Zwischenstopp der Kraniche am Lac du Der

Kraniche über dem Lac du Der

Kraniche über dem Lac du Der

in der französischen Champagne. · Bild: Shutterstock

Der Lac du Der in der französischen Champagne ist ein Paradies für Vögel. Kein Wunder, dass auch die Kraniche auf ihrem Weg in den Süden hier rasten und manche sich sogar entschließen, den Winter an diesem großen Stausee mit seinen reichen Nahrungsquellen zu verbringen. Extra wegen der Kraniche sind wir im vergangenen Jahr an einem November-Wochenende an den Lac du Der kommen. Wie praktisch, dass die Staufener Gruppe vom Bund für Umwelt und Naturschutz diese begleitete Busfahrt angeboten hat. Nun stehen wir mit etwa 30 weiteren Kranich-begeisterten Mitfahrern auf dem Deich dieses Stausees und schauen gespannt auf die türkisblaue Wasserfläche mit ihren kleinen Inselchen. Da wimmelt es nur so von Vögeln. Die sind allerdings gut 200 Meter von hier entfernt und nicht so genau mit bloßem Auge zu erkennen.


Extra wegen der Kraniche sind wir im vergangenen Jahr an einem November-Wochenende an den Lac du Der gekommen. Wie praktisch, dass die Staufener Gruppe vom Bund für Umwelt und Naturschutz diese begleitete Busfahrt angeboten hat. Nun stehen wir mit etwa 30 weiteren Kranich-begeisterten Mitfahrern auf dem Deich dieses Stausees und schauen gespannt auf die türkisblaue Wasserfläche mit ihren kleinen Inselchen. Da wimmelt es nur so von Vögeln. Die sind allerdings gut 200 Meter von hier entfernt und nicht so genau mit bloßem Auge zu erkennen.


»Sind denn überhaupt Kraniche dabei?«, fragt die Frau mit der geringelten Mütze gespannt. Siggi dreht ihr sein Spektiv hin. Durch dieses Fernrohr, das auf einem Stativ befestigt ist, lassen sich die gefiederten Zweibeiner schon besser ausmachen. »Ganz hinten bei den Sträuchern am Rande der großen Wiese stehen ein paar«, sagt Siggi und zeigt mit weit ausholender Handbewegung herüber in Richtung Horizont. Martin, der Biologe, und Siggi, der sich selbst als Hobby-Ornithologe bezeichnet, bereichern die Gruppe mit ihrem Fachwissen und den Möglichkeiten zum Weitblick. Siggi war schon ein paar Mal hier und führt uns zu den besten Beobachtungspunkten.

Vogelfreunde, die mit dem Bus aus Staufen

Vogelfreunde, die mit dem Bus aus Staufen

im Breisgau gekommen sind, beobachten die Zugvögel am »Lac du Der« in der Champagne. Mit knapp 48 Quadratkilometern ist der »Lac du Der« der größte Stausee in Frankreich. · Bild: Winfried Stinn

Dreihundert Vogelarten sind am Lac du Der während des Jahres zu beobachten

Mehr als zweihundert Vogelarten, von denen manche vom Aussterben bedroht sind, aber auch Libellen, Amphibien und andere Tierarten suchen im Laufe eines Jahres den Lac du Der und die angrenzenden kleinen Seen auf.

Am Ufersaum ist viel Betrieb! Unzählige Kormorane und Graureiher rasten oder nehmen ein Bad, auch die Graugänse sind schon da. Mitten im Getümmel stolzieren Seidenreiher, ihre langen, weißen Federn vibrieren im Wind und schimmern dabei zart wie Seide. Mit Fernglas oder Spektiv beobachten die Vogelfreunde aus dem Schwarzwald, was sich im Einzelnen tut, unten an der Wasserkante und zwischen den Schilfhalmen. Siggi justiert jetzt das Fernrohr auf einen Brachvogel. An seinem gebogenen Schnabel ist er sehr gut zu erkennen.

Wer hierher kam, um die Kraniche zu sehen, ist erst einmal enttäuscht, nur weit entfernt eine kleine Gruppe dieser Vögel zu entdecken, die sich zudem nur durch das Fernglas beobachten lassen. Haben wir nicht unterwegs aus dem Bus schon vereinzelt einige auf Feldern herumpicken gesehen? »Ja eben«, lacht Siggi. »Geduld, ihr braucht Geduld! Die meisten sind jetzt noch unterwegs auf Futtersuche!«

Auf ihrem Flug in die Winterquartiere

Auf ihrem Flug in die Winterquartiere

in Südfrankreich, Spanien und Marokko rasten Kraniche und andere Zugvögel jeden Herbst am Lac du Der. Im Frühjahr machen sie auf ihrer Reise ins nördliche Europa hier wieder Zwischenstation. · Bilder: Winfried Stinn

Die Kraniche und der Lac du Der

Aber dann geht es los: »Grü, Grü«! - Durch die Luft schwirrt plötzlich ein temperamentvoll krähendes Gurren. Das ist der Ruf der Kraniche, von Fachleuten als Trompeten bezeichnet. Da wenden sich schlagartig alle Blicke zum Himmel. Elegant, wie an einer Schnur aufgereiht, zieht ein Schwarm der großen grauen Vögel von den Äckern herüber zum See. Sie sind in der Lage, bis zu 80 Kilometer pro Stunde zurückzulegen und sie nutzen beim Fliegen den Windschatten ihres Vorfliegers. So sparen sie Energie.

Um für die lange und kräftezehrende Weiterreise in den Süden gerüstet zu sein, suchen die Kraniche tagsüber auf den umliegenden Mais- und Kornfeldern nach Nahrung. Auf den abgeernteten Stoppelfeldern lässt sich immer noch genug finden. Ungern gesehen ist bei den Bauern bloß, wenn sie frisch Eingesätes herauspicken. Im seichten Wasser stehend werden sie nun bald die Nacht verbringen.

Viele Kraniche haben in Schweden gebrütet. In der kalten Jahreszeit finden sie kaum noch Nahrung in den nördlicheren Gebieten. Darum formieren sie sich Ende des Sommers in Schwärme für die lange Reise quer durch Europa, um in wärmeren Ländern zu überwintern. Nach einem Zwischenstopp auf der Insel Rügen, der Mecklenburgischen Seenplatte oder dem Rhinluch mit dem Teichland Linum im Havelland ist der Lac du Der eine weitere Etappe auf ihrer großen Tour.

Seit 1974 kommen sie hierher. Damals wurde der große Stausee gebaut, um den Flusslauf der Marne zu regulieren und so das Marne-Tal und im weiteren Verlauf die Stadt Paris vor Hochwasser zu schützen. In trockenen Hochsommern sorgt das Rückhaltebecken für ausreichenden Wasserstand der Seine. Mit seiner Wasserfläche von 4.800 Hektar zählt der Lac du Der zu den größten künstlich angelegten Seen Europas - ein riesiger Lebensraum, in dem ein eigenes Ökosystem mit einer reichen Pflanzen- und Tierwelt entstanden ist. Die Vögel schätzen die kleinen Inselchen im See als Rückzugsmöglichkeiten. Das gesamte Naturreservat umfasst 5561 Hektar. Kein Wunder, dass der Lac du Der als Paradies für Vogelkundler gilt. Der Name »Der« stammt übrigens aus dem Keltischen und heißt »Eiche«, denn Eichen sind in den umliegenden Wäldern stark vertreten.

Es ist der graue Kranich, lateinisch als »Grus Grus« bezeichnet, der hauptsächlich hier am Lac du Der anzutreffen ist. Mit einer Flügelspannweite von mindestens zwei Metern ist er der größte Wildvogel in Frankreich. Er ziert als Wahrzeichen der Region deren Wappen. Von Mitte Oktober bis Mitte März kann man ihn am Lac du Der beobachten. Jedes Jahr rasten 200.000 bis 350.000 der majestätischen Vögel auf ihrem Weg in den Süden.

Es ist ein beeindruckendes Naturschauspiel,

Es ist ein beeindruckendes Naturschauspiel,

wenn die Kraniche bei Sonnenuntergang in großen Schwärmen und mit Trompeten - so werden ihre typischen Rufe genannt - den »Lac du Der« anfliegen, um hier die Nacht zu verbringen. Jeden Herbst rasten am »Lac du der« 200.000 bis 350.000 Kraniche auf ihrem Weg in den Süden. · Bilder: Winfried Stinn

Beobachtung der Kraniche im Sonnenuntergang

Ein beeindruckendes Spektakel ist es immer für die Zuschauer, wenn die von den Feldern zurückkehrenden Kranichschwärme ihr Nachtlager aufsuchen. Wir haben Glück und erleben einen traumhaften Sonnenuntergang! Die sinkende Sonne inszeniert für die Vögel eine wunderschöne Kulisse von farbenprächtigen gelben, roten und rosa Streifen.

Für genau diesen Augenblick haben nun zahlreiche Vogelliebhaber ihre Spektive aufgebaut oder warten ungeduldig mit Ferngläsern, Film- und Fotokameras. Wer in der ersten Reihe stehen will, muss beizeiten da sein. Um die Vögel nicht zu stören, ist es wichtig, einen relativ großen Abstand zu wahren. Ihre Fluchtdistanz liegt bei etwa 200 Metern, weiß unser Biologe Martin. Neben den Kranichen haben sich auch viele Graureiher im See niedergelassen. Im dunkler werdenden Licht bilden bald alle nur noch einen schwarzen Kontrast zu dem See, der sich immer mehr rot färbt.

Längst ist an diesem Abend die Sonne untergegangen und empfindliche Kälte kriecht in die Kleider. Da legt das Feuer am Himmel noch einmal nach und zeichnet besonders kräftige Rottöne. Mehrere Kranich-Formationen zugleich bevölkern immer wieder das orange-rote Aquarell am Himmel. Bis zu 1.500 Meter hoch können sie sich in die Luft schwingen, ja, es wurden beim Flug ins Winterquartier auch schon Schwärme auf einer Flughöhe von 2.000 Metern gesichtet.

Bald schon wird es soweit sein. Die Vögel werden eine Hochdruck-Phase des Wetters nutzen, um sich auf den letzten Teil ihrer weiten Reise zu begeben. Auf dem Westeuropäischen Vogelzugweg werden dann rund 250.000 der Vögel nach Extremadura und in die Laguna de Gallocanta bei Saragossa in Spanien weiterfliegen. Andere überwintern in Nordafrika und einige wenige Tausend in Portugal und Westafrika. In Südfrankreich bleiben etwa 130.000. Das jedenfalls sagen die Zahlen aus dem vergangenen Jahr.

Übrigens werden nicht alle Kraniche vom Lac du Der aus weiterziehen. In den vergangenen Jahren verbrachten etwa 20.000 der grauen Vögel auch den Winter hier. Übrigens überwintern inzwischen auch mehrere Tausend Kraniche in Deutschland. Im wärmer werdenden Klima finden sie zunehmend nun auch im Winter an manchen Orten genügend Nahrung, wo dies zuvor nicht möglich war. Zum Brüten aber geht's im Frühling wieder Richtung Norden. Auf der Balz werden sie dort zeigen, wie wunderbar sie tanzen können. Das muss ein ganz besonderes Schauspiel sein! Wer am Lac du Der beobachtet, wie leichtfüßig sie sich auf ihren dünnen Beine fortbewegen, ja, wie sie manchmal geradezu tänzelnd schweben, der kann sich ihre Posen vorstellen, mit denen sie die Auserwählte umgarnen. Das einmal zu erleben, müsste beeindruckend sein!

Doch zunächst einmal hat es sich auf jeden Fall gelohnt, extra wegen der Kraniche ein Wochenende in der Champagne zu verbringen! Spannend waren dabei nicht nur die Kraniche, sondern auch die Menschen, die wir auf dieser Fahrt kennengelernt haben.

Die neunjährige Lina und ihr Großvater, der Umweltaktivist

Unter der Reisegruppe befand sich auch die neunjährige Lina Kurths. Sie war das einzige Kind, das zur Kranich-Beobachtung mitgekommen war. Mit eigenem Fernrohr war sie mit ihrer Mutter und ihren Großeltern angereist und fand sich oft in der Nähe der Vogelspezialisten, um durch deren Spektive einen noch besseren Blick zu erhaschen und ihren Erklärungen zu lauschen. Stundenlang weilte sie in großer Geduld und Aufmerksamkeit an den Beobachtungsstellen. Mit neun Jahren dieses ausgesprochen differenzierte Interesse an der Vogelwelt! Das erregte unsere Aufmerksamkeit und begeisterte uns.

Der Kontakt mit Lina zeigte dann vor allem eines: Sie hat ein ausgesprochen starkes Interesse an der Natur. Und: Dass schon so früh ein solches Interesse gefördert wird, dafür kann die Familie viel tun. Lina hat ein besonderes Glück, in ein Umfeld hineinzuwachsen, in dem sie sehr früh aktiven Einsatz für die Natur erleben kann.

Ihr Großvater ist der BUND-Umweltaktivist Dr. Frank Baum, der diese Exkursion begleitet und fachlich moderiert hat. Er erhielt im Januar 2018 als langjähriger Kämpfer für Umwelt- und Naturschutz den renommierten Gerhard-Thielcke-Preis, mit dem der BUND den promovierten Biochemiker und Vertreter der Umweltbewegung für sein Lebenswerk ehrte.

»Seit fast 50 Jahren ist Frank Baum Verteidiger von Natur und Umwelt am Südlichen Oberrhein. Ohne Menschen wie ihn wäre der bundesweite Atomausstieg nicht gekommen und viel wertvolle Natur wäre wohl verschwunden«, so Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des BUND Baden-Württemberg in ihrer Laudatio. In der Anti-Atom-Bewegung hatte sich Frank Baum bereits um 1970 einen Namen gemacht, als er und viele andere Aktivisten den Bauplatz für das geplante Atomkraftwerk bei Wyhl besetzten. Frank Baum organisierte in den vergangenen fast 50 Jahren Demonstrationen und Protestveranstaltungen genauso wie Vorträge, Exkursionen in die Natur und Vogelstimmenführungen. Aktionen gegen das Waldsterben und gegen die Zerstörung von Biotopen gehörten für ihn genauso zum Spektrum wie Untersuchungen über Käfer und Käferfauna im Schwarzwald. In jüngster Zeit ist vor allem das Insektensterben und der Rückgang der insektenfressenden Vögel seine größte Sorge.

An Kraniche hat Frank Baum zahlreiche Erinnerungen. Er sagt: »Nach dem Krieg lebten wir im Westen, die Großeltern aber im Erzgebirge in der DDR. Da gab es keine Kraniche, aber es gab sie im Norden der DDR. Da durfte man aber nicht so ohne weiteres hinfahren, so dass Kraniche für mich lange Zeit eine Art "Traumvögel" waren.« Einen prägenden Einfluss hatte auch das Buch des Ornithologen Bengt Berg »Mit den Zugvögeln nach Afrika« aus dem Jahr 1924, das Frank Baum von einem Onkel geerbt hatte. »Nach der Wende waren wir dann auch bald im Norden der ehemaligen DDR, wo wir dann endlich tatsächlich Kraniche gesehen haben. Ich war dann auch öfter allein mit dem Wohnmobil in den neuen Bundesländern unterwegs und habe dort faszinierende Massenansammlungen von Kranichen gesehen, z.B. im Rhinluch bei Berlin. Naja, so ist mir der Kranich immer vertrauter geworden. Die Reise zum Lac du Der war natürlich der bisherige Höhepunkt.«

Ein Höhepunkt war diese Reise auch für Lina. Und eines der ganz besonderen Naturerlebnisse, das sie auch mit ihrem Großvater teilen konnte.

BUND-Umweltaktivist Frank Baum

BUND-Umweltaktivist Frank Baum

mit seiner Frau und seiner neunjährigen Enkeltochter Lina am »Lac du Der«.

Interview mit Lina

Seit wann interessierst du dich für Naturthemen?

Lina: Wir waren mit der Familie immer schon ganz viel draußen, was mir immer Spaß gemacht hat. Dabei habe ich schon viele Blumen und Tiere kennen gelernt. Spannend finde ich alles rund um Frösche, Kröten, Molche, Kaulquappen. Und dann natürlich die Vögel, vor allem die bei uns im Garten. Ein Fernglas liegt immer in der Schublade.

Wie gut kennst du dich mit Vögeln aus?

Lina: Also, richtig gut kenne ich mich nicht aus. Die Vögel im Garten kann ich aber fast alle erkennen. Besonders freue ich mich, wenn der Wiedehopf durch unseren Garten fliegt und der Buntspecht an den Bäumen klopft. Einen richtigen Lieblingsvogel habe ich nicht, aber der Kranich ist einer der Vögel, die ich am tollsten finde.

Wie hat dir die Fahrt zu den Kranichen gefallen? Hast du dabei eine für dich neue Entdeckung gemacht?

Lina: Die Fahrt zu den Kranichen hat mir gut gefallen. Ich erinnere mich besonders an den Sonnenaufgang und den mit lauten Kranichrufen verbundenen Aufbruch der Vögel an ihre Futterplätze. Dafür sind wir um 5:45 Uhr aufgestanden. Ich würde gerne wissen, wie sich die Vögel absprechen, wer die Kommandos gibt. Ich habe entdeckt, dass die Kraniche fast immer in einer V-Form fliegen.

Glaubst du, dass dein Opa mit daran beteiligt ist, dass du dich für Vögel und für die Natur interessierst?

Lina: Ja, ich glaube ganz sicher, dass mein Opa damit etwas zu tun hat. Mit ihm waren wir schon so viel draußen und immer hat er irgendetwas Tolles und Spannendes, was er uns zeigen und erklären kann. Zum Beispiel waren wir im Herbst an einem Schlafplatz von Staren und haben ihnen lange zugeschaut, wie sie in großen schwarzen Wolken über uns geflogen sind. Toll war auch ein Tag mit ihm auf einer Reise bei Ansbach. Dort haben wir an der Altmühl auf riesigen Wiesen Brachvögel gehört und beobachtet.

Informationen zu den Kranichen am Lac du Der:

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter