Wie tierfreundlich und nachhaltig ist Kaschmirwolle? Das Leid der Ziegen für Kaschmirpullis

Bilder und Screenshots: PETA Asia · www.peta.de/kampagnen/kaschmir/

Ob in Pullovern, Schals oder Tüchern: Kaschmir gilt als die edelste Wolle der Welt. In Wirklichkeit handelt es sich dabei nicht um Wolle, sondern das weiche Unterhaar von Kaschmirziegen. Aber hinter der zarten Schönheit von Kaschmir steckt eine grausame Wahrheit. Denn längst ist die Kaschmirgewinnung eine milliardenschwere Industrie. Die Leidtragenden sind die Kaschmirziegen. Ursprünglich stammen die neugierigen und sozialen Tiere aus der westlichen Himalaya-Region Kaschmir. Doch inzwischen produzieren China und die Mongolei etwa 90 Prozent des weltweit gehandelten Kaschmirs. Und hier gibt es bekanntlich keine greifenden Tierschutzgesetze. Die Tierrechtsorganisation PETA recherchiert seit Jahren in Kaschmirfarmen in China und der Mongolei. Filmaufnahmen zeigen: Die Ziegen werden brutal fixiert und beim gewaltsamen Auskämmen der feinen Unterhaare oder der Schur oftmals verletzt.

PETA-Ermittler besuchten Kaschmirfarmen in China und der Mongolei.

PETA-Ermittler besuchten Kaschmirfarmen in China und der Mongolei.

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Wie Kaschmirziegen für Luxustextilien leiden

Um an das feine Unterhaar der Tiere zu gelangen, werden die Ziegen gewaltsam auf den Boden gedrückt, meist werden ihre Beine dabei gefesselt. Anschließend werden den angsterfüllten Tieren die feinen Unterhaare mit scharfen Metallkämmen grob aus der empfindlichen Haut gerissen. Enthüllungsvideos von PETA Asien zeigen, dass den Ziegen dabei teilweise ganze Hautfetzen ausgerissen werden.

Dort wird das meiste Kaschmir-Rohmaterial »gewonnen« - durch gewaltsames Auskämmen der Unterwolle oder Schur.

Dort wird das meiste Kaschmir-Rohmaterial »gewonnen« - durch gewaltsames Auskämmen der Unterwolle oder Schur.

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Die Ziegen werden gewaltsam auf den Boden geworfen. Die Beine werden mit Stricken zusammengebunden und der Kopf mit Stricken fixiert.

Die Ziegen werden gewaltsam auf den Boden geworfen. Die Beine werden mit Stricken zusammengebunden und der Kopf mit Stricken fixiert.

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Bei einer anderen Methode werden die Haare der Ziegen mit Schurmessern abgeschnitten. Wie die Aufnahmen des Rechercheteams belegen, werden den Tieren dabei häufig Schnittwunden zugefügt. Außerdem sind systematische Misshandlungen wie die betäubungslose Kastration ein fester Bestandteil der Kaschmirindustrie.

Ziegen, die für die Kaschmir-Industrie nicht länger nützlich sind, werden im Schlachthaus mit Hammerschlägen auf den Kopf wehrlos gemacht und anschließend getötet.

Ihrer Wolle wegen werden die sanften Kaschmirziegen brutal misshandelt.

Ihrer Wolle wegen werden die sanften Kaschmirziegen brutal misshandelt.

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Eine milliardenschwere Industrie

Weltweit werden etwa 140 bis 190 Millionen Kaschmirziegen gezüchtet. Laut einem Bericht von Fortune Business Insights wurden die Kaschmirindustrie im Jahr 2022 auf einen Wert zwischen 2,64 und 3,2 Milliarden Dollar geschätzt. China und die Mongolei produzieren etwa 90 Prozent des weltweit gehandelten Kaschmirs.

PETA-Ermittler beobachteten, wie den Ziegen mit den scharfen Metallkämmen ganze Hautstücke ausgerissen wurden.

PETA-Ermittler beobachteten, wie den Ziegen mit den scharfen Metallkämmen ganze Hautstücke ausgerissen wurden.

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Auch auf diesen Bildern ist zu erkennen, dass den Ziegen die Beine mit Stricken zusammengeschnürt sind - dies ist für Fluchttiere besonders beängstigend. Die Ziegen zappeln und schreien in Todesangst, während ihnen schmerzhaft die Unterwolle herausge

Auch auf diesen Bildern ist zu erkennen, dass den Ziegen die Beine mit Stricken zusammengeschnürt sind - dies ist für Fluchttiere besonders beängstigend. Die Ziegen zappeln und schreien in Todesangst, während ihnen schmerzhaft die Unterwolle herausge

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Tierleid und Naturzerstörung

Wie bei jeder industriellen Tierhaltung sind neben Tierleid auch Umweltprobleme die Folge. Der Grund: Die Ziegen ziehen bei der Nahrungsaufnahme die Pflanzen mitsamt der Wurzel aus der Erde. Dies führt in allen Regionen, in denen Kaschmir­ziegen in hoher Zahl gehalten werden, verstärkt zur Wüstenbildung - so auch in der Mongolei, wo bereits 90 % des Landes von der Wüstenbildung bedroht sind. In der Mongolei leben die Kaschmirziegen noch überwiegend in nomadischer Herdenhaltung weitgehend frei. Es mangelt ihnen jedoch häufig an ausreichend Wasser, Nahrung, und wärmenden Unterständen nach der Schur.

Um der zunehmenden Wüstenbildung durch die immer weiter steigende Zahl an grasenden Tieren entgegenzuwirken, werden die Ziegen in China überwiegend in dunklen Ställen in ihrem eigenen Kot und Urin gehalten. Einige Betriebe verfügen über halboffene Ställe mit eingezäunten Ausläufen.

Die Wüstenbildung stellt durch den damit verbundenen Lebensraumverlust auch eine Bedrohung für die Artenvielfalt dar. Hinzu kommt: Im Namen der Wollindustrie werden zahlreiche Wildtiere bejagt: Seltene Arten wie Tibetantilopen, Tibet-Wildesel, Przewalski-Pferde und Yaks werden dezimiert, weil sie als Grasfresser Nahrungskonkurrenz zu den Ziegen sind, die für die Industrie in hoher Zahl gezüchtet werden. Bedrohte Arten wie Schneeleoparden werden geschossen, weil sie Ziegen fressen könnten. Wer Kaschmir-Erzeugnisse kauft, ist somit auch für die Tötung von Wildtieren und die Bedrohung der Artenvielfalt verantwortlich.

Labels und Zertifikate suggerieren, dass die Kasch­mir­wolle verantwortungsbewusst und tierfreundlich gewonnen wurde.

Labels und Zertifikate suggerieren, dass die Kasch­mir­wolle verantwortungsbewusst und tierfreundlich gewonnen wurde. In Wirklichkeit steckt millionenfaches Tierleid dahinter.

Kaschmir - Tierleid hinter Zertifikaten

Nachdem PETA Asien 2019 mit einer Aufsehen erregenden Filmrecherche zum ersten Mal das volle Ausmaß des Tierleids in der Kaschmir-Industrie aufdeckte, entwickelten Modeunternehmen mit der Aid by Trade Foundation das Zertifikat »The Good Cashmere Standard« und setzten vermehrt auf bereits vorhandene Kaschmir-Zertifizierungen wie jene der »Sustainable Fibre Alliance« (SFA). Damit versprechen sie »ethisch« oder »nachhaltig« produzierte Kaschmirwolle, für die angeblich kein Tier leidet. Doch in Wirklichkeit gehen die Qualen unverändert weiter.

Denn neue Film-Aufnahmen aus Tierhaltungsbetrieben in China und der Mongolei zeigen, wie Ziegen für Kaschmir zu Boden gedrückt, gefesselt und ihnen die Haare brutal aus der Haut gerissen werden - auch in Betrieben, deren Kaschmir als von der »Sustainable Fibre Alliance« zertifiziert verkauft wird.

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Die Wahrheit hinter Kaschmir-Zertifikaten

»The Good Casmere Standard«: »Fact Sheets« für die Presse

Bild: thegoodcashmerestandard.org · Fact Sheets für die Presse

Die Wahrheit hinter Kaschmir-Zertifikaten


· Intransparenz, vage Formulierungen, mangelhafte Kontrollen und unzureichende Tierschutzanforderungen sorgen dafür, dass die Bedürfnisse der Tiere auch weiterhin ignoriert werden.


· Schmerzhafte Eingriffe wie die betäubungslose Kastration männlicher Ziegenkinder sind weiterhin erlaubt.


· Den Tieren dürfen weiterhin die feinen Unterhaare mit spitzen Metallkämmen ausgerissen werden, obwohl diese Methode Schmerzen verursacht.


· Da Kontrollen viel zu selten stattfinden, kann das Tierleid bei der Schur oder Tötung niemals verhindert werden.


· Schlachthöfe sind in der Regel nicht Teil der Kaschmirzertifizierungen. In Ländern ohne greifende Tierschutzgesetze verhindert niemand, dass den Tieren mit Hämmern der Kopf einschlagen oder ihnen bei Bewusstsein die Kehle aufgeschnitten wird, so dass sie den qualvollen Tod durch Verbluten sterben.

Kaschmirproduktion in der Mongolei: Ziegen, die nicht mehr rentabel sind, werden am Bein ins Schlachthaus gezerrt.

Kaschmirproduktion in der Mongolei: Ziegen, die nicht mehr rentabel sind, werden am Bein ins Schlachthaus gezerrt.

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Im Schlachthaus wird ihnen ohne Betäubung die Kehle durchgeschnitten - sie verbluten qualvoll.

Im Schlachthaus wird ihnen ohne Betäubung die Kehle durchgeschnitten - sie verbluten qualvoll.

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Wenn die Ziegen nicht mehr wirtschaftlich genug Wolle »geben«, werden sie für ihr Fleisch und ihre Haut getötet.

Wenn die Ziegen nicht mehr wirtschaftlich genug Wolle »geben«, werden sie für ihr Fleisch und ihre Haut getötet.

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In diesem chinesischen Schlachthaus schlug man panischen Ziegen mit einem Hammer auf den Kopf.

In diesem chinesischen Schlachthaus schlug man panischen Ziegen mit einem Hammer auf den Kopf.

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Sie bewegten sich noch, als ihnen die Schlächter die Kehle durchschnitten.

Sie bewegten sich noch, als ihnen die Schlächter die Kehle durchschnitten.

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Entscheiden Sie sich für tierfreundliche Alternativen!

Ganz gleich, woher Kaschmir oder andere Wollerzeugnisse stammen oder was die Unternehmen versprechen: Genau wie Leder, Daunen, Seide und Pelz ist auch Wolle ein Tierqualprodukt.

Heutzutage bietet die Bekleidungsindustrie eine Fülle an hochwertigen pflanzenbasierten Materialien, die genauso weich sind und keine Tierausbeutung verursachen. Dazu gehören etwa Bambus, Sojaseide, Lyocell (z.B. Tencel, Modal), Pima-Baumwolle oder synthetische Fasern wie recyceltes Polyester oder Acryl.

Tragen Sie aktiv dazu bei, das Leid von Ziegen, Schafen und anderen Tieren, die für die Bekleidungsindustrie ausgebeutet werden, zu beenden! Entscheiden Sie sich beim Einkauf für vegane Alternativen zu Wolle, Leder, Seide oder Daunen!

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Quellen:

· Kaschmir: Wie tierfreundlich und nachhaltig ist Kaschmirwolle? Johanna Fuoss, PETA Deutschland, 6.11.2023 www.peta.de/themen/kaschmir/

· Kaschmir – das Tierleid hinter Zertifikaten. PETA Deutschland www.peta.de/kampagnen/kaschmir/

· Fortune Business Insights (2023): Cashmere Clothing Marked Size. www.fortunebusinessinsights.com/cashmere-clothing-market-107398

· Grand View Research (2023): Cashmere Clothing Market 2023 – 2030 www.grandviewresearch.com/industry-analysis/cashmere-clothing-market

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter