Waldgrundstücke in Hildesheim offiziell jagdfrei

Diese beiden Wäldchen im Landkreis Hildesheim

Diese beiden Wäldchen im Landkreis Hildesheim

sind offiziell jagdrechtlich befriedet. · Bild: Andrea Thoni

Andrea Thoni und ihre beiden Schwestern sind Eigentümerinnen von zwei Waldgrundstücken in Harsum (Landkreis Hildesheim in Niedersachsen). Die beiden aneinandergrenzenden Wäldchen in der Gemarkung Adlum sind 9825 qm und 8377 qm groß. Nach einer Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Hannover sind die Waldgrundstücke seit dem 14.3.2022 offiziell jagdfrei.

"Vor etlichen Jahren sind uns einige Kugeln um die Ohren geflogen"

"Meine beiden Schwestern und ich sind eine Grundstücksgemeinschaft", erzählt Andrea Thoni. "Wir haben die beiden Waldgrundstücke vor etwa 20 Jahren von unserem Vater bekommen, er ist noch Niesbrauchnehmer. Die beiden Grundstücke liegen direkt hinter unserem Haus, sie grenzen an unseren Garten und unsere Pferdekoppel mit einem Reitplatz, der zu dem Grundstück dazu gehört." Wenn also in den beiden Wäldchen gejagt wurde, passierte das direkt neben dem Garten, den Pferdekoppeln und dem Reitplatz. "Vor etlichen Jahren sind uns einige Kugeln um die Ohren geflogen. Meine Schwester saß da gerade auf dem Pferd. Durch die Schüsse scheute das Pferd, meine Schwester ist beinahe runtergefallen. Und wir haben nachher auch gesehen, dass am Reitplatz Kugeln in das Holz eingeschlagen waren", berichtet Andrea Thoni. "Wir haben uns dann an die Gemeinde gewendet und haben - blauäugig wie wir waren - geglaubt, dass die Jagd dort neben dem Reitplatz verboten wird. Aber wir bekamen die Antwort: 'Nein, der Jäger darf natürlich schießen in Ihrem Wald, aber nicht in Ihre Richtung!'"

Die Waldgrundstücke liegen direkt hinter

Die Waldgrundstücke liegen direkt hinter

dem Wohnhaus und grenzen an den Garten, die Pferdekoppel und den Reitplatz der Grundstückseigentümerinnen. »Vor etlichen Jahren sind uns einige Kugeln um die Ohren geflogen«, berichtet Andrea Thoni. Diese potenzielle Gefährdung durch Jäger war aber nicht der Grund für den Antrag auf Jagdverbot. »Wir lehnen das Töten von Tieren aus ethischen Gründen ab, darum haben wir auch aufgehört, Fleisch zu essen. Wir engagieren uns im Tierschutz.« · Bilder: Andrea Thoni

Diese potenzielle Gefährdung durch Jäger sei aber nicht der Grund für den Antrag auf jagdrechtliche Befriedung gewesen, zumal es dann einige Jahre ruhiger wurde in den Waldgrundstücken. "Ich bin hier geboren und aufgewachsen und ich mache keinen Hehl daraus, dass ich Tierschützerin bin - und da habe ich bereits den ein oder anderen Jäger deutlich angesprochen. Es geht uns bei dem Jagdverbot in unseren Waldgrundstücken um ethische Gründe!"

Vor einigen Jahren hatte Andrea Thoni in der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung einen Artikel über die Möglichkeit gelesen, private Grundstücke aus ethischen Gründen jagdfrei stellen zu lassen. Schließlich informierte sie sich auf der Internetseite der Initiative Zwangsbejagung ade und nahm Kontakt mit Thomas Huber auf, der zusammen mit seiner Frau im nördlichen Niedersachsen den Ulmenhof, einen Gnadenhof, betreibt. Die Grundstücke des Ulmenhofs im ostfriesischen Uttrum sind nach einem Urteil des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts offiziell jagdfrei. "Herr Huber hat mir viele wichtige Informationen gegeben. Er empfahl mir Rechtsanwalt Peer Fiesel, der viele Grundstückseigentümer bei ihrem Antrag auf jagdrechtliche Befriedung unterstützt." Rechtsanwalt Fiesel führt bundesweit über 100 Befriedungsverfahren, davon etwa 42 gerichtlich. Drei Verfahren wurden bis zum Bundesverwaltungsgericht in Leipzig geführt.

22.6.2018: Antrag auf jagdrechtliche Befriedung aus ethischen Gründen

Am 22.6.2018 stellten Andrea Thoni und ihre beiden Schwestern den Antrag auf jagdrechtliche Befriedung aus ethischen Gründen für die beiden Waldgrundstücke bei der zuständigen unteren Jagdbehörde des Landkreises Hildesheim. "Ich habe das - zunächst ohne Anwalt - ganz einfach verfasst, dass wir für diese beiden Flurstücke die jagdrechtliche Befriedung beantragen. Als Begründung schrieben wir: Wir lehnen das Töten von Tieren aus ethischen Gründen ab, Tiere sind für uns gleichberechtigte Wesen. Wir engagieren uns im Tierschutz. Wir sind Vegetarier."

Jagdbehörde reagiert über Monate nicht auf den Befriedungsantrag

Dann hätten die Grundstückseigentümerinnen erstmal gar nichts gehört. "Wir haben nicht einmal eine Eingangsbestätigung erhalten. Aber wir dachten, das wird ja jetzt bearbeitet und wir wollten die Sachbearbeiter ja nicht drängeln."

Im Herbst fingen Andrea Thoni und ihre Schwester ihre Schwester Nicole Köhler abwechselnd an, mehrfach bei der Jagdbehörde anzurufen. "Herr G. war unser Sachbearbeiter. Mal hieß es: Herr G. ist nicht im Haus. Herr G. im Urlaub. Am 22. November hat Herr G. zurückgerufen: Er hatte noch keine Zeit, den Antrag zu bearbeiten, er würde sich wieder melden. Dann haben wir wieder angerufen. Im Februar 2019 war er wieder im Urlaub. Dann war er wieder zurück und eine Kollegin wollte ihm Bescheid sagen. Im März 2019 haben wir Herrn G. erreicht. Er wolle sich das bis Ende März einmal anschauen, aber beim Überfliegen sei ihm aufgefallen, dass wir viel zu wenig Begründung hätten."

Ende März - ganze 10 Monate nach Antragstellung - habe sich der Sachbearbeiter dann tatsächlich gemeldet: "Er hat gesagt, er möchte von uns - von jeder einzelnen - eine genaue Auflistung, was wir denn unter ethischen Gründen verstehen. Wir haben dann Formulare bekommen, die wir jede einzeln ausfüllen sollten. Und im Anschluss daran würden alle Beteiligten - Jäger, Jagdgenossenschaft, Grundstücksnachbarn - zu einer Stellungnahme aufgefordert und deswegen würde sich das alles noch verzögern."

Die Grundstückseigentümerinnen brauchen einen langen Atem

Die drei Schwestern mussten ein mehrseitiges Formular Erklärung zum Antrag zur Befriedung von Grundflächen aus ethischen Gründen ausfüllen, denn die reine Behauptung ethischer Gründe genüge nicht. Die Schwestern sollten ihre persönliche Überzeugung und Gewissensentscheidung darlegen und objektive Umstände glaubhaft machen, die das Vorliegen einer echten Gewissensentscheidung belegen. "Da haben wir dann aber richtig losgelegt", berichtet Andrea Thoni. "Dann hat sich das alles wieder hingezogen: Sie haben alle angrenzenden Nachbarn befragt. Sogar mein Mann sollte sich äußern, er hat gesagt, er sei ganz der Ansicht seiner Frau. Die Bauern, denen das angrenzende Ackerland gehört, haben sich alle für die Jagd ausgesprochen, dass es wichtig sei, dass in unseren beiden Wäldchen gejagt wird. Auch die Gemeinde, der Bürgermeister waren gegen die jagdrechtliche Befriedung. Die einzigen, die gesagt haben, dass sie da überhaupt keine Probleme sehen, wenn da nicht gejagt wird, war die Polizei."

Die Tier- und Naturschützerin fügt hinzu: "Es sind die einzigen Waldgrundstücke hier, die einzigen! Hier gibt es keinen Wald, hier ist alles Landwirtschaft! Hier in der Börde ist so wertvoller Boden, schwarze Erde, wir haben hier den wertvollsten Boden von ganz Niedersachsen. Die beiden Grundstücke waren seinerzeit ein Projekt unseres Vaters, der Waldliebhaber ist. Er hat vor vierzig Jahren den Wald angepflanzt."

Der Vater der drei Schwestern hatte vor 40 Jahren

Der Vater der drei Schwestern hatte vor 40 Jahren

diese beiden Wäldchen in der Hildesheimer Börde gepflanzt - als Naturschutz­-Projekt und aus Liebe zu Natur und Tieren. Vor 20 Jahren übertrug er die Waldgrundstücke an seine Töchter, welche 2018 das Jagdverbot beantragten. · Bild: Andrea Thoni

4.5.2020: Der Landkreis Hildesheim erklärt die Waldgrundstücke für jagdrechtlich befriedet

Am 4.5.2020 - zwei Jahre nach der Antragstellung - erklärte der Landkreis Hildesheim die beiden Waldgrundstücke für jagdrechtlich befriedet. Begründung: Die Interessen der Grundstückseigentümerinnen würden gegen die Belange der Jagdgenossenschaft überwiegen. "In dem Bescheid war zu lesen, dass noch innerhalb eines Monats Einspruch gegen die Befriedung eingelegt werden könnte, deswegen haben wir zunächst abgewartet. Nach einem Monat haben wir uns bei der Jagdbehörde gemeldet und gefragt: 'Können wir jetzt davon ausgehen, dass das Grundstück nun endlich befriedet ist?' Der Sachbearbeiter Herr G. sagte, dass wir davon ausgehen könnten, er wisse auch nichts anderes."

Einen Monat später: Die Jagdgenossenschaft verklagt den Landkreis

Doch die Schwestern hatten sich zu früh gefreut: Kurze Zeit später kam die Klage der Jagdgenossenschaft gegen den Landkreis Hildesheim vor dem Verwaltungsgericht Hannover. Die Jagdgenossenschaft hatte offenbar genau am letzten Tag, an dem die Frist ablief, Widerspruch eingereicht. "Daraufhin haben ich noch einmal Rechtsanwalt Fiesel angerufen, der uns zuvor beraten hatte. Herr Fiesel sagte, das habe er überhaupt noch nicht erlebt, dass die Jägerschaft dann am Ende gegen die Entscheidung des Landkreises angeht - und gegen den Landkreis klagt."

14.3.2022: Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Hannover

Es dauerte fast zwei weitere Jahre: Am 14.3.2022 fand die mündliche Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Hannover statt. "Der Landkreis war da, die klagende Jagdgenossenschaft war da mit ihrem Anwalt - und wir drei Schwestern mit Rechtanwalt Peer Fiesel. Und da sind die Jäger dann sehr schnell auseinander gefallen und dem Anwalt der Jäger ist das Lachen gefroren", berichtet Andrea Thoni. "Sie haben es noch versucht mit einem Vergleich: ob wir nicht damit einverstanden wären, mit der Befriedung bis zum Ende des Jagdpachtvertrags zu warten - das wäre 2026 gewesen. Wir haben gesagt, dass wir natürlich nicht damit einverstanden sind. Dann haben sie noch ganz viele Gründe vorgebracht: Wir hätten ja schon immer gewusst, dass da gejagt wird, wir hätten ja das Geschenk unseres Vaters, die beiden Waldgrundstücke, nicht annehmen müssen. Denn die Bauernjagd in Adlum sei ein fester Bestandteil der Tradition und Identität im Dorf. - Aber wir haben ganz klar gesagt: Wir möchten die Jagd auf unseren Grundstücken ein für alle Male beenden!", erklärt die Tierschützerin. "Ich bin mit meinem Sohn durch unseren Wald gegangen und musste ihm erklären, warum da abgerissene Taubenköpfe rumlagen. Und ich möchte das nicht auch noch mit meinen Enkeln erleben - dass da getötete Tiere rumliegen oder Fallen aufgestellt sind!"

Die Jagdgenossenschaft habe am Ende die Klage zurückgezogen, damit es für sie nicht noch teurer wird.

Die beiden Waldgrundstücke werden ab sofort jagdfrei!

Seit der Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Hannover am 14.3.2022 sind die Waldgrundstücke offiziell jagdfrei. "Wir mussten beim Landkreis für die Befriedung 670 Euro bezahlen, dazu kommen die Anwaltskosten - insgesamt hat uns die Befriedung rund 2.500 Euro gekostet", berichtet Andrea Toni. "Wir sind hier wohl auch die einzigen in der Gegend Hannover, deren Grundstücke bislang jagdrechtlich befriedet wurden. Und das ist wohl die größte Angst der Jäger: dass das publik wird und noch andere Grundstückseigentümer auf die Idee kommen."

Die Grundstückseigentümerinnen sind erleichtert,

Die Grundstückseigentümerinnen sind erleichtert,

dass ihre beiden Wäldchen jetzt offiziell jagdfrei sind und die Wildtiere einen sicheren Rückzugsort haben. · Bild: Andrea Thoni

Weitere jagdfreie Grundstücke in Niedersachsen gibt es im Landkreis Uelzen nordwestlich von Hannover, im Landkreis Lüneburg, im Landkreis Wesermarsch (nördlich von Bremen) sowie in den Landkreisen Aurich und Wittmund in Ostfriesland. Im Landkreis Oldenburg, im Kreis Stade, im Landkreis Harburg und im Landkreis Osterholz laufen mehrere Verfahren zur jagdrechtlichen Befriedung aus ethischen Gründen.

Zwangsbejagung verstößt gegen Menschenrechte

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat in seinem Urteil vom 26.06.2012 im Verfahren Herrmann gegen Bundesrepublik Deutschland eine Verletzung von Artikel 1 Protokoll Nr. 1 (Schutz des Eigentums) zur Europäischen Menschenrechtskonvention festgestellt: Es ist nicht mit dem in der Menschenrechtskonvention garantierten Schutz des Eigentums zu vereinbaren, wenn Grundstückseigentümer, welche die Jagd nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können, zwangsweise Mitglied in Jagdgenossenschaften sind und damit die Jagd auf ihrem Eigentum dulden müssen.

Das Verfahren betraf die Beschwerde eines Grundstückseigentümers darüber, dass er die Jagd auf seinem Land dulden muss, obwohl er sie aus ethischen Gründen ablehnt. Der Gerichtshof befand insbesondere, dass diese Verpflichtung Grundstücksbesitzern in Deutschland, die die Jagd ablehnen, eine unverhältnismäßige Belastung auferlegt.

Damit folgte der Europäische Gerichtshof seinen Schlussfolgerungen in zwei früheren Urteilen, die das Jagdrecht in Frankreich (EGMR-Urteil vom 29. April 1999) und Luxemburg (EGMR-Urteil vom 10.07.2007) betrafen.

Die Deutsche Bundesregierung, der Jagdverband und weitere beteiligte Verbände hatten vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte sämtliche erdenklichen Allgemeinbelange (Pflicht zur Hege, die die Erhaltung eines artenreichen gesunden Wildbestandes, die Verhütung von durch wild lebende Tiere
verursachten Schäden, ...) vorgetragen. Das höchste europäische Gericht hat diese Belange allesamt gewürdigt und ist dennoch zu dem eindeutigen Ergebnis gekommen.

Aufgrund des Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.06.2012 wurde die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, ihre Jagdgesetzgebung entsprechend zu ändern. Grundeigentümer, die ihr Grundstück jagdrechtlich befrieden wollen, können einen Antrag bei der zuständigen Unteren Jagdbehörde (Teil des Landratsamtes oder der Stadt) stellen und sich auf eine Ablehnung der Jagd aus ethischen Gründen bzw. aus Gewissensgründen berufen.

Leider hat der Gesetzgeber das Antragsverfahren sehr aufwändig gestaltet - offenbar mit dem Ziel, Grundstücksbesitzer abzuschrecken. Daher macht es Sinn, sich vorher gut zu informieren und wenn nötig einen fachkundigen Rechtsanwalt einzuschalten.

»Keine Jagd auf meinem Grundstück!« - Die rechtliche Grundlage

Generell unterliegen alle Flächen in Deutschland dem Jagdrecht. Jäger haben also grundsätzlich das Recht, überall außerhalb geschlossener Ortschaften die Jagd auszuüben. Alle Grundstücke im Außenbereich sind in einer Jagdgenossenschaft zusammengeschlossen, welche die Flächen an Jäger verpachtet. Dies bedeutet, dass Jäger auf privaten Grundstücken, die Teil einer Jagdgenossenschaft sind, die Jagd ausüben dürfen.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte am 26.06.2012 entschieden, dass die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft gegen die Menschenrechte verstößt, sofern der Grundeigentümer die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt. Am 6.12.2013 ist der § 6a Bundesjagdgesetz »Befriedung von Grundflächen aus ethischen Gründen« in Kraft getreten.

Der Antrag auf jagdrechtliche Befriedung

Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken, die im Außenbereich liegen und Teil einer Jagdgenossenschaft sind, können einen »Antrag auf jagdrechtliche Befriedung aus ethischen Gründen« bei der zuständigen Unteren Jagdbehörde (Teil des Landratsamtes oder der Stadt) stellen. Dazu benötigen Sie auf jeden Fall die Flurnummern. Sie müssen den Antrag immer für alle in Ihrem Besitz stehenden Grundstücke stellen.

Die Ablehnung der Jagd sollten Sie ausschließlich mit ethischen Motiven begründen und Ihren Gewissenskonflikt darlegen:

• Sie lehnen aus ethischen Gründen generell das Töten von Tieren ab (Vegetarier/Veganer).

• Sie können es nicht mit Ihrem Gewissen vereinbaren, wenn Jäger auf Ihrem Grundstück Wildtiere tot schießen und Sie Ihr Grundstück dafür gegen Ihren Willen und gegen Ihre ethische Überzeugung zur Verfügung stellen müssen.

• Sie lehnen aus Gründen des ethischen Tierschutzes und der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf ab, wildlebende Tiere zu jagen und hierbei durch Duldung der Jagd auf den eigenen Grundstücken mitzuwirken. Sie berufen sich auf das Tierschutzgesetz: »Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.« (§ 1 TierSchG) Die Hobbyjagd ist in Ihren Augen kein vernünftiger Grund.

Helfen Sie mit!

Viele Grundstückseigentümer, welche die Jagd auf ihrem Grund und Boden nicht länger dulden wollen, kommen erst durch die Hilfe eines Rechtsanwalts zum Ziel. Da dies für den einzelnen Tierfreund, der sein Grundstück jagdfrei stellen möchte, hohe Kosten bedeuten kann, können Sie mit einer Spende unterstützen. Je mehr Grundstücke in einem Bundesland bereits jagdfrei gestellt wurden, desto leichter wird es für weitere Grundstückseigentümer, die ebenfalls den Antrag auf jagdrechtliche Befriedung stellen. So können in Deutschland endlich die dringend benötigten Rückzugsgebiete für Wildtiere geschaffen werden.

Helfen Sie mit!

Wollen Sie die Bürgerbewegung Zwangsbejagung ade und damit betroffene Grundstückseigentümer, welche die Jagd auf ihren Flächen nicht länger dulden wollen, unterstützen?

Spendenkonto:
Wildtierschutz Deutschland e.V.
IBAN: DE61 4306 0967 6008 6395 00
Verwendungszweck: Zwangsbejagung ade

online spenden

Wildtierschutz Deutschland e.V. ist als gemeinnützig anerkannt und die Spende steuerlich absetzbar.

Informationen: www.zwangsbejagung-ade.de

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

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Artikelnummer: 2-2026

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

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Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

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Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter