Zuflucht für gequälte Elefanten in Myanmar

Nur noch 2.000 wilde Elefanten

Nur noch 2.000 wilde Elefanten

befinden sich in Myanmar. Elfenbein und Elefantenhaut erzeugen auf dem Markt Höchstpreise, Elefantenleder gilt in der traditionellen Medizin als Heilmittel für Hautpilz und Infektionen oder wird zu Handtaschen verarbeitet. Wöchentlich fällt mindestens ein Tier Wilderern zum Opfer. · Bild: byrdyak - Fotolia.com

Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" baut

Elefantenschutzzentrum

Von Susanne von Pölnitz, Vier Pfoten

Bei kaum einem anderen Tier wird so deutlich, was menschliche Gewalt anrichtet: Elefanten - graue Riesen, gutmütige Dickhäuter, liebevolle Herdentiere, sensibel, intelligent und treu - täglich werden tausende Tiere in afrikanischen und südostasiatischen Ländern für wirtschaftlichen Profit in Gefangenschaft gehalten, ausgebeutet, misshandelt oder getötet. Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten baut jetzt in Myanmar ein Elefantenschutzzentrum.

Elefanten: Schwerstarbeiter in der Holzindustrie

Seit Jahrzehnten sind Arbeitselefanten

Seit Jahrzehnten sind Arbeitselefanten

in den Wäldern Myanmars im Einsatz, um beim Fällen und Tragen von schweren Baumstämmen zu helfen. Inzwischen gibt es Exportverbote und Abholzungsbeschränkungen für Tropenhölzer - und die Elefanten werden nicht mehr gebraucht. Nun droht ihnen der Tod für die Lederproduktion - oder der Wechsel in die Tourismusindustrie. · Alle Bilder: VIER PFOTEN

Für den Boom in der asiatischen Holzindustrie schleppen Elefanten seit Jahrzehnten schwere Baumstämme durch den Dschungel. Allein in Myanmar, dem früheren Burma, unterhält die Regierung 5.000 Arbeitselefanten.

Exportverbote und Abholzungsbeschränkungen für Tropenhölzer haben in Myanmar jedoch dazu geführt, dass seit 2016 rund 1.000 Arbeitselefanten in der Teakholz-Industrie nicht mehr gebraucht werden. Dies wäre eigentlich eine gute Nachricht. Doch die Arbeitselefanten werden nicht mehr gebraucht und sind damit wertlos geworden - und ihre Zukunft ist ungewiss.

Tierarzt Dr. Amir Khalil von der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN kämpft seit Jahren in Südostasien für den Schutz der sanften Dickhäuter. Die steigende Nachfrage nach Elefantenhaut im südostasiatischem Raum ist alarmierend: Taschen, Schuhe, Ohrhänger und Armreifen mit Elefantenhaut-Kugeln, Innenverkleidungen in teuren Limousinen - immer mehr Produkte werden mit Elefantenleder hergestellt. Im vergangen Jahr wurden laut Umweltministerium 30 Elefanten in Myanmar von Wilderern getötet. Man fand nur ihre blutigen Kadaver, denen die Haut abgezogen war.

Elefanten im Tourismus: Dressur mit Gewalt

Im Tourismus funktioniert das Geschäft noch immer: Tag für Tag müssen Elefanten in südostasiatischen Ländern Touristen auf ihrem Rücken durch staubige Städte tragen. Elefanten-Trekking oder Elefanten-Fußballspiele gehören zum Standard-Reiseangebot vieler Veranstalter. Andere Elefanten sollen zur Belustigung von Passanten mit dem Rüssel bunte Bilder malen. Dass die Tiere diese ihnen völlig artfremden Dinge nur nach harten Erziehungsmethoden widerwillig ausüben, wird von den meisten begeisterten Touristen nicht hinterfragt. Im Gegenteil: Die Nachfrage treibt das Angebot - ein mieses Geschäft mit klaren Opfern.

Veterinärmediziner Dr. Khalil berichtet: Ohne Gewalt können Wildtiere wie Elefanten nicht dressiert werden. Schon als Babys werden sie ihren Müttern in der Wildnis entrissen. Brutale Schläge mit spitzen Haken lehren sie, niederzuknien, in die gewünschte Richtung zu gehen, nicht mit dem Rüssel zu schwenken oder einen Pinsel über ein Blatt Papier zu schwenken. Kein einziger Elefant, der in der Tourismusindustrie arbeitet, ist frei von Narben! Bunte Bemalung, Schmuck und farbenfrohe Stoffe täuschen darüber hinweg, welche Qual die grauen Riesen erleiden. Wir appellieren eindringlich an Touristen, diese Quälerei nicht zu unterstützen!

Tierarzt Dr. Amir Khalil von VIER PFOTEN erklärt:

Tierarzt Dr. Amir Khalil von VIER PFOTEN erklärt:

»Ohne Gewalt können Wildtiere wie Elefanten nicht dressiert werden. Brutale Schläge mit spitzen Haken lehren sie, niederzuknien oder in die gewünschte Richtung zu gehen.« · Bild: VIER PFOTEN

Elefantenhaken

Elefantenhaken

Bild: VIER PFOTEN

Elefanten in Ketten

Elefanten in Ketten

Bild: VIER PFOTEN

Bild: VIER PFOTEN

Bild: VIER PFOTEN

Die zum Teil schwer misshandelten Elefanten

Die zum Teil schwer misshandelten Elefanten

sollen sich im Elefantenschutzzentrum ELEPHANTS LAKE erholen und im Idealfall wieder ausgewildert werden. · Bild: VIER PFOTEN

ELEPHANTS LAKE:

Das Elefantenschutzzentrum von VIER PFOTEN

Am 1. Mai 2018 startete VIER PFOTEN mit dem Bau von ELEPHANTS LAKE. Myanmars Ministerium für Umweltschutz und Fortwirtschaft hat dafür das Land zur Verfügung gestellt, der staatliche Forstbetrieb Myanmar Timber Enterprise wird sich um die Vermittlung von Elefanten aus der Holzindustrie kümmern. Ende 2018 werden die ersten Tiere in das Schutzzentrum nahe des Ye New-Damms einziehen.

ELEPHANTS LAKE wird nicht nur in Gefangenschaft lebenden Arbeitselefanten, sondern auch wilden Elefanten eine artgemäße Zuflucht bieten. Die Population des Asiatischen Elefanten, dem zweitgrößten Landtier der Welt, hat sich laut IUCN, der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources, in den letzten Jahrzehnten mehr als halbiert. Nur noch 2.000 wilde Elefanten befinden sich in Myanmar. Elfenbein und Elefantenhaut erreichen auf dem Markt Höchstpreise, Elefantenleder gilt in der traditionellen Medizin als Heilmittel für Hautpilz und Infektionen oder wird zu Handtaschen verarbeitet. Wöchentlich fällt mindestens ein Tier Wilderern zum Opfer.

Die getöteten Elefanten hinterlassen Jungtiere als Waisen. Auf dem Gelände von ELEPHANTS LAKE ist daher auch ein Waisenhaus für Babyelefanten und Jungtiere sowie eine Krankenstation mit mobiler Klinik geplant. Ziel des umfassenden Rehabilitierungsprogramms ist die Zusammenführung von neuen Herden sowie die anschließende Auswilderung der Tiere in das angrenzende Waldschutzgebiet Nord Zar Ma Yi.

Bis zu 300 Elefanten sollen in den nächsten zehn Jahren aufgenommen werden. Mitten im Waldschutzgebiet an einem riesigen See gelegen, bietet ELEPHANTS LAKE den Tieren eine sichere Zuflucht , erklärt Dr. Khalil. Hier können die Elefanten in ihrer natürlichen Umgebung zur Ruhe kommen - und sind dort geschützt und werden wenn nötig medizinisch versorgt. Wir freuen uns sehr darauf, Ende des Jahres die ersten Dickhäuter in unserem Schutzzentrum willkommen zu heißen!

Tierarzt Dr. Amir Khalil von »Vier Pfoten«

Tierarzt Dr. Amir Khalil von »Vier Pfoten«

füttert verwaiste Elefanten. · Bild: VIER PFOTEN · Hristo Vladew

VIER PFOTEN · Hristo Vladew

VIER PFOTEN · Hristo Vladew

VIER PFOTEN · Hristo Vladew

VIER PFOTEN · Hristo Vladew

Schulterschluss zwischen Regierung

und Tierschützern

Nach langen Verhandlungen gelang es Tierarzt Dr. Khalil, die offizielle Unterstützung des Umweltministeriums in Myanmar für das ambitionierte Elefantenschutzprojekt zu gewinnen. Umweltminister U Ohn Win erklärt: Hier im ELEPHANTS LAKE wird niemand auf den Elefanten reiten und sie werden niemals an einer Kette angebunden sein.

Zusätzlich unterstützt die ansässige Tierschutzorganisation Mingalar Myanmar bei der Aufklärung der Betreuer der Arbeitselefanten.

Baubeginn von ELEPHANTS LAKE,

Baubeginn von ELEPHANTS LAKE,

dem Elefantenschutzzentrum von VIER PFOTEN. · VIER PFOTEN · Thomas Fergus

»Im ELEPHANTS LAKE sollen sich die Tiere

»Im ELEPHANTS LAKE sollen sich die Tiere

von den Strapazen der Vergangenheit erholen«, erklärt Dr. Khalil, Leiter des Projekts. Ziel ist die Auswilderung der Elefanten in das angrenzende Waldschutzgebiet North Zar Ma Yi. Sollte das nicht mehr möglich sein, können die Elefanten auch für den Rest ihres Lebens im Schutzzentrum bleiben.« · VIER PFOTEN · Hristo Vladew

So können Sie helfen!

Meiden Sie Touristen-Angebote mit Elefanten. Nehmen Sie an keiner Elefanten-Schau teil, buchen Sie keinen Elefantenritt und kaufen Sie keine Produkte aus Elfenbein oder Elefantenhaut!

Ein Elefant braucht zwischen 150 und 200 Kilogramm Futter am Tag. Einschließlich Pflege und medizinischer Betreuung kostet ein Dickhäuter circa 500 Euro Unterhalt im Monat. Die Stiftung VIER PFOTEN finanziert sich allein über Spendengelder. Bitte unterstützen Sie den Bau des neuen ELEPHANTS LAKE in Myanmar und die Auswilderung der grauen Riesen!

Informationen:

VIER PFOTEN Stiftung für Tierschutz
www.vier-pfoten.de

Spendenkonto:
VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz
IBAN: DE30200100200745919202, BIC: PBNKDEFFXXX
Betreff Elefantenschutzzentrum in Myanmar

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter