Qualvolle Tiertransporte quer durch Europa

Kälbertransport

Kälbertransport

Bild: PETA

Über 200 Millionen Tiere werden jedes Jahr lebend auf Lastwagen quer durch Europa transportiert - meist befinden sich diese Tiere auf dem Weg zum Schlachthof. Auf diesem oft Hunderte Kilometer langen Weg in den Tod sind Schweine, Rinder, Schafe, Pferde oder Hühner auf engstem Raum zusammengepfercht, oft leiden sie unter Durst und Hunger, viele haben Verletzungen - teilweise sind sie tagelang Hitze oder Kälte ausgesetzt. Wenn in TV-Dokumentationen Bilder von geschundenen Tieren gezeigt werden, die tagelang in LKWs durch Europa gekarrt und dann - weil sie nicht mehr richtig laufen können - an den Beinen aufgehängt - in ein Frachtschiff Richtung Naher Osten verladen werden, ist der öffentliche Protest groß. Doch ein Ende der umstrittenen Langstreckentransporte ist nicht in Sicht.

Verladung auf ein Schiff Richtung Libanon

Verladung auf ein Schiff Richtung Libanon

Bilder: Bild: Manfred Karremann / PETA

Millionenfaches Tierleid auf dem Weg in den Tod

Allein in Deutschland werden jedes Jahr rund 800 Millionen Tiere in Schlachthöfen getötet, das sind etwa zwei Millionen Tiere jeden Tag. Die Fahrt zum Schlachthof ist für viele Tiere jedoch nicht der erste Transport: Sie werden im Laufe ihres kurzen Lebens mehrmals transportiert. Denn viele Betriebe sind nur für bestimmte Bereiche in der Zucht oder Mast zuständig. Ein Schwein wird in seinem etwa achtmonatigen Leben etwa dreimal zwischen verschiedenen Betrieben transportiert, die jeweils nur auf Zucht, Aufzucht oder Mast spezialisiert sind: Als Ferkel kommt es in einem Zuchtbetrieb zur Welt, in dem Sauen eingesperrt sind, die für die Betreiber nur einen einzigen Zweck haben: viele Nachkommen für die Mast zu gebären. Im Alter von drei bis vier Wochen wird es zu einem Ferkelaufzuchtbetrieb transportiert. Nach etwa sechs weiteren Wochen folgt der Transport zum Mastbetrieb, bevor das Tier nach rund acht Monaten zu seiner letzten Fahrt verladen wird - zum Schlachthof. Oft sehen Tiere zum ersten Mal auf diesen Transporten Tageslicht oder riechen frische Luft, denn die meisten müssen ausschließlich in kargen und kotverdreckten Zucht- und Mastfabriken vegetieren.

Bei Kontrollen: regelmäßig Missstände dokumentiert

Jeder Transport bedeutet Stress für die Tiere - oft verletzen sie sich oder sterben langsam und qualvoll auf den Lkws. Auch bei kurzen Strecken sind Verletzungen und Todesfälle keine Ausnahme. Bei Kontrollen werden regelmäßig Missstände dokumentiert:

- Teilweise sind die Tiere ungeschützt extremer Hitze und Kälte ausgesetzt.

- Oft werden dehydrierte Tiere dokumentiert, die keinen Zugang zu Trinkwasser haben.

- In überladenen Transportern führt Platzmangel zu einem erhöhten Verletzungsrisiko.

- Eine zu niedrige Deckenhöhe führt oftmals dazu, dass Tiere sich den Rücken stoßen und aufscheuern.

- Häufig werden eingeklemmte Körper teile und fehlende/falsch angebrachte Trennwände dokumentiert; Beinbrüche, Quetschungen und andere schwere Verletzungen, die bis zum Tod führen können, können dadurch verursacht werden.

- Immer wieder werden transportunfähige Tiere bei Kontrollen in den Lastwagen gefunden, zum Beispiel schwangere Kühe oder stark verletzte Tiere. Manchmal bringen Mutterkühe ihr Kalb während des Transportes auf die Welt, teilweise ersticken die Föten bei der Schlachtung der Mutter.

Legalisiertes Tierleid: gesetzliche Regelungen zu Dauer und Tieranzahl auf Transporten

In der EU gilt die "Verordnung (EG) Nr. 1/2005 des Rates vom 22. Dezember 2004 über den Schutz von Tieren beim Transport und damit zusammenhängenden Vorgängen", an die sich sämtliche Mitgliedsstaaten halten müssen. In Deutschland existiert zusätzlich eine nationale Tierschutztransportverordnung, die einige strengere und zusätzliche Regeln, insbesondere für innerdeutsche Transporte beinhaltet.

In den Verordnungen sind unter anderem die Dauer und die Art des Transports geregelt. So ist zum Beispiel in der EU-Verordnung die Höchstdauer eines Transports von Equiden, Rindern, Schafen, Ziegen und Schweinen grundsätzlich auf acht Stunden festgelegt. Wenn bestimmte Anforderungen erfüllt werden, kann die Gesamt-Transportdauer jedoch unbegrenzt verlängert werden. Ein längerer Transport ist zum Beispiel erlaubt, wenn Spezialfahrzeuge verwendet werden oder wenn ausreichend Pausen- und Versorgungsintervalle geplant sind. Außerdem müssen die Tiere teilweise Zugang zu Trinkwasser haben und das Fahrzeug mit Ventilatoren ausgestattet sein, wenn ein Transport länger dauert. Langstreckentransporte, die länger als acht Stunden dauern, sind zum Beispiel erlaubt in speziellen LKWs mit besserer Wärme-/Kälte-Isolierung, Futter-, Tränk- und Belüftungssystemen, Trennwänden und mit speziellen Navigationssystemen zur behördlichen Überwachung der Route.

Nach EU-Verordnung erlaubte Langstreckentransporte nach Tierart

- noch nicht entwöhnte Jungtiere: neun Stunden Fahrt, dann eine Stunde Ruhezeit mit Tränke, dann neun Stunden Transport

- Schweine: 24 Stunden Transport mit ständigem Zugang zu Trinkwasser

- Pferde: 24 Stunden Transport mit Tränke alle acht Stunden

- Rinder, Schafe und Ziegen: 14 Stunden Transport, dann eine Stunde Ruhezeit mit Tränke, dann 14 Stunden Transport

Sollten die Tiere anschließend an einer zugelassenen Kontrollstelle entladen, gefüttert und getränkt werden und 24 Stunden Ruhezeit haben, können die gelisteten Transportabschnitte beliebig oft wiederholt werden (Anhang I Kapitel V Nr. 1.5. EU-TT-VO), sodass es möglich ist, Tiere quer durch die Welt zu transportieren. Auf diese Weise werden Tiere oft tagelang durch Europa oder über die Grenzen hinaus transportiert.

Kontrollen der Transporter zeigen teilweise schwere Verstöße

Kontrollen zur Einhaltung der zum Teil schwammig formulierten Richtlinien finden viel zu selten statt und zeigen häufig, dass nicht einmal minimale gesetzliche Regelungen eingehalten werden: 2018 stellten Spezialisten der Polizeidirektion Oldenburg bei gezielten Verkehrskontrollen bei rund 66 Prozent der kontrollierten Transporter Verstöße fest. Eines der Hauptprobleme war die Überladung.

Ein weiteres Problem: Aufgrund der hohen Tieranzahl auf den Fahrzeugen können Transporteure oder Kontrolleure bei Transporten meist nicht alle Tiere in Augenschein nehmen. Häufig lassen sich die vorgeschriebenen Punkte in der Praxis auch schlicht nicht umsetzen - wie beispielsweise das Tränken mehrerer Hundert Kälber während der vorgeschriebenen einstündigen Ruhepause. Zumal es für junge Kälber, die noch auf die Muttermilch angewiesen sind, keine Transportfahrzeuge gibt, bei denen eine spezielle Saugvorrichtung vorhanden ist. Die Kälbchen können also auf den stundenlangen und kräftezehrenden Transporten nicht einmal trinken.

Quer durch Europa und mit dem Schiff in den Nahen Osten

Kälber, die noch bei ihren Müttern saugen, werden im Alter von zwei bis drei Wochen per LkW mehr als 20 Stunden aus Deutschland und anderen Ländern nach Nordspanien transportiert. Dort werden die Kälber etwa ein dreiviertel Jahr lang gemästet und dann u.a. per Schiff in den Nahen Osten oder andere arabische Staaten transportiert. Auf solchen Schiffen herrschen oft katastrophale Zustände. Endstation sind häufig arabische Schlachthöfe, in denen die jungen Rinder auf brutale Weise betäubungslos geschächtet werden.

Vor allem die Milchproduktion ist für die qualvollen Kälbertransporte verantwortlich: Weil jede der über vier Millionen Milchkühe jedes Jahr ein Kalb bekommen muss, damit sie Milch gibt, werden männliche Kälbchen sowie überzählige weibliche Kälbchen im Alter von zwei bis sechs Wochen an spezialisierte Betriebe verkauft, die sie bis zur Schlachtreife mästen. Viele dieser Mastbetriebe befinden sich im Ausland, zum Beispiel in Spanien.

Der beste Tierschutz: Kein Fleisch und keine Milchprodukte

Wer den Tieren helfen will, kann dies auf effektive Weise tun: Kaufen Sie kein Fleisch und keine Milchprodukte mehr!

"Fernweh"

"Fernweh"

Karikatur von Bruno Haberzettl

Quellen:
· Tragödie auf dem Mittelmeer: Lebende Rinder seit zwei Monaten auf Transportschiff eingepfercht. MDR Brisant, 24.2.2021
· Tiertransporte in Europa: Tausende Kilometer über den Kontinent. Deutschlandfunk, 2.4.2020
· Bundesinformationszentrum Landwirtschaft: Tiertransporte.
www.landwirtschaft.de/diskussion-und-dialog/tierhaltung/tiertransporte
· Umweltinstitut München e.V.: Tiertransporte. Die Hölle auf Rädern.
www.umweltinstitut.org/themen/landwirtschaft/massentierhaltung/tiertransporte.html
· Tiertransport: Wie sehen hier die gesetzlichen Regelungen aus? 15.2.2021
www.bussgeldkatalog.org/lkw-tiertransport/
· Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: EU-Verordnung über den Schutz von Tieren beim Transport. 13.9.2019
www.bmel.de/DE/themen/tiere/tierschutz/eu-tierschutztransport-vo.html
· Alfons Deter: Polizei stellt bei 66 % der Tiertransporte erhebliche Mängel fest. topagrar.com, 19.3.2018
· Landwirtschaftskammer (2020): Mindestbodenfläche und Gruppengröße beim Tiertransport nach VO (EG) 1/2005 und TierschTrV.
www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/beratung/gqs/vordrucke/04-tierhaltung/mb-tiertransport-mindestbodenflaeche.pdf

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter