Was macht Hunde so besonders für uns?

Ein Wissenschaftler sagt den Grund: Liebe

Was Hundefreunde schon immer wussten,

Was Hundefreunde schon immer wussten,

kann durch moderne wissenschaftliche Forschung heute belegt werden: Der Grund- und Eckstein der Hund-Mensch-Beziehung ist Liebe! · Bild: ABO PHOTOGRAPHY - Shutterstock.com

Was macht die fünfzehntausend Jahre währende Beziehung zwischen Hund und Mensch so einzigartig? Die Nützlichkeit des Hundes für den Menschen, sagten die einen. Der Opportunismus des Hundes, der beim Menschen ein bequemes Auskommen fand, sagten die anderen. Eine evolutionär herausgebildete besondere Form der Intelligenz, die Hunden ein außergewöhnliches Verstehen des menschlichen Verhaltens ermöglicht, so die aktuell am häufigsten vertretene These. Das alles greift zu kurz und wird der einzigartigen Lovestory zwischen Hund und Mensch nicht gerecht, meint Psychologieprofessor Clyve Wynne. Der Experte für Hundeverhalten ist überzeugt: Der Grund- und Eckstein der Hund-Mensch-Bindung ist so simpel wie erstaunlich - Liebe!

Dass ein Wissenschaftler es wagt, dieses Wort in den Mund zu nehmen, ist ungewohnt und geradezu unerhört. Warum es aber höchste Zeit dafür ist, erklärt sein Buch »...und wenn es doch Liebe ist? - Neues zur Hund-Mensch-Beziehung«. So überraschend wie überzeugend und untermauert Prof. Wynne das, was Hundefreunde schon immer wussten, mit Fakten aus der wissenschaftlichen Forschung: Hunde lieben uns mit jeder Faser ihrer Körperchemie und ihres Herzschlags tatsächlich mehr, als wir ahnen - wissenschaftlich nachweisbar und ganz ohne kitschige Wunschvorstellung. Zeit, unser Verhältnis zu diesem einzigartigen Wesen an unserer Seite zu überdenken.

Forscher haben nachgewiesen:

Forscher haben nachgewiesen:

Hunde zeigen Mutationen auf drei Genen, die für ihr hochgradig liebevolles Wesen verantwortlich sind. · pitrs - Shutterstock.com

»Hunde lieben uns mit jeder Faser ihrer Körperchemie und ihres Herzschlags tatsächlich mehr, als wir ahnen«

»Hunde lieben Menschen, das stimmt«, erklärt Prof. Dr. Clive Wynne. »Aber sie können jedes Wesen lieben, solange sie früh im Leben mit ihm in Kontakt kommen. Wir sehen das an Herdenschutzhunden, die sich um Schafherden, Ziegen oder andere Tiere kümmern. Der außergewöhnlichste Fall dieser Art, der mir begegnete, waren Hunde, die Pinguine auf einer Insel vor der australischen Südküste vor Raubtieren schützten.«

Forscher haben nachgewiesen: Hunde zeigen Mutationen auf drei Genen, die für ihr hochgradig liebevolles Wesen verantwortlich sind. Doch die DNA bestimmt nicht das Schicksal eines Hundes. Wölfe dagegen verfügen über diese Mutation nicht, weshalb vom Menschen groß gezogene Wölfe niemals eine genauso enge Bindung an den Menschen entwickeln wie Hunde.

Zwar werden alle Hunde mit der Fähigkeit zum Lieben von Menschen geboren, aber nur, wenn sie früh in ihrem Leben gute Erfahrungen mit Menschen machen, wachsen sie zu liebenden Wesen heran.

In den 1950er Jahren haben Wissenschaftler Hundewelpen dreieinhalb Monate lang ohne jeden Kontakt zu Menschen aufgezogen und beschrieben diese später als »kleine Wildtiere«, die nie in der Lage waren, freundliche Beziehungen zu ihnen aufzubauen.

»Hunde lieben Menschen, das stimmt«,

»Hunde lieben Menschen, das stimmt«,

erklärt Prof. Dr. Clive Wynne. »Aber sie können jedes Wesen lieben, solange sie früh im Leben mit ihm in Kontakt kommen.« · Bild: Carola Schubbel - Shutterstock.com

Zwei Herzen können im Gleichklang schlagen

Hunde lieben ihre Menschen genauso sehr, wie kleine Kinder ihre Mütter. In einfachen Tests, in denen man bewertet, wie stark Kinder an ihre Mütter gebunden sind, zeigen Hunde gleich starke Reaktionen auf die Trennung von ihrer Bezugsperson wie kleine Kinder.

»Wenn ein Hund und sein Mensch zusammensitzen und entspannen, synchronisieren sich ihre Herzschläge«, erklärt der Verhaltenspsychologe.

Hunde sorgen sich um uns Menschen und werden uns aktiv helfen, sofern sie verstehen, was zu tun ist. Versuche haben gezeigt, dass Hunde sich sorgen, wenn Menschen weinen, und wenn ihr Besitzer in einer Kiste gefangen ist, werden viele versuchen, ihn zu befreien - solange die Kiste nicht zu schwierig zu öffnen ist.

Studien zeigen auch: Wenn Hunde die Wahl haben, entscheiden sie sich oft dafür, einen vollen Futternapf zu ignorieren, um Zeit mit ihrem Menschen zu verbringen.

»Wenn ein Hund und sein Mensch zusammensitzen und

»Wenn ein Hund und sein Mensch zusammensitzen und

»Wenn ein Hund und sein Mensch zusammensitzen und entspannen, synchronisieren sich ihre Herzschläge«, erklärt der Verhaltenspsychologe Prof. Dr. Clyve Wynne. · Bild: Nina Buday - Shutterstock.com

Sehnsucht und riesige Wiedersehensfreude

Prof. Dr. Clive Wynne fand heraus: Die Beziehung zum Menschen ist so eng, dass der Hund seine eigenen Bedürfnisse hintenanstellt, wenn es darum geht, seinem Menschen zu gefallen. Jeder Hundebesitzer kennt das: Wenn Herrchen oder Frauchen von einer Reise zurückkommt, dann flippt der Hund regelrecht aus. Er hat es dabei nicht auf Leckerchen oder Streicheleinheiten abgesehen, wie andere Tiere. Die Erklärung des Verhaltenspsychologen ist für Hundefreunde offensichtlich und lautet: Tagelang hat sich der Hund vor Sehnsucht verzehrt - menschlich gesprochen - und ist nun vor lauter Wiedersehensfreude nicht mehr zu bremsen.

Die Wiedersehensfreude von Hunden

Die Wiedersehensfreude von Hunden

ist kaum zu bremsen. · BIGANDT.COM - Shutterstock

In den Gehirnen und Hormonen der Hunde steckt der Beweis, wie sehr sie ihre Menschen lieben

Worte wie »Liebe« oder »Sehnsucht« bei Hunden konnte Prof. Wynne seinen Wissenschaftlerkollegen verständlicherweise nur schwer vermitteln. So entwickelte er immer neue Verhaltenstests, in denen er die Konzentration des Hormons Oxytocin maß. Oxytocin, das auch als Bindungshormon bezeichnet wird, stärkt bei Menschen - wie auch bei Tieren - das Vertrauen, es fördert soziale Bindungen, stärkt die Bindung zwischen Paaren sowie Eltern und Kindern. Oxytocin tritt in Aktion, wenn wir einander näher kommen - wenn also Liebe im Spiel ist.

In seinen Untersuchungen stellte der Wissenschaftler immer wieder fest: Für Hunde ist die innige Verbundenheit zu ihren Menschen ein Dauerzustand. Hunde sind auf ihren Menschen fixiert und verzeihen ihm fast alles. »In den Gehirnen und Hormonen der Hunde steckt der Beweis, wie sehr sie ihre Menschen lieben«, so der Verhaltenspsychologe. »Wenn ein speziell trainierter Hund in einem MRT-Scanner liegt und man ihm Symbole dafür zeigt, dass sein Mensch in der Nähe ist, zeigt sein Gehirn Aktivitäten, die auf Glücksempfindungen schließen lassen. Und wenn Menschen und Hunde einander in die Augen schauen, steigt bei beiden der Spiegel des "Liebeshormons" Oxytocin an.«

»Wir müssen und können mehr tun, um unseren Hunden ein gutes Leben zu geben«

»Obwohl viele von uns die Liebe erwidern, die unsere Hunde uns zeigen, kümmern wir uns doch oft nicht so um sie, wie wir sollten«, schreibt der Hundeexperte. »Viele Menschen praktizieren immer noch veraltete Formen der Kontrolle über ihre Hunde, die auf der missverstandenen Vorstellung beruhen, man müsse Dominanz über ein Tier ausüben, das doch nur freundliche Führung sucht.«

Hundebesitzer erkennen häufig nicht, dass das größte Bedürfnis ihrer Hunde das nach ihrer Gesellschaft ist. Menschen lassen ihre Hunde acht, zehn oder zwölf Stunden am Tag allein. »Für ein hochsoziales Tier ist solch eine Einzelhaft Folter«, erklärt der Wissenschaftler.

Der Appell von Prof. Dr. Clyve Wynne lautet: »Wir müssen und können mehr tun, um unseren Hunden ein gutes Leben zu geben.« Er weist auch auf die traurige Tatsache hin, dass Millionen von Hunden jede Nacht auf Betonböden in Tierheimen schlafen und in manchen Ländern eingeschläfert werden, wenn sie innerhalb einer bestimmten Zeit kein Mensch herausholt.

Ein absolutes Muss für Hundefreunde

»und wenn es doch Liebe ist?« ist ein absolutes Muss für Hundeliebhaber sowie für alle, die an Verhaltensbiologie interessiert sind. Prof. Dr. Clyve Wynne verbindet Ergebnisse von Verhaltensstudien überaus interessant mit persönlichen Erfahrungen und voller spannenden Berichten zu einem wissenschaftlich fundierten und zugleich unterhaltsamen Buch.

»Wenn wir erst einmal verstehen,

»Wenn wir erst einmal verstehen,

dass es der Wunsch nach starken, gefühlsgeprägten Bindungen ist, der Hunde so besonders macht, werden wir das Vertrauen, das sie in uns setzen, nicht enttäuschen.« · Bild: Anna Hoychuk - Shutterstock

Der Autor

Dr. Clive D. L. Wynne ist Professor der Psychologie und Experte für Hundeverhalten. Er wuchs auf der Isle of Wight auf, studierte in London und promovierte in Edinburgh. Seit 2013 leitet er das Canine Science Collaboratory an der Arizona State University. Außerdem ist er Forschungsleiter des Wolfsparks in Battle Ground, Indiana.
Bild: Sam Wynne

Das Buch

»Endlich hat die Wissenschaft das Geheimnis der Hunde enthüllt: ihre einzigartige Fähigkeit, zu lieben. Großartig.«
John Bradshaw, Leiter des anthrozoologischen Institutes an der Universität von Bristol, Autor des Bestsellers Hundeverstand

Clive Wynne: ...und wenn es doch Liebe ist?
Neues zur Hund-Mensch-Beziehung
Kynos-Verlag, 2019 ISBN: 978-3954642052
Hardcover, 296 Seiten
Preis: 24,95 Euro

"Was an Hunden wirklich hervorsticht

"Was an Hunden wirklich hervorsticht

und für ihren phänomenalen Erfolg in der Menschenwelt verantwortlich ist, ist ihre Fähigkeit zur Bildung starker, emotionaler Bindungen: Ihre Fähigkeit, uns zu lieben und Liebe von uns zu akzeptieren." · Bild: HTeam - Shutterstock

»…und wenn es doch Liebe ist?« Interview mit Prof. Dr. Clive Wynne

Prof. Dr. Clive Wynne, Professor der Psychologie, Experte für Hundeverhalten und Autor des Buches ....und wenn es doch Liebe ist? - Neues zur Hund-Mensch-Beziehung gibt Antworten auf Fragen von Hundefreunden.

Weiß nicht jeder, der schon einmal mit einem Hund gelebt hat, dass sein Hund ihn liebt?

Prof. Dr. Clive Wynne:
Es stimmt, dass die Mehrheit der Hundehalter ein starkes intuitives Gefühl dafür hat, dass ihr Hund etwas Starkes ihnen gegenüber empfindet. Aber noch bis vor Kurzem haben Wissenschaftler, die Hunde besser verstehen wollten, sich anzuerkennen geweigert, dass es die Liebe der Hunde gegenüber Menschen sein könnte, die einen Teil ihrer Erfolgsgeschichte in unserer Gesellschaft ausgemacht hat. Wir dachten bisher, ihre Zuneigung und überhaupt ihre Emotionen im Allgemeinen seien eine Blackbox, die ihren Inhalt niemals einer wissenschaftlichen Analyse preisgeben würde. Viele Forscher haben sich auf die Theorie konzentriert, dass Hunde während der Evolution besondere Fähigkeiten entwickelt hätten, Menschen gut zu verstehen. Ich befürchte, dass sie eine falsche Spur verfolgt haben und lege in meinem Buch die zahlreichen Beweise dafür dar, dass Hunde nicht mit außergewöhnlicher Intelligenz gesegnet sind, sondern vielmehr mit einer bemerkenswerten Fähigkeit zur Bildung starker emotionaler Bindungen zu Angehörigen unserer Spezies.

Natürlich sind Hunde auch schlau - einige mehr als andere. Ich habe die Bekanntschaft von Chaser gemacht, einer Hündin, die die Namen von mehr als 1200 Spielzeugen kannte und bewundere die Fähigkeiten von Spürhunden, Dinge zu finden, die uns komplett verborgen bleiben. Diese Hunde retten buchstäblich jeden Tag Menschenleben.

Was ich klarmachen möchte, wenn ich sage, dass es nicht das Gehirn, sondern das Herz der Hunde ist, das sie so außergewöhnlich macht, ist, dass die Intelligenz der Hunde eigentlich von einer Art ist, wie wir sie auch bei vielen anderen Tierarten sehen.

Man hat Ratten zum Erschnüffeln von Sprengstoff trainiert und sie waren darin offenbar genauso gut wie Hunde, und es gibt Laborstudien zu verschiedenen Tierarten, die Chasers Leistungsniveau erreichen oder übertreffen.

Nein, ich denke, was an Hunden wirklich hervorsticht und für ihren phänomenalen Erfolg in der Menschenwelt verantwortlich ist, ist ihre Fähigkeit zur Bildung starker, emotionaler Bindungen: Ihre Fähigkeit, uns zu lieben und Liebe von uns zu akzeptieren. Es liegt an dieser kraftvollen Verbindung zwischen Hunden und ihren Menschen, dass man sie oft zu solch erstaunlichen Dingen trainieren kann. Das meine ich, wenn ich die Aufmerksamkeit eher auf die Fähigkeit der Hunde zum Lieben richten möchte als auf ihre Intelligenz.

»Das Band der Zuneigung zwischen Menschen

»Das Band der Zuneigung zwischen Menschen

und ihren Hunden iat nicht so etwas wie das Sahnehäubchen obenauf, wenn es um das Verständnis von Hunden geht, sondern die Quintessenz dessen, was Hunde zu dem macht, was sie sind und warum sie uns so viel bedeuten.« · Bild: Carola Schubbel - Shutterstock.com

Welche Beweise hat man dafür gefunden, dass Hunde sich wirklich um Menschen sorgen?

Prof. Dr. Clive Wynne:
Es gibt heute viele Beweise dafür, dass Hunde sich wirklich um Menschen sorgen. Das reicht von sehr einfachen Verhaltens»tests« bis hin zu Studien, die Liebes»hormone« messen oder die Gehirnaktivitäten von Hunden scannen, um in Echtzeit zu sehen, wie Zuneigung in ihre neuronale Hardware einprogrammiert ist. Wir haben Studien durchgeführt, die zeigen, wie Hunde bei ihren Besitzern nach Trost suchen, wenn sie gestresst sind; andere Labore haben herausgefunden, dass Hunde versuchen, einen emotional aufgeregten Menschen zu trösten. Studien aus Japan und Schweden haben gezeigt, dass das so genannte »Liebeshormon« Oxytocin bei Menschen und Hunden mit starker Bindung zueinander hochschießt, wenn sie sich in die Augen sehen. Und Forschungsergebnisse aus Atlanta, Georgia, zeigen, wie die Belohnungszentren im Gehirn eines Hundes aktiviert werden, wenn er an seine Bezugsperson erinnert wird.

Wie hat das Schreiben dieses Buchs Sie verändert?

Prof. Dr. Clive Wynne:
Ich gehörte eigentlich eher zu der besonders nüchternen Fraktion der Tierverhaltensforscher: Man nannte mich sogar einmal die Spaßbremse der Hundekognitionsforschung. Ich lege in meiner Wissenschaft immer noch Wert auf Kontrolle und Genauigkeit und gebe mir große Mühe, die Dinge korrekt zu machen. Aber nachdem ich die zahlreichen Beweise aus viele Studien - meinen eigenen und denen von Wissenschaftlern aus der ganzen Welt - angeschaut habe, wurde mir schließlich klar, dass das Band der Zuneigung zwischen Menschen und ihren Hunden nicht so etwas wie das Sahnehäubchen obenauf ist, wenn es um das Verständnis von Hunden geht, sondern die Quintessenz dessen, was Hunde zu dem macht, was sie sind und warum sie uns so viel bedeuten.

Welche Rolle spielte Ihre Hündin Xephos für die Entstehung dieses Buchs?

Prof. Dr. Clive Wynne:
Xephos kam an einem entscheidenden Punkt in der Entwicklung meiner Theorie über die Liebe der Hunde in unser Leben - und war damit an der Geburt dieses Buchs beteiligt. Zu der Zeit, als wir Xephos bekamen, wusste ich bereits, was meiner Meinung nach an den Erklärungsversuchen mancher Menschen für den Erfolg der Hunde aufgrund irgendeiner besonderen Intelligenz falsch war, aber ich hatte noch nicht ganz zu fassen bekommen, was es dann war, das Hunde so gut in der Nähe von Menschen gedeihen lässt.

Ab dem Moment, als Xephos zu uns nach Hause kam, legte sie es darauf an, mir zu zeigen, was ihre Art so besonders und schätzenswert für uns macht. Sie ist nicht der schlaueste aller Hunde, aber sie hat ein Herz voller überschwänglicher Liebe zu verschenken. Zuerst wusste ich nicht, wie ich ihre Zuneigung mit meinem wissenschaftlichen Verständnis von Hunden zusammenbringen sollte, aber mit Xephos Hilfe wurde ich dann auf ein neues Verständnis von der Einzigartigkeit der Hunde gestoßen.

Was war das Überraschendste, das Sie beim Schreiben dieses Buchs lernten?

Prof. Dr. Clive Wynne:
Mir war nicht klar, dass man etwas so Schwammiges wie Liebe in einen absolut respektablen wissenschaftlichen Begriff fassen konnte - selbst wenn wir sie in Hyper-Soziabilität oder übertriebene Geselligkeit umtaufen müssen, um es in die Wissenschaftsliteratur zu schaffen. Und mir war nicht bewusst, wie uralt die Zuneigung der Menschen zu Hunden und die menschlichen Zeugnisse von der Liebe der Hunde zu Menschen sind. Es gibt Belege aus der Zeit des Beginns der Schriftsprache im Alten Ägypten, die einfangen, wie sehr sich Menschen schon damals um Hunde gekümmert haben. Und man kann die Spur der Liebe zwischen Menschen und Hunden sogar noch weiter zurückverfolgen, wenn man sich anschaut, wie sorgfältig Menschen ihre Hunde vor über vierzehntausend Jahren bestattet haben.

Wie können wir das emotionale Wohlergehen unserer Hunde sicherstellen?

Prof. Dr. Clive Wynne:
Der Schlüssel zum emotionalen Wohlergehen unserer Hunde ist die Erkenntnis, dass sie emotionale Wesen mit dem Bedürfnis nach Zuneigung und Freundschaft sind, das wir anerkennen und respektieren müssen.

Wenn wir erst einmal verstehen, dass es der Wunsch nach starken, gefühlsgeprägten Bindungen ist, der Hunde so besonders macht, werden wir das Vertrauen, das sie in uns setzen, nicht damit beantworten, dass wir ihnen ein isoliertes und einsames Leben zumuten - für acht, zehn oder mehr Stunden am Tag im leeren Haus eingesperrt. Stattdessen werden wir Wege finden, sie frei ausdrücken zu lassen, was sie uns gegenüber empfinden. Das ist keine Astrophysik und erfordert auch keine besonderen Kenntnisse: Man muss seinem Hund nur liebevolle Führung und von Zuneigung geprägte Freundschaft geben. Hunde verlangen nicht viel von uns und wir sollten nicht damit geizen, ihnen zu geben, was sie brauchen.

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter