Unbarmherziges Geschäft mit Reptilien

Reptilien sind »Kinder der Sonne«.

Reptilien sind »Kinder der Sonne«.

Forscher entdeckten in jüngster Zeit ausgeprägte soziale Lebensweisen (zum Teil in Familienverbänden) und Kommunikationssysteme. · Bild: Angela Köhler · Fotolia.com

Internationale PETA-Recherche enthüllt:

Unbarmherziges Geschäft mit Reptilien

im Heimtierhandel

Der Reptilienhandel boomt: 600.000 Reptilien werden jedes Jahr nach Deutschland importiert. Nach Recherchen der Tierrechtsorganisation PETA sterben dabei bis zu 70 Prozent der Tiere. Undercover-Ermittlern aus Deutschland, Asien und den USA gelang es im Rahmen einer mehrmonatigen, international übergreifenden Recherche, erstmals die erschütternden Bedingungen bei einigen der weltweit größten Züchter und Händler von Reptilien im Heimtierhandel zu durchleuchten. PETA hat den zuständigen Staatsanwaltschaften die bei den Großhändlern dokumentierten Missstände zur Strafverfolgung vorgelegt.

Verletzte Wasseragamen

Verletzte Wasseragamen

- die Tiere schlagen mit ihren Köpfen so stark an die Wände des Plastikbehälters, dass die Kiefer teilweise freiliegen. · Bild: reptilienhandel.petadeutschland.de

Das skrupellose Geschäft mit den sensiblen Exoten

Gewaltsam aus der Natur entrissen oder von rücksichtslosen Züchtern in Massen produziert : Viele Reptilien im Heimtierhandel sterben schon auf den langen Transportwegen oder noch auf den Zuchtfarmen.

Bei einem großen Reptilienzüchter in der Nähe von Stuttgart, der deutsche Tiermärkte beliefert, leben Schlangen seit ihrer Geburt in Plastikboxen mit Deckel, wie man sie aus Baumärkten kennt und für Spielzeug oder die Aufbewahrung im Keller verwendet. Ein paar Luftlöcher in das Plastik geschnitten, etwas Streu rein fertig. Teilweise muss eine Schlange über mehrere Jahre in so einer Plastikbox leben. Der Reptilienhändler bezeichnete diese Haltung gegenüber dem ARD-Magazin REPORT MAINZ (Sendung vom 23.8.2016) als artgerecht . Auf die Anmerkung des TV-Journalisten Edgar Verheyen, ob so eine Box nicht zu klein sei, weil sich die Schlange nicht komplett der Länge nach ausstrecken könne, antwortete der Züchter, eine Schlange würde sich nie der Länge nach ausstrecken. Wenn Sie eine Schlange ausgestreckt sehen, dann ist sie tot.

Die TV-Journalisten zeigten ihre Aufnahmen Professor Manfred Niekisch. Der Biologe ist Direktor des Frankfurter Zoos und Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung für Umweltfragen. Er hält eine Haltung in Plastikboxen und das oft über Jahre als nicht vertretbar und alles andere als artgerecht: Eine Schlange muss sich ausstrecken können, die muss klettern können. Boas baden gerne, es gibt Schlangen, die überwiegend auf Bäumen leben das alles ist hier überhaupt nicht zu gewährleisten. Das heißt, die vegetieren da in der Tat nur in der Plastikbox dahin.

Schlangen werden bei einem Großhändler

Schlangen werden bei einem Großhändler

oft mehrere Jahre in kleinen Plastikboxen »vorrätig« gehalten. · Bild: reptilienhandel.petadeutschland.de

"Sterberaten von bis zu 70 Prozent

sind vom Handel bereits einkalkuliert"

Jedes Jahr werden zudem über 600.000 Reptilien nach Deutschland aus aller Welt importiert - häufig unter grausamen Bedingungen. Tierärztin Dörte Röhl, Fachreferentin für Tierische Mitbewohner bei PETA, war an dem Rechercheprojekt der Tierrechtsorganisation beteiligt, das den weltweiten Handel untersucht hat. Ihr Fazit: Sterberaten von bis zu 70 Prozent sind vom Handel bereits einkalkuliert.

Bei deutschen Großhändlern werden die überlebenden Reptilien oft in kleine Plastikboxen eingepfercht und darin teilweise mehrere Jahre lang vorrätig gehalten.

Diese Geckos aus Ägypten

Diese Geckos aus Ägypten

haben den Transport nicht überlebt. · Bild: reptilienhandel.petadeutschland.de

Grauenvolle Zustände

im internationalen Reptilienhandel

Einer der weltweit größten Reptilienhändler ist Reptiles by Mack aus Ohio, der auch deutsche Großhändler beliefert. Videoaufnahmen zeigen Reptilien in teils winzigen, überfüllten und völlig verdreckten Plastikbehältern. Viele Tiere sind krank, schwer verletzt und tagelang ohne Trinkwasser.

Neben den USA ist Asien ein weiterer großer Lieferant von Reptilien für den deutschen Markt. PETA-Ermittler recherchierten unter anderem bei einem großen vietnamesischen Reptilienhändler, der ebenfalls Tiere wie Massenware nach Deutschland liefert. Offen wurden von die großen Sterberaten bei den Transporten eingestanden, wie in einem PETA-Video zu sehen ist, das der Schauspieler und langjährige PETA-Unterstützer Sky du Mont kommentiert: Natürlich gibt es bei den Tieren auch immer wieder Tote , sagt ein vietnamesischer Großhändler. Wenn die Tiere nach den Transport tot ankämen, müsse der Kunde in Deutschland davon Bilder machen. Wenn ich es akzeptiere, dann wird der Betrag für die Gestorbenen von der Rechnung abgezogen. Die Aussagen des Händlers werden von Aufnahmen bei einem großen Importeur bestätigt: Eine große Anzahl von Tieren kommt tot oder halbtot in Deutschland an.

Diese völlig abgemagerte und durstende Bergagame

Diese völlig abgemagerte und durstende Bergagame

ringt bei einem US-Großexporteur mit dem Tod. · Bild: reptilienhandel.petadeutschland.de

REPORT MAINZ konfrontierte Händler

mit den Recherchen

Die Autoren des REPORT MAINZ-Beitrags konfrontierten Händler in Deutschland mit ihren Recherchen. Ein deutscher Importeur, der Tiere aus Vietnam bezieht und große Tiermärkte beliefert, rechtfertigt die Mortalitätsrate bei den Transporten so: In der Natur haben sie mit Sicherheit höhere Verlustraten im gleichen Zeitraum, nur vom Leben in der Natur . Auf die Anmerkung des TV-Journalisten Edgar Verheyen, dass der Händler Tierelend in Kauf nehme, sagt dieser: Die Natur ist das Elendigste, was für Reptilien letztendlich vorhaben ist. Im Terrarium haben sie Vollpension.

Im Gespräch mit REPORT MAINZ-Moderator Fritz Frey erklärt Edgar Verheyen: Also, es ist wirklich beinahe ein gewisser Zynismus. Viele sagen: Ja, wenn wir eine Art haben, die es nicht mehr so oft gibt, und wir haben die hier im Laden, wir züchten die vielleicht sogar nach, dann tun wir etwas Gutes für die Art. Denn bei uns im Terrarium überlebt sie." Sie spielen sich also auf als Tierschützer. Man fragt sich: Wer gibt diesen Leuten eigentlich das Recht zu sagen, dass sie Arterhaltung betreiben? Denn im Grunde geht es um Kommerz und nicht um Arterhaltung.

Für ein exotisches Reptil wie eine Regenbogenboa oder einen seltenen Varan gehen schon mal mehrere hundert oder gar mehrere tausend Euro über den Ladentisch. Und auf dem Massenmarkt werden die Tiere regelrecht verramscht.

Ein großer Teil der Tiere

Ein großer Teil der Tiere

überlebt den Transport nicht. Diese Amphibien wurden tot geliefert. · Bild: reptilienhandel.petadeutschland.de

Massengeschäft mit Reptilien gefährdet Arten und

ist verantwortlich für millionenfaches Tierleid

Welche Auswirklungen hat das Massengeschäft mit Reptilien auf den Artenschutz? Edgar Verheyen, einer der beiden Autoren des REPORT MAINZ-Beitrags, erklärt: Tatsache ist, dass viele Tiere, die verkauft werden, so genannte Wildfänge sind. Sie werden wild im Dschungel irgendwo gefangen, in Gegenden wie Ostasien, Vietnam, Tansania, Ghana, Madagaskar. Über Großhändler gelängen die Tiere dann nach Europa. Bei einigen Arten, wie der ägyptischen Landschildkröte zum Beispiel, seien so viele Tiere weggesammelt worden, dass sie beinahe vor dem Aussterben standen. Es gibt auch Populationen auf kleinen Inseln die gibt es also nur dort. Und wenn man die dann wegsammelt, dann steht diese Art vor der Vernichtung. Viele Reptilienexperten sagen daher: Wir haben es zwar mit einem legalen Handel zu tun, aber das gefährdet eben die Arten insgesamt. Und deswegen ist es ein Problem.

Sterberaten von bis zu 70 Prozent

Sterberaten von bis zu 70 Prozent

sind vom Handel bereits einkalkuliert. · Bild: reptilienhandel.petadeutschland.de

Exotische Tiere gehören nicht ins Wohnzimmer

Neben den entsetzlichen Bedingungen bei der Zucht und dem Handel geht es den Tieren in den deutschen Wohnzimmern kaum besser. Tierärztliche Studien belegen, dass viele von ihnen still vor sich hin leiden und früh sterben.

Edgar Verheyen erklärt im Gespräch mit REPORT MAINZ-Moderator Fritz Frey: Wir haben in Deutschland fast 700.000 Terrarien. In diesem Jahr werden etwa 600.000 Tiere wieder importiert. Wir haben es also mit Sammlern zu tun das ist ein Boom mit vielen jungen Menschen, die Reptilien für sich entdeckt haben und oft gar nicht wissen, was sie da eigentlich wirklich machen. Denn man muss wissen, dass viele Reptilien, die hierher importiert werden, gar nicht alt werden, die überleben das nicht allzu lange. Man spricht bei den Experten bezogen auf den Import, den Handel und die Haltung von einer sehr hohen Mortalitätsquote, einer hohen Sterberate, von bis zu 70 Prozent.

Das unstillbare Verlangen der hunderttausenden Terraristikanhänger in Deutschland nach immer mehr und immer selteneren Tieren gefährdet nicht nur die Artenvielfalt in den Herkunftsländern, sondern ist auch für unermessliches Tierleid verantwortlich , sagt Dörte Röhl, Tierärztin und Fachreferentin für Tierische Mitbewohner bei PETA. In den Massenzuchten und auf den Transportwegen sterben unzählige Reptilien qualvoll oder sind schwer verletzt in den Lagerräumen der deutschen Großhändler müssen die überlebenden Tiere oft jahrelang in winzigen Behältern ausharren. Die Tierrechtsorganisation PETA setzt sich daher für ein Haltungsverbot von exotischen Tieren in Privathand ein.

Reptilienhaltung bei einem Exotenhändler

Reptilienhaltung bei einem Exotenhändler

in den USA: Viele Tiere sind abgemagert, halb verdurstet, verletzt oder krank. · Bild: reptilienhandel.petadeutschland.de

Sachverständiger der Bundesregierung

fordert Einschränkungen des Imports

Der Biologe Professor Manfred Niekisch, Direktor des Frankfurter Zoos und Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung für Umweltfragen, forderte gegenüber REPORT MAINZ strenge Kontrollen der Händler und vor allem eine Beschränkung des Imports von Reptilien auf wenige begründete Ausnahmefälle. Es bestehe dringender gesetzlicher Handlungsbedarf: Wir wissen, welche Auswirkungen der Massenhandel hat, also muss auch von politischer Seite gehandelt werden , erklärte Niekisch in dem ARD-Magazin. Neben den massiven Tierschutzproblemen seien die schwer zu kontrollierenden Importe ein großes Problem für den weltweiten Artenschutz.

Neben Prof. Manfred Niekisch fordert auch die baden-württembergische Tierschutzbeauftragte Cornelie Jäger strengere Kontrollen und Auflagen für Züchter und Händler, aber auch einen Sachkundenachweis für Käufer. Sie schlägt eine Änderung und Erweiterung der Tierschutz-Heimtierverordnung vor.

Diese Tiere starben auf dem langen Transport

Diese Tiere starben auf dem langen Transport

nach Deutschland. · Bild: reptilienhandel.petadeutschland.de

Politik reagiert ausweichend

Die zuständigen Bundesministerien reagieren ausweichend. Umweltministerin Barbara Hendricks sieht für einen generellen Importstop wenig Chancen in der EU. Der für den Tierschutz zuständige Landwirtschaftsminister Christian Schmidt erklärte gegenüber dem ARD-Magazin, die Gesetze seien ausreichend, er wolle die Probleme erst einmal weiter wissenschaftlich untersuchen lassen. Zu den Importen verwies sein Ministerium auf das Umweltministerium.

Wir haben natürlich angefragt bei der Politik, was sie von Forderungen nach Importeinschränkungen hält und was sie zu tun gedenkt , berichtet REPORT MAINZ-Autor Oliver Heinsch. Das Umweltministerium will auf europäischer Ebene sich dafür einsetzen, dem Import bestimmter Arten, die geschützt sind, den Riegel vorzuschieben. Das ist schon mal nicht schlecht. Wenn es dann aber um den Tierschutz geht, und da ist ja das Landwirtschaftsministerium zuständig... Da haben wir zweimal angefragt, was man denn vom Thema Importe hält. Und da haben wir zweimal außer einem Verweis auf das Umweltministerium keine wirkliche Antwort bekommen.

Das Zögern der Politik ist eigentlich nicht zu verstehen , meint der TV-Journalist Edgar Verheyen. Denn diese Regierung hat sich zu Beginn im Koalitionsvertrag darauf verständigt, eine Regelung für die Reptilienhaltung zu treffen. Und das fehlt. Deswegen ist es an der Zeit, dass hier was passiert.

Erste Unternehmen reagieren

Der Tierfachmarkt Kölle-Zoo mit Sitz in Heidelberg gab den Ausstieg aus dem Reptilienverkauf bis 2018 bekannt. Ebenso sicherte die Garten-Center-Gruppe Dehner in einem Schreiben an PETA ein Ende des Handels mit Terrarientieren zu.

Der Marktführer Fressnapf sowie die norddeutsche Handelskette Das Futterhaus kündigten nach Gesprächen mit der Tierrechtsorganisation zumindest erste Schritte an: Die beiden Unternehmen wollen, einem Zeitplan folgend, die Anzahl der angebotenen Reptilienarten reduzieren und den Verkauf wild gefangener Reptilien beenden.

Die Hagebau-Märkte haben laut PETA trotz eindringlichem Appell bisher keine Zusagen gemacht, den Reptilienverkauf zu beenden.

Vor dem Hintergrund der Recherche fordert PETA nun die CDU/CSU- sowie die SPD-Fraktion im Bundestag auf, die Haltung und den Handel mit exotischen Tieren für den deutschen Heimtiermarkt zu verbieten.

Was Sie tun können

Fordern Sie die Zoofachgeschäfte auf, den Reptilienhandel sofort zu beenden.

Fordern Sie die Bundesregierung auf, die Privathaltung exotischer Tiere zu verbieten! Machen Sie mit bei der Petition Exotische Tiere gehören nicht ins Wohnzimmer!

Appellieren Sie an die/den Bundestagsabgeordnete/n Ihres Wahlkreises, sich für ein Haltungsverbot exotischer Tiere in Deutschland einzusetzen.

Petition unterschreiben und Film ansehen:

Der Schauspieler und langjährige PETA-Unterstützer Sky du Mont hat ein Video eingesprochen, das die schockierende Wahrheit über den Handel mit exotischen Tieren für den deutschen Heimtiermarkt zeigt.
reptilienhandel.petadeutschland.de

Quellen:
PETA
reptilienhandel.petadeutschland.de
SWR REPORT MAINZ: Gequälte Reptilien Das Massengeschäft mit Schlangen und Schildkröten. Sendung vom 23.8.2016.
http://www.swr.de/report/tiermaerkte-wollen-importtiere-aus-dem-angebot-nehmen-gravierende-missstaende-im-reptilienhandel/-/id=233454/did=17666472/nid=233454/j4g7yx/index.html
Autorengespräch: Das Massengeschäft mit Schlangen und Schildkröten. REPORT-MAINZ-Moderator Fritz Frey im Gespräch mit den Autoren Oliver Heinsch und Edgar Verheyen.
http://www.swr.de/report/autorengespraech-das-massengeschaeft-mit-schlangen-und-schildkroeten/-/id=233454/did=18018478/nid=233454/1ucbp08/index.html
Toland, Elaine / Warwick, Clifford / Arena, Phillip (2012): Pet Hate. In: The Biologist. Vol. 59, No. 3.
Schmidt, Volker (2008): Die Bedeutung von haltungs- und ernährungsbedingten Schäden bei Reptilien. Eine retrospektive pathologische Studie. 4. Leipziger Tierärztekongress.
Beschluss des Bundestages (2016): Drucksache 18/8940.
Online unter:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/089/1808940.pdf

100 Ausgaben FREIHEIT FÜR TIERE von 2002-2026

FREIHEIT FÜR TIERE 4/2026

Freiheit für Tiere 4/2026

Artikelnummer: 4-2026

Nach 25 Jahren: DAS BRENNGLAS endet • Nach 100 Ausgaben von 2002-2026: FREIHEIT FÜR TIERE wird als Zeitschrift eingestellt • Wissenschaft: Goffinkakadus erkennen, wenn etwas kaputt geht, »ärgern« sich - und finden Lösungen • Warum Tierversuche ethisch, wissenschaftlich und in der praktischen Umsetzung problematisch und überholt sind • Studie: Jagd auf Füchse, Marder und Rabenvögel nicht zu rechtfertigen • Recht: 1,6 Hektar Wald und Wiese in Rheinland-Pfalz jagdfrei • Polen: Mit 100.000 Unterschriften und Prominenten für Jagdverbote • Tierportrait: Das Buch der Vögel • Tierportrait: Luchs - Schattenwesen und Lichtgestalt • Stars für Tiere: Sarah Connor - Freiheit für Orcas und alle Meerestiere! • Billie Eilish: »You can’t love animals and eat meat« • Wissenschaft: Pflanzliche Ernährung schützt vor Krebs • Studie: Länger jung mit pflanzlicher Ernährung • Buchtipp Work-Lunch-Balance: Schnelle 100% tierfreundliche Gerichte für eine bewusste Mittagspause • Buchtipp: TASTY HEALTHY VEGAN mit Rezepten

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FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch · Wegen Lagerräumung jetzt kostenlos gegen Übernahme der Portokosten und gerne eine Spende

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

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Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte · Wegen Lagerräumung jetzt kostenlos gegen Übernahme der Portokosten und gerne eine Spende zur Deckung der Kosten.

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

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Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Wegen Lagerräumung jetzt kostenlos gegen Übernahme der Portokosten und gerne eine Spende zur Deckung der Kosten.

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich? · Wegen Lagerräumung jetzt kostenlos gegen Übernahme der Portokosten und gerne eine Spende zur Deckung der Kosten.

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben. · Wegen Lagerräumung jetzt kostenlos gegen Übernahme der Portokosten und gerne eine Spende zur Deckung der Kosten.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! · Wegen Lagerräumung jetzt kostenlos gegen Übernahme der Portokosten und gerne eine Spende zur Deckung der Kosten.

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter