2013 in die Liste der »Living Legends« der International Union of Nutritional Sciences aufgenommen. Prof. Leitzmann ist Mitglied der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sowie Leiter des wissenschaftlichen Beirats beim Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung. Gemeinsam mit Prof. Dr. Markus Keller gründete er 2010 das Institut für alternative und nachhaltige Ernährung, heute Forschungsinstitut für pflanzenbasierte Ernährung (IFPE). Prof. Leitzmann isst seit 1979 kein Fleisch mehr.

Prof. Dr. Markus Keller (Jahrgang 1966) ist Ernährungswissenschaftler und Autor zahlreicher Publikationen über vegetarische und vegane sowie nachhaltige Ernährung.
Er ist Gründer und Leiter des Forschungsinstituts für pflanzenbasierte Ernährung (IFPE). Als weltweit erster Professor für vegane Ernährung leitet er den Studiengang »Vegan Food Management« in Köln, Bamberg und Berlin an der Fachhochschule des Mittelstands. Prof. Keller ist an zahlreichen Forschungsprojekten beteiligt. Er ernährt sich seit 35 Jahren aus ethischen Gründen vegetarisch und seit mehr als zehn Jahren vegan.

Interesse an pflanzlicher Ernährung wächst

»In Zeiten des Klimawandels, des unbefriedigenden Zustands sowohl der Gesundheit der Menschen als auch des Gesundheitssystems findet die vegetarische und vegane Ernährung ein zunehmendes öffentliches Interesse und wird sowohl in wissenschaftlichen Fachkreisen als auch in weiten Teilen der Bevölkerung diskutiert und übernommen,« so Prof. Dr. Claus Leitzmann und Prof. Dr. Markus Keller in ihrem Vorwort.

»Für die meisten Vegetarier und Veganer waren und sind ethische Gründe das Hauptmotiv, tierische Lebensmittel zu meiden«, erklären die Autoren. Auch die immer wieder auftretenden Lebensmittelskandale, die überwiegend vom Tier stammende Produkte betreffen, hätten zu der Entscheidung geführt, sich pflanzlich zu ernähren. Ebenso begünstige die Ratlosigkeit der modernen Medizin bei bestimmten Gesundheitsstörungen den Trend zur pflanzlichen Ernährung. Derzeit sind es insbesondere auch die globalen Probleme wie Klimawandel, Ressourcenverschwendung und Artensterben, die Menschen bewegen, sich einer pflanzenbasierten Ernährung zu nähern oder sie umzusetzen.

Seit der 1. Auflage des Fachbuchs Vegetarische Ernährung 1996 hat die vegetarische und in den letzten Jahren vor allem die vegane Lebensweise einen starken Aufschwung erlebt. In der 3. Auflage 2013 wurde in eigenen Kapiteln umfangreich auf vegane Ernährung eingegangen. Das Buch »Vegetarische und vegane Ernährung« ist nun die Fortführung in 4. Auflage.

Denn: Die Wissenschaft weist mit in einer Vielzahl von zum Teil groß angelegten Studien nach, dass eine gut zusammengestellte pflanzenbasierte Ernährung nicht nur eine optimale Versorgung mit Nährstoffen bietet, sondern auch zahlreichen Krankheiten vorbeugt.

Immer noch werden Vegetarier und Veganer mit Vorurteilen konfrontiert

Doch immer noch gibt es Vorurteile gegenüber einer pflanzlichen Ernährung. Diese bedürften einer ernsthaften Auseinandersetzung auf Basis wissenschaftlicher Fakten, sind Prof. Dr. Claus Leitzmann und Prof. Dr. Markus Keller überzeugt. Viele Vorbehalte gegenüber vegetarischer und vor allem veganer Ernährung halten sich hartnäckig, obwohl sie längst veraltet sind. Der Grund: Vor einigen Jahrzehnten wurde eine Ernährung ohne tierisches Protein und tierisches Eisen von vielen Wissenschaftlern als Mangelernährung betrachtet, obwohl es dazu keine wissenschaftlichen Belege gab. Das Ernährungswissen einiger Ärzte stammt noch aus dieser Zeit, zumal Ernährungswissenschaft im Medizinstudium kaum vorkommt. »Doch während früher die Frage, ob eine vegetarische und vegane Ernährung mit Risiken verbunden sei, aufgrund fehlender wissenschaftlicher Daten meist mit einer Mischung von Erfahrungen, Spekulationen und Vorurteilen beantwortet wurde, gibt es inzwischen eine Fülle an wissenschaftlichen Daten, die belegen, dass sich bereits eine pflanzenbetonte und deutlich noch mehr eine vegetarische oder vegane Ernährung positiv auf die Gesundheit des Menschen, die Gesellschaft und die Erde auswirkt«, so die beiden Ernährungswissenschaftler.

Allerdings gibt es auch bei Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, immer noch Wissenslücken über eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung.

Prävention und Therapie chronischer Erkrankungen durch pflanzliche Ernährung

Der Schwerpunkt des Buches liegt auf der Prävention und Therapie chronischer Erkrankungen (auf fast 200 Seiten) und der Energie- und Nährstoffversorgung von Vegetariern und Veganern, besonders die Versorgung mit potentiell kritischen Nährstoffen (auf etwa 75 Seiten). Das Verzeichnis der Quellen und Studien umfasst zusätzlich über 50 eng bedruckte Seiten.

»Aus gesundheitspolitischer Sicht ist der wichtigste Faktor vegetarischer Kostformen das präventive Potential gegenüber Krankheiten«, erklären Prof. Leitzmann und Prof. Keller. »So haben inzwischen verschiedene groß angelegte Kohortenstudien gezeigt, dass vegetarische Ernährungsformen in erheblichem Maße dazu beitragen können, das Risiko für ernährungsassoziierte Erkrankungen zu verringern, wie Übergewicht, Diabetes melitus Typ 2, Hypertonie, Athereosklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gicht und einzelne Krebsarten.«

Aus den Gründen der Gesundheitsvorsorge kann eine pflanzenbasierte Ernährung also ausdrücklich empfohlen werden. Die Behandlung ernährungsbedingter Krankheiten macht etwa 30 % aller Krankheitskosten in Deutschland aus!

Nährstoffversorgung von Vegetariern und Veganern

Eine vollwertige pflanzenbasierte Ernährung besteht aus Gemüse, Früchten, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen. Studien zufolge sind Vegetarier und Veganer in ausreichender Menge mit Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen versorgt. Sie nehmen meist deutlich mehr Ballaststoffe und auf als Mischköstler, was das Risiko für zahlreiche Zivilisationskrankheiten senkt. Da sie mehr Gemüse und Obst zu sich nehmen, sind sie auch besser mit sekundären Pflanzenstoffen versorgt, die zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen haben. Auch mit Betacarotin (Vorstufe von Vitamin A), Vitamin E, Vitamin B1, Folat und Vitamin C sind sie im Schnitt besser versorgt als Mischköstler. Ebenso ist die Zufuhr von Kalium und Magnesium bei Vegetariern und insbesondere Veganern höher.

Jeder Veganer sollte wissen, dass Vitamin B12 als Nahrungsergänzung eingenommen werden muss, für Vegetarier ist dies ebenso zu empfehlen. Allerdings ist Vitamin-B12-Mangel auch in der Allgemeinbevölkerung weit verbreitet, vor allem bei älteren Menschen, aber auch bei Menschen bei Magen- und Darmproblemen und/oder einer übermäßigen Belastung mit Stress und Umweltgiften. Auch die Einnahme von Vitamin D wird für die Allgemeinbevölkerung in den sonnenarmen Monaten (Oktober bis März) empfohlen.

Um die Versorgung mit Omega 3 sicherzustellen (erfolgt bei Mischkost über Fischverzehr), sollten Vegetarier und Veganer Omega 3-reiche Lebensmittel zu sich nehmen: Leinsamen/Leinöl, Hanfsamen/Hanföl, Walnüsse, Rapsöl, mit DHA angereichertes Olivenöl, Algenöl (in Kapseln); dagegen sollten linolsäurereiche Lebensmittel (vor allem Sonnenblumenöl) mäßig verwendet werden, da diese die Aufnahme von Omega 3 hemmen.

Als potentiell kritische Nährstoffe bei Vegetariern und Veganern gelten außerdem Eisen, Zink, Jod und Selen; bei Veganern außerdem Vitamin B2 und Kalzium. Prof. Leitzmann und Prof. Keller erklären ausführlich, welche pflanzlichen Lebensmittel als Quellen für diese Nährstoffe dienen können.

Die Wissenschaft weist mit in einer Vielzahl

Die Wissenschaft weist mit in einer Vielzahl

von zum Teil groß angelegten Studien nach, dass eine gut zusammengestellte pflanzenbasierte Ernährung nicht nur eine optimale Versorgung mit Nährstoffen bietet, sondern auch zahlreichen Krankheiten vorbeugt. · Bild: Shutterstock

Vegetarische und vegane Ernährung in Schwangerschaft, Stillzeit, Kindheit & Jugend, für ältere Menschen und für Sportler

Ausführlich wird auf etwa 50 Seiten auf vegetarische und vegane Ernährung in verschiedenen Lebensphasen eingegangen: Was ist in Schwangerschaft und Stillzeit, in der Ernährung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen oder bei älteren Menschen und Sportlern besonders zu beachten? Die Autoren stellen die praktische Umsetzung einer vegetarischen und veganen Ernährungsweise vor und geben wissenschaftlich begründete Ernährungsempfehlungen.

Klimawandel, Naturzerstörung, Artensterben: Die Ernährungsweise der Zukunft

Über die gesundheitlichen Aspekte hinaus wird in dem Kapitel »Globale Aspekte des Vegetarismus« deutlich, dass pflanzliche Ernährung die Ernährungsform der Zukunft ist. Immer mehr Studien zeigen, dass insbesondere die Menschen in den wohlhabenden Ländern ihren Lebensstil ändern müssen, weil die globalen Probleme immer gravierender werden: der sich dramatisch beschleunigende Klimawandel, die zunehmende Schadstoffbelastung von Luft, Wasser und Böden (mit Nitrat, Pestiziden, Feinstaub), die fortschreitende Naturzerstörung und Vernichtung der Regenwälder, das dramatische Artensterben von Tieren und Pflanzen, die tierquälerische Massentierhaltung mit allen Lebensmittelskandalen und Gesundheitsgefahren, die zunehmende Gefahr von Kriegen um die begrenzten Ressourcen der Erde - auch Lebensmittel und Wasser - und nicht zuletzt der Hunger in der Welt. Denn die Nutztiere in den reichen Ländern werden zu einem großen Teil mit Soja und Getreide aus den ärmeren Ländern gefüttert, obwohl sie dort den Menschen als Grundnahrungsmittel dienen könnten. Durch eine pflanzliche Ernährung könnten viele dieser gravierenden Probleme teilweise erheblich entschärft werden.

»Das Potential der Erde ist mehr als ausreichend, um alle Menschen bedarfsgerecht zu ernähren. Allerdings wird für den Anbau von Futtermitteln etwa ein Drittel der Weltackerfläche verwendet, die damit für die direkte Ernährung des Menschen verloren geht und so die weltweite Nahrungsunsicherheit verschärft«, erklären die Ernährungswissenschaftler. »Der Einsatz von Ressourcen wie Energie und Wasser liegt für die Produktion und Verarbeitung tierischer Nahrungsmittel um ein Vielfaches höher als für pflanzliche Lebensmittel. Dies ist aufgrund der begrenzten Ressourcen unseres Planeten nicht nachhaltig.«

Hervorragendes Nachschlagewerk über gesunde Ernährung und alle Nährstoffe

Das Fachbuch »Vegetarische und vegane Ernährung« richtet sich an Wissenschaftler und Studierende der Fachgebiete Ernährungswissenschaft und Medizin. Ernährungswissenschaftler und Ernährungsberater kommen um das Standardwerk gar nicht herum. Aber auch für jeden Arzt sollte es Pflichtlektüre sein!

Für alle Menschen, die sich für eine vegetarische oder vegane Ernährung interessieren - und ganz besonders für Familien, die vegetarisch und vegan leben -, ist das Buch ein hervorragendes Nachschlagewerk rund um gesunde Ernährung, Nährstoffe und Vorbeugung von Krankheiten: Wie sollte eine optimale Nährstoffversorgung aussehen? Welche Nährstoffe sind wo drin? Hilfreich sind hier die vielen übersichtlichen Tabellen, die den Gehalt von Nährstoffen in Lebensmitteln zeigen. Auch so wichtige Themen wie Vegane Ernährung in der Schwangerschaft oder Vegane Ernährung von Säuglingen und Kindern werden so kompetent beantwortet, dass keine Frage offen bleibt.

Da das Buch nicht nur höchst informativ ist, sondern sich auch durch einen gut lesbaren Stil auszeichnet und so für Nicht-Ernährungswissenschaftler verständlich ist, lohnt es sich, Vegetarische und vegane Ernährung von vorne bis hinten durchzulesen. Graphiken, Info-Kästen und gute Textgestaltung (Fettdruck, kursive Schrift, farbige Hervorhebungen) tragen zum Verstehen bei. Wem an manchen Stellen die Vorstellung von Studienergebnissen zu umfangreich ist, kann diese auch einfach überspringen. Am Ende jedes Kapitels werden Kernaussagen komprimiert zusammengefasst. Also: Klare Kauf-Empfehlung!

Claus Leitzmann und Markus Keller: Vegane und vegetarische Ernährung
4. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage
Kartoniert, 511 Seiten
70 farbige + 121 Abbildungen, 106 Tabellen
Ulmer-Verlag 2020 ISBN 9783825250232
Preis: 35 Euro

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter