Was macht Hunde so besonders für uns?

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Ein Wissenschaftler sagt den Grund: Liebe

Was Hundefreunde schon immer wussten,

Was Hundefreunde schon immer wussten,

kann durch moderne wissenschaftliche Forschung heute belegt werden: Der Grund- und Eckstein der Hund-Mensch-Beziehung ist Liebe! · Bild: ABO PHOTOGRAPHY - Shutterstock.com

Was macht die fünfzehntausend Jahre währende Beziehung zwischen Hund und Mensch so einzigartig? Die Nützlichkeit des Hundes für den Menschen, sagten die einen. Der Opportunismus des Hundes, der beim Menschen ein bequemes Auskommen fand, sagten die anderen. Eine evolutionär herausgebildete besondere Form der Intelligenz, die Hunden ein außergewöhnliches Verstehen des menschlichen Verhaltens ermöglicht, so die aktuell am häufigsten vertretene These. Das alles greift zu kurz und wird der einzigartigen Lovestory zwischen Hund und Mensch nicht gerecht, meint Psychologieprofessor Clyve Wynne. Der Experte für Hundeverhalten ist überzeugt: Der Grund- und Eckstein der Hund-Mensch-Bindung ist so simpel wie erstaunlich - Liebe!

Dass ein Wissenschaftler es wagt, dieses Wort in den Mund zu nehmen, ist ungewohnt und geradezu unerhört. Warum es aber höchste Zeit dafür ist, erklärt sein Buch »...und wenn es doch Liebe ist? - Neues zur Hund-Mensch-Beziehung«. So überraschend wie überzeugend und untermauert Prof. Wynne das, was Hundefreunde schon immer wussten, mit Fakten aus der wissenschaftlichen Forschung: Hunde lieben uns mit jeder Faser ihrer Körperchemie und ihres Herzschlags tatsächlich mehr, als wir ahnen - wissenschaftlich nachweisbar und ganz ohne kitschige Wunschvorstellung. Zeit, unser Verhältnis zu diesem einzigartigen Wesen an unserer Seite zu überdenken.

Forscher haben nachgewiesen:

Forscher haben nachgewiesen:

Hunde zeigen Mutationen auf drei Genen, die für ihr hochgradig liebevolles Wesen verantwortlich sind. · pitrs - Shutterstock.com

»Hunde lieben uns mit jeder Faser ihrer Körperchemie und ihres Herzschlags tatsächlich mehr, als wir ahnen«

»Hunde lieben Menschen, das stimmt«, erklärt Prof. Dr. Clive Wynne. »Aber sie können jedes Wesen lieben, solange sie früh im Leben mit ihm in Kontakt kommen. Wir sehen das an Herdenschutzhunden, die sich um Schafherden, Ziegen oder andere Tiere kümmern. Der außergewöhnlichste Fall dieser Art, der mir begegnete, waren Hunde, die Pinguine auf einer Insel vor der australischen Südküste vor Raubtieren schützten.«

Forscher haben nachgewiesen: Hunde zeigen Mutationen auf drei Genen, die für ihr hochgradig liebevolles Wesen verantwortlich sind. Doch die DNA bestimmt nicht das Schicksal eines Hundes. Wölfe dagegen verfügen über diese Mutation nicht, weshalb vom Menschen groß gezogene Wölfe niemals eine genauso enge Bindung an den Menschen entwickeln wie Hunde.

Zwar werden alle Hunde mit der Fähigkeit zum Lieben von Menschen geboren, aber nur, wenn sie früh in ihrem Leben gute Erfahrungen mit Menschen machen, wachsen sie zu liebenden Wesen heran.

In den 1950er Jahren haben Wissenschaftler Hundewelpen dreieinhalb Monate lang ohne jeden Kontakt zu Menschen aufgezogen und beschrieben diese später als »kleine Wildtiere«, die nie in der Lage waren, freundliche Beziehungen zu ihnen aufzubauen.

»Hunde lieben Menschen, das stimmt«,

»Hunde lieben Menschen, das stimmt«,

erklärt Prof. Dr. Clive Wynne. »Aber sie können jedes Wesen lieben, solange sie früh im Leben mit ihm in Kontakt kommen.« · Bild: Carola Schubbel - Shutterstock.com

Zwei Herzen können im Gleichklang schlagen

Hunde lieben ihre Menschen genauso sehr, wie kleine Kinder ihre Mütter. In einfachen Tests, in denen man bewertet, wie stark Kinder an ihre Mütter gebunden sind, zeigen Hunde gleich starke Reaktionen auf die Trennung von ihrer Bezugsperson wie kleine Kinder.

»Wenn ein Hund und sein Mensch zusammensitzen und entspannen, synchronisieren sich ihre Herzschläge«, erklärt der Verhaltenspsychologe.

Hunde sorgen sich um uns Menschen und werden uns aktiv helfen, sofern sie verstehen, was zu tun ist. Versuche haben gezeigt, dass Hunde sich sorgen, wenn Menschen weinen, und wenn ihr Besitzer in einer Kiste gefangen ist, werden viele versuchen, ihn zu befreien - solange die Kiste nicht zu schwierig zu öffnen ist.

Studien zeigen auch: Wenn Hunde die Wahl haben, entscheiden sie sich oft dafür, einen vollen Futternapf zu ignorieren, um Zeit mit ihrem Menschen zu verbringen.

»Wenn ein Hund und sein Mensch zusammensitzen und

»Wenn ein Hund und sein Mensch zusammensitzen und

»Wenn ein Hund und sein Mensch zusammensitzen und entspannen, synchronisieren sich ihre Herzschläge«, erklärt der Verhaltenspsychologe Prof. Dr. Clyve Wynne. · Bild: Nina Buday - Shutterstock.com

Sehnsucht und riesige Wiedersehensfreude

Prof. Dr. Clive Wynne fand heraus: Die Beziehung zum Menschen ist so eng, dass der Hund seine eigenen Bedürfnisse hintenanstellt, wenn es darum geht, seinem Menschen zu gefallen. Jeder Hundebesitzer kennt das: Wenn Herrchen oder Frauchen von einer Reise zurückkommt, dann flippt der Hund regelrecht aus. Er hat es dabei nicht auf Leckerchen oder Streicheleinheiten abgesehen, wie andere Tiere. Die Erklärung des Verhaltenspsychologen ist für Hundefreunde offensichtlich und lautet: Tagelang hat sich der Hund vor Sehnsucht verzehrt - menschlich gesprochen - und ist nun vor lauter Wiedersehensfreude nicht mehr zu bremsen.

Die Wiedersehensfreude von Hunden

Die Wiedersehensfreude von Hunden

ist kaum zu bremsen. · BIGANDT.COM - Shutterstock

In den Gehirnen und Hormonen der Hunde steckt der Beweis, wie sehr sie ihre Menschen lieben

Worte wie »Liebe« oder »Sehnsucht« bei Hunden konnte Prof. Wynne seinen Wissenschaftlerkollegen verständlicherweise nur schwer vermitteln. So entwickelte er immer neue Verhaltenstests, in denen er die Konzentration des Hormons Oxytocin maß. Oxytocin, das auch als Bindungshormon bezeichnet wird, stärkt bei Menschen - wie auch bei Tieren - das Vertrauen, es fördert soziale Bindungen, stärkt die Bindung zwischen Paaren sowie Eltern und Kindern. Oxytocin tritt in Aktion, wenn wir einander näher kommen - wenn also Liebe im Spiel ist.

In seinen Untersuchungen stellte der Wissenschaftler immer wieder fest: Für Hunde ist die innige Verbundenheit zu ihren Menschen ein Dauerzustand. Hunde sind auf ihren Menschen fixiert und verzeihen ihm fast alles. »In den Gehirnen und Hormonen der Hunde steckt der Beweis, wie sehr sie ihre Menschen lieben«, so der Verhaltenspsychologe. »Wenn ein speziell trainierter Hund in einem MRT-Scanner liegt und man ihm Symbole dafür zeigt, dass sein Mensch in der Nähe ist, zeigt sein Gehirn Aktivitäten, die auf Glücksempfindungen schließen lassen. Und wenn Menschen und Hunde einander in die Augen schauen, steigt bei beiden der Spiegel des "Liebeshormons" Oxytocin an.«

»Wir müssen und können mehr tun, um unseren Hunden ein gutes Leben zu geben«

»Obwohl viele von uns die Liebe erwidern, die unsere Hunde uns zeigen, kümmern wir uns doch oft nicht so um sie, wie wir sollten«, schreibt der Hundeexperte. »Viele Menschen praktizieren immer noch veraltete Formen der Kontrolle über ihre Hunde, die auf der missverstandenen Vorstellung beruhen, man müsse Dominanz über ein Tier ausüben, das doch nur freundliche Führung sucht.«

Hundebesitzer erkennen häufig nicht, dass das größte Bedürfnis ihrer Hunde das nach ihrer Gesellschaft ist. Menschen lassen ihre Hunde acht, zehn oder zwölf Stunden am Tag allein. »Für ein hochsoziales Tier ist solch eine Einzelhaft Folter«, erklärt der Wissenschaftler.

Der Appell von Prof. Dr. Clyve Wynne lautet: »Wir müssen und können mehr tun, um unseren Hunden ein gutes Leben zu geben.« Er weist auch auf die traurige Tatsache hin, dass Millionen von Hunden jede Nacht auf Betonböden in Tierheimen schlafen und in manchen Ländern eingeschläfert werden, wenn sie innerhalb einer bestimmten Zeit kein Mensch herausholt.

Ein absolutes Muss für Hundefreunde

»und wenn es doch Liebe ist?« ist ein absolutes Muss für Hundeliebhaber sowie für alle, die an Verhaltensbiologie interessiert sind. Prof. Dr. Clyve Wynne verbindet Ergebnisse von Verhaltensstudien überaus interessant mit persönlichen Erfahrungen und voller spannenden Berichten zu einem wissenschaftlich fundierten und zugleich unterhaltsamen Buch.

»Wenn wir erst einmal verstehen,

»Wenn wir erst einmal verstehen,

dass es der Wunsch nach starken, gefühlsgeprägten Bindungen ist, der Hunde so besonders macht, werden wir das Vertrauen, das sie in uns setzen, nicht enttäuschen.« · Bild: Anna Hoychuk - Shutterstock

Der Autor

Dr. Clive D. L. Wynne ist Professor der Psychologie und Experte für Hundeverhalten. Er wuchs auf der Isle of Wight auf, studierte in London und promovierte in Edinburgh. Seit 2013 leitet er das Canine Science Collaboratory an der Arizona State University. Außerdem ist er Forschungsleiter des Wolfsparks in Battle Ground, Indiana.
Bild: Sam Wynne

Das Buch

»Endlich hat die Wissenschaft das Geheimnis der Hunde enthüllt: ihre einzigartige Fähigkeit, zu lieben. Großartig.«
John Bradshaw, Leiter des anthrozoologischen Institutes an der Universität von Bristol, Autor des Bestsellers Hundeverstand

Clive Wynne: ...und wenn es doch Liebe ist?
Neues zur Hund-Mensch-Beziehung
Kynos-Verlag, 2019 ISBN: 978-3954642052
Hardcover, 296 Seiten
Preis: 24,95 Euro

"Was an Hunden wirklich hervorsticht

"Was an Hunden wirklich hervorsticht

und für ihren phänomenalen Erfolg in der Menschenwelt verantwortlich ist, ist ihre Fähigkeit zur Bildung starker, emotionaler Bindungen: Ihre Fähigkeit, uns zu lieben und Liebe von uns zu akzeptieren." · Bild: HTeam - Shutterstock

»…und wenn es doch Liebe ist?« Interview mit Prof. Dr. Clive Wynne

Prof. Dr. Clive Wynne, Professor der Psychologie, Experte für Hundeverhalten und Autor des Buches ....und wenn es doch Liebe ist? - Neues zur Hund-Mensch-Beziehung gibt Antworten auf Fragen von Hundefreunden.

Weiß nicht jeder, der schon einmal mit einem Hund gelebt hat, dass sein Hund ihn liebt?

Prof. Dr. Clive Wynne:
Es stimmt, dass die Mehrheit der Hundehalter ein starkes intuitives Gefühl dafür hat, dass ihr Hund etwas Starkes ihnen gegenüber empfindet. Aber noch bis vor Kurzem haben Wissenschaftler, die Hunde besser verstehen wollten, sich anzuerkennen geweigert, dass es die Liebe der Hunde gegenüber Menschen sein könnte, die einen Teil ihrer Erfolgsgeschichte in unserer Gesellschaft ausgemacht hat. Wir dachten bisher, ihre Zuneigung und überhaupt ihre Emotionen im Allgemeinen seien eine Blackbox, die ihren Inhalt niemals einer wissenschaftlichen Analyse preisgeben würde. Viele Forscher haben sich auf die Theorie konzentriert, dass Hunde während der Evolution besondere Fähigkeiten entwickelt hätten, Menschen gut zu verstehen. Ich befürchte, dass sie eine falsche Spur verfolgt haben und lege in meinem Buch die zahlreichen Beweise dafür dar, dass Hunde nicht mit außergewöhnlicher Intelligenz gesegnet sind, sondern vielmehr mit einer bemerkenswerten Fähigkeit zur Bildung starker emotionaler Bindungen zu Angehörigen unserer Spezies.

Natürlich sind Hunde auch schlau - einige mehr als andere. Ich habe die Bekanntschaft von Chaser gemacht, einer Hündin, die die Namen von mehr als 1200 Spielzeugen kannte und bewundere die Fähigkeiten von Spürhunden, Dinge zu finden, die uns komplett verborgen bleiben. Diese Hunde retten buchstäblich jeden Tag Menschenleben.

Was ich klarmachen möchte, wenn ich sage, dass es nicht das Gehirn, sondern das Herz der Hunde ist, das sie so außergewöhnlich macht, ist, dass die Intelligenz der Hunde eigentlich von einer Art ist, wie wir sie auch bei vielen anderen Tierarten sehen.

Man hat Ratten zum Erschnüffeln von Sprengstoff trainiert und sie waren darin offenbar genauso gut wie Hunde, und es gibt Laborstudien zu verschiedenen Tierarten, die Chasers Leistungsniveau erreichen oder übertreffen.

Nein, ich denke, was an Hunden wirklich hervorsticht und für ihren phänomenalen Erfolg in der Menschenwelt verantwortlich ist, ist ihre Fähigkeit zur Bildung starker, emotionaler Bindungen: Ihre Fähigkeit, uns zu lieben und Liebe von uns zu akzeptieren. Es liegt an dieser kraftvollen Verbindung zwischen Hunden und ihren Menschen, dass man sie oft zu solch erstaunlichen Dingen trainieren kann. Das meine ich, wenn ich die Aufmerksamkeit eher auf die Fähigkeit der Hunde zum Lieben richten möchte als auf ihre Intelligenz.

»Das Band der Zuneigung zwischen Menschen

»Das Band der Zuneigung zwischen Menschen

und ihren Hunden iat nicht so etwas wie das Sahnehäubchen obenauf, wenn es um das Verständnis von Hunden geht, sondern die Quintessenz dessen, was Hunde zu dem macht, was sie sind und warum sie uns so viel bedeuten.« · Bild: Carola Schubbel - Shutterstock.com

Welche Beweise hat man dafür gefunden, dass Hunde sich wirklich um Menschen sorgen?

Prof. Dr. Clive Wynne:
Es gibt heute viele Beweise dafür, dass Hunde sich wirklich um Menschen sorgen. Das reicht von sehr einfachen Verhaltens»tests« bis hin zu Studien, die Liebes»hormone« messen oder die Gehirnaktivitäten von Hunden scannen, um in Echtzeit zu sehen, wie Zuneigung in ihre neuronale Hardware einprogrammiert ist. Wir haben Studien durchgeführt, die zeigen, wie Hunde bei ihren Besitzern nach Trost suchen, wenn sie gestresst sind; andere Labore haben herausgefunden, dass Hunde versuchen, einen emotional aufgeregten Menschen zu trösten. Studien aus Japan und Schweden haben gezeigt, dass das so genannte »Liebeshormon« Oxytocin bei Menschen und Hunden mit starker Bindung zueinander hochschießt, wenn sie sich in die Augen sehen. Und Forschungsergebnisse aus Atlanta, Georgia, zeigen, wie die Belohnungszentren im Gehirn eines Hundes aktiviert werden, wenn er an seine Bezugsperson erinnert wird.

Wie hat das Schreiben dieses Buchs Sie verändert?

Prof. Dr. Clive Wynne:
Ich gehörte eigentlich eher zu der besonders nüchternen Fraktion der Tierverhaltensforscher: Man nannte mich sogar einmal die Spaßbremse der Hundekognitionsforschung. Ich lege in meiner Wissenschaft immer noch Wert auf Kontrolle und Genauigkeit und gebe mir große Mühe, die Dinge korrekt zu machen. Aber nachdem ich die zahlreichen Beweise aus viele Studien - meinen eigenen und denen von Wissenschaftlern aus der ganzen Welt - angeschaut habe, wurde mir schließlich klar, dass das Band der Zuneigung zwischen Menschen und ihren Hunden nicht so etwas wie das Sahnehäubchen obenauf ist, wenn es um das Verständnis von Hunden geht, sondern die Quintessenz dessen, was Hunde zu dem macht, was sie sind und warum sie uns so viel bedeuten.

Welche Rolle spielte Ihre Hündin Xephos für die Entstehung dieses Buchs?

Prof. Dr. Clive Wynne:
Xephos kam an einem entscheidenden Punkt in der Entwicklung meiner Theorie über die Liebe der Hunde in unser Leben - und war damit an der Geburt dieses Buchs beteiligt. Zu der Zeit, als wir Xephos bekamen, wusste ich bereits, was meiner Meinung nach an den Erklärungsversuchen mancher Menschen für den Erfolg der Hunde aufgrund irgendeiner besonderen Intelligenz falsch war, aber ich hatte noch nicht ganz zu fassen bekommen, was es dann war, das Hunde so gut in der Nähe von Menschen gedeihen lässt.

Ab dem Moment, als Xephos zu uns nach Hause kam, legte sie es darauf an, mir zu zeigen, was ihre Art so besonders und schätzenswert für uns macht. Sie ist nicht der schlaueste aller Hunde, aber sie hat ein Herz voller überschwänglicher Liebe zu verschenken. Zuerst wusste ich nicht, wie ich ihre Zuneigung mit meinem wissenschaftlichen Verständnis von Hunden zusammenbringen sollte, aber mit Xephos Hilfe wurde ich dann auf ein neues Verständnis von der Einzigartigkeit der Hunde gestoßen.

Was war das Überraschendste, das Sie beim Schreiben dieses Buchs lernten?

Prof. Dr. Clive Wynne:
Mir war nicht klar, dass man etwas so Schwammiges wie Liebe in einen absolut respektablen wissenschaftlichen Begriff fassen konnte - selbst wenn wir sie in Hyper-Soziabilität oder übertriebene Geselligkeit umtaufen müssen, um es in die Wissenschaftsliteratur zu schaffen. Und mir war nicht bewusst, wie uralt die Zuneigung der Menschen zu Hunden und die menschlichen Zeugnisse von der Liebe der Hunde zu Menschen sind. Es gibt Belege aus der Zeit des Beginns der Schriftsprache im Alten Ägypten, die einfangen, wie sehr sich Menschen schon damals um Hunde gekümmert haben. Und man kann die Spur der Liebe zwischen Menschen und Hunden sogar noch weiter zurückverfolgen, wenn man sich anschaut, wie sorgfältig Menschen ihre Hunde vor über vierzehntausend Jahren bestattet haben.

Wie können wir das emotionale Wohlergehen unserer Hunde sicherstellen?

Prof. Dr. Clive Wynne:
Der Schlüssel zum emotionalen Wohlergehen unserer Hunde ist die Erkenntnis, dass sie emotionale Wesen mit dem Bedürfnis nach Zuneigung und Freundschaft sind, das wir anerkennen und respektieren müssen.

Wenn wir erst einmal verstehen, dass es der Wunsch nach starken, gefühlsgeprägten Bindungen ist, der Hunde so besonders macht, werden wir das Vertrauen, das sie in uns setzen, nicht damit beantworten, dass wir ihnen ein isoliertes und einsames Leben zumuten - für acht, zehn oder mehr Stunden am Tag im leeren Haus eingesperrt. Stattdessen werden wir Wege finden, sie frei ausdrücken zu lassen, was sie uns gegenüber empfinden. Das ist keine Astrophysik und erfordert auch keine besonderen Kenntnisse: Man muss seinem Hund nur liebevolle Führung und von Zuneigung geprägte Freundschaft geben. Hunde verlangen nicht viel von uns und wir sollten nicht damit geizen, ihnen zu geben, was sie brauchen.

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2024

Freiheit für Tiere 3/2024

Artikelnummer: 3/2024

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2024

Freiheit für Tiere 2/2024

Artikelnummer: 2/2024

Promis für Tiere: Billie Eilish und Fienas eröffnen veganes Restaurant in L.A. · Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul • Interview mit Mary McCartney • Wissenschaft: Vogelmütter singen Lieder für ihre ungeschlüpften Küken • Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss • Klage vor dem Verwaltungsgericht Osnabrück: Grundstück in Niedersachsen jagdfrei! • Interview: Ein Fleischer hört auf zu töten und wird Veganer • Das Leid der Ziegen für Kaschmirpullis • Peter Berthold: HILFESCHREI der NATUR! • WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere • ATLAS der bedrohten TIERE • EASY SPEEDY VEGAN - Die besten 10-, 20- und 30-Minuten-Rezepte • Vegane Kuchenliebe

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FREIHEIT FÜR TIERE 1/2024

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Artikelnummer: 1/2024

Fakten zu Fleisch, Milch und Eiern • Wegen industrieller Massentierhaltung: Nitratbelastung steigt immer weiter • Wissenschaft: Oxford-Studie vergleicht Umweltbilanz von verschiedenen Ernährungsformen - Wie schädlich sind Fleisch und Milchprodukte wirklich? • Schwere Misshandlung von Kälbchen auf Kälberauktion: PETA erstattet Strafanzeige • Ergreifender Reisebericht: Einsatz für Straßenhunde in Kap Verde • Keine Jagd auf meinem Grundstück: Ehepaar aus Gütersloh klagt gegen Jagd auf seinen Grundstücken • Neues Buch von Josef H. Reichholf: STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen • Interview mit Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich« • Vögel verstehen: Was uns die Vögel über uns und unsere Umwelt verraten • Studie: Je mehr tierisches Protein, desto höher die Sterblichkeit • Lifestyle: Tierfreundlich kochen & backen»VEGAN Everyday« von Bianca Zapatka • Easy Vegan Christmas« von Katy Beskow

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Sonderausgabe: Fakten gegen die Jagd

Artikelnummer: 521

Die Natur braucht keine Jäger: Fakten gegen die Jagd - Warum jagen Jäger wirklich? Die Frage »Warum jagen wir?« beantwortet eine Jagdredakteurin wie folgt: »Einige beschreiben die Jagd als Kick, andere sprechen von großer innerer Zufriedenheit. Die Gefühle bei der Jagd sind ebenso subjektiv wie in der Liebe. Warum genießen wir sie nicht einfach, ohne sie ständig rechtfertigen zu wollen?« Rationale Gründe, mit denen Jäger rechtfertigen, dass die Jagd notwendig sei, sind offenbar nur Ausreden. Jedenfalls schreibt die Jägerin: »Der Tod, der mit dem Beutemachen verbunden ist, ist verpönt. Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz.«

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Machen Sie mit bei der EU-Initiative: Stoppt das Schlachten von Pferden!

Arischa

Dieses Pferd sollte im Alter von 6 Jahren zum Schlachter.

Tierfreunde kauften die Stute zum Schlachtpreis frei. Heute ist Arischa 33 Jahre alt. · Bild: FREIHEIT FÜR TIERE

In der EU werden Jahr für Jahr Millionen Pferde und Ponys geschlachtet, als »Rossfleisch« verkauft oder zu Salami und Hundefutter verarbeitet. Die Europäische Bürgerinitiative »End The Horse Slaughter Age« fordert jetzt ein Gesetz zum Verbot der Schlachtung von Pferden. Helfen Sie mit, die Pferdequälerei zu beenden und unterschreiben Sie die online-Initiative! weiter

55 Hektar im Kreis Dithmarschen endlich jagdfrei!

Rund 55 Hektar Grundstücke mit Wiesen und Feldern im Kreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein) sind endlich jagdfrei! Dass eine dermaßen große Fläche offiziell jagdrechtlich befriedet wird, ist bisher wohl einmalig: Es gibt inzwischen mehrere Hundert jagdrechtlich befriedete Grundstücke in Deutschland, doch meist besitzen die Eigentümer nur wenige Hektar. Wohl genau aus diesem Grund machte es die Jagdlobby den Eigentümern der 55 Hektar landwirtschaftlicher Fläche so schwer: Es brauchte zehn Jahre und eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Schleswig-Holstein, bis das Grundstück von Susanne und Peter Storm* endlich jagdfrei wurde. weiter

WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere

»Wild und frei« ist mit atemberaubenden schwarz-weiß-Fotografien eine Ode an die Wildnis. Tom D. Jones ist ein begnadeter »fine art«-Fotograf und zeigt Wildtiere wie Elefanten, Giraffen, Nashörner, Gorillas oder Löwen aus nächster Nähe. »Für mich dreht sich alles um die Freiheit des Tieres«, erklärt er. Deshalb gibt es in den Aufnahmen dieses Buches kein einziges Tier, das gefüttert wird, in einem privaten Reservat lebt oder in irgendeiner anderen Form von Gefangenschaft gehalten wird. Das Ergebnis sind Aufnahmen, welche unter die Haut gehen. weiter

Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul

Mit ihrem neuen Buch »Feeding Creativity« verbindet Mary McCartney ihre beiden großen Leidenschaften: Fotografie und Kochen. Jedes der 60 veganen Rezepte hat sie mit Stars gekocht und sie beim Kochen und Essen fotografiert: Schauspielerinnen und Schauspieler wie Cameron Diaz, Kate Blanchett, Drew Barrymore, Woody Harrelson, Stanley Tucci und David Oyelowo, Musikerinnen und Musiker von Nile Rodgers oder bis Ringo Star und Papa Paul, Künstlerinnen und Künstler wie David Hockney und Jeff Koons oder Primaballerina Francesca Hayward. weiter

Interview mit Mary McCartney: Wie entstand die Idee zu dem veganen Promi-Kochbuch »Feeding Creativity«?

Mit ihrem Kochbuch »Feeding Creativity« möchte Mary McCartney zeigen, wie schnell, einfach, lecker und unkompliziert und einfach das vegane Kochen ist. Damit tritt sie in die Fußstapfen ihrer Mutter Linda McCartney, die ebenfalls Promi-Fotografin war, bereits in den 1970er und 80er Jahren vegetarische Kochbücher veröffentlichte und sich für den Schutz der Tiere einsetzte.


Wie entstand die Idee zu dem Kochbuch?


Mary McCartney: Ich liebe es, Rezepte mit anderen zu teilen. Ich koche schon immer für andere und es ist meine Art, mit jemandem Verbindung aufzunehmen. Aber ich bin nun mal begeisterte Portrait-Fotografin, und so kam eines Tages die Idee für »Feeding Creativity«.
Zum Interview mit Mary McCartney

Metzger gegen Tiermord

Metzger gegen Tiermord? Das scheint ein Widerspruch in sich zu sein. Was aber, wenn gelernte Metzger dem Tiertöten abschwören und Veganer werden?

Im Verein »Metzger gegen Tiermord« haben sich ehemalige Metzger zusammengeschlossen. Aufgrund Ihrer beruflichen Erfahrung sind sie Insider der Branche und klären mit ihrem Fachwissen und ihren Recherchen über Tierrechts­verstöße auf, die normalerweise vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben.

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Peter Hübner, einem ehemaligen Fleischer. Peter Hübner ist Pressesprecher und zweiter Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins »Metzger gegen Tiermord« e.V.

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Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss

Der Fall sorgte für Aufsehen über Bayern hinaus: Ein 77-jähriger Hobbyjäger erschoss im Juli 2022 die Hündin Mara von Urlaubern aus Österreich, die eine Kanutour auf dem Main machten - angeblich, weil sie »gewildert« hätte. Am 20. November 2023 verurteilte das Amtsgericht Haßfurt den Jäger wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer Geldstrafe von 5.600 Euro (140 Tagessätzen zu je 40 Euro). Zudem wurde das bei der Tat benutzte Kleinkalibergewehr eingezogen. Dem Urteil zufolge war der angeklagte Hobbyjäger nicht berechtigt, die Hündin zu erschießen. Hinweise darauf, dass die Hündin gewildert hatte, hätten sich nicht ergeben. weiter

STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen

»Land« = blühende Landschaften und Artenvielfalt, »Stadt« = Beton und Ödnis? Eine Vorstellung, die längst so nicht mehr gilt. Der bekannte Zoologe, Ökologe und Bestseller-Autor Prof. Dr. Josef H. Reichholf unternimmt in seinem neuen Buch »Stadtnatur - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen« einen Streifzug durch die vielfältigen Ökosysteme des urbanen Raums. Ob Wildschweine, Füchse und Nachtigallen in Berlin, Wanderfalken in Köln oder eine bunte Vogelwelt und Rehe im Englischen Garten in München: viele Wildtiere haben den Lebensraum Stadt längst für sich entdeckt. Inzwischen sind unsere großen Städte sogar Inseln der Artenvielfalt geworden, die sogar mit den besten Naturschutzgebieten mithalten können.
In den Städten finden Tiere und Pflanzen die Biotope, die sie für ihr (Über)Leben brauchen. Hier sind sie weniger Gefahren ausgesetzt als auf dem Land, wo freilebende Tiere gejagt und ihre Lebensräume durch eine industriell betriebene Land- und Forstwirtschaft vernichtet werden...
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Prof. Dr. Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich«

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Josef H. Reichholf über sein neues Buch »Stadtnatur«, über Großstädte als Rettungsinseln der Artenvielfalt und darüber, was geschehen müsste, damit die Artenvielfalt auf den Fluren und in den Wäldern wieder zunimmt. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Vegan vom Grill

»Was essen Veganer, wenn gegrillt wird?« Diese Frage wurde der britischen Köchin Katy Beskow während ihrer bisher fünfzehn Jahre als Veganerin unzählige Male gestellt. Die Antwort: »Wenn ihr euch von der Idee verabschiedet, dass Grillen und Fleisch (oder Fertiggerichte aus Fleisch­alternativen) untrennbar zusammengehören, steht euch eine neue Welt offen.« In ihrem neuen Kochbuch »Vegan vom Grill« zeigt Katy Beskow mit 70 kreativen und unkomplizierten Rezepten, dass fleischfrei Gegrilltes hervorragend schmeckt - nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über! Dazu zeigt Katy zahlreiche Tipps und Tricks - damit die Grillparty auch bei blutigen Grill-Anfängerinnen und -Anfängern gelingt. Ob Hauptgericht oder Dessert: »Vegan vom Grill« animiert, den Grill dieses Jahr richtig zum Einsatz kommen zu lassen!
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Urteil BVerwG: Auch Vereine und Stiftungen können die jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen aus ethischen Gründen beantragen

Laut § 6a Bundesjagdgesetz (BJagdG) dürfen nur »natürliche Personen« das Ruhen der Jagd beantragen. Tier- und Naturschutzvereine oder Stiftungen konnten bisher das Ruhen der Jagd auf ihren Flächen nicht beantragen. Doch dies ist mit dem entscheidenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 und der Europäischen Menschenrechtskonvention (Schutz des Eigentums) nicht vereinbar.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof München macht in seinem grundlegenden Urteil vom 28.05.2020 »Erklärung von Grundstücken zu jagdrechtlich befriedeten Bezirken« die Antragstellung auch für juristische Personen wie Vereine, Stiftungen oder GmbHs möglich. (VGH München, 19 B 19.1713 und 19 B 19.1715) weiter

Hannes Jaenicke: »Seit 30 Jahren wird das Tierschutzgesetz wissentlich gebrochen«

»Die Milch macht's«, »Milch macht müde Männer munter«, »Fleisch ist ein Stück Lebenskraft« - wir alle sind mit diesen Werbe-Slogans aufgewachsen. In seinem investigativen Enthüllungsbuch »Die große Sauerei« deckt Hannes Jaenicke die dreistesten Industrie- und Werbelügen auf und erklärt, was Verbraucherinnen und Verbraucher über Fleisch, Milchprodukte und Eier unbedingt wissen sollten, um vor dem Kauf und Verzehr die richtige Entscheidung zu treffen. weiter

FREIHEIT FÜR TIERE-Interview mit Hannes Jaenicke

»Die einzige Antwort auf diese Art der Massentierhaltung ist der Verzicht auf ihre Produkte «
FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem Schauspieler und bekannten Umweltschützer Hannes Jaenicke über die Recherchen zu seinem neuen Buch, warum er vor 40 Jahren zum Vegetarier wurde, warum er Hafermilch trinkt, über das Problem, dass immer noch zu viele Menschen schlecht informiert sind und was dagegen zu tun ist. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Die Vermessung der Ernährung

Haben Sie sich schon einmal überlegt, welche Auswirkung unsere Ernährung, also das, was wir jeden Tag essen, auf die Gesundheit, auf Tiere und Natur, auf Böden und Grundwasser, auf die Artenvielfalt, auf die Regenwälder, auf Menschen in den ärmeren Ländern und auf das Klima hat? Sollten wir vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden Umwelt- und Klimakatastrophe, welche unser aller Lebensgrundlagen bedroht, nicht viel mehr über diese Zusammenhänge wissen? weiter

Vermessung der Ernährung: Interview mit Jan Wirsam

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Jan Wirsam, wie das Buch Die Vermessung der Ernährung mit Prof. Dr. Claus Leitzmann entstand, aus welchen Gründen die Wissenschaftler mit einigen Kollegen die Forschung über pflanzliche Ernährung so engagiert vorantreiben und warum in Deutschland mehr Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen, Bohnen, Lupinen und Soja angebaut werden sollten. weiter

Neues Buch von Prof. Reichholf: Stadt, Land, Fuchs

»Unsere Säugetiere verdienen mehr Beachtung; viel mehr, als ihnen gegenwärtig zuteil wird«, ist Prof. Dr. Josef H. Reichholf überzeugt. Sie brauchen neue Freunde! Solche zu gewinnen, ist das Hauptanliegen seines neuesten Buches »Stadt, Land, Fuchs: Das Leben der heimischen Säugetiere«. weiter

Interview mit Prof. Josef H. Reichholf

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem renommierten Zoologen über Wildtiere, Jäger, Massentierhaltung und was jeder Einzelne für wild lebende Tiere tun kann. weiter

Das Leid der Stuten für Schweinefleisch

Bisher kannte man die grausamen Stutenblut-Farmen in Argentininen, Urugay und China: Schwangeren Pferden wird dort literweise Blut abgezapft und an die Pharmaindustrie verkauft. Die Hormone der Stuten werden in der industriellen Schweinemast eingesetzt, um die Trächtigkeit der Sauen zu erhöhen und zu synchronisieren. Nachdem immer wieder über die grausamen Blutfarmen in Südamerika berichtet wurde, stoppten einige Pharmakonzerne den Import aus diesen Ländern - und wichen auf Islandponys aus. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter