Waldgrundstücke in Hildesheim offiziell jagdfrei

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Diese beiden Wäldchen im Landkreis Hildesheim

Diese beiden Wäldchen im Landkreis Hildesheim

sind offiziell jagdrechtlich befriedet. · Bild: Andrea Thoni

Andrea Thoni und ihre beiden Schwestern sind Eigentümerinnen von zwei Waldgrundstücken in Harsum (Landkreis Hildesheim in Niedersachsen). Die beiden aneinandergrenzenden Wäldchen in der Gemarkung Adlum sind 9825 qm und 8377 qm groß. Nach einer Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Hannover sind die Waldgrundstücke seit dem 14.3.2022 offiziell jagdfrei.

"Vor etlichen Jahren sind uns einige Kugeln um die Ohren geflogen"

"Meine beiden Schwestern und ich sind eine Grundstücksgemeinschaft", erzählt Andrea Thoni. "Wir haben die beiden Waldgrundstücke vor etwa 20 Jahren von unserem Vater bekommen, er ist noch Niesbrauchnehmer. Die beiden Grundstücke liegen direkt hinter unserem Haus, sie grenzen an unseren Garten und unsere Pferdekoppel mit einem Reitplatz, der zu dem Grundstück dazu gehört." Wenn also in den beiden Wäldchen gejagt wurde, passierte das direkt neben dem Garten, den Pferdekoppeln und dem Reitplatz. "Vor etlichen Jahren sind uns einige Kugeln um die Ohren geflogen. Meine Schwester saß da gerade auf dem Pferd. Durch die Schüsse scheute das Pferd, meine Schwester ist beinahe runtergefallen. Und wir haben nachher auch gesehen, dass am Reitplatz Kugeln in das Holz eingeschlagen waren", berichtet Andrea Thoni. "Wir haben uns dann an die Gemeinde gewendet und haben - blauäugig wie wir waren - geglaubt, dass die Jagd dort neben dem Reitplatz verboten wird. Aber wir bekamen die Antwort: 'Nein, der Jäger darf natürlich schießen in Ihrem Wald, aber nicht in Ihre Richtung!'"

Die Waldgrundstücke liegen direkt hinter

Die Waldgrundstücke liegen direkt hinter

dem Wohnhaus und grenzen an den Garten, die Pferdekoppel und den Reitplatz der Grundstückseigentümerinnen. »Vor etlichen Jahren sind uns einige Kugeln um die Ohren geflogen«, berichtet Andrea Thoni. Diese potenzielle Gefährdung durch Jäger war aber nicht der Grund für den Antrag auf Jagdverbot. »Wir lehnen das Töten von Tieren aus ethischen Gründen ab, darum haben wir auch aufgehört, Fleisch zu essen. Wir engagieren uns im Tierschutz.« · Bilder: Andrea Thoni

Diese potenzielle Gefährdung durch Jäger sei aber nicht der Grund für den Antrag auf jagdrechtliche Befriedung gewesen, zumal es dann einige Jahre ruhiger wurde in den Waldgrundstücken. "Ich bin hier geboren und aufgewachsen und ich mache keinen Hehl daraus, dass ich Tierschützerin bin - und da habe ich bereits den ein oder anderen Jäger deutlich angesprochen. Es geht uns bei dem Jagdverbot in unseren Waldgrundstücken um ethische Gründe!"

Vor einigen Jahren hatte Andrea Thoni in der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung einen Artikel über die Möglichkeit gelesen, private Grundstücke aus ethischen Gründen jagdfrei stellen zu lassen. Schließlich informierte sie sich auf der Internetseite der Initiative Zwangsbejagung ade und nahm Kontakt mit Thomas Huber auf, der zusammen mit seiner Frau im nördlichen Niedersachsen den Ulmenhof, einen Gnadenhof, betreibt. Die Grundstücke des Ulmenhofs im ostfriesischen Uttrum sind nach einem Urteil des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts offiziell jagdfrei. "Herr Huber hat mir viele wichtige Informationen gegeben. Er empfahl mir Rechtsanwalt Peer Fiesel, der viele Grundstückseigentümer bei ihrem Antrag auf jagdrechtliche Befriedung unterstützt." Rechtsanwalt Fiesel führt bundesweit über 100 Befriedungsverfahren, davon etwa 42 gerichtlich. Drei Verfahren wurden bis zum Bundesverwaltungsgericht in Leipzig geführt.

22.6.2018: Antrag auf jagdrechtliche Befriedung aus ethischen Gründen

Am 22.6.2018 stellten Andrea Thoni und ihre beiden Schwestern den Antrag auf jagdrechtliche Befriedung aus ethischen Gründen für die beiden Waldgrundstücke bei der zuständigen unteren Jagdbehörde des Landkreises Hildesheim. "Ich habe das - zunächst ohne Anwalt - ganz einfach verfasst, dass wir für diese beiden Flurstücke die jagdrechtliche Befriedung beantragen. Als Begründung schrieben wir: Wir lehnen das Töten von Tieren aus ethischen Gründen ab, Tiere sind für uns gleichberechtigte Wesen. Wir engagieren uns im Tierschutz. Wir sind Vegetarier."

Jagdbehörde reagiert über Monate nicht auf den Befriedungsantrag

Dann hätten die Grundstückseigentümerinnen erstmal gar nichts gehört. "Wir haben nicht einmal eine Eingangsbestätigung erhalten. Aber wir dachten, das wird ja jetzt bearbeitet und wir wollten die Sachbearbeiter ja nicht drängeln."

Im Herbst fingen Andrea Thoni und ihre Schwester ihre Schwester Nicole Köhler abwechselnd an, mehrfach bei der Jagdbehörde anzurufen. "Herr G. war unser Sachbearbeiter. Mal hieß es: Herr G. ist nicht im Haus. Herr G. im Urlaub. Am 22. November hat Herr G. zurückgerufen: Er hatte noch keine Zeit, den Antrag zu bearbeiten, er würde sich wieder melden. Dann haben wir wieder angerufen. Im Februar 2019 war er wieder im Urlaub. Dann war er wieder zurück und eine Kollegin wollte ihm Bescheid sagen. Im März 2019 haben wir Herrn G. erreicht. Er wolle sich das bis Ende März einmal anschauen, aber beim Überfliegen sei ihm aufgefallen, dass wir viel zu wenig Begründung hätten."

Ende März - ganze 10 Monate nach Antragstellung - habe sich der Sachbearbeiter dann tatsächlich gemeldet: "Er hat gesagt, er möchte von uns - von jeder einzelnen - eine genaue Auflistung, was wir denn unter ethischen Gründen verstehen. Wir haben dann Formulare bekommen, die wir jede einzeln ausfüllen sollten. Und im Anschluss daran würden alle Beteiligten - Jäger, Jagdgenossenschaft, Grundstücksnachbarn - zu einer Stellungnahme aufgefordert und deswegen würde sich das alles noch verzögern."

Die Grundstückseigentümerinnen brauchen einen langen Atem

Die drei Schwestern mussten ein mehrseitiges Formular Erklärung zum Antrag zur Befriedung von Grundflächen aus ethischen Gründen ausfüllen, denn die reine Behauptung ethischer Gründe genüge nicht. Die Schwestern sollten ihre persönliche Überzeugung und Gewissensentscheidung darlegen und objektive Umstände glaubhaft machen, die das Vorliegen einer echten Gewissensentscheidung belegen. "Da haben wir dann aber richtig losgelegt", berichtet Andrea Thoni. "Dann hat sich das alles wieder hingezogen: Sie haben alle angrenzenden Nachbarn befragt. Sogar mein Mann sollte sich äußern, er hat gesagt, er sei ganz der Ansicht seiner Frau. Die Bauern, denen das angrenzende Ackerland gehört, haben sich alle für die Jagd ausgesprochen, dass es wichtig sei, dass in unseren beiden Wäldchen gejagt wird. Auch die Gemeinde, der Bürgermeister waren gegen die jagdrechtliche Befriedung. Die einzigen, die gesagt haben, dass sie da überhaupt keine Probleme sehen, wenn da nicht gejagt wird, war die Polizei."

Die Tier- und Naturschützerin fügt hinzu: "Es sind die einzigen Waldgrundstücke hier, die einzigen! Hier gibt es keinen Wald, hier ist alles Landwirtschaft! Hier in der Börde ist so wertvoller Boden, schwarze Erde, wir haben hier den wertvollsten Boden von ganz Niedersachsen. Die beiden Grundstücke waren seinerzeit ein Projekt unseres Vaters, der Waldliebhaber ist. Er hat vor vierzig Jahren den Wald angepflanzt."

Der Vater der drei Schwestern hatte vor 40 Jahren

Der Vater der drei Schwestern hatte vor 40 Jahren

diese beiden Wäldchen in der Hildesheimer Börde gepflanzt - als Naturschutz­-Projekt und aus Liebe zu Natur und Tieren. Vor 20 Jahren übertrug er die Waldgrundstücke an seine Töchter, welche 2018 das Jagdverbot beantragten. · Bild: Andrea Thoni

4.5.2020: Der Landkreis Hildesheim erklärt die Waldgrundstücke für jagdrechtlich befriedet

Am 4.5.2020 - zwei Jahre nach der Antragstellung - erklärte der Landkreis Hildesheim die beiden Waldgrundstücke für jagdrechtlich befriedet. Begründung: Die Interessen der Grundstückseigentümerinnen würden gegen die Belange der Jagdgenossenschaft überwiegen. "In dem Bescheid war zu lesen, dass noch innerhalb eines Monats Einspruch gegen die Befriedung eingelegt werden könnte, deswegen haben wir zunächst abgewartet. Nach einem Monat haben wir uns bei der Jagdbehörde gemeldet und gefragt: 'Können wir jetzt davon ausgehen, dass das Grundstück nun endlich befriedet ist?' Der Sachbearbeiter Herr G. sagte, dass wir davon ausgehen könnten, er wisse auch nichts anderes."

Einen Monat später: Die Jagdgenossenschaft verklagt den Landkreis

Doch die Schwestern hatten sich zu früh gefreut: Kurze Zeit später kam die Klage der Jagdgenossenschaft gegen den Landkreis Hildesheim vor dem Verwaltungsgericht Hannover. Die Jagdgenossenschaft hatte offenbar genau am letzten Tag, an dem die Frist ablief, Widerspruch eingereicht. "Daraufhin haben ich noch einmal Rechtsanwalt Fiesel angerufen, der uns zuvor beraten hatte. Herr Fiesel sagte, das habe er überhaupt noch nicht erlebt, dass die Jägerschaft dann am Ende gegen die Entscheidung des Landkreises angeht - und gegen den Landkreis klagt."

14.3.2022: Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Hannover

Es dauerte fast zwei weitere Jahre: Am 14.3.2022 fand die mündliche Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Hannover statt. "Der Landkreis war da, die klagende Jagdgenossenschaft war da mit ihrem Anwalt - und wir drei Schwestern mit Rechtanwalt Peer Fiesel. Und da sind die Jäger dann sehr schnell auseinander gefallen und dem Anwalt der Jäger ist das Lachen gefroren", berichtet Andrea Thoni. "Sie haben es noch versucht mit einem Vergleich: ob wir nicht damit einverstanden wären, mit der Befriedung bis zum Ende des Jagdpachtvertrags zu warten - das wäre 2026 gewesen. Wir haben gesagt, dass wir natürlich nicht damit einverstanden sind. Dann haben sie noch ganz viele Gründe vorgebracht: Wir hätten ja schon immer gewusst, dass da gejagt wird, wir hätten ja das Geschenk unseres Vaters, die beiden Waldgrundstücke, nicht annehmen müssen. Denn die Bauernjagd in Adlum sei ein fester Bestandteil der Tradition und Identität im Dorf. - Aber wir haben ganz klar gesagt: Wir möchten die Jagd auf unseren Grundstücken ein für alle Male beenden!", erklärt die Tierschützerin. "Ich bin mit meinem Sohn durch unseren Wald gegangen und musste ihm erklären, warum da abgerissene Taubenköpfe rumlagen. Und ich möchte das nicht auch noch mit meinen Enkeln erleben - dass da getötete Tiere rumliegen oder Fallen aufgestellt sind!"

Die Jagdgenossenschaft habe am Ende die Klage zurückgezogen, damit es für sie nicht noch teurer wird.

Die beiden Waldgrundstücke werden ab sofort jagdfrei!

Seit der Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Hannover am 14.3.2022 sind die Waldgrundstücke offiziell jagdfrei. "Wir mussten beim Landkreis für die Befriedung 670 Euro bezahlen, dazu kommen die Anwaltskosten - insgesamt hat uns die Befriedung rund 2.500 Euro gekostet", berichtet Andrea Toni. "Wir sind hier wohl auch die einzigen in der Gegend Hannover, deren Grundstücke bislang jagdrechtlich befriedet wurden. Und das ist wohl die größte Angst der Jäger: dass das publik wird und noch andere Grundstückseigentümer auf die Idee kommen."

Die Grundstückseigentümerinnen sind erleichtert,

Die Grundstückseigentümerinnen sind erleichtert,

dass ihre beiden Wäldchen jetzt offiziell jagdfrei sind und die Wildtiere einen sicheren Rückzugsort haben. · Bild: Andrea Thoni

Weitere jagdfreie Grundstücke in Niedersachsen gibt es im Landkreis Uelzen nordwestlich von Hannover, im Landkreis Lüneburg, im Landkreis Wesermarsch (nördlich von Bremen) sowie in den Landkreisen Aurich und Wittmund in Ostfriesland. Im Landkreis Oldenburg, im Kreis Stade, im Landkreis Harburg und im Landkreis Osterholz laufen mehrere Verfahren zur jagdrechtlichen Befriedung aus ethischen Gründen.

Zwangsbejagung verstößt gegen Menschenrechte

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat in seinem Urteil vom 26.06.2012 im Verfahren Herrmann gegen Bundesrepublik Deutschland eine Verletzung von Artikel 1 Protokoll Nr. 1 (Schutz des Eigentums) zur Europäischen Menschenrechtskonvention festgestellt: Es ist nicht mit dem in der Menschenrechtskonvention garantierten Schutz des Eigentums zu vereinbaren, wenn Grundstückseigentümer, welche die Jagd nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können, zwangsweise Mitglied in Jagdgenossenschaften sind und damit die Jagd auf ihrem Eigentum dulden müssen.

Das Verfahren betraf die Beschwerde eines Grundstückseigentümers darüber, dass er die Jagd auf seinem Land dulden muss, obwohl er sie aus ethischen Gründen ablehnt. Der Gerichtshof befand insbesondere, dass diese Verpflichtung Grundstücksbesitzern in Deutschland, die die Jagd ablehnen, eine unverhältnismäßige Belastung auferlegt.

Damit folgte der Europäische Gerichtshof seinen Schlussfolgerungen in zwei früheren Urteilen, die das Jagdrecht in Frankreich (EGMR-Urteil vom 29. April 1999) und Luxemburg (EGMR-Urteil vom 10.07.2007) betrafen.

Die Deutsche Bundesregierung, der Jagdverband und weitere beteiligte Verbände hatten vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte sämtliche erdenklichen Allgemeinbelange (Pflicht zur Hege, die die Erhaltung eines artenreichen gesunden Wildbestandes, die Verhütung von durch wild lebende Tiere
verursachten Schäden, ...) vorgetragen. Das höchste europäische Gericht hat diese Belange allesamt gewürdigt und ist dennoch zu dem eindeutigen Ergebnis gekommen.

Aufgrund des Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.06.2012 wurde die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, ihre Jagdgesetzgebung entsprechend zu ändern. Grundeigentümer, die ihr Grundstück jagdrechtlich befrieden wollen, können einen Antrag bei der zuständigen Unteren Jagdbehörde (Teil des Landratsamtes oder der Stadt) stellen und sich auf eine Ablehnung der Jagd aus ethischen Gründen bzw. aus Gewissensgründen berufen.

Leider hat der Gesetzgeber das Antragsverfahren sehr aufwändig gestaltet - offenbar mit dem Ziel, Grundstücksbesitzer abzuschrecken. Daher macht es Sinn, sich vorher gut zu informieren und wenn nötig einen fachkundigen Rechtsanwalt einzuschalten.

»Keine Jagd auf meinem Grundstück!« - Die rechtliche Grundlage

Generell unterliegen alle Flächen in Deutschland dem Jagdrecht. Jäger haben also grundsätzlich das Recht, überall außerhalb geschlossener Ortschaften die Jagd auszuüben. Alle Grundstücke im Außenbereich sind in einer Jagdgenossenschaft zusammengeschlossen, welche die Flächen an Jäger verpachtet. Dies bedeutet, dass Jäger auf privaten Grundstücken, die Teil einer Jagdgenossenschaft sind, die Jagd ausüben dürfen.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte am 26.06.2012 entschieden, dass die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft gegen die Menschenrechte verstößt, sofern der Grundeigentümer die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt. Am 6.12.2013 ist der § 6a Bundesjagdgesetz »Befriedung von Grundflächen aus ethischen Gründen« in Kraft getreten.

Der Antrag auf jagdrechtliche Befriedung

Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken, die im Außenbereich liegen und Teil einer Jagdgenossenschaft sind, können einen »Antrag auf jagdrechtliche Befriedung aus ethischen Gründen« bei der zuständigen Unteren Jagdbehörde (Teil des Landratsamtes oder der Stadt) stellen. Dazu benötigen Sie auf jeden Fall die Flurnummern. Sie müssen den Antrag immer für alle in Ihrem Besitz stehenden Grundstücke stellen.

Die Ablehnung der Jagd sollten Sie ausschließlich mit ethischen Motiven begründen und Ihren Gewissenskonflikt darlegen:

• Sie lehnen aus ethischen Gründen generell das Töten von Tieren ab (Vegetarier/Veganer).

• Sie können es nicht mit Ihrem Gewissen vereinbaren, wenn Jäger auf Ihrem Grundstück Wildtiere tot schießen und Sie Ihr Grundstück dafür gegen Ihren Willen und gegen Ihre ethische Überzeugung zur Verfügung stellen müssen.

• Sie lehnen aus Gründen des ethischen Tierschutzes und der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf ab, wildlebende Tiere zu jagen und hierbei durch Duldung der Jagd auf den eigenen Grundstücken mitzuwirken. Sie berufen sich auf das Tierschutzgesetz: »Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.« (§ 1 TierSchG) Die Hobbyjagd ist in Ihren Augen kein vernünftiger Grund.

Helfen Sie mit!

Viele Grundstückseigentümer, welche die Jagd auf ihrem Grund und Boden nicht länger dulden wollen, kommen erst durch die Hilfe eines Rechtsanwalts zum Ziel. Da dies für den einzelnen Tierfreund, der sein Grundstück jagdfrei stellen möchte, hohe Kosten bedeuten kann, können Sie mit einer Spende unterstützen. Je mehr Grundstücke in einem Bundesland bereits jagdfrei gestellt wurden, desto leichter wird es für weitere Grundstückseigentümer, die ebenfalls den Antrag auf jagdrechtliche Befriedung stellen. So können in Deutschland endlich die dringend benötigten Rückzugsgebiete für Wildtiere geschaffen werden.

Helfen Sie mit!

Wollen Sie die Bürgerbewegung Zwangsbejagung ade und damit betroffene Grundstückseigentümer, welche die Jagd auf ihren Flächen nicht länger dulden wollen, unterstützen?

Spendenkonto:
Wildtierschutz Deutschland e.V.
IBAN: DE61 4306 0967 6008 6395 00
Verwendungszweck: Zwangsbejagung ade

online spenden

Wildtierschutz Deutschland e.V. ist als gemeinnützig anerkannt und die Spende steuerlich absetzbar.

Informationen: www.zwangsbejagung-ade.de

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Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

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In der EU werden Jahr für Jahr Millionen Pferde und Ponys geschlachtet, als »Rossfleisch« verkauft oder zu Salami und Hundefutter verarbeitet. Die Europäische Bürgerinitiative »End The Horse Slaughter Age« fordert jetzt ein Gesetz zum Verbot der Schlachtung von Pferden. Helfen Sie mit, die Pferdequälerei zu beenden und unterschreiben Sie die online-Initiative! weiter

55 Hektar im Kreis Dithmarschen endlich jagdfrei!

Rund 55 Hektar Grundstücke mit Wiesen und Feldern im Kreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein) sind endlich jagdfrei! Dass eine dermaßen große Fläche offiziell jagdrechtlich befriedet wird, ist bisher wohl einmalig: Es gibt inzwischen mehrere Hundert jagdrechtlich befriedete Grundstücke in Deutschland, doch meist besitzen die Eigentümer nur wenige Hektar. Wohl genau aus diesem Grund machte es die Jagdlobby den Eigentümern der 55 Hektar landwirtschaftlicher Fläche so schwer: Es brauchte zehn Jahre und eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Schleswig-Holstein, bis das Grundstück von Susanne und Peter Storm* endlich jagdfrei wurde. weiter

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»Wild und frei« ist mit atemberaubenden schwarz-weiß-Fotografien eine Ode an die Wildnis. Tom D. Jones ist ein begnadeter »fine art«-Fotograf und zeigt Wildtiere wie Elefanten, Giraffen, Nashörner, Gorillas oder Löwen aus nächster Nähe. »Für mich dreht sich alles um die Freiheit des Tieres«, erklärt er. Deshalb gibt es in den Aufnahmen dieses Buches kein einziges Tier, das gefüttert wird, in einem privaten Reservat lebt oder in irgendeiner anderen Form von Gefangenschaft gehalten wird. Das Ergebnis sind Aufnahmen, welche unter die Haut gehen. weiter

Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul

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Interview mit Mary McCartney: Wie entstand die Idee zu dem veganen Promi-Kochbuch »Feeding Creativity«?

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Wie entstand die Idee zu dem Kochbuch?


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Zum Interview mit Mary McCartney

Metzger gegen Tiermord

Metzger gegen Tiermord? Das scheint ein Widerspruch in sich zu sein. Was aber, wenn gelernte Metzger dem Tiertöten abschwören und Veganer werden?

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FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Peter Hübner, einem ehemaligen Fleischer. Peter Hübner ist Pressesprecher und zweiter Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins »Metzger gegen Tiermord« e.V.

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Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss

Der Fall sorgte für Aufsehen über Bayern hinaus: Ein 77-jähriger Hobbyjäger erschoss im Juli 2022 die Hündin Mara von Urlaubern aus Österreich, die eine Kanutour auf dem Main machten - angeblich, weil sie »gewildert« hätte. Am 20. November 2023 verurteilte das Amtsgericht Haßfurt den Jäger wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer Geldstrafe von 5.600 Euro (140 Tagessätzen zu je 40 Euro). Zudem wurde das bei der Tat benutzte Kleinkalibergewehr eingezogen. Dem Urteil zufolge war der angeklagte Hobbyjäger nicht berechtigt, die Hündin zu erschießen. Hinweise darauf, dass die Hündin gewildert hatte, hätten sich nicht ergeben. weiter

STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen

»Land« = blühende Landschaften und Artenvielfalt, »Stadt« = Beton und Ödnis? Eine Vorstellung, die längst so nicht mehr gilt. Der bekannte Zoologe, Ökologe und Bestseller-Autor Prof. Dr. Josef H. Reichholf unternimmt in seinem neuen Buch »Stadtnatur - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen« einen Streifzug durch die vielfältigen Ökosysteme des urbanen Raums. Ob Wildschweine, Füchse und Nachtigallen in Berlin, Wanderfalken in Köln oder eine bunte Vogelwelt und Rehe im Englischen Garten in München: viele Wildtiere haben den Lebensraum Stadt längst für sich entdeckt. Inzwischen sind unsere großen Städte sogar Inseln der Artenvielfalt geworden, die sogar mit den besten Naturschutzgebieten mithalten können.
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Prof. Dr. Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich«

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Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Vegan vom Grill

»Was essen Veganer, wenn gegrillt wird?« Diese Frage wurde der britischen Köchin Katy Beskow während ihrer bisher fünfzehn Jahre als Veganerin unzählige Male gestellt. Die Antwort: »Wenn ihr euch von der Idee verabschiedet, dass Grillen und Fleisch (oder Fertiggerichte aus Fleisch­alternativen) untrennbar zusammengehören, steht euch eine neue Welt offen.« In ihrem neuen Kochbuch »Vegan vom Grill« zeigt Katy Beskow mit 70 kreativen und unkomplizierten Rezepten, dass fleischfrei Gegrilltes hervorragend schmeckt - nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über! Dazu zeigt Katy zahlreiche Tipps und Tricks - damit die Grillparty auch bei blutigen Grill-Anfängerinnen und -Anfängern gelingt. Ob Hauptgericht oder Dessert: »Vegan vom Grill« animiert, den Grill dieses Jahr richtig zum Einsatz kommen zu lassen!
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Urteil BVerwG: Auch Vereine und Stiftungen können die jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen aus ethischen Gründen beantragen

Laut § 6a Bundesjagdgesetz (BJagdG) dürfen nur »natürliche Personen« das Ruhen der Jagd beantragen. Tier- und Naturschutzvereine oder Stiftungen konnten bisher das Ruhen der Jagd auf ihren Flächen nicht beantragen. Doch dies ist mit dem entscheidenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 und der Europäischen Menschenrechtskonvention (Schutz des Eigentums) nicht vereinbar.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof München macht in seinem grundlegenden Urteil vom 28.05.2020 »Erklärung von Grundstücken zu jagdrechtlich befriedeten Bezirken« die Antragstellung auch für juristische Personen wie Vereine, Stiftungen oder GmbHs möglich. (VGH München, 19 B 19.1713 und 19 B 19.1715) weiter

Hannes Jaenicke: »Seit 30 Jahren wird das Tierschutzgesetz wissentlich gebrochen«

»Die Milch macht's«, »Milch macht müde Männer munter«, »Fleisch ist ein Stück Lebenskraft« - wir alle sind mit diesen Werbe-Slogans aufgewachsen. In seinem investigativen Enthüllungsbuch »Die große Sauerei« deckt Hannes Jaenicke die dreistesten Industrie- und Werbelügen auf und erklärt, was Verbraucherinnen und Verbraucher über Fleisch, Milchprodukte und Eier unbedingt wissen sollten, um vor dem Kauf und Verzehr die richtige Entscheidung zu treffen. weiter

FREIHEIT FÜR TIERE-Interview mit Hannes Jaenicke

»Die einzige Antwort auf diese Art der Massentierhaltung ist der Verzicht auf ihre Produkte «
FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem Schauspieler und bekannten Umweltschützer Hannes Jaenicke über die Recherchen zu seinem neuen Buch, warum er vor 40 Jahren zum Vegetarier wurde, warum er Hafermilch trinkt, über das Problem, dass immer noch zu viele Menschen schlecht informiert sind und was dagegen zu tun ist. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Die Vermessung der Ernährung

Haben Sie sich schon einmal überlegt, welche Auswirkung unsere Ernährung, also das, was wir jeden Tag essen, auf die Gesundheit, auf Tiere und Natur, auf Böden und Grundwasser, auf die Artenvielfalt, auf die Regenwälder, auf Menschen in den ärmeren Ländern und auf das Klima hat? Sollten wir vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden Umwelt- und Klimakatastrophe, welche unser aller Lebensgrundlagen bedroht, nicht viel mehr über diese Zusammenhänge wissen? weiter

Vermessung der Ernährung: Interview mit Jan Wirsam

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Jan Wirsam, wie das Buch Die Vermessung der Ernährung mit Prof. Dr. Claus Leitzmann entstand, aus welchen Gründen die Wissenschaftler mit einigen Kollegen die Forschung über pflanzliche Ernährung so engagiert vorantreiben und warum in Deutschland mehr Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen, Bohnen, Lupinen und Soja angebaut werden sollten. weiter

Neues Buch von Prof. Reichholf: Stadt, Land, Fuchs

»Unsere Säugetiere verdienen mehr Beachtung; viel mehr, als ihnen gegenwärtig zuteil wird«, ist Prof. Dr. Josef H. Reichholf überzeugt. Sie brauchen neue Freunde! Solche zu gewinnen, ist das Hauptanliegen seines neuesten Buches »Stadt, Land, Fuchs: Das Leben der heimischen Säugetiere«. weiter

Interview mit Prof. Josef H. Reichholf

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem renommierten Zoologen über Wildtiere, Jäger, Massentierhaltung und was jeder Einzelne für wild lebende Tiere tun kann. weiter

Das Leid der Stuten für Schweinefleisch

Bisher kannte man die grausamen Stutenblut-Farmen in Argentininen, Urugay und China: Schwangeren Pferden wird dort literweise Blut abgezapft und an die Pharmaindustrie verkauft. Die Hormone der Stuten werden in der industriellen Schweinemast eingesetzt, um die Trächtigkeit der Sauen zu erhöhen und zu synchronisieren. Nachdem immer wieder über die grausamen Blutfarmen in Südamerika berichtet wurde, stoppten einige Pharmakonzerne den Import aus diesen Ländern - und wichen auf Islandponys aus. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter