Wanderungen zu Murmeltier, Steinbock & Co.

Der Steinbock

Der Steinbock

ist das Symboltier des Hochgebirges. Sommer wie Winter hält er sich meistens oberhalb der Baumgrenze in Höhen zwischen 1400 und 3200 Metern über dem Meeresspiegel auf. Der Steinbock war bereits um 1550 in leicht zugänglichen Gebieten ausgerottet, 1809 wurde der letzte Steinbock in der Schweiz erlegt. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden einige Steinböcke aus dem italienischen Gran Paradiso geschmuggelt und gelangten in den Wildpark "Peter und Paul" in St. Gallen. Nach Zuchterfolgen konnten die ersten Steinböcke 1911 im Weißtannental in die Freiheit entlassen werden. 1920 wurden im Schweizerischen Nationalpark einige Steinböcke ausgesetzt. Von hier aus haben sie sich in den höheren Lagen der Vor-, Zentral- und Südalpen verbreitet. Heute wird der Schweizer Bestand auf 17.000 Tiere geschätzt. Die genetische Vielfalt ist allerdings nach wie vor sehr gering: Alle Steinböcke in der Schweiz stammen von einer Kleinstpopulation von nur hundert Tieren im Gran Paradiso ab. · Bild: Lorenz Heer · Aus: Wanderungen zu Murmeltier, Steinbock & Co., Haupt, 2015

Die besten Gebiete für Tierbeobachtungen

in der Schweiz

Hirsche in der Brunft, balgende junge Murmeltiere oder kämpfende Steinböcke: Das Buch Wanderungen zu Murmeltier, Steinbock & Co. von Lorenz Heer führt zu den besten Tierbeobachtungsgebieten in der Schweiz, in denen aufregende Naturerlebnisse möglich sind und Wildtiere einfach und ohne sie zu stören beobachtet werden können.

Viele Menschen möchten Wildtiere in freier Natur erleben und reisen um die halbe Welt, um Löwen oder Elefanten in der Serengeti zu beobachten oder Erdmännchen in Südafrika. Für spannende Tierbeobachtungen müssen wir aber gar nicht weit reisen. Auch in der Schweiz bieten Säugetiere spannende Naturerlebnisse , so Lorenz Heer. Hautnah eine Hirschbrunft zu erleben, dem Balgen junger Murmeltiere oder den ritualisierten Kämpfen von Steinböcken zuzuschauen, stehen Naturbeobachtungen in fernen Ländern kaum nach. Das Röhren eines Hirsches kann genauso eindrucksvoll sein wie das Brüllen eines Löwen oder der Ruf eines Elefanten.

Murmeltiere

Murmeltiere

halten sich stets in der Nähe ihrer Baue auf und legen und zeigen entlang häufig begangener Wanderwege kaum Scheu. In Zermatt, Avers, Arolla, auf der Bettmeralp und weiteren Tourismusorten in der Schweiz wurden Murmeltierpfade eingerichtet. Hier sind Beobachtungen aus nächster Nähe möglich, was nicht nur für Kinder ein bleibendes Erlebnis ist. Murmeltiere beschnuppern sich zur Begrüßung an der Nase. Eine Murmeltierfamilie besteht aus einem Elternpaar und ihren Nachkommen aus mehreren Generationen. · Bild: Lorenz Heer · Aus: Wanderungen zu Murmeltier, Steinbock & Co., Haupt, 2015

Dr. Lorenz Heer ist Biologe und studierte am Zoologischen Institut der Universität Bern. Seit jeher interessieren ihn Säugetiere, Vögel und Pflanzen der Alpen. Natur- und Landschaftsfotografie ist seine Leidenschaft. Seine Fotoziele erreicht er mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Fahrrad und zu Fuß. Mit seinen wunderbaren Aufnahmen in diesem Buch möchte Lorenz Heer die fragile und schützenswerte Hochgebirgswelt der Öffentlichkeit näher bringen und die Naturschätze der Alpen aufzeigen.

So können Naturfreunde im Schweizer Justistal oder in der Val Trupchun zur Brunftzeit unvergleichliche Hirschbeobachtungen machen. Wer Glück hat, kann am Augstmatthorn Steinböcke aus wenigen Metern Entfernung erleben. In der Greina kann man freilebende Murmeltiere beobachten. Wer mit Kindern unterwegs ist, kann Eichhörnchen bei Arosa oder Murmeltiere bei Saas-Fee beobachten.

Die meisten in dem Buch beschriebenen Beobachtungsgebiete liegen in Eidgenössischen oder Kantonalen Jagdbanngebieten und im Schweizerischen Nationalpark. Die Wildtiere im Nationalpark oder in den Jagdbanngebieten haben sich an Wanderer auf den häufig begangenen Wanderwegen gewöhnt und zeigen hier eine geringe Fluchtdistanz.

Rothirsche

Rothirsche

waren im 19. Jahrhundert in der Schweiz durch Jäger ausgerottet. Langsam wanderten sie ab Ende des 19. Jahrhunderts aus Österreich in den Kanton Graubünden ein. Im Schweizerischen Nationalpark finden Hirsche zwei Vorteile: Schutz vor menschlicher Störung und ausreichend Nahrung. Sie haben sich an die Gegenwart von Menschen auf den Wander­wegen gewöhnt und lassen sich auch tagsüber gut beobachten - vor allem in der Val Trupchun, der Val Mingèr und am Murtersattel. Nationalparkeffekt nennt man das - und er ist erst möglich durch das Jagdverbot im Park. Zur Brunftzeit ziehen die Hirsche an ihre traditionellen Plätze an der oberen Baumgrenze, die sie am Ende der Brunft wieder verlassen. Im Winter wandern sie meist in tiefer gelegene Wald­gebiete. Außerhalb von Jagdbanngebieten bewohnen die Rothirsche meist steile Hanglagen und schwer zugängliche Gebiete. Sie sind anpassungsfähig und schlau und wissen, wo und zu welcher Jahreszeit kein Jäger lauert. Dann suchen sie vermehrt Tallagen wie das Rheintal auf, in die sie früher nicht kamen. Im jagdfreien Kanton Genf haben Hirsche und auch die Rehe ihre unnatürliche Scheu verloren: Sie kommen auch am hellichten Tage aus der Deckung. · Bild: Lorenz Heer · Aus: Wanderungen zu Murmeltier, Steinbock & Co., Haupt, 2015

Der Schweizerische Nationalpark:

Natur ohne Jagd seit über 100 Jahren

Dass in der Schweiz Steinbock & Co. wieder in freier Natur zu beobachten sind, ist vor allem dem Schweizerischen Nationalpark zu verdanken. Vor 150 Jahren waren Steinböcke, Hirsche und Bartgeier durch intensive Jagd in der Schweiz ausgerottet und alle anderen Wildtierarten sehr selten.

Am 1. August 1914 wurde mit der Gründung des Schweizerischen Nationalparks eine einzigartige Wildnisoase geschaffen und der erste Nationalpark in den Alpen überhaupt. Hier sollte sich die Natur ohne das Dazutun des Menschen frei entwickeln können. Darum war von Anfang an die Jagd verboten. Dieses bemerkenswerte Naturexperiment wird seit hundert Jahren wissenschaftlich begleitet und dokumentiert.

Im Schweizerischen Nationalpark können die Besucher Steinböcke, Gämsen, Hirsche, Rehe, Murmeltiere, Bartgeier und Steinadler beobachten. Dabei mussten Steinböcke und Bartgeier hier erst wiederangesiedelt werden. Die Rothirsche kamen von selbst zurück.

Den Gämsen

Den Gämsen

gelang es als einziger großer Wildtierart, der Ausrottung zu entgehen. Bei Gefahr flüchten sich die Gämsen blitzschnell in die Felsen - so konnten sie überleben. Bevorzugter Lebensraum der Gämsen sind Rasenhänge und felsige Regionen oberhalb der Waldgrenze, teilweise oder ganzjährig auch Bergwälder. · Bild: Lorenz Heer · Aus: Wanderungen zu Murmeltier, Steinbock & Co., Haupt, 2015

Rücksichtsvolle Wildtierbeobachtung

Für die Wildtiere ist das Hochgebirge der Lebensraum, in dem sie leben und überleben müssen. Dieses Leben beinhaltet für die Tiere Herausforderungen wie das Wetter, die Brunft und das Aufziehen von Jungen. Hinzu kommen Gefahren und Störungen durch den Menschen, vor allem durch die Jagd, aber auch durch rücksichtslosen Freizeitsport, der zu energiezehrenden Fluchten von Bergtieren führt. Wenn wir also Wildtiere in ihrem Lebensraum beobachten wollen, dann sollten wir dies rücksichtsvoll tun. Aus diesem Grund hat Lorenz Heer in seinem Buch einige nützliche Verhaltensregeln zusammengestellt, mit denen wir Störungen von Wildtieren vermeiden können:

Zum Schutz der Wildtiere stellen wir unsere eigenen Beobachtungsinteressen hinter die Bedürfnisse der Tiere. Reagieren die Tiere mit Anzeichen von Störungen (Aufmerken, Warnpfiff, kurze Flucht, Verhaltensänderung, Sträuben der Nackenhaare usw.), so setzt man sich am besten langsam hin und genießt die Beobachtung aus dieser Entfernung.
Die schönsten Wildtiererlebnisse erzielen wir, wenn wir uns an einem günstigen Ort hinsetzen und warten (eine kleine Isoliermatte ist hierbei sehr dienlich). Nahrung suchende oder ziehende Tiere sind immer in Bewegung und kommen einem sitzenden Beobachter viel näher, als wenn man sich selber auf sie zu bewegen würde.
Bereits bei der Planung einer Wanderung rechnet man längere Beobachtungszeiten ein. So bleibt genügend Zeit, bei der Sichtung von Wildtieren zu warten. Die reine Wanderzeit in der in diesem Buch vorgeschlagenen Routen beträgt selten über vier Stunden. Sie sind aber als Tagesausflüge inklusive Beobachtungszeit gedacht.
Auf ein Wildtier sollte man nie direkt zulaufen. Möchte man trotz allem einer Gämse oder einem Steinbock noch etwas näher rücken, so sollte man die Route diagonal am Tier vorbei wählen respektive sich im Zickzack nähern.
Im Nationalpark gilt striktes Wegegebot. Aber auch in den Eidgenössischen Jagdbanngebieten sollte man die Wege nicht verlassen. Für die Beobachtung von Wildtieren ist dies ohnehin vorteilhafter, denn sie haben sich an Wanderer auf Wegen gewöhnt. Bewegt sich nun eine Person abseits der gängigen Routen, bedeutet das für die Tiere größere Gefahr und sie flüchten öfter. Welche Wege wann begangen werden dürfen, kann auf der Homepage
www.respektiere-deine-grenzen.ch geprüft werden.
Wildtiere reagieren besonders auf Bewegungen. Deshalb sollte man sich in ihrer Nähe nur langsam bewegen. Mit dem Arm oder gar einem Wanderstock auf Wildtiere zu zeigen, kann eine Flucht auslösen.
Mithilfe eines Feldstechers, Fernrohrs oder eines starken Teleobjektivs können Tiere aus größerer Distanz beobachtet beziehungsweise fotografiert werden.

Die schönsten Wildtierbeobachtungen ergeben sich in den frühen Morgenstunden, bevor die Tiere ihre Tageseinstände aufsuchen, oder am Abend, wenn sie diese wieder verlassen. Ideal für Wildtierbeobachtungen ist übrigens auch trübes und regnerisches Wetter, weil dann die Tiere bisweilen auf den offenen Flächen bleiben und sich nicht in ihre Tageseinstände zurückziehen.

Die beste Jahreszeit für Wildtierbeobachtungen sind Frühling und Herbst, wenn sich Gämsen und Steinböcke in den tieferen Lagen aufhalten und leichter zu entdecken sind. Im Hochsommer ziehen sie sich meist in die höchsten und felsigsten Regionen zurück.

Rehe

Rehe

waren im 19. Jahrhundert in der Schweiz fast ausgerottet. Geringerer Jagddruck und bessere Schutzbestimmungen führten ab 1930 zur Erholung der Bestände. Heute leben in der Schweiz wieder mehr als 110.000 Tiere. 40.000 Rehe werden pro Jahr durch Jäger erlegt. · Bild: Lorenz Heer · Aus: Wanderungen zu Murmeltier, Steinbock & Co., Haupt, 2015

Ein Jahr im Leben alpiner Säugetiere

Von Lorenz Herr Aus: Wanderungen zu Murmeltier, Steinbock & Co.

Januar und Februar
Das Jahr beginnt fulminant mit der Brunft der Steinböcke. Die kapitalen Böcke geben vorübergehend ihr einzelgängerisches Leben auf und sind nun bei den Geißrudeln zu finden.
Ein Teil der Gämsen kehrt im Winter dem Hochgebirge den Rücken und weicht in tiefere Lagen aus. Auf offenen Weideflächen in den Tälern ist die Schneedecke dünner und sie gelangen einfacher an Nahrung.

März und April
Das erste Grün in den Tieflagen lockt Steinbock, Gämse und Rothirsch in den talgrund. Ausgezehrt nach einem langen Winter lassen sie sich hier besonders leicht beobachten. Wir sollten aber ihre geringe Scheu nicht ausnutzen und uns in dieser Jahreszeit ihnen gegenüber besonders rücksichtsvoll verhalten.
Im April beenden die Murmeltiere ihren Winterschlaf und erscheinen meist bei noch vollständig geschlossener Schneedecke erstmals außerhalb ihres Baus.

Mai und Juni
Fuchsmütter haben hungrige Junge an ihrem Bau. Dies zwingt sie, auch am Tag Nahrung zu suchen. So sieht man nun Füchse viel öfter als sonst.
Gämse und Steinbock wandern mit der Schneeschmelze und den sprießenden Krautpflanzen langsam wieder in höhere Lagen. Bei Reh, Gämse, Steinbock und Rothirsch kommen die Jungen auf die Welt. Mit etwas Glück kann man die jungen Kitze beobachten.
Im Juni erkunden die jungen Hermeline erstmals die Umgebung des Baus. Ihre Mutter ist nun besonders oft auf der Jagd, um dem hungrigen Nachwuchs genügend Nahrung zu bringen.

Juli und August
Anfang Juli erscheinen Murmeltierjunge erstmals vor ihrem Bau. Es ist sehr kurzweilig, den niedlichen Fellknäueln beim Spielen und Balgen zuzusehen.
Die Hauptbrunft der Rehe fällt in den Hochsommer. Sie verhalten sich nun auffälliger, an geeigneten Orten kann man die Rehe abends oder morgens bei der Brunft beobachten.
Sonst ist der Hochsommer für Wildtierbeobachtungen wenig ergiebig. Gämsen und Steinböcke halten sich in den höchsten Lagen auf, legen tagsüber lange Ruhepausen ein und verstecken sich vor der Sommerhitze in schattigen Regionen.

September und Oktober
Im Herbst liefert die Brunft der Rothirsche ein beeindruckendes Spektakel. Röhrende Hirsche, Brunftkämpfe oder das Buhlen der Stiere um die Weibchen sind ein kaum übertroffenes Naturschauspiel.
Die Eichhörnchen sammeln Vorrat für den Winter und sind nun besonders aktiv.
Erwachsene Murmeltiere sind rundum fett und verhalten sich träge, wogegen die diesjährigen Jungtiere aktiver sind und sich noch so viel Gewicht wie möglich anfressen. Mit dem Eintrag von Gras in ihren Bau bereiten sich die Tiere auf den kommenden Winterschlaf vor.

November und Dezember
Das Wildtierjahr schließt mit der Brunft der Gämsen mit einem weiteren Höhepunkt ab. Obschon ein langer Winter bevorsteht, wenden die älteren Gämsböcke viel Energie für das Dominieren von Geißrudeln auf.
Hermeline tragen ihr weißes Winterkleid. Auch im hohen Schnee sind sie flink auf der Jagd.
Rothirsche haben ihre Wintereinstandsgebiete in tieferen Lagen erreicht und können bisweilen auf Weinden im Talgrund beobachtet werden. Hirschstiere müssen sich eiligst wieder die Fettreserven anfressen, die sie während der Brunft verloren haben.

Als Anpassungskünstler besiedeln Füchse

Als Anpassungskünstler besiedeln Füchse

alle Lebensräume und sind in der Schweiz bis über die Waldgrenze im alpinen Gebiet zu finden - nur die höchsten Gipfel und Gletschergebiete meiden sie. Längst haben Füchse auch die Städte wie Zürich, Bern, Basel und Genf erobert, wo sie vor den Jägerflinten sicher sind, in Parks und Gärten Lebensraum und reichlich Nahrung finden. · Bild: Lorenz Heer · Aus: Wanderungen zu Murmeltier, Steinbock & Co., Haupt, 2015

50 Wandervorschläge für Wildtierbeobachtungen

Wenn auch Sie Steinböcke, Gämsen, Murmeltiere & Co. in freier Natur erleben möchten, ist das Buch Buch Wanderungen zu Murmeltier, Steinbock & Co. genau das richtige für Sie. Lorenz Heer hat 50 Wandervorschläge in den Schweizer Alpen vom Bergwald bis hoch in die alpine Stufe zusammengestellt, bei denen Begegnungen mit Wildtieren wahrscheinlich sind. Mit vielen Fotos und Informationen zu Tieren und Landschaft sowie Tipps für einen respektvollen Umgang mit der Natur (schließlich wollen wir die Tiere bei unseren Beobachtungen nicht stören oder gar vertreiben) bietet der großformatige Bildband Inspiration und Grundlage für eigene Entdeckungsreisen zu den Wildtieren der Schweiz.

Ausgerüstet mit diesem guten Hintergrundwissen kann es dann eigentlich schon losgehen: Ein Buch für alle, die das Wandervergnügen mit Tierbeobachtungen kombinieren wollen.

Buchtipp:

Ein ideales Geschenk für Naturfreunde: Großformatiger Bildband, hochwertig ausgestattet, mit zahlreichen Fotos, ausführlichen Porträts alpiner Tierarten, 50 Wandertipps und Kartenskizzen.

Lorenz Heer: Wanderungen zu Murmeltier, Steinbock & Co.
Die besten Gebiete für Tierbeobachtungen in der Schweiz
208 Seiten, 260 Farbfotos, 36 Karten
gebunden, 23,5 x 26 cm, 1088 g
Haupt Verlag 2015, ISBN 978-3-258-07882-3
Preis: 58 Euro

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter